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Hilfestellung: Wie finde ich eine gute Schule?


19 Antworten in diesem Thema

#1 Bokuto

    Dirk Tannert

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Geschrieben 25 Februar 2004 - 21:48 Uhr

So finde ich eine gute Schule:

Bekomme ich ein Probetraining?

Es sollte mißtrauisch machen, wenn kein Probetraining gestattet wird. Die Erklärung, dass es keinen Versicherungsschutz beim Probetraining gibt, ist zumindest im Sportverein falsch: Die Versicherung der Sportbünde trägt drei Probetrainings für Nichtmitglieder.
Man sollte Abstand nehmen, wenn man gleich etwas unterschreiben soll. Oder es sich vorher sehr genau durchlesen.
Einige Schulen verlangen für ein Probetraining Geld. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Üblich ist das nicht, aber in Zeiten wirtschaftlicher Zwänge kann diese Praxis noch toleriert werden, wenn der Preis angemessen ist.

Nimmt man sich Zeit für dich?
Du solltest die Geduld eines Lehrers, der sich auf die Trainingsgruppe zu konzentrieren hat, nicht über Gebühr in Anspruch nehmen. Aber grundsätzlich sollte Neulingen mehr Aufmerksamkeit zuteil werden.
Du solltest akzeptieren, dass dir nicht gleich alle um den Hals fallen. Viele Alteingesessene haben einfach schon die Erfahrung gemacht, dass viele Probeschüler groß tönen und dann doch nicht kommen. Oder nur die ersten Wochen (oder nicht mal das erste Training) durchhalten und dann auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Daher gibt es bei gut eingespielten und harmonischen Gruppen, Neulingen gegenüber erst einmal eine abwartende Haltung (die Schüler und Meister dort müssen sich dir nicht beweisen - sondern umgekehrt), und das ist auch in Ordnung. Arroganz und Ablehnung als Neulings ist allerdings fehl am Platz, und jeder muß eine faire Chance bekommen.

Wer unterrichtet?
Es ist absolut in Ordnung, wenn Anfänger von fortgeschrittenen guten Schülern in Techniken oder Basisübungen eingewiesen werden. Oder wenn Co-Trainer eingesetzt werden. Aber wer unterrichtet die Fortgeschrittenen und bringt die weiter? Gibt es Steigerungspotential oder endet das Wissen der Schule bei den Anfängertechniken? Das sollte man so gut wie möglich versuchen zu klären, aber hier ist der Anfänger und Laie natürlich meistens überfordert.

Gezielte Fragen.
Frag nach dem Stil, den man anbietet. Wenn zu schwammige Aussagen kommen: Vorsicht! Wer zu stark verallgemeinert oder nichts über seinen Stil erzählen kann, hat entweder keine Ahnung oder ist nur auf dein Geld aus. Hat der Lehrer hierzu keine Ahnung, verdient er auch seinen Titel nicht.

Darf man dem Training auch zuschauen?
Durch Zusehen alleine bekommt man oft einen völlig falschen Eindruck. Ich rate unbedingt zu (wenn möglich mehrfachem) Mitmachen. Es gibt oftmals auch nicht "den typischen Trainingsablauf", das ist oft sehr abhängig von der Zusammensetzung der Klasse, dem Lernziel und dem Konzept des Meisters.

Wie sind die Verträge?
Im Interesse des Neulings ist eine möglichst kurze Kündigungsfrist. Im Interesse der Schule (und oft auch Lebensnotwendig) ist eine möglichst lange Kündigungsfrist - schon um Planungssicherheit zu haben, wovon dann wiederum alle profitieren. Allerdings muß man vorher klar und deutlich darauf hingewiesen werden und nicht versteckt im Kleingedruckten.

Wie baut sich das Training auf?
Meditation, Aufwärmphase, Dehnung, Basisübungen, Partnerübungen usw. usw.. Hier gibt es keine pauschale und einfache Antwort. Du musst selbst wissen, was du willst - aber auch bereit sein, ein falsches Bild zu korrigieren. Auf was wird besonders Wert gelegt: Formen, Selbstverteidigungsübungen, Freikampf, Waffentraining usw. Hier evtl. nachfragen, da es, wie bereits erläutert, den "typischen Trainingsablauf" evtl. nicht zu sehen gibt. Und wie gesund sind die Übungen? Wenn ich nach der ersten Trainingseinheit nach dem Motto "Was nicht umbringt, macht hart" erstmal zwei Wochen Rückenschmerzen oder Muskelzerrungen habe - Finger weg! Jeder gute Lehrer/Trainer/Meister sollte die Grundlagen gesunden Sportes kennen.

Stimmt die Chemie?
Meine Erfahrung ist, daß sich bei einer guten Gruppe meist schon beim ersten Besuch herausstellt, ob ein Neuling zur Gruppe paßt oder nicht. Und zwar eindeutig für beide Seiten.

