Taekwondo ins Fernsehen?
#2
Geschrieben 03 April 2011 - 19:51 Uhr
Der Markt wurde meiner Beobachtung nach durchaus schon erprobt. Früher habe ich auch häufiger mal Muay Thai und Sumo auf Eurosport gesehen. Kam wohl nicht so gut an.
Tja, und was soll man über Kampfkünste sonst bringen? Bei Demos und Formen fehlt für den Zuschauer die Spannung, denke ich mal. Die Demo von Paris-Bercy kam oder kommt jedenfalls ab und an.
Hm, Capoeira-Spiele oder Taekkyon-Wettkämpfe - das könnte vielleicht in der Zukunft noch Zuschauer begeistern, weil das was "neues" wäre.
#4
Geschrieben 14 Mai 2011 - 00:58 Uhr
Da hat Fussball zB ein viel größeres Publikum.
Geld regiert die (Fernseh-)Welt!
Kampfsport wird erst dann interessant fürs Fernsehen, wenn bei Olympischen Spielen eine medaille errungen wurde,danach versinkt es wieder für vier Jahre in der Versenkung.
#5
Geschrieben 14 Mai 2011 - 12:32 Uhr
Kampfsport bringt eurosport - wobei Kickboxen, K 1 , usw. das ist was der Sender seinen Zuschauern bringt.
Sumo wurde aus dem Programm genommmen.
Taekwondo und Karate- Kyokushinkai nach einigen Versuchen wieder eingestellt - das Interesse der Zuschauer - im TV sondern auch bei Veranstaltungen in der Halle - ist nicht sehr groß.
Liegt meiner Ansicht nach an den Wettkampfregeln.
Kickboxen wird öfters auf DSF und ich denke sogar bald auf dem ZDF gebracht,
soto-deshi
#6
Geschrieben 14 Mai 2011 - 15:55 Uhr
Zitat
Liegt meiner Ansicht nach an den Wettkampfregeln.
Ich glaube eher, dass es zu viel Verwirrung gibt um die Verbände und Stile und noch viel mehr um deren Organisation.
Wir haben hier im Ruhrpott sooooooo verdammt viele Weltmeister im Taekwondo und Kickboxen...
Zum Beispiel im weltberühmten Kampfsportverband "Wanne-Eickel-Ost" <- vielleicht werde ich ihn noch gründen.
Dann das Rumgehampel um Graduierungen und Vorsitzende: Berufen auf Herkünfte, Meister und andere Lügen/Lügner.
Quellen werden erfunden und daraus ein neuer "authentischer" Stil erschaffen: Die ganz normale Kampfsportpraktik. Wie werde ich Taekwondoweltmeister? Achjo, ich gründe meinen Verband.
Wo ist der Unterschied zwischen dem berühmten "Wanne-Eickel-Ost-Taekwondo" und dem "Herne-Süd-Tae-kwon-do"?
1. Die einen dürfen nicht ohne Gürtel, während die anderen mit aber trotzdem machen was sie wollen.
2. Wir treten eh ganz anders.
3. ...
Man äußert kritik und wird darauf hingewiesen, dass man nicht pauschalisieren sollte. Versucht man Kritikpunkte zu sammeln, ist das die Allzweckkeule, mit der in vielen Foren Diskussionen um Verbesserungen totgeschlagen werden. Dabei kenne ich echt viele, die gerne mal wieder Kyokushin sehen würden und auch TKD!
Taekwondo ist unattraktiv, wegen unrealistischen Fußtechniken mit extra ohne Kopfdeckung. Würde ich Geld für die Frage bekommen, warum Taekwondoka im Wettkampf die arme baumeln lassen... Angehörige hatten jedenfalls weder Spaß noch Verständnis, wenn sie "meinen Kampfsport" mal im Fernsehen sahen. Eher ein fröhliches "HÄÄÄÄÄ? Warum hat der denn jetzt gewonnen?" Wie es so oft läuft bei Punktesystemen. Da kann man Vollkontakt so lukrativ und brutal betonen, wie man möchte, es bleibt Fechten mit den Beinen.
Daher kommt Taekwondo nicht ins Fernsehen. Ganz Ähnliches gilt für Brüder und Schwesterkampfsportarten etwa dem Kyokushin: Es gibt keine Größen, die aus diesem Stil "herausstrahlen"... aber Probleme zwischen den großen Verbänden. Es ist recht hübsch anzusehen. Über fehlende Dekcungen wundert man sich aber auch hier hin und wieder... dafür sind viele Überraschungen dabei.
