Traditionelles / modernes Wushu
Erstellt von Rising Sun, Jun 07 2004 00:59 Uhr
153 Antworten in diesem Thema
#142
Geschrieben 29 August 2006 - 17:49 Uhr
| QUOTE (keule @ Dienstag, 29. August 2006, 16:42 Uhr) | ||
|
darf ich das jetzt verstehn, dass du Keule nicht einer Meinung bist mit dem was Sean da erzählt oder is das ein Insider und ich werde mir aufgrund meiner Frage gleich ziemlich blöde vorkommen ???
bitte um aufklärung weil es meine entscheidung wushu zu lernen erweitert....
Wissen ist Macht, nichts wissen macht nichts
wer rechtschreibfehler findet darf sie behalten
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#144
Geschrieben 30 August 2006 - 09:12 Uhr
Hi...
Es ist leider einbisschen schwierig eine Antwort zu geben die auf alle Stilrichtungen des Kungfu (Wushu / Kuoshu / Kuntao) zutreffen.
a. Wushu
Unter Wushu selber versteht man normalerweise (in Asienraum) eine Kampfkunst, die hauptsächlich schön zu sein soll. Schwerpunkt liegt auf Körperkoordination, Kraft, Schnelligkeit, Flexibilität usw. Was aber nicht bedeutet, dass man sich damit nicht verteidigen kann.
Die meisten Bewegungen brauchen aber meistens zu viel Vorbereitungsraum & -zeit und sind meistens zu kompliziert. Kompliziert im Sinne, theoretisch könnte es funktionieren, sie beinhalten aber unnötige Schritte damit sie schöner aussehen. Hat man aber den Sinn (Essenz) einer Bewegung irgenwann rausbekommen, ist man dann wieder im Spiel.
Chang Chuan z.B. ist eine Form des Wushu (Südstil)). Beinhaltet viele Doppelfaustschläge und Faustschwinger. Sehr aggressiv und kraftvoll, eine Schwingerbewegung bedeutet Abwehr und Angriff zugleich. Viele Lehrer des Wushu lehren es aber nicht mehr mit der gleichen "Essenz". Spricht, man sollte es eigentlich immer so üben, als ob man wirklich gegen jemand kämpft und sich darauf einstellen und nicht nur die Hände in der Luft rumwerfen.
b. kuoshu / kuntao
Darunter verstehe ich chinesische Kampfünste, die weniger bist gar keine "blumige" Bewegungen beinhalten. Wing chun, Choy Lay Fut, Hun Gar, NgoChoKun, Xing Yi , Tanglang gehören beispielsweise dazu.
Ob gesparrt wird? In meiner Schule (in Asien) ist es für die Schüler der höheren Stufen vorenthalten. Partnerübungen wie vorgefertigte Gegenformen helfen bei uns den Sinn und Struktur der einzelnen Techniken zu verstehen. Es macht für uns keinen Sinn direkt freikämpfen üben zu wollen wenn wir nicht mal eine Technik vernünftig mit der richtigen Kraftentwicklung produzieren können.
Je nach Stilrichtung (und natürlich Schule und Lehrer) schaut es natürlich immer anders aus!!!
Die Chinesische Kampfkunstwelt ist seeehr groß... Fachliteraturen helfen da schon einbisschen weiter. Ansonsten auch noch Schule besuchen, mit dem Lehrer reden usw. Das hilft viel...
Gruss,
Bartman
Es ist leider einbisschen schwierig eine Antwort zu geben die auf alle Stilrichtungen des Kungfu (Wushu / Kuoshu / Kuntao) zutreffen.
a. Wushu
Unter Wushu selber versteht man normalerweise (in Asienraum) eine Kampfkunst, die hauptsächlich schön zu sein soll. Schwerpunkt liegt auf Körperkoordination, Kraft, Schnelligkeit, Flexibilität usw. Was aber nicht bedeutet, dass man sich damit nicht verteidigen kann.
Die meisten Bewegungen brauchen aber meistens zu viel Vorbereitungsraum & -zeit und sind meistens zu kompliziert. Kompliziert im Sinne, theoretisch könnte es funktionieren, sie beinhalten aber unnötige Schritte damit sie schöner aussehen. Hat man aber den Sinn (Essenz) einer Bewegung irgenwann rausbekommen, ist man dann wieder im Spiel.
Chang Chuan z.B. ist eine Form des Wushu (Südstil)). Beinhaltet viele Doppelfaustschläge und Faustschwinger. Sehr aggressiv und kraftvoll, eine Schwingerbewegung bedeutet Abwehr und Angriff zugleich. Viele Lehrer des Wushu lehren es aber nicht mehr mit der gleichen "Essenz". Spricht, man sollte es eigentlich immer so üben, als ob man wirklich gegen jemand kämpft und sich darauf einstellen und nicht nur die Hände in der Luft rumwerfen.
b. kuoshu / kuntao
Darunter verstehe ich chinesische Kampfünste, die weniger bist gar keine "blumige" Bewegungen beinhalten. Wing chun, Choy Lay Fut, Hun Gar, NgoChoKun, Xing Yi , Tanglang gehören beispielsweise dazu.