Etikette, Zeremonien und Philosophie?
In Schulen, in denen darauf Wert gelegt wird, muß man sich als Europäer oft umstellen und sich an strenge Disziplin, Hierarchie und auch an sehr "harte" Lehrer gewöhnen. Manchmal auch an die asiatische Lehrmethodik, welche uns vielleicht auch mal chaotisch vorkommt. Aber schließlich sucht man keine Kampfkunstschule auf (egal aus welchem Motiv man es macht), um sich verhätscheln zu lassen. Eine Ausbildung in traditionellen Kampfkünsten ist immer auch eine Ausbildung von Charakter und Einstellung. Wer glaubt, das nicht mehr nötig zu haben, ist evtl. derjenige, der es am meisten braucht.

Verein, Sportstudio oder private Schule?
Das sagt nichts über die Qualität. Doch es sind ganz andere Zielsetzungen dahinter, und man ist selbst schuld, wenn man das eine mit dem anderen verwechselt. Und denkt daran: Die beste Schule nützt Euch nichts, wenn du dort nicht trainierst, weil dich die Fahrerei nervt. Überleg also gut, für welche Entfernungen und Fahrzeiten dein Elan reicht.

Verspricht man dir, sich innerhalb weniger Monate oder gar Wochen selbst verteidigen zu können?
Falls ja, lass die Finger weg von der Schule. Erstens kann man keinem Schüler im Voraus sagen, wie schnell er etwas lernen wird - das hängt von vielen Faktoren ab: Trainingsfleiß, Einsatzbereitschaft, Aufnahmefähigkeit, Körpergefühl usw. - und was der eine schnell lernt, lernt der andere langsam und umgekehrt. Und zweitens: Es gibt keine Abkürzung in den Kampfkünsten. Man müßte sich ja auch fragen, warum die Spezialeinheiten auf der ganzen Welt soviel Zeit und Geld in die Ausbildung ihrer Leute investieren, wenn das gleiche Ziel in ein paar Wochen in einer Karateschule oder in einem Volkshochschulkurs zu erreichen ist.

Behauptet man einen überlegenen Stil zu haben, der besser ist als andere?
Auf derart arroganten Äußerungen hin solltest du dich verabschieden. Es gewinnt nie ein Stil, sondern immer der jeweilige Kämpfer. Gäbe es einen besseren Stil, gäbe es auch nur noch diesen Stil. Es gibt allerdings Stile, die für einen Menschen persönlich besser geeignet sind oder besser diesem oder zu diesem passen.

Abschließende Spielregeln:
Sei pünktlich, stör den Unterrichtsablauf nicht und nimm dir Zeit. Du hast ein Anrecht darauf, daß auf dich eingegangen wird, man für deine Fragen Zeit hat und dich ernst nimmt. Aber dieses Recht haben auch andere.
Wenn eine genaue Etikette eingehalten wird, erkundige dich danach, welches Verhalten von dir erwartet wird. Hab keine Angst zu fragen. Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr ein Leben lang.
Wenn du irgendwohin gehst, um dort etwas zu lernen, kannst du es höchstwahrscheinlich schlechter als der Meister, der unterrichtet. Als derjenige, der am Anfang des Weges steht, kannst du auch kaum beurteilen, auf was es ankommt. Das musst du dem Lehrer überlassen (schließlich schreibt man sich an einer Uni auch nicht für Physik ein und erzählt bei der ersten Vorlesung dem Professor, was man wissen will, was man nicht braucht und wie man es gerne verpackt hätte und was er sich ja nicht wagen solle zu fordern).

Und nun viel Spaß.

Gruß
Dirk

Diese gut durchdachte Hilfestellung ist mit freundlicher Genehmigung teilweise wörtlich und teilweise sinngemäß den Seiten des Shaolin-Tempel Deutschland in Kaiserslautern entnommen. Vielen Dank nachträglich dafür! Weitere Infos: www.shaolintempel.org

PS: Ergänzungen sind hier erwünscht!

Bearbeitet von Bokuto, 11 September 2006 - 12:49 Uhr.


#2 GastShumisen_*

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Geschrieben 26 Februar 2004 - 07:15 Uhr

Hallo Bokuto,

endlich hat sich jemand die Mühe gemacht, die grundlegendsten Fragen,
die ein "Neuling" haben könnte, hier mal genauer zu erläutern.

Da in etlichen Threads die Teilbereiche immer wieder auftauchen,
ist es klasse, das hier mal einiges zusammen gefasst wurde.
Deine Antworten kommen verständlich und sachlich rüber...

