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gibt es ein chi-phänomen


889 Antworten in diesem Thema

#1 saardaniel

    Stammgast

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Geschrieben 31 März 2004 - 15:26 Uhr

hallo alle,

offen , freundlich , ehrlich wollen wir dieses thema behandeln.
es geht nicht um's blosstellen sondern um's suchen nach antworten :-)

hier ein erster link (engl)

http://uechi-ryu.com/oldsite/an_empty_force.htm

liebe grüsse,
daniel
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#2 Knochenbrechohai

    Alter Hase

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    Do
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Geschrieben 31 März 2004 - 15:49 Uhr

Naja, ich nehme schon an, das es so etwas wie Chi geben wird...
Wenn du zum Beispiel in einen Raum kommst, merkst du gleich ob jemand fröhlich oder wütend ist, oder? somit sind wir alle umgeben von unserer eigenen "Aura"
Vielleicht ist es ja nicht das Chi direkt, sondern irgend etwas anderes. so wie ein Indianer seinen Schmerz unterdrücken kann. Der redet von keinem Chi, trotzdem klappts.
Ich denke, Chi ist wie eine Art zauber: Es funktioniert, aber nicht so wie wir es uns denken
Ich bin Ausländer, Jude und Kampfsportler.
Wer gegen mich keine Vorurteile hat, der hat gar keine.

#3 saardaniel

    Stammgast

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Geschrieben 31 März 2004 - 16:42 Uhr

hi Knochenbrechohai.


"Naja, ich nehme schon an, das es so etwas wie Chi geben wird..."
Du nimmst an ? aha wie stehts mit einhörnern ?

"Wenn du zum Beispiel in einen Raum kommst, merkst du gleich ob jemand fröhlich oder wütend ist, oder? somit sind wir alle umgeben von unserer eigenen "Aura" '
wenn mich derjenige nicht anschaut, weiss ich nicht ob er wütend etc ist.
es gibt leute denen sieht man's nicht an.
es hat deutlich was mit sehen zu tun !

"Vielleicht ist es ja nicht das Chi direkt, sondern irgend etwas anderes."
was ist es nicht direkt? chi , was verstehst du darunter ?

"so wie ein Indianer seinen Schmerz unterdrücken kann. Der redet von keinem Chi, trotzdem klappts."
mein doktor gab mir letzt paar schmerzableten , die enthalten ganz viel chi-hat auch geklappt ;-)

"Ich denke, Chi ist wie eine Art zauber: Es funktioniert, aber nicht so wie wir es uns denken"
zauberei. ah du meinst hokus pokus , tricks , ah verstehe.
du meinst es gibt kein echten phänomen sonder alles ist nur schein-
wie das in der zauberei nun mal so ist.

viele grüsse,
daniel
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#4 GastChen-Stil_*

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Geschrieben 31 März 2004 - 17:29 Uhr

Hallo (Saar)Daniel,

alle Erklärungsversuche werden in diesem neuen thread von Dir wahrscheinlich
genauso abgeschmettert wie im thread "Tai Chi Fähigkeiten".

Vorschläge:
Gehe für mindestens ein Jahr nach Chenjiagou und trainiere dort Taijiquan!
Oder trainiere mindestens ein Jahr im "Tempel-Park" von Jan Silberstorff in Hamburg!
Oder trainiere mindestens drei Jahre bei einem guten Taijiquan-Lehrer (Chen-Stil) wo Du willst!

Dann komme zurück in dieses Forum und gib die Antwort auf Deine Frage selber!

Gruß
(Spree)Ulrich

P.S. Wo wohnst Du?

#5 saardaniel

    Stammgast

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Geschrieben 31 März 2004 - 20:14 Uhr

hi uli,

in saarbrücken :-)

was heisst abgeschmettert ? kaum einer ist auf meine argumente eingegangen :-(

ab und zu melden sich die "gläubigen" und bringen teils scheinargumente und teils retorische tricks.

ich soll tai chi lernen. hm. mache länger wing chun. spürt man da kein chi , oder mach ich was falsch.

