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Verteidigung gegen mehrere Kontrahenten


54 Antworten in diesem Thema

#41 Gastshiremono_*

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Geschrieben 27 Februar 2010 - 22:05 Uhr

ZITAT(Capsaicin II @ 27.02.2010 19:15 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
wäre der mit dem Hocker (oder Stuhlbein) eh auf der sicheren Seite!


Sicher? Was ist denn wenn der Aggressor eine schlimme Kindheit hatte, Migrationshintergrund hat, sich von Mutti nicht geliebt fühlt oder betrunken ist?

Bei deutscher Rechtssprechung ist man eigentlich nie auf der sicheren Seite, hervorragender Täterschutz. Deswegen mache ich mir um sowas grundsätzlich keine Gedanken und sehe einfach zu das ich wegkomme.

ZITAT
Barhocker in die Eine, und das Messer zum beenden in die Andere...


Klingt verlockend, aber als XY Chromosom Träger bin ich einfach nicht multitasking fähig. Wahrscheinlich würde ich nur mit verhederten Armen enden und mein Messer im linken Nasloch wiederfinden, und da störts eindeutig beim Schneuzen.

#42 Capsaicin II

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Geschrieben 27 Februar 2010 - 23:19 Uhr

ZITAT(shiremono @ 27.02.2010 22:05 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
Klingt verlockend, aber als XY Chromosom Träger bin ich einfach nicht multitasking fähig. Wahrscheinlich würde ich nur mit verhederten Armen enden und mein Messer im linken Nasloch wiederfinden, und da störts eindeutig beim Schneuzen.

todlach.gif

Dann ist das Y Chromosom aber eine Erfindung der Neuzeit.

Ansonsten wären all unsere Altvorderen nicht mit Schild & X zu Rande gekommen.

oder der Schliemann lügt.
(und selbst wenn die Archäologie irrt, dann doch nicht Hollywood wink.gif )

ZITAT(shiremono @ 27.02.2010 22:05 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
Was ist denn wenn der Aggressor eine schlimme Kindheit hatte, Migrationshintergrund hat, sich von Mutti nicht geliebt fühlt oder betrunken ist?

Bei deutscher Rechtssprechung ist man eigentlich nie auf der sicheren Seite

Alles was du brauchst ist einen guten Anwalt und eine schlimmere Geschichte! devil.gif

Du bist Berufssoldat, da muss man doch einen schweren Fehler im Denkkasten draus konstruieren können?! huh.gif
Das Gespinst strickst du dann fleißig weiter, das du nur zum Bund bist der Patriarchalischen Struktur wegen, weil du ohne angeschrien werden und Strafliegestütz sofort entgleist,
außerdem funktioniert deine Konditionierung (viele Jahre fernab der normalen Gesellschaft) ähnlich wie den Hunden aus der Hundestaffel. Sobald du farbige Kleidung siehst, tickst du leider aus.
Da der Kerl einen gelben Pullover trug, und dich leider nicht angeschrien hat, bist du das wahre Opfer und nicht er tongue.gif

Bearbeitet von Capsaicin II, 27 Februar 2010 - 23:30 Uhr.

... reden Sie einfach weiter, irgendwann wird schon etwas Sinnvolles dabei sein.

9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen: "Du bist nicht verrückt", und die 10te summt unaufhörlich die Tetris Melodie

I`m dreaming of a world, without walls and fences, without windows and gates...

#43 Gastshiremono_*

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Geschrieben 28 Februar 2010 - 01:47 Uhr

ZITAT(Capsaicin II @ 27.02.2010 23:19 Uhr ) <{POST_SNAPBACK}>
der Patriarchalischen Struktur wegen, weil du ohne angeschrien werden und Strafliegestütz sofort entgleist,


Ab dem Punkt weiss ich das du nie beim Bund warst. Du verwechselst die Bundeswehr anscheinend mit einer Armee.


#44 Smoo

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Geschrieben 28 Februar 2010 - 12:12 Uhr

ZITAT
Sicher? Was ist denn wenn der Aggressor eine schlimme Kindheit hatte, Migrationshintergrund hat, sich von Mutti nicht geliebt fühlt oder betrunken ist?

Bei deutscher Rechtssprechung ist man eigentlich nie auf der sicheren Seite, hervorragender Täterschutz. Deswegen mache ich mir um sowas grundsätzlich keine Gedanken und sehe einfach zu das ich wegkomme.


