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Die ideale Faustfeuerwaffe für den Personenschützer


30 Antworten in diesem Thema

#1 pugilism

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Geschrieben 29 April 2010 - 13:08 Uhr

Der Titel sagt es schon, welche Waffe seht ihr als besonders geeignet?
In meiner Firma tragen die Personenschützer die Glock 19, eine sehr angesehene Waffe in der Branche.

Ich persönlich tendiere immer noch zum Revolver, Kaliber 38 Spezial und oder 357 Magnum aus folgenden Gründen:

- Obwohl die Pistolen heutzutage sehr viel zuverlässiger sind als zu Zeiten des 2. Weltkrieges, ( Material, genauere Verarbeitung) sind sie rein durch ihren Mechanismus immer noch störungsanfälliger als Revolver

- Manstoppower ist nicht gegeben bei 9 mm und drüber gibt es nicht viel schlaues im Pistolenbereich

- Bei 38 und 357 kann ich nach wie vor noch Serie ballern bei überzeugender Feuerkraft



In der Schweiz vor allem im Wertsachentransport tragen die Wachleute meistens Revolver.

Ich denke schlussendlich muss man sich wohl fühlen mit der Waffe, wie seht ihr es? Favoriten?

Bearbeitet von pugilism, 29 April 2010 - 13:09 Uhr.

- Seinen Kampfstil gegen einen unkooperativen Gegner in einem freundlichen Sparring mal zu testen ist wohl das Mindeste bevor man grosse Reden über dessen Tauglichkeit schwingt.....
- Klassische KK-Attacken:

Stop and freeze Attack: Aus zwei Meter Entfernung wird ein Faustschlag gestartet und die Technik wird durchgezogen komme was wolle, abrupt wird die Bewegung mit ausgestrecktem Arm gestoppt und der grosse Sifu/Sensei kann eine im Minimum, 10 Fachcombofaustattacke demonstrieren. Zweitangriffe sind nicht möglich weil das Chi des Meisters dies verhindert.

Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.

Die Wichtigste Regel überhaupt in den klassischen KK's: Wenn wir alle gaaaaaaanz fest daran glauben, dann funktioniert es auch......

#2 Gastshiremono_*

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Geschrieben 29 April 2010 - 16:46 Uhr

Gekürzte Version des 1911er Colt in .45 ACP.


Revolver tragen für einen PersSchützer zu sehr auf, haben eine geringe Kapazität, neigen zu weniger präzisen Schüssen durch langen Abzugsweg auch nach dem ersten Schuß. Außerdem dauert der Ladevorgang auch mit Speedloader länger.

#3 Fidibus

    Martin Schulte

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Geschrieben 30 April 2010 - 07:56 Uhr

@shiremono

Zitat

Revolver ..........., haben eine geringe Kapazität

Grundsätzlich stimmt das, wobei ich dann Deine Wahl des Colt Government nicht verstehe.

Der Revolver ist sechsschüßig und der Colt Government achtschüßig (eine im Lauf sieben im Magazin), außerdem müßte er vorgespannt getragen werden.

@pugilism

Zitat

- Manstoppower ist nicht gegeben bei 9 mm und drüber gibt es nicht viel schlaues im Pistolenbereich

- Bei 38 und 357 kann ich nach wie vor noch Serie ballern bei überzeugender Feuerkraft

Ich kann Dir nur teilweise recht geben. Es stimmt das ein Pistolenkaliber keine überzeugende Mannstopwirkung hat. Es liegt im Bereich der Hollywoodmärchen, dass beim Auftreffen einer Pistolenkugel jemand entgegen seiner Laufrichtung zurückkatapultiert wird.

Die Geschoßwirkung zeigt sich nur durch einen Treffer auf einen massiven Knochen des Stützapparates, der die Struktur zerstört, ähnlich eines anständigen Trittes gegen die Kniescheibe.

Oder eben, dass das Geschoß im Körper eine Verletzung verursacht, die einen großen und schnellen Blutverlust und damit einen Schockzustand hervorruft.

Eine weitere Ausnahme bieten hier Treffer in Gehirn oder Rückenmark.

Da beim Verteidigungsschießen nicht gezielt sondern nur gedeutet wird, ist der Rumpf erstes Ziel, einzig und allein, weil er groß genug ist.

