Welche Kampfkunst für die Straße?
#1
Geschrieben 25 Januar 2011 - 15:56 Uhr
Nachdem wir uns an anderer Stelle über die Vorbereitung auf den Kampf, das Vermeiden und Erkennen der Gefahr unterhalten haben- gute Hinweise fand ich super.
Möchte ich jetzt die Frage stellen: ist jede Kampfsportart für jeden .... wirklich geeignet?
Wenn ich mit Begeisterung das Kodokan Judo in einem Verein trainiere und Wurfechniken - Grifftechniken - Schlag-Stoß-und Tritt-techniken beherrsche. Daneben regelmäßig Randori mache und meine Techniken am Partner ausprobiere, dazu die Judo-Kata zur Selbstverteidigung lerne - wozu eine ander SV lernen?
Sollte nicht neben der SV auch der Spaß in meiner Kampfkunst ein große Rolle spielen?
Liege ich falsch? soto- deshi
#2
Geschrieben 25 Januar 2011 - 16:59 Uhr
Zitat
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Nur eine Anmerkung, falls Du Dir wider Erwarten unsicher sein solltest: Definierst Du Kodokan Judo als SV (System)? Ist es darin (für Dich) vollständig oder siehst Du Lücken?
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Grüße
#3
Geschrieben 25 Januar 2011 - 20:31 Uhr
wenn ich das Buch : Kodokan Judo, von Jigoro Kano Sensei, sorgfältig durchlese - so habe ich dort ein geschlossenes System vor mir.
Die Judo-Techniken werden in Wurf- Griff- Schlag-Stoß- und Tritt-Techniken eingeteilt. Im Randori kann ich verschiedene Techniken auch - mit widerwilligen Partnern - üben und das mit vollem Einsatz.
In der Judo - Kata werden auch Techniken für die SV geübt - die konnten nie mit vollem Kontakt gegen ungeschützte empfindliche Körperstellen - ausgeführt werden. Was der Deutsche Judo Bund in seinen Vereinen unterrichtet - liegt aber auch am Trainer, der sich evt. selbst weiterbilden muß.
Im Kyusho - Angriffspunkte in der Selbstverteidigung - wird die Wirkungsweise auf bestimmte Stellen am menschlichen Körper erläutert. Aber niemand möchte doch seinen Trainingspartner wirklich verletzen.
Dann bin ich noch frech und führe den Artikel von Karl Geis, 10. Dan Aikido, 9. Dan Judo USJA, 8. Dan Jyodo als Beispiel vor.
" Wir dürfen die Kampfkunst eines anderen niemals unterschätzen. Wann immer ich eine Schwäche in einer anderen Kampfkunst fand, spürte ich auch eine Stärke auf - das hat mich überrascht"
Auch ich habe meine Ansichten zu verschiedenen Kampfsportarten geändert - durch selber üben, beobachten beim Training, Informationen auch im Internet ( wenn ein super Guru den Mund zu voll nahm),
soto-deshi
#4
Geschrieben 07 Februar 2011 - 13:59 Uhr
kurz zu mir. Ich bin 1,88m, 98 kg, und 2. TG WT, Schwarzgurt Karate, Blaugurt BJJ und trainiere regelmässig MMA (Frrefight).
Als ehemaliger Angehöriger einer Spezialeinheit und in der Sicherheitsbranche tätiger, bin ich Praktiker. Und oft habe ich schon in den klassischen Sportarten festgestellt, wenn einer Kraft hat und in meiner Größen und Gewichtsliga spielt er selbst weitaus bessere Techniker (wo aber schwächer, kleiner waren) verbiegt oder trifft.
Meine Meinung ist, dass egal was du für ein System ausübst ist es immer so. Ist es ein sportliches System mt Regeln. Judo, Karate, Boxen, Thayboxen, Jiu Jutsu oder andere, wird es immer so sein, dass immer der größere (Reichweite) und schwerere (stärkere) gewinnen wird, wenn du nicht gerade 10 Grade über dem anderen bist.
Bei Systemen wo du in den Hals, Augen, Eier ständigt haust und das trainierst, gelten diese Regeln nicht mehr. So zum Beispiel Krav Maga, Systemma, Wing Tsun. Ich persönlich habe im Wing Tsun meine Passion für die Straße gefunden. Duch dieses jahrelange Eintrainieren von Bewegungen automatisiert sich das alles. Du brauchst halt ewig Zeit und ewig Geld. Aber die Reflexe sind da und die verlierst du auch nicht mehr.
