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Formenschule Poomsae


23 Antworten in diesem Thema

#1 soto-deshi

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Geschrieben 10 Juli 2011 - 18:03 Uhr

Hallo,

der Taekwondoin Gerd Gatzweiler,7.Dan, erläutert in seinem Buch: Handbuch des Taekwondo die Geschichte unser Kampfsportart und weist dabei auf die großen Schulen
Chungdo Kwan, Songmoo Kwan, Jido-Kwan, Changmoo-Kwan, Moodu- Kwan hin. Von denen viele Schüler des Taekwondo nie etwas gehört haben.

Auch stellt er ausführlich den Einfluß des Karate aus Okinawa und Japan dar - dessen Einflüsse auf das Taekwondo unbestritten sind.

Auch die Formenschule des WTF -Verbandes die Poomsa werden vorgestellt und der Sinn dieser Übungen." Der Hauptzweck für das ständige Wiederholen und Üben von Formen besteht darin, die Atmung mit den Techikausführungen zu synchronisieren. Zudem werden Körperschwerpunkt und Gleichgewicht auch bei Techniken mit großer Geschwindigkeit kontrolliert."

In der Karate-Abteilung zerbrechen sich viele " Schwarzgurte " den Kopf darüber, wie aus den Formen - geheime Techniken abgeleitet werden könnnen oder von Meister aus Okinawa entschlüsselt werden.
Dort wird Bunkai - die geheimen Techniken im Karate - vorgestellt und auch auf Lehrgängen geübt.

Haben die Taekwondin da eine andere Einstellung zu den Formen? Halten sie es, wie es der Karate-Meister Albrecht Plüger in einem Artikel erläutert:
" In der Kata steckt gar nichts drain was man entschlüsseln und so aus der Kata heraus holen könnte."

Was ist die Ansicht der Taekwondin zur Formenschule ?

#2 Charon

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Geschrieben 11 Juli 2011 - 15:13 Uhr

Zitat

der Taekwondoin Gerd Gatzweiler,7.Dan, erläutert in seinem Buch: Handbuch des Taekwondo die Geschichte unser Kampfsportart und weist dabei auf die großen Schulen
Chungdo Kwan, Songmoo Kwan, Jido-Kwan, Changmoo-Kwan, Moodu- Kwan hin. Von denen viele Schüler des Taekwondo nie etwas gehört haben.


Hmm nun ja zumindest als Danträger sollte man diese Schulen doch kennen (War zuminest damals bei meiner 1. DAN Prüfung eine Frage aus dem Theoriebereich)


Meiner Meinung nach sind die Punkte Koordination Atmung und Technikausführung sowie Schwerpunkt, Gleichgewicht sicherlich wichtige Punkte beim Poomselauf (sind ja auch Punkte bei der Bewertung einer Form wenn sie "Wettkampfmässig" gelaufen wird). Dazu kommen aber auch noch paar andere Dinge...

"Geheim" sehe ich in den Techniken selber nichts jedoch wird - leider auch von manchen Danträgern - der Sinn der einzelnen Techniken oft nicht erfasst oder es wird nicht beachtet. Die Form und Bewegungen einfach machen oder zu verstehen sind zwei Paar Schuhe. Außerdem sind die Techniken ja auch für die jeweilige Form ausgewählt worden (siehe "Bedeutung" der jeweiligen Form die jedoch eigentlich nicht geheim ist und eigentlich jeder zumindest bis zur aktuellen Pflichtform seiner Graduierung kennen sollte).
Weiters sollte man die "Bedeutung" der Form auch an Hand der Ausführung erkennen können (also wenn einer Taeguk 1-8 mit dem gleichen Rhytmus und Dynamik ausführt stimmt etwas nicht)

Die Taeguk Formen sind ja erst relativ spät entstanden und haben ja auch zu einer Vereinheitlichung geführt, leider wird der Sinn einer Technik durch die neuen "Normtechnikausführungen" manchmal ad absurdum geführt. - ist aber nur für Wettkampfformenläufer interessant aber da bleibt wohl keine andere Wahl als sich nach der Normtechnik zu richten

Auch wenn die Bücher schon etwas veraltet sind (und teilweise vergriffen) kann ich dazu Taekwondo Perfekt 1-4 empfehlen, wo man zuminest einige Anwendungsbeispiele zu den jeweiligen Techniken sehen kann.
"Je kürzer der Kampf desto besser - der kürzeste Kampf ist der der nicht stattfinden muss" (Großmeister Lee,TKD)
"Wenn Du sechsmal geworfen wirst, stehe siebenmal wieder auf!" (GM Ichiro Abe, Judo)