Btw. Das gleich gilt für die Pistolenkaliber .38 spezial und . 357 Magnum. hierbei handelt es sich auch um 9 mm Geschoße.

Für das Verteidigungsschießen wählt man für den Ernstfall spezielle Geschoßformen (Teilmantel-Flachkopf, Hohlspitz, Bleigeschoße ) weil diese sich beim Auftreffen verformen und im Körper Verletzungen hervorrufen sollen die einen massiven Blutverlust zu folge habe (Erklärung siehe oben).

Zur Mannstoppwirkung von Pistolenmunition kann ich Dir noch ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung liefern. Wir waren bei einem Hersteller von Schutzwesten und hatten dort die Möglichkeit uns, geschützt durch Westen, beschießen zu lassen.

Da die Kugel ihr volle Energie auf die Weste abgibt, hätte man ja nun deutlich diese Hollywoodwirkung spüren müßen. Nichts dergleichen passierte. Die Einschläge waren deutlich zu spüren. Es fühlte sich an, als wenn man von einem rasant geschlagenen Squashball getroffen wird. Umgefallen ist keiner.

Nun zum Thema:

Ich bin seit einigen Jahren dienstlich mit einer Walther P 99 DAO ausgerüstet. Ich war anfangs etwas skeptisch, aber mittlerweile bin ich sehr zufrieden mit ihr. Die Glock ist auch eine meiner Favoritinnen.


Gruß Fidibus

Bearbeitet von Fidibus, 30 April 2010 - 07:58 Uhr.

Am Beginn einer Katastrophe steht immer eine beschissene Vermutung....

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#4 Gastshiremono_*

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Geschrieben 30 April 2010 - 14:27 Uhr

Kommt drauf an, es gibt inzwischen auch 1911er Varianten mit doppelreihigem Magazin.

Es ist eben eine Abwägung zwischen der Kapazität einer 9x19 und der Stoppwirkung einer .45

15 oder 8 ist natürlich ein gewaltiger Unterschied, aber im Endeffekt würde ich mich aufgrund der anzunehmend geringen Kampfentfernung für die .45 entscheiden. Die kinetische Umsetzung im Ziel ist einfach besser um auf kurze Entfernungen ein möglichst großes Maß an Verlangsamung des Ziels zu erreichen. Speziell im Hinblick auf jemanden mit einem Messer, da brauche ich 8-11 Meter um denjenigen mit 9x19 so zu stoppen das er mich oder die SP nicht mitnimmt/ verletzt.

Aber es kommt eben auf das Szenario an.
Bei High Risk ist die Pistole nur Backup und ich habe etwas Überzeugenderes dabei ab MPi aufwärts. Auch da ist die Pistole .45ACP wenn die Firma das bereitstellen kann.

Zitat

Die Geschoßwirkung zeigt sich nur durch einen Treffer auf einen massiven Knochen des Stützapparates, der die Struktur zerstört

Deswegen zielt man ja auch nicht in Richtung Brust sondern in den Unterleib. Dort sitzen flüssigkeitsgefüllte Organe die durch den teporären Wundkanal verletzt oder komplett zerstört werden. Und man hat gute Chancen das Becken derart zu schädigen das der Bewegungsapparat stark genug geschädigt wird um den Angreifer am Weiterkommen zu hindern.

Zitat

Ich bin seit einigen Jahren dienstlich mit einer Walther P 99 DAO ausgerüstet

Die P99 ist auch sehr nett und bedienerfreundlich. Aber ich persönlich bin ziemlich verliebt in die modernen 1911er Varianten seit ich sie bei den Amis ausprobiert habe.
Wenn ich etwas im 9x19 nehmen müsste, wurde ich natürlich die H&K USP nehmen, einfach weil sie mir am vertrautesten ist.

Glock mag ich persönlich nicht. Die Sicherung am Abzug ist genial, aber ich trage meine Pistole sowieso immer fertiggeladen-entspannt-entsichert. Der lange Abzugsweg im DA reicht mir als Sicherung gegen unbeabsichtigte Schußabgabe.
Außerdem ist die Waffe ungewohnt leicht, was mich unterschwellig irritiert. Der geringe Abzugswiderstand hat anfangs zu Tiefschüssen geführt und ich denke im Realfall würde es wieder dazu kommen, ich bin einfach an die stärkeren Widerstände von P8 gewohnt.

