Zum Inhalt wechseln


- - - - -

KK als schützenswertes Kulturgut


59 Antworten in diesem Thema

#41 GastKagami_*

  • Gast
Offline

Geschrieben 07 August 2011 - 11:31 Uhr

Hallo Den und alle Anderen,

ich fand das Thema zwar interessant, hatte aber keine zeit und jetzt haben bereits Andere eigentlich genug geantwortet.
Nichtsdestotrotz versuche ich als Derjenige, dessen Sätze im Eröffnungsbeitrag zitiert wurde, mich einmal einzubringen.



Den sagte:

Sind Veränderungen möglich? Wenn ja: Was darf verändert werden und was nicht?
Ja, Veränderungen sind wie von Shava ausführlich erklärt wurde, erlaubt. Es wird in verschiedenen Stilen teils auch etwas unterschiedlich gehandhabt.
Mitunter gibt es den althergebrachten Lehrplan und später (was trotzdem vor 1800 gewesen sein könnte) hinzugefügte Techniken in einem
extra Katalog (eine Trennbarkeit ist gegeben, die eigentliche Kern-Koryû jederzeit wieder klar herausstellbar).



bugei sagte:

[die "lebenden" (z.B. Jûdô, Karate) und die] "überlieferten"* (TSKSR z.B., die gepflegt werden, um sie vorm Aussterben zu bewahren) KK unterscheiden.
Ich teile Deine Ansicht bezüglich der Veränderbarkeit dieser Gruppen im Großen und Ganzen, habe jedoch habe mit dem genannten Punkt (z.B. TSKSR)
insofern Probleme, als das auch nur eine von mehreren Möglichkeiten ist, warum man eine alte KK trainiert und pflegt (z.B. Kämpfen zu lernen),
man andererseits aber auch moderne Stile durchaus nicht aussterben lassen will und sie vielleicht nicht zuletzt deswegen trainiert
(gerade das noch recht junge Jûdô ist mit seinen Konflikten zwischen Klassikern und Sportjûdôka ein sehr gutes Beispiel).
Zumindest als eine Tendenz möchte ich Deinen Gedanken aber gerne folgen, sehe nur eben noch mehr Grautöne.


Rakoshi sagte:

Hier ein Beispiel: Kung Fu, soll traditionell sein, gleichzeitig neu und revolutionär. Psychologisch und für jeden praktizierbar.
Und es heißt Marco, wie der Vorname des Erfinders.
Ich sehe da jetzt irgendwie kein System Namens Marco o.ä und hoffe Du beschuldigst nicht die Falschen, denn ich lese dort (u.a.) das:

Zitat

Interessengemeinschaft für Kampfkunst im Stil der Gottesanbeterin nach Großmeister Lee Kam Wing


Den sagte:

Ist die höfische Etikette die Basis des [europ.] Fechtens (gewesen)? Ist diese Kunst in ihrem Wesen nur komplett,
wenn Gehabe und Selbstverständnis der (damaligen) Aristokratie verstanden und verinnerlicht sind?
Da diese Stile für mich sowieso als ausgestorben gelten (sonst hätte ich seinerzeit mit europ. KK angefangen),
wüsste ich nicht, wie ich diese Frage beantworten sollte. Ich sehe allerdings auch keine Basis die erhalten
werden sollte, sondern Konstrukte, die jeweils in ihrer Gesamtheit (möglichst) erhalten bleiben sollten.



Den sagte:

Ebenso fehlen Antworten darauf auf welchen (historischen) Stand die japanischen KK (teils) festgeschrieben sind und warum auf diesen und keinen anderen ...
auf die Zeit vor Sekigahara? Auf die Zeit vor 1868? Auf die Zeit des japanischen Imperialismus? Auf die Zeit direkt nach dem Krieg?
Auf einen späteren Zeitpunkt? ... die Beantwortung dieser Fragen halte ich für notwendig.
Die erste Frage, die sich mir sofort stellte war "WOZU notwendig?", um reine Neugierde zu stillen, besser im Verein/Dôjô lernen zu können, oder...?
Ich denke, es wird überwiegend die Edozeit gewesen sein (die von Shava angemerkte Betonung des Schwerts), muss aber wie viele Dinge letztlich immer am konkreten Fall
betrachtet werden. TSKSR ist z.B. umbenannt worden und trägt mittlerweile wieder den alten Namen - mit einem Lehrplan kann ähnliches passieren und sei es nur
die Reihenfolge von Techniken, die geändert wird. Auch gibt es Stile, die immer noch mit Langwaffe beginnen und das Schwert später unterrichten.
Im Bereich der Koryû, die nur wenig verändert werden, ist es ja auch so, dass grob von den 1300s bis 1800s sich alles Koryû nennen kann
und es kann davon ausgegangen werden, dass Jemand 1966 nicht mehr unbedingt Schwuimmen in Yoroi neu eingeführt hat.
Es sind andererseits aber auch uralte Stile geschrumpft und unterrichten z.B. ihr Bajutsu (Reiten) nicht mehr.