Hoffe ich konnte dir weiterhelfen
Guide
#5
Geschrieben 07 Februar 2011 - 14:30 Uhr
Guide76 sagte am 07 Februar 2011 - 13:59 Uhr:
Sei nicht traurig, hast ja noch genug Zeit, deine KK-Laufbahn ein wenig abzurunden und nebenbei auch noch ein paar Kilo zuzulegen.
Du solltest auf jeden Fall noch den braunen Gürtel im Judo machen und ein paar Jahre im JKD sind auch Pflicht. Gehobene Grundkenntnisse im Ninjutsu gehören ohnehin zum Standart. Dass du nebenbei deinen Führerschein in Krav Maga gemacht hast, dürfen wir ja wohl voraussetzen.
Und natürlich würdest du uns allen eine große Freude machen, wenn du deine sämtlichen Graduierungen, Titel und Auszeichnungen gut lesbar in deinem Profil vermerken würdest.
glaub nicht alles, was du liest
und lächle über den Rest!
#6
Geschrieben 07 Februar 2011 - 15:16 Uhr
Lindener sagte am 07 Februar 2011 - 14:30 Uhr:
Kurz zu mir, ich bin 1.85m, 95kg und hab bei den Pfadfindern das rotweiße Halstuch mit ledernem Halstuchknoten, außerdem esse ich meine Suppe mit Stäbchen.
Nach meiner extensiven Erfahrung darf man keinem Menschen weiter trauen als man ihn werfen kann.
#7
Geschrieben 07 Februar 2011 - 15:32 Uhr
Aymotin sagte am 07 Februar 2011 - 15:16 Uhr:
Isser aber nicht! Er ist ja nur ehemaliges Mitglied einer Spezialeinheit. Von geheim steht da nichts.
Aber vielleicht könnte man ihm das Ninjutsu erlassen, wenn er dafür umfangreiche Kenntnisse und ein Lehrgenehmigung im Ultimate-Fighting-Kombat-Wing- Karate-Taek-Jutsu-Do nachweisen kann. Dafür braucht man allerdings den lila Gürtel und der wurde bisher nur an die ganz authentischen Meister in den Klöstern des nepalesischen Küstenlandes vergeben.
glaub nicht alles, was du liest
und lächle über den Rest!
#8
Geschrieben 07 Februar 2011 - 15:35 Uhr
Zitat
Das Argument war, dass es KKs gebe, für die körperliche Größe, Gewicht und Kraft nicht so bedeutsam sei wie für andere. Komischerweise hätte ich gerade da mit als erstes an BJJ gedacht. Unser Guide kommt aber zu einer anderen Antwort, die sich zufällig exakt mit der häufigsten Marketingaussage des WT deckt. Das kann man ja durchaus mal diskutieren. Dann mag sich jeder seine eigene Meinung bilden.
Bearbeitet von Terao, 07 Februar 2011 - 15:39 Uhr.
#9
Geschrieben 07 Februar 2011 - 15:40 Uhr
OT:
Lindener sagte am 07 Februar 2011 - 14:30 Uhr:
Lindener sagte am 07 Februar 2011 - 14:30 Uhr:
Aymotin sagte am 07 Februar 2011 - 15:16 Uhr:
Zurück zum Thread:
Also ich denke mal nicht, dass jede Kampfsportart oder jede Kampfkunst für jeden geeignet ist, auch nicht, was SV betrifft. Aber ich denke nicht, dass bei jedem, der eine KK/KS macht unbedingt der SV Gedanke überhaupt eine Rolle spielt. Desweiteren ist ja wohl nicht jede KK/KS geeignet (schnelles) SV Training mit sich zu bringen. Insofern kann es ja auch mal Sinn machen, noch was an SV Techniken zu lernen, wenn man es denn möchte.
Und ähm ja....wenn ich keinen Spaß mehr an meiner KK hab, hör ich auf, schließlich investiere ich dafür meine Freizeit.
LG Catwoman
shikin haramitsu daikomyo
http://www.onsideklettersport.de/
#10
Geschrieben 07 Februar 2011 - 18:17 Uhr
unterstellt dem Guide doch net gleich, dass er n Aufschneider ist.