Da blickt keiner... äh... da möchte auch keiner mehr verstehen warum und worum.
Dann guckt man sich lieber die Leute an, die aus dem, was sie dürfen das Beste machen: Dann landet man ganz schnell beim K1 übers Thai zum MMA. Und selbst da ist der Unterschied zwischen UFC und MMA für viele Laien noch zu hoch.
Sumo war jedenfalls immer ein Blickfang
LG
Peddah
Bearbeitet von Smoo, 14 Mai 2011 - 15:58 Uhr.
www.fighters-world.de
Wer mit Worten geizen kann, sodass der Inhalt strahlt, der ist wirklich reich.
#7
Geschrieben 14 Mai 2011 - 16:56 Uhr
soto-deshi sagte am 14 Mai 2011 - 12:32 Uhr:
Sumo wurde aus dem Programm genommmen.
Als er nicht mehr Präsident war, endete dann (leider) auch das Sumo-Ringen bei Eurosport ...
Bei den letzten Olympischen Spielen (Peking) hab' ich mal Taekwondo im Fernsehen gesehen. Das sah nur nach andauerndem Rumgekicke aus (schwer zu beschreiben), nach "Kampf" jedenfalls überhaupt nicht. War ziemlich langweilig anzusehen, was mich auch überrascht hat.
Bei Judo dieses unschöne Rumgezerre an der Kleidung war auch nicht viel unterhaltsamer. Ist halt schwer, überhaupt eine Technik durchzubringen, bei einem Gegner, der sich mal wirklich wehrt und auch (fast) genausoviel kann wie der andere.
Auf die Dauer fand' ich das Sumo-Ringen bei Eurosport dann auch nicht so spannend, irgendwie leer nach einiger Zeit.
Ist wohl schwierig. Am besten sieht KK wohl doch choreographiert in Kung-Fu- oder Karate-Spielfilmen aus. Auch bezeichnend, daß ich z.B. gar keinen Judo-Spielfilm kenne. Zwischen Sport, Kampf und Show ist wohl doch ein Unterschied, und nicht alles eignet sich.
Gruß
Bearbeitet von Nordlicht, 14 Mai 2011 - 17:00 Uhr.
#8
Geschrieben 14 Mai 2011 - 17:19 Uhr
Meiner Meinung nach ist der Hauptpunkt, ob ein Sport tatsächlich eine breitere Masse zum Zuschauen animiert, der, ob die Regeln und der Verlauf auch für Laien relativ gut nachvollziehbar ist und ob sich der Spannungsbogen über einen längeren Zeitraum aufbaut, ebenso aber plötzliche dramatische Zuspitzungen enthält. Von daher ists schwer, gerade sehr exotische, schnelle und komplizierte Sportarten mit nicht so leicht erkennbaren Siegkriterien zu etablierern.
Boxen/Kickboxen etc. funktionieren da noch recht gut, weil die Trefferwirkungen sich ganz gut sehen lassen, der Ablauf (wenn jemand langsam, aber sicher in die Defensive gedrängt wird) sich gut verfolgen lässt und ein jederzeit möglicher (und, wenn er eintritt, ebenfalls sofort erkennbarer) Knockout für Spannung sorgt. MMA wird sich m.E.n. auf Dauer eher nicht etablieren: Das lebte eher von dem Hype um die angebliche Gewalt, ist aber, wenn Profis aufeinandertreffen, meist ein Ringkampf am Boden, der eigentlich nur für kenntnisreiche Zuschauer interessant ist.
M.E.n. der objektiv perfekte Zuschauersport ist Fußball (und das sage ich als ausdrücklicher Nicht-Fan): Leicht zu verfolgender Verlauf (da, wo der Ball ist, spielt die Musik), dramatische Zuspitzungen, die jederzeit sehr plötzlich kommen können (wenn`s in die Nähe des Tores geht), eindeutige Siegkriterien (Tor!). Die komplizierten Regeln (Abseits) sind kein Problem, weil sie halt ohnehin jeder (außer mir) kennt.
#9
Geschrieben 14 Mai 2011 - 20:14 Uhr
Zitat
Aber der Vergleich zum Fußball ist echt gelungen
www.fighters-world.de
Wer mit Worten geizen kann, sodass der Inhalt strahlt, der ist wirklich reich.
#10
Geschrieben 15 Mai 2011 - 10:20 Uhr
Nordlicht sagte am 14 Mai 2011 - 16:56 Uhr:
soto-deshi sagte am 14 Mai 2011 - 12:32 Uhr:
Sumo wurde aus dem Programm genommmen.
