Auch nicht schlecht!
#1
Geschrieben 07 Februar 2010 - 13:04 Uhr
"Zu Anfang macht ihr alles so, wie ich es mache! Wenn ihr dann später immer noch alles so macht, wie ich, habt ihr was nicht verstanden...!"
"Knowledge do no good if kept to ones self..it should be shared openly!" - Bram Frank
...Röslein wehrte sich und stach...!
#3 GastGhaza_*
#5
Geschrieben 07 Februar 2010 - 14:23 Uhr
Bearbeitet von Concept Arnis, 07 Februar 2010 - 14:24 Uhr.
"Zu Anfang macht ihr alles so, wie ich es mache! Wenn ihr dann später immer noch alles so macht, wie ich, habt ihr was nicht verstanden...!"
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#6
Geschrieben 07 Februar 2010 - 16:25 Uhr
... so richtig interessant fände ich das Ganze,
wenn wirklich einer wie ein Neandertaler zuschlüge,
und der andere könnte sich dann angemessen verteidigen...
und unterschätzt mal die Neandertaler nicht...
übrigens: ich bearbeite meine Beiträge grundsätzlich solange das möglich ist ...
#7
Geschrieben 07 Februar 2010 - 16:31 Uhr
Wie kommst du darauf ?
Sieht zwar interessant aus doch finde ich das nicht gerade zweckmässig. Die Gründe hast du ja schon genannt.
-----------------------------------------
#8
Geschrieben 07 Februar 2010 - 16:54 Uhr
Tatsächlich kann der lange Butt den Unterarm gegen Schläge, wie etwa im Largo schützen. Die Stöcke sind vermutlich aus Kastanie, die ist etwas schwerer als Rattan. Ich habe einige Kastanienstöcke und die ziehen doch deutlich mehr als Rattan.
"Zu Anfang macht ihr alles so, wie ich es mache! Wenn ihr dann später immer noch alles so macht, wie ich, habt ihr was nicht verstanden...!"
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#9
Geschrieben 07 Februar 2010 - 17:46 Uhr
Naja, "funktionieren" insoweit, als die doch offenbar auch Kämpfe mit Helmen, aber ohne Handschuhe ausführen. Spätestens da müsste ihnen ja längst aufgefallen sein, wenn sie ständig Schläge auf die Flossen bekommen, oder dauernd von einem Kämpfer, der seinen Stock hinten hält, aufgrund von dessen Reichweite besiegt werden. Die Demos hingegen gefallen mir nicht besonders. Mal wieder das "er hat mich berührt, ich kippe um"-Phänomen. Ich mags ja lieber, wenn`s kracht, wie bei den Portugiesen: http://www.youtube.com/watch?v=gSDSsereOdg Die nutzen auch die volle Reichweite ihrer Waffen.
Ab 0:40 kämpfen die mit kurzen, einhändigen Stöcken. Und obwohl doch ein portugiesischer Einfluss bei einer kanarischen KK recht wahrscheinlich wäre, halten die ihre Stöcke im Gegensatz zu den Kanarern (Kanariern?) hinten und nicht mittig.
Bearbeitet von Terao, 07 Februar 2010 - 18:00 Uhr.
#10
Geschrieben 07 Februar 2010 - 21:10 Uhr
der gouverneur, der das wehrdorfsystem auf den visayas einführte und die unterrichtung der christlichen dorfbevölkerung in der "fechtkunst" durch jesuiten (v.a. aus italien) und durch einheimische experten des waffenkampfes förderte, um eine bessere verteidigung gegen die überfälle der piraten aus den umliegenden sultanaten zu ermöglichen, war der gleiche, der nach seiner versetzung von den philippinen, den posten auch auf den kanaren und in venezuela übernahm (wo es im übrigen ebenfalls probleme mit plünderungen durch "piraten" gab. in venezuela soll von ihm ebenfalls ein wehrdorfsystem eingeführt worden sein).
ist jetzt erstmal das, was ich noch in erinnerung habe. die quelle dazu hab ich irgendwo zu hause rumliegen. ich könnt ja mal nachgucken, ob das so auch stimmt (bei den kanaren bin ich mir nicht so ganz sicher, aber ich bring die mit dem herrn gouverneur in verbindung...)
das ist kein beweis, aber ein interessantes indiz, dass spekulationen zulässt. theoretisch könnte es ja sogar schon auf den kanaren existiert haben und ein bestandteil der spanisch-kolonialen/europäischen kampfkünste gewsen sein, bevor man auf den philippinen SOZUSAGEN zur fma-erfindung schritt... dort hat sich unter umständen mehr kulturell hybridisiert, als wir uns vorstellen...
dulo-dulo ("doppelende") ist auch der name für den pocketstick (oder aber tabak malit). so wie ich das mit dem in der mitte gefassten "üblichen" rattanstock im modern arnis gelernt habe, besteht aber ein recht klarer stilistischer unterschied zu den im clip gezeigten sachen - halt übertragungen aus dem rest des arnis programms, oder kurz: dulo-dulo modern arnis.
#11
Geschrieben 08 Februar 2010 - 09:43 Uhr
http://www.teneriffa-panorama.es/1000003/1...42/article.html
Wie so oft, ist eigentlich überhaupt nicht klar, wer wann oder ob überhaupt wen beeinflusst hat. Mit Knüppeln scheinen die sich aber schon etwas länger auf Dorffesten zu prügeln. Ist ja auch naheliegend und war doch in fast allen Kulturen mal beliebt.