Zur Aussage bzgl. des Vergleichs VK Sportart vs. SV Methode soviel von mir: Mein Weg ist genau andersherum. Nach langer Zeit in einem 'System, bei denen Kraft und Größe keine Rolle spielt' habe ich zu den Sachen gefunden, die eine reelle Basis bieten... also z.B. Boxen. Ohne vernünftige Basis bleiben 'Schweinereien' nur unverlässliche 'Tricks', die in ner SV Situation mal funzen können... oder eben auch nicht... nimmt der Gegner einen ernst, eher nicht! Eine erwünschte Kontrolle einer Situation ist ohne Basis kaum möglich. (Nebenbei: Beim Boxen haut man auch net auf die Stirn vom Gegner)
Gruß
Bearbeitet von Den, 07 Februar 2011 - 18:26 Uhr.
#11
Geschrieben 08 Februar 2011 - 12:24 Uhr
Es kommt halt immer auf die Strasse an. Ist die Strasse, gerade, gepflastert oder eher mit Belag? Oder redest du eher von Waldwegen? Kleine verschlungene Gassen oder eine grosse Piazza? Sitzt der Gegner auf einer Bank oder einem Stuhl? Die Sitzposition ist sehr entscheidend musst du wissen! Redest du gar von der Autobahn!? Ist schon schwierig so Pauschal eine KK zu nennen wenn ich die Strasse nicht kenne...
- Klassische KK-Attacken:
Stop and freeze Attack: Aus zwei Meter Entfernung wird ein Faustschlag gestartet und die Technik wird durchgezogen komme was wolle, abrupt wird die Bewegung mit ausgestrecktem Arm gestoppt und der grosse Sifu/Sensei kann eine im Minimum, 10 Fachcombofaustattacke demonstrieren. Zweitangriffe sind nicht möglich weil das Chi des Meisters dies verhindert.
Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.
Die Wichtigste Regel überhaupt in den klassischen KK's: Wenn wir alle gaaaaaaanz fest daran glauben, dann funktioniert es auch......
#12
Geschrieben 08 Februar 2011 - 22:29 Uhr
Hallo zusammen,
kurz zu mir. Ich bin 1,88m, 98 kg, und 2. TG WT, Schwarzgurt Karate, Blaugurt BJJ und trainiere regelmässig MMA (Frrefight).
Als ehemaliger Angehöriger einer Spezialeinheit und in der Sicherheitsbranche tätiger, bin ich Praktiker. Und oft habe ich schon in den klassischen Sportarten festgestellt, wenn einer Kraft hat und in meiner Größen und Gewichtsliga spielt er selbst weitaus bessere Techniker (wo aber schwächer, kleiner waren) verbiegt oder trifft.
Hallo Guide 76
danke für Deinen Hinwseis. Wie Du schon festgestellt hast - habe ich auch erkannt - muss mir die Kampfsportart auch liegen. Was nützt es mir, wenn ich gerne WT machen möchte aber mit dem Trainer nicht zurechtkomme und nach dem Probetraining feststelle - ist nichts für mich.
Beim Kodokan Judo einen guten Trainer finde, mir die anderen Sportler liegen und es super ist dort beim Training. Na, dann werde ich mich für Judo entscheiden und das Kodokan Judo ist ein wirklich ausgereiftes System.
Wie es im WT ist kann ich nicht sagen, nur stelle ich fest, es gibt immer mehr Lehrer die ihren eigenen Verband gründen und dann schreiben, ihr System ist das Beste.
Ich bedanke mich für Deine Zeilen und lass Dich nicht ärgern, WT von Kernspecht hat leider nicht den besten Ruf.
soto-deshi
#13
Geschrieben 08 Februar 2011 - 22:34 Uhr
pugilism sagte am 08 Februar 2011 - 12:24 Uhr:
Es kommt halt immer auf die Strasse an. Ist die Strasse, gerade, gepflastert oder eher mit Belag? Oder redest du eher von Waldwegen? Kleine verschlungene Gassen oder eine grosse Piazza? Sitzt der Gegner auf einer Bank oder einem Stuhl? Die Sitzposition ist sehr entscheidend musst du wissen! Redest du gar von der Autobahn!? Ist schon schwierig so Pauschal eine KK zu nennen wenn ich die Strasse nicht kenne...
Hallo, pigilism
so habe ich es nicht gemeint! Eine Kampfkunst die ich nicht nur im Dojo anwenden kann. Aber natürlich könnte man auch fragen, wie verteidige ich mich auf Waldwegen , Gassen, usw.
