instinktive SV
#1
Geschrieben 31 Mai 2011 - 13:02 Uhr
ich weis, die meisten leute haben keinen KK/KS hintergrund, und weichen bei angriffen meistens nach hinten aus. logisherweise kann man sich kaum so schnell rueckwerts bewegen wie es derjenige tun kan der nach vorne geht. und in den meisten faellen ist es der der nach hinten geht derjenige der pruegel einstecken muss.
es ist einfach - der angreifer bewegt sich nach vorne, verteidiger will keinen stress haben und versuch nach hinten auszuweichen, wird aber eingeholt. in dem moment gibts schon 2-3 schlaege ins gesicht, und da verlieren sich die meisten schon.
ich selber habe KK hintergurnd, habe aber an mir selbst bemerkt das meine erste reaktion auf einen angriff die war die distanz zu vergroessern. erst spaeter, als sich das geschehen so "entfaltete" kickte das training ein.
ist also die instikntive reaktion des verteidigers die, nach hinten auszuweichen? problem: waerend des rueckzuges kann man sich nur schlecht verteidigen. nur, in dem moment wo die vertedigung nicht mehr passiv ist, und auf den attacker zu geht, wird man aber zum angreifer, oder? bei mir endete es zumindestens so das ich von der polizei eine anklage wegen 3-facher koerpervelretzung am hals hatte. wurde fallen gelassen. 5 gegen 1 war dan selbst dem herr staatsanwalt zu offensichtliche notwehr.
also, wie sollte man sich verhalten? hart und kompromisslos nach vorne gehen, und reskieren der angreifer zu werden? hat der friedliebende am anfang immer die schlechteren karten? da ich aus dem aikido komme, wo man den angrif abwehrt bevor er sich wirklich entwickelt, ist preemptive striking eine loesung (also bei drohendem konflikt den angreifer zu boden werfen bevor er die chanche hat den ersten schlag zu landen)? ich wuerde gerne eure meinungen dazu hoeren.
gruss
Yuki
#2
Geschrieben 31 Mai 2011 - 14:45 Uhr
Daneben gibt es unterschiedliche Formen des zurück Gehens: Taktisches, kontrolliertes Zurückweichen oder fluchtartige Panik. Ersteres ist kein Nachteil, wenn man weiß, was man macht. Letzteres bedeutet den Kampf verloren zu haben, denn das wesentlichste auf der Straße ist die Psyche, erst dahinter folgen Athletik und Technik.
#3
Geschrieben 31 Mai 2011 - 16:02 Uhr
Nach hinten gehen aus Flucht bringt nichts.
Doch das kann man sehr wohl taktisch anwenden.
Man kann sich Zeit kaufen, der Angreifer muss vielleicht nochmal ansetzen, etc.
Es ist ein Mittel zu kontrollieren wann und vielleicht sogar wo der Angriff hingeht.
Zumindest für die, die es können.
Die meisten werden dir aber sagen, dass in einem echten Kampf 90% der Zeit der gewinnt, der den ersten Treffer landet bzw. wer als erster agiert.
Wie diese Aktion aussieht, darf jeder selbst entscheiden.
Katanas are awesome! They can cut through a tank! No, seriously! I read it on the internet!
#4
Geschrieben 31 Mai 2011 - 17:52 Uhr
Ich denke man kann nicht pauschal sagen, man sollte so und so reagieren. Aus dem einfachen Grund, dass verschiedene Kampfkonzepte vorherrschen.
Das Zentrallinienprinzip des Wing Chung verbunden mit vorbreschen als Erstreaktion auf einen Schwinger im Ansatz, hat für mich schon zweimal sehr gut funktioniert.
Ob das beim Aikido der Fall ist, musst du dir selber beantworten.
Gruss Pugie
- Klassische KK-Attacken:
Stop and freeze Attack: Aus zwei Meter Entfernung wird ein Faustschlag gestartet und die Technik wird durchgezogen komme was wolle, abrupt wird die Bewegung mit ausgestrecktem Arm gestoppt und der grosse Sifu/Sensei kann eine im Minimum, 10 Fachcombofaustattacke demonstrieren. Zweitangriffe sind nicht möglich weil das Chi des Meisters dies verhindert.
Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.
Die Wichtigste Regel überhaupt in den klassischen KK's: Wenn wir alle gaaaaaaanz fest daran glauben, dann funktioniert es auch......
#6
Geschrieben 01 Juni 2011 - 14:02 Uhr
vielleicht wäre es hilfreich, in ungeklärten Situationen erst mal auf ein unverbindliches Seitwärts einzuschwenken und zu schauen, ob der Angreifer das so erwartet hat und wie er drauf reagiert...
ausweichen muss nicht immer ein Zurückweichen sein.
übrigens: ich bearbeite meine Beiträge grundsätzlich solange das möglich ist ...
#7
Geschrieben 01 Juni 2011 - 15:33 Uhr
Rio sagte am 01 Juni 2011 - 14:02 Uhr:
problem: mehrere angreifer koennen dich leicht zu einer wand zurueckdrengen, einkreisen usw.
stimmt, zur seite ausweichen ist da die bessere option finde ich, nur der reflex zur seite zu gehen muss antreniert werded. so instinktiv ist der seitenschritt nicht.
#8
Geschrieben 02 Juni 2011 - 13:32 Uhr
- Klassische KK-Attacken:
Stop and freeze Attack: Aus zwei Meter Entfernung wird ein Faustschlag gestartet und die Technik wird durchgezogen komme was wolle, abrupt wird die Bewegung mit ausgestrecktem Arm gestoppt und der grosse Sifu/Sensei kann eine im Minimum, 10 Fachcombofaustattacke demonstrieren. Zweitangriffe sind nicht möglich weil das Chi des Meisters dies verhindert.
Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.
Die Wichtigste Regel überhaupt in den klassischen KK's: Wenn wir alle gaaaaaaanz fest daran glauben, dann funktioniert es auch......
#9
Geschrieben 28 Juli 2011 - 16:00 Uhr
#10
Geschrieben 10 September 2011 - 19:15 Uhr
Where innocence is burned, in flames
A million mile from home, I'm walking ahead
I'm frozen to the bones, I am...
A soldier on my own, I don't know the way
I'm riding up the heights of shame
I'm waiting for the call, the hand on the chest
I'm ready for the fight, and fate
#11
Geschrieben 02 Oktober 2011 - 16:24 Uhr
#12
Geschrieben 02 Oktober 2011 - 18:07 Uhr
yuki sagte am 31 Mai 2011 - 13:02 Uhr:
Dazu kommt die psychologische Komponente. Gehst Du nach hinten, rutschst Du automatisch auch mental in die Defensive. Ideal wäre es daher, auch während der Verteidigung nach vorne zu gehen und damit das Rollenverhältnis zu verdrehen. Das Risiko, dass einem ein Richter für eine notwendige SV verknackt, hast Du natürlich immer, aber in so einer Situation zählt wohl vor allem, mit möglichst wenig Schaden aus der Situation rauszukommen.
#13 GastKagami_*
Geschrieben 02 Oktober 2011 - 19:54 Uhr
in die Defensive gerät, sondern ist dies zwar bei vielen Leuten so aber eben nicht bei Allen. Es kann zudem durch Training usw. durchaus auch
in effektive Techniken münden bzw. ist z.T. sogar der bewusste Einstieg in (nötigenfalls sehr agressive) Techniken.
Ich kenne (ist zumindest teilweise auch durchaus stilabhängig) KKler, die sich im Ernstfall in die Hose machen dürften und recht entspannte Naturtalente.(Nicht-KKler).



