Welche Werte vermittelt der Kampfsport?
#1
Geschrieben 25 Januar 2011 - 17:01 Uhr
Wenn ich mich für einen Kampfsport entscheide, das richtige Dojo oder den Verein gefunden habe. Mit dem Training beginne - kann ich dann auch erwarten das vorzufinden - was ich vorher in einigen Büchern über die Kampfsportarten gelesen habe?
Chuck Norris schreibt in seinem Buch, Zen-Kampkunst im täglichen Leben, " Der Respekt beginnt schon, wenn der Kampfkunstschüler das Dojo zum ersten Mal betritt und sich vor dem Trainer ( Sensei ) verbeugt. Die Verbeugung in einem Dojo sind nicht etwa ein seltsames Überbleibsel fernöstlicher Tradition, sondern der Ausdruck des Respekts vor einer Autoritätsperson, unabhängig von seiner oder ihrer Körpergröße oder des Alters."
Bisher habe ich nur bei meinem kurzen Ausflug ins Aikido eine Unterrichtsgestaltung gefunden, bei der mir der Sensei nicht nur Techniken sondern auch eine andere Art der Bewegung, der Lebensführung, Zeit zur Besinnung, usw. vermitteln wollte.
Im Yosinkan-Aikido Unterricht von Ralf Siebenmark, 4. Dan, wurde kein ZEN unterrichtet - das gehört nicht zu Aikido - sondern vor und nach dem Training still in einer Meditationshaltung der Atem beobachtet. Der Stilbegründer - besser ein Foto von Shioda Sensei - war immer im Dojo aufgestellt und wurde als Zeichen der Wertschätzung vor und nach dem Training - gegrüßt.
Alle Techniken führte der Sensei vor, geduldig wurde jeder Schüler(´/in korrigiert und nichts wurde zu ernst genommen. Auch das Lachen gehört zum Aikido-Unterricht.
Leider liegt mir Aikido nicht - dieses Verhältnis Lehrer - Schüler, das Miteinander im Training, alles war etwas - was ich bisher noch in keiner anderen Kampfsportart gefunden habe.
Was könnt Ihr über Euere Erfahrungen berichten....soto-deshi
#2
Geschrieben 25 Januar 2011 - 17:17 Uhr
ich finde, ein schönes, aber auch weites Thema, was Du da ansprichst
Im Bujinkan haben wir auch ein Begrüßungs und Verabschiedungsritual. Dazu gehört die Bitte um ein gutes Training, Verbeugungen und am Ende der Dank für das Training. Manche Dojos machen es so, dass sich die Schüler vor dem Lehrer und der Lehrer vor den Schülern verbeugt, bei manchen Dojos verbeugen und bedanken sich die Schüler auch nach dem Training vor einander.
Wenn ich jemandem zum Training aufforderer, mache ich das mit einer Verbeugung, genauso verabschiede ich mich, wenn ich zum Beispiel den Trainingspartner wechsel.
Das übertrage ich natürlich nicht in meinen Alltag, weil die Leute mich hier schon komisch anschauen würden. Aber die Haltung ist für mich eine respektvolle Haltung. Und diese innere Einstellung überträgt sich nach den Jahren bei mir zumindest schon. Mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass ich mich für Dienstleistungen (zum Beispiel bei einem Kellner) viel häufiger freundlich und ehrlich bedanke als früher.
Aber, ich denke, dass ist auch wieder eher Trainer/Lehrer abhängig. Manchem Lehrer ist das wichtig, dass auch eine Persönlichkeitsentwicklung und Wertevermittlung stattfindet, andere sagen, dafür ist das Elternhaus zuständig. Beide Ansichten haben m.E. ihre Daseinsberechtigung. Und dann gehört dazu natürlich auch noch ein Schüler/in, der/die dafür offen ist, die bekannten Werte zu erweitern oder zu festigen.
Desweiteren darf man auch nicht vergessen, dass wir in einem anderen Wertesystem leben, als zum Beispiel die japanische Kultur es lebt. Und wir hatten das Thema schon oft hier, ich möchte auch nicht japanischer werden, als ein Japaner.
LG Catwoman
shikin haramitsu daikomyo
http://www.onsideklettersport.de/
#4
Geschrieben 26 Januar 2011 - 09:19 Uhr
Zitat
Hallo den,
welche Werte vermittelte mir der Kampfsport, ich muß sagen einige.