#3 Mac

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Geschrieben 11 Juli 2011 - 15:35 Uhr

Hi Charon & alle,

die Prüfungsanforderungen sind von Verband zu Verband unterschiedlich.
Bei der deutschen DTU gibt es im Danbereich bei den Prüfungen z. B. keine Theoriefragen mehr.
Dieser Punkt wurde durch Lizenzen abgedeckt, die aber mit Theorie des TKD nichts zu tun hatten.

Die Perfekt Bücher fand ich früher auch toll, allerdings tat ich mich ab und ab schwer, die Technikfolgen so umsetzen zu wollen.
Oftmals passte die Distanz nicht, sofern man die Schritte mitgemacht hatte.

Viele Grüße ins Känguruland

Mac :-)
Renne um Dein Leben, wenn ich lächele.

Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.

#4 GastBluppBlupp_*

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Geschrieben 11 Juli 2011 - 15:42 Uhr

Die "fraglichen" Taekwondo perfekt Bücher werden seit Längerem im Jaguar-Verlag wieder verkauft. Allerdings sind bis dato noch nicht alle Exemplare verfügbar.

Meine private Meinung als Taekwondo-Sportler (für mich hat die Bezeichnung Sportler nichts abwertendes oder minder esoterisch-erkenntnisreiches)ist exakt die von Albrecht Pflüger.
Alles andere ist, gelinde gesagt, Hirnwichserei.

#5 Charon

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Geschrieben 11 Juli 2011 - 15:51 Uhr

ich weiss nur das Band 3-4 ewig nicht verfügbar waren und ich damals grad noch die restexemplare bekommen habe.


zum Thema: wahrscheinlich ist das "Geheime" der Teil den manche nicht verstanden haben die einfach nur die Bewegungen nachgemacht haben :)

Das mit den unterschiedlichen Prüfungsordnungen kann sein.. wie gesagt komme ja aus AT.. und DTU und OETDV sind ja auch zwei unterschiedliche Geschichten (Die Lizenzgeschichten gibts aber bei uns (leider) auch nur bei uns sind Theoriefragen trotzdem bei jedem Grad dabei (und bei den Lizenzen extra eine andere Theorie)
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#6 GastBluppBlupp_*

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Geschrieben 11 Juli 2011 - 16:06 Uhr

Zitat

zum Thema: wahrscheinlich ist das "Geheime" der Teil den manche nicht verstanden haben die einfach nur die Bewegungen nachgemacht haben
Ja, das sind immer diese platten Aussagen der Menschen, die seit 2 Jahren kampfsport betreiben, und noch immer in dem ultimativen Wunsch nach tiefsten Erkenntnissen über die menschlichen Seele sinnieren - natürlich in Verbindung mit den ganzen Kampfsportarten.
Vielleicht wäre es besser sich einfach einem diplomierten Psychologen in die Hand zu geben.

Mir fällt dazu eine Geschichte eines Sufi-Meisters ein:
Ein weiser Sufi-Meister wandert durch das Land und trifft auf einen Dämon. Er fragt: "Du Scheußal und Peiniger der Menschheit, warum sitzt Du nur so herum und stiftest keinen Unfrieden unter den Menschen?"
Der Dämon antwortet: "weiser Mann, seit sich so viele selbsternannte weise Männer und Scharlertane auf dem Pfad umherwandeln, da habe ich nichts mehr zu tun."

;-)

Solche Menschen trifft man auch hier massenhaft. Es begegnen einem aber auchen Perlen, ich hoffe Du entdeckst sie ;-)

#7 Charon

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Geschrieben 11 Juli 2011 - 18:45 Uhr

hmm meinst du damit meine Aussage ? Weils irgendwie so wirkt wegen Zitat....

Bearbeitet von Charon, 11 Juli 2011 - 18:50 Uhr.

