Tang Lang - Praying Mantis
#41 GastUffbasser_*
#42 Gastmomo_*
#43 GastUffbasser_*
#44 Gastartisn_*
#45 Gastnocturna_*
#46 Gastceckit!_*
Geschrieben 01 April 2004 - 00:03 Uhr
die techniken sind sehr stark auf das schnelle kontern bzw. auf das in das hineingehen in den gegner ausgelegt. man muss sich das eher als einen fliessenden prozess (klingt esotherisch, ich weiss) vorstellen, in dem der block bereits den angriff/konter vorbereitet. genau darin liegt aber wohl auch die herausvorderung, bzw. die schwierigkeit diese schnelligkeit und gewandheit aufzubringen. nicht etwa, wie vielleicht im karate üblicher, totale anspannung und 2 schläge, etc. ... in mittelmässiger geschwindigkeit, sondern einer technik folgt direkt die zweite, dritte ... .
um es vielleicht auf musikalischer basis zu vermitteln: nicht eins UND zwei, sondern EinsZwei; zwei takte, die schon fast eins sind. <-- hach, wie romantisch. aber so ungefähr ist es.
das zu beherrschen brau definitiv zeit und motivation, zahlt sich aber echt aus.
Anderseits wird innerhalb des Tang Lang Kung Fu oft auch das sogenannte Sanda trainiert, was sozusagen der Kampfsport der Kampfkunst Tang Lang Kung Fu ist. Dieses Training ist am besten mit dem Thai-Boxen / Muay Thai vergleichbar, bzw unterscheidet sich eigentlich fast nur dadurch, das neben knieattacken auch würfe erlaubt sind. der trainingseffekt liegt hier im sparring.
und da ist der SV-Wert nicht zu verleugnen.
generell kann ich nur aus der sicht des stils Tai Chi Mei Hua Tang Lang argumentieren. wie es sich in anderen Tang Lang-Stilen mit dem Sanda verhält, kann ich nicht wirklich sagen, um das noch anzumerken.
Zur Ausgangsfrage: ich denke ein pensum von 2-3 mal die woch ist generell, egal für welche KK, recht wenig um seinen SV-Fähigkeiten einigermassen sicher sein zu können. erwähnt wurde ja auch schon, dass es zusätzlich davon abhängt, wie diese trainiert werden und wie realistisch. das erproben des nötigen kraftaufwandes zum brechen von knochen gestaltet sich, zum glück, schwierig und ist technisch anspruchsvoll; es muss halt klappen oder das wars. aber das sind auch dinge für die es im kung fu etliche "konventionelle" SV-alternativen gibt. auf knochen-brechen lassen sich keinesfalls die SV-techniken des Tang Lang Kung Fu´s reduzieren, wie es in einem der oberen postings den anschein haben könnte.
generell bedarf diese kampfkunst zeit zu "reifen". wie viele andere natürlich auch.
schneller gehts im Sanda. aber wie gesagt, das hat mit kung fu-techniken nicht mehr viel zu tun.
Adieu CECKIT!!
Bearbeitet von ceckit!, 01 April 2004 - 00:25 Uhr.
#47 GastsYnteX_*
Geschrieben 03 April 2004 - 14:08 Uhr
#49 GastsYnteX_*
#50
Geschrieben 05 April 2004 - 22:14 Uhr
o_O
Und welcher davon ist denn der "reinste", sofern man das sagen kann, also welcher der ursprünglichste, ohne Fremdeinflüsse, etc?
#51 GastsYnteX_*
Geschrieben 05 April 2004 - 22:25 Uhr
#52
Geschrieben 05 April 2004 - 23:04 Uhr
--> Tang Lang <--
Ziemlich interessant
Ist denn jetzt, wenn ich das richtig verstanden habe, dieses
"Northern Seven Star Praying Mantis Kung Fu"
was Tigermoni lernt, das gleiche wie QiXing Tang Lang, was Syntex lernt?
