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Bodenkampf


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148 Antworten in diesem Thema

#41 Gastalleswirdbesser_*

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Geschrieben 28 Oktober 2004 - 09:30 Uhr

da kenn ich mehrere leute wie freeman aus dem türsteher und security bereich die ähnliche erfahrungen gemacht haben wie er

daher könnte man die fragen stellen:
wie sinnvoll ist es für die SV überhaupt bodenkampf zu trainieren?
für WEN ist es sinnvoll bodenkampf zu trainieren?

letzten monat: ein freund, 90 kilo, wurd von einem 70-75kg bodenkampfbegeisterten zum bodenkampf "überredet" der sicher mehr ahnung davon hatte als der 90kg typ.
nur hat ihm das alles nichts mehr geholfen als der 90kilo kollege auf ihm saß

übrigens jemand marc "animal" macyoungs buch zum bodenkampf gelesen? IHM sagt man ja nun nach dass er wirklich ahnung hat.
und er schreibt in etwa das gleiche: bist du auf dem boden ist dein erstes ziel wieder aufzustehen. niemand will auf dem boden kämpfen.

und die wahrscheinlichkeit dass man als unbescholtener bürger in einer auseinandersetzung an einen ausgebildeten bodenkampfprofi gerät, anstatt an einen freizeitproll ist meines erachtens gering

wer gerne bodenkampf übt, soll´s machen. aber für die SV sinnvoll? <-- auf die Frage gibt´s sicherlich keine einheitliche Antwort. da muss sich jeder selbst entscheiden was er für praktikabel hält.

#42 namaste

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Geschrieben 28 Oktober 2004 - 18:34 Uhr

QUOTE (blutende Nase @ Mittwoch, 27. Oktober 2004, 22:00 Uhr)
QUOTE (namaste @ Mittwoch, 27. Oktober 2004, 21:38 Uhr)
QUOTE (alleswirdbesser @ Mittwoch, 27. Oktober 2004, 21:18 Uhr)

wo steht das?

...das 70% aller Straßenkämpfe auf dem Boden enden?

In meinem Erfahrungsschatz, denn ich habe leider berufsbedingt eine Menge davon erlebt.

Wenn das deine Erfahrung/Überzeugung ist, warum machst du dann nicht sowas wie BJJ?

Willst du etwa im stehenden Kampf so gut werden, daß man dich überhaupt nicht erst auf den Boden bekommt?

...ich werde sicherlich nicht vor der Problematik resignieren und alle Übungsstunden, welche ich im Wing Chun absolviert habe in die Tonne werfen um BJJ zu lernen.

Auf der Straße gilt allerdings das Motto "never know who is standing in front of you"

...und die Perfektion im Kampf ist meiner Meinung nach nicht nur den "Stand up" Fight zu beherschen sondern wirklich in allen Lagen kämpfen zu können und dazu gehört eben auch der Bodenkampf.


Grüße



Make my day

Kämpfst du, kannst du verlieren / kämpfst du nicht, hast du schon verloren.

#43 namaste

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Geschrieben 28 Oktober 2004 - 18:44 Uhr

QUOTE (Andre @ Mittwoch, 27. Oktober 2004, 22:59 Uhr)
Die eigentliche Frage war wie Bodenkampf im Wing Tsun integriert werden könnte/integriert ist.

Soweit ich weiß wird im WT versucht auf dem Boden dieselben Grundprinzipien wie im Stehen anzuwenden, was ich nicht ganz nachvollziehen kann.
Ich kenne am Boden immer nur die Abfolge:
- dominante Position erreichen
- Techniken, welcher Art auch immer, anbringen

Das würde allerdings nicht den WT-Prinzipien entsprechen.
Korrigiert mich wenn ich falsch liege.

Gruß

André

...das ist der Punkt theoretisch kann man sagen (sagt auch jeder Wing Chun SiFu) kann man alle Prinzipien auf dem Boden anwenden

- Struktur ?
- das weiche aufnehmen?

...mit sicherheit ist die Struktur am Boden eine andere ... und der Wing Chun Kämpfer nimmt am Boden sicherlich vieles weich auf ... wenn der Gegner in einer Kontrollposition auf Ihm sitzt und Ihm eine Menge Schläge / Ellebogen / und Knie verpaßt.

Meiner Meinung nach ist es interssant Kontrollpositionen für den Boden zu lernen und diese auch unter schlägen halten zu können.

