wichtige Ziele im Kampf
#1
Geschrieben 22 Juni 2010 - 08:01 Uhr
Das es Punkte am menschlichen Körper gibt, deren Treffen im Kampf von großer Bedeutung sein kann, wissen wir ja vermutlich alle.
Jetzt wäre es allerdings mal interessant, wenn jemand genau erklären könnte, was überhaupt im Körper passiert wenn man diese Ziele angreift. Die für mich interessantesten sind folgende:
Solar-plexus
Kehlkopf
Halsschlagader
Genick
Schläfe
Ohne Zweifel gibt es auch noch andere wichtige Ziele, da weiss ich allerdings was da passiert...
Wäre super wenn ihr auch wirklich medizinische Erfahrungen habt, also Medizin studiert oder Rettungsassistent seid
o.Ä.
Danke im Vorraus,
Jon
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- Mark Twain -
#2 Gastshiremono_*
Geschrieben 22 Juni 2010 - 08:26 Uhr
Im Idealfall kommt es zu einer schlagartigen Weitung der Blutgefässe. Führt dazu, dass das Blut in den unteren Extremitäten versickert, was wiederum zu einer Unterversorgung der Hirn führt.
Im Normalfall kommt es zu einer Verkrampfung die zu ehreblichen Atemproblemen führt.
Kehlkopf
Wird der Kehlkopf zerdrückt, fällt die Luftröhre zusammen. Ergebniss ist eine nicht mehr oder nur sehr leicht vorhandene Atmung. Führt zu Unterversorgung und letzendlich Ersticken.
Wird der Kehlkopf eingedrückt so wird die Luftröhre verlegt, wodurch die Atmung stark erschwert wird. Führt zu Unterversorgung.
Halsschlagader
Wird sie beidseitig abgedrückt so kommt es innerhalb von Sekunden zu einer Unterversorgung des Hirn und zu einem Blackout. Lang genug gehalten ist der Mensch tot.
Wird sie zerstört so verblutet der Mensch innerhalb kürzester Zeit.
Schlägt man darauf muss nicht unbedingt etwas geschehen, es kann aber durchaus zu Benommenheit oder Unterversorgung führen.
Genick
Dislokation der Nackenwirbel führt sehr oft zu einer Schädigung des Rückenmarks, was zu Lähmungserscheinungen unterschiedlicher Ausprägung führen kann.
#4
Geschrieben 22 Juni 2010 - 19:46 Uhr
oder doch eher so:
http://www.kampfkuns...ndpost&p=127975
übrigens: ich bearbeite meine Beiträge grundsätzlich solange das möglich ist ...
#5 GastPhönix77_*
Geschrieben 22 Juni 2010 - 22:23 Uhr
die abzudrücken ist echt schwer und beidsseitig noch etwas schwieriger.
Aber die Halsschlagader teilt sich in die interna und die externa. Die interna versorgt das Gehirn und die externa das Gesicht grob unterteilt. Wichtig ist, dass an der Abzweigung, (die immer unterschiedlich unterhalb des Kiefers liegt.)ein Sensor für den Blutdruck liegt. (Nervenbündel) Dieser Sensor sorgt bei Blutdruckanstieg für eine Gegenregulation mit Erweiterung aller peripheren (Arme und Bein) Gefäße, so dass es zu einem Blutdruckabfall kommt.
Damit wird ein für das Gehirn gefährlicher Blutdruckanstieg verhindert.
Ein kurzer Schlag oder ein Druck auf die Carotis kann diesem Sensor einen Blutdruckanstieg vortäuschen und die Regulation setzt prompt ein, so dass der Blutdruck runterreguliert wird und das Gehirn minderversorgt wird. Ergo sorgt dies für eine kurz oder längerfristige Ohnmacht desjenigen.
Dies ist der gleiche Mechanismus bei jungen Frauen, wenn sie in Ohnmacht fallen oder beim Millitär beim langen Strammstehen.....
Soll nur eine Ergänzung sein.
Bei einem Schlag auf die Schläfe passiert normalerweise nicht viel. Man muß schon eine große Energie aufwenden auf kleiner Fläche. Durch die gebogene Form ist das relativ stabil. Jedoch haben wir dort auch die Stirnhöhlen, welche wiederrum unterschiedlich bei allen Menschen sind. Dort ist der Knochen dünner.
Wenn also ein Schlag frontal kommt, können zwei Dinge passieren... der Knochen bricht, was definitiv besser für den Patienten ist. Oder was leider an der Stelle häufiger passiert. Das Gehirn ist in Wasser gelagert und schlägt zunächst hinten an den Schädel und vorne an. Problem ist dort die harte Hirnhaut, die die Gehirnhälften trennt. Diese kann ins Gehirn schneiden beim Aufprall.