Sicher kannst Du da einige Vorschläge machen, bin schon gespannt. Verteidigung in einem Lokal, Transport in einem Pkw, gebe ich Dir den Hinweis, Ju-Jutsu Praxis von Erich Reinhardt. Da gibt es auch Hinweise zum Verhalten bei einer Demo - nur für die Polizei.
Na, dann leg mal los..... soto-deshi
#14
Geschrieben 09 Februar 2011 - 11:13 Uhr
dieser Thread wäre nicht komplett, würde ich nicht auch noch versuchen zu widersprechen ^^
ALSO:
Individuelle Ziele haben in einer Kampfkunst so gesehen nichts zu suchen, wohl eher im Kampfsport. Möchte ich Weltmeister werden oder nur Waldmeister, das sind schon unterschiedliche Wege und wie Pilgrim anführt, sind sie auch unterschiedlich gepflastert
Da es aber prinzipiell immer ums zerschnitzeln geht ist jeder Weg, der dort hin führt in Ordnung. Ich kann zum Beispiel diese Lufttrainingsmethoden und Pseudosparringseinheiten (ohne Schutzkleidung nicht leiden). Wo das Krav Maga so hübsch komerziell durch die Kampfkunstszene strahlt - wird es hingegen von fast allen Betreibenden die ich kenne, für die Stressdrills und einfache harte Techniken gelobt. Außerdem soll es hervorragend die Gelassenheit trainieren und so die Auswahl der Techniken in einem Gefecht nicht blockieren. Wo dann manch Kampfsportler nur noch an seine Haupttechniken denkt, bleibt hier der Blick für das Anwendbare klar.
Somit ist nicht entscheidend, welche KK trainiert wurde/wird, sondern wie man herangeführt wird. Und man kann und darf sich dazu auch viel selber ausdenken, doch leider kränkeln die ganzen "traditionellen" Kampfsportarten/künste daran, dass Neues eher belächelt wird. Lieber ist man gut in der eigenen Luftblase. Der wahre Kampf aber findet außerhalb des Dojo statt und hier müssen die Dinge fluppen.
Wie will ich für diesen Grundgedanken individuelle Beantwortungen finden? Ob Techniken, Taktiken und Strategien zu mir passen, finde ich erst durchs Training heraus. Habe ich soweit alles gelernt, wasich definitiv umsetzen kann, kann ich auch gehen.
Als ich Taekwondo noch richtig trainiert habe, konnten mir wenige auf meine speziellen Fragen gute Antworten liefern. Ich wollte nicht Taekwondo fürs Dojo lernen, das fiel mir aber sehr spät auf, dass die meisten Dojobetreiber anders denken: "Wenn du hier bleibst, lernst du alles, was du möchtest." <- ich hatte klar gesagt was ich suche. Das Wettkampftaekwondo gab mir nochmal eine Fülle an Beintechniken, die ich nicht missen möchte - aber Klischeehaft: Mit den Armen konnte ich nicht umgehen.
Um es mit den Worten meines Trainers abzukürzen: "Du hast 2 Arme und 2 Beine. Die Auswahl der Techniken ist also endlich."
Kämpfen in seiner Gänze führt zur freien Verfügbarkeit aller Mittel, die eben notwendig sind um den Kampf zu bestehen. Das Ergebnis ist so unterschiedlich wie jede einzelne Blüte eines Kirschbaumes
Eine individuelle Beantwortung auf die Fragen warum und wofür man lernt, sind meiner Empfindung nach eher selbstoffenbarend als nutzbringend. Natürlich kann man aus Spaß Karate trainieren. Aber lächelnd haben nur Meister ihre Kämpfe gewonnen, die das Training vorher ernst nahmen.
Der Aspekt KampfSPORT ist OK ; irgendwo muss man überprüfen, was man gelernt hat. Meiner Meinung nach ist es das Beste sich stilübergreifend zu vergleichen, nur so stößt man auf Überraschungen, wo "meine Lösungen" eben greifen oder nicht. Alle Kampfkünste hatten den Sportaspekt integriert... Heute gibt es Meister mit Überraschungseiverbänden, die machen mit 3 Schulen Europameisterschaften oder gar Weltmeisterschaften, lassen das in der Tageszeitung aufblasen und schämen sich nicht mal...
Cu Smoo
www.fighters-world.de
Wer mit Worten geizen kann, sodass der Inhalt strahlt, der ist wirklich reich.
