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Prüfungen beim Trainer


132 Antworten in diesem Thema

Umfrage: Soll der Trainer auch Prüfer sein (142 Mitglieder haben bereits abgestimmt)

Ist es sinnvoll wenn der Trainer auch Prüfer ist

  1. nein (30 Stimmen [19.87%])

    Prozentsatz der Stimmen: 19.87%

  2. ja (97 Stimmen [64.24%])

    Prozentsatz der Stimmen: 64.24%

  3. ja ab Graduierung 5 Dan und deutschlandweiter Lehrtätigkeit (2 Stimmen [1.32%])

    Prozentsatz der Stimmen: 1.32%

  4. ja bei einem traditionellem Meister/Schülerverhältniss Altersunterschied 15-20 Jahre (22 Stimmen [14.57%])

    Prozentsatz der Stimmen: 14.57%

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#121 Rio

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Geschrieben 08 Dezember 2011 - 16:15 Uhr

Beitrag anzeigenDrax sagte am 08 Dezember 2011 - 09:30 Uhr:

Warum sich Dir der Sinn von Prüfungen nicht erschließt, ist mir irgendwie nicht so richtig klar.
Was machst Du nochmal???

Ja nun, ich treibe halt einfach Sport, trainiere in einem Boxverein -_-

LG Rio
Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. (Descartes)

übrigens: ich bearbeite meine Beiträge grundsätzlich solange das möglich ist ...

#122 Taysoku

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Geschrieben 08 Dezember 2011 - 17:09 Uhr

Beitrag anzeigenRio sagte am 08 Dezember 2011 - 16:15 Uhr:

Beitrag anzeigenDrax sagte am 08 Dezember 2011 - 09:30 Uhr:

Warum sich Dir der Sinn von Prüfungen nicht erschließt, ist mir irgendwie nicht so richtig klar.
Was machst Du nochmal???

Ja nun, ich treibe halt einfach Sport, trainiere in einem Boxverein -_-

LG Rio

Im schlechtesten Fall liegt das daran, dass man die paar Boxtechniken schlecht auf mehr als eine Prüfung verteilen kann. :todlach: :todlach: :todlach: (Nicht ernst gemeint.)
Im günstigsten Fall sehe ich das so, dass man im Boxen weitestgehend auf Schnickschnack verzichtet und sich auf das Wesentliche beschränkt (intrinsische Motivation r00ls).
Meine Lehrgangsempfehlungen:
Seminar mit Hidetoshi Nakahashi und Carlos Molina
am 19. und 20.5.2012 in Berlin
Infos unter http://www.shingitai...mid=122&lang=de

#123 soto-deshi

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Geschrieben 08 Dezember 2011 - 21:47 Uhr

Hallo liebe Rio,

ich kann Deine Probleme mit den Prüfungen und dem Gürtelrangsystem in den Kampfsportarten schon verstehen - aber auch die Kampfsportler für die gehört es einfach dazu.

Der Begründer des Kodokan Judo, O Sensei Jigoro Kano, hat seinen Stil im Mai 1882 gegründet und dabei auch das Gürtelrangsystem eingeführt, das dann vom Karate in Japan und auch auf Okinawa, dem koreanischen Karate `= Taekwondo , dem Aikido usw. übernommen wurde. Auch von anderen Kampfsportarten, wie in meinem alten Verein, dort wurde Taekwondo auf Kickboxen umgestellt - zuerst ohne Gürtelrangsystem - dann erkannte auch die WAKO - Gürtelprüfungen, Lehrgänge, usw. - bringt Geld in die Kasse.

Deine Einstellung, ist ähnlich der von Gunnar Ebmeyer, der einen Artikel über die WKA Kickbox-Weltmeisterin Dr. Christine Theiss geschrieben und mit schönen Fotos versehen hat. Nachzulesen in der fit for fun, Dezember 2011, Dort wird über die Kicbox-Weltmeisterschaft am 16. Dezember 2011 berichtet, daß SAT 1 die Veranstaltung überträgt, von Frau Theiss die mit 7 Jahren mit dem Kickboxen begann, dem Verband WKA angehört, usw.
bei einem Kampfsportler als Autor wäre schon längst die Frage gestellt worden, welchen " schwarzen Gürtel " ( 2. oder höheren Dan ) haben sie?

Bei vielen Kampfsportler oder Kampfkunstanhängern wird einfach dem " Gürtelgrad " eine hohe Beachtung geschenkt. Ist natürlich beim Boxen oder Ringen nicht erforderlich und trotzdem klappt die Ausbildung der Sportler.
Aber wir Kampfsportler haben da - halt eine andere Einstellung - der " schwarze Gürtel" ist doch ein Ziel.

