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Stellungen im TKD


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12 Antworten in diesem Thema

#1 Mac

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Geschrieben 30 Juli 2011 - 07:43 Uhr

Guten Morgen zusammen,

mal fernab von dem üblichen "binn isch mitt 12 zu alt unm zu mit Teakonnto zu beginnen" mal ein Fachthema.

...

Innerhalb der Formen finden sich die Stellungen

  • koa-sogi
  • hakdari-sogi
  • bom-sogi.
Wo liegen außerhalb der Formen Einsatzmöglichkeiten für diese exotischen Körperhaltungen?

Viele Grüße

Mac :-)
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Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.

#2 Metal_Markus

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Geschrieben 30 Juli 2011 - 09:50 Uhr

Beitrag anzeigenMac sagte am 30 Juli 2011 - 07:43 Uhr:


Innerhalb der Formen finden sich die Stellungen

  • koa-sogi
  • hakdari-sogi
  • bom-sogi.
Wo liegen außerhalb der Formen Einsatzmöglichkeiten für diese exotischen Körperhaltungen?

Viele Grüße

Mac :-)


Kann man meiner Meinung nach auch wunderbar im Einschrittkampf, beim Bahnenlaufen oder beim 4-Seitenschlag verwenden. Würde mich da eh freuen wenn mein Trainer da etwas kreativer wäre.

Ich habe übrigens früher auch noch Dwit Pal Sogi gelernt. Ähnelt der Bom-Sogi und ist quasi ein Dwit Gubi bei der man den vorderen Fuß zurückezogen hat und nur noch der Ballen den Boden berührt.


Kreativer 4-Seitenschlag könnte meiner Meinung nach zum Beispiel so aussehen:

(in der 'links herum' Variante)
- rechts zurück in Ap Gubi / links Bantangson An Makki / rechts Han Sonnal Dung Ölgul An Chigi
- mit dem rechten Bein vor in Dwit Gubi / rechts Me Jumok Naeryo Chigi
- vorderes rechtes Bein zurückziehen in Dwit Pal Sogi / links Palkup Dwit Chigi


(in der 'links herum' Variante)
- rechts zurück in Dwit Gubi / Kodoro Momtong Makki
- rechts Momtong oder Ölgul Yop Chagi
- rechten Fuß 'vorne' in Juchum Sogi absetzen / rechts Palkup Yop Chigi


(in der 'links herum' Variante)
- rechts zurück in Ap Sogi / links Momtong Han Sonnal Dung Bakkat Makki
- rechts vor in Bom Sogi / Momtong An Palmok Hechyo Makki
- mit dem rechten Fuß Momtong oder Ölgul Ap Chagi
- rechten Fuß vorsetzen in Ap Gubi / Momtong Baro Jirugi

#3 Mac

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Geschrieben 30 Juli 2011 - 10:51 Uhr

Hi Markus,

ich meinte weniger die Einbindung in taeryons der Einbindung weniger.
Sondern vielmehr den Nutzen der Stellung, den Vorteil den sie gegenüber einer anderen in einer Situation einnimmt. :-)

Viele Grüße

Mac :-)
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#4 Smoo

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Geschrieben 30 Juli 2011 - 10:52 Uhr

Anwendung des Dwit-Pal-Sogi in der Kampfpraxis ist bei Muay Thai Kämpfern häufig zu sehen.

Wird dann als "defensive" Kampfstrategie eingestuft in der man vorwiegend, mit dem vorderen Bein kickt und den Gegner auf Distanz hält.

FG
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#5 Mac

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Geschrieben 30 Juli 2011 - 10:57 Uhr

Hi Smoo,

mir geht es um die Stellungen im Eingangsposting. ;-)

Cheers

Mac :-)
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#6 Smoo

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Geschrieben 30 Juli 2011 - 11:56 Uhr

Hi,

ich bin da so der Interpretationsmensch.

