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Bodenkampf


148 Antworten in diesem Thema

#141 Junfan

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Geschrieben 01 Juli 2010 - 16:21 Uhr

Beitrag anzeigenMonsoon sagte am 01 Juli 2004 - 11:42 Uhr:

Ich finde Freemans Hintergrundinfos angebracht.
Da in anderen Wing Chun Schulen auch häufig andere Prinzipien gelehrt werden. Und Bodenkampf wird mit Sicherheit nicht überall trainiert. Manche Verbände haben das gar nicht im Programm, weil es ihrer Ansicht nach nicht zu Wing Chun gehört.


Genau so ist es. Wer bodenkampf lernen will der Brasilian Jiu jutsu.
Wer wares WT lernen will macht sich über sowas kein kopf.

Es endet nicht immer alles am boden.
Auch wenn es mal der große royce gracie gesagt hat.

#142 Richard

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Geschrieben 02 Juli 2010 - 09:15 Uhr

Beitrag anzeigenJon sagte am 23 Juni 2010 - 07:51 Uhr:

Ich persönlich nutze und trainiere Beinklammern -und Scheren, Tritte zum Knie, Unterleib oder Schienbein. Sollte ich einen Treffer landen, sofort hoch und abhauen oder Distanz schaffen und dann weitermachen. Auch die Guard finde ich ne gute Sache. Bin bei weitem kein Experte im Bodenkampf, denke aber dass Kraft und Gewicht im Bodenkampf eine ganz andere Bedeutung haben als im Stehen.
Ja, eine kleinere. Man kann am Boden viel mehr durch Technik und Wissen kompensieren.

Zitat

Es ist möglich, dass ich (178cm, 75kg) im stehen gegen einen Typen (195cm, 100kg) siegreich bin. Am Boden verspiele ich viele meiner Chancen.
Das liegt vermutlich vor allem hieran:

Zitat

Bin bei weitem kein Experte im Bodenkampf


#143 Rio

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Geschrieben 04 Juli 2010 - 14:46 Uhr

hallo,
jetzt hab ich mich durch alle Seiten durchgelesen und frage mich:

"Bodenkampf": is das ein Wert an sich (womöglich die Königsdisziplin des Kampfsports), oder is das was Unvermeidliches in jedem "Straßenkampf", oder was???
Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. (Descartes)

übrigens: ich bearbeite meine Beiträge grundsätzlich solange das möglich ist ...

#144 pugilism

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Geschrieben 23 August 2010 - 08:18 Uhr

Nein ist es nicht! Die Faust ist die Königsdisziplin im Strassenkampf! Boxen ist für mich die Königsdisziplin im Strassenkampf. Hart schnell und in Kombination Schlagen und dabei die Distanz wahren, was besonders wichtig ist gegen mehrere Gegner.

In engen Räumen ohne große Ausweichmöglichkeit setze ich allerdings auf Ing Ung :)
- Seinen Kampfstil gegen einen unkooperativen Gegner in einem freundlichen Sparring mal zu testen ist wohl das Mindeste bevor man grosse Reden über dessen Tauglichkeit schwingt.....
- Klassische KK-Attacken:

Stop and freeze Attack: Aus zwei Meter Entfernung wird ein Faustschlag gestartet und die Technik wird durchgezogen komme was wolle, abrupt wird die Bewegung mit ausgestrecktem Arm gestoppt und der grosse Sifu/Sensei kann eine im Minimum, 10 Fachcombofaustattacke demonstrieren. Zweitangriffe sind nicht möglich weil das Chi des Meisters dies verhindert.

Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.

Die Wichtigste Regel überhaupt in den klassischen KK's: Wenn wir alle gaaaaaaanz fest daran glauben, dann funktioniert es auch......

#145 LTS&R

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Geschrieben 22 September 2010 - 13:31 Uhr

Na klar gehört Bodenkampf zu jeder guten und dem Kampf realistisch eingestellten WT-Ausbildung dazu. Festgesetzte Abläufe, also Techniken sind dabei aber sekundär, trainiert man, aber sind nicht Bestandteil um sich realistisch am Boden verteidigen zu können. Im WT sollte man eigentlich seine Muskulatur im richtigen Moment passiv entspannen und unterbewusst im richtigen Moment aktivieren zu können. Durch WT bekommt man eine sehr flexible und gedehnte Art von Muskelansteuerungen und Muskeln, ebenfalls lernen die Gelenke in Harmonie mitzusteuern. Wenn man frei am Boden das Kämpfen trainiert, hilft der restliche Teil der Ausbildung dabei, passiv und aktiv das zu tun was nötig ist.

Es ist und bleibt aber die letzte Distanz, deshalb provozieren wir diese nicht, aber beherrschen sie. Auf der Strasse befinden wir uns in keinem Wettkampf oder Käfig, wo kein dritter einen vorm Kopf tritt oder auf keinen Fall Scherben, Steine ect. rumliegen und wir müssen immer davon ausgehen, dass zu jeder Zeit, auch wenn es vorher nicht ersichtlich ist, eine Waffe ins Spiel kommen kann.

