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Karate und Krafttraining kombiniert?


58 Antworten in diesem Thema

#1 -ROBINSINGH-

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Geschrieben 24 April 2009 - 14:41 Uhr

Dieses Thema beschäftigt mich schon lange , und zwar geht es um Karate und Krafttraining . Ich wollte euch fragen ob man das vielleicht kombinieren kann , d.h das man neben Karate auch Kraftsport betreiben kann oder ist dies schädlich für das Karate oder den Körper 00000109.gif 00000109.gif 00000109.gif
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen hat_3.gif hat_3.gif hat_3.gif

#2 Nissen

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Geschrieben 24 April 2009 - 15:18 Uhr

Moin -ROBINSINGH-,

ich mache zwar kein Karate, kann aber aus Erfahrung sagen, dass Krafttraining mir beim TKD, welches ja dem Karate ähnelt, keine Nachteile gebracht hat, sondern eher förderlich war. Natürlich muss die Gesamtbelastung auf den Körper und dessen aktuellen Leistungsstand angepasst werden.

Zudem bin ich der Meinung, dass Krafttraning zum Karate zugehört, zumindest in einigen Stilen.


Gruß Nissen
Lächeln macht Glücklich

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Wer rastet der Rostet, wer Rostet ist Schrott

#3 GastShōkiu_*

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Geschrieben 24 April 2009 - 16:10 Uhr

Hallo -ROBINSINGH-,

grundsätzlich kann Krafttraining sehr sinnvoll sein. In deinem Alter (15 Jahre lt. Profil) muss ich aber sagen: Lass es sein! Mal ein paar Liegestütz etc., Joggen gehen und allgemeine Fitness ist das A und O, aber bevor du anfängst, richtiges Krafttraining zu machen, warte lieber, bis dein Körper richtig ausgewachsen ist. Ansonsten frag halt im Fitnessstudio deines Vertrauens an; in einem guten wirst du schon entsprechende Beratung bekommen und auch einen Plan, der für deinen Körper nicht schädlich ist.

Hoffentlich.

Shōkiu

#4 dkay88

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Geschrieben 24 April 2009 - 16:51 Uhr

Ich gehe selbst etwa 4 Jahre ins Fitnessstudio, ist ein relativ kleines und gemütliches, der Trainer ist kein Steroidbulle sondern einer vom alten Eisen. Er meinte mal zu mir, es ist gerade förderlich wenn man so jung wie möglich mit dem Krafttraining anfängt, am besten in der Pubertät, da sich da eben der Körper so bildet wie er in der Zeit auch belastet wird (kanns gerade nicht so ausdrücken wie ich es gern würde^^). Natürlich ist es dabei wichtig die Übungen ABSOLUT korrekt auszuführen und nicht zu viel Gewichte zu nehmen, da dies wieder von Nachteil für deinen Körper wäre. Wie schon vorher geschrieben, wende dich an einen kompetent erscheinenden Trainer, sage ihm was du vorhast und wenn er auch so kompetent ist wie er scheint, dann wird er dir die richtigen Übungen für dich zeigen und dich auch auf die zu wählende Höhe der Gewichte hinweisen.

Ich finde die Behauptung auf jeden Fall falsch, dass man als junger Mensch kein Krafttraining betreiben sollte. Dir als 15jähriger, würde ich es schon empfehlen, wenn du es auch selber willst.
Aber schau dass du bei den richtigen Leuten landest smile.gif

Bin zwar kein Karateka, könnt mir aber auch sehr gut vorstellen dass sich das gut ergänzen würde, du kriegst mehr Kraft, mehr Stabilität im Körper und den Gelenken und hältst auch Treffer besser aus. smile.gif
Mi-ka-do: Die Kunst der Stäbchen... :D

#5 -ROBINSINGH-

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Geschrieben 24 April 2009 - 17:51 Uhr

Also allgemein kann ich euch sagen dass Krafttraining bis zum 18 Lebensjahr ungesund ist . Am besten ist es Liegestütze , Klimmzüge und Bauchtraining zu machen , um so die Muskeln aufzubauen und auf das richtige Krafttraining vorzubereiten . excl.gif .

