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Karate und Krafttraining kombiniert?


58 Antworten in diesem Thema

#41 versuch

    Schon länger dabei

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Geschrieben 18 September 2011 - 22:41 Uhr

Beitrag anzeigen-ROBINSINGH- sagte am 18 September 2011 - 19:51 Uhr:

Mittlerweile ist 1 Jahr vergangen und ich stehe kurz vor der Prüfung zum 3.kyu.
Seit ca. einem halben Jahr trainiere ich zusätlich im Fitnesstudio nach einem plan zum Muskelaufbau, da ich aber im letzten Training gemerkt habe das mir nach ein paar starken Bahnen die Puste ausgegangen ist (und das mein ich wörtlich ) , habe ich mich beschlossen nach einem Kraftausdauer Plan zu trainieren. Hauptsächlcih möchte ich Schnelligkeit und Ausdauer trainieren damit ich auch nach ein paar Starken Bahnen Grundschule noch in der Lage bin starkes Kumite zu machen. Was meint ihr sollte ich so vorgehen?
Schon mal vielen dank im vorraus !
LG

Bzgl. Puste hat bei mir Joggen Wunder geholfen. Nennt sich wohl Grundlagenausdauer aufbauen.

#42 -ROBINSINGH-

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Geschrieben 19 September 2011 - 14:08 Uhr

Beitrag anzeigenLuggage sagte am 18 September 2011 - 22:15 Uhr:

Beitrag anzeigen-ROBINSINGH- sagte am 18 September 2011 - 19:51 Uhr:

Mittlerweile ist 1 Jahr vergangen und ich stehe kurz vor der Prüfung zum 3.kyu.
Seit ca. einem halben Jahr trainiere ich zusätlich im Fitnesstudio nach einem plan zum Muskelaufbau, da ich aber im letzten Training gemerkt habe das mir nach ein paar starken Bahnen die Puste ausgegangen ist (und das mein ich wörtlich ) , habe ich mich beschlossen nach einem Kraftausdauer Plan zu trainieren. Hauptsächlcih möchte ich Schnelligkeit und Ausdauer trainieren damit ich auch nach ein paar Starken Bahnen Grundschule noch in der Lage bin starkes Kumite zu machen. Was meint ihr sollte ich so vorgehen?
Schon mal vielen dank im vorraus !
LG

Kraftausdauertraining hilft dir nicht bei Ausdaueraufgaben (langes Training durchhalten), aber Hypertrophie kann schon behindern, weil die dickeren Muckies auch mehr Saft brauchen. Allerdings bezweifle ich, dass du in einem halben Jahr besonders viel hinderliche Muskelmasse aufbauen konntest. Schnelligkeit hat auch nichts mit Kraftausdauer zu tun, eher im Gegenteil.

Schau, dass du dein Krafttraining kurz und knackig hälst, um dir nicht unnötig Regenerationsressourcen abzugraben und achte auch auf Regenerationstage. Hast du zu wenig Regeneration, wirst du Leistungseinbußen in jedem Training merken. Du kannst dein Krafttraining als Ausdauertraining mit nutzen, etwa indem du komplexe Übungen ohne Pausen im Zirkel absolvierst und/oder noch mit Ausdauerintervallen sequenzierst. Das geht vom Belastungsprofil her aber in Richtung Sprinthärte und anaerobe Ausdauer, was zwar im Karate gebraucht aber eben auch schon trainiert wird. Vllt. würde es dir ausdauermäßig mehr bringen, GA1/2-Einheiten in deine Woche einzubauen (lange gleichmäßige Belastung im unteren Pulsbereich, also zB 1 Std locker Joggen).

Ein Beispiel für einen Zirkel-Sequenz-Plan:
0.) 10min Warm-Up
1.) Kraftzirkel (also komplett ohne Pausen innerhalb des Zirkels)
- 15x Kniebeugen/Kreuzheben
- 15x Liegestützen/Bankdrücken
- 15x Klimmzüge/Langhantel-Rudern
- 15x Russian Twists/ Plate-Crunches auf dem Physioball/ oä.
2min Pause
2.) Cardio-Sequenz:
zB 5x 1:30min Seilspringen mit je 30sek Pause dazwischen
2min Pause und ggf. wieder von vorne beim Kraftzirkel

Das Ganze 2x/Woche, die erste Woche einen Durchgang, in der zweiten zwei, in der dritten 2-3 und ich der vierten 3-4 Durchgänge. In der fünften ein neuer Plan für neue Reize...

Also soll ich alles so gestalten, dass ich recht wenig pausen habe und Cardio halt mehr auf Intervall training richte ?

#43 soto-deshi

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Geschrieben 21 September 2011 - 19:25 Uhr

Lieber Luggage,

ich finde Deine Antworten interessant - aber ich denke es muß trotzdem die Zeit sein, um die anderen Schreiber höflich zu behandeln.

