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Shaolin Kloster Kaiserslautern .Sehr geerter Abt


48 Antworten in diesem Thema

#1 hongfong1999

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Geschrieben 21 März 2011 - 22:47 Uhr

Sehr geehrter Abt des Shaolin Klosters Kaiserslautern!

Letztes Jahr habe ich ihr „Kloster“ besucht und bin nach zwei Trainingseinheiten abgereist.

Da sie bei meiner Abreise keinerlei Interesse an den Gründen zeigten , möchte ich nun nach
längerer Überlegung einen (offenen) Brief an sie richten und meine Gründe darlegen.

Nachdem sie angekündigt hatten , daß im Training keine dauerhaften Verletzungen zugefügt und jeder Teilnehmer gemäß seiner körperlichen Verfassung an seine persönliche Grenze gebracht würde ,muß ich  sagen : dies war nicht der Fall .
Alle Teilnehmer ,die bei körperlicher Verfassung, Erfahrung und Alter stark differierten , mußten exakt die gleichen Belastungen bewältigen , was einer Behandlung gemäß der körperlichen Verfassung natürlich widerspricht .
Die Tainingsverletzungen waren teilweise dauerhaft .
Bei mir selbst wurde bei Dehnübungen dermaßen viel Gewalt auf die Hüfte ausgeübt , daß ich noch Monate später Hüftschmerzen hatte .
 Nach  einem Bänder- oder Sehnenriß eines anderen Teilnehmers und der starken Schwellung , die sofort eintrat (abends gegen 21:00Uhr) war es absolut unverantwortlich und respektlos erst nach einer Trainingseinheit am folgenden Morgen gegen 11:00 eine Untersuchung zu veranlassen . (Bei der Trainingseinheit mußte der Verletzte unzählige Liegestützen-Sprünge auf dem Asphalt der Straße vor dem Gebäude machen . Seine blutenden Knöchel erweckten den Eindruck einer „Bestrafung“ .)
Bestraft wurden alle verbliebenen Teilnehmer wegen eines etwas zu langsam laufenden Jungen , dessen konditionelle Probleme dazu führten , daß alle Teilnehmer Liegestützen zu machen hatten , immer wenn er zu langsam war. Er gab kurz darauf auf , was bei einer weniger herabwürdigenden Behandlung warscheinlich unterblieben wäre .
Ein weiterer junger Mann wurde dermaßen in die seitliche Dehnung der Huefte gedrückt , daß er am nächsten Tag nicht laufen konnte und sich ebenfalls blutige Knöchel bei Liegestützen-Sprüngen auf dem Asphalt holte .
Als Abhärtung wurden allen Teilnehmern mit einem Stock die Oberschenkel von der Hüfte bis zum Knie blau geschlagen , mit einer etwa zentimeterdicken Schwellung als Folge . Im Prinzip warscheinlich ein gutes Abhärtungs-Training . Doch überall , wo ich bisher trad. Kung Fu trainiert habe , wurden Blutergüsse im Sinne der trad. chin. Medizin behandelt .
Man sollte eigentlich bei Ihnen wenigstens eine Person mit Kenntnissen der trad. chin.Medizin erwarten dürfen .
Kleine Randnotiz: In einem chinesischen Kampfkunstkloster sollte man ordentlichen Reis und keine billigen Fertigsuppen und schlechte Brötchen mit Nutella erwarten .

Die Repektlosigkeit , mit der wir  gefragt wurden , warum wir nicht trainiert hätten , die Treppe kopfüber herunter zu krabbeln, hat mich verwundert , stand davon nichts auf ihrer Website .
Bei entsprechender Vorbereitung hätten weniger Teilnehmer abgebrochen , was meiner Meinung nach jedoch nicht gewünscht war .
War der Sinn dieses harten Trainings für uns 12 Teilnehmer (härter ,wie ich erfuhr , als in der Woche zuvor , wo nur 5 Teilnehmer gekommen waren ) , unsere Anzahl zu dezimieren , zum Gehen zu zwingen  , um möglichst viel Geld einzustecken , dafür aber nur wenig geben zu müssen ?
Auch die „Lehrer“ , die unmotiviert und mit eitlem Sonnenbrillen-Getue den letzten Anschein von mönchischem wegwischten , haben mein Gehen mitbewirkt.

