ZITAT
Bei uns ist es so, daß Kyu Prüfungen von Inhabern einer Prüfunsglizens abgenommen werden könnnen. (Prüfung zum 1. Kyu durch mind. nidan, 2 Lehrgänge bei Shihan / Jahr, mind. drei Jahre Unterricht - Lizens muß jedes Jahr neu erworben werden.)
Die Dan-Prüfungen werden dann vor einem nationalen Kommittee abgellegt. Gehört der eigene Lehrer zu den Prüfungsberechtigten, wird er in der Regel auch mit in der Kommission sitzen.
Das Verfahren ist auf der einen Seite gut praktizierbar, da Prüfungen zunächst ohn Aufwand (Kosten) abgenommen werden können.
Es ist gut standardisierbar, da die Prüfer überbprüft werden und es niemand nutzt, jemand durchrutschen zu lassen und dann in der Dan Prüfung zu hören bekommen wie das denn sein könne ...
da ich in demselben verband bin wie pilgrim, kenne ich das "prüfritual" wie oben beschrieben.
eine trainer hat von sich aus schon einen bestimmten anspruch an seine schüler.
die spielen bei prüfungen im eigenen dojo eine ebenso grosse rolle, wie wenn die prüfung bei den kyu-graden ausserhalb des dojos stattfinden würden.
dadurch wird qualität und neutralität erzielt.
sollte das nicht so sein, sollte man sich einen anderen trainer suchen - das was einem beigebracht wird sollte im mittelpunkt stehen
und nicht irgendwelche pseudo-aufmerksamkeiten, die einem für die weiterentwicklung in der kk nichts bringen.
der prüfende trainer ist sich bewusst, dass seine zöglinge spätestens beim 1. dan vor "fremden" trainern standhalten müssen.
er wird den teufel tun und leute "hochpuschen", die nicht die entsprechenden fähigkeiten haben, sich den dan-anforderungen gemäss, vor dem komitee zu präsentieren.
eine weitere einschätzung der schüler gibt es auch von auswärtigen lehrenden bei lehrgängen. meistens kommen diesselben lehrer regelmässig ins eigene dojo und/oder die schüler fahren zu lehrgängen von denen.
ich weiss, dass es da ab und zu schon ein feedback (positiv oder negativ) über die leistungen der schüler des dojoleiters gibt.
gruss
blauvogel
edit: der vorteil ist, dass kyu-prüfungen bei uns nichts kosten und nur maximal zwei schüler (abwechselnd uke und nage) auf einmal geprüft werden. ich finde das eine wesentlich persönlichere atmosphäre , als irgendeine prüfung in massenabfertigung (bei so einer ich, als gast bei einem anderen verband, leicht schockiert, auch schon zugesehen habe.)
es ist für einen selbst fast schon bedauerlich, wenn man keine kyu-prüfungen mehr machen kann

(natürlich wir es aber irgendwann auch zeit, "nach draussen" zu gehen

)
ZITAT
Allerdings sollte man den psychologischen Effekt nicht ausser acht lassen, der entsteht wenn die Prüfung mal nicht in gewohnter Umgebung stattfindet. Zu lernen mit so einer Situation umzugehen ist nicht leicht.
jepp !!
ich halte die dan-prüfung dafür für einen passenden zeitpunkt

edit: noch was: wie oben angesprochen, werden wir allgemein angehalten, auf lehrgänge zu gehen. bei konstant schlechter leistung aller schüler, die auswärts auftauchen, würde der ruf des trainers erheblich leiden.
Bearbeitet von blauvogel, 06 Dezember 2007 - 12:47 Uhr.