A) Es wäre für mich wichtig, zu wissen auf welche Lehrmeinung oder auf welche Studie Du Dich beziehst, wenn Du in den Raum stellst, daß große Muskel und hartest Krafttraining für einen Karate-ka wichtig sein sollen.,
Wenn diese Lehransicht richtig wäre, warum hat bob snaap mit 146 kg harten Muskeln seinen letzten Kampf gegen einen Gegner mit ca. 90 kg so kläglich verloren? Der gute Muskelmann stand in der 2. Runde wie ein Maikäfer im Ring und pumpte nach Luft.
Genauso ist es natürlich, daß ein Sumotori mit seiner gewaltigen Masse keine 1o Runden im Ring aushalten kann.

B) Eine Antwort zum Krafttraining aus dem Ashihara - Vollkontakt- Karate, Höller/Maluschka, Stil von K 1 Semmy Schilt,
Für einen Vollkontakt- Kämpfer hat die Muskelmasse eine andere Bedeutung als für einen Bodybuilder. Ein Bodybuilder strebt nach möglichst voluminösen Muskeln, während die Muskulatur für einen Vollkontakt- Kämpfer mehr die Funktion eines Schutzpanzer haben.
Wobei nicht vergessen werden darf, diese Muskeln brauchen auch Sauerstoff und dies für den ganzen Kampf - ( K 1 bis 6 Runden, im Boxen 10 Runden)

C) Auch sollte man an den Zeitaufwand denken. Du möchtest Karate 2 - 3 mal die Woche je 1 1/2 Stunden machen. Dann eventuell zur Verbesserung der Gelenkigkeit noch jeden 2 Tag etwa 30 Minuten Stretching. Für die Ausdauer und die Herzfrequenz-Steuerung noch 2 mal die Woche einen Waldlauf von je 60 bis 70 Minuten.
Wo bleibt die Zeit für andere Hobbies oder für die Frau oder Freundin?

D) Wir können uns nicht mit einem Berufs- Sportler vergleichen. Für viele von uns ist Karate oder ein anderer Budosport ein Hobby, das sich dem Berufsleben, der Familie usw. unterordnen muß.


Vielleicht sollten wir dies bedenken und jünger werden wir auch nicht. Das ist meine Ansicht, ...soto-deshi

#44 Carsten San

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Geschrieben 21 September 2011 - 21:15 Uhr

Dein Punkt C) bietet in sich doch schon eine Lösung an, wie du dir bei gleichem Trainingsergebnis die Zeit im Wald und beim Dehnen sparst UND dabei noch deine Freundin zufriedenstellst! ^_^

#45 Luggage

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Geschrieben 21 September 2011 - 21:25 Uhr

Beitrag anzeigensoto-deshi sagte am 21 September 2011 - 19:25 Uhr:

Lieber Luggage,

ich finde Deine Antworten interessant - aber ich denke es muß trotzdem die Zeit sein, um die anderen Schreiber höflich zu behandeln.
Lieber Soto-deshi,
ich habe auf dein Geschwafel keine Lust und das auch schon mehrfach kundtgetan. Wenn du dennoch mit mir kommunizieren möchtest, musst du meinen Duktus akzeptieren - und auch, dass ich Schwachsinn als solchen benenne, wenn ich ihn erkenne. (das reimt sich und was sich reimt ist gut!)

Zitat

A) Es wäre für mich wichtig, zu wissen auf welche Lehrmeinung oder auf welche Studie Du Dich beziehst, wenn Du in den Raum stellst, daß große Muskel und hartest Krafttraining für einen Karate-ka wichtig sein sollen.,
Ja, ich weiß schon, dass du ohne ein Buchzitat mit Autor und allen seinen Graduierungen nicht auskommst, aber so läuft das bei mir nicht. Mein Wissen ist über Jahrzehnte angelesen und antrainiert. Einzelne Punkte kann ich dir sicherlich mit Links oder Quellen belegen, in der Summe schildere ich dir hier keine Lehrmeinung sondern die meine.

Zitat

Wenn diese Lehransicht richtig wäre, ...
Welche Lehransicht? Bitte etwas dezidierter Zitieren, dann kann ich konkret antworten.

Zitat

warum hat bob snaap mit 146 kg harten Muskeln seinen letzten Kampf gegen einen Gegner mit ca. 90 kg so kläglich verloren? Der gute Muskelmann stand in der 2. Runde wie ein Maikäfer im Ring und pumpte nach Luft.
Genauso ist es natürlich, daß ein Sumotori mit seiner gewaltigen Masse keine 1o Runden im Ring aushalten kann.
Ein Beispiel macht keine Regel, ein verlorener Kampf keine Lehrmeinung. Fakt bleibt: Jeder Leistungssportler trainiert auch an den Eisen. Das Problem ist, dass Sapp kein Kämpfer ist, er ist Footballspieler und jemand der als "Monströsität" seinen Weg in den K1-Zirkus gefunden hat und von dort aus versucht seinen Weg zu machen. Nur Masse bringt nichts, hat auch nie jemand behauptet (jedenfalls ich nicht - dennoch: Hättet du Lust mit Sapp auf der Straße zu rollen? Ich jedenfalls nicht...)

