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Was ist in Österreich los?


4 Antworten in diesem Thema

#1 Rincewind

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Geschrieben 06 Mai 2011 - 01:14 Uhr

Hallo,

kann mir mal bitte jemand erklären, was sich da beim ÖTDV abspielt? Anscheinend ist ja der ehemalige Vorstand in einer ausserordentlichen Generalversammlung abgewählt worden, wobei zuvor schon wilde Briefe mit heftigen Beschimpfungen durch die Gegend geschickt wurden. Jetzt sickern Briefe mit Einschaltung von Anwälten und dergleichen durch. Droht dem ÖTDV dasselbe Schicksal wie der DTU? Spaltet sich die Landschaft dort in Mikropartikel, wie zb. hier http://www.kampfkuns...showtopic=40644 diskutiert wird? Weiss jemand mehr darüber?

#2 himself

    Alter Hase

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Geschrieben 07 Mai 2011 - 05:54 Uhr

Hi,
ich glaube nicht das der Streit einzelner Personen dazu führt einen Verband aufzuspalten. Es kann einem Verband zwar schaden , aber ein Zerfall ist da wohl eher Wunschdenken.

Was soll denn da los sein, welche Briefe an wen????

Woher kommst du und was hast du gehört?

Grüße :engel:

#3 Rincewind

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Geschrieben 07 Mai 2011 - 23:36 Uhr

Zum Beispiel hier der offene Brief, der warum auch immer in meinem Verteilerkreis gelandet ist:

Werte Sportkollegen,

die vergangene Generalversammlung mit den sich daraus ergebenden Veränderungen im ÖTDV hat unzweifelhaft große Aufregungen verursacht. Manche Personen können sich damit nicht abfinden und lassen nun ihrem Ärger und ihrer Verbitterung in diversen Internetforen freien Lauf. Das ist ihr gutes Recht.

Vor einigen Tagen hat xxx jedoch den Bogen der freien Meinungsäußerung weit überspannt. Er hat ja schon öfters bewiesen, dass die Größe seines Mundwerks nicht unbedingt mit der seines Gehirns in gutem Einklang steht, damit meine ich, es kommt vor, dass er dem Universum seiner tief schürfenden Gedanken nicht immer adäquate Äußerungen entgegenstellen kann.

In einem öffentlichen Posting im Internet hat er nun mir und einigen anderen Funktionären neben anderen Anschuldigungen vorgeworfen "in die eigene Tasche zu arbeiten". Im Klartext bedeutet das, Gelder des ÖTDV missbräuchlich zum eigenen Vorteil zu verwenden, d.h. betrügerisch und kriminell tätig zu sein. Auf meine Aufforderung hin hat er zwar eine Entschuldigung geschrieben, den geforderten Widerruf der Anschuldigungen vermisse ich aber nach wie vor.

Liebe Leute, ich betreibe seit fast vierzig Jahren Taekwondo und bin seit etwa dreißig Jahren ÖTDV-Funktionär. Ich war lange Jahre Vizepräsident, Präsident und Ehrenpräsident. Während dieser ganzen Zeit im Verband waren alle meine Tätigkeiten ehrenamtlich, ich habe niemals eine bezahlte Tätigkeit im ÖTDV ausgeübt. Zu meiner Zeit gab es nicht einmal "Sitzungsgelder" oder "Vorstandsentschädigungen". Der einzige Lohn, den man als Verbandsfunktionär erhalten konnte ist Anerkennung und Respekt - und auch der wird einem sehr oft vorenthalten.

Wenn mir nun von einem Tiroler Rotzbuben öffentlich vorgehalten wird, ein Betrüger zu sein, lasse ich das nicht auf mir sitzen. Die ganze Art und Weise, wie einige "Taekwondo-Sportler" - ich muss dieses Wort in Anführungszeichen setzen - sich verhalten und ihre Meinungen kundtun gleitet ohnehin immer mehr auf das Niveau eines Dorfwirtshauses ab. Die oft zitierte "Charakterschulung" des Taekwondo-Trainings hat augenscheinlich in diesen Fällen versagt. Manche Leute im Verband sind der Ansicht, man solle nobel schweigen und über die dauernden Pöbeleien und Falschmeldungen hinwegsehen. Ich glaube hingegen, dass eine Grenze erreicht ist.

