Wirbeln...
#1 GastKlette_*
#2
Geschrieben 27 November 2009 - 19:31 Uhr
Ich werde aber sehr interessiert mitlesen, wenn hier noch neue Argumente auftauchen.
#3
Geschrieben 27 November 2009 - 22:30 Uhr
Soso. Denkst du, ja?
Wenns nacher an der Türe schellt, ist das mein Sekundant! Die un-Krone muss ich dir leider streitig machen!
9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen: "Du bist nicht verrückt", und die 10te summt unaufhörlich die Tetris Melodie
I`m dreaming of a world, without walls and fences, without windows and gates...
#5 GastKlette_*
Geschrieben 28 November 2009 - 11:11 Uhr
Mache ich den ersten Schritt:
Habe da etwas von "Fleischwolf", in den ein unbewaffneter Gegner nicht rein will, gelesen.. das kann ja nur für Klinge gemeint sein - bei Stock ist es Unsinn. Da reicht es, die Arme übern Kopf zu nehmen und reinzulaufen.... und ja - ich habe es probiert... mit Leuten, die wirbeln können (sollten). Zunächst mit Helm... dann mit leichtem Kopfschutz. Stiche ham wir weg gelassen.... Arme ohne Schutz... es geht! Es kann sehr weh tun - aber es geht. Kokosnuss Spielchen hin oder her...
Mit Klingen zu wirbeln... ist n ganz anderes Feeling... bestimmte Wege sind daeinfach anders. Aber davon ab... ich schaue ohnehin nicht auf die Waffen des Gegners. Ich folge nicht den Bewegungen der Peripherie - weder bei Klinge noch bei Stock noch bei unbewaffneten Gegnern/Partnern. Mein Blick ist ... hmm... weniger fokussiert. Ich sehe mir eher "das Ganze" an... und dann wirkt das "Wirbeln" des Gegners/Partners auch überhaupt nicht mehr verwirrend oder "undurchlässig"... sondern wird zu ner extrem löchrigen und in den meisten Fällen sehr statischen Angelegenheit. ... (übrigens auch beim Trailer auf den aus POV Perspektive gedrehten Ausschnitten).
gruß
Bearbeitet von Klette, 28 November 2009 - 11:16 Uhr.
#6
Geschrieben 28 November 2009 - 12:29 Uhr
http://www.kampfkunstforum.de/index.php?sh...=41490&st=0
Obwohl ich nicht glaube, das deine Mühen mit einer weiterführenden Debatte belohnt werden..
..aber den Versuch ists natürlich wert!
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#7 GastKlette_*
#8
Geschrieben 29 November 2009 - 16:09 Uhr
DeCampo
Alle, die mal auf den Philippinen das Vergnügen hatten, mit DeCampo JDC-IO Leuten zu trainieren, oder die einen Lameco-Instruktor haben, der die DeCampo Elemente mag, kennen die Techniken sicher. (Ähnliches auch im KI, zB bei John Jacobo, etc)
#9 GastKlette_*
#10
Geschrieben 29 November 2009 - 17:12 Uhr
Der Stock steht da für ne Klinge, oder?
warum sollte das unbedingt so sein? weil's dir gefällt und nur ne klinge "tanzen" darf ?
kenne ähnliches aus dem training für lameco (passt ja..) "STICKfighting" (für's sparring)-> hand als primäres ziel in largo-distanz und transition in medio oder corto auf die gezeigte art nach dem hand-treffer, um's dann richtig auf die vitalen ziele knallen zu lassen.
im doce pares gibt es ebenfalls ähnliche abfolgen, wie in der mitte des clips, die als elemente im karanza aussehen, wie "gewirbel", im partnertraining sich aber als festgelegte und durchdachte "blitzkombis" im flow erweisen. machen wir im kali sikaran auch und heißt bei uns dann zb. schlicht 7-count - ist eindeutig STOCK, weil mit langer klinge unmöglich in dem tempo durchzuführen, und das zeugs rockt vom feinsten!
Bearbeitet von amasbaal, 29 November 2009 - 17:14 Uhr.
#11 GastKlette_*
#12
Geschrieben 29 November 2009 - 21:26 Uhr
Das war eine Frage... keine Unterstellung!
Aber Danke für die Antwort.
Gruß, die Klette
hab ich auch nicht wirklich so aufgefasst
#13 GastKlette_*
#14
Geschrieben 29 November 2009 - 22:41 Uhr
Der Stock steht da für ne Klinge, oder?
Hmm..historisch gesehen nicht
Aber das heisst nicht, dass es mit Klingen nicht funktioniert - gibt es ja ähnliche Techniken im KI, wo es sehr wohl auf Klingen bezogen ist.