1)naja, einige chi-anhänger glauben ja, dass sie meister beobachtet haben, die durch das chi übermächtige power hatten,oder unmögliche bewegungen hätten machen können.
ein erster schritt wäre für mich, hier mal anzusetzen.

2) die gefühlswelt von menschen lässt sich natürlich schwer beweisen.
geb ich dir recht !

3)falls aber jemand meint, er könnte doch tatsächlich dinge mit chi machen, die er ohne sie nie machen könnte , steht auch dies zur diskusion.

mir gehts vor allem um 1 und 2 !
ein eigentest würde auch wenig zu 2 beitragen, weil es eben nicht von jedem reproduzierbar ist.

die frage steht noch im raum (paar haben netterweise schon was dazu gesagt, für die anzahl der hier vertrettenen chianhänger aber recht wenige)

wer hat chi erfahrung ? wie wirkt chi? was kannst du mit chi, was du ohne nicht machen könntest. nenne bitte für andere wahnehmbare wirkungen deines chi.
(die nicht durch andere ursachen erklärt werden können)

wie obiger test leider gezeigt hat, konnte in dem versuch leider keine wirkung festgestellt werden. war nur ein test !!! hier sollten noch mehrer folgen und das gezeigte zu bestätigen !

grüsse,
daniel





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#6 Dao

    Peter

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Geschrieben 31 März 2004 - 22:11 Uhr

Hallo,
hierher eine verschobenen Beitrag von chuckotay, da es den Thread bereits vorher gab! Bitte etwas besser darauf achten!!

@chuckotay
Gibt es ein Qi-Phänomen ?
Gibt es Qi überhaupt ?
Ist der Himmel über Bayern Weiß-Blau?

Wunder über Wunder

Chuck
Gruß Dao

#7 Gasteinzelheinz_*

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Geschrieben 31 März 2004 - 22:11 Uhr

QUOTE (Chen-Stil @ Mittwoch, 31. März 2004, 16:29 Uhr)
Hallo (Saar)Daniel,

alle Erklärungsversuche werden in diesem neuen thread von Dir wahrscheinlich
genauso abgeschmettert wie im thread "Tai Chi Fähigkeiten".

Vorschläge:
Gehe für mindestens ein Jahr nach Chenjiagou und trainiere dort Taijiquan!
Oder trainiere mindestens ein Jahr im "Tempel-Park" von Jan Silberstorff in Hamburg!
Oder trainiere mindestens drei Jahre bei einem guten Taijiquan-Lehrer (Chen-Stil) wo Du willst!

Dann komme zurück in dieses Forum und gib die Antwort auf Deine Frage selber!

Gruß
(Spree)Ulrich

P.S. Wo wohnst Du?

Leider ist Deine Darstellung etwas undifferenziert, da es auch bei den chin. Chen Top-Leuten solche gibt, die Qi, dessen Training etc. etwas differenzierter sehen. Einer der anerkanntesten Chen-Leute hat mir seine biologisch-naturwissenschaftliche Erklärung für ein paar dieser Effekte gegeben.


#8 saardaniel

    Stammgast

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Geschrieben 31 März 2004 - 23:06 Uhr

hallo alle,
eine liste der effekte wäre schon von vorteil.

interes. mich ja auch für astrologie.
war bisher nicht recht möglich eine liste von eigenschaften aufzustellen,
die jedes sternzeichen haben soll.
zb zwilling = direkt,offen,....

astrologen vermeiden solche listen, weil man darauf prüfen kann.
würde man tatsächlich festmachen, dass ein zwilling offen und direkt ist,
könnte man das anhand von test's prüfen.

wer von den chi-anhängern sagt mir das erste wort (satz) für die liste ?
ich gehe mal anders vor und schlage als nichtwissender etwas vor.

wer mehr ahnung hat, kann mir bescheid geben, wenn ich das wieder streiche kann.