Die WTF hat die zunehmende Verluderung der Sitten im Bereich des Wettkampfes durch entsprechende Verfahrensweisen und Sanktionen in den Griff bekommen. Heute überlegt es sich ein Coach oder Funktionär zweimal, bevor er mit einem Yopchagi über den Kampfrichtertisch springt oder den Referee anspuckt. Ausraster wie die Sache mit dem kubanischen Wettkämpfer bei den Olympischen Spielen werden streng geahndet.

Ich möchte betonen: jeder hat das Recht, zu kritisieren und seine Meinung kund zu tun. Wenn man mit Personen oder deren Aktivitäten nicht einverstanden ist, kann man das sagen. Es gibt demokratische Verfahrensweisen, wie man Funktionäre wählt oder abwählt, wenn einem die nicht passen. Persönliche Verleumdungen und Anschuldigungen sind aber etwas anderes und dafür muss man die Konsequenzen tragen.

Man kann seinen Frust oder seine Blödheit auch ganz legal loswerden. Wenn in einem privaten Gespräch jemand zu seinem Trainingskollegen sagt "Der Herr yyy ist ein ###### und frisst kleine Kinder" so interessiert mich das überhaupt nicht. Ich habe mich an das übliche Gesudere und Geraunze, das mit einem gewissen Bekanntheitsgrad einhergeht gewöhnt. Über wichtigere Funktionäre als mich oder über Politiker werden noch ganz andere Dinge gesagt. Ich weiß auch, dass man es nie allen Leuten recht machen kann und dass man sich im Laufe des Lebens Freunde und "Feinde" erwirbt. Das ist in Ordnung und gehört dazu.

Die selbe Aussage in der Öffentlichkeit - und eine Internetseite bzw. ein Forum oder ein Posting ist öffentlich - wird aber den Staatsanwalt auf den Plan rufen. Wir haben in Österreich Gesetze, die den Schutz des Ansehens und der Würde der Person dienen, wenn diese verletzt werden. Ich denke, es ist an der Zeit, dass diese Tatsache auch von denjenigen akzeptiert wird, die anscheinend in ihrem Leben einen Kopftreffer zu viel erhalten haben.

Mit sportlichen Grüßen
yyy

Bearbeitet von Rincewind, 07 Mai 2011 - 23:38 Uhr.


#4 ynnus

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Geschrieben 08 Mai 2011 - 09:00 Uhr

So richtig professionell und erwachsen ist die Reaktion in diesem öffentlichen Brief aber auch nicht. Anstatt kühl und objektiv klarzustellen, dass an diesen Anschuldigungen nichts dran ist, wird auch persönlich beleidigt und zu guter Letzt lässt man sich durch ein öffentliches Schreiben auf das Niveau herab, eine Streitigkeit, die scheinbar nur eine kleine Gruppe (oder nur 2 Personen?) betrifft öffentlich zur Schau zu stellen.
Und so wie das klingt ist das ja nicht der einzige öffentliche Brief?

Für mich klingt das aber eher nach einer persönlichen Auseinandersetzung einzelner Personen, als dass der ganze Verband auseinander brechen würde.

Etwas ähnliches gab es neulich bei unserer Versammlung der TUBW ja auch, worauf hin sich dann eine Hand voll Vereine abgespalten haben und die I.T.U.B.W gegründet haben. So wie ich das mitbekommen habe wurde dort auch von einzelnen Personen gegen den Vorstand gewettert und als die große Mehrheit sich hinter den Vorstand gestellt hat ist man eben ausgetreten und hat einen eigenen Verband gegründet. Wie erfolgreich man damit fahren wird ist die Frage.

#5 Mac

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Geschrieben 08 Mai 2011 - 09:07 Uhr

Das ganze war auch in Facebook, wo jemand eine "freie Palltform zur Diskussion" gründete und deren Niveau unterirdisch wurde.
Kurz reingelesen, weggeklickt und abgehakt.
Renne um Dein Leben, wenn ich lächele.

Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.