Hallo,

das stimmt mich nachdenklich. Sonst bist du doch gegen Klischees. Habe aber auch net alles gelesen.

--------

Die Verteidigung gegen mehrere Gegner, ist einem Anfänger aus unserem Verein geglückt. Sie waren zu zweit und die anderen zu Dritt.

Ziemlich verkorkste Geschichte, wäre zu komplex. Aber interessant waren die Berichte über:

1. Schmerzempfinden vollkommen herabgesenkt, trotz volltreffer eines Gegners und blauem Auge anschließend.
2. Besonders saubere Techniken und starkes Reaktionsvermögen mit angepassten Techniken.
3. Präzision, mancher Schläge, war wohl so gut, dass ein Schlag ausreichte für ein vorübergehendes Knockout (Gegner sind umgefallen)
4. Trotz Schläge ins Gesicht der Gegner, sind die eigenen Fäuste heil geblieben.

Also da ist wohl alles gut gegangen. OK der Preis war ein blaues Auge. Der andere hatte wohl Prellungen, mir nciht weiter bekannt, außer dass einer auf ihn eintrat, als er am Boden lag (also der der zum Anfänger gehörte, hätte wohl richtig Pech haben können). Aber die Klischeegangster, sind von der Partie vor Angst geflüchtet, samt Perle im Gepäck laugh.gif Da hat wohl jemand richtig sein Geicht verloren.

Der Anfänger, hat keine bis besonders wenig Sparringerfahrung. Ist jetzt 1 1/2 Jahre beim Training. Eigentlich recht fleißig. Etwas kompakt (unter 170) aber extrem Konditionsstark.

Also ein Patentrezept kenne ich nicht und sehe ich da auch nicht. Manche sind fürs Kämpfen geboren. Das habe ich ihm nicht gesagt, weil die Aktion ziemlich dämlich war. Aber das Ende ist schon ziemlich lustig. ^^

FG

Smoo
2.

Bearbeitet von Smoo, 28 Februar 2010 - 12:14 Uhr.

Ich bin personifiziertes Yang und kann nix dafür, is' halt so.

www.fighters-world.de

Wer mit Worten geizen kann, sodass der Inhalt strahlt, der ist wirklich reich.

#45 GastRolex_*

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Geschrieben 01 Juni 2010 - 19:35 Uhr

ich würde vor allem eine strategie wählen bei denen sich die gegner selbst auf die füße treten.

oder die füße in die hand nehmen

#46 HAI

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Geschrieben 02 Juni 2010 - 18:45 Uhr

Moin,
@Rolex,
Füsse in die Hand nehmen wäre eine Option.
wie würde denn Deine Strategie gegen mehrer Kontrahenten aussehen?
Wie sieht es aus das "bei denen sich die gegner selbst auf die füße treten".
Wir,die Forumsteilnehmer, sind immer an Lösungsvorschlägen interessiert.

gruss Hai
****
DE OPPRESSO LIBER Freiheit den Unterdrückten
Leitspruch der US Army Special Forces
****

#47 GeradeAus

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Geschrieben 06 Juni 2010 - 11:06 Uhr

Beim Vorgehen gegen mehrere Angreifer, ist es wichtig sich immer nur mit einem zu beschäftigen.
Sich den stärksten, oder schwächsten herraus zu suchen, ist von vorne herein zum scheitern verurteilt. Man kann nicht mit 100%iger Sicherheit sagen welche Person das sein soll und wenn diese auch noch ungünstig steht, bringt man sich damit selbst in Gefahr.

Daher sollte man, wenn ein Kampf unausweichlich ist, sehr langsam auf die Gegner zu laufen und sich auf den Gegner konzentrieren, der einem am nächsten ist. Dieser Gegner wir meistens der "Rudelführer" sein, aber auch wenn nicht, macht das für die weiteren Handlungsverlauf keinen Unterschied. Die Deckung sollte wärend der ganzen Zeit unten, oder Versteckt in Gestick und für den Gegner nicht erkennbar sein.