Die überlegung ist folgende ... wie kann man solches im Wing Chun integrieren?

Grüße

Make my day

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#44 namaste

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Geschrieben 28 Oktober 2004 - 19:11 Uhr

QUOTE (alleswirdbesser @ Donnerstag, 28. Oktober 2004, 8:30 Uhr)
da kenn ich mehrere leute wie freeman aus dem türsteher und security bereich die ähnliche erfahrungen gemacht haben wie er

daher könnte man die fragen stellen:
wie sinnvoll ist es für die SV überhaupt bodenkampf zu trainieren?
für WEN ist es sinnvoll bodenkampf zu trainieren?

letzten monat: ein freund, 90 kilo, wurd von einem 70-75kg bodenkampfbegeisterten zum bodenkampf "überredet" der sicher mehr ahnung davon hatte als der 90kg typ.
nur hat ihm das alles nichts mehr geholfen als der 90kilo kollege auf ihm saß

übrigens jemand marc "animal" macyoungs buch zum bodenkampf gelesen? IHM sagt man ja nun nach dass er wirklich ahnung hat.
und er schreibt in etwa das gleiche: bist du auf dem boden ist dein erstes ziel wieder aufzustehen. niemand will auf dem boden kämpfen.

und die wahrscheinlichkeit dass man als unbescholtener bürger in einer auseinandersetzung an einen ausgebildeten bodenkampfprofi gerät, anstatt an einen freizeitproll ist meines erachtens gering

wer gerne bodenkampf übt, soll´s machen. aber für die SV sinnvoll? <-- auf die Frage gibt´s sicherlich keine einheitliche Antwort. da muss sich jeder selbst entscheiden was er für praktikabel hält.

...wie sieht denn dein KK Background aus?
Make my day

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#45 Andre

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Geschrieben 28 Oktober 2004 - 19:17 Uhr

QUOTE (alleswirdbesser @ Donnerstag, 28. Oktober 2004, 8:30 Uhr)
wer gerne bodenkampf übt, soll´s machen. aber für die SV sinnvoll? <-- auf die Frage gibt´s sicherlich keine einheitliche Antwort. da muss sich jeder selbst entscheiden was er für praktikabel hält.

MacYoungs Aussage steht überhaupt nicht damit im Konflikt Bodenkampf zu trainieren, im Gegenteil. Man sollte nur nicht gezielt auf den Bodenkampf trainieren, sondern ihn nur lernen, sodass man im Ernstfall (wie du ja selbst gesagt hast) schnell wieder da heraus kommt. Und das wird eben schwierig wenn man ohne Erfahrung in einem Bodenkampf landet, im schlimmsten Fall noch mit einem Gegner der sich darin auskennt.

Insofern halte ich es für sinnvoll den Bodenkampf in jedes SV-System zu integrieren.
Jetzt stellt sich eben nur noch die Frage wie das im WT aussieht/aussehen würde.

@ Freeman

Vielleicht könntest du mal erläutern wie die WT-Prinzipien am Boden umgesetzt werden. Ich persönlich habe da keine Vorstellung von.

MfG

André

#46 namaste

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Geschrieben 28 Oktober 2004 - 19:21 Uhr

QUOTE (Andre @ Donnerstag, 28. Oktober 2004, 18:17 Uhr)
QUOTE (alleswirdbesser @ Donnerstag, 28. Oktober 2004, 8:30 Uhr)
wer gerne bodenkampf übt, soll´s machen. aber für die SV sinnvoll? <-- auf die Frage gibt´s sicherlich keine einheitliche Antwort. da muss sich jeder selbst entscheiden was er für praktikabel hält.

MacYoungs Aussage steht überhaupt nicht damit im Konflikt Bodenkampf zu trainieren, im Gegenteil. Man sollte nur nicht gezielt auf den Bodenkampf trainieren, sondern ihn nur lernen, sodass man im Ernstfall (wie du ja selbst gesagt hast) schnell wieder da heraus kommt. Und das wird eben schwierig wenn man ohne Erfahrung in einem Bodenkampf landet, im schlimmsten Fall noch mit einem Gegner der sich darin auskennt.

Insofern halte ich es für sinnvoll den Bodenkampf in jedes SV-System zu integrieren.
Jetzt stellt sich eben nur noch die Frage wie das im WT aussieht/aussehen würde.