Zitat

B) Eine Antwort zum Krafttraining aus dem Ashihara - Vollkontakt- Karate, Höller/Maluschka, Stil von K 1 Semmy Schilt,
Für einen Vollkontakt- Kämpfer hat die Muskelmasse eine andere Bedeutung als für einen Bodybuilder. Ein Bodybuilder strebt nach möglichst voluminösen Muskeln, während die Muskulatur für einen Vollkontakt- Kämpfer mehr die Funktion eines Schutzpanzer haben.
Wobei nicht vergessen werden darf, diese Muskeln brauchen auch Sauerstoff und dies für den ganzen Kampf - ( K 1 bis 6 Runden, im Boxen 10 Runden)
Ah, endlich ein Buchzitat, ich habe es schon vermisst... Du hast offensichtlich keine Ahnung von Sportwissenschaft und Trainingstheorie, die Krux ist nämlich: Bodybuilding hat nichts mit Krafttraining zu tun. Bodybuilding strebt reine Hypertrophie nach ästhetischen Gesichtspunkten an, Proportionen sind es, die zählen. Da werden schon mal zig Sätze Seitheben und Butterfly gepumpt, damit Delta und Brust schön rauskommen. Funktionellen Wert hat das keinen und so wird das auch niemand machen, der Krafttraining machen möchte. Rein sarkoplasmatisch hypertrophierte Muskulatur bringt tatsächlich nichts als mehr Energie zu schlucken und (je nach Perspektive) gut auszusehen. Aber darum gehts hier nicht, hier gehts um Krafttraining. Versuch mal den Beispielsplan den ich hier gepostet habe, davon wirst du ein wenig hypertrophieren, aber niemals in Bodybuilder-Sphären gelangen.

Zitat

C) Auch sollte man an den Zeitaufwand denken. Du möchtest Karate 2 - 3 mal die Woche je 1 1/2 Stunden machen. Dann eventuell zur Verbesserung der Gelenkigkeit noch jeden 2 Tag etwa 30 Minuten Stretching. Für die Ausdauer und die Herzfrequenz-Steuerung noch 2 mal die Woche einen Waldlauf von je 60 bis 70 Minuten.
Wo bleibt die Zeit für andere Hobbies oder für die Frau oder Freundin?

D) Wir können uns nicht mit einem Berufs- Sportler vergleichen. Für viele von uns ist Karate oder ein anderer Budosport ein Hobby, das sich dem Berufsleben, der Familie usw. unterordnen muß.
Jop, deswegen betone ich immer, dass ausreichend Regeneration nötig ist. Wer die nicht aufbringen kann, aus welchem Grund auch immer, kann auch nicht mehr trainieren. Aber gerade weil Zeit und Regeneration wertvolle Ressourcen sind, wenn man eine andere Sportart nur supporten möchte, habe ich hier einen Zirkeltrainingsplan gepostet, der effizient in 2 Einheiten/Woche, die jeweils keine 60min dauern ein Grundfundament an Kraft schaffen und zugleich einen Cardio-Zirkel darstellen, damit man sich eine entsprechende Cardioeinheit sparen kann. Übrigens sogar ziemlich KK-spezifisch, da die Intervalle in etwa Rundenzeiten entsprechen und stets mit einer komplexen Ganzkörperbelastung bestritten werden. Das Energiesystem der Muskulatur wird dadurch auf eine entsprechende Belastung ausgerichtet und die Laktattoleranz wird erhöht.
Der genannte Plan ist nur ein Anfangsplan, der im oberen Hypertrophiebereich mit komplexen Übungen ohne nennenswerte Pausen arbeitet. Das hat den Effekt, dass man nur wenig Gewicht bewältigen kann und damit eine Überlastungsgefahr reduziert. Das Bindegewebe wird so aufgebaut, um später schweres Gewicht im Maximalkraftbereich sicher bewegen zu können. Außerdem kann die korrekte Technik erlernt werden, ohne dass eine zu große Gefahr durch zu hohes Gewicht bestünde.

Man muss natürlich immer ein intelligentes Ressourcenmanagement betreiben, kein Leistungssportler fährt über das ganze Jahr das selbe Volumen und die selbe Intensität in allen Einheiten. In Wettkampfphasen wird man im Krafttraining eher auf Erhalt arbeiten und es entsprechend zurückschrauben. Auch muss es Entlastungsphasen geben. Daneben muss man ein wichtiges Gesetz beachten: Das Law of Deminishing Returns - jede Einheit, die ich weiter in eine Tätigkeit investiere, senkt den Grenzertrag. Ein blutiger Anfänger lernt im ersten Jahr Kampfsport mehr, als in den 10 letzten. Er wird in diesem ersten Jahr jederzeit mehr davon haben, eine zusätzliche Einheit Kampfsport zu betreiben. Sinken aber die Grenzerträge unter ein gewisses Niveau, muss er etwa 1000 Stunden lang am Makiwara stehen, um seinen Tsuki nur einen Deut besser zu machen, hat er einen weit größeren Ertrag für seine investierte Zeit und Energie, wenn er statt einer Stunde Makiwara eine Stunde Krafttraining macht, weil sein Entwicklungspotential hier noch viel größer ist und die Synergien faktisch erheblich sind, trotz aller vorhandenen Transferverluste. Ab einem gewissen Level ist natürlich auch hier ein Punkt erreicht, an dem Kosten/Nutzen ausgewogen sind und es muss variiert werden - etwas, was im Krafttraining sehr gut möglich ist, durch unterschiedliche Übungen und Übungsmodi.

