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Möchte Selbstverteidigung lernen!


58 Antworten in diesem Thema

#1 BrightKnight

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Geschrieben 19 Juni 2011 - 11:09 Uhr

Hallo,
bin neu hier im Forum und will mich mal kurz vorstellen. Ich bin fast 18, trainiere jetzt seit nem halben Jahr jeden zweiten Tag im Studio (Krafttraining) und mach auch 1-2 mal die Woche Ausdauer und ich war schon immer ein großer Fan von Martial Arts. Hab mir früher immer Ray Park Videos angesehen und mit meinem Bo-Stab versucht alles nachzumachen. Ich war außerdem mal in Judo, was aber schon mindestens 5 Jahre her ist und ich kann nichts mehr davon.

Jedenfalls hab ich mir gedacht, dass ich jetzt neben dem Krafttraining eine Kampfkunst lernen möchte, weil hier bei uns, gerade wenn man Abends weggeht und viel Alkohol konsumiert wird, fast immer ne Schlägerei ist und ich möchte mich ein bisschen wehren können.

Bei uns im Studio wird leider nur Karate, Qi Gong, T'ai Chi, Escrima, Aikido und Kickboxen angeboten.

Was mir hauptsächlich am wichtigsten wäre, ist Fallschule, wie man Schläge blockiert und ''Straßenkampf''.

Kraft + Ausdauer ist bei mir da und den Willen hab ich auch. Nur jetzt frag ich euch Experten, was wohl das beste für mich wäre?

Lg

#2 Goli

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Geschrieben 19 Juni 2011 - 13:17 Uhr

"Experte" bin ich nicht, aber bei Schlägereien, die in Deiner Nähe entstehen: weggehen wäre doch schon mal ein Anfang, oder? Es sei denn, Du WILLST Dich schlägern...?

Bearbeitet von Goli, 19 Juni 2011 - 13:22 Uhr.


#3 Homunculus

    Alter Hase

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Geschrieben 19 Juni 2011 - 13:17 Uhr

Beitrag anzeigenBrightKnight sagte am 19 Juni 2011 - 11:09 Uhr:

Kraft + Ausdauer ist bei mir da und den Willen hab ich auch. Nur jetzt frag ich euch Experten, was wohl das beste für mich wäre?

Lg
Schritt 1 wäre sicherlich, dich nicht regelmäßig in Umgebungen zu begeben wo "fast immer ne Schlägerei ist".
Wenn das tatsächlich der Fall ist, solltest du vllt. echt mal reflektieren mit wem du eigentlich immer wo unterwegs bist.

Da ich annehme, dass du schnell etwas lernen willst, wäre wohl Karate oder Kickboxen am "besten".
Wobei ich mich nicht wirklich wohl dabei fühle, jemandem vorzuschlagen, mit was er sich in Zukunft prügeln soll. :mellow:

Gibt es bei euch nur dieses eine Studio?

Katanas are awesome! They can cut through a tank! No, seriously! I read it on the internet!


#4 Mac

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Geschrieben 19 Juni 2011 - 13:31 Uhr

Hi BrightKnight,

Dir was zu empfehlen ist irrelevant.

Die erstmnal grob zu klärenden Fragen sind:

* was gibt es bei Dir in der Nähe
* alternativ: wie weit ist die maximale Entfernung, die Du zurücklegen kannst
* was darf es kosten
* passen die Leute zu Dir oder Du zu den Leuten, die XY trainieren.

Danach kann man weiter reden. Es bringt nichts, Dir Huschidoschi-Do zu empfehlen, wenn es nicht verfügbar ist.

Hier noch ergänzend ein guter Link zur Schulsuche.


Wie kommst Du interessehalber dazu, bei den von Dir genannten Stilen von "nur" zu sprechen?
Zumal sie Teilmengen dessen haben, was Du suchst?

Viele Grüße

Mac

Bearbeitet von Mac, 19 Juni 2011 - 13:32 Uhr.

Renne um Dein Leben, wenn ich lächele.

Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.