Ich stelle mir jetzt noch eine "Kurzübersicht" für die im Forum
vertretenen Stile vor. So kann man den Unentschlossenen
(...möchte mit KK anfangen, weiß aber nicht welche) eine Vergleichsmöglichkeit an die Hand geben, die zur Entschlussfindung
beitragen könnte...


Gruß shumisen

#3 Mr.Fister

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Geschrieben 11 März 2004 - 23:41 Uhr

dr.ralf hat hier im forum mal einen netten ähnlichen text verfasst, welcher sich an leute richtet, die eine sv-schule suchen :

QUOTE
Gehe herum und besuche die Probetrainingseinheiten (sollte diese Möglichkeit in einer Schule nicht bestehen dann streich diese Schule von deiner Liste).
Frage dort die Leute, wie sie z.B. Schlaghemmungen und Opfersignale abbauen. Hier kannst du aus deinem Gefühl heraus schon einschätzen, inwieweit eine sinnvolle Vorgehensweise vorliegt. Wenn der Lehrer mit den Begriffen nichts anfangen kann oder Antworten bringt nach dem Motto <<das kriegen wir schon hin>>, dann streiche die Schule von deiner Liste.

Frage vor allem welche prinzipiellen Vorgehensweisen sie z.B. bei einer bewaffneten Situation anbieten (Stichwaffe).
Überlege dann inwieweit die Antworten Sinn machen. Wenn man dich hinhalten will, nach dem Motto, das kommt erst später, dann streich die Schule von deiner Liste.
Du wolltest ja nicht die Waffenabwehr gleich erlernen sondern nur eine Idee von der Vorgehensweise erhalten. Wer die diese Auskunft nicht sofort geben kann, der wird sie dir auch nicht später geben können. Wenn du Pauschalantworten bekommst nach dem Motto wenn einer mit dem Messer vor mir steht dann renne davon, dann streich die Schule von der Liste.

Wenn du eine differenzierte Antwort bekommst dann überlege dir, inwieweit das Gesagte Sinn macht. Gerade das Thema Waffenabwehr ist eine gute Testfrage, wenn es um die Einschätzung der SV geht. Gerade hier kann man gut erkennen inwieweit sinnvolle und ehrliche Antworten kommen bzw. inwieweit man vertröstet wird bzw. sich der Lehrer vor der Antwort drückt. Waffenabwehr eignet sich vor allem deshalb, weil es ein sehr unangenehmes Thema ist. Aber gerade deshalb kann man hier die Seriosität abchecken.
D.h. also wenn du:
-keine Antwort darauf bekommst oder das Thema auf irgendwann später verschoben wird
-die absolut und überall gültige Abwehr gezeigt bekommst
-eine Antwort bekommst nach dem Motto lauf immer davon
-eine Antwort bekommst die aussagt Messerabwehr macht keinen Sinn deshalb unterrichten wir das nicht
dann lauf davon und streich die Schule von deiner Liste.
Wenn man dich darauf aufmerksam macht, dass die Abwehr eines Messerangriffes ein enormes Versagensrisiko beinhaltet und deshalb sofern möglich die Flucht das beste Mittel ist und wenn man dir für den Fall dass die Flucht nicht möglich ist sinnvolle Varianten zeigen kann, dann ziehe die Schule in Erwägung.

Natürlich solltest du auch überprüfen inwieweit du mit dem Trainer und den anwesenden Schülern klarkommen kannst. Der beste Trainer bringt nicht wenn du nicht mit ihm klarkommen kannst. Auch die finanzielle Seite spielt eine Rolle. Frage nicht nur nach den Kosten in den ersten Monaten. Frage vor allem mal nach was so ein Ausbilder in der letzten Phase seiner Ausbildung an finanziellen Aufwendungen hatte. Dann wird nämlich manch wahrscheinlich genialstes System auf einmal in einem ganz anderen Licht dastehen


fister
Don't fall for that crap that people are peddling on the message boards, in magazines or on TV. Get your shit in order, and get your training in order. Start kicking ass, and take out the crap that doesn't matter. Start doing and believing in the stuff that works, and do it today and forever. You want science and studies? Fuck you, I've got scars and blood and vomit. - Jim Wendler -

#4 P@t fubu11

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Geschrieben 19 März 2004 - 11:31 Uhr

Hallöchen auch,


ich habe ein KK/KS/SV Link entdeckt und will ihn Euch nicht länger vorenthalten.

engel.gif www.bellnet.de/suchen/sport/kampfsport.html engel.gif

#5 wolverine

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Geschrieben 14 April 2004 - 16:16 Uhr

