Danke für die zahlreichen Erläuterungen zu den unterschiedlichen Verbänden. Jetzt wird mir einiges auch klarer. Was mich ein bisschen wundert sind
1) das Lehrer/Schüler-Verhältnis (dazu hatte ich aber schon etwas geschrieben)
2) der Bezug zu einer Genealogie als Qualitätsmerkmal (IMI Ja/Nein)
3) Abgrenzung Krav Maga "Techniken" (ist Bestandteil / kein Bestandteil)
Ich kann das durchaus verstehen, weil ich meinen Schwerpunkt eher in einer japanischen KK habe, aber das dies in RBSD-Systemen so gelebt wird ist mir neu und ich halte das auch nicht für ein RBSD-System unbedingt für förderlich.
Ich habe Krav Maga bisher so verstanden, dass es ein Hybrid verschiedenster Techniken anderer KS/KK ist und
a) gerade die militärische Trainingsmethode und
b) der kontinuierliche Feedback aus den Einsätzen und der Erfahrung der IDF, d. h. eine regelmässig kämpfenden Wehrpflichtigen Armee,
aus diesem Technikbaukasten Krav Maga formt. Techniken kommen ja nicht aus Spass hinzu oder fallen weg, sondern weil man Erfahrung im Feld damit gesammelt hat. Ob etwas funktioniert oder nicht, darüber kann man ja jahrelang am runden Tisch spekulieren, aber KIA- oder WIA-ratios kann man nicht wegdiskutieren. Andere RBSD-Systeme können genau dies nicht von sich behaupten und das ist ein verdammt wehrvolles Alleinstellungsmerkmal. Klar haben auch andere RBSD-Systeme ehemalige Militärs im Programm, aber deren Erfahrung liegt meistens schon laaaaange zurück und die sind eher selten in die Feedback-Schleifen laufender Einsätze oder Einsätze der jüngsten Vergangenheit eingebunden, d. h. deren aktuelles Wissen stagniert.
Daher würde mich interessieren, wie genau die unterschiedlichen Verbände, die Alleinstellungsmerkmale - so wie ich sie verstehe -, d. h. a) und b) abbilden. Ich hoffe, dass kann man vergleichenl, ohne gleich überall Instruktor zu sein.
Bearbeitet von shrike2, 23 Juni 2009 - 08:06 Uhr.