Zitat

Vielleicht sollten wir dies bedenken und jünger werden wir auch nicht. Das ist meine Ansicht, ...soto-deshi
Und gerade dem trägt Krafttraining Rechnung, denn es wirkt dem Muskelabbau entgegen, der ab dem ca. 35. Lebensjahr einsetzt und vorallem Fasttwitch-Muskelfasern betrifft - eben die, die im Krafttraining bis 15 WDH/Satz angesprochen werden. Die Knochendichte wird durch Training an schweren Eisen erhöht, was einen gewissen Schutz vor schlimmen Brüchen im Alter bedeutet, die sonst Bettlägerigkeit zur Folge hätten. Zu guter Letzt können mit intelligentem, funktionellem Krafttraining Dysbalancen und einseitige Belastungen aus anderen Sportarten kompensiert werden, was Haltungsschäden, Verschleiß und Verletzungen vorbeugt, bzw. behebt.

#46 Carsten San

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Geschrieben 21 September 2011 - 21:35 Uhr

Noch ein kleiner Kommentar zum intelligenten, funktionellen Krafttraining, nur so am Rande, aber vielleicht erwähnenswert:
Hab vergangenes Jahr in meiner Dan-Vorbereitung viel in meinem Wohnheimskeller trainert. Kihon mit Kraft- und Sandsacktraining gemischt.
Die engstirnigen Skeptiker würden nun wohl behaupten, die Zeit hätte ich mir sparen können und lieber in meine Katas invesieren sollen.
Was soll ich sagen? Meine Techniken haben sich in dem einen Jahr um 100% verbessert. Vor allem natürlich auch die Schlagkraft UND die Geschwindigkeit. Kein Vergleich mehr.

Bearbeitet von Carsten San, 21 September 2011 - 21:36 Uhr.


#47 soto-deshi

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Geschrieben 22 September 2011 - 08:20 Uhr

Hallo lieber Luggage,

das war aber ein toller Aufsatz zu diesem Thema.

[ich habe auf dein Geschwafel keine Lust und das auch schon mehrfach kundtgetan. Wenn du dennoch mit mir kommunizieren möchtest, musst du meinen Duktus akzeptieren - und auch, dass ich Schwachsinn als solchen benenne, wenn ich ihn erkenne. (das reimt sich und was sich reimt ist gut!)

Danke, Du hast Dir wirklich viel Mühe gegeben und vieles erläutert, was vorher unklar geblieben war.

Ja, ich weiß schon, dass du ohne ein Buchzitat mit Autor und allen seinen Graduierungen nicht auskommst, aber so läuft das bei mir nicht. Mein Wissen ist über Jahrzehnte angelesen und antrainiert. Einzelne Punkte kann ich dir sicherlich mit Links oder Quellen belegen, in der Summe schildere ich dir hier keine Lehrmeinung sondern die meine.

Natürlich ist mir auch Deine Meinung wichtig, sonst hätte ich nicht geschrieben. Aber eine Quellenangabe ab und zu finde ich toll, dann kann ich nachlesen woher und von wem Du Dein Wissen hast.

Welche Lehransicht? Bitte etwas dezidierter Zitieren, dann kann ich konkret antworten.
Bitte etwas erläutern, habe ich eine Quellenangabe vergessen?


Ein Beispiel macht keine Regel, ein verlorener Kampf keine Lehrmeinung. Fakt bleibt: Jeder Leistungssportler trainiert auch an den Eisen. Das Problem ist, dass Sapp kein Kämpfer ist, er ist Footballspieler und jemand der als "Monströsität" seinen Weg in den K1-Zirkus gefunden hat und von dort aus versucht seinen Weg zu machen. Nur Masse bringt nichts, hat auch nie jemand behauptet (jedenfalls ich nicht - dennoch: Hättet du Lust mit Sapp auf der Straße zu rollen? Ich jedenfalls nicht...)


Gute Antwort - mit Bob Snaap auf die Straße gehen schon - aber nur freundlich unterhalten.

Ah, endlich ein Buchzitat, ich habe es schon vermisst... Du hast offensichtlich keine Ahnung von Sportwissenschaft und Trainingstheorie, die Krux ist nämlich: Bodybuilding hat nichts mit Krafttraining zu tun. Bodybuilding strebt reine Hypertrophie nach ästhetischen Gesichtspunkten an, Proportionen sind es, die zählen. Da werden schon mal zig Sätze Seitheben und Butterfly gepumpt, damit Delta und Brust schön rauskommen. Funktionellen Wert hat das keinen und so wird das auch niemand machen, der Krafttraining machen möchte. Rein sarkoplasmatisch hypertrophierte Muskulatur bringt tatsächlich nichts als mehr Energie zu schlucken und (je nach Perspektive) gut auszusehen. Aber darum gehts hier nicht, hier gehts um Krafttraining. Versuch mal den Beispielsplan den ich hier gepostet habe, davon wirst du ein wenig hypertrophieren, aber niemals in Bodybuilder-Sphären gelangen.