@ Bokuto

Das ist ein richtig guter Beitrag. Richtig fett sogar. Da hat sich endlich mal wer Gedanken gemacht. Das ist für einen Neuling mit Sicherheit ein kleiner Leitfaden, wenn er noch gar keine Ahnung hat. Auch für Leute die etwas schüchtern und unsicher sind, wenn sie in eine neue Schule kommen, kann das hilfreich sein. Höre auch immer wieder von neuen Schülern die zu uns in die Schule kommen, was sie so alles erlebt haben. Da ärgert es mich manchmal richtig, das man dann immer erst nen Scherbenhaufen wegräumen darf, Vorurteile und teilweise sogar Angst beseitigen muß, eh der neue Schüler sich etwas öffnet. Schlimme Sache. Ich meine ich spreche da auch aus eigener Erfahrung. Doch ich habe was darraus gelernt. Meinen eigenen Weg zu gehen und anderen dabei zu helfen den ihrigen zu finden.
Mein Si Fu hat mich mal vor langer Zeit gefragt: " Weißt du eigendlich worauf du dich da einläßt, wenn du sagst du möchtest Ausbilder werden und andere unterrichten. " Logische naiv ehrliche Antwort meinerseits war natürlich : " Na klar weiß ich das " Mein Si Fu hat nur gelächelt und ist nicht weiter darauf eingegangen. Heute weiß ich so langsam warum. Nach Stundenlangen Gesprächen immer und immer wieder, kommt man sich manchmal wie David gegen Goliath vor.Aus den anfänglichen Fragen wurden immer neue Fragen und immer dann wenn ein schwieriges Problem auftauchte, das bisher noch nicht dagewesen war, wurde es gelöst. Doch das nächste, wieder noch größere, unbekannte Problem ließ nicht lange auf sich warten. smile.gif Egal. Es macht trotz allem zu viel Spaß, als einfach die Flinte ins Korn zu werfen.
Dein posting ist bestimmt auch für Leute wie mich gut, oder Ausbilder, Lehrer, Trainer generell, um mal die Sache aus der Seiote eines Neulinges zu betrachten. Es ist ja schon eine ganze Weile her, das ich das selbe Problem hatte.* Ich bin neu und was nun.* Es hilft einem sich daran zu erinnern wie es mal am Anfang war und vielleicht ertappt man sich dabei, nachlässig im Umgang mit neuen Schülern geworden zu sein. Oder noch schlimmer, es immer war. Nun ja wie auch immer. Mehr solcher Beiträge wären echt wünschenswert im Forum. Weiter so.

Gruß wolverine
IATWC Kampfkunstschule Aachen-Eilendorf
www.iatwc.de

#6 Gastfendi_*

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Geschrieben 21 Juni 2004 - 15:30 Uhr

QUOTE (Bokuto @ Mittwoch, 25. Februar 2004, 20:48 Uhr)
Gezielte Fragen.
Frag nach dem Stil, den man anbietet. Wenn zu schwammige Aussagen kommen: Vorsicht! Wer zu stark verallgemeinert oder nichts über seinen Stil erzählen kann, hat entweder keine Ahnung oder ist nur auf dein Geld aus. Hat der Lehrer hierzu keine Ahnung, verdient er auch seinen Titel nicht.

Hmmmm.......

Selbst wenn er dir den stil nennt ist er dann bsser?????
Und wenn es sich um keinen stil mit namen handelt, was dann?
Oder wenn es zum beispiel aikido ist,
der lehrer aber aufgrund seiner vorgeschichte auch elemente ausdem daito ryu einbaut.... Was ist das denn dann für ein stiel?
Ich kenne für meinen stiel keine bezeichnung, sorry.... deshalb bin ich ein luschi und habe keine Ahnung... gute einstellung.
Ich finde wir sollten alle den Stiel kram vergessen und dem eigentlichen zuwenden, Budo.

Wenn einem dann der "stiel nicht gefallen sollte kann er oder sie immer noch wechseln.

Dem rest der aussagen in dem Beitrag kann ich aber nur zustimmen.
Also noch nen schönen tag! Gruß Marc

#7 Bokuto

    Dirk Tannert

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Geschrieben 09 Juli 2004 - 11:03 Uhr

Hallo Marc.

Ein Stiel ist das lange Ende eines Besens. Worüber wir reden ist der Stil. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Ein Aikidoka sollte schon noch ein wenig über O-Sensei Ueshiba wissen, oder? Da kann ich als Kempoka ja sogar mitreden. Und wenn Einflüsse aus dem Daito-Ryu dabei sind, kann man auch darüber etwas sagen. Zum Beispiel, wo die Daito-Ryu-Einflüsse herkommen und was Daito-Ryu überhaupt ist. Selbst wenn ein Stil keinen Namen oder einen Fanasie-Namen hat, so muss er doch eine Herkunft haben. Wenn dieses Wissen nicht vorhanden ist, dann stelle ich hiermit die Behauptung auf, dass derjenige KEIN BUDOKA ist. Er mag ein guter Kämpfer sein. Vielleicht hat er auch einen guten Stil und er ist ein guter Lehrer. Aber Budo ist so vielschichtig, dass auch das Wissen über die Geschichte und Kultur ein Teil davon ist. Sonst ist es nur ein "kultivierter Kampf".