@ Freeman

Vielleicht könntest du mal erläutern wie die WT-Prinzipien am Boden umgesetzt werden. Ich persönlich habe da keine Vorstellung von.

MfG

André

...du sprichst mir aus der Seele und das ist eigentlich aus Sinn dieses Themas, herauszufinden (und das möglichst gemeinsam), wie man verschiedenes einbringen könnte.

Sicherlich werde ich den Bodenkampf meiden und nicht auf dem Boden Kämpfen, wenn es sich irgendwie ermöglichen läßt, aber was ist wenn doch ... dann sollte ich mit ausreichend können auf einen solchen Kampft vorbereitet sein.

Grüße
Make my day

Kämpfst du, kannst du verlieren / kämpfst du nicht, hast du schon verloren.

#47 Gastblutende Nase_*

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Geschrieben 28 Oktober 2004 - 22:26 Uhr

QUOTE (Andre @ Mittwoch, 27. Oktober 2004, 22:59 Uhr)
QUOTE (blutende Nase @ Mittwoch, 27. Oktober 2004, 22:00 Uhr)
Wenn das deine Erfahrung/Überzeugung ist, warum machst du dann nicht sowas wie BJJ?

Willst du etwa im stehenden Kampf so gut werden, daß man dich überhaupt nicht erst auf den Boden bekommt?

Die eigentliche Frage war wie Bodenkampf im Wing Tsun integriert werden könnte/integriert ist.
Deine Fragen kannst du doch auch per PM klären, wenn es dich interessiert. wink.gif

Was du da grad an mich geschrieben hast, hättest du genau so gut per PM an mich schicken können wink.gif

#48 namaste

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Geschrieben 29 Oktober 2004 - 08:40 Uhr

...bitte keine unsinnigen Reibereien,das ist echt nicht der Sinn dieses Themas.

Es geht einzig und alleine um Bodenkampf.

Danke
Make my day

Kämpfst du, kannst du verlieren / kämpfst du nicht, hast du schon verloren.

#49 Andre

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Geschrieben 29 Oktober 2004 - 10:23 Uhr

QUOTE

Was du da grad an mich geschrieben hast, hättest du genau so gut per PM an mich schicken können 


Ja, ich weiß.
Nur weil die Diskussion trotz meiner Ermahnung in diese Richtung weiterging dachte ich es würde vielleicht helfen wenn ich eine (hoffentlich) klärende Antwort geben würde. Naja, wie man's macht, macht man's verkehrt. laugh.gif

Es wäre auf jedenfall schön wenn man sich ab jetzt an Namastes Bitte hält:
QUOTE
...bitte keine unsinnigen Reibereien,das ist echt nicht der Sinn dieses Themas.

Es geht einzig und alleine um Bodenkampf.



#50 Gastgelöschter Account (22)_*

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Geschrieben 29 Oktober 2004 - 11:06 Uhr

QUOTE (Andre @ Donnerstag, 28. Oktober 2004, 20:17 Uhr)
@ Freeman

Vielleicht könntest du mal erläutern wie die WT-Prinzipien am Boden umgesetzt werden. Ich persönlich habe da keine Vorstellung von.

MfG

André

Den Gegner am Boden zu kontrollieren, nicht geschlagen werden zu können, aber selbst noch eine Hand frei zu haben, um den Kampf zu beenden, ist das Ziel des Bodenkampfes (d.h.: den Kampf gewinnen). WT-Schüler lernen nicht, den Bodenkampf zu suchen. Im Bodenkampf spielen Kraft, Technik und Erfahrung eine große Rolle. Ein schwergewichtiger Angreifer ist immer gefährlich. Falls er nicht allein ist, wird der Bodenkampf zur Falle. Und mit guter Kleidung will sich auch niemand auf der Straße wälzen. Trotzdem bietet WT alle Voraussetzungen, um auch im Bodenkampf, gegen einen stärkeren Gegner durch intelligente Technik zu bestehen. Auch hier kommen Bewegungen wie in den anderen Distanzen zum Einsatz, immer basierend auf den WT-Prinzipien.

Die 4 WT-Prinzipien im einzelnen:

1. Prinzip: Ist der Weg frei, Stoß vor!

Mit diesem Prinzip kann der Angegriffene das Kampfgeschehen von Anfang an "in der Hand behalten": Der WT-Kämpfer reagiert auf feindseliges Überschreiten der Sicherheitsdistanz mit der sog. Universallösung. Dabei spielt die Art und Weise des gegnerischen Angriffs keine grundsätzliche Rolle.

