Hallo zusammen!
Diese Ecke des Forums scheint ja leider etwas leer zu laufen, dabei ist insbesondere das Thema "Indische Kampfkunst", für mich zumindest, hoch interessant, wo doch zumindest Kalari der Ruf anhaftet die Mutter der Kampfkünste zu sein

Ich würde gerne mehr erfahren, über die einzelnen Systeme. Dabei interessiert mich vorallem, welche es gibt, was die Eigenheiten und Inhalte sind und wie sie sich entwickelt haben, wodurch sie beeinflusst wurden und was sie beeinflusst haben.
Als Anhänger indischer Gesundheitspraxis (vorallem Yoga), würde ich unheimlich gerne mal tradierte indische Systeme antesten - wo in Deutschland finden sich denn Schulen? Von Kalari weiß ich nur von einer in Hamburg - gibt es vllt sogar was im Rhein-Main-Gebiet?
Lg,
Luggage
Nunja mein bescheidenes Wissen kann ich dir Preisgeben:
Es giebt zwei grosse Hauptschulen in Indien: Also zwei Kalaristile, ich glaube oestlich und westlich, oder wars süd und west?
In Punkto Techniken Unterscheiden sich die Schulen nach meiner laienhaften Ansicht nicht so gross. Der Teufel steckt eher im Detail, in etwas so wie in den diversen Wing Chun Stilen.
Was mir persönlich als praktizierender Yogin sehr gut gefällt, ist das ganze Training. Der ideale Kalarikämpfer ist absolut geschmeidig und leichtfüssig, total flexibel also beweglich. Dies erreicht er wie solls auch anders sein durch diverse Asanas(Yogastellungen) und durch spezielle Massagetechniken welche den Körper lockern und total flexibel machen. Für mich sind Kalarikämpfer sehr nahe am Ideal des perfekten Kämpferkörpers.
Übrigens auch die indischen Schlammringer(Sehr traditionell in Indien) praktizieren regelmässig Yogaübungen als täglichen Trainingsbestanteil. Zum Beispiel der Sonnengruss.
Rein kämpferisch ist das Ganze, wie soll ich sagen halt sehr stilisiert gehalten. Wenn man sich die Clips auf Youtube so anschaut dann habe ich vielmals das Gefühl, das es wohl eher um die Harmonie und Rythmus geht als um den eigentlichen Kampf. Ähnlich dem Schaukampf im Capoeira..
Waffen spielen auch eine sehr grosse Rolle im Kalari. vom Schwert und Schild über Sperre, Stöcke, Sai -ähnliche Dölche, Messer ist praktisch alles vorhanden.
Gruss Pugie
- Seinen Kampfstil gegen einen unkooperativen Gegner in einem freundlichen Sparring mal zu testen ist wohl das Mindeste bevor man grosse Reden über dessen Tauglichkeit schwingt.....
- Klassische KK-Attacken:
Stop and freeze Attack: Aus zwei Meter Entfernung wird ein Faustschlag gestartet und die Technik wird durchgezogen komme was wolle, abrupt wird die Bewegung mit ausgestrecktem Arm gestoppt und der grosse Sifu/Sensei kann eine im Minimum, 10 Fachcombofaustattacke demonstrieren. Zweitangriffe sind nicht möglich weil das Chi des Meisters dies verhindert.
Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.
Die Wichtigste Regel überhaupt in den klassischen KK's: Wenn wir alle gaaaaaaanz fest daran glauben, dann funktioniert es auch......