#15
Geschrieben 09 Februar 2011 - 12:18 Uhr
Hoffe dir ist klar, dass mein Post ein Witz war
Es laufen aktuell mindestens 4 StrassenKK's Themas
Anstatt immer wieder das selbe durchzukauen dachte ich, ich nehme mich der Strasse an
Solange dein System gerade Schläge lehrt ist alles in Butter. Jetzt brauchts nur noch den Killerinstinkt und den Überlebenswillen um dem bösen Strassenschläger die Faust volle Kanne in die Fresse zu hauen.
Bei den Würfen ist halt die Frage wie kaput du ihn machen willst? Würfe auf Asphalt oder verschlungenen Waldwegen;) sind schwer berechenbar und je nach dem wie der Gegner landet steht der nie mehr auf... Auf alle Fälle sollten Würfe ne Kontextoption sein.
Gruss vom Fäustling
- Klassische KK-Attacken:
Stop and freeze Attack: Aus zwei Meter Entfernung wird ein Faustschlag gestartet und die Technik wird durchgezogen komme was wolle, abrupt wird die Bewegung mit ausgestrecktem Arm gestoppt und der grosse Sifu/Sensei kann eine im Minimum, 10 Fachcombofaustattacke demonstrieren. Zweitangriffe sind nicht möglich weil das Chi des Meisters dies verhindert.
Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.
Die Wichtigste Regel überhaupt in den klassischen KK's: Wenn wir alle gaaaaaaanz fest daran glauben, dann funktioniert es auch......
#16
Geschrieben 09 Februar 2011 - 19:37 Uhr
@Soto Deshi
Hoffe dir ist klar, dass mein Post ein Witz war
Es laufen aktuell mindestens 4 StrassenKK's Themas
Anstatt immer wieder das selbe durchzukauen dachte ich, ich nehme mich der Strasse an
Hallo pugilism,
ich dachte Du stellst ein " ganz neues System " von einem geheimen Meister vor, der verborgen in den Bergen wohnt und den Du zufaellig auf der Wanderung getroffen hast. Schade, ......
noch einen schönen Abend soto-deshi
#17
Geschrieben 02 Mai 2011 - 16:26 Uhr
Ich sage aus eigener Erfahrung einfach mal folgendes und das ist komplett ernst gemeint:
Ich habe festgestellt, daß KK´ler durchaus (auf Grund von Training und auch auf Grund theoretischer Kenntnisse) in der Lage sind, sich zu wehren.
Ich sehe hier allerdings auch eher die SV´ler (Krav Maga, Systeme, usw.) im Vorteil, da die zumindest auch mal unter Stress trainieren und auch mal gegen mehrere Gegner Stressdrills machen. Ansonsten denke ich, werden Boxer/ Kickboxer / Muay Thai - Leute wohl noch gute Chancen haben.
AAABER:
All das Training hilft einem nix, wenn man wie angewurzelt da steht und der prügelerfahrene Straßenschläger einem mal deftig ein paar auf die zwölf gegeben hat.
Ich hatte schon öfter die zweifelhafte Ehre auf Fußballhools oder politisch motivierte Typen zu treffen und denen kann man eine gewisse Praxisnähe nicht absprechen. Ich red auch nicht von ein paar 15 jährigen Skinheadverschnitten, sondern von Typen, in deren Schatten man gerne mal verschwindet, da Überbreite. Und glaubt mir, das tut weh, wenn die mal wo hin hauen.
Lange Rede - kurzer Sinn. Entweder reagiert man richtig (von Situation zu Situation unterschiedlich) und läuft entweder rechtzeitig weg ODER man ballert dem Gegenüber mal direkt auf die zwölf (bei den heutigen, tiefliegenden Hosen sind die Kronjuwelen nicht unbedingt und in jedem Fall zu empfehlen, ausserdem haben die gemeinen Schläger eh recht kleine eier, die trifft man evtl. gar nicht...
