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Über die Holzpuppe sowie Anwendungen dazu


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719 Antworten in diesem Thema

#701 vielesoffer

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Geschrieben 09 Juni 2008 - 11:25 Uhr

ZITAT(TheCrane @ 07. Jun 2008 07:43 ) <{POST_SNAPBACK}>
(...)
Nichtdestotrotz halte ich diese Art von Arbeit leichter als gegen einen unkooperativen Gegner, d.h. meiner Meinung nach sollte mit dem Unterricht an der Holzpuppe möglichst früh begonnen werden. Nun gut, ich bin kein Lehrer (weiß somit nicht, wie sich hier ein Anfänger anstellen würde) und ich kenne die Gründe der EWTO nicht, es anders zu machen.
(...)


Nun, die Gründe warum man das im WT so spät einführt dürften vielfältig sein. Imho krankt das WT an fehlender, durchgängig verständlicher Didaktik. Man lernt mit der BiuTze quasi einen anderen Stil, mit der HP Form wieder was völlig anderes. Das wird bei Erreichen der Waffenformen nochmals krasser.

An der HP lernst Du den Begriff der Struktur zum ersten Mal kennen, vorher waren die Bewegungen nur Momentaufnahmen von fließender Bewegung, die zu irgendwas gezwungen wurden, also quasi unbewusst entstanden. An der HP werden Strukturen aber plötzlich bewusst eingesetzt, es gibt plötzlich aktive Bewegungen biggrin.gif.

Imho haben andere DingDungs (hier speziell das PHBVT) eine wesentlich bessere Didaktik.
Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.
(Orson Welles)

#702 Gänseblümchen

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Geschrieben 17 Juni 2008 - 20:19 Uhr

Hallo WT-Herb,
bin leider ein wenig aufgehalten worden - es gibt ausser Kampfkunst noch etwas anderes...
ZITAT(WT-Herb @ 05. Jun 2008 21:28 ) <{POST_SNAPBACK}>
um einmal auf Deine unbewegliche HP einzugehen. Ich hatte bei einem Bekannten mal so eine unbewegliche HP „in den Händen“. Der hatte diese starr in einer Ecke montiert. Das ist wirklich etwas völlig anderes. Diese „schweigenden“ HP liefern nicht das, was ich für ein HP-Training für wichtig halte. Ich habe da schon das "Gefühl", daß die Mechanik wichtig ist. Die HP dient ja nicht der Abhärtung.

Ich stimme Dir darin zu, daß die HP nicht der Abhärtung dient. Deshalb ist es auch sinnvoll, daß das Ding irgendwie wackelt oder nachgibt, also z.B. nicht komplett starr ist, wie etwa ein Baum mit Ästen. Aber: aus der federnd aufgehängten Puppe ein Meisterstück chinesischer Ingenieurskunst zu machen, halte ich dennoch für verfehlt.
Da ich beide Versionen habe und auch nutze, kann ich sagen: Ein Plastikrohr, das auf dem Boden steht, und in einer halbrunden Halterung mit Riemen an der Wand gehalten wird, ist wegen der schwer drehbaren Lagerung ausreichend nachgiebig - man dreht nicht viel, aber es ist eben nicht starr. Die federnd aufgehängte HP kann ich etwas stärker bewegen. Von der Lautstärke her sind sie vermutlich vergleichbar - die eine klackert, die andere klingt wie eine Trommel, wenn man auf den Stamm haut.
An keiner der Puppen bekomme ich blaue Flecken - was ganz zu Beginn meiner Beschäftigung mit der federnden HP anders war - aber da hatte ich ja überhaupt keine Ahnung, und konnte feststellen, daß Holz ein seeehr geduldiger Lehrmeister ist.
Bei beiden kann ich aber dennoch eindeutig feststellen, ob die Treffer zeitlich versetzt erfolgen, oder ob sie zusammenfallen. Diesen Punkt halte ich für wichtiger, als das Gewackel.

