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Lilo Ambach & Yürgen Oster - Keine Gnade. Leben und Lernen bei den Kampfkunstmönchen auf dem Wudangshan


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#1 k.-g.beck-ewerhardy

    Alter Hase

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Geschrieben 13 April 2011 - 17:51 Uhr

Edition Sirius (broschiert/2010)
ISBN 978-3-
216 Seiten

Yürgen Oster und Lilo Ambach sind schon lange im Bereich der inneren Kampfkünste unterwegs und gehören seit einigen Jahren zu den treibenden Kräften hinter der Ausbreitung der Wudang-Kampfkünste in Deutschland. Wie auch andere Lehrerinnen und Lehrer in diesem Bereich bemühen auch sie sich regelmäßig – mindestens einmal im Jahr – in die chinesische Provinz Hubei zu reisen um dort Korrekturen ihrer eigenen Formen zu erlernen und Neues aufzunehmen. Das Land von Tiger und Drache, in das Hausmeister Han im neuen „Karate Kid“ seinen Schüler bringt um ihn dort von der fiktiven Drachenquelle trinken zu lassen ist aber auch durchaus für Nichtkampfkünstler eine Reise wert.

In dem vorliegenden Buch beschreiben die beiden Autoren abwechselnd ihre gemeinsamen und vereinzelten Reisen von 2007 bis 2009 zur „Wiege der Kampfkunst“, wobei ihre unterschiedlichen Stile genauso für Abwechslung sorgen, wie das, was sie vor Ort erleben.

Beide Berichtstränge zeigen sich in der Form von Reisetagebüchern und beschreiben nach der obligatorischen Ankunft in Beijing das Finden der Anschlussmöglichkeiten – Inlandsflug oder Zug – und den Weg von Xiangfan oder Wuhan mit öffentlichen oder halbprivaten Verkehrsmitteln nach Wudang selbst, sowie den Weg den Berg hinauf – die Mentalitäten der Gastgeber und der anderen Gäste verschiedener Nationen, die Landschaft (die eigentlich unbeschreiblich ist), das Wetter, die Bauwerke und die besonderen Umstände, die es mit sich bringt mit Chinesen in den Bergen Termine zu vereinbaren. Und natürlich – wie sollte es anders sein – das Essen.

Zu Beginn der Reisen war The Academy of Wudang Taoism Wushu wohl noch eine sehr „grundlegende“ Einrichtung mit wenigen ausländischen Besucherinnen und Besuchern und alles war in erster Linie auf chinesische Touristen ausgelegt, die innerhalb Chinas den größten Reisendenanteil ausmachen. Über die Jahre sehen die beiden Berichtserstatter, wie das Gebäude – und auch andere –renoviert werden und sich die Menschen vor Ort mehr und mehr einer touristischen Erschließung ihrer Welt öffnen und sich ihr anpassen.

Die Berichte sind durchgängig amüsant und wer schon einmal in China und gerade in Wudangshan gewesen ist – auch an anderen Lehrinstituten – wird fraglos eine Menge wiederentdecken, was ihm nur allzu vertraut geworden ist. Und diejenigen, die schon immer mal zur „Wiege des Kungfus“ wollten, und sei es nur um mal zu schauen, sowie alle anderen neugierigen Menschen finden gute Tipps und Hinweise, was man auf Reisen zu und in diesem Gebiet beachten sollte. Passende Photographien begleiten den Text, können aber die Schönheit der Landschaft wirklich nur vage erahnen lassen. Und die, die schon da gewesen sind werden sich wieder einmal ihres „Heimwehs nach Wudang“ nicht erwehren können und Lilo Ambachs abschließenden „Wŏ wei Wudang“ von Herzen anschließen.

K.-G. Beck-Ewerhardy



#2 WuDang

    Schon länger dabei

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Geschrieben 14 April 2011 - 09:23 Uhr

Danke für die Rezension...das Buch möcht ich mir auf jeden Fall mal ansehen :)
WenWu - Zeitschrift für chinesische Kampfkunst und Kultur
http://wenwu-zeitschrift.de