2. Prinzip: Wenn der Weg nicht frei ist, bleib kleben!

Falls der Angreifer das Vorstoßen des WT-Kämpfers behindern kann, klebt der WT-Kämpfer an der gegnerischen Abwehr.

3. Prinzip: Wenn die Kraft des Gegners größer ist, gib nach!

Aufgrund von Druckverhältnissen kommt es zu "taktilen" Reflexen (Chi-Sao-Reflexe). Diese passiven, direkt durch den Gegner bestimmten ("maßgeschneiderten") Abwehrreflexe lassen die Angriffsenergie ins Leere laufen. WT ist ein weicher Stil!

4. Prinzip: Zieht der Gegner sich zurück, folge!

Aufgrund des ständigen Vorwärtsdruckes dringt man sofort und automatisch wie Wasser in jede sich ergebende Lücke. So ist das 4. Prinzip die Konsequenz des Vorwärtsdruckes.

Während man sich die Fähigkeiten zur Realisierung des 2. und 3. Prinzips im Chi-Sao-Training ("klebende Arme") aneignet, übt man das Zusammenspiel aller 4 Prinzipien im Lat-Sao (Freikampf). Das Bewegungsrepertoire erhält man aus den WT-Formen. Der Bewegungsreichtum, den man im WT vorfindet, wird durch die WT-Prinzipien und bestimmte Bewegungsmuster kaum eingeschränkt. Der Selbstverwirklichung und der individuellen Interpretation (des fortgeschrittenen WT-Anwenders) sind kaum Grenzen gesetzt.



Ich frage mich was mich bremsen soll die Prinzipien am Boden nicht genauso durchzusetzen wink.gif
Wenn man an einer wand lehnt muss es auch funktionieren

Gruß Freeman

Bearbeitet von Freeman, 29 Oktober 2004 - 11:07 Uhr.


#51 namaste

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Geschrieben 29 Oktober 2004 - 11:08 Uhr

...ich glaube Theorie hilft da nicht und werde wohl losziehen um mich mit Judokas Ringern etc auszutauschen und nach dem JKD Motto "use what is usefull, reject what is useless" einiges nützliches rauszusuchen und dieses auch im Sparring mit groundfight auszuprobieren.

Hier noch ein Interessanter Spruch den ich auf den Valed Tudo Seiten aufgegriffen habe

"The ground is my ocean, I am the shark and most people do not even know how to swim ... if you can`t fight on the ground, you can´t fight"

...wenn man auf dem Boden nichts kann, hat man wohl mit einem solchen ein Problem.

Die Perfektion in der KK besteht darin, in jeder Distanz und in allen Bereichen "Stand up" "ground" Kämpfen zu können.


Grüße
Make my day

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#52 namaste

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Geschrieben 29 Oktober 2004 - 11:12 Uhr

QUOTE (Freeman @ Freitag, 29. Oktober 2004, 10:06 Uhr)
QUOTE (Andre @ Donnerstag, 28. Oktober 2004, 20:17 Uhr)
@ Freeman

Vielleicht könntest du mal erläutern wie die WT-Prinzipien am Boden umgesetzt werden. Ich persönlich habe da keine Vorstellung von.

MfG

André

Den Gegner am Boden zu kontrollieren, nicht geschlagen werden zu können, aber selbst noch eine Hand frei zu haben, um den Kampf zu beenden, ist das Ziel des Bodenkampfes (d.h.: den Kampf gewinnen). WT-Schüler lernen nicht, den Bodenkampf zu suchen. Im Bodenkampf spielen Kraft, Technik und Erfahrung eine große Rolle. Ein schwergewichtiger Angreifer ist immer gefährlich. Falls er nicht allein ist, wird der Bodenkampf zur Falle. Und mit guter Kleidung will sich auch niemand auf der Straße wälzen. Trotzdem bietet WT alle Voraussetzungen, um auch im Bodenkampf, gegen einen stärkeren Gegner durch intelligente Technik zu bestehen. Auch hier kommen Bewegungen wie in den anderen Distanzen zum Einsatz, immer basierend auf den WT-Prinzipien.

