@Terao
Zitat
Sorry, das hätte ich konkretisieren müssen: Nehmen wir mal als Beispiel (es gibt noch andere) in Minute 3:00. Da fällt der andere schon fast, weil ein Schwertgriff gegen seinen Arm drückt. Nüsse&Hals bleiben unbehelligt.
Hmm gerade sowas klappt bei einem ernsthaften Angriff eigentlich recht gut. natürlich ist das umlenken des Schalges mit hilfe der Tsuka nur ein Einstieg und natürlich macht man keine pausen in dennen man den Leuten ausenherum erklärt was man grad macht.^^
Zitat
Angriffstechniken, die die spezifischen Lücken ausnutzen. Verteidigungstechniken, die einkalkulieren, dass man bestimmte Treffer ignorieren kann.
Ganz bestimmt jedoch nicht, dass man alles, was seltsam erscheint, auf die Rüstung schiebt.
Dann laufen wir doch eigentlich konform^^ Davon abgesehen wieviel hast du schon in Rüstung, egal japanisch oder europäisch trainiert? (bogu zählt nicht) Die frage soll dich nicht ownen, aber ich will wissen ob du gerade theoretisches oder praktisches Wissen einbringst.
Zitat
Die Ausführung ändert nichts daran, dass da in unpassendster Situation gewirbelt und gedreht wird. Auch der schnellste Dreher der Welt bewegt seine Stockspitze nicht geschätzte 3m durch den Luftraum, bevor sein Gegner seine Schwertspitze 30cm gegen ihn ausrichtet.
Ebenso im obigen Video: Selbst wenn man sich doppelt so schnell bewegt wie sein Gegner (zumal in Rüstung), dürfte doch der andere in der Zeit von "1, 2, 3, 4" auch irgendwas tun können. Aber der ist ja zum Glück damit beschäftigt, die Trefferwirkung auszuspielen. Jaja, ich weiß, ein Schlag auf den Arm tut unglaublich weh, und man lässt dann sofort alles fallen und ist wie gelähmt... sorry, dass ich anderer Meinung bin. Aber alles, was ich jemals aus Kampfsportarten, in denen man einander auch mal eher unsanft trifft, gesehen und erlebt habe, spricht eine andere Sprache. Koryu scheinen das deswegen auch nicht zu berücksichtigen.
Zum einen hab ich das Video doch mit keiner Silbe verteidigt, den Waffenteil dabei ganz besonders nicht.
Zum anderen ist ein Treffer mit einem Langstab auf Kote ohne Rüstung nicht schmerzhaft, es ist ganz einfach der Arm danach im Arsch und dasnicht nur wenn ich voll durchnuke.
Zitat
Ach, nebenbei: Warum schlägt der Angreifer nach seiner Entwaffnung eigentlich mit bloßen Händen zum Menpo, statt möglichst schnell ins Ringen zu kommen? Warum wehrt der Verteidiger die Schläge überhaupt ab, statt den anderen sich erstmal die Flossen am Menpo brechen zu lassen?
Ehm zum eine Menpo schützt vor schnitten und stichen, aber ein Schlag wird nur mässig gedämpft. Außerdem sind die Kote ja auch aus Stahl, teilweise sind sogar die Yugake mit Stahlplatten belegt.
Zitat
Wo wir oben bei "Mittelalterszene" waren, fällt mir doch spontan Tafel 254 im guten alten Talhoffer ein: Da beugt der Verteidiger laut Text&Bild den Kopf vor, wehrt dadurch das Schwert seines Gegners mit dem Helm ab und dreht ihm gleichzeitig sein eigenes Schwert von unten ins Gesicht. Obwohl Talhoffer keine so tolle Quelle ist: DAS ist rüstungsspezifisch.
jup find ich auch, seltsam das ich die Technik aber aus dem Bujinkan kenne.^^
@Kinglear
Zitat
Also die Zeitblase bei 3:38 ist in meinen Augen auch offensichtlich aber abgesehen davon versteh ich nicht warum der Angreifer diese schrecklich langen fauststöße macht die zwangsläufig fast zu einem Verlust der eigenen Mitte führen. Ich hab noch nie, ausser im BBT jemanden gesehen der so angreift. Ich denke die meisten Bösewicht würden eher versuchen wie ein Boxer, also kurz und gerade, anzugreifen.
solang man seinen Körperschwerpunkt nicht über das vordere Knie bringt ist alles ok. Aber ja auf der Straße ist so ein Angriff sicher aus der Mode gekommen. Einen Fudoken Tsuki gibts aber auch in Systemen außerhalb des Bujinkan.
@Kajihei
Zitat
Gt, ich hab mir das Video jetzt nochmal angesehen : Ne, ne ne, der Schlag ist Mist. Mal angenommen der wollte nicht auf der Sode landen sondern wirklich den oberen Ärmel erwischen.
Von Oben ! Klar, wir hauen auf ne Panzerplatte und auf gepolstertes Kettengeflecht. Das funzt auch nicht. Das gibt ne Beule und das war es. Den Gegner damit untauglich zu machen : Eher weniger.
Sowas funzt im kendo wo die Ärmchen ungeschützt sind, bei einer Yoroi ? V.G: Vergesst es.
Ärmchen : Stich in die Achsel, Hieb von unten, alles drin, aber von oben wie ein Blöder draufsemmeln ?
Na ja , viel. die japansiche Variante von hau den Lukas.
Irgendwie ist das so nicht sonderlich praktisch.Übrigens ein netter seitliche tsuki unter das Kinnschützlerie von der Seite geht auch prima mit dem Tsuka.
Mal im Ernst : Bei einer Yorioi nimmt man die Lücken, der Rest ist Dummfug.
Und ja Griff dürfen dafür auch eingesetzt werden. Ein Tsuka in der Schnute verhilft z.B: zu einem zahnfreien Lächeln. ( Hat ja nicht jeder eine Mempo )
Da stimme ich dir voll und ganz zu. Das was du beschreibst habe ich genau so im Bujinkan gelernt.
Irgendwie hab ich gerade das Gefühl hier mal wieder mein geliebtes Bujinkan in Schutz nehmen zu müssen. Und irgendwie macht es mir auch Angst das ich kein einziges Video finde hinter dem ich zu 100% stehen kann.
Lg
Micha