Das hat sich so ergeben, weil in fast allen Taekwondovereinen, die ich kennen gelernt habe, die Stellungen als "gegeben" hingenommen haben und "linear" die Techniken aus den Formen mit ähnlichen Techniken weitergedacht wurden.
Als Beispiel: Wer in der Kackstelzenstellung den besten Kreuzblock ausgeführt hat, kam nicht mehr auf die Idee, dass man da vielleicht einen Tritt mit eingeleitet hat. Die Stellung war (fast) immer für diese Taekwondoin mit einer Technik zu Ende und somit gab es keinen Fluss mehr. Ich habe mir immer überlegt: Kampf ist dynamisch und muss flüssig sein. Dazu muss ich verstehen, warum ich so stehe und wozu ich das überhaupt tue. Manche Stellungen fürfen aufgrund ihrer "Einschränkung" nur überlegt und schnell eingenommen werden. Und das erklär ich auch so, wenn ich das "Kampfpraktisch" versuche umzusetzen. So werden die lustigsten Stellungen auf einmal erklärbar.

Ich glaube das klingt total arrogant aber, so gebe ich den Techniken wieder Sinn.

In leiser Hoffnung, dass ich die richtigen Stellungen gefunden habe... Habe andere Namen dafür gelernt ^^

koa-sogi
Eingefügtes Bild
Das ist eine Übergangsstellung, die einen Tritt einleitet, mit dem Bein, das "vorderkreuzt" wird. Das Bein, das auf dem Fußballen Kontakt zur Erde findet wird dabei schnell bewegt - geradezu nach vorne geschleudert. Der richtige Abstand muss dabei bedacht werden, weil wenn es zu weit nach vorne fliegt ist es schon fast besser gar keinen Kontakt mehr zu haben, und mit dem anderen Bein direkt durchzuziehen. Hierbei wird unter keinen Umständen mit Yop-Chagi getreten, sondern Dollyo- oder Paldum-Chagi.
Angenommen im Kampf bewegt man sich und "ersetzt" das vordere Bein durch das Hinterbein, sozusagen simultan mit dem Tritt. Dann kann man in identischer Weise wieder zurück "schwingen" und kommt blitzschnell in die Kampfdistanz und wieder heraus. Hierbei empfiehlt sich vorwiegend Paldum-Chagi aber auch (wenige) andere Techniken sind noch möglich mit samt Rückweg.
Wenn ich "geerdet" bleibe, dadurch dass ich vorne überkreuze, kann ich viel mehr Schwung in Dollyo oder Paldum legen (m.M.n. die einziegen sinnvollen Techniken hier), bin dadurch aber technisch und reichweiten mäßig stark eingeschränkt - komme nicht mehr zurück - sollte also nur Anwendung finden, wenn ich sicher bin, dass ich treffe.

Enormes Kraftpotenial wird so in die Technik gelegt.


hakdari-sogi
Eingefügtes Bild
Solche Stellungen werden ebenfalls nicht "eingemommen" sondern "übergangen". Es ist ein Blitzschneller Zwischenzustand vom Knieblock zum Seitwärtsfußtritt. Davon bin ich ganz fest überzeugt. Die Arme wurden in der Blockhaltung fehlinterpretiert - es ist eine "Schwunghaltung" um durch die Schwungbewegung der Arme zusätzlich Energie in den Tritt zu bringen. Deshalb zeigt der Fuß (noch) nicht nach hinten, weil die Drehung zum Tritt (noch) fehlt.

Wie eine Überraschungseianleitung. :D

Belegen kann ich das mit gar nichts - außer durch vormachen. Daher gebe ich mir die Mühe das so gut zu formulieren, wie ich kann.

bom-sogi
Eingefügtes Bild
Der Hauptstellungsfuß zeigt nach vorn, weil so mehr Stabilität gewehrleistet wird. Das Hauptstandbein ist geknickt, für die nächste Aktion "vorgespannt". Das ist eine Momentaufnahme. Dynamisch im Kampf wird das "vorsichtig" aussehen, wenn man sich auf diese Weise bewegt. Die Erklärung für das Technikrepertoire, ist die gleiche, wie beim Dwit-Pal-Sogi. Ich gehe davon aus, dass der Dwit-Pal-Sogi sich nur in der Grundhaltung der Kampfstrategie vom Bom-Sogi unterscheidet. Bei Bom-Sogi "lauert" man und beim Dwit-Pal-Sogi ist man vorbereitet.