ZITAT
Die Form der Arme entspricht in etwa den ergonomischen Maßen, mit denen man es zu tun hat. Das Spiel der Arme in ihren Aufnahmen entspricht in etwa der Impulsverzögerung, wenn jemand einen harten Widerstand erzeugt. Die Schwingung der HP in der Aufhängung entspricht in etwa der Dynamik, die auch ein kräftiger Gegner im Körper hat, um zu stabilisieren. In all diesen Kleinigkeiten ist die HP eben das, was ich „lebendig“ nenne - oder eben tot, bei den starren Puppen.

Daß das Ding wackelt, und man in diese Wackelei alles mögliche reindenken kann, ist klar. Ebenso klar ist aber leider auch das leidige Problem, die Eigenfrequenzen eines Körpers in seiner Aufhängung ohne komplizierte Differentialgleichungen und vollständig bekannte Materialeigenschaften einfach Pi mal Daumen optimal auf den Nutzen abgestimmt mit Stemmeisen, Holzhammer, Säge und Sandpapier hinzubekommen.
Das stemmt keiner - also halte ich persönlich das Gewackel für eine Begleiterscheinung.
Wir sollten auch nicht vergessen, daß die ursprüngliche HP einfach ein Holzstamm war, der in die Erde gerammt wurde, oder in ein Loch eingegraben wurde. Diese Buddelei konnte Yip Man in seiner Wohnung in Hongkong nicht nachmachen, und so hat er sich halt eine andere Lösung einfallen lassen müssen. Stahlfedern sind teuer in der Beschaffung, und man erwischt auch nicht die optimalen Abmessungen. 2 Holzlatten sind dagegen einfach zu bekommen, die Halterung ebenfalls, und da man das Ding ja nicht zerstören will, auch ausreichend.

ZITAT
Der von Dir angesprochene Nackenzug ist beispielhaft an der lebenden HP ein vollkommen anderes Arbeiten, als an der toten. Diese „Reaktion“ der „lebenden“ HP ist ein wichtiges Kontrollinstrument für das eigene Tun. Darauf würde ich nicht nur ungern verzichten, sondern ich würde den Sinn des HP-Trainings in Frage stellen, wenn ich diese Kontrolle nicht hätte. Die starren Puppen sind zwar nachbarschaftsfreundlich, aber sie liefern eigentlich nicht mehr Möglichkeiten, als Abläufe daran zu trainieren.

Gruß, WT-Herb

Der Nackenzug am Holzklotz ist, ob starr oder federnd aufgehängt, immer anders als am menschlichen Objekt. Aber es stimmt schon: wenn das Ding nachgibt, hat man ein besseres Gefühl.

Servus





#703 Gänseblümchen

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Geschrieben 17 Juni 2008 - 21:02 Uhr

Hi TheCrane,
ZITAT(TheCrane @ 06. Jun 2008 18:38 ) <{POST_SNAPBACK}>
Die Aussagen von WT-Herb und vielesoffer habe ich so verstanden:
Die Prinzipen der Bewegungen liegen grundsetzlich vor (in dem Sinn: es ist egal ob ich Tan Sao in der Form, an der Puppe, oder im Kampf mache).

Rein theoretisch schon - aber niemand verrät sie.
Ein Prinzip ist: Der Tan zeigt auf die Schulter, die Faust auf die Wirbelsäule (Zentrallinie).
Ein anderes Prinzip ist: Wenn der Weg frei ist, geh vor. Die Bewegung kann eine beliebige sein, die halt möglich ist.
Ein anderes Prinzip ist: Wenn Du auf beiden Beinen gleichmässig stehst, kommst Du nicht vom Fleck. In welcher Stellung Du gleichmässig stehst, ist da egal.
Also: Eine Bewegung ist nicht unbedingt ein Prinzip, aber ein Prinzip kann durch eine Bewegung veranschaulicht werden.

ZITAT
Die Holzpuppe dient dazu, diese Bewegungen (Prinzipien) zu üben, wenn ein Widerstand (gegeben durch die Puppe)vorliegt. Dabei ist insbesonders darauf zu achten, dass die Körberstruktur stimmt.