Gruß
Dirk

#8 Estrilda

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Geschrieben 11 August 2004 - 19:36 Uhr

Ich nehm mal Bezug auf:
QUOTE
PS: Ergänzungen sind hier erwünscht!




QUOTE
Wer unterrichtet?
Es ist absolut in Ordnung, wenn Anfänger von fortgeschrittenen guten Schülern in Techniken oder Basisübungen eingewiesen werden. Oder wenn Co-Trainer eingesetzt werden. Aber wer unterrichtet die Fortgeschrittenen und bringt die weiter? Gibt es Steigerungspotential oder endet das Wissen der Schule bei den Anfängertechniken? Das sollte man so gut wie möglich versuchen zu klären, aber hier ist der Anfänger und Laie natürlich meistens überfordert.


Und: Der Meister sollte sich selbst immer noch als Schüler sehen und dieses auch zeigen, indem er selbst Seminare besucht und hin und wieder bei Großmeistern (auch im Ausland) trainiert.


QUOTE
Gezielte Fragen.
Frag nach dem Stil, den man anbietet. Wenn zu schwammige Aussagen kommen: Vorsicht! Wer zu stark verallgemeinert oder nichts über seinen Stil erzählen kann, hat entweder keine Ahnung oder ist nur auf dein Geld aus. Hat der Lehrer hierzu keine Ahnung, verdient er auch seinen Titel nicht.


Stimme ich bedingt zu, es gibt aber auch vereinsunabhängige Dojos, die sich nicht verbissen auf einen bestimmten Stil voll und ganz eingeschossen haben, ohne aber daraus nun gleich eine "neue" KK zu kreiieren. Allerdings sollten dort einem schon die Unterschiede erklärt und gezeigt werden können (von wegen "da gibt es das und das was man machen kann, wir machen es aus dem und dem Grund aber so und so") - sprich der Meister sollte die einzelnen Stile kennen und vermitteln können, aber ebenso auch begründen können, warum er das ein oder andere für praktikabler hält, ohne dabei gleich auszudrücken daß dieses nun um ein vielfaches besser ist...



Was sich noch vermisse: wieviel Theorie wird vermittelt? Erfahre ich z.B. den Grund warum ich im Kiba-Dachi stehen muß? Oder welche Vor- und Nachteile ein Eichenbo ggü. eines Rattanbo's hat? Oder wird mir nur vermittelt "das war schon immer so, deshalb muß das jetzt auch so..."?


Oder auch: wie ist die Aufteilung im Training selber bzw. bei den Trainingspartnern? Es macht es für Neulinge z.B. recht schwer in die Gruppe zu reinzukommen wenn nur "Kumpels" Partnerübungen untereinandermachen und nicht vom Trainer regelmäßig gemischt werden, zumal es das Training auch wesentlich starrer macht.

Bearbeitet von Estrilda, 11 August 2004 - 19:37 Uhr.


#9 Gastdreiundzweiunddreissig_*

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Geschrieben 02 November 2005 - 17:31 Uhr

Sodale, heiho.

Erster Post hier, und zwar hab ich eine allgemeine Frage, diese Hilfestellung hier betreffend ...

und zwar geht es mir um den Aspekt von "realistischem" Training, bzw "Aliveness", falls euch das was sagt. Und zwar, wie viel Realismus soll nun da sein? Wenn man zb Judo machen will, wird man ja wohl nicht darum herumkommen, so oft wie möglich randori zu machen - denn selbst wenn man mit einem (kooperierenden!) Übungspartner seinen Wurf noch so toll machen kann, gegen jemanden, der versucht, sich zu wehren, ist das nochmal eine ganz andere Sache. Wie verhält sich das bei den "schlagenden" Sportarten?

mfg
3&32

#10 Crane

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Geschrieben 03 November 2005 - 07:26 Uhr

das kommt leider auch viel auf den Lehrer an sich an.

Also ich kann mal wieder nur für mich sprechen: Unser Trainer hat gemeint Kickboxen is gut als Ringsport aber nur bescheiden für Streetfights geeignet, eben weil Bodenkampf nicht abgedeckt wird. Und auch kein Waffe gegen Waffe kampf und keine/kaum Theorie über eine "How to....Verhaltensweise - die es meiner Meinung nach eh nicht gibt"

Das ist schon mehr als viele Trainer in ihrem Training zugeben würden.

Du musst Dir halt im klaren sein das viele der schlagenden Sportarten nunmal auch für den Ring und nicht für die Straße gemacht wurden.