Die Unterbringung in einem mehrstöckigen normalen Wohnhaus , dessen Treppen wir zu reinigen hatten , während Bewohner an uns vorbeigingen erweckte einen völlig anderen Eindruck als der , der auf der Webseite vorgegaukelt wird .

Da ich in Deutschland , aber auch in Hong-Kong schon hartes Training im trad. Kung Fu erlebt habe , muß ich Ihnen sagen , daß ich jedem, der sich für traditionelles Kung Fu interessiert nur abraten kann , bei ihnen zu trainieren .

Ich war im Schnitt 20 Jahre älter als die übrigen Teilnehmer und durch ein geregeltes Leben tat mir das vergeudete Geld nicht sehr weh .
Jedoch möchte ich sagen , daß mir all diejenigen leid tun , die sich durch Sie getäuscht fühlen und sich ihr Taschengeld zur Seite legen , um zu Ihnen zu kommen .

Eine unterschwellige Bedrohung , die davon ausging , daß Sie sagten , „Kampfmönche“ auch gegen Personen einsetzen zu können , möchte ich nicht unerwähnt lassen . Vielleicht gibt es Menschen , die sich eingeschüchtert fühlen und Ihre Meinung über Sie zurückhalten?

Sie leiten eine Sportschule , die die Ausbildung ihrer Spitzenakrobaten (sehr beeindruckend ) mit dem Geld Interessierter finanziert , die absichtlich demotiviert werden .

Was sie tun , ist meiner Meinung nach nicht aufrichtig .

Mit zurückhaltendem Gruß , hongfong1999

Bearbeitet von hongfong1999, 21 März 2011 - 22:52 Uhr.


#2 WuDang

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Geschrieben 22 März 2011 - 09:25 Uhr

Tutt mir Leid, das zu hören.
Wenn das ganze so abgelaufen ist, wie dus beschreibst (und ich seh da ehrlich keinen Grund, dran zu zweifeln), ist das mal wieder ein trauriger Beweis für die radikale Kommerzialisierung und Falsch-Interpretation von Kampfkunst als Lebensweg.
Und drakonische Strafen sind auch in der leidens-erprobten Religion des Buddhismus nicht üblich, soviel weiß ich zumindest darüber.

Davon mal abgesehen: Schonmal erwägt, rechtliche Schritte einzuleiten?
Sowas gehört (wenns denn tatsächlich solche Zustände sind) geschlossen und bestraft.

Traurig sowas :(
WenWu - Zeitschrift für chinesische Kampfkunst und Kultur
http://wenwu-zeitschrift.de

#3 Rakoshi

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Geschrieben 22 März 2011 - 09:37 Uhr

Ich kann nur mein Erstaunen ausdrücken.

Rechtliche Schritte sollte man erwägen.

Falls jemand genauso mißhandelt werden sollte. Aufjedenfall zum Arzt gehen und dokumentieren lassen.
www.kungfu-emsdetten.de
www.lee-kamwing.de

#4 Mac

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Geschrieben 22 März 2011 - 09:48 Uhr

Guten Morgen hongfong1999,

ist dieser "offene Brief" nur über der KKF oder auch andere Foren verbreitet worden oder wurde er auch an das Kloster geschickt?
Zum Beispiel per Einschreiben?

Viele Grüße

Mac
Renne um Dein Leben, wenn ich lächele.

Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.

