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Tameshigiri mit Messer


17 Antworten in diesem Thema

#1 Richard

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Geschrieben 18 Oktober 2010 - 09:15 Uhr

Ich bin mir nicht sicher, ob das das richtige Forum ist, aber mir ist gerade dieses Video untergekommen:



und ich wollte mein Kinnlade-Unten-Gefühl mit euch teilen. Dass man mit einem Schwert Tatami-Matten, Fleisch und Knochen zersäbeln kann, ist einleuchtend; dass das mit einem guten, schweren Messer auch locker-flockig geht, war mir so nicht bewusst.

Und Leute, die Messerabwehrtechniken üben, sollten sich das gut anschauen und danach lieber 400m Hürdenlauf üben gehen...

#2 Zeneca

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Geschrieben 18 Oktober 2010 - 09:54 Uhr

Naja... das überrascht mich jetzt nicht ... Das Ding wiegt einen knappen halben Kilo... die Klinge ist 26 cm lang... und mit genug Power ist klar, daß das durch alles mögliche inkl. Tatami oder Holz, Konchen etc. durchfährt... auch mit weniger Power isses immer noch ein großes, scharfes und böses Teil...

Wakizashi gibts so ab 30cm aufwärts und Tanto mit knappen 30cm Klingenlänge sind auch keine Zauberei - da würde sich auch keiner wundern, daß man damit was schneiden kann.

Cold Steel Lardeo Bowie
---
Blade: 10 1/2" (26,67 cm)
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#3 Terao

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Geschrieben 18 Oktober 2010 - 10:09 Uhr

...denn zum Schneiden sind sie da...

Ja, das Ding geht von seinen Ausmaßen her schon eher Richtung Machete. Man sollte auch beachten, dass der Mann durchaus weit ausholt, Körpergewicht in seine Schnitte legt und versucht, das Ziel "optimal" zu treffen. Beim hektischen kurzen Schneiden mit einem kurzen leichten Messer in miserablem Schnittwinkel und ohne Körpereinsatz, das landläufig so als "Messerangriff" gilt, kommt nicht annähernd so viel Schnittleistung heraus. Trotzdem, klar, scharfe Klingen, egal welcher Größe und egal wie geführt, sind eben keine Knüppel und wahnsinnig gefährlich.

Bearbeitet von Terao, 18 Oktober 2010 - 10:19 Uhr.


#4 bugei

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Geschrieben 18 Oktober 2010 - 10:33 Uhr

Nicht schlecht, das Ding ist ne Hausnummer.
Man sieht im Vid recht gut, daß die beiden Akteure ziemlich genau wissen, was sie da tun... trotzdem kann ich Richards Kinnlade-unten-Gefühl nachvollziehen, mir ging es durchaus ähnlich.
Ich kann mir auch recht gut vorstellen, daß auch ein Ungeübter mit DEM Messer einiges anrichten kann*. Wäre durchaus mal interessant, einen Laien mit dem Teil auf Tatami & Co. loszulassen, allerdings vermutlich arg riskant.
Btw, die Kollegen von C. S. haben etliche Videos veröffentlicht, sie zeigen praktisch zu jedem Produkt, was es aushält und was man damit anrichten kann. Clevere Strategie. Und über die Qualität gibts bei der Firma meines Wissens nach auch nix zu meckern.

* Es ist mir durchaus bewußt, daß ein Ungeübter auch mit nem Teppichmesser einiges anrichten kann. Darum gehts aber nicht primär.

Grüße

bugei
Mr. Socke 4.10.2010 - 31.05. 2011 GBNF

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#5 Terao

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Geschrieben 18 Oktober 2010 - 10:57 Uhr

Zitat

Ich kann mir auch recht gut vorstellen, daß auch ein Ungeübter mit DEM Messer einiges anrichten kann
Ja, klar. Ich wollte auch nur darauf hinweisen, dass man diese Schnittleistung nicht mit den beliebten Farbstift-Experimenten in Verbindung bringen sollte. Schnitt ist nicht gleich Schnitt.