Nachdem ich mich in einigen Kampfsportarten versucht habe, konnte ich feststellen - nur der Trainer oder Sensei(im eigenen Dojo ) - allein ist für die Ausbildung seiner Schüler/in verantwortlich. Auf einem Lehrgang - verbandsoffen oder durch einen höheren Meistergrad des Verbandes - kann man sich neue Ideen und Anregungen holen aber ohne einen guten Sensei im eigenen Dojo, wird das Training nur der sportlichen Ausbildung dienen.
Wer sich mit einer Kampfsportart beschäftigt braucht einen Lehrer - aus Büchern allein - kann ich meine Kenntnisse nicht erweitern.
Auf einem Lehrgang - in Stegen - lernte ich Meister Jackson Cui Brocka - kennen, der mir in seiner freundlichen Art, Grundkenntnisse in Combat Arnis und auch Unterricht in Karate ( Leichtkontakt ) gab. Ein sehr freundlicher und aufmerksamer Lehrer, der sein Wissen gut vermittelte.
Ein anderer Meister, den ich auf einem Lehrgang traf, war Meister Kwon Jae-Hwa, der mich erkennen ließ, was der Geist alles vermag. Den Kieselsteinbruchtest - war nur 1 Meter entfernt. Wie der Kwon Jae-Hwa Verband geführt wird - ist eine andere Sache.
Aikido - eine ganz neue Erfahrung. Die Etikette wurde sehr genau eingehalten - der Partner war wirklich ein Partner um eine Technik zu begreifen. Der Sensei Ralf Siebenmark, ein Lehrer auch im Beruf, hatte einen genauen Plan, wie der Unterricht im Aikido ablaufen mußte. Leider lag mir Aikido nicht - nachdem ich Taekwondo und Karate länger ausgeübt hatte - mir fehlte das harte Training, das technische Vergleichen im Wettkampf usw.
Im Karate hatte ich einen Trainer, der ein gutes Wissen hatte aber nicht die Möglichkeiten dieses gut an die frau oder mann zu bringen. Wenn ich mir dann ein Buch über Karate oder Kampfkunst allgemein holte und dieses sorgfältig studierte, konnte ich dort finden, was der Trainer nur angedeutet hatte.
Warum " Mukuso " dazu etwas aus dem Buch von Chuck Norris, " dass die Kontrolle des Atems, meine Ruhe, mein Selbstvertrauen und meine Kraft wiederherstellt. Bei dieser Gelegenheit bekomme ich meine Gefühle und Gedanken und damit die Situation selbst wieder in den Griff."
Ich kann nur von mir sprechen aber die Beschäftigung mit den Kampfkünsten haben mich bewogen, mich auch mit Büchern zu beschäftigen, die nicht nur Techniken vermitteln wollten. Habe ich Erfahrungen machen können, die sich nicht auf den Wettkampf beziehen. Einen Ki-Lehrgang in Heidelberg bei Yoshigasaki Sensei, der mich verblüffte.
Jetzt bemerke ich ab und zu, dass ich unbewußt bei großem Ärger die Atemtechnik benutze um mich wieder runter zu bringen. Nach dem Studium des Buches von Andreas Häckel aufmerksam bin und meine Umgebung beobachte -
Öfters einige Seiten wieder im Buch von Seo Yoon-Nam durchlese, Lachend den Berg besteigen, mir mehr Gedanken mache, wie ich mich sportliche bewege, was ich esse,dass das Lachen gesund ist.
Natürlich findet sich vieles davon auch in anderen Sportarten oder - in Büchern - wie ich sie habe. Aber ich denke, ein Meister einer Kampfsportart hat eine große Verantwortung - was und welche Werte er seinen Schülern/innen vermittelt.
soto-deshi
#5
Geschrieben 26 Januar 2011 - 16:38 Uhr
Du beschreibst sehr schön, was Dir einzelne Menschen nahegebracht haben. Menschen wie Cui Brocka, Kwon Jae-Ha, Ralf Siebenmark, Yoshigasaki oder auch Chuck Norris, Andreas Häckel, Seo Yoon-Nam durch ihre Bücher. Du hast daran auch einen Anteil, denn Du hast ja nicht nur diese Menschen aktiv aufgesucht bzw. deren Bücher gelesen, sondern die von Dir beschriebenen Dinge angenommen. Mit KK hat das - wenn überhaupt - nur mittelbar zu tun.
Nur ein Beispeil: Ob Andreas Häckel Karate oder Judo oder Boxen oder sogar überhaupt keine KK betreibt, ist für die Sache mit der Aufmerksamkeit (erstmal) völlig unerheblich.
Gruß
PS.
Zitat
Bearbeitet von Den, 26 Januar 2011 - 16:47 Uhr.