Eigentlich dient die Holzpuppe dazu, trainieren zu können, wenn der Großmeister mal gerade keine Zeit für einen hat, man aber etwas verbessern möchte. Hier kann man experimentieren, sich etwas überlegen, mit einer Bewegung vertraut werden ... bis man jemanden findet, der Zeit und Lust hat, das an der HP geübte live zu üben.
Was die stimmende Körperstruktur angeht: Hier wird immer davon gefaselt, daß sie stimmen soll. Wann stimmt sie denn?
Nun - das sollte man bereits in den ersten Stunden lernen. Es ist aber schwierig, weil man auf sehr viele Sachen gleichzeitig achten soll.
1) Man sollte aufrecht stehen,
2) der Kopf sollte nicht nach vorne baumeln, sondern gerade gehalten werden, als hinge er an einer Schnur
3) das Kinn sollte etwas tief sein
4) die Ellenbogen sollten etwa eine Faust von den Rippen entfernt sein,
5) die Ellenbogen sollten innen geführt werden,
6) ... ein Haufen andere Dinge
80) man sollte bequem vor der HP stehen und Druck ausüben können, ohne die eigene Position ändern zu müssen
...
90) man sollte nicht mit durchgedrückten Knien rumstaksen
...
99) die Knie sollten immer etwas gebeugt sein..
Es gibt also viele Dinge, auf die man bereits von Anfang an achten sollte. Dies erleichtern Bewegungen in dünner Luft. Aber das bedeutet nicht, daß man sich was falsches antrainiert, wenn man an der HP von Anfang an übt. Man darf aber nicht erwarten, daß es besonders leicht ist. Wenn man an der HP das macht, was man im Training mit dem Partner geübt hat, dann hat man an der HP Zeit, in aller Ruhe über die Technik und ihre Ausführung nachzudenken.
Das hat mit der HP-Form nichts zu tun - sehr wohl aber mit einem sinnvollen Einsatz der HP.

Noch zum Thema Widerstand: Die starre HP kann als unendlich starker/starrer Gegner aufgefasst werden. Die Idee ist jedoch nicht, gegen so einen anzuschieben, sondern die Idee ist, sich so zu bewegen, daß man einen Stellungsvorteil hat. Prinzipiell möchte man aus seiner Druckrichtung raus, und seinen Schlägen entkommen. An der HP übt man deshalb Winkelschritte, die dieses Entkommen und Erlangen eines Stellungsvorteils ermöglichen.

Diese Schritte gelten als Ultra-Super-geheim.
Aber vielleicht möchte ja noch jemand diese Schritte beschreiben - sie sind so kompliziert nicht... und machen aus einem Anfänger relativ schnell jemanden, der was kann.

ZITAT
Wenn das so ist, ist mir allerdings nicht klar, warum die Holzpuppe erst so spät unterrichtet wird (in der EWTO).

Weil die Holzpuppenform halt sämtliche Techniken der anderen Formen einschließt. Drum wird die FORM spät unterrichtet. Warum man aber die Schüler nicht anleitet, die bereits gelernten Techniken an der HP zu üben, ist wohl ein Geschäftsgeheimnis... wenn man mal davon absieht, daß nicht allzuviele Anfänger sich gleich eine HP leisten, und dann auch die erforderliche Zeit in das Üben investieren.

ZITAT
Ziel ist ja letztendlich, dass im Kampf erfolgreich Tan Sao entsteht. Ist der Tan Sao im Kampf nicht viel schwiereiger als an einem unbeweglichen Holzarm?

Natürlich ist es im Kampf wesentlich schwieriger. Aber es wird deutlich leichter, wenn Du an der HP gelernt hast, dich so zu bewegen, daß der Tansao bei der HP richtig funktioniert, UND dieses Wissen dann im Training hast verfeinern können.
Eigentlich hoffe ich noch immer, daß der eine oder andere Meister seine Prinzipien oder sein Wissen hier mal offen legt - auf diese verschwiegenen Prinzipien kommt es an, um aus einer Schlägerei eine Kampftechnik/Kunst zu machen.
Auch wenn hier immer wieder behauptet wird, daß es die Bewegungen/Sequenzen der HP in der Praxis nicht gibt - glaube es nicht!
Es gibt sehr wohl Sequenzen, die übertragbar sind. Vor allem dann, wenn Du die Sequenzen übst, die Du auch im Training übst. Die Form ist u.a. eine Gedächtnisstütze.