Die 4 WT-Prinzipien im einzelnen:

1. Prinzip: Ist der Weg frei, Stoß vor!

Mit diesem Prinzip kann der Angegriffene das Kampfgeschehen von Anfang an "in der Hand behalten": Der WT-Kämpfer reagiert auf feindseliges Überschreiten der Sicherheitsdistanz mit der sog. Universallösung. Dabei spielt die Art und Weise des gegnerischen Angriffs keine grundsätzliche Rolle.

2. Prinzip: Wenn der Weg nicht frei ist, bleib kleben!

Falls der Angreifer das Vorstoßen des WT-Kämpfers behindern kann, klebt der WT-Kämpfer an der gegnerischen Abwehr.

3. Prinzip: Wenn die Kraft des Gegners größer ist, gib nach!

Aufgrund von Druckverhältnissen kommt es zu "taktilen" Reflexen (Chi-Sao-Reflexe). Diese passiven, direkt durch den Gegner bestimmten ("maßgeschneiderten") Abwehrreflexe lassen die Angriffsenergie ins Leere laufen. WT ist ein weicher Stil!

4. Prinzip: Zieht der Gegner sich zurück, folge!

Aufgrund des ständigen Vorwärtsdruckes dringt man sofort und automatisch wie Wasser in jede sich ergebende Lücke. So ist das 4. Prinzip die Konsequenz des Vorwärtsdruckes.

Während man sich die Fähigkeiten zur Realisierung des 2. und 3. Prinzips im Chi-Sao-Training ("klebende Arme") aneignet, übt man das Zusammenspiel aller 4 Prinzipien im Lat-Sao (Freikampf). Das Bewegungsrepertoire erhält man aus den WT-Formen. Der Bewegungsreichtum, den man im WT vorfindet, wird durch die WT-Prinzipien und bestimmte Bewegungsmuster kaum eingeschränkt. Der Selbstverwirklichung und der individuellen Interpretation (des fortgeschrittenen WT-Anwenders) sind kaum Grenzen gesetzt.



Ich frage mich was mich bremsen soll die Prinzipien am Boden nicht genauso durchzusetzen wink.gif
Wenn man an einer wand lehnt muss es auch funktionieren

Gruß Freeman

...ich glaube, das ich auch ein Teekandidat bin. Check mal deinen Terminkalender.

Grüße
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#53 Gastgelöschter Account (22)_*

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Geschrieben 29 Oktober 2004 - 11:19 Uhr

Das gibt eine große Teerunde biggrin.gif
Liegt das an mir ? ist das alles so missverständlich ? wink.gif
Gruß Freeman


Schwerer Fehler Mounting Position: Das Gelbe Monster benutzt seine Arme nicht, um sich zu schützen. Das rote Monster sitzt zu tief. Der WT-Kämpfer benutzt immer beide Arme. Angriffsziel kann auch das Gleichgewicht des Gegners sein, wenn ein direkter Treffer nicht möglich ist.

Angehängte Dateien


Bearbeitet von Freeman, 29 Oktober 2004 - 11:29 Uhr.


#54 namaste

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Geschrieben 29 Oktober 2004 - 11:34 Uhr

QUOTE (Freeman @ Freitag, 29. Oktober 2004, 10:19 Uhr)
Das gibt eine große Teerunde biggrin.gif
Liegt das an mir ? ist das alles so missverständlich ? wink.gif
Gruß Freeman

...in der Theorie klingt das alles plausiebel, was in der Praxis dennoch schwer umzusetzen ist.

Folgende Situation:

Du gehst mit einem Gegener zu Boden und er hat erfahrung im Bodenkampf / du fällst unglücklich und der Gegner konnte eine Dominante Position einnehmen z.B die Mount position d.h er sitzt auf dir und traktiert dich mit Schlägen zu Kopf wie willst du

- nach vorne gehen?
- am Gegner kleben bleiben (das passiert zwangsläufig)
- der Kraft des Gegners nachgeben (passiert auch zwangsläufig)
- zieht sich der Gegner zurück folgen (hat man wohl nicht die Gelegenheit)???

Dann ist echte Kraftarbeit am Boden angesagt, oder was meinst du?