Jetzt wartet man bis ein Gegner in Schlagreichweite ist und schlägt sofort, mit voller Kraft und ansatzlos, zu. Bei bedarf natürlich auch ein zweites, drittes oder viertes mal, wenn Zeit dafür vorhanden. Als Ziel sollte man den Hals haben, wobei man nach Möglichkeite nicht auf den Adamsapfel schlagen sollte, die Schlefen, Ohren oder Genitalien. Es ist außerdem wichtig wären der ganzen Zeit und im weiteren Verlauf des Kampfes Tritte zu vermeiden, da diese das Gleichgewicht unnötig gefährden und in der Mobilität einschräncken.

Nachdem ersten Schlag geht die Deckung "offiziell" hoch und es gibt zwei Optionen.
1. Man rennt weg. Bei zwei Gegnern wird sich der Kollege höchstwarscheinlich um seinen Freund kümmern, sodass Zeit bleibt weg zulaufen.
2. Man bleibt stehen. Bei drei und mehr Gegnern, kann es passieren, dass jetzt auch der Rest zum Angriff übergeht. Da man bereits einen Gegern ausgeschaltet hat, blockiert er den weg für die restlichen. Man hat jetzt die Möglichkeit einen weiteren Auszuschalfen, der mit der Situation überfordert ist, oder zumindest einen weiteren Gegner zu isolieren, was unglaublich wichtig ist.

>>Wichtig: bei bewaffneten Gegnern ist Option 2.) sicher nicht sinnvoll.<<
(Bewaffnung sollen hier Messer und Schusswaffen sein, Stöcke ausgeschlossen.)

Nachdem möglichen Ausschalten des zweiten Gegners, möglichst durch 1-5 gezielte und schnelle Schläge, wäre die Situation , bei einer Gruppe von 3 Personen, relativ ungefährlich. Der dritte Angreifer wird erfahrungsgemäß nicht angreifen und es stehen wieder Optionen
zu verfühgung, für Gruppe von 3 Gegenern:
1. Man rennt weg. Vor einer Person zu entkommen ist sehr viel einfacher, als vor zwei.
2. Man deckt sich und lässt auf sich einschlagen. Hände vor das Gesicht und die Brust und rückwärts laufen.
3. Man haut die letzte Person um. Wenn man es sich zutraut könnte man, falls NÖTIG, natürlich auch noch die letzte Person angreifen. Wobei man sich klar sein muss, dass man keinen Überraschungsmoment mehr auf seiner Seite hat und den Gegner auch nicht, mit einer ungewohnten Situation, überforden kann.
4. Hilfe rufen. Via Handy Hilfe holen, falls der Gegner nicht angreift.

Bei größeren Gruppen als 3 Personen,
1. kann man in der Angriffsphase der Gruppe, versuchen nach dem Isolieren und Ausschalten des zweiten Gegners, einen dritten zu Isolieren und auszuschalten.
2. kann man einen Anruf bei der Polizei tätigen, oder vortäuschen.

Sollte etwas schief gehen, Deckung & Embryonalstellung und warten bis es vorbei ist.

>>Hebel sind generell nicht sinnvoll.<< (Bis die Gegern bemerken, dass einer von ihnen im Hebel steckt, ist der Arm des jenigen schon gebrochen, was nicht sinnvoll für dich ist und vorallem Zeit kostet.)

Dies ist nur anzuwenden wenn ein Kampf unausweichlich ist, denn nach der ersten Aktion, wird der Kampf unausweichlich sein!

Kritik erwünscht
Gruß

Bearbeitet von GeradeAus, 06 Juni 2010 - 11:14 Uhr.


#48 Gastshiremono_*

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Geschrieben 06 Juni 2010 - 18:56 Uhr

[quote name='GeradeAus' date='06 Juni 2010 - 12:06 Uhr' timestamp='1275818792' post='630126']
Beim Vorgehen gegen mehrere Angreifer, ist es wichtig sich immer nur mit einem zu beschäftigen. [quote]

Beschäftige dich grundsätzlich mit Allen. Wenn du dich nur mit einem beschäftigst verlierst du die anderen aus den Augen und machst ein dummes Gesicht wenn dir jemand ins Kreuz springt.
Außerdem kann man mehrere Leute gegeneinander Nutzen.

Wie mir mal so schön gezeigt wurde:
Allein gegen mehrere hat man folgenden Nachteil: Man ist allein.
Aber man hat folgenden Vorteil: Sie sind mehrere.