Zum "lucha del garrote", das ebenfalls auf den Kanaren betrieben werden soll, hab ich jetzt leider weder auf Deutsch noch auf Englisch (und mehr kann ich halt nicht) näheres gefunden. Keine Ahnung ob das dasselbe ist wie Juego del Palo.
#12
Geschrieben 08 Februar 2010 - 12:02 Uhr
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#13 GastGhaza_*
Geschrieben 08 Februar 2010 - 12:16 Uhr
Ich würds mir ansehen. Problem ist nur, das die Kanaren nicht direkt zu meinen Reisezielen gehören
#14
Geschrieben 08 Februar 2010 - 12:21 Uhr
#15
Geschrieben 08 Februar 2010 - 14:13 Uhr
"Zu Anfang macht ihr alles so, wie ich es mache! Wenn ihr dann später immer noch alles so macht, wie ich, habt ihr was nicht verstanden...!"
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#16
Geschrieben 02 April 2010 - 15:23 Uhr
Auf die Kanaren zu reisen kann ich nur empfehlen, ist sehr schön dort abseits des Massentourismus, besonders gut kann man auf Teneriffa noch an Palo Canario rankommen. Sehenswert ist auch das Lucha Canaria, das Ringen dort, das ist noch verbreiteter:
Ein paar interessante Artikel zum Thema, beantwortet vielleicht viele offene Fragen:
http://www.cunningca...canary-islands/
http://www.palocanar...PC%20INGLES.htm
http://ejmas.com/jwm..._wolf_0500.html
Es gibt auch Stile die so aussehen:
Bearbeitet von itto_ryu, 02 April 2010 - 15:30 Uhr.
#17
Geschrieben 03 April 2010 - 01:06 Uhr
Zitat
das ist ja wirklich superinteressant. bitte, bitte, such doch da mal die genauen quelle(n) heraus, denn das ist ist es auf jeden fall wert, da mal professionell (qua historiker) nach zu recherchieren.
lg, at
#18
Geschrieben 03 April 2010 - 17:12 Uhr
Alfred Tarski sagte am 03 April 2010 - 01:06 Uhr:
Zitat
das ist ja wirklich superinteressant. bitte, bitte, such doch da mal die genauen quelle(n) heraus, denn das ist ist es auf jeden fall wert, da mal professionell (qua historiker) nach zu recherchieren.
lg, at
Das ist auch alles im Rahmen des Möglichen, denn die Kanaren wurden in ihrer Geschichte stark durch Südamerika beeinflusst, z.B. wegen der großen auswandererwelle nach venezuela galt die Region im Volksmund als "kanarische Insel". Durch die vielen Rückwanderer zu späterem Datum kamen zahlreiche lateinamerikanische Einflüsse wieder auf die Kanaren, sieht man allein schon am Karneval dort. Und Tony Wolf schreibt u.a., dass ein paar Stile auch durch Säbelfechter aus Kuba wieder beeinflusst wurden.
#19
Geschrieben 03 April 2010 - 18:25 Uhr
Alfred Tarski sagte am 03 April 2010 - 01:06 Uhr:
Zitat
das ist ja wirklich superinteressant. bitte, bitte, such doch da mal die genauen quelle(n) heraus, denn das ist ist es auf jeden fall wert, da mal professionell (qua historiker) nach zu recherchieren.
lg, at
hehe, ich bin "historiker". ethnologe mit schwerpunkt historische ethnologie, diskurs- und perfomancetheorie und subaltern & postcolonial studies....
aber: quellenlage beschissen (meist nur SEHR vorsichtig zu handhabende artikel im netz und bücher von ahnungslosen oder geschäftlich beteiligten...). die hypothesenbildung ist hier deshalb nur möglich aufgrund der "größten wahrscheinlichkeit" unter berücksichtigung des bekannten historischen und kulturellen umfelds, sowie "typischer" prozesse im rahmen von kolonialer/antikolonialer mythenbildung zwecks "nationbuilding processes" oder herrschaftsorientierter geschichtsinterpretationen....
... wie öde im vergleich zur stockschwingenden praxis
@concept arnis: dass die kampfkünste malaiisch stämmiger bevölkerungen, immer auch einen zeremoniellen/rituellen aspekt im rahmen von hochzeiten u.ä. dorffesten haben, ist nichts ungewöhnliches. im silat fällt das ganz besonders auf. die philippinos haben das dementsprechend auch nie anders gemacht. was glaubt ihr denn, was zb. sikaran oder dumog ursprünglich (AUCH) waren? ... veranstaltungssportarten mit zt. stark rituellem charakter.
dazu kommen viele tänze, die aspekte (v.a. beinarbeit) aus dem silat enthalten. mit den spaniern hat das nichts zu tun. die angeblich vor ihnen in tänzen versteckten techniken, steckten da auch schon vorher drin (jedenfalls die, die nicht von den spaniern beeinflusst waren). schaut euch mal die indonesischen randai "tanztheater" an: silat-aspekte im rahmen eines eine geschichte "erzählenden" tanzes auf hochzeiten usw. (v.a. noch auf sumatra sehr präsent).
auch ganz woanders ist das doch "üblich": china - löwentanz, kanaren - eben die stockgeschichten, um die es hier geht, bayern - schuhplattler (slappinghands, kniestöße und fiese "eingedrehte" kicks - nicht zu vergessen, die rituelle massenkeilerei im bierzelt mit improvisierten waffen danach)
#20
Geschrieben 03 April 2010 - 19:59 Uhr
aber philipinos kennen ja auch keine FMA.
ob es deutsche gibt, die nicht wissen, dass es ringen gibt ?