ZITAT
Wenn ich es irendwann soweit gebracht habe, dass der Tan Sao im Kampf (Sparring) funktioniert, was soll ich dann irgendwann im TG Bereich anfangen ihn an der Puppe zu üben?

Aus der Tatsache, daß Du nach relativ kurzer Zeit eine relativ hohe Selbstverteidigungsfähigkeit erreicht hast, folgt nicht, daß Deine Technik perfekt ist. Da spielen zu viele andere Faktoren rein. Eine Technik oder ein Prinzip erfordert einen erheblichen Aufwand, um es in der Praxis umzusetzen. Allein das Einschleifen einer Bewegung ist unter einigen 1000 Wiederholungen nicht drin. Wenn Du also für Dich entschieden hast, daß Du VT als Kunst erlernen möchtest, dann ist der Weg ein langer.

Servus



#704 E.L.

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Geschrieben 18 Juni 2008 - 07:50 Uhr

ZITAT(Gänseblümchen @ 17. Jun 2008 22:02 ) <{POST_SNAPBACK}>
Diese Schritte gelten als Ultra-Super-geheim.
Aber vielleicht möchte ja noch jemand diese Schritte beschreiben - sie sind so kompliziert nicht... und machen aus einem Anfänger relativ schnell jemanden, der was kann.

Servus


In der Chum Kiu lernt man schon, was du an der Puppe so geheim findest.
Carpe diem

#705 Gänseblümchen

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Geschrieben 18 Juni 2008 - 08:27 Uhr

Hallo E.L.
ZITAT(E.L. @ 18. Jun 2008 07:50 ) <{POST_SNAPBACK}>
ZITAT(Gänseblümchen @ 17. Jun 2008 22:02 ) <{POST_SNAPBACK}>
Diese Schritte gelten als Ultra-Super-geheim.
Aber vielleicht möchte ja noch jemand diese Schritte beschreiben - sie sind so kompliziert nicht... und machen aus einem Anfänger relativ schnell jemanden, der was kann.

Servus


In der Chum Kiu lernt man schon, was du an der Puppe so geheim findest.

Könntest Du hier bitte in die DETAILS gehen? Mein Anliegen hier ist, Details zusammenzutragen. Es hilft niemandem, nur zu sagen, das ist richtig, das ist falsch, das lernst Du da.
Eine Diskussion lebt davon, daß die Teilnehmer Position beziehen. Das gilt auch für Meister.


Servus

#706 E.L.

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Geschrieben 18 Juni 2008 - 14:44 Uhr

ZITAT(Gänseblümchen @ 18. Jun 2008 09:27 ) <{POST_SNAPBACK}>
Hallo E.L.
ZITAT(E.L. @ 18. Jun 2008 07:50 ) <{POST_SNAPBACK}>
ZITAT(Gänseblümchen @ 17. Jun 2008 22:02 ) <{POST_SNAPBACK}>
Diese Schritte gelten als Ultra-Super-geheim.
Aber vielleicht möchte ja noch jemand diese Schritte beschreiben - sie sind so kompliziert nicht... und machen aus einem Anfänger relativ schnell jemanden, der was kann.

Servus


In der Chum Kiu lernt man schon, was du an der Puppe so geheim findest.

Könntest Du hier bitte in die DETAILS gehen? Mein Anliegen hier ist, Details zusammenzutragen. Es hilft niemandem, nur zu sagen, das ist richtig, das ist falsch, das lernst Du da.
Eine Diskussion lebt davon, daß die Teilnehmer Position beziehen. Das gilt auch für Meister.


Servus


Da habe ich ja Glück, bin keiner wink.gif
Es gibt keine Geheimes sich den Anfänger entziehendes Wissen beim Ving Tsun. Sobald man die Grundlagen hat, wird das ganze verfeinert. Ein guter Ving Tsun Lehrer kann dir das komplette System in einem Tag erklären. Natürlich, wird man sich das meiste nicht merken können.
Das stetige Wiederkehren der Informationen, ist also ein notwendiges Muss. Dafür bedarf es eine Struktur, die durch und durch transparent ist. So gehört ein Leidfaden in das System, in dem man alle notwendigen Informationen wiederfindet. So kann man Positionen verbessern indem man Formen macht. So kann man das Zusammenspiel von Arm und Bein verbessern, in dem man sich die passenden Stellen aus den Formen herauspickt und damit arbeitet. Während die Chum Kiu Arme und Beine koordiniert bringt die Puppe das ganze in die richtigen Positionen/ Winkel. Natürlich beinhaltet die Puppenform alle wichtigen Techniken der 3 Grundformen. So findet man natürlich nicht nur die Bewegungen der Chum Kiu wieder. Allerdings erlernt die Chum Kiu bereits einen wichtigen Aspekt nämlich das wegabschneiden. Dies wiederholt sich auch in der Puppenform.