#146 a0507542

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Geschrieben 29 September 2010 - 17:27 Uhr

was mich interessiert, ist, ob im wing tsun (oder wc, vc,...) takedown-defense trainiert wird. gehört ja streng genommen auch eher zu standup-arbeit als zum bodenkampf.
hab den thread gelesen und häufig kam "wenn du auf dem boden landest, hast du einen fehler gemacht". denke aber, dass man ohne vernünftige takedown-defense schwer jemanden daran hindern kann, einen zu boden zu bringen, wenn derjenige es wirklich darauf anlegt. ob das jetzt ein wesentlich schwererer/kräftigerer gegner ist oder ein boden-spezialist.

#147 LTS&R

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Geschrieben 19 Oktober 2010 - 16:53 Uhr

Beitrag anzeigena0507542 sagte am 29 September 2010 - 17:27 Uhr:

was mich interessiert, ist, ob im wing tsun (oder wc, vc,...) takedown-defense trainiert wird. gehört ja streng genommen auch eher zu standup-arbeit als zum bodenkampf.
hab den thread gelesen und häufig kam "wenn du auf dem boden landest, hast du einen fehler gemacht". denke aber, dass man ohne vernünftige takedown-defense schwer jemanden daran hindern kann, einen zu boden zu bringen, wenn derjenige es wirklich darauf anlegt. ob das jetzt ein wesentlich schwererer/kräftigerer gegner ist oder ein boden-spezialist.

Ja, sollte realistisch und oft trainiert werden. Es ist unsere vierte Kampfdistanz.

#148 Yogi *

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Geschrieben 18 Februar 2011 - 15:48 Uhr

Beitrag anzeigenLTS&R sagte am 19 Oktober 2010 - 16:53 Uhr:

Beitrag anzeigena0507542 sagte am 29 September 2010 - 17:27 Uhr:

was mich interessiert, ist, ob im wing tsun (oder wc, vc,...) takedown-defense trainiert wird. gehört ja streng genommen auch eher zu standup-arbeit als zum bodenkampf.
hab den thread gelesen und häufig kam "wenn du auf dem boden landest, hast du einen fehler gemacht". denke aber, dass man ohne vernünftige takedown-defense schwer jemanden daran hindern kann, einen zu boden zu bringen, wenn derjenige es wirklich darauf anlegt. ob das jetzt ein wesentlich schwererer/kräftigerer gegner ist oder ein boden-spezialist.

Ja, sollte realistisch und oft trainiert werden. Es ist unsere vierte Kampfdistanz.

die betonung liegt dabei auf SOLLTE und REALISTISCH. :-)
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#149 bohni-m

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Geschrieben 08 Juli 2011 - 18:25 Uhr

Ich habe mich nun bis zur letzten Seite durchgelesen, da ich neu hier im Forum bin und das ich Thema sehr interessant finde. (auch wenn schon etwas älter).
Ich kann natürlich nur für unseren Verband sprechen bzw. für unsere Trainingsmethoden, die sind natürlich von Verband zu Verband/Trainer zu Trainer unterschiedlich, da abhängig von jeweiligen Vorgaben des Sifu und Trainingszielen des jeweiligen Ausbilders.
Der sogenannte Bodenkampf ist entgegen weitläufiger Behauptungen wesentlicher Bestand des WC Trainings. In erster Line werden Techniken geübt, die einen Takedown verhindern sollen. Klar, ich will ja nicht derjenige sein, der zu Boden geht.
Da es aber das grundsätzliche Ziel eines jeden WClers sein sollte den Kampf bzw. Angriff schnellstmöglich zu beenden bzw. zu kontrollieren, ist der Bodenkampf unverzichtbar. Wie sieht denn diese Kontrolle, das Ende des Angriffs/Kampfes aus?
Ziel sollte es doch sein, den Gegner zu Boden zu bringen und ihn dort zu kontrollieren. Diese Kontrolle am Boden kann ohne Bodenkampftraining, (meiner Meinung nach) gar nicht funktionieren. Die Begründung sehe ich einfach darin, dass wie ja schon oft erwähnt wurde, mit allem gerechnet werden muss. Also auch damit, dass ich einen Angreifer zu Boden bringe und dieser erweist sich plötzlich zu einem erfahrenen Bodenkämpfer und will mich in eine für ihn günstigere Position bringen.
In unserem Fall (Verband) gibt es diverse sog. Kampflehrgänge, unter andern Bodenkampf. Hier werden zahlreiche Ausgangspositionen und Situationen "durchgespielt" und trainiert. (Hinzu kommt, dass unser Sifu einen Ringer-Backround hat, was aber grundsätzlich irrelevant ist für die Technik am Boden).
Eine Vielzahl der Techniken und Anwendungen aus den ersten Schülerprogrammen funktionieren auf die selbe Weise am Boden, wie im Stehen.
konkretes Beispiel:
Pak Sao gegen geraden Schlag - funktioniert im Stehen, funktioniert am Boden und funktioniert in der Schwerelosigkeit. ;) Gerader Schlag ist nun mal ein gerader Schlag - setze ich die gelernten Bewegungsabläufe am Boden so um, wie im Stehen komme ich zwangläufig in eine dominierende Position, also bring den Angreifer unter Kontrolle, was bereits vorher mein Ziel war. Wenn ich natürlich ein Selbstverteidigungssystem anwende, welches nur das Ziel hatte, den Gegner zu Boden zubringen ohne ihn dort zu kontrollieren (z.B. durch Knock Out), dann scheitert natürlich meine Theorie.
Fazit: Bodenkampf sollte ein wesentlicher Bestandteil des Wing Chun Trainings sein und WC funktioniert genauso am Boden wie im Stehen.