Danke für Deinen Hinweis. Nur leider habe ich den Link nicht gefunden.

Jop, deswegen betone ich immer, dass ausreichend Regeneration nötig ist. Wer die nicht aufbringen kann, aus welchem Grund auch immer, kann auch nicht mehr trainieren. Aber gerade weil Zeit und Regeneration wertvolle Ressourcen sind, wenn man eine andere Sportart nur supporten möchte, habe ich hier einen Zirkeltrainingsplan gepostet, der effizient in 2 Einheiten/Woche, die jeweils keine 60min dauern ein Grundfundament an Kraft schaffen und zugleich einen Cardio-Zirkel darstellen, damit man sich eine entsprechende Cardioeinheit sparen kann. Übrigens sogar ziemlich KK-spezifisch, da die Intervalle in etwa Rundenzeiten entsprechen und stets mit einer komplexen Ganzkörperbelastung bestritten werden. Das Energiesystem der Muskulatur wird dadurch auf eine entsprechende Belastung ausgerichtet und die Laktattoleranz wird erhöht.
Der genannte Plan ist nur ein Anfangsplan, der im oberen Hypertrophiebereich mit komplexen Übungen ohne nennenswerte Pausen arbeitet. Das hat den Effekt, dass man nur wenig Gewicht bewältigen kann und damit eine Überlastungsgefahr reduziert. Das Bindegewebe wird so aufgebaut, um später schweres Gewicht im Maximalkraftbereich sicher bewegen zu können. Außerdem kann die korrekte Technik erlernt werden, ohne dass eine zu große Gefahr durch zu hohes Gewicht bestünde.

Jetzt habe ich alles gelesen und wie Du Dir sicher vorstellen kannst - warte ich schon auf ein Buch - das sich mit dem Krafttraining beschäftigt. Information - ich denke, ich kann Dir glauben und trotzdem möchte ich mich mit diesem Thema etwas tiefer beschäftigen, was in diesem "Gespräche " leider nicht möglich war.

Ich bedanke mich für die große Mühe - die Du Dir mit mir gemacht hast. Ein super Beitrag und sehr, sehr ausführlich. Noch schöne Grüße nach Mannheim...soto-deshi

#48 Luggage

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Geschrieben 22 September 2011 - 12:26 Uhr

Das erinnert mich an eine lustige Stelle in Dr. Höckers (keine Dane, soweit ich weiß) Lexikon der Rechtsirrstümer: Er schildert in einer Anekdote, wie er in einem großen Elektromarkt den Drucker umtauschen möchte, der sich nach dem Kauf als mangelhaft erwiesen hat. Nach deutschem Recht hat der Kunde die Wahl bei der Art der Nacherfüllung - Nachlieferung oder Nachbesserung - und nicht der Verkäufer. Freilich wird das nicht so gehandhabt, weil niemand sein Recht wegen 50 Euro einklagt und so muss man ständig einschicken und reparieren hinnehmen, anstelle einfach ein neues Gerät mit nach Hause zu nehmen. Herr Höcker bestand auf ein Neugerät anstelle der Reparatur, doch nichtmal der Hinweis auf seinen Beruf als Anwalt hat den Servicemitarbeiter überzeugen können, dass sein Anliegen geltendem Recht enspricht. Erst als er sein selbstgeschriebenes Buch zückt, worin die Rechtslage diesbezüglich allgemein verständlich dargestellt wird und dem Marktmitarbeiter zeigt, bekommt er sein Recht. Was geschrieben steht, muss schließlich stimmen...

#49 ten-chi

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Geschrieben 22 September 2011 - 13:13 Uhr

Beitrag anzeigenLuggage sagte am 22 September 2011 - 12:26 Uhr:

Was geschrieben steht, muss schließlich stimmen...

Dann schreib doch ein Buch, vielleicht glaubt er dir dann.

Genug Wissen scheinst du ja in dem Bereich zu haben.

#50 Volker

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Geschrieben 22 September 2011 - 18:24 Uhr

Man sehe sich mal die alten Bücher von z. B. Nakayama oder gar Oyama an: "Krafttraining" pur. Oder man betrachte die Meister des okinawanischen Karate ...

Man kann der westlichen Sportwissenschaft Einiges ankreiden - aber gerade in diesem Bereich hat sie Wertvolles geleistet.

Wer wann welches und wieviel Krafttraining braucht, das kann man wohl nur im konkreten Einzelfall entscheiden.

"Ohne Muckis keine Tsukis". Hieß es früher mal augenzwinkernd.

v.

Bearbeitet von Volker, 22 September 2011 - 18:25 Uhr.


