Lebensweisheiten
#2
Geschrieben 01 April 2005 - 20:56 Uhr
Erkenntnis über die wirkliche Welt:
Alle Erkenntnis der Wirklichkeit beginnt
mit der Erfahrung und endet mit ihr.
Alle Aussagen, zu denen man
auf rein logischen Wege kommt,
sind,
was die Realität angeht,
vollkommen leer.
Albert Einstein
#6
Geschrieben 01 April 2005 - 22:38 Uhr
Das ist aber sehr gefährlich.
So ein thread, der reizt gerade mich, hier jede Menge "Zeugs" reinzuschreiben
also nimm diesen hier:
âGlück hat nichts mit Reichtum und Ansehen zu tun,
sondern ist eine Frage unserer Harmonie.
Wenn wir genug wissen,
um unser innerstes Selbst für wichtig zu nehmen
und die äußeren weltlichen Dinge als
unbedeutend dazu ansehen können,
dann sind wir dem Weg nähergekommen.â
aus Thomas Clearyâs Ãbersetzungen zum:
Wen-Tzu (004)
Also sprach Lao-Tze
â Das Verstehen der Geheimnisse â
Dank, Gruß und für Dein Wochenende
den Frieden
Horst
#8 Gastluk_*
Geschrieben 02 April 2005 - 13:38 Uhr
Alles kann nur alles sein, weil es mit allem verbunden ist. Daher ist jedes mit allem verbunden. Nichts kann daher einzeln sein. Einzeln ist es nur, weil es mit allem verbunden ist, weil in ihm auch alles andere da ist. Daher bin auch ich gleichzeitig alles. Alles kann nicht ohne mich sein, und ich nicht ohne alles.
Was heißt das für die Art und Weise, wie ich lebe, die Art und Weise, wie ich fühle, die Art und Weise, wie ich bin?
Ich sehe in jedem Menschen alle Menschen und damit in ihm auch mich. Ich fühle in mir auch alle anderen Menschen, jeden wie er ist. In jedem Menschen begegnen mir alle Menschen und in ihnen auch ich.
Wie könnte ich daher in ihnen etwas ablehnen, ohne dass ich in ihnen auch mich ablehne? Wie kann ich mich an ihnen freuen, ohne dass ich mich in ihnen auch über mich freue?
Wie könnte ich einem anderen Gutes wünschen, ohne es zugleich auch mir und allen anderen Menschen zu wünschen? Wie kann ich mich lieben, ohne auch alle anderen Menschen zu lieben?
Wer in allen alle sieht, sieht in ihnen auch sich, begegnet in ihnen auch sich, findet in allen auch sich. Wer daher anderen schadet, schadet auch sich. Wer andere verletzt, verletzt auch sich. Wer andere fördert, fördert auch sich. Wer anderen etwas vorenthält, enthält es auch sich vor, und wer sie mindert, mindert auch sich. Wer andere wirklich liebt, liebt sie alle. Nächstenliebe ist daher zugleich Allesliebe, einschließlich der Liebe zu sich selbst. Sie ist die reine Liebe und die erfüllte Liebe, weil sie in allem alles hat, vor allem auch sich selbst.
Bert Hellinger
mfg luki
#9
Geschrieben 02 April 2005 - 18:54 Uhr
"Feinkost Paranoia"
Lass einen grünen zweig in deinem herzen wachsen .. und ein singvogel wird sich darauf niederlassen
für die schweizer.... dä hans dampf im schnäggeloch hät alles was er will.. und was er will das hät er nöd
will man nichts hat man alles ;-)
#10
Geschrieben 13 April 2005 - 23:22 Uhr
dann kann ein ganzes Weltreich unser zu Hause sein
und alle die Bewohner unsere Diener.
Und es wäre immer noch nicht genug,
uns zu befriedigen.â
aus den Weisheiten der 8 Meister vom Huai Nan
200 v.Chr. China
in den hervorragenden Ãbersetzungen von Thomas Cleary
(Das Tao der Politik)
"Das, was wir Glücklich-Sein nennen, ist dort möglich,
wo wir Menschen das schätzen, was wir haben.
Wenn wir das schätzen, was wir haben,
finden wir keinen Gefallen am Außergewöhnlichem,
und wir halten Genügsamkeit
eben nicht für einen jämmerlichen Zustand."
Bearbeitet von tao-chi, 13 April 2005 - 23:23 Uhr.
#11
Geschrieben 14 April 2005 - 10:56 Uhr
"Glück"
Vajragesänge von Gendün Rinpotsche
Glück findet sich nicht mit dem Willen
oder durch große Anstrengung.
Es ist immer schon da, vollkommen und vollendet,
im Entspannen und Loslassen.
Beunruhige dich nicht. Es gibt nichts zu tun.
Was im Geist erscheint hat keinerlei Bedeutung,
weil es keine Wirklichkeit besitzt.
Halte an nichts fest. Bewerte nicht.
Lass das Spiel von selbst ablaufen,
entstehen und vergehen,
ohne irgendetwas zu ändern.
Alles löst sich auf und beginnt wieder von neuem, unaufhörlich.
Allein dein Suchen nach Glück hindert dich, es zu sehen â
wie bei einem Regenbogen,
den man verfolgt, ohne ihn je zu erreichen
â weil das Glück nicht existiert und doch immer schon da war
und dich jeden Moment begleitet.
Glaube nicht, gute oder schlechte Erfahrungen seien wirklich.
Sie sind wie Regenbögen.
Im Erlangenwollen des Nichtzufassenden
erschöpfst du dich vergeblich.
Sobald du dieses Verlangen loslässt,
ist Raum da â offen, einladend und wohltuend.