#53
Geschrieben 06 April 2004 - 01:35 Uhr
nur schade, dass die nächste Lehrstätte, Münster, so weit ist :/
von meinem Wohnort Moers ca. 100 km pro Fahrt
von meinem Arbeitsplatz in Oberhausen ca. 90 km pro Fahrt
und mitm auto, das 10 - 15 liter verbraucht, ists als schüler schon schwer bzw. auf dauer teuer
gibbet bei euch rabatt für weitfahrer??
werds mir aber auf jeden fall mal anschauen kommen
#54 GastsYnteX_*
#55
Geschrieben 06 April 2004 - 12:59 Uhr
kommt hin
jedoch hab ich noch net so ganz gecheckt, was die sieben Sterne, also der große Wagen, damit zu tun haben soll.
kann mir das einer evtl. erklärn?
#56
Geschrieben 06 April 2004 - 14:04 Uhr
@ Rising Sun:
also, die Sieben Sterne stehen für den großen Wagen und werden deshalb
erwähnt, weil man den nur auf der Nordhalbkugel sehen kann, daher ein
nördlicher Stil (ich hoffe, das ist jetzt richtig so).
Ich hoffe, Dich dann mal beim Training zu sehen!!!
| QUOTE |
| Ist denn jetzt, wenn ich das richtig verstanden habe, dieses "Northern Seven Star Praying Mantis Kung Fu" was Tigermoni lernt, das gleiche wie QiXing Tang Lang, was Syntex lernt? |
Joha, also unser Stil ist nördliches sieben Sterne Mantis Kung Fu.
Viele Grüße
Konfuzius
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#57
Geschrieben 06 April 2004 - 14:44 Uhr
Jo, werd auf jeden Fall vorbeikommen.
Nur schade, dass in den Ferien auch in Münster kein Training ist
Denke aber mal, im April sehn wa uns noch
Machst du dort Anfänger oder Fortgeschrittenen Training?
Und was ist Samstags für ein Training?
Freies?
Anfänger/Fortgeschrittene?
#58 GastVerity_*
Geschrieben 06 April 2004 - 20:21 Uhr
Ich habe leider etwas anderes gelernt, zum Qi xing tang lang stil
Es ist wohl ein nördlicher Stil, weil er aus dem Norden Chinas stammt. Hung gar zum Beispiel kommt aus dem Süden, daher ein südlicher Stil. Man soll anhand der Bewegungen den Ursprung der Stile erkennen können. Dass heißt im Süden soll ein sumpfiges, flaches Gelände vorgeherrscht haben und dem entsprechend haben sich die Bewegungen der Stile ausgeprägt.
Zum Namen gibt es einige Geschichten:
So soll am Anfang der Stil nur "Gottesanbeterin Stil" geheissen haben.
Bis es dann irgendwann einen Meister gab, der drei Schüler hatte. Diese sollten eine Gottesanberterin lebendig zu Ihm bringen.
Jeder der Schüler brachte eine Gottesanbeterin zurück und abhängig davon, wie viele Flecken auf den Flügeln der Insekten waren, wurden dem Stil Namen gegeben.
Ein Schüler brachte einen Gottesanbeterin mit sieben Punkten auf dem Rücken zurück. Die Punkte waren wie die sieben Sterne arrangiert; und so nannte der Vorläufer diese Stil “Sieben-Sterne Gottesanbeter Stil” .
Der zweiter Schüler brachte einen Gottesanbeter mit fünf Punkten zurück, arrangiert wie eine Pflaumenblüte (Plum Blossom) zurück – so nannte er diesen Stil “Pflaumenblüte Gottesanbeter Stil”.
Der dritte Schüler brachte einen Gottesanbeter ohne Punkte – deswegen nannte er diesen Stil “Sauberen Gottesanbeter Stil” (Spotless Praying Mantis Style) – später umgestaltet und als “Flacher Teller(?) Gottesanbeter Stil” (Flat Plate Praying Mantis Style) erkannt.
