soto-deshi sagte am 21 September 2011 - 19:25 Uhr:
Lieber Luggage,
ich finde Deine Antworten interessant - aber ich denke es muß trotzdem die Zeit sein, um die anderen Schreiber höflich zu behandeln.
Lieber Soto-deshi,
ich habe auf dein Geschwafel keine Lust und das auch schon mehrfach kundtgetan. Wenn du dennoch mit mir kommunizieren möchtest, musst du meinen Duktus akzeptieren - und auch, dass ich Schwachsinn als solchen benenne, wenn ich ihn erkenne. (das reimt sich und was sich reimt ist gut!)
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A) Es wäre für mich wichtig, zu wissen auf welche Lehrmeinung oder auf welche Studie Du Dich beziehst, wenn Du in den Raum stellst, daß große Muskel und hartest Krafttraining für einen Karate-ka wichtig sein sollen.,
Ja, ich weiß schon, dass du ohne ein Buchzitat mit Autor und allen seinen Graduierungen nicht auskommst, aber so läuft das bei mir nicht. Mein Wissen ist über Jahrzehnte angelesen und antrainiert. Einzelne Punkte kann ich dir sicherlich mit Links oder Quellen belegen, in der Summe schildere ich dir hier keine Lehrmeinung sondern die meine.
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Wenn diese Lehransicht richtig wäre, ...
Welche Lehransicht? Bitte etwas dezidierter Zitieren, dann kann ich konkret antworten.
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warum hat bob snaap mit 146 kg harten Muskeln seinen letzten Kampf gegen einen Gegner mit ca. 90 kg so kläglich verloren? Der gute Muskelmann stand in der 2. Runde wie ein Maikäfer im Ring und pumpte nach Luft.
Genauso ist es natürlich, daß ein Sumotori mit seiner gewaltigen Masse keine 1o Runden im Ring aushalten kann.
Ein Beispiel macht keine Regel, ein verlorener Kampf keine Lehrmeinung. Fakt bleibt: Jeder Leistungssportler trainiert auch an den Eisen. Das Problem ist, dass Sapp kein Kämpfer ist, er ist Footballspieler und jemand der als "Monströsität" seinen Weg in den K1-Zirkus gefunden hat und von dort aus versucht seinen Weg zu machen. Nur Masse bringt nichts, hat auch nie jemand behauptet (jedenfalls ich nicht - dennoch: Hättet du Lust mit Sapp auf der Straße zu rollen? Ich jedenfalls nicht...)
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B) Eine Antwort zum Krafttraining aus dem Ashihara - Vollkontakt- Karate, Höller/Maluschka, Stil von K 1 Semmy Schilt,
Für einen Vollkontakt- Kämpfer hat die Muskelmasse eine andere Bedeutung als für einen Bodybuilder. Ein Bodybuilder strebt nach möglichst voluminösen Muskeln, während die Muskulatur für einen Vollkontakt- Kämpfer mehr die Funktion eines Schutzpanzer haben.
Wobei nicht vergessen werden darf, diese Muskeln brauchen auch Sauerstoff und dies für den ganzen Kampf - ( K 1 bis 6 Runden, im Boxen 10 Runden)
Ah, endlich ein Buchzitat, ich habe es schon vermisst... Du hast offensichtlich keine Ahnung von Sportwissenschaft und Trainingstheorie, die Krux ist nämlich: Bodybuilding hat nichts mit Krafttraining zu tun. Bodybuilding strebt reine Hypertrophie nach ästhetischen Gesichtspunkten an, Proportionen sind es, die zählen. Da werden schon mal zig Sätze Seitheben und Butterfly gepumpt, damit Delta und Brust schön rauskommen. Funktionellen Wert hat das keinen und so wird das auch niemand machen, der Krafttraining machen möchte. Rein sarkoplasmatisch hypertrophierte Muskulatur bringt tatsächlich nichts als mehr Energie zu schlucken und (je nach Perspektive) gut auszusehen. Aber darum gehts hier nicht, hier gehts um Krafttraining. Versuch mal den Beispielsplan den ich hier gepostet habe, davon wirst du ein wenig hypertrophieren, aber niemals in Bodybuilder-Sphären gelangen.
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C) Auch sollte man an den Zeitaufwand denken. Du möchtest Karate 2 - 3 mal die Woche je 1 1/2 Stunden machen. Dann eventuell zur Verbesserung der Gelenkigkeit noch jeden 2 Tag etwa 30 Minuten Stretching. Für die Ausdauer und die Herzfrequenz-Steuerung noch 2 mal die Woche einen Waldlauf von je 60 bis 70 Minuten.