#5 soto-deshi

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Geschrieben 19 Juni 2011 - 13:39 Uhr

Hallo BrightKnight,

ich bin der Ansicht - Du gehst Die Sache falsch an.
Warum sollte es sinnvoll sein - sich mit anderen in einer Schlägerei zu messen?

Vor langer Zeit habe ich mit dem Kampfsport begonnen, um mich evt. verteidigen zu können. Dabei in verschiedene Kampfsportarten hineingeschuppert - einiges gelernt und auch viel " Meister " kennengelernt - die ihren Stil vorgestellt haben.
Zum Thema Selbstverteidigung die funktioniert - in all den Jahren meiner Beschäftigung mit den Kampfkünsten - nur wenig brauchbare Info erhalten. Das Üben von Techniken in einem Dojo oder Dojang, usw. ist zum Glück keine Erfahrung mit extremer körperlicher und mentaler Gewalt.

Willst Du Dich mit Selbstverteidigung beschäftigen - das bedeutet das Vermeiden von Gefahr - so lese - gibts günstig bei amzon -
-Selbstverteidigung die funktioniert, Andereas Häckel, pietsch-Verlag ( Vermeiden- Beschwichtigen- Aktiv werden )
-Sicherheit in der City, Marc Animal MacYoung, Kahnert Verlag,
Über die Kampfkünste das Büchlein von Goldman: Die Kunst zu siegen, ohne zu kämpfen.

Informiere Dich und vielleicht berichtest Du - wie Du Dich entschieden hast.

soto-deshi

#6 BrightKnight

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Geschrieben 19 Juni 2011 - 14:23 Uhr

Danke für die ganzen Antworten!

Ich glaube ihr habt da was falsch verstanden. Ich bin strenger Antialkoholiker und geh wegen meinen Kumpels hauptsächlich mit. Diese sind es, die sich in Schlägerein verwickeln. Ich hatte noch nie eine und hab es auch nicht vor. Nur für den Fall, wenn ich mal mit meiner Freundin weggehe und dann kommen besoffene, notgeile, die ihr irgendetwas antun wollen. Dann wäre eine Kanmpfsportart von Nutzen.

Mir gehts hauptsächlich um die Verteidigung. Aktiv agreifen will ich auf keinen Fall!

Außerdem gehts mir um den Spaß! Hab früher 2-3 Stunden täglich mit diesem Bo-Stab trainiert, ohne Trainer, nur durch Youtube-Videos. Es hat mir einfach total Spaß gemacht und jetzt würde ich das gerne in irgendeinem Kurs lernen, da Zuhause im Garten ein bisschen doof ist :D

#7 HAI

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Geschrieben 19 Juni 2011 - 17:39 Uhr

Moin,
Bright Knight,ein herzliches :hat: im Forum!

Zitat

Bei uns im Studio wird leider nur Karate,
Qi Gong, T'ai Chi, Escrima, Aikido und Kickboxen angeboten.
Hm,ehrlich gesagt,ich frage mich,warum willst du noch woanders hin?
Nach deiner Beschreibung hast du alles was du brauchst,um einigermßen
Verteidigungsfähig zu werden?
Fallschule wird im Aikido geboten,Schläge und Tritte bietet
das Karate allemal und Kickboxen sowieso!
Im Escrima hast du eine Waffenkampfart die auch sehr viel mit alltäglichen
Gegenständen arbeitet.

Andererseits schreibst Du...

Zitat

Außerdem gehts mir um den Spaß!
Ganz ehrlich? Nö!
Bei wirkungsvollem lernen von SV geht es um schmerzen,blaue Flecken,
das einstecken von Schlägen,das "kurz vorm abkotzen" sein
und darum den inneren Schweinehund zu bekämpfen,wenn nicht gar zu besiegen.
Da lernen von effektiven,wirkungsvollen SV Techniken,egal aus welcher KK/KS-Art,
hat nichts mit spass zu tun.
Darum ist auch der Sinn diverser SV Kurse fragwürdig.
Diese setzen ein weiteres,qualifiziertes Training unter Anleitung,
ebenfalls unabhängig der gewählten KK/KS-Art, voraus,
meine bescheidene Meinung.


gruss Hai
****
DE OPPRESSO LIBER Freiheit den Unterdrückten
Leitspruch der US Army Special Forces
****

#8 Mac

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Geschrieben 19 Juni 2011 - 17:56 Uhr

Kuckuck Hai,

that's the way it is.