Bearbeitet von E.L., 18 Juni 2008 - 14:53 Uhr.

Carpe diem

#707 Günther

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Geschrieben 19 Juni 2008 - 14:28 Uhr

@ Gänseblümchen
Was soll an einem Zickzack-Schritt geheim sein?? Oder am Kreuzschritt? Kommt doch sogar in der EWTO in den Schülerprogrammen vor.... Ab und zu versteh ich wirklich nicht worauf hier im Forum herumgeritten wird dry.gif
MfG

Günther

#708 E.L.

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Geschrieben 19 Juni 2008 - 14:51 Uhr

ZITAT(Günther @ 19. Jun 2008 15:28 ) <{POST_SNAPBACK}>
@ Gänseblümchen
Was soll an einem Zickzack-Schritt geheim sein?? Oder am Kreuzschritt? Kommt doch sogar in der EWTO in den Schülerprogrammen vor.... Ab und zu versteh ich wirklich nicht worauf hier im Forum herumgeritten wird dry.gif


z. B. 10SG Kampf gegen mehrere = Kreuzschritt wink.gif wobei der Kreuzschritt meiner Ansicht nach in dem Programm völlig Zweckentfremdet wird.
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#709 vielesoffer

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Geschrieben 19 Juni 2008 - 15:15 Uhr

Welcher is'n das? Der von dem man's im Kreuz kriegt, wenn man ihn macht? biggrin.gif Oder meint Ihr den Messerjockelschritt?
Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.
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#710 E.L.

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Geschrieben 20 Juni 2008 - 11:38 Uhr

ZITAT(vielesoffer @ 19. Jun 2008 16:15 ) <{POST_SNAPBACK}>
Welcher is'n das? Der von dem man's im Kreuz kriegt, wenn man ihn macht? biggrin.gif Oder meint Ihr den Messerjockelschritt?


hab ich verdrängt, weil es meines Erachtens so oder so eine falsche Idee davon ist.
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#711 Nick1991

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Geschrieben 12 Februar 2009 - 15:24 Uhr

Hallo neueovia,

Zuerst einmal ist die Holzpuppe wirklich nur ein Trainingsgerät an dem du die Techniken verfeinerst und die Anwendung dazu besser lernst umzusetzen.
Diese Techniken sind dann sehr wohl auch umsetzbar im Training sowohl als auch in einem Kampf.Nach vielen Trainingsstunden an der Puppe wirst du sehen ,dass deine Technik erheblich besser wird und der Ablauf feiner ,kontrollierter und gleichmäßig abläuft.
Die Technik an der Puppe ist nicht alles im Wing Tsun,dennoch eine wichtige und hilfreiche Trainingsmethode.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Liebe Grüße
Lerne erst aufzustehen bevor du rennen willst.

#712 E.L.

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Geschrieben 17 Februar 2009 - 12:30 Uhr

ZITAT(Nick1991 @ 12.02.2009 15:24 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
Hallo neueovia,

Zuerst einmal ist die Holzpuppe wirklich nur ein Trainingsgerät an dem du die Techniken verfeinerst und die Anwendung dazu besser lernst umzusetzen.
Diese Techniken sind dann sehr wohl auch umsetzbar im Training sowohl als auch in einem Kampf.Nach vielen Trainingsstunden an der Puppe wirst du sehen ,dass deine Technik erheblich besser wird und der Ablauf feiner ,kontrollierter und gleichmäßig abläuft.
Die Technik an der Puppe ist nicht alles im Wing Tsun,dennoch eine wichtige und hilfreiche Trainingsmethode.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Liebe Grüße


Welcher Ablauf?
Welche Techniken?
Welche Anwendungen?
Was wird kontrollierter und gleichmässiger?