#5 Holzkeule

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Geschrieben 22 März 2011 - 09:50 Uhr

Gab ja am Wochenende einen netten Artikel über den Herrn in der Sz.
" Ratschläge sind eine gefährliche Gabe, selbst von den Weisen an die Weisen, und alle Wege mögen in die Irre führen "

( Gildor Inglorion , aus Finrods Geschlecht )

#6 Terao

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Geschrieben 22 März 2011 - 09:54 Uhr

Tja. Mal ists zu hart, mal ists zu weich. Wenn jemand ankündigt, dass "an die Grenzen" gegangen wird, könnte man sich ja auch schon denken, dass es eher hart wird. Dann sollte er aber auch ankündigen, dass entsprechende körperliche Fitness Voraussetzung ist.
Dauerhafte, nicht sofort behandelte Verletzungen gehen natürlich gar nicht, und sollten nach Kräften vermieden werden. Wenn dem Verantwortlichen da grobe Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz nachgewiesen werden kann, ist das klar ein Fall für die Justiz. Der Rest (Nutellabrote, blaue Flecken, Treppeputzen) hört sich aber jetzt nicht gar so schlimm an. Ich denke mal, dass in Asien teilweise noch ganz anders trainiert wurde und wird.

Bearbeitet von Terao, 22 März 2011 - 09:59 Uhr.


#7 lookat

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Geschrieben 22 März 2011 - 14:54 Uhr

einfach anzeigen, keine Diskussion, fertig.
(vorausgesetzt, das Geschilderte ist real und beweisbar)
K.

PS - das hab ich noch gefunden, ein Link zu o.g. Artikel in der SZ
http://www.shaolin-d...rafik/sz-kl.jpg

Bearbeitet von lookat, 22 März 2011 - 15:03 Uhr.

*the flogging shall continue until morale improves*

#8 Terao

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Geschrieben 22 März 2011 - 16:36 Uhr

Wir hatten zu dem Kaiserslauterner "Tempel" doch schonmal einen Thread. Da ging`s um den Fernsehbericht damals, sowie auch um die "Legitimität" von "Shaolin-Tempeln" in Deutschland und in China.

Man kann den Kaiserslauternern ja nun nicht vorwerfen, sie hätten nicht ausdrücklich gewarnt (es geht doch um dieses "Kloster auf Zeit"-Angebot, oder?):

Zitat

Eine gehobene Sportlichkeit und viel Kondition ist schon notwendig, um am Alltag von Kampfmönchen teilzunehmen. Grundsätzlich kann jeder an Kloster auf Zeit teilnehmen. Die Abbruchquote ist allerdings sehr hoch und liegt teilweise bei über 90%.
Wenn jemand sich selbst für nicht sportlich genug hält, um den Anforderungen gerecht werden zu können, macht eine Anmeldung wenig Sinn. Dies können wir allerdings aus der Entfernung weder telefonisch noch per Mail beurteilen. Daher muss dies jeder für sich entscheiden und ist auch alleine für seine Entscheidung verantwortlich.
Man hat natürlich die Möglichkeit jederzeit abzubrechen, wenn man sich den Anforderungen nicht gewachsen fühlt. Tut man dies aber, werden die gezahlten Gelder für die reservierte Zeit nicht zurückerstattet. Darüber muss sich jeder Teilnehmer im Klaren sein.

Die Teilnehmer von Kloster auf Zeit nehmen am kompletten Alltag der Kampfmönche und Novizen teil. Dieser ist sehr genau geplant und eingeteilt. Es gibt hier leider keine Möglichkeit, auf Sonderwünsche einzugehen.

Ja, für die Zeit, in der man sich im Kloster aufhält bzw. an Kloster auf Zeit teilnimmt, untersteht man in vollem Umfang den Ordensregeln.
(aus den FAQ`s der Website http://www.shaolintempel.org/ )

Die Sache mit den unbehandelten Verletzungen steht natürlich auf nem anderen Blatt. Mir scheint aber auch, als hätte sich da vielleicht der eine oder andere etwas überschätzt, oder hätte erwartet, ein Kloster würde individuell zugeschnittene Angebote unterbreiten (was der Grundidee von Klöstern eigentlich doch widerspricht, oder?).

#9 calypsostar

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Geschrieben 22 März 2011 - 17:35 Uhr

Ob der Tempel in Kaiserslautern/Otterberg zu Recht oder Unrecht besteht, dazu kann ich kein Urteil fällen.

