ZITAT(shrike2 @ 29.05.2009 10:01 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
Wenn Du bei jemanden Messerkampf trainierst, dann frag ihn, wie viele echte Messerkämpfe er persönlich wirklich mitbekommen hat bzw. auf welcher praktischen Erfahrung im Kampf und Grundlage die Techniken beruhen. Nicht von irgendwelchen "Instruktoren"-Titeln beeindrucken lassen, sondern gezielt nachfragen, welche tatsächliche persönliche Erfahrung er gemacht hat bzw. auf welcher statistischen Grundlage und Erfahrung die Techniken in dem System, das er lehrt, beruhen.
Im Messerkampf wird m. E. derart sehr viel Geschäft gemacht von Leuten, die selbst praktisch keinerlei Erfahrung haben aber irgendwelche Instruktoren-Titel haben oder gar eigene Kampfsysteme entwickelt haben. Selbst 5 oder 6 Kämpfe sagen statistisch überhaupt nichts aus und ist keine Grundlage daraus ein "eigenes" System zu bilden, so ab 20 - 30 echten Kämpfen kann man sich erlauben, anzufangen Aussagen zu machen, wie "Messerkampf" ist so und so.
Solche Leute tendieren dazu, zu sagen, wie sinnlos und unrealistisch z. B. der Messerkampf in klassischen Kampfkünsten ist. Verschweigen aber gerne, dass diese Kampfkünste auf der Erfahrung, Verletzungen, Tode von Generationen und tausenden echten Kämpfen beruhen, sie selbst vermutlich wenn überhaupt mal 1 oder 2 mal vor der Spitze eines Messers standen und sich nur "vorstellen" so sollte es sein und darauf ihre Techniken aufbauen und dann versuchen diese unter "Sparrings"-Bedingungen zu üben und als die Realität zu verkaufen.
Im Messerkampf wird m. E. derart sehr viel Geschäft gemacht von Leuten, die selbst praktisch keinerlei Erfahrung haben aber irgendwelche Instruktoren-Titel haben oder gar eigene Kampfsysteme entwickelt haben. Selbst 5 oder 6 Kämpfe sagen statistisch überhaupt nichts aus und ist keine Grundlage daraus ein "eigenes" System zu bilden, so ab 20 - 30 echten Kämpfen kann man sich erlauben, anzufangen Aussagen zu machen, wie "Messerkampf" ist so und so.
Solche Leute tendieren dazu, zu sagen, wie sinnlos und unrealistisch z. B. der Messerkampf in klassischen Kampfkünsten ist. Verschweigen aber gerne, dass diese Kampfkünste auf der Erfahrung, Verletzungen, Tode von Generationen und tausenden echten Kämpfen beruhen, sie selbst vermutlich wenn überhaupt mal 1 oder 2 mal vor der Spitze eines Messers standen und sich nur "vorstellen" so sollte es sein und darauf ihre Techniken aufbauen und dann versuchen diese unter "Sparrings"-Bedingungen zu üben und als die Realität zu verkaufen.
Sorry Shrike, aber ganz stimmig ist deine Argumentation nicht... denn die allermeisten Leute, die klassische Kampfkünste unterrichten, haben genausowenig oder noch weniger persönliche Erfahrung wie die Herrschaften, die du oben (zurecht) anprangerst. Und das, was sie unterrichten, ist dann zig Generationen der Formalisierung und Verhübschung vom letzten blutigen Gefecht entfernt, und sie bemühen sich oft nicht, das Wissen durch Sparring mit Leben zu füllen und zu testen. (Klar hat Sparring Grenzen, aber wenn man mit einem Gummimesser schon verhackstückt wird, wird's mit einem echten sicher nicht besser.)
Mal davon abgesehen ist es ein prinzipielles Problem, Erfahrung mit einer größeren Anzahl von echten Waffenkämpfen (die tendenziell ja auf Leben und Tod gehen) zu verlangen - die meisten solcher Veteranen sollten der Logik zufolge nämlich schon tot sein, es sei denn, sie haben sich durch entsprechendes Training noch VOR ihren ersten paar Kämpfen einen entsprechenden Könnensvorsprung erarbeitet.
EDIT: Nur um den negativen Ton etwas zurechtzurücken: Ich teile deinen Eindruck, dass gerade in dem Bereich von Möchtegernrambos viel Quatsch vertickt wird, und das mit dem Shockknife ist sicher eine spannende Angelegenheit. Ich weiß bloß nicht, ob man systematisch sichergehen kann, keinen Quatsch angedreht zu bekommen.
Bearbeitet von Richard, 29 Mai 2009 - 10:39 Uhr.