Grüße
Make my day

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#55 Gastgelöschter Account (22)_*

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Geschrieben 29 Oktober 2004 - 11:43 Uhr

Trainingsmöglichkeit für WTler für den Bodenkampf

QUOTE
WT-Antigrappling mit dem Sandsack

Von Sifu Erwin L. Kastl

Viele Schüler sind so begeistert vom WingTsun, daß das normale Training in der Schule ihnen nicht genügt. Oft steht aber für zusätzliches Training kein Partner zur Verfügung, so daß man gezwungen ist, ohne Partner zu trainieren. Ohne Hilfmittel kann man die ersten drei WT-Formen, Kettenfausstöße und Schrittarbeit üben. Zur Abwechslung kann man auch Hilfmittel benutzen. Der Sandsack ist ein solches Hilfmittel, an ihm werden normalerweise die Schlagtechniken, die Schlagkraft und der Bewegungsfluß geübt. Man kann mit dem Sandsack aber auch WT-Antigrappling üben. Der Sandsack entwickelt und fördert die Beweglichkeit am Boden, den Einsatz von Schlagtechniken und das schnelle Aufstehen.

Grundübung ist das Wechseln der Position, das dann mit Schlagen und Aufstehen verbunden wird. Man beginnt aus der Side-Mounting Position: Die Brust liegt auf dem Sandsack auf, der Körper ist 90 Grad zum Sandsack verdreht, Arme und Beine berühren den Boden. Nun dreht man sich um 90 Grad weiter, zur Mounting Position. Man sitzt auf dem Sandsack. Nun wieder 90 Grad weiter, zur anderen Seite, und dann nochmal 90 Grad, so daß man wieder auf dem Sandsack sitzt. Sie werden bemerken, daß man nun auf dem Kopf des Angreifers sitzt, was uns aber nicht daran hindert, interessante Ziele in der unteren Körperregion zu erreichen.

In diesem Zusammenhang muß man daran denken, daß WT-Antigrappling keine sportlichen Regeln kennt und unterstellt, daß der Angreifer in der Notwehrsituation, die uns zur Verteidigung zwingt, keinen Tiefschutz trägt. Nun dreht man noch einmal 90 Grad und ist wieder in der Ausgangsstellung.

Die Drehrichtung ist beliebig. Von der Side-Mounting Position kann man auch in die Top-Side Position gehen, d. h. man dreht sich 90 Grad um die eigene Längsachse, ein Bein vorne und eines hinten. Wenn der rechte Arm den Boden berührt, ist auch das rechte Bein vorne und umgekehrt. Wenn das einigermaßen klappt, kann man beginnen, in den einzelnen Positionen zu schlagen und/oder schnell aufzustehen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich auf den Rücken zu legen und den Sandsack auf sich zu legen. Hier kann man schlagen und auch wieder die Position wechseln, auch in eine obere Position. Sie sehen, es gibt dann sehr viele Möglichkeiten.

Wer keine Matten hat, dem empfehle ich für diese Übung Knie- und Ellbogenschützer. Viel Spaß.


QUOTE
- nach vorne gehen?
- am Gegner kleben bleiben (das passiert zwangsläufig)
- der Kraft des Gegners nachgeben (passiert auch zwangsläufig)
- zieht sich der Gegner zurück folgen (hat man wohl nicht die Gelegenheit)???

Dann ist echte Kraftarbeit am Boden angesagt, oder was meinst du?


zu - Das Klebenbleiben funktioniert auch im liegen.Es ist durchaus möglich durch die im Chi Sao erlernte Fähigkeit an Armen und Beinen (Chi Gerk) zu kleben.
zu - Natürlich wird man durch die ungewöhnlich von der Schwerkraft nachteilig auswirkende Position nicht gerate in eine Parateposition gebracht.
zu - Es geht hier nicht um Schritte oder ähnliches sondern um Kräfte

Gruß Freeman


Bearbeitet von Freeman, 29 Oktober 2004 - 11:49 Uhr.


#56 namaste

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Geschrieben 29 Oktober 2004 - 11:47 Uhr

QUOTE (Freeman @ Freitag, 29. Oktober 2004, 10:43 Uhr)
Trainingsmöglichkeit für WTler für den Bodenkampf

QUOTE
WT-Antigrappling mit dem Sandsack

Von Sifu Erwin L. Kastl

Viele Schüler sind so begeistert vom WingTsun, daß das normale Training in der Schule ihnen nicht genügt. Oft steht aber für zusätzliches Training kein Partner zur Verfügung, so daß man gezwungen ist, ohne Partner zu trainieren. Ohne Hilfmittel kann man die ersten drei WT-Formen, Kettenfausstöße und Schrittarbeit üben. Zur Abwechslung kann man auch Hilfmittel benutzen. Der Sandsack ist ein solches Hilfmittel, an ihm werden normalerweise die Schlagtechniken, die Schlagkraft und der Bewegungsfluß geübt. Man kann mit dem Sandsack aber auch WT-Antigrappling üben. Der Sandsack entwickelt und fördert die Beweglichkeit am Boden, den Einsatz von Schlagtechniken und das schnelle Aufstehen.