Wenn Du daher in einem Themenbereich schreibst, der sich mit den ostasiatischen Kampfsportarten beschäftigst, wäre vielleicht ein Blick in das Buch: Kempo - die Kunst des Kampfes, ostasiatische Kampfsportarten - nützlich aber nur wenn Du selbst einen Einblick gewinnen willst.

Noch eine schönen Abend und viel Spaß beim Box-Training. soto-deshi
:20:

Bearbeitet von soto-deshi, 08 Dezember 2011 - 21:50 Uhr.


#124 soto-deshi

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Geschrieben 10 Dezember 2011 - 19:53 Uhr

Hallo,

noch ein kleiner Nachtrag, die Frage Prüfung beim Trainer - ja oder nein ?

Ich denke beim Chakuriki-Stil von Tom Harnick stellt sich diese Frage nicht, dort prüft nur einer - der Gründer dieses Stil.
Wobei mir - nachdem ich etwas im Internet nachgelsen habe - aufgefallen ist, ein Top Fighter wie Peter Aerts, gibt viele Angaben zu seiner Person, wobei er besondes seine Trainer aufzählt. Aber ich habe vergebens nach nach einem Gürtelgrad oder einer sonstigen Graduierung gesucht - dazu macht er keine Angaben.
Ein anderer Grand Prix Champion des K 1 und Karate World Champion ( 2 mal ), Semmy Schilt, gibt an, 6. Dan Ashihara International Karate,

Ist es bei Semmy Schilt einfach der Karate- Hintergrund?

soto-deshi

#125 juveee

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Geschrieben 15 Dezember 2011 - 13:59 Uhr

Als Prüfling kann ich hierz nur sagen: Mit externen Prüfern anwesend hat die Prüfung einen ganz anderen Stellenwert. Die Anspannung steigt und man realisiert den Ernst der Veranstaltung. Ist meiner Meinung nach eine gute Vorbereitung für Prüfungen zu höheren Graden oder Dans...
----------------------------------
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#126 Rio

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Geschrieben 19 Dezember 2011 - 15:44 Uhr

Beitrag anzeigensoto-deshi sagte am 08 Dezember 2011 - 21:47 Uhr:

Der Begründer des Kodokan Judo, O Sensei Jigoro Kano, hat seinen Stil im Mai 1882 gegründet und dabei auch das Gürtelrangsystem eingeführt, das dann vom Karate in Japan und auch auf Okinawa, dem koreanischen Karate `= Taekwondo , dem Aikido usw. übernommen wurde. Auch von anderen Kampfsportarten, wie in meinem alten Verein, dort wurde Taekwondo auf Kickboxen umgestellt - zuerst ohne Gürtelrangsystem - dann erkannte auch die WAKO - Gürtelprüfungen, Lehrgänge, usw. - bringt Geld in die Kasse.

... also, ich fasse einmal zusammen:
Die "Tradition" ist mal gar nicht so schrecklich alt und bringt Geld in die Kasse des Vereins und manchmal auch in die des Systemgründers (z.B. durch Franchise, Bücher, Filme, ...)

Beitrag anzeigensoto-deshi sagte am 08 Dezember 2011 - 21:47 Uhr:

Bei vielen Kampfsportlern oder Kampfkunstanhängern wird einfach dem " Gürtelgrad " eine hohe Beachtung geschenkt. Ist natürlich beim Boxen oder Ringen nicht erforderlich und trotzdem klappt die Ausbildung der Sportler.
Aber wir Kampfsportler haben da - halt eine andere Einstellung - der " schwarze Gürtel" ist doch ein Ziel.

... also das mit dem Ziel ist es ja gerade, was ich nicht verstehe, das Ziel sollte doch nicht irgendein Gürtel sein,
sondern in Wettkämpfen bestehen zu können,
denn was wäre ein Kampfsportler ohne Kampf?
Übrigens: Boxer und Ringer sind durchaus Kampfsportler ...

Beitrag anzeigensoto-deshi sagte am 08 Dezember 2011 - 21:47 Uhr:

Wenn Du daher in einem Themenbereich schreibst, der sich mit den ostasiatischen Kampfsportarten beschäftigt ...

Also, ich geb' ja zu, dass mir der echte ostasiatische Hintergrund fehlt ...
Aber in der "Eingangshalle" dieses Forums geht's doch wohl nicht nur um "ostasiatische" Kampfsportarten,
auch in Europa sind sowohl Kampfkünste als auch Kampfsportarten beheimatet ...
... hab' halt mal nachgefragt, weil ich diesen Prüfungs-Hype nicht so einfach nachvollziehen kann ...

edit:
vielleicht mag es ja dennoch gute Gründe dafür geben, aber mir verschließen sie sich eben im Moment noch ...
außerdem:
bevor man sich selber nicht darüber im klaren ist, wozu die Prüfung gut sein soll,
kann man die Ausgangsfrage wohl kaum entscheiden ...