Zuletzt hatte ich mit der Glock in der kurzen Zeit die ich sie ausprobiert habe 4 Hülsenklemmer. Mag natürlich an dieser Waffe gelegen haben, aber das schlechte Gefühl bleibt.

#5 pugilism

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Geschrieben 30 April 2010 - 19:27 Uhr

Hallo Fibidus

Danke für die ausführliche Antwort.

Nach deiner professionellen Meinung:

Sind Revolver passé?

Auf den Personenschutz bezogen muss ich noch anmerken:
Denkt ihr nicht auch, dass wenn ich im Ernstfall mehr als 6 Kugeln für mein Ziel brauche bis ich treffe, ich die Branche wechseln sollte? :)
- Seinen Kampfstil gegen einen unkooperativen Gegner in einem freundlichen Sparring mal zu testen ist wohl das Mindeste bevor man grosse Reden über dessen Tauglichkeit schwingt.....
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Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.

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#6 Gastshiremono_*

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Geschrieben 30 April 2010 - 19:44 Uhr

Beitrag anzeigenpugilism sagte am 30 April 2010 - 19:27 Uhr:


Denkt ihr nicht auch, dass wenn ich im Ernstfall mehr als 6 Kugeln für mein Ziel brauche bis ich treffe, ich die Branche wechseln sollte? :)

Kommt drauf an welcher Ernstfall mit welchen Angreifern eintritt. Die Bandbreite ist recht groß und im Endeffekt wird man sich immer für den Worst Case ausrüsten und ausbilden soweit die Möglichkeiten gegeben sind. Sonst bräuchte man kein zwotes Magazin mitnehmen.

Die Branche wechseln sollte man eher wenn man im Ernstfall mit kurzer Hose-Holzgewehr in der Gegend rumsteht und sich die SP auf der Wand verteilt.

#7 Fidibus

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Geschrieben 01 Mai 2010 - 13:08 Uhr

@pugilism

Zitat

Sind Revolver passé?

Eigentlich ja, aber es gibt da immer noch persönliche Vorlieben.

Zitat

Denkt ihr nicht auch, dass wenn ich im Ernstfall mehr als 6 Kugeln für mein Ziel brauche bis ich treffe, ich die Branche wechseln sollte?

Das ist zu kurz gedacht. Der Schußwaffeneinsatz beim Personenschutz dient nicht nur der Ausschaltung von Angreifern. Manchmal muß ich auch den Angreifer z. B. in einer Deckung niederhalten, um meine Schutzperson evakuieren zu können oder dies meinen Teammitgliedern zu ernmöglichen.

Da ist eine Kapazität von sechs Schuß einfach viel zu gering. Beim meiner Walther muß ich für 30 Schuß nur einmal nachladen beim Revolver viermal.

Ein Kollege von mir hatte mal ein Feuergefecht mit zwei Bankräubern. Er wurde angeschoßen und hat zurückgeschoßen (SIG Sauer P& 8 Schuß Magazinkapazität) er hatte nur zwei Fahrkarten dafür aber jeden der Täter mit drei Treffern belegt.

Der erste war wegen eines lethalen Treffers komplett neutralisiert, während der zweite mit drei Steckschüßen im Rumpf noch stand, sich dann aber glücklicherweise für die Flucht entschied.

Der Kollege hatte seine Waffe leergeschoßen und war aufgrund der Verletzung nicht mehr in der Lage nach zu laden.

In einem solchen Fall kann man sich nicht von Schuß zu Schuß hangeln und schauen, ob sich da eine Wirkung zeigt. Es wird solange geschoßen, bis eine eindeutige Trefferwirkung zu erkennen ist (Angreifer geht zu Boden).

Man ist von Hollywood verwöhnt, der Ernst des Lebens sieht ganz anders aus.


Gruß Fidibus
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#8 pugilism

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Geschrieben 01 Mai 2010 - 13:21 Uhr

Hallo Fidibus

Hast sicher recht.

Nur so zum Spass: Manchmal bestätigen Ausnahmen die Regel :)
Grenzt ans Übermenschliche

Mein Link

Bearbeitet von pugilism, 01 Mai 2010 - 13:22 Uhr.

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Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.

