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Tritte selber lernen


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10 Antworten in diesem Thema

#1 kakashi-Wang

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Geschrieben 01 März 2011 - 17:35 Uhr

Hallo,

ich wollte wissen wenn man sich schon mit den Gründübungen von Karatetritte auskennt ob man Taekwondotritte selber lernen kann?
Im Internet gibt es ja genug Schritt für Schritt Videos wie diese Tritte ausgeführt werden.

Voraussetzung ist eine gute Dehnung und wenn man die hat sollte das doch eigentlich kein Problem sein sich selber noch zusätzlich die Tritte beizubringen oder nicht?

Breakdance lernen ja auch viele von Videos

#2 S(a)tan

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Geschrieben 01 März 2011 - 23:33 Uhr

Beitrag anzeigenkakashi-Wang sagte am 01 März 2011 - 17:35 Uhr:

Hallo,

ich wollte wissen wenn man sich schon mit den Gründübungen von Karatetritte auskennt ob man Taekwondotritte selber lernen kann?
Im Internet gibt es ja genug Schritt für Schritt Videos wie diese Tritte ausgeführt werden.

Voraussetzung ist eine gute Dehnung und wenn man die hat sollte das doch eigentlich kein Problem sein sich selber noch zusätzlich die Tritte beizubringen oder nicht?

Breakdance lernen ja auch viele von Videos


Ähhhmmmm...warum willst du die den lernen??? Oder wofür???

Meiner Meinung nach brauchst du schon jemanden, der dich verbessert, da du dich nicht aus allen Winkel her sehen kannst (auch nicht im Spiegel oder Video). Wenn du dann erstmal eine Technik falsch drin haben solltest, kriegst du diese nur ganz schwer wieder raus. Ich bin der festen Meinung, dass kein Video einen Trainer ersetzen kann (der Trainer sollte na klar das entsprechende auch können, versteht sich doch).

Ein Video kann dich einfach nicht verbessern und du kannst einem Video keine Fragen stellen, oder?

#3 big X

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Geschrieben 04 März 2011 - 08:46 Uhr

technik wird überbewertet.

im grunde genommen geht es doch nur darum einen körperteil zu einem ziel zu bringen. dies auf möglichst schnelle, kräftige und gesunde (für einen selber) art.
manche leute haben keine stil-entsprechende technik, aber trotzdem einen harten kick.

sollte also machbar sein. fehler werden immer antrainiert, sogar mit trainer.

imho läuft es so, dass mensch erstmal eine grobform erlernt und diese im laufe der jahre verfeinert (dh die kraftübertragung verbessert, die inneren reibunxverluste auflöst, insgesamt eine beschleunigung der technik erlangt, das timing verbessert, ...)

ich habe techniken gelernt. mittlerweile trete ich aber nicht mehr mit technik, sondern nur noch mit dem gedanken, der fuss muss von hier (normalerweise unter meiner hüfte) da (ziel am körper des gegners) hin. entspricht nicht der prüfunxtechnik, funkt aber, ist schneller, ist nicht so telegraphierend. imho könnte mensch dies auch ohne den umweg technik lernen.

#4 S(a)tan

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Geschrieben 04 März 2011 - 22:48 Uhr

Beitrag anzeigenbig X sagte am 04 März 2011 - 08:46 Uhr:

technik wird überbewertet.
Die richtige Technik ist aber für die meisten Sportler sehr wichtig, besonders wenn man keine entsprechende Körpermasse hat, die man in einen Tritt legen kann. Ein Tritt wird mit der richtigen Technikausführung stärker und schneller!

Beitrag anzeigenbig X sagte am 04 März 2011 - 08:46 Uhr:

im grunde genommen geht es doch nur darum einen körperteil zu einem ziel zu bringen. dies auf möglichst schnelle, kräftige und gesunde (für einen selber) art.
Ist das nicht "Technik", eine Art und Weise, wie man etwas macht. Woher soll man wissen, wie die gesunde Ausführung aussieht und geht, wenn es nicht erklärt wird. Dies sind zum Teil nur kleine wichtige Details. Wieso soll dies also überbewertet sein?


Beitrag anzeigenbig X sagte am 04 März 2011 - 08:46 Uhr:

manche leute haben keine stil-entsprechende technik, aber trotzdem einen harten kick.

siehe oben -> Masse

Beitrag anzeigenbig X sagte am 04 März 2011 - 08:46 Uhr:

sollte also machbar sein. fehler werden immer antrainiert, sogar mit trainer.

dem muss ich leider zustimmen, schlechte Trainer gibt es leider überall :-(


Beitrag anzeigenbig X sagte am 04 März 2011 - 08:46 Uhr:

imho läuft es so, dass mensch erstmal eine grobform erlernt und diese im laufe der jahre verfeinert (dh die kraftübertragung verbessert, die inneren reibunxverluste auflöst, insgesamt eine beschleunigung der technik erlangt, das timing verbessert, ...)

ich habe techniken gelernt. mittlerweile trete ich aber nicht mehr mit technik, sondern nur noch mit dem gedanken, der fuss muss von hier (normalerweise unter meiner hüfte) da (ziel am körper des gegners) hin. entspricht nicht der prüfunxtechnik, funkt aber, ist schneller, ist nicht so telegraphierend. imho könnte mensch dies auch ohne den umweg technik lernen.
Das hört sich für mich eher nach Automatisierung der Technik an.