Hoffe das konnte etwas beitragen :)

LG

Smoo

Bearbeitet von Smoo, 30 Juli 2011 - 11:56 Uhr.

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#7 Vagabund

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Geschrieben 30 Juli 2011 - 13:23 Uhr

Bravo, Smoo! :)
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#8 Smoo

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Geschrieben 31 Juli 2011 - 16:03 Uhr

Danke Bundus :)

---

Ich hätte mir aber auch Gegenwind erhofft. :D
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#9 Vagabund

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Geschrieben 31 Juli 2011 - 19:57 Uhr

Puuuuuust! ;)

Tja, es scheinen alle zu denken "dat kann isch nisch toppen" :D
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#10 big X

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Geschrieben 01 August 2011 - 10:40 Uhr

koa-sogi:
die stellung in der mensch entspannt am tresen lehnt und sich die wirtshausprügelei ansieht.

hakdari-sogi:
die stellung ist im bild von smoo falsch dargestellt. sie muss um 90° gedreht werden, dann liegt mensch auf dem boden (in der hand hält mensch dann noch etwas, woran er sich festhielt, als er stürzte) und holt gleichzeitig zum tritt vor´s knie aus.

bom-sogi:
ist eine momentaufnahme aus der einleitunxphase eines geraden fussstosses.


das sind flaxig formuliert vorstellungen, die ich als nicht-TKDler bei der betrachtung der bilder entwickel.
nicht böse werden ;).

sind im TKD positionen nicht referenzpunkte in der bewegung ?
im capoeira kennt mensch ja auch positionen, die werden auch geübt. nur muss mensch die nicht stundenlang halten können, da sich ja weiterbewegt wird. die positionen dienen hier nur der kontrolle, ob die bewegung ordentlich weitergeleitet werden konnte und dabei alle anforderungen an die position (deckung, balance, struktur, ...) erfüllt werden.

#11 Smoo

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Geschrieben 01 August 2011 - 14:25 Uhr

Zitat

im capoeira kennt mensch ja auch positionen, die werden auch geübt. nur muss mensch die nicht stundenlang halten können, da sich ja weiterbewegt wird. die positionen dienen hier nur der kontrolle, ob die bewegung ordentlich weitergeleitet werden konnte und dabei alle anforderungen an die position (deckung, balance, struktur, ...) erfüllt werden.

Ich würde es auch lieber als das bezeichnen.

In meinem Ursprungsverein wurde zum Beispiel mit ganz blöden einfachen Bemerkungen eine komplizierte Überkreuzstellung erklärt "Ist halt für Handtechniken."

Stabilität scheint da irgendwie nicht wichtig zu sein, da steht "Posen" klar im Vordergrund. Ein Grund, warum man im Kampf gegen Taekwondoka aufpassen sollte. Wenn du den Kampf nicht verlierst, verspottet wurdest du in jedem Fall :D

Bearbeitet von Smoo, 01 August 2011 - 14:33 Uhr.

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#12 Drax

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Geschrieben 01 August 2011 - 14:39 Uhr

Beitrag anzeigenSmoo sagte am 01 August 2011 - 14:25 Uhr:

Stabilität scheint da irgendwie nicht wichtig zu sein, da steht "Posen" klar im Vordergrund. Ein Grund, warum man im Kampf gegen Taekwondoka aufpassen sollte. Wenn du den Kampf nicht verlierst, verspottet wurdest du in jedem Fall :D
Puh, wie pöse ;)

Drax

Bearbeitet von Drax, 01 August 2011 - 14:40 Uhr.

Don't dream it, be it!

#13 Volker

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Geschrieben 06 August 2011 - 21:47 Uhr

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Wie sieht die Karate Kata Tekki / Naihanchi im TKD aus? Stichwort: Koa Sogi (?)

Danke,

v.