#6 Ecotuner

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Geschrieben 24 April 2009 - 22:36 Uhr

Genau mit DIESEM Thema habe ich mich vor einiger Zeit auch beschäftigt, auch ich habe ca 6 Jahre lang Krafttraining gemacht (in Maßen, keine Steroide o.Ä.).
Ich habe aber schon das Gefühl, dass es nicht das Beste fürs Karate war - natürlich, es hat auch Vorteile wenn man bissl mehr Kraft hat usw aber der große Nachteil: ES MACHT LANGSAM. Zumindest das typische Fitnessstudio-Training bei dem man Muskeln aufbauen will und recht langsame Bewegungen macht.
--> für Schnellkraft ziemlich schlecht, da die "großen" Muskeln die Geschwindigkeit eher bremsen hatte ich das Gefühl.
Ich habe nun aber meinen Fitnessstudio-Trainingsplan umgestellt und mache auch Übungen für die Schnellkraft (welche aber sehr sauber ausgeführt werden müssen, sonst belastets die Gelenke). Dies kann ich nur empfehlen ;-)

Das sind meine Erfahrungen...dir würde ich allerdings persönlich eher empfehlen: lass das Fitnessstudio und konzentriere dich mehr auf Karate, das bring mehr... ;-)

Gruß Ecotuner

#7 TrainPain

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Geschrieben 25 April 2009 - 01:03 Uhr

Also ich finds gut, grad durchs Gewichtheben hab ich das Gefühl die Kicks explosiver zu bringen und bei Sprungkicks kann ich viel höher Springen als bisher.

#8 GastFrodoBeutlin_*

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Geschrieben 25 April 2009 - 01:36 Uhr

Die meiste Kraft bekommst du durch richtiges Karate-Training. Besonders in den Beinen.
Für das "zusätzliche Krafttraining" brauch man allenfals eine Bettkante, um die Füße zu arretieren (Rumpfbeugen - für Bauch und Rücken).
Ansonsten reichen Leigestütze und gezieltes Aufwärmen vor dem Training.
Die gesamte Beinmuskulatur wird in 1h intensiven* Karetrainings mehr gestärkt, als es jedes 1stündige Training in einem Studio ermöglichen würde.
Denn du hast den entscheidenden Vorteil, daß genau DIE Muskelgruppen gestärkt werden, die für die Karatetechniken gebraucht werden.
Im Studio wird alles gleichermaßen trainiert und du wirst schneller "müde". Was allerdings ein Trugschluss ist, denn eigentlich sind einige Muskeln nur "übersättigt" - wärend sich andere noch im "Halbschlaf" befinden, da sie im Karate auf andere Weise beansprucht werden.
Sprich, die selben Muskeln die es dir ermöglichen im Karate 15 Minuten lang in tiefen Ständen zu agierst, sind nun nach 3*60 Sekunden "fertig".
Das ist kontraproduktiv, weil du jedesmal deine Vortschritte im Karate zunichte machst.
Irgendwann "merken" sich die Muskeln, daß sie ja nach 60 Sekunden "Pause" haben und du bekommst im Karate Probleme, die aber nichts mit dem Karatetraining zu tun haben. U.s.w...

* heißt nicht, daß man volle Power trainiert, sondern daß man z.B. immer schön mit dem Gesäß unten bleibt.
Und zwar solange bis der Schmerz nachlässt. Der Schmerz lässt wirklich irgendwann nach!
Wenn du diesen Punkt noch nie erreicht hast, hast du noch nie Karate trainiert.


ZITAT(TrainPain @ 25.04.2009 01:03 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
bei Sprungkicks kann ich viel höher Springen als bisher.
Wer aber "das Springen" gezielt trainiert, wird es irgendwann nochmal besser können. Genau so verhält es sich auch mit Karate.
Diejenigen die ihre Kraft im Studio erwerben, bleiben irgendwann zurück, weil sie sie nicht richtig einsetzen können, bzw. weil übertrainierte Muskelgruppen zu langsam sind und den gerade benötigten Muskelgruppen entgegenwirken.

Bearbeitet von FrodoBeutlin, 25 April 2009 - 01:37 Uhr.


#9 Luggage

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Geschrieben 25 April 2009 - 09:31 Uhr

Oh gott, was ich hier für nen Schwachsinn lesen muss. Wenn ihr Märchenverbreitet, deklariert es doch wenigstens als das und zieht keine halbgaren pseudo physiologischen Erklärungen heran...