#6
Geschrieben 27 Januar 2011 - 09:16 Uhr
Werte werden von Menschen vermittelt, die Kampfkunst kann dabei eine anschauliche Vorführungsmethode oder ein sinnvoller Anker sein.
Ich kann Baguazhang traditionell stark an gewissen Ansichten orientieren, ich kann es aber auch losgelöst von allen Traditionen als "Combat-Baguazhang" unterrichten und meine Schüler auffordern, den Weichpipis auf der Straße mal zu zeigen, wo der Hammer hängt.
Dass ein Großteil der Lehrer/Stile eben ein friedliches Miteinander und "positive" Werte propagiert, ist erfreulich, liegt aber eben nicht an der Kampfkunst selbst sondern an den Menschen, die dahinter stehen.
Wie sagte doch schon unser geliebter Kaiser, Franz Beckenbauer: "Ich muss los zum Benefiz-Brathendl-Salzen".
http://wenwu-zeitschrift.de
#7
Geschrieben 27 Januar 2011 - 12:36 Uhr
#8
Geschrieben 27 Januar 2011 - 14:18 Uhr
Zitat
Hmm... ich frage mich aber, warum die Wertevermittlung in den KK so betont wird - bis zu dem Punkt, dass den KK selbst eine ihnen innewohnende Qualität der Wertevermittlung unterstellt wird (m.E. eine Verwechslung). Ich habe einen Ansatz gefunden: Gerade weil die Nutzung dieses Handwerk potenziell geeignet ist, gesellschaftlich durchgesetzte Werte zu verletzen... wird (von vielen Lehrenden) besonderer Wert auf das Vermitteln eben dieser Werte gelegt.
#10
Geschrieben 27 Januar 2011 - 15:30 Uhr
Den sagte am 27 Januar 2011 - 14:18 Uhr:
Diese Idee kam mir auch gerade beim Lesen der letzten Posts. Wenn ich lernen würde, wie ich einen Menschen potentiell schwer verletzen oder töten könnte, dann wäre es sicher sinnvoll wenn a) darauf geachtet wird, wer diese Techniken lernt und b) jeder für sich selbst darauf achtet, gar nicht erst in solche Situationen zu geraten, dass diese Techniken genutzt werden müssen bzw. verantwortungsvoll mit dem erworbenen Wissen umzugehen.
Das können manche Menschen besser als andere, und klar, es liegt letzendlich an den Menschen, die das weiter geben. Aber vielleicht auch schon an der KK an sich? Es gibt bestimmte Rituale im Dojo (zumindest im BBT), die erst mal, wie beschrieben, auf den ersten Blick keinen unmittelbaren Zusammenhang mit der KK haben (so zum Beispiel unser Klatschgebet zu Beginn und zum Ende). Trotzdem vermittelt es schon bestimmte Regeln und Hierarchien. Wer sich diesen nicht unterordnen will/kann, wird zwangsläufig auf kurz oder lang kein BBT Training mehr machen. Unabhängig von dem Lehrer. Denn wenn eine Gruppe das macht, dieses Ritual, dann hab ich keine Chance aus Ausstehender vollwärtiges Mitglied der Gruppe zu werden, wenn ich mich genau diesem einen Ritual strikt verweigere (das sind dann eher Gruppendynamiken und die haben nicht mehr unbedingt etwas mit einem EINZELNEN Menschen wie zum Beispiel einem Lehrer zu tun).
Insofern ist eine gewisse Wertvermittlung, eben z.B. das einhalten bestimmter KK immanenter Normen, vielleicht doch in jeder KK impliziert, unabhängig, von der Intention und Kompetenz des einzelnen Lehrers?
LG Catwoman
shikin haramitsu daikomyo
http://www.onsideklettersport.de/
#12
Geschrieben 27 Januar 2011 - 15:46 Uhr
verdammt, das ist der Knackpunkt meiner Argumentation
LG Catwoman
shikin haramitsu daikomyo
http://www.onsideklettersport.de/
#13
Geschrieben 27 Januar 2011 - 23:43 Uhr
Ich versuche es mal andersherum:
Die KKs, rein als körperliches Werkzeug betrachtet, dienen zum Umgang mit Aggressionen.
Daraus folgt, dass "der Mensch" sich Aggressionen gegenüber sehen kann,
die er nicht ignorieren kann, da er sonst massive Nachteile erleidet (Schwere Verletzungen, Tod)
oder nicht ignorieren will, da er sonst Schaden für Andere (inkl. des Angreifers selbst) befürchtet.