#6 bugei

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Geschrieben 18 Oktober 2010 - 11:15 Uhr

Beitrag anzeigenTerao sagte am 18 Oktober 2010 - 10:57 Uhr:

Zitat

Ich kann mir auch recht gut vorstellen, daß auch ein Ungeübter mit DEM Messer einiges anrichten kann
Ja, klar. Ich wollte auch nur darauf hinweisen, dass man diese Schnittleistung nicht mit den beliebten Farbstift-Experimenten in Verbindung bringen sollte. Schnitt ist nicht gleich Schnitt.

Hallo Terao,

die Bemerkung mit dem Ungeübten bezog sich gar nicht so sehr auf Deinen vorhergehenden Post, sondern eher darauf, daß man das Messer einfach so einsetzen könnte, wie man vielleicht ein Beil benutzen würde. Sogar wenn man mit dem "Messerchen" einfach zuschlägt, wie man es mit nem Knüppel machen würde, dürfte das Ergebnis beachtlich sein....
Und ein Vergleich der Schnittleistung, wie sie im Vid gezeigt wird mit Edding-Experimenten heißt imho Äpfel mit Birnen vergleichen, da bin ich vollkommen bei Dir. Ich würde sogar die Schnittleistung von Messern mit extrem unterschiedlicher Schneidenlänge oder unterschiedlicher Schneidengeometrie nicht unbedingt vergleichen.

Grüße

bugei

Bearbeitet von bugei, 18 Oktober 2010 - 11:23 Uhr.

Mr. Socke 4.10.2010 - 31.05. 2011 GBNF

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#7 KAJIHEI

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Geschrieben 18 Oktober 2010 - 11:53 Uhr

Und mal wieder aus meiner Ecke ein intensives Schnaaaaaaaaaaaaaaaaarch...
Leute Tameshigiri hängt nur von zwei Dingen ab : Von der Klinge mit ihrem Schliff und vorallem von dem der schneidet.
Seil tameshigiri hab ich schon öfters gesehen, beim Hammer Inn vor einigen Jahren bei Herrn markus Ballbach ( Ein Schmiede und Klingenliebhabertreffen ) wurde das auch forgeführt. Das gleche Spiel mit Katana oder Wakizashi ebenfalls ein alter Hut.
Klingen sind nun mal keine Golfschläger.
Aber dank Chen und Gurken KG glaubt inzwischen jeder Kreti und Pleti das er mit Klingen umgehen kann. Das Schwert ist sauscharf, also muß es gehen.
Denkste, ohne ausreichende Technik geht nichts.
Ds Schöne an der klassichen Ausbildung ist halt, das man genügend zeit hat auf ein schwert zu sparen und in der Zeit die Techniken zu lernen.
Aber was solls, wir leben halt in der Zeit von "Instant-KK" :wall:
Lang lebe die Eineindeutigkeit der Zweideutigkeit !

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#8 bugei

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Geschrieben 18 Oktober 2010 - 15:14 Uhr

Beitrag anzeigenKAJIHEI sagte am 18 Oktober 2010 - 11:53 Uhr:

Und mal wieder aus meiner Ecke ein intensives Schnaaaaaaaaaaaaaaaaarch...
Angenehme Nachtruhe wünsch ich ;)

Zitat

Leute Tameshigiri hängt nur von zwei Dingen ab : Von der Klinge mit ihrem Schliff und vorallem von dem der schneidet.
Da würde ich Dir überhaupt nicht widersprechen wollen. Ich würde aber auch nicht in Abrede stellen, daß die beiden Herren in dem Video ziemlich gut wissen, was sie da tun.
Ein Laie wird mit dem Messer aus dem Film (und auch mit jeder anderen Klinge) solche Sachen nicht hinkriegen, aber sich z.B. durch das aufgehängte Stück Schwein zu hacken, schafft auch ein Ungeübter. Das sieht dann zwar vermutlich furchtbar aus, aber das Ergebnis ist so oder so Gulasch.