Wichtig ist, dass es einige andere Knochen am Schädel gibt, die keinen großen Druck standhalten. Dort sind Frakturen häufiger und dort kann auch ein Schlag zum Beispiel zu einer Fraktur führen.
#6
Geschrieben 23 Juni 2010 - 07:14 Uhr
Zitat
zum Beispiel?
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#7 Gastshiremono_*
#8 GastPhönix77_*
Geschrieben 23 Juni 2010 - 17:08 Uhr
Zum Thema Knochen. Das Os temporale (grob: seitlich überm Ohr) ist wirklich dünn und bricht häufig.
Es gibt noch einige verstecktere Schwachstellen am Schädel.
#9 Gastshiremono_*
Geschrieben 23 Juni 2010 - 18:02 Uhr
Allerdinsg kenne ich es so, das die Stimulation des Carotisimus am Besten punktuell und schnell geschieht, z.B. mit einem geschnappten Schlag, um dem Hirn das Signal lebensgefährlichen Blutdrucks zu senden.
#10 GastPhönix77_*
Geschrieben 23 Juni 2010 - 18:42 Uhr
#11
Geschrieben 24 Juni 2010 - 11:27 Uhr
Dann nennen wir es eben Atemi-Hodenpunkt Nr. 1
Und zack da ham wa wieder das Rad neu erfunden. Manches verkaufe ich an kommerzielle Verbände. Aber psssssst
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#12 Gastshiremono_*
Geschrieben 24 Juni 2010 - 16:08 Uhr
Atemipunkt 1: Schienbein. Die Distanz ist viel kürzer als die Eier, und man kann sich kaum dagegen wehren wenn man nicht außer Reichweite ist.
Und falls du das jetzt verkaufen willst, ick hab da Patent druff. Niemand darf vors Schienbein treten, er sei denn er ist von mir lizenziert.
#13
Geschrieben 24 Juni 2010 - 21:33 Uhr
shiremono sagte am 24 Juni 2010 - 16:08 Uhr:
Atemipunkt 1: Schienbein. Die Distanz ist viel kürzer als die Eier, und man kann sich kaum dagegen wehren wenn man nicht außer Reichweite ist.
Und falls du das jetzt verkaufen willst, ick hab da Patent druff. Niemand darf vors Schienbein treten, er sei denn er ist von mir lizenziert.
Wo ein Kopf ist, da sind auch Eier und idR. auch zwei Beine.
Vors Schienbein wäre nicht meine favorisierte Stelle, kann ja schon bei Fußballern recht gut abgehärtet sein. Wenn Schienbein, dann mit dem Innenriss des Fußes und dann von oben nach unten entlang ratschen, wie nem Stampftritt: Trifft den Fuß auch immer anner fiesen Stelle ^^
Hat mir meine Sis beigebracht
Und den habe ich mir nämlich von meinem Vatta schützen lassen, der ist nämlich in echt Patantingineur - "Wenn du mal eine gute Idee hast, hast du ausgeorgt. Und ich melde dir gute Ideen gerne an."
Ich muss sagen. Hin und wieder hätte ich ja fast... eine gute Idee gehabt.
Und was KK angeht: Das verkaufe ich niemals. Mein Ziel soll sein, irgendwann mal Kämpfen vermitteln zu können. Und am Besten, können die nachher mehr als ich.
FG
Smoo
Bearbeitet von Smoo, 24 Juni 2010 - 21:34 Uhr.
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#14 Gastshiremono_*
#15
Geschrieben 25 Juni 2010 - 22:17 Uhr
Ziele erster Ordnung = korekter Treffer führt tendenziel zu starken (bis kampfentscheidenden) Schmerzen oder Funktionsverlust.
Ziele zweiter Ordnung = korekter Treffer führt tendenziel zu schmerzen und Bewegungseinschänkungen.
