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Taekwondo ins Fernsehen?


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38 Antworten in diesem Thema

#21 Terao

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Geschrieben 17 Mai 2011 - 10:25 Uhr

Zitat

Da wir ja nicht Äpfel und Birnen vergleichen wollten (aus diesem Grund ist der Vergleich zum Amateurboxen zutreffender)
Irgendwie drehen wir uns im Kreis. Aus genau diesen Gründen will doch olympisches Boxen genausowenig jemand sehen wie olympisches Judo oder Taekwondo.

#22 ynnus

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Geschrieben 17 Mai 2011 - 10:37 Uhr

Beitrag anzeigenkwondi sagte am 17 Mai 2011 - 07:29 Uhr:


Vielleicht solltest Du einfach einmal das Wort "Wirkung" überdenken.
Dann wäre noch das Regelwerk der WTF zu empfehlen. Anscheinend ist Dir der Unterschied zwischen einer Trefferwirkung und einer Verletzung nicht bekannt. Nach einem Wirkungstreffer gibt es keine von Dir angeführte Verletzungspause.

Wenn Du Dich hier auf Statistiken berufst (Anzahl der KO's) dann solltest Du doch dazu einfach eine nachvollziehbare Datenquelle heranziehen. Da wir ja nicht Äpfel und Birnen vergleichen wollten (aus diesem Grund ist der Vergleich zum Amateurboxen zutreffender)hab ich mir die Mühe gemacht, mal Deine Aussage mit den überwiegenden KO's im Boxen anhand der Pool-Listen der Olympischen Spiele 2008 zu vergleichen.

Von 250 Kämpfen (habe Freilose und Nichtantritt außen vorgelassen) sind

230 durch Punkte
15 durch Kampfleiterabbruch
4 durch KO
1 durch Aufgabe

entschieden worden.

Also waren die 4 KO's deutlich in der Überzahl zu den 230 Punktsiegen ???

Das schöne an Statistik ist, dass man sich immer die raussuchen kann, die die eigene Aussage am besten unterstreicht, nicht wahr? ;)

Und wenn man beim TKD einen Wirkungstreffer einstecken muss und sich dabei aber verletzt (z.B. harter Schlag auf die Rippe) kann man ebenso die Verletzungspause in Anspruch nehmen. Der Kampfrichter gibt den Kampf jedenfalls nicht frei wenn man sich auf dem Boden windet. Probier das mal beim Boxen, da wirst du ruck zuck angezählt. Beim Boxen wird da keine Rücksicht drauf genommen, außer man wirft verletzungsbedingt das Handtuch. Auch das kann ein Sieg sein, wenn man den Gegner soweit zusetzt, dass er nicht mehr will oder kann. Sowas gibt es beim TKD einfach nicht. Und entsprechend hat ein Boxkampf mehr vom ursprünglichen Faußtkampf wo es roh zugeht. Da kriegt man auch mal nen dickes Auge oder nen hübschen Cut und es läuft blut. Und das kommt bei den Zuschauern eben besser an als TKD, wo es rein um die Punkte geht.
Also ist das Einstecken und Aushalten von harten Treffern ein wichtiger Bereich beim Boxen, den es beim TKD nicht gibt. Denn dort gibt es Schutzwesten, es geht um direkte Punkte, und wenn man Schmerzen hat gibt es die Verletzungspause. Damit erreicht man eben nicht die "Brutalität" eines Boxkampfes.

Anderes Beispiel: MMA. MMA hat in den USA dem Profi-Boxsport mittlerweile den Rang abgelaufen und ist dort populärer bzw erziehlt höhere Einschaltquoten und Werbeeinahmen als Boxen. Das Prinzip ist auch hier, dass man direkt sieht, wer verdroschen wird. Die Punkte sind bis zum Ende nicht einsehbar (und oft auch nicht nachzuvollziehen) und eine Regel lautet, es niemals in die Hand der Jury zu legen - also vorher den Kampf durch K.O, TKO, Submission oder sonstwie zu beenden. Dieses Prinzip des Kampfes (nicht um Punkte sondern um Schaden zu machen) ist auch hier für den Zuschauer interessanter. Und deshalb kommt sowas eben auch ins Fernsehen. Abgesehen davon hat MMA halt noch den Brutalitätsfaktor, den es wohl in kaum einem anderen Sport gibt. ;)

(Das heißt im Übrigen nicht, dass ich mir sowas für TKD wünsche. TKD soll ruhig bleiben wie es ist.)