#5 Richard

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Geschrieben 05 März 2011 - 21:17 Uhr

Beitrag anzeigenkakashi-Wang sagte am 01 März 2011 - 17:35 Uhr:

Voraussetzung ist eine gute Dehnung und wenn man die hat sollte das doch eigentlich kein Problem sein sich selber noch zusätzlich die Tritte beizubringen oder nicht?

Breakdance lernen ja auch viele von Videos
Ich denke, es kommt drauf an, was du willst.

Beim Tanzen (Breakdance usw) ist es ja so: wenn es nach gutem Tanzen ausschaut, *ist* es gutes Tanzen. D.h., wenn du es so hinkriegst, dass es so ausschaut wie in den Videos, hast du es geschafft.

Wenn du TKD-Tritte bloß lernen willst, weil sie cool aussehen, kannst du dir das wahrscheinlich selber beibringen.

Wenn du möchtest, dass die Tritte auch ihre Funktion in einem Kampf erfüllen... solltest du bei fähigen Trainern und mit fähigen Trainingspartnern lernen und das ausprobieren.

#6 Fulk

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Geschrieben 07 März 2011 - 11:45 Uhr

Bei mir war es kürzlich so, dass genau die Mischung aus selber lernen UND dem Training geholfen hat.

Im Training haben wir einige Tritte gelernt - leider habe ich nicht die komplette Technik mitbekommen.

Zu Hause bin ich alle Tritte nochmal durchgegangen(Buch, Videos) und habe gemerkt, dass es so nichts wird - aber, und hier liegt der Punkt, einige Punkte habe ich mir notiert - um sie mit dem Trainer abzuklären.

Ich sehe das Training eher wie eine Vorlesung an der Uni. Techniken und Anreize bekommt man gezeigt - zu Hause folgt - in Absprache mit dem Trainer - der Feinschliff. Ich übe nun zu Hause und überprüfen zeitnah die Technik mit meinem Trainer.

VG.

#7 big X

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Geschrieben 07 März 2011 - 17:37 Uhr

@s(a)tan:

Zitat

Die richtige Technik ist aber für die meisten Sportler sehr wichtig, besonders wenn man keine entsprechende Körpermasse hat, die man in einen Tritt legen kann. Ein Tritt wird mit der richtigen Technikausführung stärker und schneller!
so - von welcher technik reden wir ?
von einer tkd, einer silat, einer capoeira, einer kickbox, ....

in allen mir bekannten kampfkünsten/-sportarten wird technik vermittelt. ist für den anfänger ja auch gut, weil er so ein paar punkte erhält, die im vielleicht schneller beibringen, wie etwas gemacht wird. nur sollte nicht auf dieser "lehr"-form beharrt werden. es gibt auch andere möglichkeiten kraft zu erreichen, nicht nur diese eine, welche der trainer zeigt.

deshalb stellt sich die frage: was ist "richtige" technik ?

Zitat

st das nicht "Technik", eine Art und Weise, wie man etwas macht. Woher soll man wissen, wie die gesunde Ausführung aussieht und geht, wenn es nicht erklärt wird. Dies sind zum Teil nur kleine wichtige Details. Wieso soll dies also überbewertet sein?
theoretisch könnte er sich auch vor einen sandsack stellen und mit genug motivation hätte er nach diversen traininxstunden auch herausgefunden, was für ihn funktioniert. schmerzen bei falscher ausübung würden ihm den weg weisen (zb bei nicht eingedrehtem knie bei dreh-tritten ;)). das wackeln des sandsax verrät etwas über die übertragene kraft.
technik wird überbewertet, weil:
* es mehr um die form geht, als um die kraftübertragung
* weil oftmals darauf gedrängt wird, dass ein tritt nur so ausgeführt werden darf, wie der trainer das gerne hätte - es gibt aber zig-varianten
* weil zb schneller varianten verboten sind. beispiel: klassischer halbkreistritt (mawashi-geri, dollyo-chagi, martelo) knie hoch, fuss eindrehen, bein ausstrecken, unterschenkel schnappen lassen (tkd, karate, capoeira). schneller wäre: den fuss vom boden direkt ins ziel führen (fussball, jkd, capoeira).

technik ist für mich das vehikel, das ich benutze um anfängern zu erklären, worum es geht und welche punkte er beachten sollte (die sind wichtiger als die eigentliche technik). aber daran halte ich mich doch nicht verzweifelt fest, schliesslich trete ich in wettkampf und SV situationsgebunden.