1) im zustand kontrolierten chi's sind die gerhinwellen der chi-meister signifikan anders.

einsprüche ?

grüsse,
daniel
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#9 GastKonstantin_*

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Geschrieben 31 März 2004 - 23:15 Uhr

Der Hautwiderstand ändert sich.

#10 saardaniel

    Stammgast

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Geschrieben 01 April 2004 - 00:08 Uhr

oh cool :-)

ein neuer eintrag in die liste:

1) gehirnwellen änderung
2) hautwiderstand änderung (new)

weiter leute, was passiert noch alles beim chi ?

grüsse,
daniel
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#11 HuLong

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Geschrieben 01 April 2004 - 04:12 Uhr

@Einzelheinz

Dann lass mal hoeren!
tongue.gif

HuLong
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#12 Laoshe

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Geschrieben 01 April 2004 - 08:44 Uhr

Hallo,
Also, ich möchte den WT Leuten nicht zu nahe treten, aber ich denke nicht das diese Leute Chi Training machen. Dazu reichen Formen alleine nicht aus. Und Chi kann ich schwer erklären oder zeigen. Chi ist etwas, was man selbst spüren muss. Ich habe ständig ein warmes Gefühl im Bauch, und nichts warmes getrunken. Ebenso schlafe ich relativ wenig, erhole mich schnell von anstrengungen und werde nicht mehr richtig krank. Und das hat mit Chi zu tun. Auch brauche ich im Kampf weniger Körperkraft. Ein Teil wird eben durch Chi ersetzt. Auch kann man ein Kribbeln im ganzen Körper spüren , wenn man mit Chi arbeitet. Auch bleibt der Körper jung und elastisch, dies sieht man den Chi Praktizierenden auch an, sie wirken selbst im hohen Alter noch jugendlich. Aber wie gesagt, ein Skeptiker wird immer irgendwelche Erklärungen finden, die nicht mit Chi zu tun haben. Deshalb, lerne Qigong und spüre selbst das Chi existiert.

Gruß
der Laoshe

#13 HuLong

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Geschrieben 01 April 2004 - 09:46 Uhr

@Laoshe

Hoert sich gut an. Mit wenig Schlaf auskommen waer so was, was ich gebrauchen koennte, damit ich mehr trainieren kann.biggrin.gif
Bei liegts weniger an der Motivation sondern am Zeitmangel. Das mit dem Schlaf hab aber auch schonmal irgendwo gehoert.

HuLong
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#14 GastChen-Stil_*

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Geschrieben 01 April 2004 - 09:57 Uhr

@einzelheinz
Könntest Du wohl so nett sein und die Namen derer nennen, die Du hier erwähnst und wenn möglich, ihre Ansichten / Erklärungen hier kurz schildern?
Ist mir sonst zu undifferenziert wink.gif

@saardaniel

Hallo Dani,

ein Otto-Normal-Chinese würde unsere Diskussion hier nur mit verständnislosem Kopfschütteln kommentieren. Für ihn ist Qi so selbstverständlich wie essen und trinken. Er braucht es nicht zu erklären, es ist einfach da.

Die Chinesen nennen es "Qi" (offiziell gültige Pinyin-Umschrift), die alten Griechen sprachen von "Pneuma", die Inder von "Prana", die Christen vom "Odem des Lebens", Wilhelm Reich von "Orgon".