Bearbeitet von ynnus, 17 Mai 2011 - 10:39 Uhr.


#23 Mac

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Geschrieben 17 Mai 2011 - 11:34 Uhr

Hi zusammen,

Zitat

Das schöne an Statistik ist, dass man sich immer die raussuchen kann, die die eigene Aussage am besten unterstreicht, nicht wahr?

Damit die Stimmung sich nicht durch Vorwürfe verschlechtert, gebe bitte die Statistik an, auf die Du Dich bezogen hast.
Kwondi hat geliefert, da nun nicht nachzuliefern oder die gelieferte hähmisch zu beurteilen finde ich unschön und unsachlich.

Zitat

Und wenn man beim TKD einen Wirkungstreffer einstecken muss und sich dabei aber verletzt (z.B. harter Schlag auf die Rippe) kann man ebenso die Verletzungspause in Anspruch nehmen.

Verletzungspausen (!) gibt es auch im Boxen, siehe Cut, siehe Knie am Boden etc. Oder geht es darum, dass Du sagst Verletzungspausen werden "genommen" (im Sinne von, ich mag gerade nicht)? Vielmehr werden Verletzungspausen durch den Kampfrichter "gegeben". Das ist ein signifikanter Unterschied. Wobei das Simulieren von Verletzungen wieder bestraft wird.

Zitat

Der Kampfrichter gibt den Kampf jedenfalls nicht frei wenn man sich auf dem Boden windet. Probier das mal beim Boxen, da wirst du ruck zuck angezählt.

In TKD wirst Du bei einem Niederschlag ebenfalls angezählt, ich sehe gerade den Unterschied in Deiner Argumentation nicht.

Zitat

Beim Boxen wird da keine Rücksicht drauf genommen, außer man wirft verletzungsbedingt das Handtuch. Auch das kann ein Sieg sein, wenn man den Gegner soweit zusetzt, dass er nicht mehr will oder kann. Sowas gibt es beim TKD einfach nicht.

Sicher gibt es die Aufgabe dort auch.

Zitat

Und entsprechend hat ein Boxkampf mehr vom ursprünglichen Faußtkampf wo es roh zugeht. Da kriegt man auch mal nen dickes Auge oder nen hübschen Cut und es läuft blut. Und das kommt bei den Zuschauern eben besser an als TKD, wo es rein um die Punkte geht.

Sorry, aber das ist was undifferenziert. Ich war auf genug Turnieren um regelmäßig Verletzungen gesehen zu haben und Sanis, die Kämpfer von Kampfflächen getragen haben.
Blut und Zähne habe ich da auch gesehen und etliche Leute, die durch (einzelne!) Kicks durch die Westen ko gegangen sind. Reden wir hier eigentlich alle vom WTF-Vollkontakt?

Zitat

Also ist das Einstecken und Aushalten von harten Treffern ein wichtiger Bereich beim Boxen, den es beim TKD nicht gibt.

Sorry, die Frage muss ich einmal stellen: hast Du schonmal mit guten Leuten ein VK-Training auf Weste gemacht und gesparrt?

Zitat

Denn dort gibt es Schutzwesten, es geht um direkte Punkte, und wenn man Schmerzen hat gibt es die Verletzungspause. Damit erreicht man eben nicht die "Brutalität" eines Boxkampfes.

Beim Boxen gibt es Handschuhe (keine Weste) und bei den Amateuren den Helm. Die Verletzungspause ist oben schon erwähnt.