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#9 HAI

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Geschrieben 03 Mai 2010 - 08:42 Uhr

Moin,
@Fidibus,
ist das die Walther P99, deren Holster zu gross war,
und die Kollegen sich in einigen Dienstwagen der Polizei in NRW
nicht richtig, oder gar nicht anschnallen konnten?
Ein Kollege erzählte das mal,ich kann mir das
nicht vorstellen.

gruss Hai
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DE OPPRESSO LIBER Freiheit den Unterdrückten
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#10 Terao

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Geschrieben 03 Mai 2010 - 09:27 Uhr

Zitat

Der Schußwaffeneinsatz beim Personenschutz dient nicht nur der Ausschaltung von Angreifern. Manchmal muß ich auch den Angreifer z. B. in einer Deckung niederhalten, um meine Schutzperson evakuieren zu können oder dies meinen Teammitgliedern zu ernmöglichen.
Ohne jetzt Ahnung von der Branche zu haben: Aber genau so hab ichs mir jetzt auch vorgestellt. Die meisten Menschen werden ja eher den Kopf einziehen, wenn die ersten Schüsse in ihre Richtung gehen. Und zum "Niederhalten" ist ja ne große Magazinkapazität bedeutsamer als eine stärkere Durchschlagskraft (zumal starke Projektile auch die Gefährdung von Unbeteiligten durch Querschläger erhöhen). Auch in den meisten Armeen geht ja der Trend immer mehr zu kleineren Kalibern mit dafür erhöhter Magazinkapazität.

Davon mal abgesehen (gut, ich hab auch nur damals die alte Bundeswehrpistole geschossen) ist ja die Zielgenauigkeit einer Pistole schon aufgrund des kurzen Laufs und der fehlenden Schulterstütze auf größere Entfernungen recht armselig und wird ab 20-30 m zum reinen Glücksspiel. Selbst eine klapprige Uzi ist dagegen geradezu eine Scharfschützenwaffe. Gerade wenn dann noch Stress dazukommt, ist doch ein grobes Schießen möglichst vieler Projektile in Richtung Gegner in Verbindung mit einem raschen Rückzug noch das Sinnvollste, was man machen kann.

Also ganz klar: Pistole statt Revolver. Und wenn irgend möglich, irgendwas Größeres.
Ausnahme bilden vielleicht besonders staub- oder schlammreiche Umgebungen, die einen Pistolenmechanismus schnell zum Halten bringen (sagt zumindest Rüdiger Nehberg, der es wissen muss).

#11 lookat

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Geschrieben 03 Mai 2010 - 09:59 Uhr

[quote name='Terao' date='03 Mai 2010 - 09:27 Uhr' timestamp='1272875237' post='627095']
[quote]... ist ja die Zielgenauigkeit einer Pistole schon aufgrund des kurzen Laufs und der fehlenden Schulterstütze auf größere Entfernungen recht armselig und wird ab 20-30 m zum reinen Glücksspiel. Selbst eine klapprige Uzi ist dagegen geradezu eine Scharfschützenwaffe. ...
[/quote]


hmm. ich schiesse nur aus Spass, nicht auf Menschen - aber die Standarddistanz für Kurzwaffe, egal ob Pistole oder Revolver, ist 25m. Und das ist alles andere als ein Glücksspiel, man kann treffen, und man das trainieren, auf die Distanz zu treffen. Uzi hab ich noch nicht geschossen, würde ich aber im Vergleich zu einer Kurzwaffe niemals als Scharfschützenwaffe einstufen. Es gibt ausreichend Kurzwaffendistanzen auf 50m und - aber ab hier wird es nicht mehr vergleichbar - mit Präzisionssportpistolen schiesst der ein oder andere Profi auch auf 100 m gradeaus und trifft.

lg
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#12 Terao

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Geschrieben 03 Mai 2010 - 11:01 Uhr

Zitat

Uzi hab ich noch nicht geschossen, würde ich aber im Vergleich zu einer Kurzwaffe niemals als Scharfschützenwaffe einstufen.
Naja, meine Erfahrung zumindest war, dass ungeübte Wehrpflichtige mit altersschwachen UZI auf 80-100 m (Einzelfeuer) mit ganz passabler Trefferquote ein menschengroßes Ziel trafen. Mit der (gleichermaßen altersschwachen) Pistole gelang das auf 20 m nur den wenigsten.