Schnellkraft ist Maxkraft pro Zeit. Maxkraft erhöht sich nur bei Training gegen ausreichend hohen Widerstand, sonst wird die Rekrutierung und die Innervation nicht entwickelt und die Typ IIx Fasern garnicht erst angesprochen (hohe Reizschwelle), das Körpergewicht ist nur sehr kurz ein ausreichend hoher Widerstand, sobald man es öfter als ca 6 Mal bewegen kann, ist es zu leicht. Karatetraining ist Kraftausdauertraining. Bei jeder Belastung die unter 40% der maximalen Belastung, sowie länger als maximal 3 Minuten dauert, werden nur noch Typ I Muskelfasern (sog Slowtwitchfasern) angesprochen und entsprechend auch nur diese trainiert.

Große Muskeln machen perse nicht langsam, im Gegenteil... aber diese Märchen halten sich hartnäckig bei Kampfsportlern, die immer was besseres als all die Studioratten sein wollen...

#10 -ROBINSINGH-

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Geschrieben 25 April 2009 - 14:05 Uhr

Immer mit der Ruhe todlach.gif
Jeder Mensch hat im Lauf der Jahre seine Erfahrungen zu diesem Thema gemacht , deswegen gibt es auch so viele Meinungsunterschiede . Aber genau darum geht es doch in so einem Forum , dass man so viele Meinungen und Erfahrungsberichte hört wie möglich . blush.gif

#11 Ecotuner

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Geschrieben 25 April 2009 - 17:17 Uhr

...also ich hab nicht Medizin studiert, aber Fakt ist: Ich habe mir die gleiche Frage gestellt wie ROBINSONGH und habe eine Lösung für mich gefunden, mit welcher ich sehr zufrieden bin und "mein Problem" damit gelöst habe. Dass nicht jeder der gleichen Meinung ist, ist ja in solchen Foren normal... aber bei mir hat es in der Praxis geholfen, nicht nur in der Theorie ;-)

#12 Luggage

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Geschrieben 26 April 2009 - 10:14 Uhr

ZITAT(-ROBINSINGH- @ 25.04.2009 15:05 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
Immer mit der Ruhe todlach.gif
Jeder Mensch hat im Lauf der Jahre seine Erfahrungen zu diesem Thema gemacht , deswegen gibt es auch so viele Meinungsunterschiede . Aber genau darum geht es doch in so einem Forum , dass man so viele Meinungen und Erfahrungsberichte hört wie möglich . blush.gif

Du weißt ja wie das ist, mit den Meinungen und den Ar...löchern. Jeder glaubt was zu sagen zu haben, Plan hat aber davon kaum einer. Ich hab die Leier vom langsam machenden Krafttraining schon so oft in Foren gelesen und sachlich diskutiert, beim tausendsten Mal geht einem einfach das Messer in der Tasche auf. Man sollte sich bei dem klugen Geschwätz mal fragen, wie es kommt, dass Leute, deren Schlagkraft täglich unter Beweislast steht, die davon leben, dass sie andere durch dicke Watte aus den Schuhen hauen können (Klitschkos, K1Fighter, Freefighter usw) so dicke Muckies haben, sowas bekommt man nicht vom 400 Liegestützen machen. Es ist nunmal sportwissenschaftlich unumstritten, wie man zu Maximalkraft und einer angemessen hypertrophierten Skelettmuskulatur kommt - der Weg führt nur über schweres Eisen! Aber wer halt noch nie ein entsprechendes Buch aufgeschlagen hat, hechelt halt den "Meistern" hinterher, die das betriebsblind immernoch ignorieren und begründen das auch noch mit kruden pseudo-plausiblen Betrachtungen, die jeder, der ein Bisschen was von Physiologie versteht sofort als Unsinn erkennt.

Nochmal zum Mitschreiben: JEDER Leistungssportler trainiert ergänzend an den Eisen, auch Kampfsportler, die wirklich Leistung abrufen müssen. Nur Leute aus illusionären Segmenten, wo objektiv nicht wirklich Leistung verglichen wird, können die Sportwissenschaft ignorieren und ihre Geschichten erzählen.

Bearbeitet von Luggage, 26 April 2009 - 10:16 Uhr.