Zum MMA mag ich mich nicht äußern, denn da geht es meines Erachtens nicht um den Kampf, sondern die niederen Instinkte der Mehrzahl der Zuschauer, die Technik A nicht von Technik A unterscheiden können, es aber geil finden, wenn sie ihre eigene tägliche Ohnmacht durch einen überlegenen Kämpfer wegprojezieren können und umso besser, wenn der auch noch blutig. Um nicht missverstanden zu werden: ich finde das technisch absolut in Ordnung, nur zweifel ich an, ob die Mehrzahl der Leute überhaupt eine gute Technik beurteilen könnten, wie ich auch anzweifele, dass sich die Mehrzahl der Zuschauer für den Sport begeistern würden, wenn es ohne Blut und schmerzverzerrte Gesichter abginge.

Viele Grüße

Mac

Bearbeitet von Mac, 17 Mai 2011 - 11:51 Uhr.

Renne um Dein Leben, wenn ich lächele.

Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.

#24 ynnus

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Geschrieben 17 Mai 2011 - 12:34 Uhr

Also, Mac, man kann nun natürlich alles nochmal auseinander pflücken und jeden einzelnen Satz hinterfragen. Aber letztendlich kann niemand abstreiten, dass der Profi-Boxsport mehr Zuschauer anzieht als Taekwondo, und die Gründe wurden hier ausreichend diskutiert. Warum diese dann also immer wieder in Frage stellen?

#25 kwondi

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Geschrieben 17 Mai 2011 - 12:44 Uhr

Beitrag anzeigenynnus sagte am 17 Mai 2011 - 10:37 Uhr:


Und wenn man beim TKD einen Wirkungstreffer einstecken muss und sich dabei aber verletzt (z.B. harter Schlag auf die Rippe) kann man ebenso die Verletzungspause in Anspruch nehmen. Der Kampfrichter gibt den Kampf jedenfalls nicht frei wenn man sich auf dem Boden windet. Probier das mal beim Boxen, da wirst du ruck zuck angezählt. Beim Boxen wird da keine Rücksicht drauf genommen, außer man wirft verletzungsbedingt das Handtuch. Auch das kann ein Sieg sein, wenn man den Gegner soweit zusetzt, dass er nicht mehr will oder kann. Sowas gibt es beim TKD einfach nicht. Und entsprechend hat ein Boxkampf mehr vom ursprünglichen Faußtkampf wo es roh zugeht. Da kriegt man auch mal nen dickes Auge oder nen hübschen Cut und es läuft blut. Und das kommt bei den Zuschauern eben besser an als TKD, wo es rein um die Punkte geht.
Also ist das Einstecken und Aushalten von harten Treffern ein wichtiger Bereich beim Boxen, den es beim TKD nicht gibt. Denn dort gibt es Schutzwesten, es geht um direkte Punkte, und wenn man Schmerzen hat gibt es die Verletzungspause. Damit erreicht man eben nicht die "Brutalität" eines Boxkampfes.


Vielleicht solltest Du Dir einfach mal die Mühe machen, Dich über Sportarten zu informieren, bevor Du hier so falsche Dinge postests.

Wenn der Getroffene aufgrund eines Treffers, der zu einem Punkt führte, den Kampf nicht fortsetzt - bzw. der Kampfleiter meint, dass der Treffer eine entsprechende Wirkung erzielt hat, dann wird man natürlich angezählt. Für eine Verletzung aufgrund eines regulären Treffers kann keine Behandlungspause in Anspruch genommen werden. Der Kampfleiter zählt den getroffenen Sportler dann einfach aus, wenn der Sportler dann nicht korrekt kampfbereit auf dem angegebenen Punkt steht. Natürlich gibt es beim TKD auch die Aufgabe durch Werfen des Handtuchs. Das geht aber nicht, wenn der Kampfleiter bereits zu zählen begonnen hat. Ein Sportler erhält - nach Befragung des Arztes - nach einer Niederlage durch KO eine KO-Sperre und aus diesem Grund ist das "Handtuch werfen" während der Zeit, in der der Kampfleiter zählt, nicht möglich. Ansonsten könnte man ja auf diesem Weg eine KO-Sperre umgehen.

Wie Mac bereits schrieb - wenn man ohne Unterbrechung des Kampfleiters - den "Sterbenden Schwan" miemt, dann gibt's eine Verwarnung (halber Minuspunkt. Simulieren von Verletzungen muß mit einer Verwarnung bestraft werden.

