Zum Inhalt wechseln


- - - - -

Waffen in den WC-Stilen


  • Du kannst auf dieses Thema nicht antworten
318 Antworten in diesem Thema

#41 Jaykeys

    Neu im Forum

  • Members
  • 34 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Interests:Musik, Sport, Kino, indisches Essen

  • Kampfkunst:
    Wing Tsun
Offline

Geschrieben 02 Dezember 2005 - 15:47 Uhr

Hallöchen kleiner Panther,
zu deiner Ausgangsfrage: interessant ist doch vor allem, welche didaktischen Maximen durch die Arbeit mit dem LS vermittelt werden. Anders ausgedrückt, worin liegt eigentlich der Sinn mit dem LS zu üben?
Ich habe den LS als "den Lehrer im WT" kennengelernt, denn er vermittelt z.B. neben Schrittarbeit auch die korrekte Verkettung von Muskelaktivitäten... wink.gif
Damit erübrigt sich eine Diskussion, welche Maße denn nun super-korrekt sind. Solltest du bereits im Chi-Kwan Erfahrung haben (ich habe sie nicht), dann könnte die Länge (und damit das Gewicht) schon eine Rolle spielen. So zwischen 2,70m und 3 Meter Länge ist der Stock o.k.
Ich habe zwei. Einen aus Esche (2,70m und konisch von 5,5cm auf 3cm zulaufend), und einen aus Bankirai (3m und konisch von 5,5cm auf 4 cm zulaufend). Letzterer ist holzbedingt schwerer als der andere... so ca. 4,5kg. Na, wenn das nicht mal funktionelles Krafttraining ist...
Warum die Stöcke konisch zulaufen kann ich mir nur so erklären: erstens befindet sich der physikalische Schwerpunkt deutlicher in Griffnähe. Zweitens ist die Kraftübertragung durch die Spitze besser gegeben. Diese sollte man meinem Verständnis nach zum Vibrieren animieren. Drittens erspart es einem ein wenig Gesamtgewicht.
Soweit meine Auffassung.
Um sich Gedankenlosigkeit leisten zu können, muß man sich erst einmal Gedanken gemacht haben.

#42 GastHong Quan_*

  • Gast
Offline

Geschrieben 02 Dezember 2005 - 17:46 Uhr

Ausserdem waren es ursprünglich Stakestangen der Flöser...
Und somit ist es klar das der Stock Konisch ist.

MfG Markus

#43 LordSkywalker

    Regelmäßig hier

  • Members
  • 52 Beiträge

  • Kampfkunst:
    Wing Chun
Offline

Geschrieben 02 Dezember 2005 - 21:31 Uhr

Muss mich ja doch mal nen bisschen wehren tongue.gif :

Weapons

"Six-and-a-half Point Pole" or "Dragon Pole" - an eight-foot wooden pole
"Butterfly Swords" - small double Chinese broadswords (Dao)
Although initially developed as an unarmed form of combat, the Wing Chun system incorporated the use of the pole and the butterfly swords during its evolution. Such training is considered advanced and only taught at that level. Because it develops physical conditioning and precision, weapons training has a beneficial effect on the performance of empty-hand techniques.


MfG

#44 GastHong Quan_*

  • Gast
Offline

Geschrieben 03 Dezember 2005 - 18:13 Uhr

QUOTE (LordSkywalker @ Freitag, 02. Dezember 2005, 22:31 Uhr)
Such training is considered advanced and only taught at that level. Because it develops physical conditioning and precision, weapons training has a beneficial effect on the performance of empty-hand techniques.

Das ist doch wiedersprüchlich... (nicht bös gemeint nur meine Gedanken dazu)

Denn wenn das Waffentraining das Waffenlose Kämpfen verbessert (was es wirklich tut) dann sollte es doch so früh wie nur möglich an die Schüler vermittelt werden damit sie besser lernen.
Und das sollte doch das ziel eines jeden Shifus sein.