Eine andere Geschichte bezeichnet den Ursprung der Geschichte von Seven-Star Praying Mantis Style als politisch orientiert:
Da der Vertreter des Stils, die ganze Zeit die Manchu Regierung stürzen wollte, um die Ming Dynastie wieder einzusetzen - nannte er seinen Stil “Seven-Star Mantis” aus dem Grund verteilten sich seine Schüler weit und breit unters Volk (so weit und breit, wie die sieben Sterne im Himmel, damit sie jeder sehen konnte - auch wenn es keinen Mond gibt und egal wo sie waren), um die Ching Dynastie endlich zu stürzen.
(Im Netz gefunden.)
Alles Gute
Bearbeitet von Verity, 06 April 2004 - 20:23 Uhr.
#59 Gastgelöschter Account (25)_*
Geschrieben 06 April 2004 - 21:53 Uhr
Die Geschichten um die Entstehung verschiedener Stile finde ich auch immer spannend, aber hierzu muss man wissen, dass die Chinesen gerne Geschichten erzählen und die "Wahrheit" je nach Epoche und Regierung umgeschrieben worden ist und es somit meist unmöglich ist die Entstehung einer Kampfkunst authentisch zurück zu verfolgen. Aber wie gesagt ich liebe solche Geschichten.
Gruss Kyo
#60 Gastceckit!_*
Geschrieben 07 April 2004 - 00:53 Uhr
Das Tang Lang Kung Fu ist einer der nördlichen, äußeren Stile der chinesischen Kampfkünste.
Die Gründung des Stils liegt ca. 400 Jahre zurück und fand ebenfalls im Shaolin-Koster statt. Wie viele der Kung Fu Stile ist er aus Beobachtungen der Tierwelt entstanden. "Tang-Lang" ist das chinesische Wort für "Gottesanbeterin".
Taiji Mei Hua Tang Lang:
Begründer war der Mönch Wang Lang, der durch das Land zog, um verschiedene Kung Fu Stile zu studieren. Als er im Shaolin-Kloster angekommen war, blieb er für längere Zeit und erlernte dort diverse Stile. Nach einiger Zeit schaffte er es, alle anderen Mönche zu besiegen. Nur gegen den Abt des Klosters konnte er sich nicht durchsetzen. Nach einigen verlorenen Kämpfen überlegte er, wie er seine Techniken verbessern könnte.
Eines Tages beobachtete er bei einem Spaziergang im Lao-Shan Gebirge den Kampf zwischen einer Zikade und einer Gottesanbeterin, die mit ihren Fangarmen sehr schnell gegen die Zikade, die um einiges größer war, siegte.
Wang Lang fing das Insekt ein. Er studierte die Bewegungen des Tieres und übertrug sie auf die menschliche Anatomie. Nach einiger Zeit forderte er den Abt auf's Neue heraus und war mit seinen neuen Techniken siegreich.
Zusammen entwickelten sie das Tang-Lang-System, dessen Handtechniken sich insbesondere durch schnelle Fangbewegungen, Greifen, Einhaken und Fesseln der gegnerischen Arme auszeichnen. Die Beintechniken wurden aus dem "Affen-Stil" hinzu genommen, dazu kamen einzelne Techniken aus 17 verschiedenen anderen Stilen.
Das Tang Lang war damit seinerzeit eine Art "Best of" der Shaolin-Kampfkünste.
Im Laufe der Zeit entwickelten sich natürlich auch hier wieder verschiedene Unterstile. Große heutige Tang Lang Familien sind:
- Mei Hua Tang Lang (Pflaumenblüten Tang Lang)
- Qi Xing Tang Lang (Sieben Sterne Tang Lang)
- Liu He Tang Lang (Sechs Harmonien Tang Lang)
- Ba Bu Tang Lang (8-Schritte Tang Lang)
Allen gemein aber sind die vom Begründer Wang Lang entwickelten Prinzipien des Greifens und Kontrollierens des Gegners.
...auch ne nette Geschichte
Bearbeitet von ceckit!, 07 April 2004 - 00:54 Uhr.