Was genau hilft den die Holzpuppe?

Gruß Eric
Carpe diem

#713 Nick1991

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Geschrieben 18 Februar 2009 - 15:29 Uhr

ZITAT(E.L. @ 17.02.2009 12:30 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
ZITAT(Nick1991 @ 12.02.2009 15:24 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
Hallo neueovia,


Liebe Grüße


Welcher Ablauf?
Welche Techniken?
Welche Anwendungen?
Was wird kontrollierter und gleichmässiger?

Was genau hilft den die Holzpuppe?

Gruß Eric



ganz einfach Eric,

Die Abläufe der Techniken von den jeweiligen Bewegungen der Arme.Zum Beispiel wird die Richtige Haltung des Bong und Tan-Sau's gelehrt.
Durch das ständige Üben an der Puppe selbst wird diese Bewegung "in sich" gleichmässiger und flüssiger und somit einfach für dich umsetzbar.
Doch nicht nur Arme ,sondern auch die Beine werden duch gezieltes Schritttraining auf die Puppe hinzu und von ihr weg (siehe Dreiecksschritt), trainiert.
Lerne erst aufzustehen bevor du rennen willst.

#714 E.L.

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Geschrieben 19 Februar 2009 - 12:16 Uhr

ZITAT(Nick1991 @ 18.02.2009 15:29 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
ganz einfach Eric,

Die Abläufe der Techniken von den jeweiligen Bewegungen der Arme.Zum Beispiel wird die Richtige Haltung des Bong und Tan-Sau's gelehrt.
Durch das ständige Üben an der Puppe selbst wird diese Bewegung "in sich" gleichmässiger und flüssiger und somit einfach für dich umsetzbar.
Doch nicht nur Arme ,sondern auch die Beine werden duch gezieltes Schritttraining auf die Puppe hinzu und von ihr weg (siehe Dreiecksschritt), trainiert.


Konnte ich vor der Puppe also keinen Tan / Bong machen? War meine Haltung da falsch? Macht es das Trainieren ohne Puppe nicht sinnlos?
Was, wenn ich den Bong/Tan nun an meinem Gegner höher oder tiefer machen muss?
Ist mein Bong/Tan dann falsch?
Was ist die exacte Position den Bong/Tan und wer legt das fest?

Dazu müssten rein theoretisch alle Menschen die gleichen Voraussetzungen haben. Gleich groß, gleich beweglich etc.

Hat man ein ständiges Üben nicht auch in den Formen vorher?
Welchen Vorteil bietet die Puppe?

Würde ein Üben der Rotation des Bong Sau nicht mehr Sinn an der Puppe machen, als die Position dessen?Geht es bei manchen Bewegungen in der man Bong macht vielleicht sogar gar nicht um den Bong?

Warum übe ich Tan Sau an der Puppe? Würde ein forciertes Üben meines Fauststoßes nicht mehr Sinn machen?
Was, wenn ich mein Handgelenk dabei nach oben drehe um meinen Ellbogen mehr in die Mitte zu bekommen?
Würde ich damit nicht auch beim Fauststoß eigentlich einen Tan Sau machen?
Was, wenn man genau dies beabsichtigen würde?
Wäre das nicht ein zusätzlicher Aspekt um den Ellbogen hinter den Körper zu bekommen?

Gezieltes Schritt und Tritttraining? Dreiecksschritt? mach mal den Erklärbär wink.gif
Geht es hierbei eventuell um die Arm Bein Koordination und Winkelarbeit an der Puppe oder wirklich nur Schritt und Tritttraining?
Wenn ja, könnte ich mich da nicht einfacheren Dingen bedienen? Sandsack oder Trainingspartner?

Gruß Eric

Bearbeitet von E.L., 19 Februar 2009 - 12:20 Uhr.