Wenn aber der Tempel Berlin sagt, er möchte aus buddhistischen Gründen nicht´s unternehmen, dann verstehe ich das nicht so richtig. Als guter und echter Buddhist, würde ich Unrecht nicht dulden. Christen wären demzufolge schlechte Christen, wenn sie den Handtaschenräuber, der die Oma zu fall brachte, den Ordnungshütern übergeben würden.

#10 Terao

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Geschrieben 22 März 2011 - 18:12 Uhr

Soweit ich das verstanden habe, wollte der "Muttertempel" in China nicht, dass der Sache seitens seines Ablegers in Berlin weiter rechtlich nachgegangen wird. Was ich wiederum ganz gut verstehen kann: Was kümmert es die Mönche in China, wenn in Deutschland ein Sack Reis umfällt...?

#11 calypsostar

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Geschrieben 22 März 2011 - 18:23 Uhr

O.K., war nur ein Gedankengang von mir. Von soetwas verstehe ich aber auch nichts, bin mehr für die "Scherz-Artikel" zuständig.

#12 Holzkeule

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Geschrieben 22 März 2011 - 18:57 Uhr

Beitrag anzeigenTerao sagte am 22 März 2011 - 16:36 Uhr:

Mir scheint aber auch, als hätte sich da vielleicht der eine oder andere etwas überschätzt, oder hätte erwartet, ein Kloster würde individuell zugeschnittene Angebote unterbreiten (was der Grundidee von Klöstern eigentlich doch widerspricht, oder?).

Bei echten Klöstern zahlt man vielleicht aber auch nicht soviel Eintrittsgeld wenn überhaupt.
" Ratschläge sind eine gefährliche Gabe, selbst von den Weisen an die Weisen, und alle Wege mögen in die Irre führen "

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#13 Terao

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Geschrieben 22 März 2011 - 19:03 Uhr

Zitat

Bei echten Klöstern zahlt man vielleicht aber auch nicht soviel Eintrittsgeld wenn überhaupt.
Wie kommst Du darauf? Ein "Retreat" bei den Franziskanern gibts auch nicht für umme. Und in China kostet Training auch Geld.
Wieviel eine Woche kostet, stand leider nicht auf der Website. Weißt Du da Näheres?
Wenn ich mir aber die Preise fürs normale Training anschaue, sind die doch eher im unteren Preissegment für KK-Training.

#14 Capsaicin II

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Geschrieben 22 März 2011 - 19:32 Uhr

@Calypsostar: ..und das machst du super! Weiter so..
(hatte ja deinen Fred hier begeistert verfolgt, aber nachdem ich nun deine ganze Seite kenne :wut_auge:

@Terao: Ist ja aber "lustig" zu sehen, dass ich mit meinen Zweifeln an diesem „Tempel/Kloster“ offensichtlich gar nicht so verkehrt lag! -_-

Schade das ich es damals so vage und vorsichtig formuliert habe, denn mit diesem „offenen Brief“ und dem anderen Fred wird das ganze ja zu einer handfesten Warnung


Schade das es immer erst dicke kommen muss, ehe fragwürdige Geschichten hinterfragt werden.
... reden Sie einfach weiter, irgendwann wird schon etwas Sinnvolles dabei sein.

9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen: "Du bist nicht verrückt", und die 10te summt unaufhörlich die Tetris Melodie

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#15 Terao

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Geschrieben 22 März 2011 - 19:42 Uhr

Zitat

Schade das es immer erst dicke kommen muss, ehe fragwürdige Geschichten hinterfragt werden.
Gar so eindeutig seh ichs noch nicht. Überleg Dir mal, welch haarsträubende Geschichten so im Netz über Deine KK kursieren (wenn auch nicht in Sachen Härte, sondern in die andere Richtung). Auch hier wär`s ja schön, mal die andere Seite, oder auch andere Leute, die dort waren, zu hören.

Was mich weiterhin stutzig macht, ist, dass offenbar ein Berliner Tempel-KK-Lehrer Gasttrainings im Kaiserslauterner Tempel gibt. Vielleicht ist das ja eher ein interner Streit zwischen der neuen Vorsitzenden in Berlin und dem Kaiserslauterner Abt (auch das dürfte Dir ja aus Deiner KK nicht ganz unbekannt sein)?