amoeba sagte:

Wegen der Tradition: ich halte nicht viel davon, japanischer sein zu wollen als die Japaner. Sempai-Kohai-Verhältnis und ähnliche Späße
lassen sich imho auf die europäische Kultur einfach nicht übertragen und wenn mans doch versucht, treibt das leicht absurde Blüten
[...]
Ich bin sicher, dass das alles traditionell in Japan nicht so entspannt gehadhabt wurde (und immer noch nicht wird).
Ich will mein Training nicht gegen ein streng autoritäres System tauschen, nein danke.
Ich behaupte mal ganz dreist, dass Du in einem echt traditionellen Stil arge Probleme hättest, Du bist dann nämlich nicht Deutscher,
sondern schlichtweg Schüler des Stils und als solcher hast Du die gleichen Rechte und Pflichten, wie jedes andere reguläre Mitglied.
Im Bereich Koryû kenne ich lockerere Verhaltensweisen aber auch die von Vielen als steif empfundene, hängt von den jap. Lehrern ab.



Slow-Fox sagte:

Welche anderen Kampfkünste haben den von der japanischen Regierung noch den Titel eines eines
"unverletzlichen besonderen Kulturgutes" erhalten ? Mir ist das nur von der Tenshin-Shoden-Katori-Shinto-Ryu bekannt.
Mir ist auch nur diese Schule bekannt.:lol:
Rede ich von einem "schützenswerten Kulturgut", schaue ich jetzt allerdings nicht nur auf Papiere,
sondern betrachtet den Umgang der Leute mit den Dingen oder wie sie davon sprechen.
Ich hatte deshalb auch ganz bewusst keinen offiziellen Titel erwähnt.



Den sagte:

Ein guter Fauststoß ist auch dann ein guter Fauststoß, wenn er von einem Analphabeten in Jogginghose ausgeführt wird.

Wenn eine Tradition ihren Zweck erfüllt, bedarf sie keines Schutzes - außer der Zweck ist obsolet!
Technisch geshen hast Du mit dem Fauststoß zunächst einmal Recht - trotzdem halte ich einen Fausstoß in das
Gesicht eines Angreifers bei identischer Ausführung für besser als den ins Gesicht der widersprechenden Freundin.
Ich will die mir im Beispiel zuwenig berücksichtige geistige Einstellung und Moral keinesfalls überbewerten
à la "Bushido in jeder Falte des Hakama", jedoch ist die Lehrmethodik u.U. komplexer als im Sportverein.
Es gibt Schulen mit philosophisch-esoterischen Lehrinhalten, Medizin (vermutlich nur in Ansätzen) usw.
und überlege ich mir dann noch, dass das Tagesgeschäft eines Kriegers früher Krieg und Tod war,
glaube ich, dass es nicht verkehrt war, Menschen nicht nur technisch zu schulen.
1. Mir ist klar, dass auch Wettkämpfe mitunter mit Durchhaltewillen, selbstüberwindung u.ä. zu tun haben
- sterben tut man i.d.r. aber auch bei Versagen nicht.
2. Mir ist ebenso klar, dass Schüler einer Koryû heute nicht zwingend in den Krieg ziehen, viele Stile abgespeckt gelehrt werden.

3. Das bringt uns zum obsoleten Zweck (Kampf, vielleicht auch Vorbereitung auf den Tod? - da kann ich nicht für Andere sprechen),
der meiner Ansicht nach nicht für jeden Koryûler obsolet sein muss, die Meinungen darüber gehen sicherlich weit auseinander.
Reine Brauchtumspflege mit einem gewissen "Ich habe mal kurz etwas Sport gemacht." gibt es sicherlich und kann
dann evtl. als überholte Tradition angesehen werden, nur kommt hier KAJIHEIs Einwand ins Spiel, dass man
durch die gelebten Traditionen auch sozusagen etwas Vergangenheit in die neue Zeit hinüber rettet.
Einen Zweck theoretisch erfüllen zu können, heißt m.A.n. übrigens nicht unbedingt auch,
dass man die Chance erhält, diesen Zweck zu erfüllen. Es gibt genug Künste,
die leider erst nach ihrem Aussterben schmerzlich vermisst wurden.