MfG Markus

#45 mausetiger

    Stammgast

  • Moderator
  • 1.479 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Interests:Kind
    Freunde
    KK
    Beruf
    Sport (Schwimmen, Skifahren, Inlinen, Laufen ... was so kommt)

  • Kampfkunst:
    mal dies und das ...
Offline

Geschrieben 03 Dezember 2005 - 18:41 Uhr

QUOTE (Hong Quan @ Samstag, 03. Dezember 2005, 19:13 Uhr)
QUOTE (LordSkywalker @ Freitag, 02. Dezember 2005, 22:31 Uhr)
Such training is considered advanced and only taught at that level. Because it develops physical conditioning and precision, weapons training has a beneficial effect on the performance of empty-hand techniques.

Das ist doch wiedersprüchlich... (nicht bös gemeint nur meine Gedanken dazu)

Denn wenn das Waffentraining das Waffenlose Kämpfen verbessert (was es wirklich tut) dann sollte es doch so früh wie nur möglich an die Schüler vermittelt werden damit sie besser lernen.
Und das sollte doch das ziel eines jeden Shifus sein.

MfG Markus

Hmmm, da bin ich nicht sicher ... Poesie schult das Gefühl für Sprache, aber muss ich nicht trotzdem erst mal Buchstaben, Rechtschreibung und Grammatik lernen?

Nachdenkliche Grüße
Mausteiger
Such dir Menschen, die dir nicht weh tun ... und genieße mit ihnen ....

#46 GastHong Quan_*

  • Gast
Offline

Geschrieben 03 Dezember 2005 - 19:24 Uhr

@Mausetiger

Ja bei einer Sprache mag das durchaus zutreffen... aber Poesie ist auch nicht dienlich die Grammatik oder die Buchstaben besser zu erlernen. Sondern sie ist praktisch die Krönung der Sprache.

Wohingegen Waffen und dabei gerade der Langstock (Beinarbeit enorm wichtig, Winkelarbeit super wichtig, Struktur sehr wichtig...wichtig wichtig wink.gif ) eben wirklich enorm zum verständniss des Waffenlosen beitragen und somit den Schüler sehr unterstützen.
Also ist es eben nicht so das man erst Grundlagen erlernen müsste oder gar fortgeschrittenes Wissen braucht um mit dem Lernen anzufangen.

Abgesehen davon wird man durch den Langstock sehr viel präziser und schneller. Denn je länger eine Waffe wird umso schneller muss ich mich bewegen und umso besser müssen meine Winkel sein, da hier jeder fehler viel deutlicher zum tragen kommt.

Übrigens muss ich sagen das mir diese Diskussion sehr gut gefällt smile.gif.

MfG Markus

#47 GastHong Quan_*

  • Gast
Offline

Geschrieben 03 Dezember 2005 - 19:46 Uhr

@Mods

Sorry ich konnte irgendwie nicht editieren deswegen der Doppelpost... wäre es nicht sinnvoll irgendwie ein neues Thema hieraus zu erstellen ? Denn mit der Ursprungsfrage haben die letzten paar Beiträge ja nun nichts zu tun oder ?

MfG Markus



#48 LordSkywalker

    Regelmäßig hier

  • Members
  • 52 Beiträge

  • Kampfkunst:
    Wing Chun
Offline

Geschrieben 03 Dezember 2005 - 23:45 Uhr

Ich bin mir nicht so sicher, dass nicht erweiterete Kenntnise benötigt werden, um "Waffenformen" (denn die wendet man ja nie wirklich an) benötigt werden. Ich glaube, dass man schon einiges Grundwissen benötigt, um überhaupt zu verstehen wozu man waffenfromen braucht

MfG

#49 GastHong Quan_*

  • Gast
Offline

Geschrieben 04 Dezember 2005 - 01:52 Uhr

@Lord Skywalker

Naja das darfst du ruhig auch denken hab ich nichts dagegen. Ich freue mich trotzdem darüber von Anfang an den Umgang mit dem Langstock zu erlernen (Formen und Kampf). Neben anderen Waffen natürlich.
Mal abgesehen davon das es bei Waffen nicht nur um Formen geht. Denn wenn man nur die Form beherrscht ist die Waffe in der Tat ohne Nutzen. Ich rede hier von Partnerübungen (Kampfübungen) und Formen.

Jedem das seine smile.gif denke ich... wenn du glaubst es ist besser du lernst erst als "Meister" eine Waffe dann ist das auch ok.

MfG Markus

#50 LordSkywalker

    Regelmäßig hier

  • Members
  • 52 Beiträge

  • Kampfkunst:
    Wing Chun
Offline

Geschrieben 05 Dezember 2005 - 13:51 Uhr

Naja aber, ich denke eher, dass Mausetiger99 recht hat.