Wo bleibt die Zeit für andere Hobbies oder für die Frau oder Freundin?
D) Wir können uns nicht mit einem Berufs- Sportler vergleichen. Für viele von uns ist Karate oder ein anderer Budosport ein Hobby, das sich dem Berufsleben, der Familie usw. unterordnen muß.
Jop, deswegen betone ich immer, dass ausreichend Regeneration nötig ist. Wer die nicht aufbringen kann, aus welchem Grund auch immer, kann auch nicht mehr trainieren. Aber gerade weil Zeit und Regeneration wertvolle Ressourcen sind, wenn man eine andere Sportart nur supporten möchte, habe ich hier einen Zirkeltrainingsplan gepostet, der effizient in 2 Einheiten/Woche, die jeweils keine 60min dauern ein Grundfundament an Kraft schaffen und zugleich einen Cardio-Zirkel darstellen, damit man sich eine entsprechende Cardioeinheit sparen kann. Übrigens sogar ziemlich KK-spezifisch, da die Intervalle in etwa Rundenzeiten entsprechen und stets mit einer komplexen Ganzkörperbelastung bestritten werden. Das Energiesystem der Muskulatur wird dadurch auf eine entsprechende Belastung ausgerichtet und die Laktattoleranz wird erhöht.
Der genannte Plan ist nur ein Anfangsplan, der im oberen Hypertrophiebereich mit komplexen Übungen ohne nennenswerte Pausen arbeitet. Das hat den Effekt, dass man nur wenig Gewicht bewältigen kann und damit eine Überlastungsgefahr reduziert. Das Bindegewebe wird so aufgebaut, um später schweres Gewicht im Maximalkraftbereich sicher bewegen zu können. Außerdem kann die korrekte Technik erlernt werden, ohne dass eine zu große Gefahr durch zu hohes Gewicht bestünde.
Man muss natürlich immer ein intelligentes Ressourcenmanagement betreiben, kein Leistungssportler fährt über das ganze Jahr das selbe Volumen und die selbe Intensität in allen Einheiten. In Wettkampfphasen wird man im Krafttraining eher auf Erhalt arbeiten und es entsprechend zurückschrauben. Auch muss es Entlastungsphasen geben. Daneben muss man ein wichtiges Gesetz beachten: Das Law of Deminishing Returns - jede Einheit, die ich weiter in eine Tätigkeit investiere, senkt den Grenzertrag. Ein blutiger Anfänger lernt im ersten Jahr Kampfsport mehr, als in den 10 letzten. Er wird in diesem ersten Jahr jederzeit mehr davon haben, eine zusätzliche Einheit Kampfsport zu betreiben. Sinken aber die Grenzerträge unter ein gewisses Niveau, muss er etwa 1000 Stunden lang am Makiwara stehen, um seinen Tsuki nur einen Deut besser zu machen, hat er einen weit größeren Ertrag für seine investierte Zeit und Energie, wenn er statt einer Stunde Makiwara eine Stunde Krafttraining macht, weil sein Entwicklungspotential hier noch viel größer ist und die Synergien faktisch erheblich sind, trotz aller vorhandenen Transferverluste. Ab einem gewissen Level ist natürlich auch hier ein Punkt erreicht, an dem Kosten/Nutzen ausgewogen sind und es muss variiert werden - etwas, was im Krafttraining sehr gut möglich ist, durch unterschiedliche Übungen und Übungsmodi.
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Vielleicht sollten wir dies bedenken und jünger werden wir auch nicht. Das ist meine Ansicht, ...soto-deshi
Und gerade dem trägt Krafttraining Rechnung, denn es wirkt dem Muskelabbau entgegen, der ab dem ca. 35. Lebensjahr einsetzt und vorallem Fasttwitch-Muskelfasern betrifft - eben die, die im Krafttraining bis 15 WDH/Satz angesprochen werden. Die Knochendichte wird durch Training an schweren Eisen erhöht, was einen gewissen Schutz vor schlimmen Brüchen im Alter bedeutet, die sonst Bettlägerigkeit zur Folge hätten. Zu guter Letzt können mit intelligentem, funktionellem Krafttraining Dysbalancen und einseitige Belastungen aus anderen Sportarten kompensiert werden, was Haltungsschäden, Verschleiß und Verletzungen vorbeugt, bzw. behebt.