Das könnte man vielleicht noch grob unter die Selbsterhaltung eines Systems (wenn man den Menschen als ein System ansieht) einordnen. So wie viele andere tierische und pflanzliche Systeme Schutzmechanismen ausbilden. Ich bin da nicht so übermäßig bewandert, aber neu scheint mir zu sein, dass es ein Schutzmechanismus vorwiegend gegen die eigene Art ist.
Heißt also als Wert wird vorrangig das eigene Überleben aber auch das der Anderen transportiert.
Wenn man nun zu den Gründen von Aggressionen kommt, dann kann man das Individuum wohl nicht mehr außen vor lassen und wahrscheinlich setzt hier "Do" an...als Weg, den jeder selbst gehen muss und der deshalb für jeden unterschiedlich ist.
Bearbeitet von Goli, 27 Januar 2011 - 23:45 Uhr.
#15
Geschrieben 28 Januar 2011 - 09:59 Uhr
Und jetzt schaun mer mal, wann und unter welchen Umständen die meisten KK als solche denn entstanden sind - inklusive der mit ihnen verbundenen Werte.
Bearbeitet von Den, 28 Januar 2011 - 10:01 Uhr.
#16
Geschrieben 28 Januar 2011 - 10:58 Uhr
soto-deshi sagte am 26 Januar 2011 - 09:19 Uhr:
Es obliegt jedoch dem Schüler dieses Wissen für sich nutzbar zu machen, seinen Sensei aufmerksam zu beobachten, gewissenhaft und vor allem regelmäßig zu trainieren.
Zitat
#17
Geschrieben 28 Januar 2011 - 15:57 Uhr
Zitat
Ich sehe beide Betrachtungsweisen als zu polarisiert an.
Der Schüler hat die Aufgabe, das ihm Gezeigte gewissenhaft zu trainieren und genau umzusetzen. Er muss seinem Lehrer zuhören, zusehen und aufmerksam sein.
Der Lehrer jedoch hat mMn durchaus die Pflicht, das zu vermittelnde Wissen dem Schüler angemessen zu präsentieren und damit seinen Fortschritt zu gewährleisten.
Beide sind insofern "voneinander abhängig". Ein Schüler wird sich nicht weiter entwickeln, wenn entweder er nicht aufmerksam ist oder der Lehrer das Training nicht dem Schüler angemessen gestaltet.
Ganz einfache Rechnung (egal ob im Privat-Unterricht oder in einer Gruppe):
Lehrer passt sich dem Tempo des Schülers nicht an --> Schüler unzufrieden --> Schüler geht --> Lehrer verdient nichts und sein Ruf nimmt Schaden.
Schüler ist nicht aufmerksam --> Schüler entwickelt sich nicht --> Lehrer "entlässt ihn" --> Schüler hat sein "Ziel" nicht erreicht.
Zitat
Auch da möchte ich zum Teil widersprechen.
Natürlich obliegt es dem Schüler, die Werte seiner Schule anzunehmen oder nicht. Eine Schule, die jedoch negative Werte wie Gewaltbereitschaft, Aggression oder Arroganz vermittelt, wird auch tendenziell eher Schüler hervorbringen, die genau diese Werte vertreten.
Und leider gibt es immerwieder Schulen, die genau diese Werte zur Intention ihrer Lehre machen.
Natürlich könnte man sagen: Naja, ich muss ja nicht hingehen, soll er doch machen. Nur gibt es eben auch Leute, die sich genau von solchen Werten angezogen fühlen...und diese kriegen dann sogar noch ein Werkzeug an die hand, mit dem sie diese Werte möglichst effizient umsetzen können.
Insofern ist die Verantwortung eines Meisters also vielleicht nicht direkt auf den Stil zu beziehen, durchaus aber auf gesellschaftliche und moralische Grundwerte.
Ein Meister, der solche Werte vertritt mag zwar ein technisch guter Kampfkünstler sein, hat aber einen wichtigen Teil der Lehren einer Kampfkunst nicht verinnerlicht (und entsprechend erkenne ICH persönlich ihn auch nicht als Meister an)
Bearbeitet von WuDang, 28 Januar 2011 - 16:00 Uhr.
http://wenwu-zeitschrift.de
#18
Geschrieben 28 Januar 2011 - 16:57 Uhr
Goli sagte am 27 Januar 2011 - 23:43 Uhr:
Ich versuche es mal andersherum:
Die KKs, rein als körperliches Werkzeug betrachtet, dienen zum Umgang mit Aggressionen.