Als er nicht mehr Präsident war, endete dann (leider) auch das Sumo-Ringen bei Eurosport ...
Bei den letzten Olympischen Spielen (Peking) hab' ich mal Taekwondo im Fernsehen gesehen. Das sah nur nach andauerndem Rumgekicke aus (schwer zu beschreiben), nach "Kampf" jedenfalls überhaupt nicht. War ziemlich langweilig anzusehen, was mich auch überrascht hat.
Bei Judo dieses unschöne Rumgezerre an der Kleidung war auch nicht viel unterhaltsamer. Ist halt schwer, überhaupt eine Technik durchzubringen, bei einem Gegner, der sich mal wirklich wehrt und auch (fast) genausoviel kann wie der andere.
Auf die Dauer fand' ich das Sumo-Ringen bei Eurosport dann auch nicht so spannend, irgendwie leer nach einiger Zeit.
Ist wohl schwierig. Am besten sieht KK wohl doch choreographiert in Kung-Fu- oder Karate-Spielfilmen aus. Auch bezeichnend, daß ich z.B. gar keinen Judo-Spielfilm kenne. Zwischen Sport, Kampf und Show ist wohl doch ein Unterschied, und nicht alles eignet sich.
Gruß
ja diese Meinung vertritt wohl die mehrheit!
Allerdings hat es Boxen wohl geschafft!!!!
Bearbeitet von himself, 15 Mai 2011 - 10:22 Uhr.
#11
Geschrieben 15 Mai 2011 - 16:29 Uhr
himself sagte am 15 Mai 2011 - 10:20 Uhr:
ja diese Meinung vertritt wohl die mehrheit!
Allerdings hat es Boxen wohl geschafft!!!!
Boxen ist für den Zuschauer aber recht transparent, was die Regeln betrifft. Und man sieht auch sehr schnell wenn Treffer gemacht werden (der Gegner kriegt eben eins auf die Mütze).
Es ist ja nicht so häufig, dass es bei den großen Boxkämpfen bis zur letzten Runde geht und die Jury entscheidet. Denn die wirkliche Punktezahl ist doch eher unwichtig. Am Ende steht oft nur noch einer durch K.O. Das ist natürlich interessant anzusehen, wenn die Kämpfer in der 8. Runde kaum mehr Stehen können und sich doch noch die Fäußte um die Ohren schlagen.
Daher sind die Sportarten mit Vollkontakt, wo es wirklichen vollen Kontakt gibt und man wirkliche Schläge austeilt und es auch die entsprechende Einwirkung auf den Gegner hat, eben fürs Fernsehen und die Zuschauer besser geeignet. Sowas ist gut nachzuvollziehen für den Zuschauer. Hingegen ist Taekwondo-Vollkontakt ja recht "gesund", weil man durch die vielen Schützer kaum Verletzungen von sich trägt. Das ist ja auch okay so, jeder Sport hat seine Eigenarten. Aber es ist eben nicht vergleichbar mit den blutigen Nasen und Cuts im Boxen oder einem Kickbox-Vollkontakt-Kampf, wo es eben keine Schützer gibt und man direkt die Wirkung des Treffers auch sieht. Beim Taekwondo sieht man nichts, nur dass sich vielleicht mal ne Punktzahl verändert. Und noch verwirrender ist es eben, wenn dauerhaft getroffen wird aber keine Punkte gezählt werden, weil man eben nicht weiß, dass eine gewisse Kraft dahinter sein muss.
#12
Geschrieben 16 Mai 2011 - 08:08 Uhr
ynnus sagte am 15 Mai 2011 - 16:29 Uhr:
himself sagte am 15 Mai 2011 - 10:20 Uhr:
ja diese Meinung vertritt wohl die mehrheit!
Allerdings hat es Boxen wohl geschafft!!!!
Boxen ist für den Zuschauer aber recht transparent, was die Regeln betrifft. Und man sieht auch sehr schnell wenn Treffer gemacht werden (der Gegner kriegt eben eins auf die Mütze).
Es ist ja nicht so häufig, dass es bei den großen Boxkämpfen bis zur letzten Runde geht und die Jury entscheidet. Denn die wirkliche Punktezahl ist doch eher unwichtig. Am Ende steht oft nur noch einer durch K.O. Das ist natürlich interessant anzusehen, wenn die Kämpfer in der 8. Runde kaum mehr Stehen können und sich doch noch die Fäußte um die Ohren schlagen.
Wie war das noch mit dem Vergleich von Äpfeln und Birnen?
Es gibt sicher auch einen Unterschied zwischen Amateursport und Profisport.