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#715 WT-Herb

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Geschrieben 23 März 2009 - 21:51 Uhr

Hallo E.L.,

auch an der HP geht es um Bewegung, nicht um Position. „Die richtige Haltung“ ist eine Ausdrucksweise, die in diesem Zusammenhang nicht als Halten zu verstehen ist, auch nicht als Postitionierung, sondern als ein Anpassen, eine optimierte Anpassung an die gegebenen Verhältnisse. Die durch die HP vorgegebenen Verhältnisse liegen in einer „relativ optimalen Position“ für das Üben (konditionieren) von Bewegungen und Abläufen. Da die HP die gesamte Körperarbeit betrifft, geht es im Üben eines Bongs an der HP auch nicht um diesen allein, sondern eben um das Ganze. Erst im Gesamtkontext von Körperrotation, Winkel, Ausrichtung, Positionieren, Zentrallinienkontrolle, Gewichtsverlagerung, Körpestruktur...und so weiter ergibt „die“ Arbeit an der HP. Man übt an der HP eben nicht „nur“ mal das Eine oder das Andere. Solches könnte man eben auch in der Form oder am Sandsack üben.

Der Wesensunterschied zum Üben am Partner - und damit der Vortel der HP - besteht in der exakten, immer wieder gleichen Wiederholbarkeit der Bewegungen, ohne das Varianzen die jeweilige Übungssituation verändern und damit eine erneut andere Antwort verlangen. Somit kann das Training an der HP sehr konkret eigene Schwächen behandeln, die in der eigenen variablen Ungenauigkeit liegt und dabei sehr konkret die gesamte Struktur ausbilden.

Voraussetzung dafür ist allerdings, daß die jeweiligen „Einzelmuster“ vorliegen. Es wäre fatal, würde man mit falschen Körperbewegungen an der HP seine Handarbeit trainieren, denn - wie schon oft angesprochen - ergibt erst das Ganze die notwendige Einheit in der Körperarbeit, die die spezifischen Ziele des System verwirklichen.

Insofern liegst Du mit Deinem letzen Absatz in der richtigen Zone.

Der Nachteil der HP ist genau das, was eben noch ihr Vorteil war, die immer gleiche Situation zu liefern. Zu üben, auf stets veränderte Situationen einzugehen, ermöglicht da viel besser das Arbeiten an/mit einem Trainingspartner, der eben nicht im zweiten Durchlauf den ersten hundertprozentig kopiert, sondern variiert.

Ein gutes Training an der HP muß und wird daher gleiche Abläufe auch an Trainingspartnern trainieren, die sich mal mehr oder weniger kooperativ geben.



, WT-Herb

Lernen ist die Kunst der Kommunikation

#716 E.L.

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Geschrieben 24 März 2009 - 06:37 Uhr

Das gleiche am Partner trainieren? Tut man das nicht automatisch? Ich setze einfach mal voraus, dass keine der Bewegungen tatsächlich völlig neu ist. Gerade die Vielfalt des *ing *ung Training ist doch der Weg zum Erfolg. Ein ausgewogenes Trainieren aller Aspekte macht eben den Unterschied. Nur Puppentraining oder nur Partnertraining ist eben keine Garantie für ein gutes Ergebnis. Jede Art des Trainings wirkt ergänzend. (für mich rede ich jetzt von den traditionellen Unterrichtsmethoden ohne Fremdzusätze)
Sollte man dabei einfach einen Teil davon einfach auslassen und es sich für schlechte Zeiten aufheben so fehlt ein wichtiger Teil und das Ergebnis ist nur suboptimal. Meiner Meinung nach hat man als Otto-Normalo zu denen ich mich auch zähle überhaupt nicht die Zeit dazu, so zu trainieren wie es wirklich erforderlich wäre. Dieses Training deswegen auch noch mit Fremdeinflüssen zu bestücken, würde einem Supergau gleichkommen.
Um was geht es beim *ing *ung?

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#717 BillyLo

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Geschrieben 10 Januar 2012 - 18:24 Uhr

Hallo zusammen.... Nur mal zu dem WT Buch116 Holzpuppentechniken. Wofür sollte man die Holzpuppenform in einem Verband für viel Geld lernen wenn man sie für 20€ aus einem Buch, Bewegung für Bewegung lernen kann. Das Buch ist für Leute die die Form schon können und ab und zu mal Techniken nachschlagen oder einfach nur für Interessenten. Denn das Buch zeigt nur die einzelnen Techniken aber keine Verbindungen zwischen den einzelnen Bewegungen. Natürlich kann man auch jede Bewegung einzeln lernen was auch notwendig ist, aber die Verbindungsstücke gehören einfach dazu...