Ist natürlich auch kein adäquater Vergleich. Ein Personenschützer ist ja sicherlich recht geübt, schießt mit seiner eigenen Waffe etc. Dafür kommt halt noch Streß dazu, sodass man die Treffgenauigkeit sicherlich nicht mit der eines Sportschützen, der mit ausgewählter Munition in aller Ruhe auf der Schießbahn seine Löcher stanzt, vergleichen kann (oder gar mit einem Sportschützen mit spezieller, hochpräziser und langläufiger Pistole und Spezialmunition). Gerade zitternde Hände (und den möcht ich sehen, dessen Hände nicht zittern, wenn ihm Kugeln um die Ohren fliegen) lassen sich ja mit Schulterstütze gut neutralisieren.

Und gerade das Nachlassen der Feinmotorik in Stressituationen lässt mich auch zweifeln, ob man überhaupt einen Revolver in halbwegs annehmbarer Zeit nachgeladen bekommt. "Magazin raus - Magazin rein" ist da ja wesentlich einfacher.

#13 Fidibus

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Geschrieben 03 Mai 2010 - 13:50 Uhr

Beitrag anzeigenHAI sagte am 03 Mai 2010 - 08:42 Uhr:

Moin,
@Fidibus,
ist das die Walther P99, deren Holster zu gross war,
und die Kollegen sich in einigen Dienstwagen der Polizei in NRW
nicht richtig, oder gar nicht anschnallen konnten?
Ein Kollege erzählte das mal,ich kann mir das
nicht vorstellen.

gruss Hai

Das Holster ist grundsätzlich gut (Hersteller: Safariland). Es gab ein Problem mit dem Holstersteg, der eigentlich nicht für das Sitzen im Funkwagen sondern für die normale aufrechte Haltung konstruiert war. Es gab tatsächlich zunächst Probleme, sich im Funkwagen anzuschnallen. Der Steg ist mittlerweile geändert und das Problem existiert so nicht mehr.

Traurig war nur, dass man dies in letzter Sekunde festgestellt hatte und sich die Ausgabe der Waffen verzögerte.

Bei Behörden birgt die Beschaffung immer irgendwelche Schwierigkeiten.

Gruß Fidibus
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#14 Fidibus

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Geschrieben 03 Mai 2010 - 14:00 Uhr

[quote name='lookat' date='03 Mai 2010 - 10:59 Uhr' timestamp='1272877184' post='627102']
[quote name='Terao' date='03 Mai 2010 - 09:27 Uhr' timestamp='1272875237' post='627095']
[quote]... ist ja die Zielgenauigkeit einer Pistole schon aufgrund des kurzen Laufs und der fehlenden Schulterstütze auf größere Entfernungen recht armselig und wird ab 20-30 m zum reinen Glücksspiel. Selbst eine klapprige Uzi ist dagegen geradezu eine Scharfschützenwaffe. ...
[/quote]


hmm. ich schiesse nur aus Spass, nicht auf Menschen - aber die Standarddistanz für Kurzwaffe, egal ob Pistole oder Revolver, ist 25m. Und das ist alles andere als ein Glücksspiel, man kann treffen, und man das trainieren, auf die Distanz zu treffen. Uzi hab ich noch nicht geschossen, würde ich aber im Vergleich zu einer Kurzwaffe niemals als Scharfschützenwaffe einstufen. Es gibt ausreichend Kurzwaffendistanzen auf 50m und - aber ab hier wird es nicht mehr vergleichbar - mit Präzisionssportpistolen schiesst der ein oder andere Profi auch auf 100 m gradeaus und trifft.

lg
Kalle
[/quote]

Das Sportschießen, Präzision auf 25 m, hat mit dem Verteidungsschießen außer dem Knall nichts gemein. Die meisten Feuergefechte mit Kurzwaffen finden in den Distanzen 0 bis ca. 8 Meter statt. In der Zeit wo der Präzisionsschütze einen gezielten Schuß abgibt, haue ich mindestens 10- 15 Deutschüße raus. Deutschüße sind kein fröhliches Geknalle, sondern eine gut zu trainierende Art, schnell, effektiv und ausreichend präzise zu schießen und zu treffen.

Die Waffen sind auch völlig anders gebaut.

Gruß Fidibus

Bearbeitet von Fidibus, 03 Mai 2010 - 14:00 Uhr.