"Je kürzer der Kampf desto besser - der kürzeste Kampf ist der der nicht stattfinden muss" (Großmeister Lee,TKD)
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#8 Luggage

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Geschrieben 11 Juli 2011 - 19:44 Uhr

Beitrag anzeigenBluppBlupp sagte am 11 Juli 2011 - 15:42 Uhr:

Meine private Meinung als Taekwondo-Sportler (für mich hat die Bezeichnung Sportler nichts abwertendes oder minder esoterisch-erkenntnisreiches)ist exakt die von Albrecht Pflüger.
Alles andere ist, gelinde gesagt, Hirnwichserei.
Sehe ich als ehemals Karate-, jetzt Vovinam-Sportler genauso. Mit Pflüger habe ich da auch eine alles andere als leichtgewichtigen Fürsprecher auf meiner Seite, aber dennoch muss ich mich dafür in den diversen Foren regelmäßig anfeinden lassen... Ich glaube viele ertragen es einfach nicht, dass Training nur Training sein könnte und es nicht unzählige neue geheime Tiefen darin zu entdecken gibt.

#9 Kenkon

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Geschrieben 12 Juli 2011 - 15:09 Uhr

Beitrag anzeigenLuggage sagte am 11 Juli 2011 - 19:44 Uhr:

Beitrag anzeigenBluppBlupp sagte am 11 Juli 2011 - 15:42 Uhr:

Meine private Meinung als Taekwondo-Sportler (für mich hat die Bezeichnung Sportler nichts abwertendes oder minder esoterisch-erkenntnisreiches)ist exakt die von Albrecht Pflüger.
Alles andere ist, gelinde gesagt, Hirnwichserei.
Sehe ich als ehemals Karate-, jetzt Vovinam-Sportler genauso. Mit Pflüger habe ich da auch eine alles andere als leichtgewichtigen Fürsprecher auf meiner Seite, aber dennoch muss ich mich dafür in den diversen Foren regelmäßig anfeinden lassen... Ich glaube viele ertragen es einfach nicht, dass Training nur Training sein könnte und es nicht unzählige neue geheime Tiefen darin zu entdecken gibt.

Pflüger war nur stinkig auf die Leute, die ihr eigenes Bunkai basteln.

Für Karate gilt, wir haben es schon nicht kapiert.
TKD Formen sind also nur zusammengestoppelte Kopien von vorher schon unverstandenem.
Was soll da schon an Sinn übrigbleiben ?

(Okinawa-) Kata hat sinnige Anwendungen, wo auch immer die herkommen.
Verlangsamt aber immer den Weg in den realen Kampf.
Soll also letztlich davon weg zu einem selber führen.

Insofern ist Poomse die bessere Kata.

WTFTKD das bessere Karate.

Und Taebo das bessere WTFTKD.


Katakenkon


P.S. : Wenn wir akzeptieren könnten, das Training nur Training ist, würden wir es nicht in Schlafanzügen machen.

Bearbeitet von Kenkon, 12 Juli 2011 - 15:11 Uhr.

Mal verliert man, mal gewinnt der Andere.

#10 Charon

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Geschrieben 13 Juli 2011 - 07:50 Uhr

Zitat

WTFTKD das bessere Karate.

Und Taebo das bessere WTFTKD.


Hmm da ich mal davon ausgehe das das sarkastisch gemeint ist..

Taebo hat nix mit Taekwondo zu tun und auch nix mit Kampfsport

Karate ist Karate und TKD ist TKD

Ich würde nie sagen das Kampfkunst/sport X bessser ist als Y (Mit ganz ganz wenigen Ausnahmen die aber eher unter Scharlatanerie fallen) Dann sind wir wieder mal auf dem Niveau al la Kung Fu Film "Hoho ! mein Schlangenstil ist besser als deine Adlerklaue)

Obwohl Taekwondo der Sport ist den ich am längsten betreibe habe ich keine Scheu davor auch anderes zu erlernen (in meinem Fall zB Judo und Jiu Jitsu) aber auch Karate ist eine gute Kampfsportart (Habe genug Trainerkollegen und Freude die Karate betreiben und auch Vertreter anderer Stile die ich als enge Freunde betrachte)

Jetzt da global zu sagen dass die Formen "zusammengestoppelt und immer schon unverstanden" waren ist meiner Meinung nach vielleicht unangebracht. Unbestritten ist jedoch das oft aktuell nicht oder nur auf das "notwendigste" die Formen gemacht werden und gerade in "Wettkampforientierten" Dojangs gerne vernachlässigt werden