Und da Du ja anscheinend keine Ahnung von TKD hast, halte ich es für anmaßend, über die Fähigkeiten des "Einsteckens" und "Aushaltens" zu schreiben. Wen nman mal selbst an Wettkämpfen teilgenommen hat, bekommt man eine Vorstellung davon.

Ich freue mich, dass es heute viel bessere Schutzausrüstung gibt, als noch vor 30 Jahren. Wenn ich daran denke, wie lange ich damals nach Turnieren Verletzungen auskurrieren mußte. Der Großteil der Wettkampf-Sportler hat doch mit dem TKD aufgehört, weil Arbeitgeber verständlicherweise nicht gewillt waren die Ausfallzeiten zu akzeptieren. Mir hat es auch nicht immer Spaß gemacht, mit blauen Flecken im Sommer im Schwimmbad rum zu chillen. Ich finde es toll, dass heute eher der Sport im Vordergrund steht, was nicht bedeutet, dass es nicht auch bei Wettkämpfern öfter mal zu Verletzungen kommt.

#26 Kemono

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Geschrieben 17 Mai 2011 - 12:59 Uhr

Ob man jetzt Taekwondo oder Boxen attraktiver findet, darüber kann man sich ja streiten.
Es ist mir aber ein Rätsel, warum Eurosport dauernd so extrem langweilige Sportarten wie Billard oder Golf bringt statt Kampfsport.

#27 Mac

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Geschrieben 17 Mai 2011 - 13:07 Uhr

Hi ynnus,

Beitrag anzeigenynnus sagte am 17 Mai 2011 - 12:34 Uhr:

Also, Mac, man kann nun natürlich alles nochmal auseinander pflücken und jeden einzelnen Satz hinterfragen.

Natürlich frage ich nach, wenn ich was nicht verstehe oder gebe eine andere Sicht wieder, das ist der Sinn eines Forums.
Und wenn mir was unklar ist oder wenn Belege einbegracht werden, dann interessieren mich die Quellen, damit ich neues lernen oder veraltetes verbessern kann.
Dann bin ich froh, wenn mir Leute wie kwondi Infos aus allererster Hand geben, auch wenn ich im ersten Moment vielleicht was grummelig bin, wenn etwas an mir vorbei gegangen ist. :-)

Zitat

Aber letztendlich kann niemand abstreiten, dass der Profi-Boxsport mehr Zuschauer anzieht als Taekwondo, und die Gründe wurden hier ausreichend diskutiert.

Wenn ich meine 2 Postings in diesem Thread richtig verstehe :-) , dann habe ich das nirgendwo abgestritten.

Zitat

Warum diese dann also immer wieder in Frage stellen?

Weil ich keine Plattitüden mag, an Sachinfos interessiert bin und auch gerne dazu beitrage, falsches Verständnis zu korrigieren.

Aber immer noch im Ernst: wenn Du andere Angaben hast, freue ich mich, sie zu lesen.

Viele Grüße

Mac
Renne um Dein Leben, wenn ich lächele.

Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.

#28 soto-deshi

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Geschrieben 17 Mai 2011 - 13:09 Uhr

Hallo,

die Frage lautete doch : Taekwondo ins Fernsehen?

Ist einfach zu beantworten, ist wie beim Karate DKV und auch beim Taekwondo ( mit seinen vielen verschiedenen Stilrichtungen) bei den Turnieren fehlen einfach die Zuschauer.
Ich möchte gleich klarstellen, ich habe mit Taekwondo begonnen und finde es noch immer super. Aber damit kann ich keine Zuschauermassen anlocken, die ein Halle füllen.

Vergleicht einfach das Spektakel K 1 auf eurosport, etwa das K 1 World Grand Prix Finale, was da dem Zuschauer geboten wird, kann sich der Veranstalter nur leisten, da auch das entsprechende Geld in seine Kassen fließt.
Denkt Ihr etwa ein Peter Aerts, Semmy Schilt( 6.Dan Ashihara International Karate )Jerome Le Banner oder ein Badr Hari - machen das alles nur für eine Urkunde oder einen Pokal?