Zitat

siehe oben -> Masse
gibt auch kleine fussballer, die kräftig zutreten können ;). ist nicht nur masse, sondern auch geschwindigkeit/beschleunigung, korrektes ausschalten der muskelwiderstände, ...

Zitat

Das hört sich für mich eher nach Automatisierung der Technik an.
nö.
probiere es mal selber aus. wird am anfang schwierig, da mensch noch auf technik geeicht ist, ist aber erlernbar. zb fällt das "knie-heben" flach. das wird für den eigentlichen tritt nicht benötigt. das ist für anfänger, welche sonst nicht kapieren, wie sie das knie einsetzen und die richtige tritthöhe erreichen. das lustige ist daran, dass die anfängerform dann immer weiter trainiert wird. warum ? das habe ich bis heute nicht verstanden. erklärungen habe ich zwar, nur verstehen will ich nicht ;).
gibt von bruce lee aussagen zu diesem thema, welche treffend sind. bin nur zu faul sie rauszusuchen.

#8 Vagabund

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Geschrieben 07 März 2011 - 20:20 Uhr

Beitrag anzeigenbig X sagte am 07 März 2011 - 17:37 Uhr:

das lustige ist daran, dass die anfängerform dann immer weiter trainiert wird. warum ? das habe ich bis heute nicht verstanden. erklärungen habe ich zwar, nur verstehen will ich nicht ;).
gibt von bruce lee aussagen zu diesem thema, welche treffend sind. bin nur zu faul sie rauszusuchen.

Meiner Meinung nach aus dem gleichen Grund, warum die meisten sich bei Religionen auf Schriften verlassen, die irgendwann verfasst wurden. Umso lustiger, dass es in einer hierzulande gut bekannten Schrift heißt: "Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig."

Anders: "Mein Trainer hat mir das so beigebracht, also halte ich mich lieber genau daran. Und schon der Trainer meines Trainers..." ;)

Und ganz profan: Viele sind am Ausprobieren von Techniken nicht interessiert. Sie trainieren halt Grundtechniken, aus den verschiedensten Gründen. Will halt nicht jeder kämpfen und testen, was für ihn wie am besten funktioniert.* Nicht so schön finde ich es nur dann, wenn Kampfkünstler hingehen und erklären, eine Grundtechnik sei aus dem und dem Grund für das Kämpfen am besten geeignet. (Bin der gleichen Meinung wie Du: Technik wird - zumindest oft - überbewertet.)

*Oder nicht jeder Trainer will das Risiko eingehen, vor den Augen der Schüler einen Treffer zu kassieren. Ich hab gestern natürlich keinen kassiert! :D

Bearbeitet von Vagabund, 07 März 2011 - 20:21 Uhr.

Taekkyon-Seminar mit Großmeister Lee Yong-bok (9. Dan Taekkyon und 9. Dan Tae Kwon Do) in Hamburg: www.zentrum.taekkyon.de/news

#9 big X

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Geschrieben 08 März 2011 - 16:09 Uhr

ganz ernst ?

nicht einmal geworfen ?

#10 Vagabund

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Geschrieben 08 März 2011 - 20:12 Uhr

Nein, nicht ganz ernst. Da gab es jemanden, der mich leicht geworfen hätte oder einen Kopftreffer gelandet hätte, wenn er gewollt hätte ;)
War ja kein Turnier. Aber das ist OT...
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Geschrieben 28 Mai 2011 - 21:08 Uhr

Hallo Fulk,

mit Deinen Angaben, dass eine Mischung aus selber lernen und den Anweisungen des Trainers helfen - gute Tritte zu lernen, kann ich Dir nur zustimmen. Nicht jeder Trainer ist zudem in der Lage, sein Können gut an die Schüler zu vermitteln. Ich bewundere noch immer die hohen Beintechniken meines Trainers im KickBoxen ( er kommt aus dem Taekwondo ).
Aber richtig habe ich die Grundlagen der Tritte erst verstanden, nachdem ich mich gründlich mit dem Buch von Chong Lee, " Dynamische Tritte" Grundlagen für den Zweikampf beschäftigt habe.

Jeder Kampfsportler ist anders - jeder hat andere Probleme eine Technik zu begreifen - auf jeden sollte der Trainer eingehen können. Das ist bestimmt nicht einfach und ich bin froh, dass ich diese Aufgabe nicht habe.
Für mich ist Kampfsport eine andere Lebensweise, eine andere Welt - die ich betrete, wenn ich im Dojo bin.

Noch viele Freude beim Lernen - ....soto-deshi