Spike96 sagte am 18 Februar 2011 - 07:34 Uhr:
@qfunce...
Das ist so nicht ganz richtig zumindest in dem Bundesland Niedersachsen benötigt man die gewerbliche Sachkundeprüfung nach 34§a Gewerbeverordnung um sich im Bewachungsgewerbe selbständig machen zu können.
Die in Nedersachsen werden auch keine andere GewO haben wie der Rest in Deutschland. Für die Eröffnung eines Bewachungsunternehmens brauchst du tatsächlich nur die Unterrichtung. Und zwar die mit 80h für Arbeitgeber, nicht mit 60h, für Arbeitnehmer.
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Nunja die Prüfung benötigt man ausserdem für die Branchenfelder, Türsteher, Citystreifen und ich glaube auch Kaufhausdetektive...
Nicht ausserdem - sondern nur dafür. Und zwar nur die Leute die das auch tatsächlich beim Kunden erbringen. Wenn der Geschäftsführer selbst Hand anlegen will dann braucht er die Prüfung auch. Aber nicht wenn er im Büro in seinem Sessel sitzt. Diese Leistungen erbringen - Prüfung. Nur anbieten und erbringen erfolgt durch Dritte - Geschäftsführer keine Prüfung.
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Wahr ist sicherlich dass die sogenannten ehemaligen Werkschutzfachkräfte tariflich über den anderen Berufsgruppen stehen. Aber hey auch hier ist es Alltag dass wenn man einen Job bekommt sich auch als Bereit erklären muss Tätigkeiten als 34er zum 34er Tarif anzunehmen. So hat man auch meist das Problem dass die sogenannten hochqualifizierten für 7 oder 8 Euronen Brutto ihre Dienste schieben... Ich denke mal dass irgendwann in naherliegender Zukunft die Leute mit ner normalen Anhörung kaum noch Jobs bekommen werden weil zu viele Höherqualifizierte fürs gleiche/ ähnliche Geld vorhanden sind.
Da der 34'er oft und gerne von Bäckern mit Mehlallergie und sonstigen die in ihrem alten Beruf Berufsunfähig oder nicht mehr vermittelbar sind, gemacht wird um im Bewachungsgewerbe Fuß zu fassen, wird es diese Leut immer geben. Und niedere Qualifikation heisst in der Regel niedere Entlohnung. Und günstige Arbeitskräfte werden IMMER benötigt.
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Die Problematik dass die ganzen zig tausende Azubis zu den neuen Ausbildungsberufen auch auf den Markt kommen werden und dass Jahr für Jahr kommt noch hinzu.
Die Ausbildung hierbei dient eigentlich theoretisch gesehen eher zum Innendienst als Vorbereitung zum EInsatzleiter/ Bereichsleiter.
Aber hier ist es nunmal so dass es diese Jobs überhaupt nicht von der Anzahl her BRD weit gibt.
Der Lehrberuf wurde aus den Boden gestampft um mehr Qualität in den Bereich zu bringen. Ist ja erstmal nichts verwerfliches dran. Die wenigsten Kunden wissen allerdings davon. Die interessiert nur der Preis, im seltensten falle die Qualität und bestehen nicht auf Fachkfäfte.
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Im Endeffekt versucht man durch falscher Vorgehensweise die Branche qualitativ durch Bildungsstandards, Ausbildungen usw. künstlich in die Höhe zu treiben... wobei man letzten Endes in der Praxis gesehen, als Wachmann meist immernoch unter dem Tarif einer Raumpflegerin ( Putzfrau ) liegt.
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Und die Nachfrage nach gelernten Fachkräften ist geringer als das Angebot. Kleine Nachfrage - Großes Angebot = mieser Preis.
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Glaubt mir Ich habe sehr gut ausgebildete Sicherheitsleute kennen gelernt, die ihre 260 Std. Monat für Monat schruppen wenn die Einsatzleitung nen Engpass hat sind die Leute auch bereit bis an ihre Grenzen zu gehen ... Famillienleben Zeit für Hobbies oder sich Fit zu halten gibt es da natürlich nicht mehr.
Und als Belohnung müssen diese Leute dann immernoch mal zum AMt gehen und gewisse Zuschüsse beantragen weil das Geld geht man mal von 7,14 Euro Brutto aus kaum reicht um damit eine Famillie zu ernähren...
Glaub ich.
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Und hierbei liegt der Hund begraben.... Gewerkschaften??? Habe noch in keiner anderen Branche sowas kaputtes gsehen wie die Gewerkschaften der Sicherheitsbranche... zumal die Unternehmen die Möglichkeit haben ausden Gewerkschaften auszutreten und unter gewissen Grauzonbereichen Ihre eigenen Arbeitgeberfreundlichen zu gründen... habe ich leider schon alles erleben dürfen.
Gewerkschaften? Gibt doch nur die Verdi für den Sicherheitsbereich. Und die strebt ja den Mindeslohn an.
Also liegt es nicht daran das z.B. alleine in München 400 (!!!) Sicherheitsdenstleister sich die Aufträge hier "teilen" indem sie sich gegenseitig mit dem Preisen unterbieten? Gerade in Prestige-Objekten gehen viele mit unhaltbaren und definnitiv unwirtschaftlichen Angeboten rein.
Und warum gibts soviele? Weil es lächerliche 80h Unterricht benötigt um Ausbeuter zu werden. Der Sub vom Sub des Subs. Oben hab ich das Angebot-Nachfrage-Preis Gefüge schon erläutert. Hoffe wenn der Mindeslohn Allgemeinverbindlich ist werden manche Klitschen vom Erdboden verschwinden weil sie es sich einfach nicht mehr leisten können.