#13 Carsten San

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Geschrieben 17 Mai 2009 - 02:11 Uhr

Ich stimme Luggage größtenteils zu. Ich finde es naiv zu denken, dass zusätzliches Krafttraining nicht von Nöten wäre und diese Trugschlüsse nerven auch ganz schön.
Mich beschleicht da auch manchmal der Verdacht, dass da eine leichte Arroganz herrscht, stupides Krafttraining scheint für den ein oder anderen einfach nicht tiefgründig genug zu sein.
Ich würd gern mal ein Beisiel anhand eines üblichen Szenarios nennen:
Yoko geri kekomi:
Der Anfänger versucht sich an der Technik und sie kommt sehr tief. Da kommt der Übungsleiter daher und ruft ihm zu: "versuchs doch mal etwas höher"
Der Anfänger schafft es auch tatsächlich, die Technik fast im Chudanbereich auszuführen. die Technik geht halt ein wenig zur Seite, aber das mit der Richtung bekommt er auch noch hin, denkt sich der in diesem Fall unerfahrene Trainer.
Was ist hier passiert? Die Abduktoren des Schülers (tensor und glutäen) sind für eine derartige Bewegung noch viel zu schwach, da er diese Muskulatur im Alltag nur dazu benötigt, das Bein beim Laufen an die Hüfte anzuhängen und die Gegenseite der Hüfte zu stabiliesieren. Als er die Technik dann höher ausführt, zieht er das Bein seitlich mit Hilfe des Quadriceps nach oben, was die Technik total falsch werden lässt und somit keinen (technischen) Übungseffekt hat, im Gegenzeil. Da kann der Übungsleiter noch so viel Koordination einfordern und die Technik tausend mal schön in Zeitlupe vormachen und dazu noch etliche Male die Adduktoren dehnen, ES FEHLT DIE KRAFT!!! Vielleicht würde der Übende diese auch antrainieren, wenn er den Kekomi tausend mal halb mit den Beugern und halb mit den Abduktoren ausführen würde, also mit falscher Technik! Besser wirds wohl sein, wenn er sich erst die nötige Kraft aneignet, und DANN die Technik richtig lernt und sich keinen Mist angewöhnt! Mit einfachen Beinhebeübungen, auch gut mit Gewichtsmanschetten erweiterbar, ist da schon viel getan.

Ansonsten hab ich die Erfahrung gemacht, dass Krafttraining zwar förderlich ist, jedoch angepasst werden muss. Mir passierts manchmal, dass ich durch ausführliches Krafttraining des Oberkörpers das Gefühl der Körpermitte ein wenig verliere, es wandert einfach in den Schultergürtelbereich, wo es bei einem Karateka ja primär nicht hingehört, wenn ihr versteht, was ich meine.

Bearbeitet von Carsten San, 17 Mai 2009 - 02:14 Uhr.


#14 ExTunc

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Geschrieben 17 Mai 2009 - 06:08 Uhr

Vielleicht redet ihr auch aneinander vorbei. Luggage meint "richtiges" Krafttraining und das solltest du mit 15 tatsächlich nicht machen.

Das nächste Problem ist: Du musst ein gutes Fitnessstudio finden. Und ich habe bisher noch keinen guten Trainer erlebt, obwohl ich im Laufe der Jahre in mehreren Studios war. In der Regel haben die Trainer selber keine Ahnung. Oder auch keine Lust: Typisch ist doch, dass nen 15-jähriger am Butterfly sitzt, viel zu viel Gewicht, Oberkörper weit nach vorne gebeugt...und der Trainer greift nicht ein.

#15 Carsten San

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Geschrieben 17 Mai 2009 - 12:05 Uhr

Ja, das mit den Trainern ist ne Problematische sache, da hast du recht. Wer wirklich Qualifiziert ist in diesen Dingen, hat es halt nicht nötig, sich in ne Muckibude zu stellen.
Mit 15 würd ich auch aufpassen. Keine Ahnung, was es mit dem verminderten Wachstum bei Muskelaufbau in jungen Jahren auf sich hat, aber ich glaub bei ein paar Kumpels von mir liegt der Verdacht schon sehr nahe.