Zitat

Seil tameshigiri hab ich schon öfters gesehen, beim Hammer Inn vor einigen Jahren bei Herrn markus Ballbach ( Ein Schmiede und Klingenliebhabertreffen ) wurde das auch forgeführt. Das gleche Spiel mit Katana oder Wakizashi ebenfalls ein alter Hut.
Ja, die Nummer mit dem Seil ist recht beliebt. Aber ich beneide Dich ein bissel, daß Du es zum Balbach zum Hammer Inn geschaft hast. Das hab ich noch nie hingekriegt. War mir bis jetzt immer zu weit...


Grüße

bugei
Mr. Socke 4.10.2010 - 31.05. 2011 GBNF

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#9 Richard

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Geschrieben 19 Oktober 2010 - 09:29 Uhr

Beitrag anzeigenKAJIHEI sagte am 18 Oktober 2010 - 11:53 Uhr:

Und mal wieder aus meiner Ecke ein intensives Schnaaaaaaaaaaaaaaaaarch...
Leute Tameshigiri hängt nur von zwei Dingen ab : Von der Klinge mit ihrem Schliff und vorallem von dem der schneidet.
No shit. Ist mir schon klar, dass man das mit einem Schweizer Taschenmesser nicht hinbekommt. Ist mir auch klar, dass man ordentliche Technik und Übung braucht, um Pfund in den Schlag (oder doch Schnitt?) zu bekommen und sein Ziel genau zu treffen. Aber wie gesagt, mir war nicht klar, dass ein Messer, das relativ wenig Klingenlänge hat und damit weder die selbe Geschwindigkeit erreicht noch die selbe Strecke zum Schneiden bietet wie ein Schwert, reicht, um mal eben ein Schwein zu zersäbeln. Dass ein weniger geübter Benutzer einem nicht mit einem Schlag den Arm abhackt, sondern vielleicht bloß bis tief in den Knochen kommt, ist dann sekundär.

#10 KAJIHEI

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Geschrieben 19 Oktober 2010 - 09:53 Uhr

Du wirst es nicht glauben, das Seilschneiden geht auch mit einem ordentlichen Schweizer Taschenmesser. Ich kann´s zwar nicht ( mir zu kleen ), aber zugeguckt hab ich.
gut Schweinehälften damit schnetzeln :Es könnt etwas dauern, aber grundsätzlich, wieso nicht ?

Was kurze Klingen angeht : Na wieso soll das nicht gehen ? Es gibt selbst Ko-Wakizashi also ca dreißig cm Brotmesser mit Schneidetest Inschriften ala "Zwei Rüben wurden damit abgesäbelt" In der Tat, schwer zu glauben, blos es geht wirklich. :blink:
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#11 Richard

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Geschrieben 19 Oktober 2010 - 10:18 Uhr

Beitrag anzeigenKAJIHEI sagte am 19 Oktober 2010 - 09:53 Uhr:

Du wirst es nicht glauben, das Seilschneiden geht auch mit einem ordentlichen Schweizer Taschenmesser. Ich kann´s zwar nicht ( mir zu kleen ), aber zugeguckt hab ich.
gut Schweinehälften damit schnetzeln :Es könnt etwas dauern, aber grundsätzlich, wieso nicht ?

Was kurze Klingen angeht : Na wieso soll das nicht gehen ? Es gibt selbst Ko-Wakizashi also ca dreißig cm Brotmesser mit Schneidetest Inschriften ala "Zwei Rüben wurden damit abgesäbelt" In der Tat, schwer zu glauben, blos es geht wirklich. :blink:
Wie du sagst, schwer zu glauben - auch das mit dem Schweizer Taschenmesser - aber wenn's so ist... man lernt nie aus. Danke für die Infos!