Es kommt nun darauf an den Nachteil so gering wie möglich zu halten und den Vorteil bestens zu nutzen.

[quote]Daher sollte man, wenn ein Kampf unausweichlich ist, sehr langsam auf die Gegner zu laufen[/quote]

Wenn ich auf die anderen zulaufen muss, habe ich noch genug Abstand mich zu verpissen. Das sollte man dann auch tun.

Wenn ich dafür zu nah bin und erreiche meine Linie ab der die Diplomatie tot ist, explodiere ich. Ich beginne mich zu bewegen und höre auf mich zu bewegen. Das Aufhören endet entweder damit das ich auf den Boden aufschlage oder das meine Gegenüber nicht mehr stehen.

[quote]oder Versteckt in Gestik und für den Gegner nicht erkennbar sein.[/quote]

Ich präferiere da die "Nachdenk"-Haltung. Linke Hand am rechten Ellbogen, rechte Hand am Kinn. Sieht unverdächtig aus, der Torso ist geschützt und die Hände sind schnell da wo ich sie brauche.

[quote]Als Ziel sollte man den Hals haben,[/quote]

Davon würde ich abraten, da geht zu schnell etwas kaputt das auch der RettAssi nicht mehr flickt.

Was ganz gut aus meiner Denker-Pose klappt ist eine Maulschelle mit dem linken Handrücken. Dadurch gehen die Arme in Abwehrhaltung. Dann ein gerader Fauststoß zwischen den Unterarmen hindurch auf den Plexus Solaris. Trifft man richtig so muss man sich um denjenigen keinen Kopf mehr machen, weil er genug Probleme hat zu atmen.
Zum Schluß sollte man allerdings prüfen ob es dem noch halbwegs gut geht oder eine HLW/ stabile Seitenlage angeraten ist.

Diese Abfolge hat mir oft gute Dienste geleistet.


[quote]Es ist außerdem wichtig wären der ganzen Zeit und im weiteren Verlauf des Kampfes Tritte zu vermeiden, da diese das Gleichgewicht unnötig gefährden und in der Mobilität einschräncken.[/quote]

Jein. Hohe Tritte sollte man immer sein lassen wenn man nicht eben ein Könner ist. Ich kenne ein paar Jungs aus der französischen Armee die mit ihrem Savate so ziemlich jeden kaputt machen, aber ohne Tritte wären die arm dran.
Aber, jeder Bewegungskasper kriegt es hin seinem Gegenüber einen heftigen Tritt gegen Schienbein oder Knie zu verpassen ohne gleich umzufallen. Und mit Schuhen ist so ein Tritt doch ein ziemlicher Showstoper.

[quote]>>Wichtig: bei bewaffneten Gegnern ist Option 2.) sicher nicht sinnvoll.<<
(Bewaffnung sollen hier Messer und Schusswaffen sein, Stöcke ausgeschlossen.)[/quote]

Vor einem Bewaffneten renne ich noch weniger weg als vor einem Unbewaffneten. Vor einer Schußwaffe wegrennen hat schon eine gewisse Komik in sich, und bei einem Messer will ich den Typen sehen. Wenn ich vor ihm wegrenne und er springt mir ins Kreuz o.ä. sind meine Chancen noch mieser als vorher.

[quote]Sollte etwas schief gehen, Deckung & Embryonalstellung und warten bis es vorbei ist.[/quote]

Wäre eher für Packen, Kratzen, Beißen, um sich treten. Das mit dem Warten bis es vorbei ist ergibt sich von selbst.

Wenn man einmal kämpft, hört man nicht auf. Darauf zu vertrauen das mein Gegner nicht blöd genug ist mir aus Frust/Langeweile/Männlichkeitsgefühlen/blabla den Schädel einzutreten ist Glücksspiel. Man kämpft bis man nicht mehr kann, danach ists sowieso egal.

[quote]>>Hebel sind generell nicht sinnvoll.<<[/quote]

Kann man in dieser Absolutheit nicht behaupten.
Hebel sind simulierte Brecher. In einem Kampf hebel ich niemanden, ich breche durch. Mit dem was dann da noch rumschlackert kann er nicht mehr zuschlagen, falls ihm vor lauter Übelkeit und kaltem Schweiß überhaupt noch nach Kämpfen ist.

Oder ich bringe einen Einzelnen unter Kontrolle, das geht auch.

