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Krav Maga <> Krav Maga


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48 Antworten in diesem Thema

#41 Mirco

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Geschrieben 22 Juni 2009 - 15:10 Uhr

ZITAT(DocDog @ 22.06.2009 13:09 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
........und haben seit unserem Weggang das Programm selbständig geändert. Z.B. mit neuem Input durch unsere Israelaufenthalte, aber auch durch andere Einflüsse, welche uns gefielen und ins Konzept passten. DAS ist übrigens ein essentieller Bestandteil des Krav Maga: Offenheit für neue Wege und Möglichkeiten!

Grüße,
Doc


Ich denke das machen andere KM Verbände auch. Selbst die IKMF hat ja ihre Inhalte immer wieder angepasst und verändert. Der einzige, der von sich aus sagt, er lehre noch 100% das KM, welches Imi gelehrt hat, ist Yaron Lichtenstein.

Auch die GKMF wird kein "100 % Imi Sytem KM" lehren und Änderungen vornehmen- der Bodenkampftrainer ist ja z.B. aus dem Luta Livre und der Verbandschef selber schaut sich "andere KM Derivate" an (na ja, zumindest habe ich Sejosha Agiri auf einigen Fotos eines Itay Gil Seminares in Holland wiedererkannt: http://www.protectinvest.nl/fotos/fotos/se...90530a_191.html )............
von "original IMI System" kann da auch keine Rede sein !

Gruß, Mirco
WWW.Kettlebell-Fitnesstraining.de

#42 DocDog

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Geschrieben 22 Juni 2009 - 16:08 Uhr

ZITAT
Ich denke das machen andere KM Verbände auch


Den Hinweis wollte ich ursprünglich auch schreiben, war aber der Meinung, dass es offensichtlich ist. Alles andere wäre auch falsch.
www.kravmaga-germany.de

www.iron-warrior.com

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#43 Sticky

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Geschrieben 22 Juni 2009 - 16:54 Uhr

ZITAT
An welcher Stelle wäre denn der "Krav Maga Germany" Verband einzuordnen, bzw. wann ist er entstanden (Ist der Verband nicht auch ein Defcon Derivat?) ?


Auf jeden Fall mausert er sich so langsam aber sicher zum größten deutschen Verband..zumindest, was die Anzahl der Schulen betrifft ohmy.gif
www.kalter-stahl.com

#44 Schwede1968

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Geschrieben 22 Juni 2009 - 17:45 Uhr

@Doc

Du kommst doch aus der Defcon Richtung, oder?!?

@all

Was unterscheidet die Verbände denn technisch und strukturell? Irgendwelche Abgrenzungsmöglichkeiten muß es ja geben - selbst bei gleichen Ursprüngen!
KOMPROMISSLOSE Sicherheit
www.sicherheitsausbildungen.eu

#45 DocDog

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Geschrieben 22 Juni 2009 - 20:14 Uhr

@Sticky
Jupp, wir haben recht guten Zulauf und sind konzeptionell ziemlich gut davor. Wart mal ab, was demnächst noch kommt. Spätestens, wenn ihr zur Nordic Knife Challenge bei uns seit, sollten wir einige dingfeste Überraschungen haben. wink.gif

@Schwede
Ja, aber seitdem hat sich doch einiges geändert. Unterschiede der Verbände? Puhhhh, ich glaube, darüber wurde in so manchem Thread schon diskutiert - ob es abschließend beantwortet werden konnte, wage ich zu bezweifeln.
www.kravmaga-germany.de

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#46 Lars

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Geschrieben 23 Juni 2009 - 05:51 Uhr

ZITAT(Schwede1968 @ 22.06.2009 18:45 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
Was unterscheidet die Verbände denn technisch und strukturell? Irgendwelche Abgrenzungsmöglichkeiten muß es ja geben - selbst bei gleichen Ursprüngen!


So für einen generellen Systemvergleich müsste man jemanden fragen, der alle KM Systeme bis einschließlich Instructor-Graduierung durchlaufen hat.

Dazu kommt die Schwierigkeit, dass innerhalb der einzelnen Verbände auch Techniken wieder verworfen, ergänzt, verfeinert, verändert werden, wenn sich Verbesserungsbedarf sieht - hier könnte es also durchaus auch Parallelentwicklungen geben.

Ansonsten hat man als Trainierender immer nur einen kleinen Einblick. Ich kann klare Unterschiede zwischen dem Basicbereich bei Defcon und dem Basicbereich bei KMG festmachen, weiter geht es dann aber bei mir schon gar nicht mehr.
(bei Defcon gab es zum Beispiel im Basicbereich kein Sparring, dafür Abhärtungstraining und fast die Hälfte der Zeit (gefühlt) Aufwärm- und Konditionstraining, dazu ein- oder zwei Standarddrills, die jede Stunde durchexerziert wurden, bei KMG hingegen wird mehr Wert auf die kämpferische Komponente gelegt und Sparring gegen eine oder mehrere Personen füllt fast bei jeder Trainingseinheit die letzten 25 Minuten, dazu weitaus weniger Aufwärmprogramm, auch die Drills haben bei KMG einen anderen Charakter wie bei Defcon, dort sind sie eher sehr lang und eigenständig, bei KMG sind sie kurz und mit Schmackes und stehen immer direkt im Zusammenhang mit einem folgenden Sparring oder unkooperativen Übungen).

Bearbeitet von Lars, 23 Juni 2009 - 05:57 Uhr.