Die Formen (rede jetzt mal von Taeguks) sind spät entstanden - JA stimmt keine Frage- dass die Techniken keinen Sinn machen - sorry nein (gebe auch gerne zu dass die Taeguks vielleicht optisch nicht so schön aussschauen wie Karate Katas bzw. anspruchsvoll sind)
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#11 Metal_Markus

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Geschrieben 13 Juli 2011 - 08:48 Uhr

Beitrag anzeigenCharon sagte am 13 Juli 2011 - 07:50 Uhr:

Karate ist Karate und TKD ist TKD


Naja, da TKD ja aus dem Karate entstanden ist kann man schon sagen, dass TKD das weiterentwickelte Karate ist. ;)

Für mich ist's auch das 'bessere' Karate da mir TKD einfach besser gefällt. Und innerhalb der TKD Stile gefällt mir auch das WTF Taekwondo am besten. Aber das ist ja alles persönliche Meinung und persönlicher Geschmack.

In Bezug auf Taeguk/Yudanja Poomse, Hyong und Kata kann ich nicht viel sagen. Hyongs bin ich seit Ewigkeiten nicht mehr gelaufen und die haben wir auch nur als Ergänzung neben den Poomse gelaufen. Prüfungsrelevant waren nur die Taeguk Poomse.

Ich erinnere mich jedoch noch, dass die Hyongs mir damals anspruchsvoller erschienen.

Trotzdem bauen auch hier die Poomse auf den Karate Katas auf und stellen somit eine Weiterentwicklung dar. Die Ähnlichkeit von Hyongs und Karate Katas ist stärker als. Ich war teilweise richtig überrascht als ich mir mal ein paar YouTube Videos dazu angeschaut habe.

#12 Mac

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Geschrieben 13 Juli 2011 - 09:04 Uhr

Hi Markus,

Zitat

dass TKD das weiterentwickelte Karate ist. ;)


Zitat

Trotzdem bauen auch hier die Poomse auf den Karate Katas auf und stellen somit eine Weiterentwicklung dar

Sorry, aber von Weiterentwicklung würde ich nie sprechen wollen.
Es wurde geklaut, umgestrickt, adaptiert, umbenannt, improvisiert aber imho nicht verbessert.

Es wurde schlicht alter Wein in neue Schläuche gefüllt.
Und das sage ich absolut wertfrei.

Viele Grüße

Mac :-)
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#13 Metal_Markus

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Geschrieben 13 Juli 2011 - 17:10 Uhr

Beitrag anzeigenMac sagte am 13 Juli 2011 - 09:04 Uhr:

Hi Markus,

Zitat

dass TKD das weiterentwickelte Karate ist. ;)


Zitat

Trotzdem bauen auch hier die Poomse auf den Karate Katas auf und stellen somit eine Weiterentwicklung dar

Sorry, aber von Weiterentwicklung würde ich nie sprechen wollen.
Es wurde geklaut, umgestrickt, adaptiert, umbenannt, improvisiert aber imho nicht verbessert.

Es wurde schlicht alter Wein in neue Schläuche gefüllt.
Und das sage ich absolut wertfrei.

Viele Grüße

Mac :-)


Eine Weiterentwicklung muss ja nicht zwingend positiv sein. ;-)

In Bezug auf Poomse würde ich unter 'Weiterentwicklung' unter anderem eine Vereinfachung verstehen.

Dass die Herkunft des TKF verschwiegen wird ist natürlich nicht so toll, aber mir persönlich gefällt TKD (egal ob WTF, IFT oder 'traditionell') einfach besser als Karate. Und das in allen Punkten. Ok, da ich nur von Videos ausgehen kann, habe ich evtl. ein falsches oder zu eingeschränktes Bild vom Karate. So ähnlich wie's vielen geht die sich ihre Meinung über TKD anhand von Videos bilden. ;-)

Wir können uns aber sicher auf ein "TKD hat sich aus dem Karate entwickelt" und "Poomse haben sich aus den Karate Katas entwickelt" einigen, oder? Ob diese Entwicklung positiv oder negativ war/ist ist dann wieder eine andere Frage und beruht sicherlich auf persönlichen Präferenzen.

Aber die Technikausführung des modernen Dollyo-Chagi zum Beispiel gefällt mir im Vergleich zum Mawashi Geri besser und zeigt meiner Meinung nach eine positive Weiterentwicklung.