Zudem immer aufpassen bei Sätzen wie:" In 3 Monaten unbesiegbar - oder hier lernst Du alles was Du können musst"

#11 Gastdreiundzweiunddreissig_*

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Geschrieben 03 November 2005 - 15:15 Uhr

Aber soll denn nun unbedingt Sparring dabei sein, und wenn ja in welchem Maße/mit welchem Level des Kontakts?
Denn ich kann mir recht gut vorstellen, dass "Semi-Kontakt Punktesparring"(oder wie auch immer man das Zeug nennt, bei dem man nicht- oder nur sehr leicht trifft und nach einem Treffer aufhört) oder wirkliches "Leichtkontakt" Sparring in gewisser Hinsicht einem Hart- bis Vollkontaktsparring unterliegen, allerdings möchte man ja auch nicht _immer_ auf die Fresse(oder?)

mfg
3&32

#12 Stephan-HKD

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Geschrieben 19 Februar 2006 - 22:08 Uhr

Ich möchte noch darauf hinweisen das es Schulen gibt die Einsteigerkurse etc. haben. Dabei wird (sollte?) stark auf neue Schüler eingegangen werden. Kommt bei uns recht gut an.

Meiner Beobachtung nach ist es für viele auch leichter sich zur ersten Trainingseinheit zu "trauen" wenn man nicht alleine hin muss. Also ruhig mal Freunde fragen ob sie nicht lust dazu hätten...
Kleiner Nebeneffekt: Man hört vieleicht nicht gleich aus Faulheit wieder auf (Die anderen kommen ja auch). Gruppendruck kann ja auch mal gut sein!
Stephan

#13 Muc

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Geschrieben 21 Februar 2006 - 21:01 Uhr

@Budoko
sehr guter Beitrag: Der Punkt mit der richtigen Chemie empfinde ich aber vom Stellenwert deutlich wichtiger.

Wie setzt sich die Gruppe zusammen, z.B. Altersmäßig? Bin ich bereit als 14 Jähriger mit einem 60 jährigen zu trainieren?
Wie geht die Gruppe untereinander um, nicht nur beim Training sondern auch danach/davor?
Welche Trainingsintensität ist üblich in der Gruppe (7x 24 h die Woche oder 1x 5 Minuten) und stimmt das mit meinen Erwartungen überein. Nicht das ein negativer Gruppendruck entsteht.

@ Stephan-HKD
Einsteiger oder Anfängerkurse erleichtern den Einstieg. (Kommt bei uns auch gut an) Aus meiner Sicht sollte ein Anfänger sich folgende Fragen stellen:
1. Sind die Kosten pro Stunden im Rahmen? (unterschiedlich von Verein oder Schule)
2. Ist es eine separate Trainingseinheit?
3. Wie groß ist max. der Anfängerkurs?
4. Gibt es ein Konzept hinter dem Kurs oder ist es x mal normales Training (kann man nur Nachfragen)
5. Wechseln die Trainer im Kurs ständig oder hat man einen durchgehenden Ansprechpartner
6. Klare Aussage, wie es nach dem Kurs weitergehen soll, z.B. Übertritt in den Verein oder Aufbaukurs II - CVXX

Gruß
Muc


#14 Gastpolarbear_*

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Geschrieben 22 September 2006 - 22:39 Uhr

ups, da ich gerade nach vier jahren mit meiner kk-schule hadere bin ich in den thread gehopst...und finde doch etwas was mich hellwachmacht:
*schlaghemmung* und *opfersignale*.
das führt bei mir dazu, dass ich
a) zum ersten mal worte finde für das was mich offenbar seit vier jahren training hindert und stagnieren läßt
b) ich leider feststellen muss, dass das in meiner sportschule keiner kennt und ich jetzt weiss warum ich dauernd an den leuten vorbeirede wenn ich meine schwierigkeiten zu beschreiben versuche
c) führt es mich zu dem gedanken, dass es womöglich doch eine vorgehensweise geben kann, die mich ein stück weiter bringt...
...bloss wie finde ich sie?



#15 Nanuq

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Geschrieben 06 Juni 2007 - 02:25 Uhr

Eins müsste ich noch ergänzen. Eine Erfahrung, die ich als Kind gemacht habe, als ich mich schon mal für Kung Fu interessiert habe. Da war dann ein Termin verabredet zur Probe. Ich bin mit einem Freund hingegangen. War aber kein üblicher Trainingsraum, nein, da haben wir, der "Meister" und ein paar andere sich halbwegs privat zusammengesetzt und dann wurde über chinesische Philosophie geredet, auf gemütlichen Couches. Da blieb es auch bei dem einen Tag...

Dies kam mir damals schon so suspekt vor, eher nach Scharlatanerei, dass ich dies nach 20 Jahren oder so immer noch im Kopf habe. Und das, obwohl ich ja ein Interesse an chinesischer Philosophie habe. Trotzdem würde ich vor sowas warnen. Ein Kung Fu-Probetraining sollte sicherlich keine Lesung aus Werken des Konfuzius sein, denke ich mir.

