Grappling = funktionales Krafttraining ?
#1
Geschrieben 29 November 2009 - 11:16 Uhr
nachdem ich kürzlich im MMA meine erste Grapplingeinheit hatte, wo auch 2 Sparringseinheiten Boden dabei waren, ist mir aufgefallen, dass ich bei keinem anderen System nach so relativ kurzer Zeit dermaßen erschöpft war. Ich hab mich nach den 2 Sparringseinheiten gefühlt als wäre ich 1 Stunde beim Thaiboxen oder Krav Maga durchgebolz worden, nun meine Frage, woran das liegt. Liegt es an der kompletten Beanspruchung aller Muskelpartien, wirkt es ähnlich wie "funktionales Krafttraining" ?
Viele Grüße
Lars
#2
Geschrieben 29 November 2009 - 11:26 Uhr
Ja bzw. Grappling IST funktionalles Krafttraining
mfg The_Tenguwarrior
http://informatik.fh...urg.de/~esemann
#3
Geschrieben 29 November 2009 - 13:17 Uhr
deine Erschöpfung kann ich irgendwie nachempfinden. Man ist wohl zu sehr an das eigene Training gewöhnt. Man muss sich dann neu gewöhnen.
MMA macht Muckis.
FG
Smoo
www.fighters-world.de
Wer mit Worten geizen kann, sodass der Inhalt strahlt, der ist wirklich reich.
#4
Geschrieben 29 November 2009 - 13:23 Uhr
Warum ist das so ? Permanentes Arbeiten gegen Widerstand? etc.
Mich interessiert ja das warum. Es wurde in einem relativ kleinen Zeitfenster eine ziemlich große Erschöpfung (vom Muskelkater heute schweige ich
#5
Geschrieben 29 November 2009 - 13:32 Uhr
die Beanspruchung der Muskulatur ist m.E. am Anfang einfach ungewohnt (es werden besonders im Bereich der Rumpfmuskulatur und des Schultergürtels viele Muskeln benötigt, die man mit sonstigem KK- und auch Krafttraining kaum erreicht) und ungewohnt intensiv (längere Belastung als beim Schlagen, und der ganze Körper "ringt mit"). Dazu kommt, dass vielleicht selbst der Chuck Norris des KKF
Frohes Rollen,
SmoothApproach
#6
Geschrieben 29 November 2009 - 14:00 Uhr
später wirst du lockerer. ist doch im faustkampf ähnlich.
was sagen die grapple-profis hier ?
#8
Geschrieben 29 November 2009 - 15:02 Uhr
Der andere Punkt ist dass man als Anfänger einfach "übermotiviert" ist. Kenne das selber aus meiner Anfangszeit, man versucht immer dagegen zu halten, während ich mitlerweile nur noch gezielt Kraft einsetze und ansonsten "entspanne".
Bearbeitet von Kaoishi, 29 November 2009 - 15:03 Uhr.
#9
Geschrieben 29 November 2009 - 16:41 Uhr
Ach....ich komm schon wieder ins schwärmen.....
#11
Geschrieben 30 November 2009 - 12:27 Uhr
#12
Geschrieben 07 Dezember 2009 - 21:17 Uhr
Das ist m.E. absolut normal, dass man als Nicht-Grappler nach dem Grappling völlig durch ist! Du benutzt Muskelgruppen in einer Art und Weise, wie es Dein Körper sonst nicht gewohnt ist. Grappling ist einfach anstrengend! Ich teile auch die Meinungen über mir, dass Du nach einer zeit lernen wirst, in gewissen Situationen zu entspannen, ohne gleich in Bedrängnis zu geraten. Außerdem lernst Du bald schon, Situationen zu erkennen, in denen viel Kraft gefragt ist und somit auch Situationen, in denen kein allzu großer Kraftaufwand nötig ist.
Ist bei mir auch im Ring am Anfang so gewesen. Ich hab immer 2 Runden getobt und danach 5 Runden gepumpt wie ein Irrer, weil ich mein Pulver schon früh verschossen hatte.
Ich würde schon sagen, dass Grappling eine Art funktionales Krafttraining ist. Wenn Du den Effekt noch verstärken willst, es gibt unzählige Videos auf Youtube mit sehr sehr kreativen Übungen zur Stärkung der Muskulatur, Erhöhung der Explosivität und Stärkung Deiner Kraftausdauer. Die MMA-Camps sind da äußerst einfallsreich! Schau Dir mal TrainingsVideos von Shawn Sherk, BJ Penn, Brock Lesnar usw usw an. Hab da in letzter Zeit sehr viele gute Übungen auf Youtube gesehen! Einfach mal ein bisschen forschen!
Viel Spaß beim Grappling!
Bearbeitet von DreadLocK, 07 Dezember 2009 - 21:24 Uhr.
#14
Geschrieben 29 Januar 2010 - 10:04 Uhr
Sonst würde die Gracies ja nur verlieren, aber die kämpfen mit Technik und gewinnen!
Klar ist es so, dass man nicht besonders viel Kraft braucht, wenn man technisch himmelweit überlegen ist. Aber das ist man halt nicht immer... und wenn man von einem technisch Überlegenen von einer schlechten Position in die nächste manövriert wird und dauernd darum kämpfen muss, seine Gliedmaßen in Sicherheit zu halten, oder wenn man mit einem Ebenbürtigen um Position ringt, kann das verdammt anstrengend sein - man braucht Körperspannung im ganzen Körper, zwischendurch explosive Bewegungen bei Befreiungen, muss oft statischen Widerstand leisten, um einen Griff zu halten... ich fühle nach Bodenkampf-Sparring oft eine Ausgelaugtheit, die ich beim Boxen so nicht habe (obwohl ich schon einiges an Erfahrung habe und kein verkrampfter Noob mehr bin).
#15
Geschrieben 30 Januar 2010 - 11:50 Uhr
Da man im Bodenkampf doch mehr Pausen haben kann durch eine gute Positionierung auf dem Boden
im Gegensatz zum Clinch wo man andauernd unter Spannung steht, da man sonst schnell getroffen
oder geworfen wird.
#16
Geschrieben 30 Januar 2010 - 14:17 Uhr
im Gegensatz zum Clinch wo man andauernd unter Spannung steht, da man sonst schnell getroffen
oder geworfen wird.
Der Clinch im Thaiboxen mag ja durchaus anstrengend sein, ist aber auch nur eine "Position" aus dem Gesamtspektrum. Ebenso gibt es beim Bodenkampf Positionen, in denen es besonders anstrengend ist. Als Beispiel nehme man z.B. die Unterlage in der Mount, also ist gemountet und muß sich ständig gegen Angriffe verteidigen. Das Gleiche gilt wenn der Gegner deinen Rücken hat.
Finde es daher unpassend eine Position wie den Clinch beim Thaiboxen mit dem Sport Grappling zu vergleichen.
#18
Geschrieben 31 Januar 2010 - 19:48 Uhr
Willst Du jetzt Hafis ersetzen ?
#19
Geschrieben 31 Januar 2010 - 22:30 Uhr
Willst Du jetzt Hafis ersetzen ?
Das war ein Spaß
Und erst durch Deinen Hinweis merke ich, dass sie nicht mehr hier ist. Was ist passiert?
Bearbeitet von Lars, 31 Januar 2010 - 22:31 Uhr.