#14 soto-deshi

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Geschrieben 14 Juli 2011 - 13:28 Uhr

Hallo lieber Mac,

ich stimme in einigen Punkten mit Dir überein - andere möchte ich aber so sehen:

Natürlich muß ich dabei zugeben, daß ich dies - nicht durch eigenes Wissen oder Erfahrung habe - sondern mich auf Bücher beziehen muß.

Die geschichtliche Entwicklung des Karate auf Okinawa,aus dem Buch von Helmut Kogel, Kata Bunkai, die geheimen Techniken im Karate, meyer&meyer Verlag.
Die Kampfkunst auf Okinawa wurde durch Chinesen, die auf Okinawa im Auftrag der chinesischen Regierung siedelten beeinflußt. Es gibt viele verschiedene Stile, z.B. Toudi, die Chinahand, Shuri Te,Tomari Te, Naha Te, usw.
Okinawa Te gelangte auf die Hauptinsel Japan um 1929 - dort wurde diese Kampfkunst von verschiedenen Meistern aus Okinawa unterrichte.

In Japan wurde diese Kampfkunst = China Hand später in Karate ( Leere Hand) umbenannt.
Die Verwandtschaft von Taekwondo und Karate als Budokünste ( Kriegskünste ) ist unbestritten. ( Hinweis: Handbuch des Taekwondo, Gerd Gatzweiler, meyer&meyer Verlag)
wobei das Taekwondo ( durch ihre Gründerväter) beinahe alle Schüler von Gichin Funakoshi - Shototkan-Karate- viele Elemente dieses Karate-Stiles hatten.

Die ITF unter General Choi Hong Hi gründete mit Unterstüzung einiger Experten die erste koranische Formenschule, Hyong, später durch die WTF die Formenschule Poomsae.

So wurde das Karate auf Okinawa- von den chinesischen Kampfünsten beeinflußt, das Taekwondo von Karate und chinesischen Kampfünsten,
man könnte auch frech sagen, Wu Shu ( Kampfkunst aus China), Karate aus Okinawa = verändert in Japan, Taekwondo = Karate aus Japan verändert und angepaßt in Korea.

Die Formen des Karate, die Kata`s wurden auf Okinawa geschaffen und von chinesischen Meistern beeinflußt - nach der Lektüre des Buches von Helmut Kogel, sehe ich diese Kata-Bewegungen aus einem anderen Blickwinkel - die ich aber nur unter dem Blickwinkel des Akupunktursystems - als Kampftechniken entschlüsseln kann.

Daher sind mir die Gedanken von Gerd Gatzweiler- verständlicher - der Hauptzweck für das ständige Wiederholen und Üben von Formen besteht darin, die Atmung mit den Technikausführungen zu synchronisieren.
Auch die Anhänger des Karate - haben da ihre Zweifel an den geheimen Techniken im Karate.

Aus diesem Grund, ist meine persönliche Ansicht, sollte man sich eine Kampfkunst aussuchen, die einem Spaß macht und vieleicht auch körperlich fordert.

soto-deshi

Bearbeitet von soto-deshi, 14 Juli 2011 - 13:31 Uhr.


#15 Mac

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Geschrieben 14 Juli 2011 - 13:58 Uhr

Hi soto-deshi,

das Buch von Gerd kenne ich noch nicht und gesprochen habe ich ewig nicht mehr mit ihm.
Ich werde es mir einmal besorgen und die von Dir genannten Pukte nachlesen und ggf. in der beschriebenen Form ausprobieren.

Solange kann ich inhaltlich darauf nicht eingehen.

Winke

Mac :-)
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#16 Kenkon

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Geschrieben 14 Juli 2011 - 21:37 Uhr

Ich lese auch gern Bücher.

Nebenher hatte ich die lustige Idee, in 30 Jahren auch mal ein paar Karatestile selber zu trainieren und zweimal TKD auszuprobieren.

Von dem Kyushozeug halte ich jetzt nicht so viel.
Okinawa Kata sind einfach kleine, in sich geschlossene Stile, wenn man so will.

Vor und zurück interpretiert sind sie eine Sammlung von sich ergänzenden Techniken, die Reaktionen des Gegners auf andere Techniken der Kata berücksichtigen.

Da aber z.B. die Anfangsbewegung der Kata Saifa ca. 10 verschiedene Techniken in sich trägt, die übrigens über die verschieden Karatestile recht ähnlichen Verschlüsslungsprinzipien oder Symbolisierungen folgen,
sieht man einfach nich, was das alles soll.