Die Chinesen haben nun über Jahrtausende im Rahmen ihrer mehr beobachtenden Wissenschaft ein System entwickelt, das zur Kultivierung des "Qi" dienen soll, allgemein "Qi Gong" genannt. Qi=Lebensenergie, Gong=Arbeit,
Qi Gong=Arbeit mit der Lebensenergie". Dabei wurden unterschiedliche Arten des Qi entdeckt, benannt, entwickelt oder wie auch immer man es nennen mag.
Näheres dazu z.B. im Buch "Das große Buch der chinesischen Medizin" von Ted Kapchuk" oder in den Büchern von Prof. Jiao Guorui oder oder oder

Jan Silberstorff schreibt in seinem Buch "Chen -Lebendiges Taijiquan im klassischen Stil" u.a. über Qi, dass es z.B. das nicht wirklich zu beschreibende Gefühl einer Art Strom ist, was Du als Mann empfindest, wenn eine wunderschöne Frau an Dir vorbeigeht. "Und Starkstrom?" - Wenn die Frau stehenbleibt, sich umdreht und fragt:"Kennen wir uns nicht irgendwoher?"

Was ich damit sagen will, dass Qi keine quantifizierbare Größe ist, sondern eine Art Energie, die jedem von uns innewohnt. Wenn Du sie nicht mehr spürst, bist Du tot.

Nochmal, es gibt sicherlich keine anerkannten wissenschaftlichen Untersuchungen des Qi, aber spüren kann es jeder. Aber jeder kann auch unterschiedliche Bezeichnungen dafür finden, die Chinesen nennen es eben "Qi".

Ob im Wing Chun die Beobachtung oder Entwicklung des Qi eine Rolle spielt, weiß ich nicht. Dazu weiß ich zu wenig über Wing Chun. Aber Chinesen würden z.B. die Energie, die Herrn Kernspecht dazu gebracht hat, dieses System so bekannt zu machen (und zu vermarkten) als "Qi" bezeichnen.

Qi muss man erfahren, spüren, für sich selbst erkennen. Ob nun wissenschaftlich beweisbar oder nicht. Ohne zu intim werden zu wollen, Du kennst doch sicherlich das Gefühl der Energie, das Du bei einem Orgasmus hast? Nun, die Chinesen nennen dies "Jingqi"=sexuelle Energie. Und Du kennst auch das angenehme Gefühl der Abgeschlafftheit nach dem Orgasmus? Nun, die Chinesen nennen das Verlust von Qi (den man durch spezielle Techniken aber vermeiden kann).

Soweit ich weiß, wurden in wissenschaftlichen Versuchen die Hirnströme bei einem Orgasmus gemessen und Veränderungen zum Normalzustand festgestellt. Also doch messbares "Qi"?

Mehr, viel mehr als ich meinem bescheidenen Wissen und Erfahrungen hier über Qi aussagen könnte, kannst Du z.B. in den genannten Büchern nachlesen.
Oder bei Seminaren von z.B. Jan Silberstorff persönlich erfahren und nachfragen. (6. Juni in Salzgitter: Energiearbeit in den Schiebenden Händen",
11./12. September in München: "Die drei Stufenentwicklungen der inneren Energie",
3.Oktober in Hamburg: "Speziallehrgang sexuelles Qi Gong für Männer")

Warum ich hier Werbung für Jan mache? Nun, er ist mein Lehrer und das meiste über Qi habe ich von ihm gelernt und lerne immer noch.

Energievolle Grüße
Ulrich

#15 HuLong

    Alter Hase

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Geschrieben 01 April 2004 - 10:24 Uhr

