Techniken
#21
Geschrieben 07 Dezember 2010 - 21:20 Uhr
Ähmm ... Ich bin auch für die Kopfhaltungsvariante vom Erzengel, so wird es bei uns ebenfalls geübt.
#22 GastWilf_*
Geschrieben 07 Dezember 2010 - 21:25 Uhr
Ja, ich habe es früher ja auch durchaus so trainiert. Erfahrungsgemäß gibt es aber Stürze,
wo man erstesn eben nicht wegrollen kann und zweitens nicht aus dem Katzennapf stürzt.
Ich denke, dass in genau diesen Fällen die Ukemi erst auch so richtig einen Sinn ergeben.
Ich denke, dass Ukemi oft das letzte Mittel der Wahl sind, wenn halt gar nichts mehr geht.
Bearbeitet von Kagami, 23 Januar 2011 - 16:24 Uhr.
#23
Geschrieben 07 Dezember 2010 - 21:31 Uhr
Kagami sagte am 07 Dezember 2010 - 21:25 Uhr:
wo man erstesn eben nicht wegrollen kann und zweitens nicht aus dem Katzennapf stürzt.
Ich denke, dass Ukemi oft das letzte Mittel der Wahl sind, wenn halt gar nichts mehr geht.
Ähmmm ... traf alles völlig auf meinen "Fall" letzten Winter zu.
Bearbeitet von Kagami, 23 Januar 2011 - 16:25 Uhr.
#24
Geschrieben 08 Dezember 2010 - 01:22 Uhr
Warum denn den Kopf zur Seite ? Da sehe ich ja nun gar keinen Sinn drin.
Ich kenne es so (aus verschiedenen Systemen), beim Vorwärtssturz wird der Kopf nach "hinten" sprich in den Nacken "gelegt".
@erzengel
Also der Ausfallschritt wäre quasi ihen-migi oder ihen-hidari
Aus dieser Position dann das Gewicht absenken, "führende Schulter" frei machen und dann rollen.
"Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben." J.Rousseau
#25
Geschrieben 08 Dezember 2010 - 14:41 Uhr
Eine weitere Variante wäre, daß man beide Beine schnell wegziehen läßt. Entweder von Hand (und möglichst die eigene Nase wech haben, ansonsten isse wech) oder mit einem Gürtel. Man sollte da aber schon im Stehen (ohne in die Knie zu sacken) oder im höheren Sprung fit sein, da das ganze sehr schnell nach unten geht und die Kontrolle über die Beine nicht mehr so gegeben ist (was bei einem natürlichen Fall, wenn einem die Beine wegrutschen, eben passieren kann - Schlamm, Eis, etc.). Das simuliert ganz nett einen Fall. Spätestens da wird die Genickvariante unangenehm. Ein Seitwärtsdreher hatte da bisher noch keine Problem bereitet. Lande ich wirklich grenzwertig, hätte ich bei der Frontanelle die Stirn und danach vor allem Nase und Augen im Dreck, im zweiten Fall die Ohren und die Kauleiste. Ich tendiere eher dazu meine Ohrläppchen zu "betonieren" anstatt die Nase oder Augen, aber das kann ja jeder mal ausprobieren.
#26
Geschrieben 08 Dezember 2010 - 15:08 Uhr
Bearbeitet von heavenlybody, 08 Dezember 2010 - 15:08 Uhr.
#27
Geschrieben 08 Dezember 2010 - 15:19 Uhr
Gleiches auch beim Rückwärtssturz ... deswegen ist es ja so wichtig, trotz der Tatsache, dass es nach unten geht direkt Spannung im Körper aufzubauen, sich über den Po zu den Schultern abzurollen und im Vorfeld so tief wie möglich zu gehen um die Energie des Aufpralls zu reduzieren. Effektiv sollte jeder Sturz so ausgeführt werden, dass theoretisch ne Rolle im Anschluss möglich ist ... man kommt ja auch mehr oder weniger in die Position.
#28
Geschrieben 08 Dezember 2010 - 16:50 Uhr
ich bin erstmal froh, dass ich nicht die Einzige bin, die den Kopf zur Seite nimmt. Die Begründung finde ich auch nachvollziehbar. Wenn ich den Kopf in den Nacken nehme, hätte ich ehrlich gesagt auch Angst, mit meinem Kinn aufzuschlagen und dass stell ich mir ziemlich schmerzhaft vor. Das mit der Stirn auf den Händen werd ich bei Gelegenheit ausprobieren. Dazu eine Frage: Trainiert ihr auf Tatami oder auch auf anderen Untergründen?
Es ist schon witzig, dass wir bereits in den Basic der Basics solche Unterschiede feststellen
In irgendeinem Thread schrieb jemand (weiß nicht mehr welcher Thread und wer es war), dass auch die Rollen und Ukemi aus einer Schule stammend als Kata betrachtet werden. Wie steht es denn genau in der Schule drin und welche ist das? Kann das jemand hier herausfinden und posten?