Also Antwort auf die Frage welche KK/SV:
Für "Kämpfe" auf der Strasse... GAR KEINE. Da hilft nur praktische Erfahrung und es ist eher zweifelhaft, ob man sich denn diese gezielt aneignen möchte. Wenn dir mal ne Gruppe fröhlich angetrunkener Nazis (oder auch jede andere Art von schlägernden Dumpfmuffen, ich berichte nur gerade von eigenen Erfahrungen)den Kopf zu Brei gehauen haben, dann merkste ganz schnell, daß dei meist doc mehr können, als einem diverse SV´s vermitteln wollen. Da sind gerne mal Amateurboxer dabei und die haben schonmal nen Wumms drauf. Ich empfehle hier Crashkurse im "Ich hau dir den Hocker auf die Birne - do" oder "Schlüsselring-Schlagringpolka". Ansonsten: Krav oder Systema, etc...
Nix für ungut
greetz
Sake
now we finally have a voice
and no one says a fu**ing word.
so let's scream as loud as we can
and make it fu**ing break,
and let nothing stand in our way.
"Revival Never Goes Out Of Style" - Walls Of Jericho
#18
Geschrieben 02 Mai 2011 - 17:33 Uhr
Kleiner Nachtrag:
Würfe... Na ja... da geb ich Pugi recht, da kommts drauf an, was du deinem Gegenüber antun willst. Wenn wir schon beim "Antun" sind... Umgebung scannen... Flaschen... NEIN! Damit verletzt man sich evtl. selbst schwer und sein Gegenüber auch, dann ist man schnell nicht mehr im Bereich der Notwehr. Und auf das Ergebnis vom HIV Test wartet man ja auch nicht gerne. Geschweige dem HEP A-C usw... Stühle/Hocker... evtl. Damit macht man aber auch böses Aua... Am besten gar nichterst soweit kommen lassen... Ansonsten.. Krav...wiederhol, wiederhol...
now we finally have a voice
and no one says a fu**ing word.
so let's scream as loud as we can
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"Revival Never Goes Out Of Style" - Walls Of Jericho
#19
Geschrieben 04 Mai 2011 - 06:49 Uhr
Würfe... Na ja... da geb ich Pugi recht, da kommts drauf an, was du deinem Gegenüber antun willst. Wenn wir schon beim "Antun" sind... Umgebung scannen... Flaschen... NEIN! Damit verletzt man sich evtl. selbst schwer und sein Gegenüber auch, dann ist man schnell nicht mehr im Bereich der Notwehr. Und auf das Ergebnis vom HIV Test wartet man ja auch nicht gerne. Geschweige dem HEP A-C usw... Stühle/Hocker... evtl. Damit macht man aber auch böses Aua... Am besten gar nichterst soweit kommen lassen..
Da kommen wir doch den Gedanken von Andreas Häckel aus meinem Lieblingsbuch schon sehr nahe. Vermeiden - Beschwichtigen - Aktiv werden - die Gefahren erkennen.
Also mit dem Thema Gewalt auseinandersetzen und sich in einer ruhigen Minute auch mal mit einem Buch beschäftigen, das einige Gedanken und Vorschläge dazu hat.
soto-deshi
#20
Geschrieben 04 Mai 2011 - 11:25 Uhr
In den meisten Fällen, habe ich gemerkt, reden die wirklich ernst zu nehmenden Schläger nicht viel (gilt jetzt bestimmt nicht pauschal, ist aber oft so), sondern gehen recht schnell "drauf". Die, die groß quatschen und pöbeln sind FAST immer Luschen mit zu kleinem Ego. Ok, das kleine Ego haben die anderen bestimmt auch. Oder zumindest irgendeine Art von manischen oder neurotischen Persönlichkeitsproblemen.
Und dann gibt's ja auch leider den "Anstand" nicht mehr, aufzuhören, wenn einer liegt. Früher ist man dann sogar gerne mal einen trinken gegeangen danach. Aber das war auch eine andere "Qualität" von Auseinandersetzung, als man sie heut zu Tage meist findet.
greetz
Sake
PS: Ohne zynisch wirken zu wollen (wirklich nicht!)... Aber entwickelt sich die Frage nach dem "Strassenkampf" nicht immer zur selben Debatte? Die ich allerdings immer gerne diskutiere, denn manchmal (nicht in diesem Thread) haben die Leute aberwitzige Vorstellungen vom "Strassenkampf", bzw. haben viele wahrscheinlich noch nie "richtige Fighter" erlebt. Und ich meine nicht ein paar "Suffis und "Druffis", die ihre jugendliche Wut rauslassen - was bei den sozialen Verhältnissen sicherlich nicht richtig, aber auch nicht sonderlich verwunderlich ist...
Bearbeitet von DfnSake, 04 Mai 2011 - 11:28 Uhr.
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