Macht ja auch Sinn, die Waffenformen (Anwendungen) sind die Königsklasse des *ing *un, gut das kann natürlich jeder anders sehen, aber historisch(traditionell) ist das wohl so...

MfG

#51 GastHong Quan_*

  • Gast
Offline

Geschrieben 05 Dezember 2005 - 18:57 Uhr

Ich mach ja auch kein *ing *ung und im Shaolin Quan gehören Waffen eben von Anfang an zur Ausbildung dazu.
Wird sich wohl in der Geschichte von Shaolin bewährt haben.

Und ich persönlich bin glücklich darüber.

MfG Markus

#52 LordSkywalker

    Regelmäßig hier

  • Members
  • 52 Beiträge

  • Kampfkunst:
    Wing Chun
Offline

Geschrieben 05 Dezember 2005 - 19:11 Uhr

Ist klar und natürlich auch in jedem Stil anders, da spielt ja auch viel die Tradition und Geschichte mit rein.

Ist auch klar, dass sich jeder Meister für sich wohl was dabei gedacht hat, wie er die Waffen einsetzt.

Ich persönlich kann mir aber gut vorstellen, dass es zu Beispiel nicht so gut ist von Anfang an mit den Schmetterlingsmessern zu arbeiten, da diese schon einen gewissen Anspruch an die Bänder, Gelenke und Muskeln stellen, welcher ersteinmal durch Training gewährleistet sein muss.

MfG

#53 GastHong Quan_*

  • Gast
Offline

Geschrieben 05 Dezember 2005 - 22:57 Uhr

Sicher wenn der Körper nicht in der Lage ist etwas zu leisten, dann muss man langsam Anfangen ihn aufzubauen...
Aber das dauert bestimmt nicht 5 Jahre. Aber generell hast du recht das der Körper natürlich das ganze auch unbeschadet mitmachen können muss.

MfG Markus

#54 keule

    Stammgast

  • Lehrende und Funktionäre
  • 3.034 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Frankfurt am Main

  • Kampfkunst:
    Selbstverteidigung
Offline

Geschrieben 13 Dezember 2005 - 20:37 Uhr

Hallo Leute,

man sagt ja das WT auf Waffenkampf beruht und die waffenlosen Techniken demnach auch.

Wie sieht die Übertragung der Waffen (Langstock und Messer) auf das waffenlose WT aus ?

Was sind die Waffen-Prinzipien und die ohne Waffen ? Man kann schliesslich nicht kleben usw. oder ?

usw.

Was fällt euch alles dazu ein ?

Gespannte Grüße

Keule

P.S. Vielleicht kann man jetzt ein paar heilige Kühe schlachten.
"Man sucht nicht im fließendem, sondern im stillen Wasser sein Abbild. Denn nur Festes vermag etwas festzuhalten."
Yang Jian Hou 1843-1917

"Nur im ruhigen Teich spiegelt sich das Licht der Sterne"

#55 LordSkywalker

    Regelmäßig hier

  • Members
  • 52 Beiträge

  • Kampfkunst:
    Wing Chun
Offline

Geschrieben 13 Dezember 2005 - 22:01 Uhr

Hi,

also mir fällt da nur ein konkretes Beispiel ein, was ich auch nicht genau weiß, da ich ja noch keine Waffenformen lerne/gesehen hab.

Aber ich weiß, das es in der Messerform einen bestimmten Bewegungsablauf gibt, welcher ein paken und ziehen des Gegeners simuliert...

MfG

#56 keule

    Stammgast

  • Lehrende und Funktionäre
  • 3.034 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Frankfurt am Main

  • Kampfkunst:
    Selbstverteidigung
Offline

Geschrieben 13 Dezember 2005 - 23:07 Uhr

QUOTE
Aber ich weiß, das es in der Messerform einen bestimmten Bewegungsablauf gibt, welcher ein paken und ziehen des Gegeners simuliert...



Kannst du das genauer beschreiben ?

Gruß Keulchen


Kann es sein das wenn ich den Gegner "lang" angreife bzw kämpfe also im seitlichen Kampfstand mich befinde Langstocktechniken am wirken sind und wenn ich mit beiden Händen den Gegner berühren kann Doppelmessergeschichten also "mittel" bis "kurz" zum tragen kommen ?