Cheers

Mac :-)
Renne um Dein Leben, wenn ich lächele.

Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.

#9 KAJIHEI

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Geschrieben 19 Juni 2011 - 18:25 Uhr

Irgendwie ist es bei allen KK das Gleiche. Erstmal kräftigst verdroschen werden, dann den inneren
Schweinehund abmurksen. Hilfreich dabei üben bis man kurz im Kendo davor ist durch´s Mengane zu kübeln :lol: . Dann merkt man nicht so doll das man eigentlich schon jenseits von Gut und Böse gelandet ist.
Lang lebe die Eineindeutigkeit der Zweideutigkeit !

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#10 Terao

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Geschrieben 20 Juni 2011 - 08:47 Uhr

Zitat

Erstmal kräftigst verdroschen werden, dann den inneren
Schweinehund abmurksen. Hilfreich dabei üben bis man kurz im Kendo davor ist durch´s Mengane zu kübeln :lol: . Dann merkt man nicht so doll das man eigentlich schon jenseits von Gut und Böse gelandet ist.
Komm, gib`s zu, KAJIHEI: Irgendwie macht das doch schon Spaß :devil:

Ernsthaft, Leute: Ich glaube, manchmal sind wir gegenüber Neulingen ein wenig überkritisch. Würde mich überhaupt nicht wundern, wenn die Gründe, mit KKs zu beginnen, die unser Threadersteller hier anführt (ein bißchen Faszination für "Martial Arts", ein bißchen Spaß an den Bewegungen und ein bißchen Angst vor Gewalt "auf der Straße"), für viele oder sogar eine Mehrheit der hier so lebensweise klingenden Leute ebenfalls die Gründe waren, überhaupt mal mit KK anzufangen. Vieles andere entdeckt man dann halt mit der Zeit (zum Beispiel, wie toll man sich fühlt, wenn man sich mal wieder so richtig geschunden hat ;) ).

Also, @Threadersteller: Lass das Stockschwingen im Garten, schau Dich um, fang das an, was Dir gefällt. Für jeden Geschmack ist was dabei. Sollte es Dir mal "auf der Straße" helfen, fein. Wenn nicht, hattest Du zumindest bis dahin viel Spaß...

ps., nochmal etwas konkreter: Fallschule lernt man überall da, wo viel geworfen wird. M.E.n. ungeschlagen in dieser Hinsicht: Judo, Sambo u.ä.
Sich vor Schlägen zu schützen lernt man überall da, wo geschlagen wird. Da gibts verschiedene Ansätze. Wichtig ist, dass die Schläge, die man abzuwehren übt, auch wirklich treffen sollen. Also Kontakt, am besten voll.
Straßenkampf ist nur ein Schlagwort, das zu Werbezwecken dient.

Bearbeitet von Terao, 20 Juni 2011 - 08:56 Uhr.


#11 Richard

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Geschrieben 20 Juni 2011 - 19:30 Uhr

Beitrag anzeigenBrightKnight sagte am 19 Juni 2011 - 11:09 Uhr:


Bei uns im Studio wird leider nur Karate, Qi Gong, T'ai Chi, Escrima, Aikido und Kickboxen angeboten.

Was mir hauptsächlich am wichtigsten wäre, ist Fallschule, wie man Schläge blockiert und ''Straßenkampf''.

Kraft + Ausdauer ist bei mir da und den Willen hab ich auch. Nur jetzt frag ich euch Experten, was wohl das beste für mich wäre?
Wenn du bei dem Angebot deines Studios bleiben willst: Kickboxen dürfte das sein, wo du am schnellsten lernst, dich zu schützen und zurückzuhauen, wenn mal die Fäuste fliegen. Vorausgesetzt, es handelt sich um echtes Kickboxen mit Sparring und allem und nicht Cardio-KB, Tae Bo oder ähnliche kastrierte Abkömmlinge.