Also nutze ihn.
Alles ist bereits da für dich.
Wozu im undurchdringlichen Dschungel
den Elefanten suchen,
der schon ruhig zu Hause ist?
Nichts tun,
nichts erzwingen,
nichts wollen â
und alles geschieht von selbst.
Gendün Rinpotsche
#13 Gastmadtown_*
#14
Geschrieben 14 April 2005 - 23:02 Uhr
Nicht nur ist es wichtig etwas nicht zu verstehen, man muß auch unfähig sein, sich darüber auszudrücken....
- ein Oberst a.D.
#15
Geschrieben 14 April 2005 - 23:37 Uhr
Marvin Smalheiser, der Herausgeber des "The International Magazine of T'ai Chi Ch'uan", schrieb unlängst in seinem Editor's Notebook:
"...I like to refer back to a visit more than 30 years ago to a cemetery in the Boyle Heights section of Los Angeles, where one of the early Zen teachers in the U.S. is buried. On the back of the tombstone of Nyogen Senzaki, who died May 7, 1958, is an inscription:
>> Friends in Dharma. Be satisfied with your own heads. Do not put any false heads above your own. Then minute after minute, watch your steps closely. Always keep your head cold and your feet warm. These are my last words to you.<<
Viele Grüsse
manfu
Bearbeitet von manfu, 14 April 2005 - 23:38 Uhr.
#16
Geschrieben 15 April 2005 - 13:20 Uhr
1692 in der Sankt-Pauls-Kirche von Baltimore:
Desiderata
Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke daran, wie ruhig es sein kann in der Stille.
Soweit als möglich, ohne dich aufzugeben, sei auf gutem Fuss mit jedermann. Das, was du zu sagen hast, sprich ruhig und klar aus und höre andere an, auch wenn sie langweilig oder töricht sind, denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen. Meide die Lauten und Streitsüchtigen, sie verwirren den Geist. Vergleichst du dich mit anderen, kannst du hochmütig oder verbittert werden, denn immer wird es Menschen geben, die bedeutender und besser sind als du.
Erfreue dich an Erreichtem und an deinen Plänen. Bemühe dich um deinen eigenen Beruf, wie bescheiden er auch sein mag. Er ist ein fester Besitz im Wechsel der Zeit. Sei vorsichtig bei deinen Geschäften, denn die Welt ist voller Betrüger. Aber lass deswegen das Gute nicht aus den Augen, denn Tugend ist auch vorhanden.
Viele streben nach Idealen, und überall im Leben gibt es Helden. Sei du selbst. Täusche vor allem keine falschen Gefühle vor.
Sei auch nicht zynisch, wenn es um Liebe geht, denn trotz aller Ãde und Enttäuschung verdorrt sie nicht, sondern wächst weiter wie Gras.
Höre freundlich auf den Ratschlag des Alters und verzichte mit Anmut auf Dinge der Jugend. Stärke die Kräfte deines Geistes, um dich bei plötzlichem Unglück dadurch zu schützen. Quäle dich nicht mit Wahnbildern. Viele Ãngste werden durch Müdigkeit und Einsamkeit geweckt. Bei aller angemessenen Disziplin, sei freundlich mit dir selbst. Genau wie Bäume und Sterne, so bist du ein Kind der Schöpfung. Du hast ein Recht auf deine Existenz. Und auch wenn du das nicht verstehst, entfaltet sich die Welt gewiss nach Gottes Plan. Bleibe also im Frieden mit Gott, was auch immer er für dich bedeutet und was immer deine Sehnsüchte und Mühen in der lärmenden Verworrenheit des Lebens seien.
Bewahre den Frieden in deiner Seele. Bei allen Enttäuschungen, Plackereien und zerronnenen Träumen ist es dennoch eine schöne Welt. Sei vorsichtig. Strebe danach, glücklich zu sein.
Gruß,
FloTheBrain
#17
Geschrieben 24 April 2005 - 13:55 Uhr
Cheng Man-Ch'ing
#19
Geschrieben 08 Mai 2005 - 16:50 Uhr
Ich bewege mich.
Raum entsteht (als Ergebnis meiner Bewegung).
Zeit beginnt (als Maß meiner Bewegung im Raum).
Ich habe Objekte (weil ich das Subjekt von Raum und Zeit geworden bin).
Der Dualismus entsteht.
Das Universum erscheint.
Ich identifiziere mich mit meinen Objekten (und es kommt zum Entstehen
illusionärer Egos).
Ich leide illusionärerweise (und das Leiden wird universal).
METANOESIS
Ich halte still.
Der Raum schwindet (denn ich habe aufgehört, mich zu bewegen).
Die Zeit endet (denn es gibt keine Bewegung mehr zu messen).
Es gibt keine Objekte (denn ich bin nicht länger ein Subjekt).
Den Dualismus gibt es nicht mehr.
Das Universum schwindet.
Es gibt keine illusionären Egos mehr.
Es gibt kein Leiden.
Ich bin, aber es gibt "mich" nicht.
WuWei
#20 GastMaleus_*
Geschrieben 08 Mai 2005 - 19:23 Uhr
Ich denke, also bin ich.
Der gesunde Verstand ist die bestverteilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, daß selbst diejenigen, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewöhnlich nicht mehr Verstand haben
wollen, als sie wirklich haben.
Man wird am ehesten betrogen, wenn man sich für klüger als die anderen hält.
Wenn man zu leben versucht, ohne zu philosophieren, dann ist das, als halte man die Augen geschlossen, ohne daran zu denken, sie zu öffnen
alles zitate von Renè Descartes
mfg.: Maleus