Grundübung ist das Wechseln der Position, das dann mit Schlagen und Aufstehen verbunden wird. Man beginnt aus der Side-Mounting Position: Die Brust liegt auf dem Sandsack auf, der Körper ist 90 Grad zum Sandsack verdreht, Arme und Beine berühren den Boden. Nun dreht man sich um 90 Grad weiter, zur Mounting Position. Man sitzt auf dem Sandsack. Nun wieder 90 Grad weiter, zur anderen Seite, und dann nochmal 90 Grad, so daß man wieder auf dem Sandsack sitzt. Sie werden bemerken, daß man nun auf dem Kopf des Angreifers sitzt, was uns aber nicht daran hindert, interessante Ziele in der unteren Körperregion zu erreichen.

In diesem Zusammenhang muß man daran denken, daß WT-Antigrappling keine sportlichen Regeln kennt und unterstellt, daß der Angreifer in der Notwehrsituation, die uns zur Verteidigung zwingt, keinen Tiefschutz trägt. Nun dreht man noch einmal 90 Grad und ist wieder in der Ausgangsstellung.

Die Drehrichtung ist beliebig. Von der Side-Mounting Position kann man auch in die Top-Side Position gehen, d. h. man dreht sich 90 Grad um die eigene Längsachse, ein Bein vorne und eines hinten. Wenn der rechte Arm den Boden berührt, ist auch das rechte Bein vorne und umgekehrt. Wenn das einigermaßen klappt, kann man beginnen, in den einzelnen Positionen zu schlagen und/oder schnell aufzustehen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich auf den Rücken zu legen und den Sandsack auf sich zu legen. Hier kann man schlagen und auch wieder die Position wechseln, auch in eine obere Position. Sie sehen, es gibt dann sehr viele Möglichkeiten.

Wer keine Matten hat, dem empfehle ich für diese Übung Knie- und Ellbogenschützer. Viel Spaß.

...das ist auf jeden Fall ein guter Anfang. Kann ich mir den Bericht runterziehen / hast du evtl noch mehr davon?

Grüße
Make my day

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#57 müsliman

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Geschrieben 29 Oktober 2004 - 14:22 Uhr

@freeman:
tut mir leid, aber so einfach geht das nicht.
ich habe schon ein par mal mit wt menschen am boden "geturnt" und nichts...ich betone NICHTS von der schönen theorie zur umsetzung der wt-prinzipien auf dem boden funktionierte. warum? mein eindruck: weil die körperdynamik komplett falsch eingesetzt wurde.

wenn du in der mount unten liegst und der oben ahnung hat vom bodenkampf, kannst du die wt - schläge und ideen vergessen.

was man braucht sind klare ausstiege. und die lernt man nicht im wt, weil wt hier einfach nichts zu bieten hat. sorry - is nicht bös, aber wt ist ein system für " wenn ich auf die füße stehe" der rest ist illusion.

am besten mal ne weile bjj trainieren, sich die ausstiege draufschaffen und fertig. die vielen raffinierten beendigungstechniken sind nicht so wichtig, der eine oder andere hebel / würger - ok.
warum sich nicht spezial-können von einem spezialisten holen?
wenn ich ein schönes bild für meine wohnzimmerwand möchte, frag ich ja auch keinen musiker, sondern einen maler.

wie daneben so einige wt ideen vom bodenkampf sind zeigt das beispiel mit der sandsackübung. totaler schwachsinn. oder will jemand gegen leichen kämpfen??