LG Catwoman
shikin haramitsu daikomyo
http://www.onsideklettersport.de/
#30
Geschrieben 08 Dezember 2010 - 18:15 Uhr
-Obi ausziehen
-jeweils ein Ende um eine Ferse BInden
-Energisch auf und ab springen
-Kollege steht hiner einem mit der Mitte des Obis in der Hand und zieht irgendwann daran wen man springt.
Die übung ist echt toll um zu schauen ob man fallen kann, den man kann nicht bescheißen und man kann sich auch nicht alzusehr darauf konzentrieren.
Lg
Micha
#31
Geschrieben 08 Dezember 2010 - 18:38 Uhr
Einer bei uns im Dojo hat mal sowas mit mir gemacht, bei Yoko Ukemi (nur, dass er seinen Arm um meine Beine geschlungen und kräftig gezogen hat) ... im Endeffekt bin ich also voll auf die Rippen geknallt - tolle Wurst und auch nicht das Gefühl, das ich habe, wenn ich mich mal wirklich lang mache.
#32
Geschrieben 08 Dezember 2010 - 18:49 Uhr
wir trainieren nicht auf Matten (haben wir nicht), sondern auf Kunstrasen mit ner Dielung unten drunter. Da überlegt man schon, was man so an Fallübungen bringen kann (vor allem für die Anfänger). Im Sommer trainieren wir dann auf ner Wiese
Und Bein(e) wegziehen: Ne laßt mal, mit dem Spiel hat sich letztens eine unserer Anfängerinnen bei ihren ersten Fallübungen eine Gehirnerschütterung zu gezogen^^ Also schon sanft anfangen.
LG Catwoman
Bearbeitet von Catwoman, 08 Dezember 2010 - 19:02 Uhr.
shikin haramitsu daikomyo
http://www.onsideklettersport.de/
#33
Geschrieben 08 Dezember 2010 - 21:21 Uhr
Sowohl auf Matten, Wiese und Holzboden und auch die "unkooperative Variante"
Und ich hatte nie wirklich Angst um mein engelsgleiches Gesicht ;D.
Werde das mit Kopf zur Seite aber mal ausprobieren, kann ja nicht schaden verschieden Varianten zur VErfügungen zu haben
"Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben." J.Rousseau
#34
Geschrieben 08 Dezember 2010 - 22:28 Uhr
Zitat
Zitat
Zitat
Bei ukemi geht es ja nicht darum einen gewollten Sprung abzufedern sondern um im Fall eines unfreiwilligen Sturzes möglichst ohne Schaden rauszukommen.
@Catwomen
Zitat
Achja im Moment machen wir das acuh im Schnee was wenig Spaß macht da man danach klitsch nass ist.
Zitat
Bei uns wird bei der Prüfung zum 10en Kyu das komplette Ukemi gata taihenjutsu abgeprüft, bis auf Shoten, Kuten und Kiten. Wenn der Prüfling besteht wird er danach geworfen ohne ihn aufzufangen oder den Wurf abzubremsen. Und auch das Beinwegziehen machen wir erst ab Farbgurte. Also ja ich würde das nicht mit blutigen Anfängern machen, aber Um Fallen lernen zu können muss ich mich nunmal damit anfreunden gegen meinen Willen zu fallen.
Und ne gehirnerschütterung ist in der Kampfkunst wie eine Sehnenscheidenentzündung beim Tennis. Wenn man da rumweint was macht man dan wenn man mal wirklich ausgeknockt wird?
Achja Btw. ich habe in der Grundschule auch den Vorwärtssturz mit dem Kopf zur Seite gelernt, Tendiere aber vorallem im Randori auch zur Kopfeinzieh Variante.
Lg
Micha
#35 GastWilf_*
Geschrieben 08 Dezember 2010 - 22:36 Uhr
Inwieweit er diese Übung mittlerweile dahingehend abgewandelt hat (was ich jetzt nicht denke), weiß ich aber nicht.
Bearbeitet von Kagami, 23 Januar 2011 - 16:26 Uhr.
#36
Geschrieben 09 Dezember 2010 - 00:02 Uhr
Zitat
Interessant ist die Idee mit der Stirn an den Händen schon. Weißt du woher sie kommt bzw. kannst du sagen, welche Lehrer das über die letzten 10-20 Jahre so unterrichtet haben? Gerne auch per P.M..
@Deamonday:
Zitat
-jeweils ein Ende um eine Ferse BInden
-Energisch auf und ab springen
-Kollege steht hiner einem mit der Mitte des Obis in der Hand und zieht irgendwann daran wen man springt.
Interessante Variante. Wir machen die auch mit dem Obi, nur dass wir die zwei Enden in den Händen haben und die Beine sind in der Schleife. Die Version werden wir auch mal machen, dann sind die Beine ein wenig freier, das dürfte ein wenig anderes Fallgefühl sein. Bei der unseren knallt man ziemlich saftig ohne Fußkontrolle nach unten, das macht erst Sinn, wenn die Leut im Sprung sicher sind und vor allem Körperspannung haben und das dauert. Nur auf Beton mit Steinen oder Fliese würde ich das ab einer bestimmten Höhe vermeiden wollen, das kommt automatisch, wenn es auf normalen Boden funktioniert. Und im Sprung kann man, wenn jemand von hinten ziemlich ruckhaft zieht, ganz schön das Rückgrat verschoben bekommen. Das ist auch nicht jedermanns Sache, da muß man die Leut aussortieren. Sind die Beine einfach weggezogen worden und ist das mit Ruck passiert?