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#15 lookat

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Geschrieben 03 Mai 2010 - 15:54 Uhr

Zitat


Das Sportschießen, Präzision auf 25 m, hat mit dem Verteidungsschießen außer dem Knall nichts gemein. Die meisten Feuergefechte mit Kurzwaffen finden in den Distanzen 0 bis ca. 8 Meter statt. In der Zeit wo der Präzisionsschütze einen gezielten Schuß abgibt, haue ich mindestens 10- 15 Deutschüße raus. Deutschüße sind kein fröhliches Geknalle, sondern eine gut zu trainierende Art, schnell, effektiv und ausreichend präzise zu schießen und zu treffen.

Die Waffen sind auch völlig anders gebaut.

Gruß Fidibus


Hi Fidibus

das ist mir grundsätzlich auch klar, und Deutschiessen darf man ja als Sportschütze auch garnicht üben... ich meine allerdings ganz schlicht - und das ist glaube ich mit Deiner Ausführung konform - dass auf Distanzen unter 25m durchaus mit Pistolen/Revolvern getroffen werden kann. Wir haben ja beim Sportschiessen, auch wenn es noch immer eine andere Sache ist, als die Verteidigung gegen andere Menschen, auch Disziplinen, wo man schnell schiessen übt (Fallscheibe, IPSC...) und auch da würde ich denken, komme ich mit vielen Einzelschüssen aus einer Dienstpistole besser in die Ecke 'Sauber in die Richtung geschossen, die ich wollte' als mit einer Uzi...

denke ich zumindest...

Insbesondere glaube ich nicht, dass einer mit der Uzi auf 100m per Deutschuss einen Treffer landet, sondern da meint Terao sicher auch das ruhige lange Zielen und den Einzelschuss. Beängstigend allerdings, dass er erzählt, dass die selben Leute auf 20m mit der Pistole nichts getroffen haben...

Grüße
Kalle

Bearbeitet von lookat, 03 Mai 2010 - 15:57 Uhr.

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#16 qfunce

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Geschrieben 25 Mai 2010 - 08:59 Uhr

Nen 1911'er mit Doppelreihigen Magazin...In der Regel sind die Dinger komplett aus Stahl und heban ein entsprechendes Gewicht...Ich möchte das nicht den ganzen Tag mitrumschleppen wenns nicht sein muss... Da ist so ne Plastikplempe einfach praktischer, Glock im Kaliber 40 S&W würde ich bevorzugen. Gibt auch noch andere Plastikplempen, H&K hat viele Modelle z.B.

Zur Kapazität...PS'ler ziehen in der Regel nicht in den Krieg und wenn man es übt kann man mit einem Speedloader sogar schneller laden als mit einem Magazin, gibt entsprechende Videos im IPSC Bereich. Die Übung machts.

#17 Gastshiremono_*

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Geschrieben 28 Mai 2010 - 20:27 Uhr

Beitrag anzeigenqfunce sagte am 25 Mai 2010 - 08:59 Uhr:

Ich möchte das nicht den ganzen Tag mitrumschleppen wenns nicht sein muss...


Vielleicht liegts an meinem normalen Load, aber einen 1911er habe ich nie als schwer empfunden. Der ging mir immer sehr leicht von der Hand.

Auf der anderen Seite fühlt sich eine Glock für mich einfach nicht richtig an, sie ist einfach zu leicht.


Aber wie wohl bekannt ist, ich bin kein PSler. Ich spiele nur unter gewissen Umständen den Nahsicherer der außer Pistole nichts dabei hat bzw den Typen der Bewaffnung gegen Unauffäligkeit eintauscht und nur eine Pistole zur Eigensicherung trägt.

Und da ist 45.ACP immer die Wahl, wenn sie zur Auswahl steht.

Zitat

zumal starke Projektile auch die Gefährdung von Unbeteiligten durch Querschläger erhöhen

Nein. 45.ACP Munition ist extra für den Nahbereich da. Das Geschoß zerlegt sich im Körper bzw beim Auftreffen auf harte Oberflächen.
Darum geht es ja eben bei "Mannstop"Munition. Die Umsetzung der kinetischen Energie soll möglichst groß im Körper erfolgen. Und da ist 45.ACP deutlich besser als 9mm Parabellum.

Zitat

Auch in den meisten Armeen geht ja der Trend immer mehr zu kleineren Kalibern mit dafür erhöhter Magazinkapazität.

