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Gérard Edde - Taoistische Weisheitsgeschichten


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#1 k.-g.beck-ewerhardy

    Alter Hase

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Geschrieben 27 August 2010 - 07:24 Uhr

Schneelöwe (broschiert/2006)
Übersetzerin: Sylvia Luetjohann
ISBN 978-3-89385-494-3
122 Seiten

Der Daoismus als älteste noch praktizierte Religion in China hat die Geschichte und das Denken über Jahrtausende beeinflusst und gewinnt in den letzten zwei Jahrzehnten wieder zu-nehmend an Bedeutung. Die stark individualisierende Philosophie, die immer in einem Span-nungsverhältnis zu Konfuzianismus und zur kommunistischen Doktrin gestanden hat und zu einigen Zeiten sogar verboten und verfolgt wurde, findet in der sich „harmonisierenden“ Gesellschaft immer mehr Anerkennung und Freunde und die daoistischen Heiligtümer in Wudangshan und Maosan sind mittlerweile zu beliebten Feriengebieten geworden.

Lange Zeit wurden auf Grund fehlender Literazität - und auch nach der Vernichtung wichtiger Schriften durch die Staatsmacht – daoistische Lehren mündlich übertragen in Gedichten, Liedern und in kleinen Geschichten. Einige dieser Geschichten, die die grundlegenden Prinzipien, aber auch den mentalen „Geschmack“ des Daoismus gut präsentieren hat Gérard Edde in diesem kleinen Bändchen gesammelt.

Die Geschichten sind dabei sechs verschiedenen Überthemen zugeordnet: Ursprungsmythen, Anarchistische Philosophen, Weise, Mystiker & Heiler, Geschichten von Unsterblichen, Chinesische Gespenstergeschichten und Toleranz & drei Religionen. Wo es notwendig erschien hat der Autor an die jeweiligen Geschichten kleine Erläuterungen angehängt um den Leserinnen und Lesern deren Interpretation zu erleichtern. Am Ende des Buches findet sich noch eine Übersicht über die chinesischen Herrschaftsdynastien von 2200 v. Chr. bis zur Gründung der VR China im Jahr 1949.

Alles in Allem in interessantes und nettes kleines Büchlein, dem allerdings ein paar aussagekräftige Illustrationen ganz gut getan hätten. Denn davon gibt es in der daoistischen Tradition so Einige. Speziell bei der Darstellung der üblichen Tempelheiligen in Wudang wäre dies eine sehr willkommene Ergänzung gewesen. Aber davon abgesehen ein sehr nettes Buch.

K.-G. Beck-Ewerhardy