Und man fühlt es auch nicht automatisch.
Man kommt sogar auf die falsche Spur, wenn man nur das Anfängerbunkai der ( auch noch verfälschten ) Handgelenksbefreiung lernt und so nie den Genickbruchversuch "spürt", der den Schleuderwurfversuch im Mittelteil der Kata ergänzt, sollte der Gegner den Wurf auf eine bestimmte Weise sperren. Usw. usf. .

Alles mechanische Techniken, die durch Kyushos unterstützt werden können. Aber das klappt eher selten.

Wenn Chi Gong Einflüsse da sind , dann m.E. eher durch Haltung und Eigenstimmulation gedachte. Also ein ähnlicher Gesundheitsgedanke, wie im VHS Tai Chi.
Ja, Tai chi ist eine sehr ernstzunehmende KK. War nicht bös gemeint.

Poomse sind halt fast nur noch hauen und treten.
Und was eigenes, verglichen mit Hyongs und Tuls. Und Karate Kata.
Gebe ích gern zu.

Bearbeitet von Kenkon, 14 Juli 2011 - 21:41 Uhr.

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#17 soto-deshi

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Geschrieben 15 Juli 2011 - 08:57 Uhr

Hallo Kenkon,

ich habe mir Deinen Kampfsportlebenslauf angesehen - Du hast schon einiges ausprobiert.

Wie Du aus meinem Beitrag lesen konntest, beziehe ich mich öfters auf Bücher, da ich keinen Zweck darin sehe - nach Okinawa, Japan, Korea, China zu fliegen- um dort für einige Wochen einen Kampfsport besser lernen zu können (?)Dafür ist der Aufwand, für ein HObby einfach zu groß.
Wir haben in Deutschland viele gute Meister, die auch Lehrgänge anbieten und lernen kann ich einen Kampfsport doch nur allein - der Meister kann mir nur Hilfestellungen geben.


Zitat

Nebenher hatte ich die lustige Idee, in 30 Jahren auch mal ein paar Karatestile selber zu trainieren und zweimal TKD auszuprobieren.

Wie Du auch habe ich bisher einige verschiedene Kampfsportarten trainiert und auch Lehrgänge bei verschiedenen Meistern besucht. Aber Kampfsport ist nur ein Hobby von mir, der Beruf und die Familie- haben meine Entscheidungen beeinflußt, ob ich einen Lehrgang besuchen kann.

Zitat

Von dem Kyushozeug halte ich jetzt nicht so viel.
Okinawa Kata sind einfach kleine, in sich geschlossene Stile, wenn man so will.

Da ich mich mit Karate auch beschäftige, wollte ich mehr über den Kampfsport wissen - der aus Okinawa nach Japan und von dort nach Deutschland kam. Da fand ich das Buch von Hellmut Kogel, Kata Bunkai, meyer&meyer Veralag, doch sehr informativ. Viel über die Geschichte und Karate aus der Sicht der heutigen Okinawa Meister. Einfach ein gut aufgebautes Buch mit Fotos einiger Karate-Meister und auch gute Hinweise zu den Grundtechniken, der Aukupuktur. usw.

Die Formenschule der Karate-Kata und auch die Formenschule Poomsae - was könnte eine Bewegungen bedeuten.... usw.

Da halte ich mich lieber an die Worte von Gerd Gatzweiler, Taekwondo , Konstantin Gil, Taekwondo oder Albrecht Pflüger Karate Shotokan

" In den Katas steckt gar nicht drin was man entschlüsseln und so aus der Kata herausholen könnte! " Alberecht Pflüger

Noch einen schönen Tag...soto-deshi


PS. im Taekwondo- forum - ist der Umgang miteinander doch am höflichsten.

Bearbeitet von soto-deshi, 15 Juli 2011 - 08:59 Uhr.


#18 Kenkon

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Geschrieben 15 Juli 2011 - 21:30 Uhr

Beitrag anzeigensoto-deshi sagte am 15 Juli 2011 - 08:57 Uhr:

Hallo Kenkon,

Zitat

Von dem Kyushozeug halte ich jetzt nicht so viel.
Okinawa Kata sind einfach kleine, in sich geschlossene Stile, wenn man so will.