Dem Shaolintempel in China mit seinen Showtruppen trau ich in der Frage nach "Authentizität" sowieso auch weiterhin nicht so recht über den Weg.

ps.: Schön, dass Du wieder da bist.

Bearbeitet von Terao, 22 März 2011 - 19:44 Uhr.


#16 Capsaicin II

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Geschrieben 22 März 2011 - 20:09 Uhr

Beitrag anzeigenTerao sagte am 22 März 2011 - 19:42 Uhr:

ps.: Schön, dass Du wieder da bist.
Danke, aber du weißt doch: ...war nie wirklich weg hab mich nur versteckt ;-)

…das war meine Art Herrn Sobota Respekt zu zollen Na, erinnert sich noch wer?


Und wie ich sehe hast du nicht verlernt offene Türen einzurennen, also:

Klar fehlt die andere Seite, muss man diesen Bericht in frage stellen etc pp

Aber wie auch dir aus anderer Verbände Scharmützel klar sein dürfte, wird die Seite (Berlin) die noch nicht am Pressepranger steht, schön die Füße stillhalten, damit sie nicht voll mit hinein gezogen werden: „schlafende Hunde...“ das findest du übrigens nicht nur in der KK ;-)

Bearbeitet von Capsaicin II, 22 März 2011 - 20:09 Uhr.

... reden Sie einfach weiter, irgendwann wird schon etwas Sinnvolles dabei sein.

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#17 hongfong1999

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Geschrieben 22 März 2011 - 21:14 Uhr

Beitrag anzeigenMac sagte am 22 März 2011 - 09:48 Uhr:

Guten Morgen hongfong1999,

ist dieser "offene Brief" nur über der KKF oder auch andere Foren verbreitet worden oder wurde er auch an das Kloster geschickt?
Zum Beispiel per Einschreiben?

Viele Grüße

Mac
Dieser Brief ging per mail an den Abt des Klosters.

#18 Holzkeule

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Geschrieben 22 März 2011 - 21:19 Uhr

Beitrag anzeigenTerao sagte am 22 März 2011 - 19:03 Uhr:

Zitat

Bei echten Klöstern zahlt man vielleicht aber auch nicht soviel Eintrittsgeld wenn überhaupt.
Wie kommst Du darauf? Ein "Retreat" bei den Franziskanern gibts auch nicht für umme. Und in China kostet Training auch Geld.

Also wenn man jetzt richtig eintritt mein ich . Im Mittelalter kamen da doch glaub ich immer die letztgeborenen Söhne hin für die das Geld zu Ausbildung nicht mehr gelangt hat. Gut Novizenausbildung kostet ja laut seiner Webseite auch nix aber da dann dieselben Maßstäbe für Kurzzeitbewohner anzulegen .?
Wenn man dort schon nicht mal neue Firefoxtabs öffnen kann....

Wie hieß nochmal dieser Österreicher mit dem die Berliner sich immer gezofft haben wegen Namensverwendung etc. ?
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#19 hongfong1999

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Geschrieben 23 März 2011 - 08:42 Uhr

Beitrag anzeigenTerao sagte am 22 März 2011 - 16:36 Uhr:

Wir hatten zu dem Kaiserslauterner "Tempel" doch schonmal einen Thread. Da ging`s um den Fernsehbericht damals, sowie auch um die "Legitimität" von "Shaolin-Tempeln" in Deutschland und in China.

Man kann den Kaiserslauternern ja nun nicht vorwerfen, sie hätten nicht ausdrücklich gewarnt (es geht doch um dieses "Kloster auf Zeit"-Angebot, oder?):

Zitat

Eine gehobene Sportlichkeit und viel Kondition ist schon notwendig, um am Alltag von Kampfmönchen teilzunehmen. Grundsätzlich kann jeder an Kloster auf Zeit teilnehmen. Die Abbruchquote ist allerdings sehr hoch und liegt teilweise bei über 90%.
Wenn jemand sich selbst für nicht sportlich genug hält, um den Anforderungen gerecht werden zu können, macht eine Anmeldung wenig Sinn. Dies können wir allerdings aus der Entfernung weder telefonisch noch per Mail beurteilen. Daher muss dies jeder für sich entscheiden und ist auch alleine für seine Entscheidung verantwortlich.
Man hat natürlich die Möglichkeit jederzeit abzubrechen, wenn man sich den Anforderungen nicht gewachsen fühlt. Tut man dies aber, werden die gezahlten Gelder für die reservierte Zeit nicht zurückerstattet. Darüber muss sich jeder Teilnehmer im Klaren sein.