Das eine ist eine Kampfsportshow mit wirklichen harten Kämpfen - das andere .....

Wenn ich mir die Kampfsportvereine in meiner Umgebung ansehe, da kann keiner mit großen Mitgleiderzahlen angeben. Ausnahme ein Shotokan- Karate -Verein mit guter Jugendarbeit, da ist die Halle mit Kindern gefüllt; der andere Verein KickBoxen der bringt immer zwischen 120 - 150 Leute zum Training. Das ist aber wirklich die Ausnahme, sonst läuft nicht mehr viel - wenigsten bei uns.

Noch eine schöne Zeit ... soto-deshi

#29 Drax

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Geschrieben 17 Mai 2011 - 15:03 Uhr

Das,was jemand "gut" findet, liegt doch immer im Auge des (jewiligen) Betrachters.

Und seien wir doch mal ehrlich - wir KK/KS sind nicht die breite Masse (und das ist auch gut so).

Boxen, Fußball, Formel 1 und auch Billard und Golf - das ist dass, was die "Masse" sehe möchte. Wenn sich jemand für Tourenwagenmeisterschaften interessiert (oder auch für Motorradrennen), der wird auch nicht gerade üppig bedient.
Und genau so ist es mit "speziellen" Kampfsportveranstaltungen, das muss man noch nicht mal auf Taekwon-Do beschränken.
Und würde es dann im Fernsehen der breiten Masse zugänglich gemacht, dann setzen die Veränderungen ein und ganz schnell hat man dann kein Taekwon-Do mehr, sondern irgend etwas, dass zwar die Massen begeistert aber mit unserem Sport (unserer Kampfkunst) nichts mehr zu tun hat.

Drax ;)
Don't dream it, be it!

#30 soto-deshi

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Geschrieben 17 Mai 2011 - 22:29 Uhr

Hallo, lieber Drax,

ich gebe Dir in einigen Punkten recht. Nur was haben denn Funktionäre aus einigen Kampfsportarten gemacht?
Wurde nicht der Kampfsport - siehe zum Beispiel Judo - so verwässert, dass er für Olympia tauglich wurde und Geld spielt doch dabei eine Rolle- oder?

Was wird aus Karate - da hüpfen die auch mit Hand- und Fußschutz und evt. sogar mit Gesichtsschutz - herum. Warum?

Es stellt sich mir die Frage, was wollen die Sportler und was machen die Funktionäre daraus?

Bin auf Deine sachliche Antwort gespannt...soto-deshi

#31 Drax

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Geschrieben 18 Mai 2011 - 11:30 Uhr

Hallo soto-deshi

Vieleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt, aber ich bin ganz Deiner Meinung.
Leider wollen (zu) viele Funktionäre den Geschmack der Masse treffen, sicherlich auch, um damit Geld zu verdienen.
Deinem Beispiel mit Judo muss ich leider so zustimmen. Ich habe Judo als hervorragende Möglichkeit zur SV kennengelernt, weit weg vom Wettkampfjudo (das ich aber hiermit nicht schmälern möchte - auch das ist sehr harte Arbeit.
Deshalb bin ich ja eigentlich froh, dass ich etwas mache, wass nicht unbedingt "massentauglich" ist.
Obwohl - wenn ich mal attraktive Kämpfe im TV sehe, freut mich das auch. Aber das wird hierzulande (leider?!?) Ausnahme bleiben.

LG ;)
Drax
Don't dream it, be it!

#32 Vagabund

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Geschrieben 18 Mai 2011 - 12:15 Uhr

Beitrag anzeigensoto-deshi sagte am 17 Mai 2011 - 22:29 Uhr:

Hallo, lieber Drax,

ich gebe Dir in einigen Punkten recht. Nur was haben denn Funktionäre aus einigen Kampfsportarten gemacht?
Wurde nicht der Kampfsport - siehe zum Beispiel Judo - so verwässert, dass er für Olympia tauglich wurde und Geld spielt doch dabei eine Rolle- oder?