#49 GastHöllenengel_Dirk_*

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Geschrieben 06 Juni 2010 - 22:39 Uhr

Die ganzen komplexen technischen Anleitungen a la WT-Lehrbuch etc. sind für die Tonne.
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wenn dies passiert, dann mach ich das, funktioniert sowieso nicht da alles viel zu schnell und chaotisch abläuft. Für komplexe Handlungsabläufe und Gedankengänge bleibt da keine Zeit. Entweder man schafft es blitzschnell den Weg (zur Flucht oder um sich etwas Luft bzw. Respekt zu verschaffen) freizukloppen oder man landet früher oder später auf dem Boden und dann wird es meist duster.

Mich hat immer nur eines gerettet; unter Ausnutzung des Überraschungseffektes so hart wie möglich (zum Kopf) schlagen, um ein oder zwei, mit Glück drei der Burschen KO zu kloppen; dann hat man meist Zeit zum abhauen oder es hat, mit Glück, keiner mehr Bock.
Meine persönliche Taktik unter Ausnutzung des Überraschungseffektes (bei dreien) sah/sieht so aus: mittiger Bursche - linke Gerade (welche mich auch gleichzeitig gegen Angriff von links deckt); rechter Bursche rechte Gerade oder Haken; aus der Linksdrehung rechter Ellenbogen für mittigen (falls er nach der Linken noch steht) oder eben für den noch verbliebenen linken Burschen. Die linke Faust bleibt in Reserve und deckt die linke Seite. Falls einer mal ganz dicht dran ist; Kopfstöße auf das Nasenbein zum schocken des Gegners funktionieren auch gut.
Häufiger kommt es auch vor, dass Burschen die halb KO auf dem Boden liegen anfangen die Beine zu umklammern bzw. sich daran hochziehen wollen (mir hat sogar mal einer in die Wade gebissen :lol: ). Davon darf man sich nicht ablenken lassen und schon gar nicht aufhalten.
Unten verschafft man sich Luft am besten mit den Knien, die kann man quasi blind nach Gefühl einsetzen und dabei trotzdem oben halbwegs agieren.
Für komplexere Geschichten, bleibt keine Zeit. Jedes zögern oder zeitaufändigeres agieren, lässt den Gegnern Zeit sich psychisch zu sammeln und koordiniert selbst anzugreifen.

Voraussetzung für Erfolg; nicht (komplett) umkreisen lassen, Umsetzung des ganzen in Sekundenbruchteilen unter Ausnutzung des Überraschungseffektes und ordentlich Dampf in den Fäusten sowie Nehmerqualitäten falls doch mal einer schneller reagiert und man was kassieren muss. Zum Glück haben, meiner Erfahrung nach, die meisten in Gruppen auftretenden Chaoten nix in den Fäusten (kann man sich natürlich nicht darauf verlassen!) bzw. schaffen es kaum Wirkungtreffer anzubringen solange man sich bewegt.

Keine Garantie; nur von mir bis zum Umfallen trainiertes und persönlich praxiserprobtes Szenario! :)
Waffen, lass ich mal weg. Anderes, weitaus härteres Kaliber; dafür hab ich auch meine Lösungen, schreib ich hier aber nicht.
Juristische Konsequenzen, da sie hier angesprochen wurden; mir Wurst bei mehreren Gegnern die mir ans Leder wollen. Aufgearbeitet und zusammengefegt wird hinterher.

Bearbeitet von Höllenengel_Dirk, 06 Juni 2010 - 22:51 Uhr.


#50 Bexx

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Geschrieben 07 Juni 2010 - 15:10 Uhr

Beitrag anzeigenHöllenengel_Dirk sagte am 06 Juni 2010 - 22:39 Uhr:



Voraussetzung für Erfolg; nicht (komplett) umkreisen lassen, Umsetzung des ganzen in Sekundenbruchteilen unter Ausnutzung des Überraschungseffektes und ordentlich Dampf in den Fäusten sowie Nehmerqualitäten falls doch mal einer schneller reagiert und man was kassieren muss. Zum Glück haben, meiner Erfahrung nach, die meisten in Gruppen auftretenden Chaoten nix in den Fäusten (kann man sich natürlich nicht darauf verlassen!) bzw. schaffen es kaum Wirkungtreffer anzubringen solange man sich bewegt.