#58 Gastgelöschter Account (22)_*

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Geschrieben 29 Oktober 2004 - 14:46 Uhr

QUOTE (müsliman @ Freitag, 29. Oktober 2004, 15:22 Uhr)
@freeman:
tut mir leid, aber so einfach geht das nicht.
ich habe schon ein par mal mit wt menschen am boden "geturnt" und nichts...ich betone NICHTS von der schönen theorie zur umsetzung der wt-prinzipien auf dem boden funktionierte. warum? mein eindruck: weil die körperdynamik komplett falsch eingesetzt wurde.

wenn du in der mount unten liegst und der oben ahnung hat vom bodenkampf, kannst du die wt - schläge und ideen vergessen.

was man braucht sind klare ausstiege. und die lernt man nicht im wt, weil wt hier einfach nichts zu bieten hat. sorry - is nicht bös, aber wt ist ein system für " wenn ich auf die füße stehe" der rest ist illusion.

am besten mal ne weile bjj trainieren, sich die ausstiege draufschaffen und fertig. die vielen raffinierten beendigungstechniken sind nicht so wichtig, der eine oder andere hebel / würger - ok.
warum sich nicht spezial-können von einem spezialisten holen?
wenn ich ein schönes bild für meine wohnzimmerwand möchte, frag ich ja auch keinen musiker, sondern einen maler.

wie daneben so einige wt ideen vom bodenkampf sind zeigt das beispiel mit der sandsackübung. totaler schwachsinn. oder will jemand gegen leichen kämpfen??

Immer diese blöden Vergleiche gegen Profis. Nichts für ungut.
Wenn dich ein Profikiller erschießt und du auf dem Bodenliegst brauch dieser sich nicht mal mehr auf dich draufzusetzen.

Ist doch ganz klar das eine Person die ausschliesslich nur Bodenkampf macht einem Kämpfer überlegen ist der seine spezialgebiete auf etwas anderes hat.

Hab auch noch nie einen Syncronschwimmer gesehen der die 100m unter 10 Sec läuft.
Den Schei.. hatten wir schon bei WT gegen alle möglichen Themen
Gruß Freeman

#59 Andre

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Geschrieben 29 Oktober 2004 - 23:16 Uhr

@ Freeman

Das ist ja direkt gar nicht direkt das Problem.
Wenn müsliman mit seiner Einschätzung des WT-Bodenkampfsystems richtig liegen sollte, dann wäre es einfach sinnvoller als Ergänzung zum WT andere Systeme zu trainieren, wie z. B. BJJ. Schließlich scheint das Prinzip im WT (nach seinen Aussagen!) nicht so effektiv zu sein, wie das Anderer Stile. Der Kämpfer ist dabei ja erstmal egal.

Das Lernen von 2 Stilen würde auch insofern Sinn machen, da der Boden ein völlig anderer Bereich ist, indem man seine Körperkraft, sein Gewicht und seine Möglichkeiten vollkommen anders ausnutzen kann (und muss). Deswegen besteht hier nicht direkt die Gefahr dass man Kampfprinzipien vermischt (weil sie eben so unterschiedlich sind) und auch das Übernehmen von Prinzipien aus dem stehenden Kampf scheint unnötig.

Aber jetzt wieder weg von den Vergleichen...

Ich glaube ich verstehe wie einzelne Techniken des WT eingebracht werden, allerdings kann ich mir das bis jetzt nur in dominanten Positionen vorstellen und die muss man eben erstmal erreichen! Welche Techniken dann angebracht werden kann jeder für sich entscheiden, aber der Kampf am Boden beginnt normalerweise mit dem Kampf um die dominante Position. Und eben den kann ich mir nach WT Prinzipien nicht vorstellen.
Genauso sieht es für mich bei der Befreiung aus einer ungünstigen Position aus. Und dann scheinen die Prinzipien für mich nicht mehr besonders sinnvoll zu sein.
Aber das ist eben nur meine Einschätzung, wenn du mich eines Besseren belehren kannst, dann tu das bitte. smile.gif

Gruß

André

#60 müsliman

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Geschrieben 30 Oktober 2004 - 00:18 Uhr

heeee freeman, ich sag doch: nicht bös gemeint.#yongchun ( welche linie, oder welcher stil auch immer ) ist gut. ich steh drauf. man muss aber auch grenzen erkennen.
a) ich vergleiche nicht , im sinne von : besser - schlechter, sondern im sinne von dies ist dies - und das ist das.
b) es geht NICHT um profis gegen laien.

wie auch immer, ich glaube andre hats gekriegt, wie ichs meine.

ein jeder wies ihm passt und wie es ihm gut tut.