Wenn du Fallschule willst, kuck dir Aikido an. Erwarte aber nicht, dass dich das irgendwie zeitnah auf einen Straßenkampf vorbereitet.

#12 Kratos

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Geschrieben 08 Juli 2011 - 13:41 Uhr

Aus eigener Lebens Erfahrung in Schlägereien kann ich dier nur Sagen das Karate nichts aber auch gar nichts gebracht hat obwohl ich anfangs gerne trainiert habe. Also beschloss ich etwas anderes zu machen und das war Krav Maga und es hat mich überzeugt und konnte mich schon nach wenigen Wochen effektiver währen. Ich bin ziemlich sauer wozu ich mein Geld zeit und mühe in Karate investiert habe wenn es mir doch nur um die Selbstverteidigung geht. Das wichtigste ist aber erst gar nicht in so eine Situation kommen nicht da sein ist da das Wort.

Gruß Kratos

#13 Lars

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Geschrieben 10 Juli 2011 - 09:56 Uhr

Wenn Du nur Auswahl zwischen den genannten hast, würde ich Dir Kickboxen empfehlen. Ansonsten wäre als direkte SV Krav Maga empfehlenswert, wobei das auch vom Verband abhängig ist (erste Wahl entweder IKMF, Krav Maga Global oder Krav Maga Maor).

#14 Jonnyausderecke

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Geschrieben 26 August 2011 - 20:26 Uhr

Hi,

ich rate Dir allgemein von Krav Maga ab. Habe das System bei 2 Verbänden über 5 Jahre erlernt...und kann dazu nur sagen, dass es sicherlich gute Ansätze gibt, aber die Techniken sind einfach ZU SIMPEL und unrealistisch. Es wird damit geworben,dass man sich gegen Menschen die einem körperlich überlegen sind, z.B. Mann gegen Frau, wehren kann. Das ist nicht so. Es gibt sogenannte Befreiungstechniken aus Würgern,bei denen sogar starke Männer nicht mehr raus kommen, wenn der Griff erst mal sitzt...im KM soll es ohne Probleme klappen. Jeder der mal in einem RICHTIG ANGESETZTEN Würger war (egal welche Situation), weiß dass da nicht mehr viel zu holen ist. Die Waffenabwehr ist erschreckend schlecht,Boden unausreichend. Da ich auch Erfahrung auf der Straße gesammelt habe, kann ich als Fazit sagen: Gegen einen schlechten Kämpfer hast ne Chance mit Krav Maga, gegen einen TOTAL besoffenen auch (je nach Zustand). Aber gegen jemand, der weiß´wie man sich schlägt, Straßenschläger usw., oder gegen einen Kampfsportler geht ihr damit definitiv baden...Frauen sowieso!!!!

Mein Tip an Dich: Such Dir einen guten WT-Verband, oder geh ins MMA...da wirst Du am meisten lernen!!!
PS: Ich hab mich selbst davon überzeugen lassen

Hoff ich konnte Dir helfen

Bearbeitet von Jonnyausderecke, 26 August 2011 - 20:33 Uhr.


#15 Luggage

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Geschrieben 26 August 2011 - 22:21 Uhr

"When it comes to selfdefense, most people would be better off, with lifting weights and hitting the heavy bag" - Carl Cestari.

Es gibt auf der Straße keine Garantien, du kannst nur deine Chancen verbessern. Wenn schnell gehen soll, halte dich an den Satz oben. Wenn du Zeit hast, mach was die Spass macht, sei mit Motivation vorallem lange dabei, der Rest kommt von selbst.