#16 GastFrodoBeutlin_*

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Geschrieben 17 Mai 2009 - 13:05 Uhr

Es ist genau so ein Ammenmärchen, daß für jede körperliche Aktivität (z.B. Karate) vorher gezieltes Krafttraining nötig wäre.
Ein guter Karatelehrer ist beim Karate (bekanntlich) genau so unentbehrlich wie beim Krafttraining.
Von daher wird ein guter Trainer NICHT zufrieden sein, wenn der Anfänger den Yoko Geri Kekomi zwar höher aber FALSCH ausführt.
Ein guter Karatelehrer wird erst dann zufrieden sein, wenn der Anfänger die Technik höher und RICHTIG ausführt.
Stellt der Karatetrainer fest, daß die hohe Technik noch in "weiter Ferne" liegt, wird er die "Anforderungen" an den Anfänger etwas zurückschrauben:
Er wird dann wieder tiefere aber KORREKTE Techniken vom Anfänger verlangen. Wenn diese Anforderungen erfüllt werden, wird sich auch die Kraft in den Beinen aufgebaut haben.
Dann kann man daran gehen höhere Techniken zu trainieren.

Im Studio wird auch erst dann ein höheres Gewicht aufgelegt, wenn die körperlichen Vorraussetzungen (durch Trainieren an leichteren Gewichten) erfüllt sind.
Genau so führt man einen Anfänger auch erst dann an hohe Techniken, wenn sich entsprechend "Schmackes" in den Beinen aufgebaut hat.

Bearbeitet von FrodoBeutlin, 17 Mai 2009 - 13:05 Uhr.


#17 Mr.Fister

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Geschrieben 17 Mai 2009 - 13:35 Uhr

gegen ein vernünftig betriebenes krafttrainingsprogramm spricht auch mit 15 jahren nichts, solange man nicht gerade reines maximalkrafttraining mit hohen gewichten und sehr wenigen wiederholungen betreibt.


unten noch ein altes foto von terry o'neill, (u.a.) ehemaliger kapitän der englischen karate nationalmannschaft.

Angehängte Datei  TerrySochin_2.jpg   84,24K   90 Heruntergeladen
Don't fall for that crap that people are peddling on the message boards, in magazines or on TV. Get your shit in order, and get your training in order. Start kicking ass, and take out the crap that doesn't matter. Start doing and believing in the stuff that works, and do it today and forever. You want science and studies? Fuck you, I've got scars and blood and vomit. - Jim Wendler -

#18 Carsten San

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Geschrieben 17 Mai 2009 - 13:48 Uhr

ZITAT(FrodoBeutlin @ 17.05.2009 12:05 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
Es ist genau so ein Ammenmärchen, daß für jede körperliche Aktivität (z.B. Karate) vorher gezieltes Krafttraining nötig wäre.

Nötig nicht unbedingt, aber hilfreich.

ZITAT(FrodoBeutlin @ 17.05.2009 12:05 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
Von daher wird ein guter Trainer NICHT zufrieden sein, wenn der Anfänger den Yoko Geri Kekomi zwar höher aber FALSCH ausführt.

Im Grunde das gleiche was ich auch angedeutet habe.

ZITAT(FrodoBeutlin @ 17.05.2009 12:05 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
Stellt der Karatetrainer fest, daß die hohe Technik noch in "weiter Ferne" liegt, wird er die "Anforderungen" an den Anfänger etwas zurückschrauben:
Er wird dann wieder tiefere aber KORREKTE Techniken vom Anfänger verlangen. Wenn diese Anforderungen erfüllt werden, wird sich auch die Kraft in den Beinen aufgebaut haben.
Dann kann man daran gehen höhere Techniken zu trainieren.

Meine Erfahrung zumindest zeigt, dass gezieltes Krafttraining diesen Vorgang bedeutend beschleunigt.

ZITAT(FrodoBeutlin @ 17.05.2009 12:05 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
Im Studio wird auch erst dann ein höheres Gewicht aufgelegt, wenn die körperlichen Vorraussetzungen (durch Trainieren an leichteren Gewichten) erfüllt sind.

Schön wärs.
ZITAT(FrodoBeutlin @ 17.05.2009 12:05 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
Genau so führt man einen Anfänger auch erst dann an hohe Techniken, wenn sich entsprechend "Schmackes" in den Beinen aufgebaut hat.

Jep und den Schmackes bekommt man durch gezieltes Krafttraining einfach schneller.