Deine Aussagen im Bezug auf Boxsport treffen wohl ausschließlich auf den Profi-Boxkampf zu.
Bei den Amateuren geht es doch auch meist am Ende des Kampfes um Punkte, deren Herkunft oft kaum nachvollziehbar ist.
#13
Geschrieben 16 Mai 2011 - 08:22 Uhr
Zitat
Davon abgesehen finde ich (als Laie auf beiden Gebieten) die Wirkungstreffer beim Boxen auch leichter zu erkennen als beim Taekwondo. Dass das bei jemandem, der Ahnung hat, anders ist, ist ja unbestritten. Die werden aber niemals die Mehrheit des deutschen Fernsehpublikums bilden.
#14
Geschrieben 16 Mai 2011 - 10:07 Uhr
Terao sagte am 16 Mai 2011 - 08:22 Uhr:
Zitat
Davon abgesehen finde ich (als Laie auf beiden Gebieten) die Wirkungstreffer beim Boxen auch leichter zu erkennen als beim Taekwondo. Dass das bei jemandem, der Ahnung hat, anders ist, ist ja unbestritten. Die werden aber niemals die Mehrheit des deutschen Fernsehpublikums bilden.
Ich weiß nicht, wo der Unterschied zwischen einem Wirkungstreffer beim Boxen und einem Wirkungstreffer beim TKD in der Erkennbarkeit liegen soll.
Wirkungstreffer bedeutet doch, dass der Treffer Wirkung zeigt. Ob jemand nach einem Treffer beim Boxen oder beim TKD auf dem Boden liegt, oder auf der Kampffläche rumtaumelt, ist doch wohl kein Unterschied.
Und wie Du selbst schreibst: man schaut sich die Profikämpfe im Fernsehen an, und nicht die Amateurkämpfe.
Es geht niemand hin, und ändert die Wettkampfregeln beim Amateurboxen, nur weil es für das Fernsehen nicht attraktiv genug ist.
Also geht es doch nicht darum, das Regelwerk im Amateur-TKD zu ändern, sondern man sollte dann einfach eine Profiliga (wer es dann unbedingt braucht) im TKD mit separatem Regelwerk einführen und endlich mit diesen anscheinend endlosen Änderungswünschen für die Amateur-TKD-Regeln aufhören.
Bearbeitet von kwondi, 16 Mai 2011 - 10:09 Uhr.
#15
Geschrieben 16 Mai 2011 - 10:16 Uhr
Mir ists ehrlich gesagt relativ wurst, ob meine KK nun fürs Laienpublikum attraktiv ist oder nicht. Klar, dadurch kommt`s nicht im Fernsehen. Aber dafür gibts ja inzwischen Internet (wo man über jede noch so exotische Nischen-KK stundenlanges Filmmaterial von Wettkämpfen jeden Niveaus und aus aller Herren Länder anschauen kann).
#16
Geschrieben 16 Mai 2011 - 10:20 Uhr
ich vermisse TKD-Wettkampf im Fernsehen in keinster Weise.
Bei Interesse kann ich jederzeit auf youtube suchen, bin nicht an Sendezeiten gebunden und sehe jeden, vom Anfänger bis zum Profi und vor allem nicht nur auf Wettkampf beschränkt. Wobei mich letzterer auch am Wenigsten interessiert.
Spannender finde ich da Formelläufe, wo youtube oftmals einen Überblick datüber bietet, was an anderen Enden der (TKD-) Welt gerade geamcht wird.
Viele Grüße
Mac :-)
Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?
Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.
#17
Geschrieben 16 Mai 2011 - 16:04 Uhr
kwondi sagte am 16 Mai 2011 - 10:07 Uhr:
Wirkungstreffer bedeutet doch, dass der Treffer Wirkung zeigt. Ob jemand nach einem Treffer beim Boxen oder beim TKD auf dem Boden liegt, oder auf der Kampffläche rumtaumelt, ist doch wohl kein Unterschied
Also was die Wirkungstreffer betrifft sieht man die beim Boxen wesentlich deutlicher als beim TKD:
Beim Boxen muss man deutlich mehr Schläge aushalten, die auch wehtun, als beim Taekwondo. Beim TKD signalisiert man eine Verletzung und bekommt Eis drauf, und hat ne Minute Erholungszeit. Und auch sonst wird bei Cuts und wenn es blutet der Kampf beendet. Durch die Weste, den Kopfschutz etc ist es ein Sport, wo es um Punkte geht, und nicht darum, den Gegner Kampfunfähig zu schlagen. Klar ist auch der K.O ein Mittel zum Sieg, aber das kommt deutlich seltener vor als der Sieg durch Punkte.