Hallo,

das kann ich unterschreiben.

Mir persönlich ist es so passiert, dass ich versucht habe einen Kumpel zu schützen und zwar durch Deeskalation. Das dumme war, bevor ich den ersten Satz fertig ausgesprochen hatte, bekam ich schon die erste Faust von hinten auf die Schläfe, drehte mich blitzschnell um und schlug zurück. In diesem Moment hatte ich allerdins schon verloren, da sich in sekundenbruchteilen ein Kreis aus 5-10 Leuten um mich gebildet hatte und alle auf mich einschlugen. Genaue Details erspare ich euch aber lustig war, dass ich nicht zu Boden ging und nachdem ich es geschafft hatte trotz geschätzter 20 Schläge auf Kopf und Gesicht, so wie Tritte in den Rücken, mir einen Weg aus dem Kreis zu bahnen und dann trunken vor Agressionen und Kopftreffer die Typen noch anschreien konnte, dass sie Feiglinge und Lutscher sind, weil sie es nich schaffen einen einzelnen zu Boden zu bekommen (Anmerkung: Ich bin ca 1,76 groß und wog damals unter 60 kg :lol: )
So viel nur dazu, dass die meisten Affen wirklich keine Wirkungstreffer erzielen können.
Und zum sonstigen Gerede, welche Taktik man wie anwenden muss: Völliger Blödsinn. Mag durch Zufall vielleicht mal geklappt haben aber im Endeffekt ist das in so einer Situation völlig egal und nutzlos. In so einer Situation zählt nur noch: "Ihr oder ich, Zwerge". Falls ich nicht mehr flüchten kann ist meine Taktik der Blutrausch, in den ich komme, wenn ich einstecken muss (und ja wer da nix einstecken muss, hat einfach nur noch Glück). Heißt wehren mit allem was man hat, und wenn man die Leute anspringt und ihnen in den Hals beißt. Taktik hin oder her, kann man sowieso nicht realitätsnah genug trainieren...Rennen oder durchbeißen heißt hier die Devise.

Liebe Grüße

Bexx

#51 GastHöllenengel_Dirk_*

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Geschrieben 07 Juni 2010 - 17:48 Uhr

Beitrag anzeigenBexx sagte am 07 Juni 2010 - 15:10 Uhr:

Beitrag anzeigenHöllenengel_Dirk sagte am 06 Juni 2010 - 22:39 Uhr:



Voraussetzung für Erfolg; nicht (komplett) umkreisen lassen, Umsetzung des ganzen in Sekundenbruchteilen unter Ausnutzung des Überraschungseffektes und ordentlich Dampf in den Fäusten sowie Nehmerqualitäten falls doch mal einer schneller reagiert und man was kassieren muss. Zum Glück haben, meiner Erfahrung nach, die meisten in Gruppen auftretenden Chaoten nix in den Fäusten (kann man sich natürlich nicht darauf verlassen!) bzw. schaffen es kaum Wirkungtreffer anzubringen solange man sich bewegt.


Hallo,

das kann ich unterschreiben.

Mir persönlich ist es so passiert, dass ich versucht habe einen Kumpel zu schützen und zwar durch Deeskalation. Das dumme war, bevor ich den ersten Satz fertig ausgesprochen hatte, bekam ich schon die erste Faust von hinten auf die Schläfe, drehte mich blitzschnell um und schlug zurück. In diesem Moment hatte ich allerdins schon verloren, da sich in sekundenbruchteilen ein Kreis aus 5-10 Leuten um mich gebildet hatte und alle auf mich einschlugen. Genaue Details erspare ich euch aber lustig war, dass ich nicht zu Boden ging und nachdem ich es geschafft hatte trotz geschätzter 20 Schläge auf Kopf und Gesicht, so wie Tritte in den Rücken, mir einen Weg aus dem Kreis zu bahnen und dann trunken vor Agressionen und Kopftreffer die Typen noch anschreien konnte, dass sie Feiglinge und Lutscher sind, weil sie es nich schaffen einen einzelnen zu Boden zu bekommen (Anmerkung: Ich bin ca 1,76 groß und wog damals unter 60 kg :lol: )
So viel nur dazu, dass die meisten Affen wirklich keine Wirkungstreffer erzielen können.
Und zum sonstigen Gerede, welche Taktik man wie anwenden muss: Völliger Blödsinn. Mag durch Zufall vielleicht mal geklappt haben aber im Endeffekt ist das in so einer Situation völlig egal und nutzlos. In so einer Situation zählt nur noch: "Ihr oder ich, Zwerge". Falls ich nicht mehr flüchten kann ist meine Taktik der Blutrausch, in den ich komme, wenn ich einstecken muss (und ja wer da nix einstecken muss, hat einfach nur noch Glück). Heißt wehren mit allem was man hat, und wenn man die Leute anspringt und ihnen in den Hals beißt. Taktik hin oder her, kann man sowieso nicht realitätsnah genug trainieren...Rennen oder durchbeißen heißt hier die Devise.