#15
Geschrieben 30 November 2009 - 01:16 Uhr
Zum oben angeführten Fleischwolf: Hier ist das Wirbeln als Schild gegen einen Angreifer mit geringerer Reichweite gemeint gewesen. Ob das mit dem Stock nun effektiv ist, wenn man da reinrennt kann ich nicht mit Gewissheit sagen, aber auf jeden Fall gibt es Leute, die von so etwas im Vorfeld entmutigt werden können
Wirbeln mit Klingen sollt auch hier ähnlich sein, man braucht nur die passende Körpermechanik und muss natürlich aufpassen, dass man sich keine Arme/Hände/Nasen abschneidet
Noch mal zur Ausgangsfrage: Ist mit Wirbeln hier vom TE
a) generelle Bewegungen mit dem Stock/Stöcken/Klingen (z.B. Karanza / Amara / Schattenboxen / Gefuchtel / wasweissichwiedasnochheissenkann )
b) die zusätzliche Rotation des Stockes aus dem Handgelenk bei den Bewegungen
gemeint?
#16
Geschrieben 30 November 2009 - 01:22 Uhr
Jupp... die Jungs trainieren mit schweren Hartholzknüppeln, kämpfen aber mit sehr leichten Rattansticks... gibts dann verdammt viel Speed
#17
Geschrieben 30 November 2009 - 11:51 Uhr
a) generelle Bewegungen mit dem Stock/Stöcken/Klingen (z.B. Karanza / Amara / Schattenboxen / Gefuchtel / wasweissichwiedasnochheissenkann )
b) die zusätzliche Rotation des Stockes aus dem Handgelenk bei den Bewegungen
gemeint?
Mit Klinge wirds um einiges schwerer, da man hier immer auf die präzise Ausrichtung der Schneide achten muss. Unter dieser Prämisse ist ein "Flow" kaum möglich. Zumal man ja nicht die "Oberfläche" treffen will, sondern tief einschneiden bzw. -hacken. Dazu muss man mit "intent" und "follow through" schlagen (und dann evtl. die Klinge wieder freiwinden). Das alles beißt sich für mich mit dem oben definierten Wirbeln.
#18
Geschrieben 30 November 2009 - 12:12 Uhr
Ich habe auch bei den meisten Stilen auf den Phils Amara-Übungen, auch mit klassischen Wirbeln, gesehen, um die Anfänger an den Stock zu gewöhnen. Finde das durchaus berechtigt.
Bearbeitet von Twist, 30 November 2009 - 12:13 Uhr.
#19
Geschrieben 30 November 2009 - 12:28 Uhr
#20
Geschrieben 30 November 2009 - 12:41 Uhr
Glaub ich nicht... Ich kenne eigentlich keinen Sport, in dem man nicht durch Trockenübungen bestimmte Attribute trainiert. Es geht sicher auch ohne - die Frage ist, welche Methode effektiver ist / schneller geht. Gerade in Europa in größeren Klassen ist es sicher eine gute Methode, solange es nicht zum Selbstzweck wird. Die Frage ist natürlich, ob man in dem trainierten Stil überhaupt sowas wie Koordination braucht.. sorry, aber es gibt Videos von Meistern im Internet, die bewegen sich als hätten sie Rheuma. Und andere, die sich auf 3 1/2 Schläge konzentrieren, um möglichst schnell ein paar effektive Schläge zu können. Das hat sicher seine Berechtigung, bedeutet aber nicht, dass es unbedingt das Ziel sein sollte.
Ich finde im Übrigen auch insbesondere den Verweis auf Sparringvideos (zB bei Youtube) nicht soo toll. Klar sieht man da selten "schöne" Techniken.. aber das liegt imho auch oft an der Qualität der Kämpfer.
Wenn man sich Deutsche Thaikämpfe anschaut, könnte man auch denken, Tritte wären unnötig. Dann schaue man sich mal YawYan auf den Phils oder MuayThai in Thailand an... da kommen teilweise die schönsten (eingesprungenen, gerutschten, ...) Kicks im Vollkontakt zum Vorschein.
Genauso siehts imho im Stocksparring aus... schaut man sich alte Sparringsvideos von Eric Knauss, Tony Diego, Edgar Sulite und anderen an, sind da zum Teil sehr schöne Techniken dabei, für die man imho mehr "Technik" braucht, als inzwischen in so manchem deutschen Verein propagiert wird. (Kein persönlicher Vorwurf - kenne Euch und Euer Training ja nicht.)
Bearbeitet von Twist, 30 November 2009 - 12:43 Uhr.