Ich denke das Problem mit Chi ist, dass wir uns zu sehr darueber Gedanken machen. Die Chinesen haben vermutlich den Begriff Chi gepraegt, um damit bestimmte Dinge zu erklären, die für sie bisher unerklärlich waren. So hat das jede Kultur gemacht.
Zu dem Beispiel, welches Saardaniel gebracht hat, kann ich nur sagen, dass es mit dem uebereinstimmt was mein Meister erklaert hat. Nach der Demo (nachzulesen unter TaiChi Fähigkeiten, erstes Posting) hat er gesagt, dass dies nichts mit ChiGong oder irgendwelchen Meistern zu tun hätte, die andere Leute dazu bringen sich irgendwie zu bewegen. Ich meine auch, das er gesagt hat, dass solche Dinge nicht funktionieren.
Das Problem ist, denke ich, dass zu viele Leute den Begriff Chi missbrauchen, um damit Geld zu machen. Vielleicht gab es frueher auch Meister der KK`s, die alle psychologischen Tricks ausgenutzt haben und einfach von sich behauptet haben sie beherrschten die Kunst des Töten ohne Berühren um den Gegner abzuschrecken. Nach dem Motto "Du weisst ich beherrsche die Shaolin Wunderhand und ich könnte dich sofort töten....evil.gif"
Diese Legenden finden sich dann in alten Büchern, sind nicht beweißbar und werden heute von Scharlatanen ausgenutzt.
Chi ist eine Legende und hat wie jede Legende viele Lügen um einen wahren Kern.

HuLong
文武両道

#16 GastRadler1960_*

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Geschrieben 01 April 2004 - 10:53 Uhr

Hallo erst mal,

also ich denke auch, das Chi eben das Synonym für Sachen war die man sich damals nicht erklären konnte. Im alten China wusste man ja noch nichts von Gehirnwellen, REM etc. Jede Kultur hat ja eine Vorstellung davon wie die Welt funktioniert, keine kann alles 100%ig erklären. Die Defizite muss man dan irgendwie zusammenfassung. Ich habe in der Shaolinshow auch gesehen wie der Mönch mit einer geworfenen Nadel den dahinter befindlichen Luftballon zum Platzen gebracht hat. Ich weiss nicht wie, aber seit Copperfield kann man sich viel vorstellen. Andere würden es vielleicht Chi nennen. Oder das man sich nach einem anstrengenden aber erfolreichenTraining wohler fühlt. Man könnte hier noch viel aufzählen....

Gruß Horst

#17 saardaniel

    Stammgast

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Geschrieben 01 April 2004 - 11:17 Uhr

hallo alle,

wegen kernspecht, mache kein WT :-)

wegen "Die Chinesen nennen es "Qi" (offiziell gültige Pinyin-Umschrift), die alten Griechen sprachen von "Pneuma", die Inder von "Prana", die Christen vom "Odem des Lebens", Wilhelm Reich von "Orgon".

war eine wunderbare einlage !
orgon hat mit chi und pneuma nicht viel zu tun.
herr reich hat bei seiner orgasmusstheorie (nicht lachen jetzt) festgestellt, das die orgasmusszuckung im "normalen" (nicht neurotischen) menschen eine ähnlichkeit zur
amöben und kleinstlebewesen-zuckung darstellt. es ging ihm um den aufbau und den durch plasmazuckung erzeugten abbau von potentieller energie. als er später verdortes stroh in wasser einlegte, konnte er feststellen, das tote materie durch selbstorganisation wieder zu lebendigen zellen wird. er stellte fest, dass der unterschied zwischen toter und lebender materie die lichtaustrahlungen der zellen sind. reich machte daher einen unterschied zwischen lebender (mit orgonenergie) und toter o(ohne OE).

Chi und Pneuma sind wie der Äther (ältere theorie in der physik), überall und alles durchdringend. ein stein hat chi ein fisch hat chi. ein stein hat aber kein orgon.
reich hat nichts mit chi bzw pneuma etc zu tun.

interessant, das wir nun schon wieder eine philosophische diskussion führen. prinzipiel geht es nun wieder darum, einen unterschied aufzuzeigen zwischen vitalismus, materialismus und leuten die ganzheitlich denken ;-)
ich formuliere mal frech weg so .