Liebe Grüße

Bexx
Kenn ich...
Allerdings, wie schon erwähnt; darauf sollte man sich nicht verlassen. Das ist dann eben Glück. Ein "fitter" Gegner kann genügen....

Gruß
Dirk

#52 Spike96

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Geschrieben 19 Januar 2011 - 20:59 Uhr

Öhm wenn Ich dass da so lese wie du dass beschreibst was du dir vorgestellt hast dann lass dir ma eins sagen ... hau ab ... lass es bleiben...

Wenn es gar net anders geht kannst du wenn du nen guter Puncher bist maximal 2 Mann weghauen bevor du Treffer bekommst... nicht von 1 sondern von dem Rest der da steht ... hmm könnte dir vorschlagen dass du dich im Rennen übst ... dann wäre folgende Theorie evtl. erfolgreich:

2 weghauen ... weglaufen ... wieder zurücklaufen 2 weghauen ... weglaufen ... wieder zurücklaufen 2 weghauen ... hmm dann hättest immerhin schon 6 geschafft ... ach was soll`s das ist Kinderkagge ... in diesem Sinne


Spike96

#53 brandenburger

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Geschrieben 19 Januar 2011 - 23:15 Uhr

Hallo Leute,

grundsätzlich würde ich sagen wer zuerst kommt, kriegt zuerst und immer weiter.
Nur nicht auf den Boden. Drei entschlossene Gegner und für mich wird es schwer.
Die Sache über die nicht gesprochen wird, bleibt außen vor.

Grüße
homo homini lupus est
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Budo ist ein langer Weg auch außerhalb des Dojo´s
Antiheld

#54 Mac

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Geschrieben 20 Januar 2011 - 08:56 Uhr

Hi Spike96,

Zitat

2 weghauen ... weglaufen ... wieder zurücklaufen 2 weghauen ... weglaufen ... wieder zurücklaufen 2 weghauen ... hmm dann hättest immerhin schon 6 geschafft ... ach was soll`s das ist Kinderkagge ... in diesem Sinne

Stimmt, ist Kinderkacke, da es auch schwerlich unter Notwehr läuft.

Winke

Mac
Renne um Dein Leben, wenn ich lächele.

Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.

#55 Spike96

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Geschrieben 23 Januar 2011 - 04:29 Uhr

Hallo @ MAC

Notwehr ist immer soo ne Sache vor allem bei dem Kack der da teilweise steht... Notwehr besteht immer nur zeitgleich bzw umgehend nach einem Angriffes auf deinen Einen ... also sagen wir mal du hast den ersten umgehauen obwohl der dich bis dato nur verbal attakierte ziehst du vor Gericht eh den kürzeren da wir ja sowieso von mehreren Angreifern sprechen rein theoretisch gibt es gegen deinen Einen auch mehrere Zeugenaussagen die höchstwahrscheinlichst alle abgesprochen sein werden.

Also okay den ersten haust du um wegen Ehrveletzung ...dann macht der 2. nen Schritt auf dich zu welcher ja aber noch kein ANgriff ist und was machst dann ??? Haust ihn auch um ??? spätestens beim 4. wirst du merken dass wir uns im Bereich der Kinderkacke befinden weil du dir rechtviele Eigentore geschossen hast die du spätestens vor Gericht alleine ausbaden darfst... deshalb kann ich nur zu dem hier sagen ....


Zitat Threadersteller:

Hallo allerseits

Ich habe gelesen man solle in einem Kampf mit mehreren Gegnern jeweils den Stärksten zu erst anvisieren und sich dann von den Stärkeren zu den Schwächeren hin durch kämpfen.