Hat wenigstens meinem Interesse an China und dem Kung Fu nicht geschadet.

Bearbeitet von Nanuq, 06 Juni 2007 - 02:26 Uhr.


#16 0rodeon0

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Geschrieben 19 Juli 2007 - 08:10 Uhr

Finde die Auflistung nicht schlecht, aber es ist "nur" eine unter vielen und unterscheidet sich z. T. in einigen PUnkten von Anderen. Methodisch finde ich immer noch folgende Liste am besten: Hilfe bei der Suche...

Warum? Weil sie in zeitlichen Phasen eingeteilt ist und z. B. auch die eigene Recherche enthält, bevor man in irgendeiner Schule anklingelt. Habe oft genug erlebt, dass du den Leuten erzählen kannst, was du willst: die schlucken alles, weil sie sich nicht richtig auskennen und es auch nicht eingesehen haben, sich bisher vernünftig zu informieren. Ich finde diese Recherche wichtig, da nicht jeder Stil zu einem passt und bevor ich mir eine passende Schule aussuche, sollte ich wissen, was genau ich machen möchte. Anders gesagt: so ein Angebot soll keine Überraschungspackung sein, von dem man noch nie gehört hat.

Auf der Seite dort oben gibt es anscheinend auch einen Grund für die Meinung, dass sich jeder Interessent vorher gut informieren sollte; dort heißt es anderswo:
ZITAT
In keiner anderen Sportart halten sich Gerüchte so hartnäckig, wird so dreist gelogen und werden so phantasievoll Märchen erzählt, wie in der Kampfkunst. Leider ist für den Laien nur sehr schwer der Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge zu erkennen. Ein exotisches Aussehen und/oder das Tragen eines Anzuges mit einem schwarzen Gürtel beseitigen den Rest von Zweifeln.

Ich finde, schon allein die Prahlerei mit Gürteln, Erfolgen, Glanzleistungen usw., welche auf vielen Webseiten total in den Vordergrund gestellt werden, geben schon ein unseriöses Bild - aber das ist nur meine Meinung.

Aus diesem Grund finde ich so Hilfestellungen wie auch die von Bokuto super... danke dafür!
Der eigene Horizont ist immer nur so groß, wie das Fenster, das man ihm öffnet

#17 Gai Jin

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Geschrieben 19 Juli 2007 - 09:38 Uhr

Servus,

ich gebe meinen Vorgängern rechts, dass dies ein sehr guter Beitrag ist und möchte noch etwas zum Thema beisteuern. Es gibt Trainierende die Suchen bzw. Brauchen als Anfänger im Training eine ständige Herausforderung, um sich beweeisen zu können. Die größte Herausforderung, die man einem Anfänger geben kann, ist meiner Meinung nach diese: "Ich zeige Dir, was ich kann und was ich weiß um Dich weiter zu bringen. Beweise mir im Gegenzug, dass Du dich Weiterentwickelst, Dinge hinterfragst und dem Lernen des Geistes und des Körpers nicht müde wirst."

Meiner Meinung nach kriegt der Trainer nicht nur seine Bemühungen durch die Mitgliederbeiträge bezahlt, sondern eben auch durch die Präsens der Trainierenden, der Schüler, die leider wie ich feststellen musste auch von Dojo zu Dojo sehr unterschiedlich sein können. Ich war mal in einer Schule, da hat es vor Narzisten nur so gewimmelt. Ich hoffe, dass dies selten ist und wünsche solche Schule keinem interessierten Anfäger.

Ich will Ecuh damit sagen, dass sich nicht nur die Schüler den Meister, sondern auch die Meister Ihre Schüler aussuchen. Den letzten Endes baut sich eine Kanpfsportschule immer über Mund zu Mund Propaganda auf.

#18 0rodeon0

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Geschrieben 19 Juli 2007 - 19:23 Uhr

ZITAT(Gai Jin @ Thursday, 19. July 2007 10:38 ) <{POST_SNAPBACK}>
Servus,

ich gebe meinen Vorgängern rechts, dass dies ein sehr guter Beitrag ist und möchte noch etwas zum Thema beisteuern. Es gibt Trainierende die Suchen bzw. Brauchen als Anfänger im Training eine ständige Herausforderung, um sich beweeisen zu können. Die größte Herausforderung, die man einem Anfänger geben kann, ist meiner Meinung nach diese: "Ich zeige Dir, was ich kann und was ich weiß um Dich weiter zu bringen. Beweise mir im Gegenzug, dass Du dich Weiterentwickelst, Dinge hinterfragst und dem Lernen des Geistes und des Körpers nicht müde wirst."