#718 rauchbombe

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Geschrieben 10 Januar 2012 - 19:20 Uhr

Zitat

Wofür sollte man die Holzpuppenform in einem Verband für viel Geld lernen wenn man sie für 20€ aus einem Buch, Bewegung für Bewegung lernen kann.

Ist dieser Satz als Frage gemeint?....



Zitat

Das Buch ist für Leute die die Form schon können und ab und zu mal Techniken nachschlagen oder einfach nur für Interessenten. Denn das Buch zeigt nur die einzelnen Techniken aber keine Verbindungen zwischen den einzelnen Bewegungen. Natürlich kann man auch jede Bewegung einzeln lernen was auch notwendig ist, aber die Verbindungsstücke gehören einfach dazu...


...Und das die Antwort die du dir darauf gibst?

Ansonsten kann ich mir kein Reim daraus machen.

Bearbeitet von rauchbombe, 10 Januar 2012 - 19:21 Uhr.

Aufstehen und meinen Weg gehen

#719 E.L.

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Geschrieben 28 Februar 2012 - 11:55 Uhr

Beitrag anzeigenBillyLo sagte am 10 Januar 2012 - 18:24 Uhr:

Hallo zusammen.... Nur mal zu dem WT Buch116 Holzpuppentechniken. Wofür sollte man die Holzpuppenform in einem Verband für viel Geld lernen wenn man sie für 20€ aus einem Buch, Bewegung für Bewegung lernen kann. Das Buch ist für Leute die die Form schon können und ab und zu mal Techniken nachschlagen oder einfach nur für Interessenten. Denn das Buch zeigt nur die einzelnen Techniken aber keine Verbindungen zwischen den einzelnen Bewegungen. Natürlich kann man auch jede Bewegung einzeln lernen was auch notwendig ist, aber die Verbindungsstücke gehören einfach dazu...


So ein Buch ist eine schöne Sache, hat aber einen Entscheidenden Nachteil. Man sieht eben die Bewegung nicht. Es ist eine Momentaufnahme. Zusätzlich erkennt man auch die Restlichen notwendigen Bewegungen nicht die von einer Bewegung zur nächsten führen. Von daher fehlen die Zusammenhänge von Arm- Bein und Hüftarbeit. Auch sieht man nicht, welcher Arm welche Funktion übernimmt. Oft ist ein vermeintlicher Handflächenstoss einfach nur ein Positionsscheck.

Bearbeitet von E.L., 28 Februar 2012 - 11:55 Uhr.

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#720 fgerlim

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Geschrieben 28 Februar 2012 - 18:11 Uhr

Beitrag anzeigenBillyLo sagte am 10 Januar 2012 - 18:24 Uhr:

Hallo zusammen.... Nur mal zu dem WT Buch116 Holzpuppentechniken. Wofür sollte man die Holzpuppenform in einem Verband für viel Geld lernen wenn man sie für 20€ aus einem Buch, Bewegung für Bewegung lernen kann. Das Buch ist für Leute die die Form schon können und ab und zu mal Techniken nachschlagen oder einfach nur für Interessenten. Denn das Buch zeigt nur die einzelnen Techniken aber keine Verbindungen zwischen den einzelnen Bewegungen. Natürlich kann man auch jede Bewegung einzeln lernen was auch notwendig ist, aber die Verbindungsstücke gehören einfach dazu...
Bücher und Filme sind gut zum nachschlagen/nachsehen. Evtl. auch um sich andere Ideen zu holen.
Natürlich kann man auch etwas aus ihnen lernen.
Einen guten Lehrer können sie aber nicht ersetzen.
Insbesondere, da die Formen nicht in allen Schulen 100% gleich sind.

Wing Chun/Wing Tsun etc. wird nicht nur in teuren Verbänden (bzw. deren Schulen) unterrichtet.
Es gibt inzwischen auch sehr viele preiswerte Schulen.
Bis zur Holzpuppenform dauert es aber (je nach Schule) eine Weile.

Gruß

F.

Bearbeitet von fgerlim, 28 Februar 2012 - 18:12 Uhr.