Wie sieht das bei anderen Stilisten aus ?

Im Karate sollte der Karateka im waffenlosen auch in Waffen denken z.B. Tonfa oder nicht ?

Im Escrima doch auch oder ?

Ein Boxer sollte doch teilweise fechten oder ?

usw

Gruß Keule

P.S. Bin gespannt was noch kommt oder ob überhaupt was kommt.



Bearbeitet von keule, 13 Dezember 2005 - 23:14 Uhr.

"Man sucht nicht im fließendem, sondern im stillen Wasser sein Abbild. Denn nur Festes vermag etwas festzuhalten."
Yang Jian Hou 1843-1917

"Nur im ruhigen Teich spiegelt sich das Licht der Sterne"

#57 Gast*Eric*_*

  • Gast
Offline

Geschrieben 14 Dezember 2005 - 08:38 Uhr

Wie viele WT Techniker erhoffst Du eigentlich hier anzutreffen in diesem Forum ?
Und wenn wie viele WT Techniker werden wohl Ahnung von Langstock und Messerkampf haben. Wird wohl eher ein Insider wink.gif Gehört davon hat mit Sicherheit jeder aber Erfahrungen ? Wie lange muss man Langstock trainieren um es in das Waffenlose einfliessen lassen zu können. Welches Potential sitzt in dieser Form und ändert sie dein Wing Tsun oder ändert sie deine Struktur ? Da du ja WT ansprichst gehe ich mal davon aus das du Leung Ting Wing Tsun meinst und deren Derivate.

Bearbeitet von VT4UM, 14 Dezember 2005 - 08:40 Uhr.


#58 dreieck

    Neu im Forum

  • Members
  • 20 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
Offline

Geschrieben 14 Dezember 2005 - 08:49 Uhr

Halte das eher für ein (gutes?) Marketingkonzept um den mehr oder weniger fragwürdigen WT-Waffen einen höheren Stellenwert zu verleihen.
Wenn man dann noch berücksichtigt dass der Langstock über ein Tauschgeschäft in das WT-System eingebracht wurde, also nicht zum ursprünglichen WT gehört, wird diese Ansicht dadurch noch unterstrichen. Hätte man "Damals" mit einem Schwertkampf-, Tonfa-, Kurzstock-, uws. Meister getauscht, würde man uns das gleiche über diese Waffen sagen. So war es eben ein laaaanger Stock.

#59 brille

    Stammgast

  • KKF Sponsor
  • 1.550 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

  • Kampfkunst:
    WT, ESCRIMA früher einen Löffel Jiu Juitsu und eine Prise Aikido
Offline

Geschrieben 14 Dezember 2005 - 09:31 Uhr

Bei der Arbeit mit dem Langstock werden einem die Wichtigkeit der Einhaltung von Winkeln klarer (Z.B. beim Bong Sao).
Eine kleine (falsche) Änderung des Winkels wird sich an der Spitze des LS dramatisch darstellen, was man "nur" mit seinen Armen kaum bemerkt.
Ist das Lebenswichtig? Keine Ahnung.

Bearbeitet von brille, 14 Dezember 2005 - 09:32 Uhr.

Im Frieden kann so wohl nichts einen Mann
als Milde und bescheidne Stille kleiden
Doch tönt des Krieges Wetter Euch ins Ohr
dann ahmt den Tiger nach in seinem Tun
Spannt eure Sehnen, ruft das Blut herbei,
entstellt die liebliche Natur mit WUT!

#60 Gast*Eric*_*

  • Gast
Offline

Geschrieben 14 Dezember 2005 - 09:33 Uhr

QUOTE (brille @ Mittwoch, 14. Dezember 2005, 8:31 Uhr)
Bei der Arbeit mit dem Langstock werden einem die Wichtigkeit der Einhaltung von Winkeln klarer (Z.B. beim Bong Sao).
Eine kleine (falsche) Änderung des Winkels wird sich an der Spitze des LS dramatisch darstellen, was man "nur" mit seinen Armen kaum bemerkt.
Ist das Lebenswichtig? Keine Ahnung.

Wo macht man den einen Bong Sao in der Langstockform ?