Das liegt daran dass das Infanteriegefecht heute auf 400-800 Meter stattfinden soll. Das dies Humbug ist merken wir zur Zeit sehr deutlich in Afghanistan und wussten es schon seit Vietnam, wo erstmals flächendeckend 5.56 eingesetzt wurde um 7.62 zu ersetzen.
Heute wünschen wir uns eher 7.62 zurück, weil 5.56 im Nahbereich eine ungenügende Wirkung gegen ungepanzerte Ziele hat, dafür gegen Deckung aus z.B. Lehmmauern nichts anrichtet.

Und auch was als die neue Super-Nahbereichsmunition angepriesen wurde, die 4.6 wie sie in der neuen MPi7 verwendet wird, erweist sich als recht unsinnig.
Dieses kleine Kaliber sollte Durchschlagskraft und Reichweite eines Sturmgewehrs in eine kompakte MPi packen. Hat es auch geschafft, 4.6x30 durchschlägt so ziemlich jede Plate. Dummer Weise trägt der Feind kaum Plate, was bedeutet dass das Projektil durch den Körper wischt ohne das derjenige das merkt. Der kämpft noch eine ganze Weile munter weiter, trotz multipler Treffer.

Wenn ich also als PSler mit einem Angreifer im Bereich 0-8/25 rechnen müsste, würde ich zu Munition tendieren die keine zu hohe V-0- aufweist und eine möglichst wuchtige Wirkung hat. Der Vergleich zum Militär greift hier eindeutig daneben, zudem wir uns eben auch eher das alte Kaliber zurückwünschen.

Bearbeitet von shiremono, 28 Mai 2010 - 20:28 Uhr.


#18 daito

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Geschrieben 19 Juli 2010 - 21:42 Uhr

Zitat

Da die Kugel ihr volle Energie auf die Weste abgibt, hätte man ja nun deutlich diese Hollywoodwirkung spüren müßen. Nichts dergleichen passierte. Die Einschläge waren deutlich zu spüren. Es fühlte sich an, als wenn man von einem rasant geschlagenen Squashball getroffen wird. Umgefallen ist keiner.

Hi Fidibus,

späte Ergänzung von den Naturwissenschaften. Der Grund warum der Kollege nicht 2m durch die Luft geflogen ist, nennt sich Impulserhaltung. Der Impuls der Kugel (I) bestimmt sich aus Masse (m) mal Geschwindigkeit (v). I = m * v.
Des weiteren gilt auch der Energieerhaltungssatz. Hier geht die Geschwindigkeit zum Quadrat ein.
Der Impuls der Kugel nach Abschuss ist gleich dem Impuls der Handfeuerwaffe. Nur weil die Feuerwaffe viel schwerer ist als die Kugel, ist die Bewegung der Handfeuerwaffe nach Impulsübertragung verhältnismässig gering. Noch eindeutiger zeigt es sich am Verhältnis Kugel zu Ziel. Würde das Ziel 2m nach hinten geschleudert werden, würde das gleiche für den Arm der Handfeuerwaffe gelten. Den könntest Du dann wahrscheinlich etwa 10m weiter hinten finden. :-) Aus dem gleichen Grunde haben Panzerfäuste übrigens ein offenes, rückstossfreies Rohr. Sonst könnte es wirklich unangenehm werden :-).

#19 Spike96

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Geschrieben 19 Januar 2011 - 20:52 Uhr

Also Ich frag mich ja mal wer von euch hier so wircklich im aktiven Personenschutz arbeitet und wie ihr daraufkommt nur 1 Handfeuerwaffe im Dienst zu tragen ??? Fragen über Fragen ich wundere mich nur ...


MfG Spike96

#20 qfunce

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Geschrieben 28 Januar 2011 - 11:13 Uhr

Beitrag anzeigenSpike96 sagte am 19 Januar 2011 - 20:52 Uhr:

Also Ich frag mich ja mal wer von euch hier so wircklich im aktiven Personenschutz arbeitet und wie ihr daraufkommt nur 1 Handfeuerwaffe im Dienst zu tragen ??? Fragen über Fragen ich wundere mich nur ...


MfG Spike96

Wie, "nur eine"?? Wenn du mehr tragen würdest/möchtest zeigt es mir das DU auf keinen Fall im PROFESSIONELLEN Personenschutz arbeitest.