Persönlich würde ich aber eher genau das Umgekehrte machen. Wenn ich am Anfang zu viel Energie verbrauche um mit dem gefährlichsten Kontrahenten zu kämpfen, dann können mich ja auch die schwächeren in der Zeit attackieren.

Wenn ich aber die Schwachen zuerst bekämpfe, fallen so schneller mehr Kontrahenten weg (vorrausgesetzt natürlich ich überlebte dieses Szenario - aber es ist ja nur theoretisch). Zudem könnte ich dann eventuell einen schwächeren gegen die Übrigen einsetzen, in dem ich ihm zum Beispiel mit einem wirksamen Hebel Schmerzen zufüge, wenn die anderen mich attackieren wollen.

Was meint ihr? Und gibt es da irgendwelche Lehrmeinungen, Erfahrungen?

Grüße


Jau Grüsse auch nimm die Beine in die Hand und lauf ... Forrest lauf...


Also @ MAC Ich kann natürlich nachvollziehen dass weglaufen sicherlich nicht die ehrenvollste Methode wäre... aber sie ist in diesem Falle die klügste...

Ausserdem welcher Feldherr lässt seine Soldaten in einen Krieg ziehen den Mann von Beginn an nicht gewinnen kann ?

Ich könnte nu auch gewisse Techniken/ Methoden beschreiben bzw. darstellen die sich bei mir in ähnlichen Situationen bewährt haben... aber glaub mir, wenn Ich sage weglaufen wäre am klügsten ... alles andere ist eh Kinderkacke... zumindest im Endeffekt gesehen, wenn du wegen 6 maliger Körperverletzung angezeigt wirst.

Ansonsten ... wenn man mit den soo genannten fiktiven 6 Personen alleine inner dunklen Gasse ist verprügele die Jungens so sehr ... dass es pervers ist... Sollte einer von denen im Nachhinein dir nochmals zufälligerweise begegnen müsste er soviel schiss in der Hose haben dass er sich es nicht wagt dich auch nur anzuschauen...

Dass wird aber nur machbar sein wenn der Qualitätsunterschied zwischen deinen Urinstinkten und derer soo extrem Unterschiedlich war, dass dein Kampfgeist mit allem was man sich darunter vorstellen kann, wie Adrenalinausstoss usw. die Jungens auffrisst. Du also wie in der Tierwelt nur deine natürliche Reaktion von Rangordnung in Bezug auf der Nahrungskette demonstriert hast.

Ansonsten sind die 6 Halbwegs gut trainiert oder der Grossteil derer ähnelt deinem Körperbau/ Kraftstruktur wirst du enorm viel Glück haben müssen dass gegen 6 zu überstehen ...
Hast du 6 beste Freunde vor dir ... wo der eine für den anderen einsteht usw. oder 6 die sich gerne mal so rumboxen und evtl. Erfahrungen damit haben trifft dass auch zu mit dem Glück.

Ich hatte mal ne Zeitlang bezahlten Stress mit vielen Hooligans die in unserer Altstadt nach gewissen Fussballspielen unsere Altstadt verunreingt haben... bis die Geschäftsbetreiber sich sagten heuern wa doch den naheliegenden Sicherheitsdienst an der eh die Clubs hier bewacht. Dass war damals gutes Training was Massenschlägerein anging ... vor allem erweitert man seinen Horizont in Sachen wie Hellwachsein in Kombination mit Instinktivem handeln auf noch extremerer Weise als es bei einem trainierten Künstler schon ist...

Hört sich sicherlich alles sehr schöön geschrieben an aber glaube mir in der Praxis möchte Ich soetwas nicht mehr erleben da befindet man sich ähnlich einem Ausnahmezustand. Und die leere in die man fällt nachdem alles vorbei ist... wenn der Adrenalin weg ist usw. die Gedanken die einem dann kommen musste Ich dass wircklich mit dem einen oder anderen machen usw. die kommen... aber meist erst später ja meist wenn es ebend zu spät ist.

Habe manchesmal immernoch Schlafstörungen, da Ich nachts wach werde von den Bildern, welche sich in meiner fast 20 jährigen Türsteherzeit, in meine Seele gefressen haben und Ich immer noch nicht vollständig verarbeiten konnte.


MfG Spike96