Was wird aus Karate - da hüpfen die auch mit Hand- und Fußschutz und evt. sogar mit Gesichtsschutz - herum. Warum?

Es stellt sich mir die Frage, was wollen die Sportler und was machen die Funktionäre daraus?

Bin auf Deine sachliche Antwort gespannt...soto-deshi

Hi soto-deshi,

in der Regel ist es ja so, dass bei solchen Entwicklungen der ursprüngliche Stil nicht verloren geht. Es gibt immer noch "altes Taekwon-Do" und "altes Judo", nur eben nicht mehr so häufig. Wobei manche Vereine auch beides trainieren: Judo für Wettkampf und Judo für SV und alles andere.

Selbst beim Fußball war es beim großen Regelstreit, ob der Ball auch mit der Hand gespielt werden darf, nicht so, dass nur ein Stil (eine Variante) überlebte: Die Leute aus Rugby wollten weiterhin mit der Hand spielen und gründeten eben ihren eigenen Verband.

Insofern rottet ein moderner Zweig von irgendetwas (muss nicht einmal eine Sportart sein) i. d. R. den traditionellen Zweig nicht aus. Ich würde vermuten, dass der traditionelle Zweig meistens an Popularität verliert bzw. gegenüber dem modernen weniger Anhänger hat. Bestes Beispiel Shotokan Karate vs. Okinawa-te. Muss aber nicht immer so sein, ich weiß z.B. nicht, wie es beim Jiujitsu und seinen Varianten aussieht.

Also kein Grund zur Besorgnis: Diejenigen, die nicht das wollen, was die Funktionäre wollen, können weiterhin ihr eigenes Ding machen.

Es wird immer viel gejammert, dass es so viele Splitterverbände in der Kampfkunst gibt. Ich finde, diese Vielfalt ist ein Reichtum!

LG,
Vagabund
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#33 Smoo

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Geschrieben 19 Mai 2011 - 10:28 Uhr

Hi Bundus,

Zitat

Es wird immer viel gejammert, dass es so viele Splitterverbände in der Kampfkunst gibt. Ich finde, diese Vielfalt ist ein Reichtum!
Nicht, wenn das wesentliche verloren geht. Konzentration auf Kampf - nicht auf Gehälter und Prestigeorganisation...

;)

----

Hi Kemono,

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#34 Kenkon

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Geschrieben 19 Mai 2011 - 17:39 Uhr

Beitrag anzeigenTerao sagte am 17 Mai 2011 - 10:25 Uhr:

Zitat

Da wir ja nicht Äpfel und Birnen vergleichen wollten (aus diesem Grund ist der Vergleich zum Amateurboxen zutreffender)
Irgendwie drehen wir uns im Kreis. Aus genau diesen Gründen will doch olympisches Boxen genausowenig jemand sehen wie olympisches Judo oder Taekwondo.

Ich seh sehr gern olympisches Boxen und Judo.
Mal verliert man, mal gewinnt der Andere.

#35 soto-deshi

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Geschrieben 23 Mai 2011 - 09:43 Uhr

Hallo Kenkon,

Du siehst Dir gerne olympisches Boxen und Judo an - wo ?
Ich habe mir während der letzten olympischen Spiele die Zeit genommen und sorgfältig die TV -Zeitung nach Vorstellungen von Boxen,Judo und Taekwondo abgesucht. Die Ausbeute war sehr gering.
Was dann in kurzer Zeit über den Bildschirm flimmerte - noch geringer. Wobei ich Judo noch am besten dargestellt fand.

Taekwondo ist für mich eine super Kampfsportart. Viele Techniken - ähnlich seinem Bruder dem Karate - wobei die Beintechniken denen des Karate eindeutig überlegen sind.
Mich begeistert es immer wieder, was ein Taekwondoin für tolle Techniken vorführen kann. - Ob diese Techniken auf für die Selbstverteidigung einsetzbar sind - ist zweitranging.

Die eigentliche Frage war, warum kommt Taekwondo so selten im TV - besser fast nie?