#16 Carsten San

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Geschrieben 27 August 2011 - 14:19 Uhr

Wenn man da überhaupt eine Empfehlung aussprechen könnte:
Ich denk mir immer, dass man das am besten von denen lernen kann, die in diesem Bereich Erfahrung haben.
Sicher verbessert man mit jeder Kampfkunst seine Chancen ein wenig, wie es mein Vorschreiber ja schon einwarf.
Aber ich denke, wenn es um konkrete Vorgehensweisen geht, sind die Lehrer im Vorteil, die auch Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln konnten/mussten. Entweder weil sie im Sicherheitsdienst tätig sind, oder weil sie resozialisierte Schläger sind, solls ja auch geben. Wobei ihre Erfahrung wahrscheinlich auch nur in Grenzen weiterhilft, schließlich haben sie diese ja auch nur aus ihrer Perspektive, mit ihrem Körper und mit ihren Anlagen.
Ab und zu trainieren wir bei uns im Dojo spaßeshalber auch ein paar SV-Varianten. Da fällt immer recht fix auf, dass Dinge, die beim einen super klappen, beim anderen meist in die Hose gehen.
Neben dem technischen Aspekt spielt der Mentale ja auch noch eine große Rolle. Sprich: Innerhalb von einem kurzen Augenblich die Bereitschaft aufzubauen, aufs Ganze zu gehen. Bei manchen Leuten gestaltet sich dies noch schwieriger als die technische Schule. Denn der Schläger beherrscht dies in Perfektion.

#17 Luggage

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Geschrieben 27 August 2011 - 16:19 Uhr

Beitrag anzeigenCarsten San sagte am 27 August 2011 - 14:19 Uhr:

Aber ich denke, wenn es um konkrete Vorgehensweisen geht, sind die Lehrer im Vorteil, die auch Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln konnten/mussten. Entweder weil sie im Sicherheitsdienst tätig sind, oder weil sie resozialisierte Schläger sind, solls ja auch geben. Wobei ihre Erfahrung wahrscheinlich auch nur in Grenzen weiterhilft, schließlich haben sie diese ja auch nur aus ihrer Perspektive, mit ihrem Körper und mit ihren Anlagen.
SiDi (Polizei, Militär) stellt aber eine andere Perspektive als zivile SV dar. Sicher gibt es Überschneidungen, aber das Setting ist ein ganz anderes, eine Übertragung scheitert daran wohl weitestgehend. Ansonsten ist Erfahrung sicher eine feine Sache, aber zumindest theoretisch sollte ein dicht tradiertes System authentisch gelehrt die Erfahrung vieler Generationen in hunderten entsprechender Auseinandersetzungen beinhalten. Natürlich ist es schwierig, authentisches Zeug zu finden. Außerdem muss man schauen - soweit es überhaupt möglich ist - was Zielsetzung und Zielsetting des jeweiligen Systems ist, bzw. war. Denn nicht jedes System ist für Umstände geschaffen worden, die der heutigen SV-Situation entsprechen.

Zitat

Neben dem technischen Aspekt spielt der Mentale ja auch noch eine große Rolle. Sprich: Innerhalb von einem kurzen Augenblich die Bereitschaft aufzubauen, aufs Ganze zu gehen. Bei manchen Leuten gestaltet sich dies noch schwieriger als die technische Schule. Denn der Schläger beherrscht dies in Perfektion.
Die Psyche spielt nicht nur eine große Rolle, sie ist Ausschlusskriterium: Wer psychisch einbricht, kann nicht kämpfen, gleich wie groß seine Fähigkeiten darin auch sein mögen. Allerdings läßt sich dieses Moment schwer trainieren, und obs geklappt hat, weiß man meist erst, wenns schon zu spät ist. Schläger, bzw. Angreifer sind aber imho keineswegs hier stets in der besseren Position. SV ist sehr vielgestaltig, bedeutet nicht nur den Profikiller aus der Nachbarschaft am Hals zu haben. Halbstarke lassen sich schonmal einschüchtern, wenn sie auf Gegendruck stoßen. Manchmal mag auch nur ein betrunkener Kumpel renitent werden. Man braucht also nicht gleich glauben, man brauche auch erst garnicht trainieren, weil man ja nur auf mentale Stahlbolzen treffen könne.