#51 -ROBINSINGH-

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Geschrieben 22 September 2011 - 19:20 Uhr

Beitrag anzeigenVolker sagte am 22 September 2011 - 18:24 Uhr:

Man sehe sich mal die alten Bücher von z. B. Nakayama oder gar Oyama an: "Krafttraining" pur. Oder man betrachte die Meister des okinawanischen Karate ... Man kann der westlichen Sportwissenschaft Einiges ankreiden - aber gerade in diesem Bereich hat sie Wertvolles geleistet. Wer wann welches und wieviel Krafttraining braucht, das kann man wohl nur im konkreten Einzelfall entscheiden. "Ohne Muckis keine Tsukis". Hieß es früher mal augenzwinkernd. v.

Ich denke ich werde einfach ein bisschen mehr ausdauertraining im Anschluss des Krafttrainings leisten. Im großen und ganzen stimme ich euch allen zu. Nur man muss schon sagen, dass man nach einer bestimmten Zeit des Krafttrainings auch die steigernder ''Power'' des Tsukis spürt.

Lg

#52 soto-deshi

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Geschrieben 22 September 2011 - 20:43 Uhr

Hallo Luggage,

Du brauchst für mich kein Buch zu schreiben, habe das Buch von Edgar Unger , Kraftsport & Bodybuilding, heute bekommen. Ich möchte mir schon meine eigene Meinung bilden und die Information dazu - gibt es nur - wenn man auch lesen will. Dann kann man in einem Fitness-Studio auch seine praktischen Erfahrungen sammeln.

Übrigens war heute abend in eurosport ein Rückblick auf einige Kämpfe von Peter Aerts, K 1. ein super Kämpfer. Dort wurde mir besonders deutlich vor Augen geführt, was es bedeutet wirklich in den Ring zu steigen.
In Aschaffenburg, in Deiner Nähe sind am 24. und 25. September 2011 die German Open des Karate DKV - wollte eigentlich hinfahren.
Aber ob sich das Karate- Kumite mit den Kämpfen vergleichen läßt, die ich vorher gesehen habe?

Noch einen schönen Abend.. soto-deshi

Bearbeitet von soto-deshi, 22 September 2011 - 20:47 Uhr.


#53 juveee

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Geschrieben 05 Dezember 2011 - 22:49 Uhr

Meiner Meinung nach geht die Diskussion mittlerweile weit am Thema vorbei. Krafttraining kann eine gute Ergänzung zum Karate sein - dieses sollte aber korrekt durchgeführt werden und muss auf jeden individuell abgestimmt sein. Was viele mit "zu langsam werden" beschreiben, geschieht wenn zu viel gepumpt wird und die Athletik vernachlässigt wird. Und ein 100 Kilo Muskelprotz wird natürlich auch kein Bruce Lee mehr...

Also wie immer im Leben: Alles in Maßen genießen!
----------------------------------
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#54 Luggage

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Geschrieben 07 Dezember 2011 - 16:29 Uhr

Beitrag anzeigenjuveee sagte am 05 Dezember 2011 - 22:49 Uhr:

Meiner Meinung nach geht die Diskussion mittlerweile weit am Thema vorbei. Krafttraining kann eine gute Ergänzung zum Karate sein - dieses sollte aber korrekt durchgeführt werden und muss auf jeden individuell abgestimmt sein. Was viele mit "zu langsam werden" beschreiben, geschieht wenn zu viel gepumpt wird und die Athletik vernachlässigt wird. Und ein 100 Kilo Muskelprotz wird natürlich auch kein Bruce Lee mehr...

Also wie immer im Leben: Alles in Maßen genießen!
Ja? Mike Tyson, rund 100kg trockene Masse bei knapp 1,80m Körpergröße - findste den langsam? Lee vs Tyson, ich würde mein Geld auf letzteren setzen...


#55 juveee

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Geschrieben 07 Dezember 2011 - 23:58 Uhr

Zitat

Ja? Mike Tyson, rund 100kg trockene Masse bei knapp 1,80m Körpergröße - findste den langsam? Lee vs Tyson, ich würde mein Geld auf letzteren setzen...

Da geb ich dir Recht... Mike Tyson ist ein ziemlich gutes Beispiel dafür, dass Muskeln und Schnelligkeit kein Widerspruch sind... wenn man denn richtig trainiert! Cooles Video übrigens.

Bearbeitet von juveee, 07 Dezember 2011 - 23:58 Uhr.

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#56 karatetiger

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Geschrieben 21 Dezember 2011 - 18:18 Uhr

Kraftraining ist die Grundlage für einen erfolgreichen Karateka.

#57 GastFrodoBeutlin_*

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Geschrieben 29 Januar 2012 - 13:33 Uhr

Beitrag anzeigenLuggage sagte am 18 September 2011 - 22:15 Uhr:

Kraftausdauertraining hilft dir nicht bei Ausdaueraufgaben (langes Training durchhalten), aber Hypertrophie kann schon behindern, weil die dickeren Muckies auch mehr Saft brauchen.
Das ist so nicht richtig. Selbst regelmäßiger Waldlauf ist für die Muskeln im Prinzip nichts anderes als "Kraftausdauer". Wer mal am Stück so weit gelufen ist (sagen wir 20 km), daß am anderen Tag von der Hüfte ab ALLES weh tut, der hat auf jeden Fall auch Muskelmasse hinzu bekommen. Da die Muskeln aber (beim Laufen) GESTRECKT (fast schon gedehnt) werden, fällt das optisch nicht so auf.
Man kann bei KEINEM (Leistungs)Sport vermeiden Kraft aufzubauen.