Bearbeitet von Rio, 19 Dezember 2011 - 15:58 Uhr.

Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. (Descartes)

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#127 Taysoku

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Geschrieben 20 Dezember 2011 - 14:35 Uhr

Beitrag anzeigenRio sagte am 19 Dezember 2011 - 15:44 Uhr:

...
denn was wäre ein Kampfsportler ohne Kampf?

Ein Kampfkünstler (Iai-Do, Kyudo z.B.)?

Aber ich stimme dir voll und ganz zu: Die Graduierung darf nicht das Ziel sein!
In meiner idealisierten Vorstellung sollten Gürtel wie die Orte sein, an denen ich auf einer langen Autofahrt vorbeifahre. Wenn ich eine solche Etappe erreicht habe, stellt sich das gute Gefühl ein, dass der verbleibende Weg jetzt etwas kürzer ist. Der Ort, an dem ich gerade vorbeigefahren bin, war für meine Reise nebensächlich und interessiert mich nun nicht mehr - jetzt richtet sich der Blick auf den nächsten Ort. Dabei verliere ich aber nicht das Ziel aus den Augen.
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#128 Breitmaulfrosch

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Geschrieben 17 Januar 2012 - 22:44 Uhr

Meine erste Prüfung habe ich mit 6 Jahren abgelegt :D Wenn ich mir nur vorstelle, wie ich in ein fremden Ort hingehen hätte müssen...
Habe dementsprechend alle meine Prüfungen, bis und mit 3, Kyu, bei meinem Trainer gemacht. Im übriegen liess er mich auch einmal durchfallen, als er überzeugt war dass ich noch nicht soweit war.
Umgekehrt habe ich jeden halben Gurt im Karate gemacht, weil ich nunmal zu jung war. Und er verhindern wollte das ich nur den Gurten nachrenne ;)

Ich denke vor allem als Kinder- und Jugendtrainer ist es wichtig die Prüfungen bis zum 3. Kyu beim eigenen Trainer zu machen. Es ist bereits ein Vertrauen dar und als Jugendlicher nach Ort XY zu fahren kann auch viel kosten. Noch dazu hilft es wenn der Trainier dich auch schon einschätzen kann und dir zur Seite steht. Nicht während der Prüfung aber in der Vorbereitungszeit. Ich bin eher ein misstrauischer Mensch, für mich wäre dies vor allem an Anfang ein wichtiger Punkt. Ich wüsste dass er neutral sein würde und nicht voreingenommen von meinem äusseren oder sonstigen zwischen-menschlichen-aspekten.

In unserem Dojo war es so, dass man ab dem 2. Kyu ihn auswärts machen mussten, und den erst ab 14 Jahren machen durften. Fand ich auch ok so, man kannte das prozedere schliesslich schon und bei uns gingen wir als ganze Gruppe.
Ich finde dies übrigens auch nur gut, wenn der Trainer auch einen gewissen Dan-Grad hat. Mein Trainer hatte den 5 Dan und vieles sprach für ihn und seine Fähigkeiten. Er selbst ist auch ein Prüfer in anderen Dojos.

#129 Den

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Geschrieben 18 Januar 2012 - 00:23 Uhr

Naja, auch beim Boxen gibt es Prüfungen... für die Trainer.
Augen auf!

#130 Rio

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Geschrieben 19 Januar 2012 - 16:00 Uhr

Beitrag anzeigenDen sagte am 18 Januar 2012 - 00:23 Uhr:

Naja, auch beim Boxen gibt es Prüfungen... für die Trainer.
Also ich geb ja bereitwillig zu, dass so jemand wie ich eine echte Prüfung für meinen Trainer ist,
und ich bin froh, dass der damit so gut umgehen kann :)

Aber mal abgesehen davon, bleibt natürlich immer die Frage:
Was ist Gegenstand der Prüfung, und welche Relevanz hat dieser Gegenstand?

Man könnte natürlich auch fragen:
Welche Relevanz hat die Prüfung als solche?

Bearbeitet von Rio, 19 Januar 2012 - 16:13 Uhr.

Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. (Descartes)

übrigens: ich bearbeite meine Beiträge grundsätzlich solange das möglich ist ...

#131 Breitmaulfrosch

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Geschrieben 19 Januar 2012 - 21:29 Uhr

Beitrag anzeigenRio sagte am 19 Januar 2012 - 16:00 Uhr:

Beitrag anzeigenDen sagte am 18 Januar 2012 - 00:23 Uhr:

Naja, auch beim Boxen gibt es Prüfungen... für die Trainer.
Also ich geb ja bereitwillig zu, dass so jemand wie ich eine echte Prüfung für meinen Trainer ist,
und ich bin froh, dass der damit so gut umgehen kann :)

Aber mal abgesehen davon, bleibt natürlich immer die Frage:
Was ist Gegenstand der Prüfung, und welche Relevanz hat dieser Gegenstand?