Meiner Meinung nach kriegt der Trainer nicht nur seine Bemühungen durch die Mitgliederbeiträge bezahlt, sondern eben auch durch die Präsens der Trainierenden, der Schüler, die leider wie ich feststellen musste auch von Dojo zu Dojo sehr unterschiedlich sein können. Ich war mal in einer Schule, da hat es vor Narzisten nur so gewimmelt. Ich hoffe, dass dies selten ist und wünsche solche Schule keinem interessierten Anfäger.

Ich will Ecuh damit sagen, dass sich nicht nur die Schüler den Meister, sondern auch die Meister Ihre Schüler aussuchen. Den letzten Endes baut sich eine Kanpfsportschule immer über Mund zu Mund Propaganda auf.


Bin ich nicht ganz einverstanden mit...es gibt genügend Gegenbeispiele, in denen ein Trainer mit "großem Mundwerk" und "kleinem Können" aber "viel Geld" eine "große Welle" ausgelöst hat, indem er anderen Trainern mit "großer Zurückhaltung" und "großem Können" aber "weniger Geld" einfach "viele Kunden" kurzerhand mit seinem "großen Mundwerk" abgeschwatzt hat.

Bearbeitet von 0rodeon0, 19 Juli 2007 - 19:24 Uhr.

Der eigene Horizont ist immer nur so groß, wie das Fenster, das man ihm öffnet

#19 Hazelrah

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Geschrieben 06 August 2007 - 20:13 Uhr

Hi,

auf alle Fälle sollte man sich die neue Schule gut ansehen, wo man später mit einsteigt. Man macht Probetraining mit, spricht mit dem Lehrer und schaut sich die Schüler an und nimmt Kontakt auf.

Da hört man am meisten raus.

Auch einfach mal zuhören, was die Schüler unter sich oder auch die Lehrer unter sich im Dojo so plaudern.

Dann sollte man schauen, ob die Schule einen guten Namen hat und seriös ist.

Ist das ein Hinterhausdojo mit entsprechendem Klientel, dann sollte man die Schule meiden.

Weiterhin kann man auch über den Trainer einiges in Erfahrung bringen. Hierfür kann ich doch das Netz benutzen.

Hat man einen Verbandsname, worüber die KK läuft, kann ich da auch mal schauen und mich informieren.
Kann die Lehrgänge mal besuchen und mit dem Haupttrainer sprechen.

Wichtig für mich selbst ist, daß die Lehrer sich auch mal Zeit nehmen, um mit einem zu sprechen. Wenn man mitmacht und danach nicht mehr beachtet wird, dann ist das mehr als arm und für mich fragwürdig dort noch einmal hinzugehen.

Werde ich aber nett empfangen und man bringt Interesse entgegen, ist das doch schon ein anderes Feeling und man kommt gerne wieder.

Schließlich ist ja auch der Hauptpunkt, daß ich die richtige KK gefunden habe.

Diese Angaben kann man aber auf alle Gruppierungen anwenden und für sich abchecken.



Hazel

#20 Sebastian Nippold

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Geschrieben 19 November 2010 - 10:00 Uhr

Bei den manigfaltigen Hinweisen zum Suchen und Finden einer geeigneten Schule, fehlt mir nur ein Punkt, den ich besonders bei den Inneren Kampfkünsten (Taiji, Xing Yi, Bagua u.a.) besonders wichtig finde:
Meiner Meinung nach sollte sich eine Lehrer für Innrere Kampfkünste von einem interresierten Berühren lassen!
Ich habe eineinge Vorführungen gesehen, bei denen der Lehrer seine Meisterschüler schiebt, wirft oder hebelt, teilweise auf beeindruckende Weise.
Als ich jedoch selber bei Endo Sensei (8. Dan Aikido) das Handgelenk fassen wollte, wurde ich auf beeindruckende Weise von seiner Qualität überzeugt.
Die Demonstartion war von Aussen mit sicherheit nicht so imposant, denn ich war nur ein junger Anfänger ohne besondere Fähigkeiten.
Doch auch ohne Fachkompetenz konnte ich unverwchselbar wahrnehmen, mit welcherleichtigkeit meine Bemühungen kontroliert worden.
Genau wie mein Lehrer Zhu Wenjun, der seine Innere Kraft dadurch demonstriert, dass er jemanden Fremden mit sanfter leichtigkeit Hebelt und nicht einen stark aussehenden SChühler von sich.
Dabei geht es gar nicht darum das der Lehrer es schafft - das sollte vorraussetzung sein - sonderen das das Gefühl, welches Vermittelt wird beiindruckt und das Interesse weckt, diese Faähigkeiten selber zu kultivieren.

Traut euch, fasst euch an!
Viel Spass beim Spüren der Unterschiede.