falls wirklich jemand denken sollte die maschine (doofe analogie , wird aber immer benutzt) mensch , brauche chi , den geist, prana (was auch immer) um so zu laufen wie sie nunmal läuft, hat nichts von der komplexität des lebens und der erscheinungen in der welt verstanden.
ein lebewesen wie eine maus, mensch etc ist nicht auf seine einzelteile reduzierbar. wenn ich mal wieder zitiere (der spruch ist heute modern) "das ganze ist mehr als die summe seiner teile" , wollte aristoteles damit sagen, dass aus dem zusammenspiel der teile auf höherer ebene etwas komplexes entsteht. es bedarf keiner seele oder chi, damit das ding läuft. eine alge ohne meer fällt zusammen.
einige glauben wohl, ein mensch ohne chi falle auch zusammen und sei ein häufchen toter materie. dies ist aber KEIN ganzheitlicher ansatz. ich kenne mich mit der chinesischen kultur zu wenig aus (hab aber auch schon etliche bücher gelesen) , kann auch nicht sagen wie sie die welt gesehen haben ( es gab in china natürlich auch verschiedene denkrichtungen) , wenn sie das "chi" aber tatsächlich als das alles erhaltende, funktionsfähigmachende etwas angesehen haben, sind sie weit hinter der neuen welt entfernt. der paradigmawechsel der gerade stattfindet ist eine neue sicht der welt.
wer an alten weissheiten und weltanschauen festhalten will, brauch sich auch nicht über teile der heutigen wissenschaft beklagen. das dort einige noch im sumpf der alten weltsicht feststecken ist sicher jedem klar. hier können sich die sumpfstampfer beider welten , der östlichen und westlichen, die hände reichen.

hoffe ich hab jetzt nicht zuweit ausgeholt.

alles liebe,
daniel :-)


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#18 GastChen-Stil_*

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Geschrieben 01 April 2004 - 12:16 Uhr

Hallo Daniel,

was wollen Deine Worte uns sagen? Dass Du Behauptungen aufstellen kannst?

Nun, ich behaupte, dass Orgon und Chi zumindest teilweise vergleichbar sind.
Du behauptest das Gegenteil.
Wer hat nun recht?

Du behauptest, die Idee ein Organismus ohne Qi wäre tote Materie, sei kein ganzheitlicher Ansatz.
Ich behaupte, gerade weil das Qi einbezogen wird, ist es ganzheitlich. Denn "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile".

Eine Alge ohne Meer ist nicht lebensfähig.Richtig.
Alge und Meer sind ohne Qi nicht lebensfähig. Für mich auch richtig.
Wird es falsch, nur wenn Du das Gegenteil behauptest?

Du schreibst zur Begründung, Orgon habe nichts mit Qi zu tun "Ein Stein hat Qi, ein Fisch hat Qi, ein Stein hat aber kein Orgon".
Ja was denn nun? Leugnest Du das Vorhandensein von Qi oder nicht?
(Ein Stein hat übrigens auch Orgon und auch Qi)

Im übrigen, auch wenn Du wieder einen entsprechenden Kommentar abgeben wirst, werde ich nun meinem Taijiquan-Lehrer folgen, der zum Energiemodell Qi sagt:" ...Ob dieses Energiemodell nun glaubhaft erscheint oder nicht, ist denen, die es beherrschen, ziemlich egal."

Gruß
Ulrich



#19 HuLong

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Geschrieben 01 April 2004 - 12:17 Uhr

Ich hoffe Ihr lest das lange Posting, da ich denke (ohne jetzt arrogant zu sein), dass es etwas zum Verständniss des Chi Problem beiträgt.

Also hier meine kleine wissenschaftliche These zum Chi:

Der Mensch hat ein Gehirn und zwei Nervensysteme, von denen er Eines bewusst beeinflussen kann und das Andere ZNS (Zentralnervensystem) nicht. Das ZNS steuert alle lebenswichtigen Vorgänge wie Atmung, Herzschlag, Verdauung usw.
Das ist ein Grund, warum man keine Angst zu haben braucht, wenn kleine Kinder,auch wenn sie zehn mal sagen ich halte jetzt die Luft an bis ich krieg was ich will. Da ein Reflex des ZNS automatisch die Atmung wieder aktiviert kann man sich also durch Luftanhalten nicht töten.
Alles in unserem Körper wird durch dieses Nervengeflecht gesteuert. Hat jemand Schmerzen, sind das Nerven, die erregt werden, ein bestimmtes Zentrum im Gehirn aktivieren und dadurch entsteht Schmerzempfinden. Nach einiger Weile hört dieses Empfinden wieder auf, da der Nervenreiz nachlässt. Jetzt hat unser Hirn die Fähigkeit zu lernen, d.h. neue Nervenverbindungen zu knüpfen. Dies geschieht durch dauerreizen. Genauso aber, wenn ich über Jahre ohne Unterbrechung Schmerz spüre (Dauereiz), erlernt das Hirn den Schmerz und er wird chronisch. Dies alles wird durch das ZNS, also ohne unser Bewußtsein gesteuert. Die Medizin spricht hier von chronischem Schmerz, oder wie die Chinesen vielleicht sagen würden, Chi stagniert/ist blockiert... Jetzt setze ich durch Akkupunktur einen Reiz, der dem erlernten Schmerzreiz entgegen wirkt und als Folge dessen hört der Schmerz zeitweise auf. Mache ich das mehrmals, kann ich so eine dauerhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes erreichen (erlernen der Schmerzlosigkeit), oder wie die Chinesen sagen würden, Chi fließt wieder.
ChiGong Meister sind meiner Ansicht nach in der Lage, durch dieses gezielte mentale Training ihr ZNS zu beeinflussen und können damit bestimmte selbstheilende Prozesse an sich vornehmen. Chi ist also (nach meiner Meinung) die gesamtheit des menschlichen Nervengeflechts, dessen Beherrschung Phänomene wie Selbstheilung, Schmerzunterdrückung oder andere für Normalmenschen nicht mögliche Fähigkeiten ermöglichen. Das Ausmass in dem Nerven den Körper kontrollieren ist noch nicht völlig bekannt. Ein Epileptiker z.B. verkrampft bei einem Anfall so stark, dass er sich durch ballen der Faust die eigene Hand bricht oder verletzt. Jedem von uns ist das unmöglich. Potentiell aber ist dazu jeder in der Lage. Nun kann man sich vorstellen, wie der Schlag eines KungFu`ler (z.B. TaiChi`ler z.B.)tongue.gif aussieht im Vergleich zu einem der ohne ChiGong arbeitet. ChiGong heisst Chi kultivieren, in meinen Worten, das eigene Nervensystem steuern zu lernen um so das gesamte Potential in sich frei zu setzen.
Leider wird immer vieles um solche Sachen drumherumgedichtet (besonders die Chinesen haben eine blumige Sprache), so dass die absurdesten Sachen herauskommen.

Also bleibt auf dem Teppich und sucht für Chi Phänomene nicht immer die bescheuertesten Sachen raus...wink.gif

HuLong

文武両道

#20 Laoshe

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Geschrieben 01 April 2004 - 12:38 Uhr

Hallo HuLong,
Toller Beitrag, welche Nerven erzeugen dann aber die Wärme im Bauch, kommt nicht von warmen Getränken, oder das Ameisenlaufen oder die Wärmeempfindungen in den Gliedmaßen beim Qigong üben. Welche Nerven wachsen, wenn ich merke, das meine Kraft im Bauch stärker wird. Und sicherlich wirkt Akupunktur auch auf die Nerven, die Akupunkturpunkte lassen sich auch an einer Leiche nachweisen, aber nicht mehr die Meridiane die die Impulse der Punkte weiterleiten. Welche unsichtbaren Nerven sind denn das. Ich verstehe dich, hier im Westen möchten wir alles mit wissenschaftlichen Begriffen belegen und es in unser Denkmodell einpassen, aber die Chinesen arbeiten schon mehrer tausend Jahren mit Chi, wenn das nicht existieren würde, dann wären die Praktiken doch schon ausgestorben.

Gruß
Laoshe