Ansonsten ist es wohl auch wieder eine Frage, wozu man das Teil eben benutzen will.
Wenn man das ganze als Hilfe beim Sturz (heutzutage) nutzen will, kommt man nicht drum herum, das ganze eben im "Sturz" zu üben (solange es gesundheitstechnisch Sinn macht). Will man aber einen Wurf abfangen oder einen Schubser von hinten, dann hat man Ausfallschritt und damit ein wenig mehr Kontrolle zur Verfügung, dann nutzt man die Zempo Ukemi mit der Kickoption. Der Hintergedanke bei der einhändigen Version ist ja u.a. einen Kick nach hinten durchführen zu können. Aber wie so oft hier schon bemerkt - eine Grundversion üben, die einfach ist - den Level langsam erhöhen und sie damit schwerer und flexibler machen - und im dritten Schritt dann in freien Kombinationen anwenden, das macht Sinn. Hatsumi mag zwar auf einen Taikai mal eine Ukemi gezeigt haben, aber wichtig ist, warum diese gemacht wurde bzw. welchen Zweck sie erfüllt hat. Das ist übrigens ein gutes Beispiel mal wieder für das "Shu-Ha-Ri", was so oft angesprochen wurde bzw. der Art des Lernens. Entweder man kopiert bis zum Umfallen eine Version und kann dann Hatsumi-Ukemi - oder man übt diese Grundversion, erhöht den Schwierigkeitslevel und macht seine eigenen Erfahrungen und wendet sie danach schlicht an. Und manches Singlepack kann eben nur auf bestimmte Weise zum "Rollen" gebracht werden...
@Cat:
Es gibt in der Togakure Ryu Katas, wo die Rollen für den Angriff bzw. für die Verteidigung genutzt wird. Ansonsten gibt es in der Gyokko Ryu noch "Muto Dori"-Geschichten gegen Schwert (Ichimonji, Hira, u.a.), wo sie auch enthalten sind. Rollen in der Kukishinden Ryu Hanbojutsu macht man mit dem Hanbo. Und wenn ich ein wenig suche, finde ich da sicherlich noch mehr.
P.S.: kennt jemand die dollen Rollen im Togakure Ryu Video von Hatsumi?
Bearbeitet von Rokudai, 09 Dezember 2010 - 00:03 Uhr.
#37
Geschrieben 09 Dezember 2010 - 00:20 Uhr
Mir ist da grad was eingefallen, war vor etlichen Jahren auf einem Seminar. Das mit der Stirn vorne könnte davon kommen, daß man bei der einbeinigen Version nach hinten sieht, wenn man den "Schubser" kickt. Dann ist auch die Begründung für die Art und Weise da, warum der Kopf bei einer Variante mit Stirn voraus gehalten wird.
#38
Geschrieben 09 Dezember 2010 - 00:48 Uhr
Bearbeitet von ErzengelGabriel, 09 Dezember 2010 - 00:48 Uhr.
#39
Geschrieben 09 Dezember 2010 - 13:50 Uhr
@Rokudai
Rokudai sagte am 09 Dezember 2010 - 00:20 Uhr:
Mir ist da grad was eingefallen, war vor etlichen Jahren auf einem Seminar. Das mit der Stirn vorne könnte davon kommen, daß man bei der einbeinigen Version nach hinten sieht, wenn man den "Schubser" kickt. Dann ist auch die Begründung für die Art und Weise da, warum der Kopf bei einer Variante mit Stirn voraus gehalten wird.
Naja, aber mit diesem "nach hinten" schauen wird doch eher wieder der Kopf zur Seite logischer. Wenn ich den Kopf in den Nacken nehme, dann geht das nicht, eher noch, wenn ich den Kopf auf der Stirn platziere.
@Kagami,
danke
@Erzengel und Deamonday,
danke für die vielen Infos
LG Catwoman
Bearbeitet von Kagami, 23 Januar 2011 - 16:27 Uhr.
shikin haramitsu daikomyo
http://www.onsideklettersport.de/
#40
Geschrieben 09 Dezember 2010 - 21:54 Uhr
wildwater sagte am 08 Dezember 2010 - 21:21 Uhr:
Sowohl auf Matten, Wiese und Holzboden und auch die "unkooperative Variante"
Und ich hatte nie wirklich Angst um mein engelsgleiches Gesicht ;D.
In der Wanne und auf dem Örtchen hat man die besten Einfälle, so ging es mir gestern auch. Kopf-in-den-Nacken-Technik, dabei legst du den Kopf nicht bewusst richtig stark in den Nacken, sondern schaust quasi nur leicht nach vorn, liege ich da richtig?