Ziele erster Ordnung:
- Augen
- Kiefer
- Kehlkopf
- Ohr
- Ellbogen (bei gestreckten Arm)
- Finger
- Solarplexus
- Leber
- Nieren
- Genital
- Knie
- Fußknöchel
- Wirbelsäule
Ziele zweiter Ordnung:
- Handrücken
- Zehen/Fußspann
- Schinbein
- Oberschenkel (innen und außen)
- Nase
Gruß Nissen
Bitte ein Ki
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#16
Geschrieben 25 Juni 2010 - 22:31 Uhr
shiremono sagte am 24 Juni 2010 - 23:27 Uhr:
Er gebrauchte das feine Wort "Mumu" um mich zu überzeugen, dass Frauen dort auch sehr empfindliche Organe haben. Frauen sind aber nun wirklich keine Geschöpfe, die ich bekämpfen wollen würde. Die Brust soll ja auch eine sehr empfindliche Trefferzone sein. Ich prügel mich so selten mit den Damen
Vielleicht wärs mal ne Erfahrung wert. Aber nur mit "Schutzkleidung"
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#17 GastPhönix77_*
Geschrieben 26 Juni 2010 - 10:13 Uhr
Deine Einteilung in Ziele erster Ordnung, sowie zweiter Ordnung möchte ich gerne hinterfragen. Was macht ein Ziel erster Ordnung aus? Zum Beispiel: der Ellenbogen ein Ziel erster Ordnung?
Der Kopf ist kein Ziel?
Die Nase soll ein Ziel zweiter Ordnung sein?
Bitte erkläre die Auswahlkritierien für die Einteilung.
#18
Geschrieben 26 Juni 2010 - 23:27 Uhr
Phönix77 sagte am 26 Juni 2010 - 10:13 Uhr:
Deine Einteilung in Ziele erster Ordnung, sowie zweiter Ordnung möchte ich gerne hinterfragen. Was macht ein Ziel erster Ordnung aus? Zum Beispiel: der Ellenbogen ein Ziel erster Ordnung?
Der Kopf ist kein Ziel?
Die Nase soll ein Ziel zweiter Ordnung sein?
Bitte erkläre die Auswahlkritierien für die Einteilung.
Moin Phönix77,
klar erläuter ich das gerne.
Ziele erster Ordnung sind für mich halt Ziele, die eher zum Kampfende führen, dises ist jedoch nur als Tendenz zu sehen.
Beispiel dafür ist der Ellbogen/das Ellbogengelenk, im gestreckten Zustand kann der durch schlargartige Angriffe (z.B. mit den Unterarm/Ellbogen)
leicht beschädigt werden, so dass der Arm nur noch äußerst schlecht oder garnicht genutzt werden kann, hierfür genügt z.T. eine einfache Überstreckung.
Die Nase habe ich in der zweiten Ordnung, da eine blutige Nase zwar bei der Atmung einschänken kann und tränende Augen auch von Nachteil ist, jedoch gibt es keine wirklich nennesnwerte Einschänkungen, die nicht kurzzeitig und unter Stress ausgeblendet werden können.
Kopf ist mir als Ziel zu allgemein gehalten, sonst müsste ich ja nur in Kopf x 1, Arme x 2, Rumpf x 3, etc. unterscheiden.
Ist auch nur eine Idee, die Ziele nicht nur nach SV Relevant, sondern auch nach tendenziel Kampfbeendet und Supportziel zu unterscheiden.
Wie man dieses macht sollte natürlich noch diskutiert werden und die Aufteilung sehe ich erstmal als unvollständigen Vorschlag an, der vervollständigt werden kann.
Hoffe ich konnte dir mein Gedankengang näher bringen.
Für Veränderung-/Verbesserungsvorschläge und Anregungen wäre ich dankbar.
Gruß Nissen
Bitte ein Ki
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#19
Geschrieben 26 Juni 2010 - 23:32 Uhr
Was ist der Plexus Solaris? Kommt dann wohl eher auf die Schlagintensität an und auf die Empfindlichkeit des Opfers oder? Kann erste Ordnugng sein, kann auch nur zweite sein, wie siehst du das?
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#20 Gastshiremono_*
Geschrieben 26 Juni 2010 - 23:43 Uhr
Ein Treffer kann je nach Intensität und Art verschiedene Wirkungen erzielen, reicht von Übelkeit über Atembeschwerden bis Bewusstlosigkeit.
Die Wirkung die ich an mir selbst meistens gespürt habe war Atemnot. Ich konnte nicht mehr tief atmen und mein Oberkörper fiel nach Vorne zusammen. Dagegen hilft es den Getroffenen auf den Boden zu führen, das Knie in den Rücken zu setzen und die Schultern nach hinten zu ziehen. Im konkreten Fall hat es mir auch mal geholfen das mein Gegenüber mich im Moment der Schwäche mit dem Rücken gegen eine Wand rammte, hätte er besser nicht getan.
Um so eine Wirkung zu erzielen braucht es keinen starken Treffer. Der Plexus Solaris ist als Ziel bzw. Schwachstelle nicht zu unterschätzen. Und von den Nervenpunkten am Körper ist er einer von denen die große Wirkung entfalten ohne dabei schwierig zu treffen zu sein.