Ich mach mir da nichts mehr vor. Ich trainier jetzt immerhin schon 9 Jahre Karate, meine Techniken haben sich sicherlich verfeinert und sehen schöner aus, aber wumms ist nicht arg viel dahinter. Ein geübter Tsuki mag ja net aussehen, aber ihm ausschließlich durch Biomechanische Korrektheit Effektivität zu verleihen, scheint mir zum jetzigen Zeitpunkt einfach zu träumerisch. Durch Luftschläge baut man nunmal keine Kraft auf und mit Makiwaras wird ja leider kaum noch gelehrt.
Ein zwei Leute von meinen Mittrainierenden gehen regelmäßig klettern und haben dabei ne Menge Kraft aufgebaut. Im Vergleich zu ihren Tsukis ist meiner ein Mäusehusten, obwohl ich nicht seltener als sie Karate trainiere und technisch somit nicht bedeutend schlechter bin.


#19 GastFrodoBeutlin_*

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Geschrieben 17 Mai 2009 - 14:34 Uhr

ZITAT(Carsten San @ 17.05.2009 14:48 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
Schön wärs.
Wie meinst du das?
Ein Anfänger wird bestimmt nicht mit 100Kg anfangen......

ZITAT
Ich mach mir da nichts mehr vor. Ich trainier jetzt immerhin schon 9 Jahre Karate, meine Techniken haben sich sicherlich verfeinert und sehen schöner aus, aber wumms ist nicht arg viel dahinter. Ein geübter Tsuki mag ja net aussehen, aber ihm ausschließlich durch Biomechanische Korrektheit Effektivität zu verleihen, scheint mir zum jetzigen Zeitpunkt einfach zu träumerisch. Durch Luftschläge baut man nunmal keine Kraft auf und mit Makiwaras wird ja leider kaum noch gelehrt.
Die Korrektheit des Geübten ist aber ebenfalls Grundvorraussetzung für jedwedes Krafttraining.
Im Karate verleiht alleine schon das perfekte Zusammenspiel ALLER beleiligten Muskelpartieen den entscheidenden "Wumps", lange bevor man mit Gewichten trainiert.
An Gewichten übt man nun mal nicht die Technik bzw. WANN der Wumps (im Karate nennt man das Kime) zu erfolgen hat.
Natürlich kann man mit Gewichten so eine Kraft aufbauen, daß man den Gegner regelrecht gegen die Wand schleudern könnte. Allerdings geht es beim Karate darum etwas im Gegner kaputt zu machen.
Entweder die Hand, die Rippen, die Wirbelsäule etc....eben entsprechnd so, daß der Gegner nicht nochmal angreift.
Wenn man aber jemand mit Kraft wegschleudert (auch gegen eine -Wand), dann rappelt sich dieser auf und ist bloß noch mehr sauer als vorher.
Die zerstörerische Wirkung einer Technik lernt man nicht an Gewichten.


#20 sakura

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Geschrieben 17 Mai 2009 - 17:42 Uhr

ZITAT(Mr.Fister @ 17.05.2009 13:35 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
gegen ein vernünftig betriebenes krafttrainingsprogramm spricht auch mit 15 jahren nichts, solange man nicht gerade reines maximalkrafttraining mit hohen gewichten und sehr wenigen wiederholungen betreibt.


unten noch ein altes foto von terry o'neill, (u.a.) ehemaliger kapitän der englischen karate nationalmannschaft.

Angehängte Datei  TerrySochin_2.jpg   84,24K   90 Heruntergeladen


hallöchen zusammen,

sag mal @Mr.Fister: kommen dir bei diesem bild von diesem ehamligen kapitän nicht gewisse zweifel an der echtheit oder sollte ich besser sagen - natürlichkeit des muskelwachstums ? mir schon !

so nun mal zum thema: gut in jungen jahren sollte man langsam anfangen krafttraining zu machen. ob da liegestütze, situps und gerade klimmzüge zu geeignet sind, kann ich aus der ferne nicht entscheiden. es sind vom grundaufbau her einfachste übungen, aber gerade bei den klimmzügen kann man einiges falsch machen.

was mir noch dazu einfällt, ja das karatetraining hat schon einiges im progamm. es soll im net auch quellen geben <klick> oder hier <klick>, die traditionelles krafttraining für kampfsportarten preisgeben.
falls nicht, einfahc mal den kopf anstrengen. tiefer stand nur mit körpergewicht ist zu leicht ? da nehm ich mir doch einfach was in die hand ( gewichte ) und trainiere so erweitert.

so ich mach seid einigen jahren karate und krafttraining auch noch. allerdings nicht exzersiv sondern ergänzend. und bisher kann ich keinen nachteil sehen.

"Jeden Tag ein neues erwachen - jeden Tag eine neue Erkenntniss"