Daraus folgt, dass "der Mensch" sich Aggressionen gegenüber sehen kann,
die er nicht ignorieren kann, da er sonst massive Nachteile erleidet (Schwere Verletzungen, Tod)
oder nicht ignorieren will, da er sonst Schaden für Andere (inkl. des Angreifers selbst) befürchtet.
Das könnte man vielleicht noch grob unter die Selbsterhaltung eines Systems (wenn man den Menschen als ein System ansieht) einordnen. So wie viele andere tierische und pflanzliche Systeme Schutzmechanismen ausbilden. Ich bin da nicht so übermäßig bewandert, aber neu scheint mir zu sein, dass es ein Schutzmechanismus vorwiegend gegen die eigene Art ist.
Heißt also als Wert wird vorrangig das eigene Überleben aber auch das der Anderen transportiert.
Wenn man nun zu den Gründen von Aggressionen kommt, dann kann man das Individuum wohl nicht mehr außen vor lassen und wahrscheinlich setzt hier "Do" an...als Weg, den jeder selbst gehen muss und der deshalb für jeden unterschiedlich ist.
Den sagte am 28 Januar 2011 - 09:59 Uhr:
Hat aber leider nichts damit zu tun, ob oder welche Werte eine KK/ein KS vermittelt.
Den sagte am 28 Januar 2011 - 09:59 Uhr:
Hat aber leider nichts damit zu tun, ob oder welche Werte eine KK/ein KS vermittelt.
Den sagte am 28 Januar 2011 - 09:59 Uhr:
Wenn Du meinst, dass Du Deine Freunde zusammenrufst, heißt das nur,dass
Du den Aggressor durch Masse platt machen willst,
Du selbst zum Aggressor wirst (wenn deine Freunde nicht gleich vor Ort sind),
Du auch statt Deine Freunde die Polizei hättest anrufen können.
Hat aber leider nichts damit zu tun, ob oder welche Werte eine KK/ein KS vermittelt.
Den sagte am 28 Januar 2011 - 09:59 Uhr:
Hat aber leider nichts damit zu tun, ob oder welche Werte eine KK/ein KS vermittelt.
Den sagte am 28 Januar 2011 - 09:59 Uhr:
#19
Geschrieben 28 Januar 2011 - 18:04 Uhr
für Gewaltanwendung gibt es Gründe. Die verschwinden mit dem Ausüben einer KK auch nicht. Über die Wertevermittlung von KK habe ich bereits gesagt, was zu sagen war:
Es gibt sie nicht!
Es gibt Wertevermittlung in den KK. Das tun Menschen. Könnten sie auch mit Fußball, Blumenstecken oder Ameisen füttern tun.
-----------
...alles andere nur zur Erläuterung und die mag lesen wer will...
Goli sagte am 27 Januar 2011 - 23:43 Uhr:
Ich versuche es mal andersherum:
Zitat
Zitat
die er nicht ignorieren kann, da er sonst massive Nachteile erleidet (Schwere Verletzungen, Tod)
oder nicht ignorieren will, da er sonst Schaden für Andere (inkl. des Angreifers selbst) befürchtet.
Zitat
Zitat
Zitat
So naiv meinste das sicher nicht - aber Du musst Dich schon entscheiden, ob Du 'den Menschen' als von Trieben gesteuertes Wesen sehen willst... oder als entscheidungsfähig. Im letzten Fall, das kann ich Dir garantieren, ändert sich durch ne physische Übung nichts an den Gründen für physische Gewalt... (was 'Aggressionen' betrifft, mir ist dieser Begriff zu schwammig).
Eine zusätzliche Anmerkung, die vielleicht helfen mag ,meine Kritik nachzuvollziehen:
1. Der Krieg im Irak ist ebensowenig einer Laune George Bushs geschuldet wie der zweite Weltkrieg Hitlers Liebesleben.
Gruß
#20
Geschrieben 28 Januar 2011 - 18:53 Uhr
Goli sagte am 28 Januar 2011 - 16:57 Uhr:
Den sagte am 28 Januar 2011 - 09:59 Uhr:
Aber gut: Beim Escrima sind die kriegerischen Wurzeln noch recht frisch. Aber man sollte net glauben, dass die internen Konflikte des späten 20. Jhdt. mit Macheten, Bolos oder Kampilans ausgetragen wurden... von einzelnen Situationen abgesehen. AK47 wurden auch in die Phillies exportiert. Wertevermittlung im Escrima? Klar, es gibt Rücksichtnahme beim Training und sicher erwarten Lehrende auch von ihren Leuten, dass die draußen keinen Juramentado veranstalten. Nur richtet sich das eben nach den HIESIGEN Vorstellungen und nicht nach der KK an sich.
Gruß