Ob gesparrt wird? In meiner Schule (in Asien) ist es für die Schüler der höheren Stufen vorenthalten. Partnerübungen wie vorgefertigte Gegenformen helfen bei uns den Sinn und Struktur der einzelnen Techniken zu verstehen. Es macht für uns keinen Sinn direkt freikämpfen üben zu wollen wenn wir nicht mal eine Technik vernünftig mit der richtigen Kraftentwicklung produzieren können.
Je nach Stilrichtung (und natürlich Schule und Lehrer) schaut es natürlich immer anders aus!!!
Die Chinesische Kampfkunstwelt ist seeehr groß... Fachliteraturen helfen da schon einbisschen weiter. Ansonsten auch noch Schule besuchen, mit dem Lehrer reden usw. Das hilft viel...
Gruss,
Bartman
Ngo Cho Kun http://www.hokkian-siauwlim.com/bunbu.html
Chung Mu Kwan Hapkido http://www.sportcenter-chung.de/
Chung Mu Kwan Hapkido http://www.sportcenter-chung.de/
#145
Geschrieben 30 August 2006 - 16:49 Uhr
@ Inspektor Zao
Vielen Dank für den Tip.Hab mal Kontakt mit denen aufgenommen und werd,wenn ich mal in Heidelberg bin,dort vorbeischauen.Hätte nicht gedacht,dass in Heidelberg ne Wushu Meisterin ansässig ist,noch dazu eine der traditionellen KK.Echt krass!
Also, thanks a lot Inspektor,für diesen Tip!
mfg
teekanne
Vielen Dank für den Tip.Hab mal Kontakt mit denen aufgenommen und werd,wenn ich mal in Heidelberg bin,dort vorbeischauen.Hätte nicht gedacht,dass in Heidelberg ne Wushu Meisterin ansässig ist,noch dazu eine der traditionellen KK.Echt krass!
Also, thanks a lot Inspektor,für diesen Tip!
mfg
teekanne
#149
Geschrieben 19 März 2007 - 13:35 Uhr
@bartman
bullshit!
wushu heißt übersetzt KAMPFkunst und nicht schönheitskunst. alles weitere kannst du dir aus dem namen ableiten.
wushu ist eine ganzheitliche lehre, körper und geist.
das einzige, was hier zu unterscheiden gilt, ist, ob man von dem modernen sport redet oder von der traditionellen kampfkunst.
bullshit!
wushu heißt übersetzt KAMPFkunst und nicht schönheitskunst. alles weitere kannst du dir aus dem namen ableiten.
wushu ist eine ganzheitliche lehre, körper und geist.
das einzige, was hier zu unterscheiden gilt, ist, ob man von dem modernen sport redet oder von der traditionellen kampfkunst.
And if I lose, welcome annihilation
#150
Geschrieben 19 März 2007 - 14:05 Uhr
Chang Quan ist kein Südstil, sondern ein Nord-Stil, genauer gesagt der Sammelbegriff für eine Reihe von nördlichen Stilen. Vergleiche hierzu Dr. Yang Jwing-Ming "Shaolin Long Fist". Gruß Thorre
Bearbeitet von Thorre, 19 März 2007 - 14:06 Uhr.
<a href='http://www.san-jian.de' target='_blank'>www.san-jian.de</a>
#152
Geschrieben 19 März 2007 - 16:31 Uhr
Cha Quan (Cha Familienstil), Hua Quan (Chinastil Boxen), Tai Zu Chang Quan (Langfauststil des Kaiser Tai Zu), Pao Chui (Donnerstil), Hong Quan (Rote Faust), Shaolin Quan (Shaolinboxen), Fanzi Quan (Boxen der schnell rotierenden Faust)
Das sind alle Stile, deren Überbegriff Chang Chuan ist.
Das sind alle Stile, deren Überbegriff Chang Chuan ist.
#153
Geschrieben 21 März 2007 - 00:04 Uhr
chang chuan ist sowohl der überbegriff für die nordstile, vgl. chang chuan = langfaust, aber auch ein relativ moderner eigener stil.
wenn du mit dem modernen eigenen Stil das Modern Wu Shu meinst, dachte ich, dass das "Chang Quan" aus dem modern Wu Shu nur eine Form ist, nicht direkt ein ganzer stil?
Uebe deine Form 1000 mal, und dein Koerper und deine Haende werden koordiniert und die Bewegungen werden natuerlich.