#12 Terao

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Geschrieben 19 Oktober 2010 - 10:22 Uhr

Zitat

Dass ein weniger geübter Benutzer einem nicht mit einem Schlag den Arm abhackt, sondern vielleicht bloß bis tief in den Knochen kommt, ist dann sekundär.
Nee, seh ich nicht so. Ich hab den Link ja schon des öfteren gebracht: http://www.classical...cles/bloody.php

Duellberichte und Gerichtsmedizin. Für mich bleibt hängen: Eine Verletzung in einem wirklich ernsten Kampf auf Leben und Tod ist entweder sofort kampfentscheidend oder (vorerst) weitgehend irrelevant. M.A.n. ist das eine für Messer- und "Antimesser"taktiken sehr bedeutsame und von vielen SVlern ignorierte Unterscheidung.

#13 DfnSake

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Geschrieben 19 Oktober 2010 - 11:28 Uhr

Muahahaha. Deshalb schleift man seine Messer auch auf jap. Wassersteinen. Scharfe Messer sind schon was feines. ;)

Ne, ist schon beeindruckend, überrascht aber sogar mich als "Nicht-praktizierender-Nicht-Schwert-Mensch" nicht wirklich. Wraum, wurde ja schon von den anderen Postern geschrieben. ;)
all this time wishing our voices could be heard,
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and no one says a fu**ing word.
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and make it fu**ing break,
and let nothing stand in our way.

"Revival Never Goes Out Of Style" - Walls Of Jericho

#14 bugei

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Geschrieben 19 Oktober 2010 - 13:42 Uhr

Beitrag anzeigenKAJIHEI sagte am 19 Oktober 2010 - 09:53 Uhr:

Du wirst es nicht glauben, das Seilschneiden geht auch mit einem ordentlichen Schweizer Taschenmesser. Ich kann´s zwar nicht ( mir zu kleen ), aber zugeguckt hab ich.
Falls jemand dazu ein Video kennt, bitte posten. Das möcht ich gar zu gerne sehen

Zitat

Was kurze Klingen angeht : Na wieso soll das nicht gehen ? Es gibt selbst Ko-Wakizashi also ca dreißig cm Brotmesser mit Schneidetest Inschriften ala "Zwei Rüben wurden damit abgesäbelt" In der Tat, schwer zu glauben, blos es geht wirklich. :blink:

Langsam verblüfft mich in der Richtung nicht mehr viel....auch wenn ich wetten könnte, daß das gerade eine leichtsinnige Behauptung war :todlach:

Grüße

bugei
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#15 Gastshiremono_*

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Geschrieben 19 Oktober 2010 - 14:11 Uhr

Ja, die Messer von ColdSteel sind ihr Geld wert.

Das ist mein Arbeitspferdle für Wald und Wiese.



Bäumchen fällen, Häusle bauen, Nahrung zerlegen...das Kukri macht alles.

#16 KAJIHEI

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Geschrieben 19 Oktober 2010 - 15:39 Uhr

Das Dickerchen ist dein Arbeitspferd und macht das Alles für dich ? Den darfste mir mal für die schwere Gartenmaloche ausleihen :todlach:
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#17 Gastshiremono_*

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Geschrieben 19 Oktober 2010 - 18:02 Uhr

Kostet aber, vor allem wenn er den Pflug auch noch mitbringen muss.

Apropos Dickerchen, ich find es zwar amüsant wie die Vorführer bei Cold Steel immer möglichst böse gucken, allerdings sieht man sehr gut dass das keine Amateure sind.

#18 DfnSake

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Geschrieben 19 Oktober 2010 - 22:00 Uhr

Ist jetzt OT, aber passt gerade gut rein, denn wer auf Kukris steht, dem sei diese Seite an´s Herz gelegt.

http://www.khukurihouseonline.com/

Die haben ein paar nette Teile am Start.

Vor allem das Model "Buff Head"... Damit kann man bestimmt auch super Sachen klein hacken. :devil:

Gelten Kukris in D-Land eigentlich als Waffe oder als Werkzeug? Ich frage wegen der Zollkosten.

So, sorry für den OT, aber als Messerfreak kann ich mir den Link nicht verkneifen.

Bearbeitet von DfnSake, 19 Oktober 2010 - 22:04 Uhr.

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