Die Teilnehmer von Kloster auf Zeit nehmen am kompletten Alltag der Kampfmönche und Novizen teil. Dieser ist sehr genau geplant und eingeteilt. Es gibt hier leider keine Möglichkeit, auf Sonderwünsche einzugehen.

Ja, für die Zeit, in der man sich im Kloster aufhält bzw. an Kloster auf Zeit teilnimmt, untersteht man in vollem Umfang den Ordensregeln.
(aus den FAQ`s der Website http://www.shaolintempel.org/ )


Die Sache mit den unbehandelten Verletzungen steht natürlich auf nem anderen Blatt. Mir scheint aber auch, als hätte sich da vielleicht der eine oder andere etwas überschätzt, oder hätte erwartet, ein Kloster würde individuell zugeschnittene Angebote unterbreiten (was der Grundidee von Klöstern eigentlich doch widerspricht, oder?).
Sehr geehrter Abt
P.S.
Eigentlich hatte ich nicht vor , mich noch einmal zu diesem Thema zu äußern .
Aber um Mißverständnissen vorzubeugen :
Ich habe und hatte niemals vor , rechtlich gegen das sog. Kloster vorzugehen .
Es geht mir darum , daß ich die Gründe meiner Abreise darlegen und jungen Leuten klar machen wollte , was sie da genau buchen werden .
Diese Gründe sind nicht etwa die Härte des Trainings , von der ich mich beim Schauen einer Doku überzeugen konnte und die ich so erwartet hatte . Ich war vorbereitet .
Meine Kritik bezieht sich auf Begleitumstände wie Ernährung , Unterbringung , medizinische Versorgung und - das ist mir wichtig - auf den menschlichen Umgang mit den Teilnehmern von „Kloster auf Zeit“. Das Mitgefühl , welches ich für einen wichtigen Pfeiler des Buddhimus halte , gab es dort nicht . Wozu Rezitationen buddhistischer Texte , wenn die Inhalte bei Training und Alltag keine Rolle mehr spielen ?
Ein Problem liegt darin , daß Erwartungen bezüglich der Umstände durch die Präsentation im Netz geweckt werden .
Hätte ich ein Camp des Typs US-Marines erwartet (neben der „Wehrkunde“und dem Training statt herunter gespulter buddhistischer Rezitationen dann patriotische Schlachtrufe ) , wäre ich nicht enttäuscht worden .

Wenn jemand genau das Beschriebene sucht , wird er durch meinen Brief sogar Bestätigung bekommen , sich anzumelden .

#20 Terao

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Geschrieben 23 März 2011 - 09:53 Uhr

Da unser Threadersteller nicht wirklich an einer Forendiskussion oder der Beantwortung auftretender Fragen interessiert zu sein scheint, sondern eigentlich nur monologisieren will (in der Hoffnung, dass der Abt hier mitliest? Um ihm zu schaden? Um uns zu warnen? Wer weiß?), stehen wir jetzt am Scheideweg: Wir könnten das als Anlass nehmen, mal über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Militär und Mönchtum, über das Mönchtum im allgemeinen und im Buddhismus, über die Geschichte von Shaolin in China und Deutschland, über Verbandsquerelen oder über romantisch-westliche Vorstellungen vom Buddhisten als immer freundlichem und ganz im Stil der Zeit immer auf jedes Individuum eingehendem Weihnachtsmann (der durch freundliches Nicken plötzlich zum Superkämpfer wird) diskutieren.

Oder wir könnten den Thread schließen.

Bearbeitet von Terao, 23 März 2011 - 10:04 Uhr.