Beim Boxen hingegen gibt es keine kurze Pause, nur weil man mal einen Schlag auf die Rippen bekommen hat oder einem der Kopf weh tut. Da muss man weiter einstecken, Rippen, Lebertreffer, direkt auf die Nase oder das Kinn, Schläfe etc. Da geht es darum, den Gegner technisch K.O oder direkt K.O zu hauen. Im Zweifel entscheiden eben die Punktrichter, aber das doch seltener als durch Punkte (und ja, ich rede jetzt vom Profi-Boxen - was ja auch im TV aus den besagten Gründen gezeigt wird). Und hier ist die Wirkung direkt zu sehen, wenn die Boxer mit dicken Augen oder Cut am Auge total erschöpft auf sich einschlagen, und schließlich einer zusammen bricht.
Soviel zu den Wirkungstreffer. Ich glaube da gibt es sehr wohl einen sehr großen Unterschied.
Bearbeitet von ynnus, 16 Mai 2011 - 16:06 Uhr.
#19
Geschrieben 17 Mai 2011 - 07:29 Uhr
ynnus sagte am 16 Mai 2011 - 16:04 Uhr:
kwondi sagte am 16 Mai 2011 - 10:07 Uhr:
Wirkungstreffer bedeutet doch, dass der Treffer Wirkung zeigt. Ob jemand nach einem Treffer beim Boxen oder beim TKD auf dem Boden liegt, oder auf der Kampffläche rumtaumelt, ist doch wohl kein Unterschied
Also was die Wirkungstreffer betrifft sieht man die beim Boxen wesentlich deutlicher als beim TKD:
Beim Boxen muss man deutlich mehr Schläge aushalten, die auch wehtun, als beim Taekwondo. Beim TKD signalisiert man eine Verletzung und bekommt Eis drauf, und hat ne Minute Erholungszeit. Und auch sonst wird bei Cuts und wenn es blutet der Kampf beendet. Durch die Weste, den Kopfschutz etc ist es ein Sport, wo es um Punkte geht, und nicht darum, den Gegner Kampfunfähig zu schlagen. Klar ist auch der K.O ein Mittel zum Sieg, aber das kommt deutlich seltener vor als der Sieg durch Punkte.
Beim Boxen hingegen gibt es keine kurze Pause, nur weil man mal einen Schlag auf die Rippen bekommen hat oder einem der Kopf weh tut. Da muss man weiter einstecken, Rippen, Lebertreffer, direkt auf die Nase oder das Kinn, Schläfe etc. Da geht es darum, den Gegner technisch K.O oder direkt K.O zu hauen. Im Zweifel entscheiden eben die Punktrichter, aber das doch seltener als durch Punkte (und ja, ich rede jetzt vom Profi-Boxen - was ja auch im TV aus den besagten Gründen gezeigt wird). Und hier ist die Wirkung direkt zu sehen, wenn die Boxer mit dicken Augen oder Cut am Auge total erschöpft auf sich einschlagen, und schließlich einer zusammen bricht.
Soviel zu den Wirkungstreffer. Ich glaube da gibt es sehr wohl einen sehr großen Unterschied.
Vielleicht solltest Du einfach einmal das Wort "Wirkung" überdenken.
Dann wäre noch das Regelwerk der WTF zu empfehlen. Anscheinend ist Dir der Unterschied zwischen einer Trefferwirkung und einer Verletzung nicht bekannt. Nach einem Wirkungstreffer gibt es keine von Dir angeführte Verletzungspause.
Wenn Du Dich hier auf Statistiken berufst (Anzahl der KO's) dann solltest Du doch dazu einfach eine nachvollziehbare Datenquelle heranziehen. Da wir ja nicht Äpfel und Birnen vergleichen wollten (aus diesem Grund ist der Vergleich zum Amateurboxen zutreffender)hab ich mir die Mühe gemacht, mal Deine Aussage mit den überwiegenden KO's im Boxen anhand der Pool-Listen der Olympischen Spiele 2008 zu vergleichen.
Von 250 Kämpfen (habe Freilose und Nichtantritt außen vorgelassen) sind
230 durch Punkte
15 durch Kampfleiterabbruch
4 durch KO
1 durch Aufgabe
entschieden worden.
Also waren die 4 KO's deutlich in der Überzahl zu den 230 Punktsiegen ???
Bearbeitet von kwondi, 17 Mai 2011 - 07:31 Uhr.