Zitat

Schnelligkeit hat auch nichts mit Kraftausdauer zu tun, eher im Gegenteil.
Nein. Schnelligkeit hat was mit Schnellkraft zu tun. Auch das kann man trainieren.
Beim "Krafttraining" kann man gezielt genau die Muskelgruppen trainieren, die später für die Bewegung erforderlich sind.
Einfachstes Beispiel: der Tsuki. Für diesen brauch der Arm den Deltamuskel und den Trizeps (Arm strecken). Der Bizeps ist beim Schlag selbst vollkommen entspannt.
Wer gelernt hat die entsprechenden Muskeln für eine Bewegung zu gebrauchen - und alles andere was die Bewegung verlangsamt NICHT zu gebrauchen -, der ist nach wie vor schnell:

sieht eigentlich ziemlich flott aus.....

Krafttraining ist TECHNIK, lange präzise Bewegungen, gerader Oberkörper (genau wie beim Karate....). Und wenns anfängt weh zu tun nicht verkrampfen. Wer nach dem Krafttraining nicht sofort Karate (oder irgend was anderes) machen kann, der hat was falsch gemacht.
Nach einem Krafttraining muß man sich wohl fühlen und nicht kaputt. Das ist ein AUFBAU-Training. Daher sollte auch der Muskelkater nicht viel größer sein als wie nach jedem normalen Training.

Beitrag anzeigenLuggage sagte am 21 September 2011 - 21:25 Uhr:

(das reimt sich und was sich reimt ist gut!)
Das hat Pumuckl auch immer gesagt.

#58 Luggage

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Geschrieben 29 Januar 2012 - 13:46 Uhr

Joggen ist per Defintion Ausdauertraining und kann Kraftausdauerelemente enthalten, etwa beim Berglauf. Gezielt irgendwelche Muskelgruppen zu trainieren führt eher zu falschem Training - trainiert Bewegungen und nicht Übungen. Nach dem Krafttraining sollte man kein Karate oder ähnliches machen und machen können, die Regel lautet: Erst Koordination, dann Kraft, dann (Kraft)Ausdauer. Bei intensivem Krafttraining geht die Koordination flöten, der Muskeltonus sinkt massiv und die Stützmuskulatur kann nicht mehr richtig arbeiten, Fehler und Verletzungen sind vorprogrammiert. Wer nach dem Krafttraining sofort ohne Probleme Karate machen kann, hat was falsch gemacht. Sicher sollte man sich nach seinem Training wohl fühlen, allerdings kann man nicht pauschal sagen, dass man sich danach vollkommen fit fühlen muss. Niemand kann immer das ganze Jahr Vollgas geben, das brennt aus. Aber es muss Aufbau-, Festigungs- und Leistungs- und Ausbauphasen geben - in den letzten beiden ist man nach dem Training tot, sonst hat man seine Grenze nicht verschoben. Training ist nunmal nichts anderes, als gezielte Zerstörung bestimmter Strukturen mit anschließender Zeit zum überschießenden Aufbau, das kann und muss nicht immer im Wohlfühlbereich bleiben.

Aber klar, wer braucht Sportwissenschaft, wenn er Allgemeinplätze haben kann - solche zB:

Zitat

Das ist so nicht richtig. Selbst regelmäßiger Waldlauf ist für die Muskeln im Prinzip nichts anderes als "Kraftausdauer". Wer mal am Stück so weit gelufen ist (sagen wir 20 km), daß am anderen Tag von der Hüfte ab ALLES weh tut, der hat auf jeden Fall auch Muskelmasse hinzu bekommen. Da die Muskeln aber (beim Laufen) GESTRECKT (fast schon gedehnt) werden, fällt das optisch nicht so auf.
Man kann bei KEINEM (Leistungs)Sport vermeiden Kraft aufzubauen.
Da werden fröhlich haltlose Mythen und definitionsfreie Kraftbegriffe rausgehaun. Klar, Muskeln werden beim Laufen gestreckt und deswegen werden sie nicht dicker, zu geil xD

#59 GastFrodoBeutlin_*

  • Gast
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Geschrieben 29 Januar 2012 - 15:12 Uhr

Beitrag anzeigenLuggage sagte am 29 Januar 2012 - 13:46 Uhr:

Joggen ist per Defintion Ausdauertraining und kann Kraftausdauerelemente enthalten, etwa beim Berglauf. Gezielt irgendwelche Muskelgruppen zu trainieren führt eher zu falschem Training - trainiert Bewegungen und nicht Übungen. Nach dem Krafttraining sollte man kein Karate oder ähnliches machen und machen können, die Regel lautet: Erst Koordination, dann Kraft, dann (Kraft)Ausdauer. Bei intensivem Krafttraining geht die Koordination flöten, der Muskeltonus sinkt massiv und die Stützmuskulatur kann nicht mehr richtig arbeiten, Fehler und Verletzungen sind vorprogrammiert. Wer nach dem Krafttraining sofort ohne Probleme Karate machen kann, hat was falsch gemacht. Sicher sollte man sich nach seinem Training wohl fühlen, allerdings kann man nicht pauschal sagen, dass man sich danach vollkommen fit fühlen muss. Niemand kann immer das ganze Jahr Vollgas geben, das brennt aus. Aber es muss Aufbau-, Festigungs- und Leistungs- und Ausbauphasen geben - in den letzten beiden ist man nach dem Training tot, sonst hat man seine Grenze nicht verschoben. Training ist nunmal nichts anderes, als gezielte Zerstörung bestimmter Strukturen mit anschließender Zeit zum überschießenden Aufbau, das kann und muss nicht immer im Wohlfühlbereich bleiben.
Da werden fröhlich haltlose Mythen und definitionsfreie Kraftbegriffe rausgehaun. Solche z.B.:
"Kraftausdauerelemente NUR beim Berglauf"
Es gibt da noch ganz andere Arten des Laufens, die überhaupt keinen Berg benötigen und ebenfals die Kraftausdauer steigern.
Ich kenne einige Leute die sich JEDES Jahr auf den Marathon (Berlin) vorbereiten.....und Berge gibt es in dieser Gegend nicht einen einzigen.

" Gezielt Muskelgruppen zu trainieren führt zu falschem Training"
Immer wieder kriegt man den selben Schwachsinn zu hören. Da fragt man sich welche "Fehler" z.B. einen Klitschko zu einem "Doktor Faust" machen.....sch***** nochmal diese "Fehler" würde ich gerne mal machen.......ups war das Ironie....

"die Regel lautet....."
DIE Regel gibt es nicht......

"Bei intensivem Krafttraining geht die Koordination flöten"
Und schon wieder geht der Schwachsinn in die 2. Runde. Es gibt mehr Arten des Krafttreinings als es Sportarten gibt. Da wirst du doch als erfahrener(?) Kampfsportler in der Lage sein, dir das passende raus zu suchen. Wenn nicht hast du schlicht keine Ahnung oder den falschen Trainer.

"Fehler und Verletzungen sind vorprogrammiert"
Ja.....seit meiner Geburt....mitlerweile habe ich aber dazu gelernt.

"Niemand kann immer das ganze Jahr Vollgas geben, das brennt aus"
Bei falschem Training sicherlich. Allerdings sehen viele Profisportler selbst nach Jahrzehnten garnicht ausgebrannt aus.
Wie geht das.......?

"Aber es muss Aufbau-, Festigungs- und Leistungs- und Ausbauphasen geben - in den letzten beiden ist man nach dem Training tot"
Sch**** nochmal, da schämt man sich ja richtig, wenn man nach dem Krafttraining nicht gleich "tot" ist.

"das kann und muss nicht immer im Wohlfühlbereich bleiben"
Und schon wieder schämt man sich, weil man sich wohl fühlt.

Zitat

Da werden fröhlich haltlose Mythen und definitionsfreie Kraftbegriffe rausgehaun. Klar, Muskeln werden beim Laufen gestreckt und deswegen werden sie nicht dicker, zu geil xD
Ob sie genau deshalb "nicht dicker" werden, war eine Annahme von mir. Aber daß sie beim Laufen entsprechend gestreckt werden ist eine Tatsache.
Es gibt LANGE Schritte und kurze Schritte, schnelle lange und schnelle kurze Schritte u.s.w.
Auch beim RICHTIGEN Krafttraining werden die Muskeln gestreckt bis hin zu gedehnt und gestaucht.
Siehe Kniebeugen (die Königsdisziplin):

Statt der 4-5 Sätze und den 8-10 Wdh. kann man beispielsweise 4-5 Sätze a 20-25 Wdh. machen, was dann einem Kraftausdauertraining entspräche.
Was der Herr in dem Video zeigte war Training für "Maximalkraft". Wir aber wollen eher "Ausdauerkraft". Und die muß man ebenso speziell trainieren, wie alle anderen Arten von Kraft.

Ob man dafür in ein Studio gehen MUSS ist jedem selbst überlassen. Aber man KANN entsprechendes eben AUCH mit entsprechendem Training in einem Kraftstudio kombinieren.
Wer das in der heutigen Zeit immer noch bezweifelt, der ist m.E. über die gängigen Klischees noch nicht hinaus gekommen.
Allerdings sollten diejenigen beachten, daß diese einen ganz bestimmten "Typus" von "Bodybuildern" betreffen, die sich ihren "schlechten Ruf" selbst zuzuschreiben haben, weil sie eben auch keinen Hel daraus machen, daß sie was einwerfen "um so auszusehen".

Ein wichtiger Bestandteil eines JEDEN Trainings ist die Ernährung und SCHLAF. Die meisten vergessen das oder halten gerade das für einen "Mythos".

Bearbeitet von FrodoBeutlin, 29 Januar 2012 - 15:16 Uhr.