Da ich mich mit Karate auch beschäftige, wollte ich mehr über den Kampfsport wissen - der aus Okinawa nach Japan und von dort nach Deutschland kam. Da fand ich das Buch von Hellmut Kogel, Kata Bunkai, meyer&meyer Veralag, doch sehr informativ. Viel über die Geschichte und Karate aus der Sicht der heutigen Okinawa Meister. Einfach ein gut aufgebautes Buch mit Fotos einiger Karate-Meister und auch gute Hinweise zu den Grundtechniken, der Aukupuktur. usw.

Die Formenschule der Karate-Kata und auch die Formenschule Poomsae - was könnte eine Bewegungen bedeuten.... usw.

Da halte ich mich lieber an die Worte von Gerd Gatzweiler, Taekwondo , Konstantin Gil, Taekwondo oder Albrecht Pflüger Karate Shotokan

" In den Katas steckt gar nicht drin was man entschlüsseln und so aus der Kata herausholen könnte! " Alberecht Pflüger

Noch einen schönen Tag...soto-deshi


PS. im Taekwondo- forum - ist der Umgang miteinander doch am höflichsten.

Mir ist das Buch etwas zu unstrukturiert.

Pflüger ist Urgestein. Hat sein eigenes Bunkai aus anderen KKs sinnig ergänzt.
Wird aber heutzutage von Leuten die orginäreres Bunkai kennen, überrundet.
Stinkt ihm natürlich, also greift er Eklektiker und Selbsterfinder an.

Die Kata des Shotokanstils sind verstümmelt und viel zu viel.
Hab ich auch Jahre lang trainiert.

Sammler wie Ian Abernethy oder der BSK schwelgen auch etwas zu sehr in Begeisterung und Oberflächlichkeit, weil sie so viel zusammentragen, sind aber m.E. ernster zu nehmen als Kata-Bunkai Beurteiler, als ein überrundeter Urshotokaner oder TKD-Leute.

Es reicht oft in einer größeren Stadt zu wohnen und zu suchen, um einen Okinnawa - Stil oder Uchinadi oder Bunkai-Forscher ( auch unter Shotokanern ) Dojos zu entdecken.

Kinderlose Grüße
Kenkon
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#19 soto-deshi

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Geschrieben 26 Juli 2011 - 22:15 Uhr

Hallo Kenkon,

danke für Deine sachlichen Antworten.

Etwas zu Albrecht Pflüger, dessen Bericht : Bunkai - die Kata zum Leben erwecken - Karate DKV , Ausgabe 2/ 2011, mit der Behauptung;

"In den Katas steckt gar nichts drin was man entschlüsseln und so aus der Kata herau holen könnte!"

mich bewogen hat, diese Frage für die Poosae des Taekwondo - Stil - WTF zu stellen.


Pflüger schreibt aber auch, bereits im Jahre 1964 erhielt der Deutsche Karate Bund von der JKA drei große Rollen 16mm Tonfilm auf denen das ganze Programm der JKA ( Gymnastik, Grundtechniken, Partnerübungen und vor allem die Katas) dargestellt war.

Noch einen schönen Abend...soto-deshi

#20 Kenkon

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Geschrieben 28 Juli 2011 - 13:42 Uhr

Beitrag anzeigensoto-deshi sagte am 26 Juli 2011 - 22:15 Uhr:

Pflüger schreibt aber auch, bereits im Jahre 1964 erhielt der Deutsche Karate Bund von der JKA drei große Rollen 16mm Tonfilm auf denen das ganze Programm der JKA ( Gymnastik, Grundtechniken, Partnerübungen und vor allem die Katas) dargestellt war.

Noch einen schönen Abend...soto-deshi

Äh, ja.

du must Dir aber nicht vorstellen, die JKA hätte viel Ahnung von Bunkai gehabt.
Die haben eine Karatewettkampfform erfunden, um ihre Kampfkunst zu vermarkten.
Hat ja auch geklappt.

Bunkai lernst Du auf Okinawa und von den Festlandjapanern, die es da gelernt haben.
Und von allen möglichen Leuten, die sich die Mühe machen, es von Leuten zu lernen, die es da gelernt haben.
Da können jetzt auch einzelne JKAler zugehören.
Aber Bunkaimäßig waren das früher en gros Vollpfeifen.

Wie TKD : Haben die Form von jemand übernommen und neuen Inhalt kreiert.
Fertig war "Originaljapanisches" Karate.

Und die fleißigen Pflügers dieser Welt hams gefressen.
Meiner einer auch ne Weile.

Gruss Kenkon
Mal verliert man, mal gewinnt der Andere.