Wollen wir überhaupt, dass unsere Kampfsportart an die olympischen Spielregeln angepaßt werden? Nützt das unserem Sport oder nur dem Geldbeutel des Weltverbandes?
Was machen die Spielregeln der olympischen Vermarktungsgesellschaft aus den Kampfkünsten?

Vielleicht sollten wir uns darüber unterhalten....soto-deshi

#36 Smoo

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Geschrieben 23 Mai 2011 - 19:48 Uhr

Zitat

Taekwondo ist für mich eine super Kampfsportart. Viele Techniken - ähnlich seinem Bruder dem Karate - wobei die Beintechniken denen des Karate eindeutig überlegen sind.

Es mag irgendwie blöd klingen...

aber

Warum sind die TKD-Tritt-Techniken, denen des Karate überlegen?

Bearbeitet von Smoo, 23 Mai 2011 - 19:48 Uhr.

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#37 soto-deshi

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Geschrieben 26 Mai 2011 - 09:31 Uhr

Hallo Smoo,

sicher ist Dir und allen anderen hier auch bekannt , dass Karate das System war, das viele Meister des Taekwondo gelernt haben. Wer sich ein Karate-Buch ( Stilrichtung Shotokan ) und ein Taekwondo Buch nimmt - die Grundtechniken vergleicht wird vieles finden was beide gemeinsam haben.
Sicher ist Dir auch das Buch von Konstantin Gil, Taekwondo illustriertes Handbuch , bekannt, mit diesem habe ich mein Taekwondo begonnen. Leider wurde unsere Schule geschlossen und ich wechselte später ins Karate und Kickboxen, habe auch dort meine Erfahrungen machen können.

Taekwondo hat einfach mehr Tritt-Techniken die auch an der Pratze und am Sandsack richtig geübt werden - war auch im KickBoxen so. Im normalen Wettkampf Karate wird auch mit der Pratze geübt - aber die Durchschlagskraft einer Beintechnik ist nicht so von Bedeutung wie im Vollkontakt-Taekwondo oder KickBoxen. Im Taekwondo wird im Training einfach ein größerer Zeitraum für die Dehnung und für das Einüben von Beintechniken freigehalten.

Natürlich gibt es auch super Beintechniker im Karate, siehe Andy Hug, Gilbert Gruss, usw. aber im Taekwondo liegt einfach das Hauptgewicht bei der Ausbildung auf den Beintechniken.
Muss noch Benny Urquidez erwähnen, der in seinem Buch : Training and Fighting Skills , super Beintechniken vorstellt - die so im Karate nicht geübt werden.

Ach ja, Du hast recht. Karate, Taekwondo, KickBoxen - alle haben gute Beintechniken - mir gefallen die Beintechniken des Taekwondo (ob wirkungsvoll oder nicht ) einfach besser.

soto-deshi

#38 himself

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Geschrieben 29 Mai 2011 - 07:58 Uhr

Hi,
deswegen finde ich es lustig das so wenige verschiedene Fußtechniken im WTF-Formen vorkommen!!!! :respekt:

#39 soto-deshi

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Geschrieben 29 Mai 2011 - 13:45 Uhr

Hsllo himself,

Du hast nur teilweise recht. In den Poomse des WTF oder auch den Formen des ITF kommen - schon deutlich mehr Fußtechniken vor, als zum Beispiel in den Katas der Stilrichtung Shotokan ( Karate-Richtung).
Wobei ich noch immmer der Ansicht bin, die Formen sind nur Grundlagen, die Beintechniken müssen am und mit dem Partner geübt werden. Für mich zeigt Chong Lee in seinem Buch : Dynamische Tritte, Falken-Verlag, super Beintechniken und erläutert diese auch gut.
Wie diese Tritte eingesetzt werden können, zeigt Benny Urquidez, in seinem Buch: Training and Fighting Skills, davon bin ich begeistert. Ein wirklicher Könner - der Benny Urquidez.

Wie wirkungsvolle Beintechniken aussehen müssen, das zeigen die K 1 Fighter, Andy Hug ( leider nicht mehr) aber Peter Aerts, ab und zu Jerome Le Banner und Badr Hari, nur einige als Beispiel.


soto-deshi