Man könnte natürlich auch fragen:
Welche Relevanz hat die Prüfung als solche?

Inwiefern bist du denn eine Prüfung für den Trainer? :)

Deine Frage erinntert mich spontan an's Aikido, schliesslich gibt es dort nur schwarze und weisse Gürte.
Ich denke es schadet nicht eine Prüfung zu machen um zu wissen was für ein Stand man überhaupt hat und lernt sich so erst richtig einschätzen. Man sieht sich selbst ja auch immer anders.

#132 Wei-Ki

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Geschrieben 11 April 2012 - 12:14 Uhr

Die Kyu-Grade sind Schülergrade und es sollte ausreichend sein, wenn diese vom direkten Lehrer geprüft werden. Ich glaube auch, das der "Trainer" die Leistung individuell besser beurteilen kann, ob nun trotz einiger Schwächen in der Technik, harte Arbeit die Leistungen des Prüflungs ermöglicht hat, oder ob sich jemand einfach durchschummeln will. Das Lehrer gibt, die Gürtel "verschenken", ist halt so, hundertprozentige Chancengleichheit kann man nie gewährleisten. Spätestens ab dem ersten Dan kann wieder gefiltert werden und dort sind mehrere Prüfer oder die Aufsicht eines Shihans sinnvoll.

Allerdings wird dieses Thema hierzulande auch zu wichtig genommen - wenn ich mir so die ganzen Gürtelsammler anschaue... Wichtiger als alle Prüfungen ist m.E. die Lehrer-Schüler-Beziehung und die findet während des Trainings statt. Die Prüfung ist eine Ausnahmesituation, ein durchaus spannendes, oft stressiges aber auch wichtiges Ereigniss, aber bitte, man wird ja nicht zum Hirnchirurg ausgebildet, also wer da letztlich prüft ist, ist vor allem bei Anfängern Schnuppe. Gute Gründe gibt es für alle Sichtweisen.

Nach der Prüfung kehrt man mit oder ohne neuen Grad ohnehin wieder zum dem Lehrer zurück, den man sich letztendlich immer noch selbst aussuchen kann.

#133 Kigger

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Geschrieben 11 April 2012 - 14:59 Uhr

Ich bin auch der Meinung,dass Prüfungen überbewertet werden.
Man sieht immer wieder z.B. Gelbgurte,bei denen die Beine nur so fliegen und die Technik schön locker und
kontrolliert kommt während ein Grüngurt aus der selben Schule eher steif und verkrampft agiert.
Jeder ist anders veranlagt und körperlich anders gebaut,was einem leichtfällt ist bei nem anderen harte Arbeit.
Wenn der eine nach einem Jahr nen guten sidekick hat ohne den viel trainiert zu haben,musste ein anderer daran
jeden Tag intensiv arbeiten.
Das Ergebnis ist bei beiden ähnlich oder gleich - der Weg dahin war aber sehr unterschiedlich.

Und das ist es,was ja bei den Budo-Sportarten zählt :

der Weg ist das Ziel.

Für mich ist das Ziel nicht ein Gürtel sondern dass ich mit mir zufrieden bin.
Wenn Leute zwecks Zufriedenheitsbestätigung einen Prüfer und nen Gürtel brauchen ist das
doch eher eine Art Fremdbestätigung : jemand sagt mir,dass ich etwas kann ( ..oder auch nicht...) und als Anerkennung und vielleicht auch,um dies anderen zu zeigen,darf ich mir was um den Bauch binden.

Wenn man sich intensiv mit sich selbst beschäftigt,mit offenen Augen,Ohren und selbstkritisch trainiert kommt man schnell drauf,was man kann und was nicht.
Merkt man spätestens beim nächsten Sparring,ob man wirklich so eine gute Deckung hat,man so flink kicken kann wie gedacht oder man so schnell ausweichen kann wie man glaubt.
....da erlebt man oft ein blaues Wunder...

Deshalb brauchen Boxer auch keine Gürtel : man stellt die Jungs in den Ring und dann gehts ab,einer bleibt liegen,der andere steht noch :-)
...Scherz beiseite : da wird viel trainiert und gezeigt aber was geht merkt man dann bei Sparring.Kann ich jemandem,der gut boxt,ein paar verpassen und einigen seiner Schläge ausweichen,bin ich scheinbar nicht mehr ganz so schlecht.

Im Kickboxen gibts ja auch Gürtel,aber ich sehe das da auch eher aus Boxersicht : ist nett,muss aber nicht sein.

Gruss
Ingo