Imho sieht die Hierarchie der Attribute, die auf der Straße zwischen Sieg und Niederlage entscheiden wie folgt aus:
1.) Psyche
2.) Athletik/Physis
3.) Taktik (Suckerpunch schlägt ausgefeilte Techniken)
4.) Technik

Daran sieht man auch, dass intensives Training von abgefahrenen KK-Techniken in Bezug auf reine SV ziemlich daneben ist, zumindest erstmal. Stimmen die ersten beiden Punkte nicht, kann einem auch der Rest kaum den Hintern retten. Bei der Psyche kann man wenig machen, bzw. die Bedürfnisse sind zu vielgestaltig, um pauschale Tipps geben zu können. Aber Athletik und Physis und simple Techniken kann man schnell und gut trainieren. Deswegen der Tipp: Geh Boxen und heb Gewichte (sprich sorg für eine gute Physis), dann ist schonmal ne Menge getan. Wenns dann wirklich mal hart auf hart kommt, kann man eh immer nur seine Haut so teuer wie möglich verkaufen, Garantien gibts keine.

#18 Holgi77

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Geschrieben 27 August 2011 - 17:54 Uhr

Egal für welchen Stil du dich entscheidest solltest du folgendes bedenken:

Um wirklich effektiv auf physische Bedrohungen reagieren zu können braucht es Training,Training,Training (Ich rede hier nicht von einem halben Jahr sondern Jahrzehnten!), einen auf SV ausgelegten Trainer und vor allem ein Herz das bereit ist Entscheidungen zu treffen/ Konsequenzen zu tragen.

Stildiskussionen gibt es zuhauf und wird es immer geben.

Ich sage das moderne Stile wie Krav Maga nur SYSTEME sind!
Alte Künste wie Karate Do sind eine EINSTELLUNG, ein WEG, und dieser lehrt dich vielleicht eher garnicht erst in bedrohende Situationen zu kommen!

"Erkenne dich selbst, dann den anderen."
“Der Krieg schärft in uns die Sinne, schult unseren Verstand, vervollkommnet unsere körperliche Konstitution und bringt dem Mann dazu,

sich von jetzt auf gleich als Mann mit dem Manne zu messen."”

Ralph Waldo Emerson

#19 Lars

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Geschrieben 27 August 2011 - 18:28 Uhr

Beitrag anzeigenJonnyausderecke sagte am 26 August 2011 - 20:26 Uhr:

ich rate Dir allgemein von Krav Maga ab. Habe das System bei 2 Verbänden über 5 Jahre erlernt...und kann dazu nur sagen, dass es sicherlich gute Ansätze gibt, aber die Techniken sind einfach ZU SIMPEL und unrealistisch.

Unrealistisch? Was waren denn das für Verbände? Ich habe ja auch schon den einen oder anderen Verband von innen kennengelernt, aber "unrealistisch" würde ich bei keinem Verband das Training nennen.

Zitat

Es wird damit geworben,dass man sich gegen Menschen die einem körperlich überlegen sind, z.B. Mann gegen Frau, wehren kann. Das ist nicht so.


Warum verwenden sie das System dann in Israel, um Rekruten auszubilden, wenn es für Frauen ungeeignet ist ?

Zitat

Mein Tip an Dich: Such Dir einen guten WT-Verband

:todlach: :respekt:

#20 Terao

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Geschrieben 27 August 2011 - 19:01 Uhr

Was mir viel mehr zu denken gibt: Wie kann denn eine Technik (zumal für SV) ZU simpel sein? Je simpler, je besser. Umso mehr Trainingszeit hat man übrig (und da kommt dann auch der Realismus ins Spiel), um die Technik zu perfektionieren, zu üben, sie gegen einen beweglichen GEGNER (möglicherweise gar noch unter Druck) im richtigen Moment zu nutzen, und die Attribute zu schulen, ohne die auch die tollste Technik nutzlos bleibt. Das ist auch mit "simplen" Techniken schon kompliziert genug...

Bearbeitet von Terao, 27 August 2011 - 19:04 Uhr.