#47 shrike2

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Geschrieben 23 Juni 2009 - 08:01 Uhr

Danke für die zahlreichen Erläuterungen zu den unterschiedlichen Verbänden. Jetzt wird mir einiges auch klarer. Was mich ein bisschen wundert sind

1) das Lehrer/Schüler-Verhältnis (dazu hatte ich aber schon etwas geschrieben)

2) der Bezug zu einer Genealogie als Qualitätsmerkmal (IMI Ja/Nein)

3) Abgrenzung Krav Maga "Techniken" (ist Bestandteil / kein Bestandteil)

Ich kann das durchaus verstehen, weil ich meinen Schwerpunkt eher in einer japanischen KK habe, aber das dies in RBSD-Systemen so gelebt wird ist mir neu und ich halte das auch nicht für ein RBSD-System unbedingt für förderlich.

Ich habe Krav Maga bisher so verstanden, dass es ein Hybrid verschiedenster Techniken anderer KS/KK ist und

a) gerade die militärische Trainingsmethode und

b) der kontinuierliche Feedback aus den Einsätzen und der Erfahrung der IDF, d. h. eine regelmässig kämpfenden Wehrpflichtigen Armee,

aus diesem Technikbaukasten Krav Maga formt. Techniken kommen ja nicht aus Spass hinzu oder fallen weg, sondern weil man Erfahrung im Feld damit gesammelt hat. Ob etwas funktioniert oder nicht, darüber kann man ja jahrelang am runden Tisch spekulieren, aber KIA- oder WIA-ratios kann man nicht wegdiskutieren. Andere RBSD-Systeme können genau dies nicht von sich behaupten und das ist ein verdammt wehrvolles Alleinstellungsmerkmal. Klar haben auch andere RBSD-Systeme ehemalige Militärs im Programm, aber deren Erfahrung liegt meistens schon laaaaange zurück und die sind eher selten in die Feedback-Schleifen laufender Einsätze oder Einsätze der jüngsten Vergangenheit eingebunden, d. h. deren aktuelles Wissen stagniert.

Daher würde mich interessieren, wie genau die unterschiedlichen Verbände, die Alleinstellungsmerkmale - so wie ich sie verstehe -, d. h. a) und b) abbilden. Ich hoffe, dass kann man vergleichenl, ohne gleich überall Instruktor zu sein.

Bearbeitet von shrike2, 23 Juni 2009 - 08:06 Uhr.


#48 shrike2

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Geschrieben 23 Juni 2009 - 08:18 Uhr

Kurz noch ergänzt:

Klar muss dann ein Instruktor bzw. Verband aus a) und b) die richtigen Schlüsse für ein ziviles RBSD-System in Deutschland machen und das Programm entsprechend gestalten, das hängt natürlich dann vom Verband und den Instruktoren ab, aber dennoch braucht er m. E. irgendwie regelmässig a) und b) als Input für diesen Prozess und genau die Art und die Häufigkeit und Qualität interessiert mich sehr.

Bearbeitet von shrike2, 23 Juni 2009 - 08:19 Uhr.


#49 Dr. Ralf

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Geschrieben 23 Juni 2009 - 09:15 Uhr

ZITAT(DocDog @ 22.06.2009 15:09 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
@Mirco
Von der Zeitschiene her wäre, meines Wissens, folgendes richtig:

1. Krav Maga Maor 1998
2. Krav Maga Essen 1999
3. IKMF 2002
4. Krav Maga Freiburg 2005 (seit 2001 gibt es das Trainingscenter und seit 2005 eigenständig - falls ich mich irre, bitte korrigieren Dr. Ralf)
5. Krav Maga Germany 2007
6. Krav Maga Union 2007

........
Grüße,
Doc


Noch was zur Zeitschiene bezüglich Krav Maga Maor. KMM gab es in Deutschland bis Ende 2003. Damals kam es zur Trennung der deutschen und schweizer Schulen von Maor. In Deutschland wurde Defcon als Folgeorganisation gegründet. Geleitet wurde Defcon zunächst von einem 4 köpfigen Lehrteam (Berberich, Demirer, Nagel und meine Wenigkeit). Unter diesem Lehrteam wurde das Programm systematisiert und modifiziert.
Im Mai 2005 verabschiedete ich mich aus dieser Defcon Führungsriege, zum einen weil ich seitens des Programms eigene Wege gehen wollte, zum anderen weil sich m.E. der Primus inter Pares immer mehr zum Caesar entwickelte smile.gif.
Damit war quasi das Triple-i KM geboren, zu welchem im Laufe der Zeit auch weitere Instruktoren beigetragen haben (Christian Benz, Bo Demirer).
2007 gesellte sich mit Bo Demirer ein weiteres Mitglied der ehemaligen Defcon Führungsriege zu uns, was letztendlich auch zur Gründung der Krav Maga Union führte.

ZITAT(Mirco @ 22.06.2009 16:10 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
…..
Der einzige, der von sich aus sagt, er lehre noch 100% das KM, welches Imi gelehrt hat, ist Yaron Lichtenstein.
…..

Gruß, Mirco


Selbst da bin ich mir mittlerweile nicht mehr so sicher. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das ursprünglich für militärische Zwecke entwickelte KM so massiv auf kopfhohe Tritte setzte. Ich denke, dass unter Lichtenshtein zwar einige Dinge noch exakt so unterrichtet werden, wie zu Imis Zeiten, allerdings fand unter ihm eine starke Wichtung zugunsten genannter Tritte statt. Zudem betrieb er m.E. einen Übergang vom SV System zur Kampfkunst. Er legt viel Wert auf Etikette, und sein Unterricht erinnert mehr an einen Unterricht in einer traditionellen asiatischen Kampfkunst, als an ein Training in einem SV System mit polizeilich-militärischem Hintergrund.
Gruß Ralf

www.kravmaga-deutschland.de / www.km-freiburg.de / www.km-karlsruhe.de