Lindener sagte:

Fechtkunst als Selbstzweck und als Teil unserer Kultur? Ich bin dabei und hab es fleissig betrieben! Aber zum praktischen Gebrauch? Wofür?
Wie wahrscheinlich ist es, dass ich während einer Prügelei eine Schusswaffe in die Finger bekomme und wie wahrscheinlich
ist es, dass ich irgendetwas anderes in die Finger kriege, dass ich als Waffe verwenden kann (Übertragbarkeit von Prinzipien und Techniken)?
Ich sehe ständig irgendwelche "Waffen" um mich herum aber Schusswaffen liegen selten einfach offen herum - und wenn der Gegner schießt wird's eh mau.
Für die Meisten wird KK allerdings, da verstehe ich Euch durchaus richtig, wie ich denke, tatsächlich eher nur netter, teilweise auch fordernder Hobby-Zeitvertreib sein.


Bezüglich des heutigen Verbesserns der alten Koryû-Techniken ist es so, dass wie jemand glaube ich bereits andeutete,
die Gründer entweder noch in der Schlacht kämpften (gut, bei jüngeren Koryûstilen wieder weniger) oder zumindest
Duelle fochten oder sich anderweitig schulten. Heutzutage geht das aber nur schwer da illegal und da ist man
mit den Techniken der alten Kämpfer eben besser bedient, als wenn man selbst ohne jede Erfahrung
einfach mal so an den alten Inhalten wild herumbastelt. Es ist zudem so, dass das ganze
Lehrgebäude in sich schlüssig ist und Alles aufeinander aufbaut, sodass es schwer
fallen wird, herumzubasteln, ohne das Gebäude zum Einstürzen zu bringen.

#42 Den

    Stammgast

  • Members
  • 1.552 Beiträge
  • Geschlecht:keine Angabe

  • Kampfkunst:
    boxen+escrima
Offline

Geschrieben 07 August 2011 - 12:48 Uhr

Hallo nochmal,
Zuerst mein Dank für die Antworten... (nein, nicht wegen der Form!)... ich werde später dazu schreiben. Ich werde mich unabhängig davon über weitere Antworten, speziell zu den trotz erster vorsichtiger Ansätze immer noch nicht endgültig geklärten Fragen, freuen:

Zitat

Auf welchen Stand sind japanische KK (teils) als schützenswertes Kulturgut festgeschrieben? Warum ausgerechnet der gewählte? Sind Veränderungen möglich? Wenn ja: Was darf verändert werden und was nicht?

und anschließend, weil es eh mitschwingt:

Zitat

Welcher Funktion dient die Festschreibung von Form?

Grüße
Den
Augen auf!

#43 KAJIHEI

    Stammgast

  • Moderator
  • 3.143 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Berlin
Offline

Geschrieben 07 August 2011 - 16:31 Uhr

An einer Stelle ist mir hier mal wieder etws aufgefallen : Höfisches Zerimoniell und europäische
Fechtkunst als Verknüpfung.
Ein schönes Beispiel wie leicht man ein Klischee als Kultur missdeuten kann. Was dabei rauskommt, ist dann selbstverständlich Firlefanz der so nie existiert hat. Also warum sollte man sowas erhalten ?
Genauso die Frage nach der Fechtkunst : Soweit ich weis wurden bis in das frühe 20 Jhdt. hinein noch fröhlichst säbel auf den Schlachtfeldern benutzt. Im WWI auf jeden Fall nachweisbar, siehe das ganze lustige osmanische Reich,
vorallem die arabische Ecke. Also solange ist die Sache offensichtlich noch nicht "tot".
Nur so zwei Kleinigkeiten. :)
Lang lebe die Eineindeutigkeit der Zweideutigkeit !

Meine Beiträge sind mein geistiges Eigentum. Ich untersage hiermit ausdrücklich die Weiterverbreitung in anderen Foren ohne mein Einverständnis.

#44 Rio

    Stammgast

  • Members
  • 687 Beiträge
  • Geschlecht:keine Angabe
Offline

Geschrieben 07 August 2011 - 20:47 Uhr

Beitrag anzeigenKAJIHEI sagte am 07 August 2011 - 16:31 Uhr:

An einer Stelle ist mir hier mal wieder etws aufgefallen : Höfisches Zerimoniell und europäische
Fechtkunst als Verknüpfung.
Ein schönes Beispiel wie leicht man ein Klischee als Kultur missdeuten kann. Was dabei rauskommt, ist dann selbstverständlich Firlefanz der so nie existiert hat. Also warum sollte man sowas erhalten ?


... und jetzt mal ganz naiv nachgefragt:

in Japan gibt es vergleichbare Verknüpfungen nicht?

und:
wie erkenne ich, ob es um ein japanisches Klischee geht, welches der Erhaltung nicht wert ist?

ratloser gruß rio
Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. (Descartes)

übrigens: ich bearbeite meine Beiträge grundsätzlich solange das möglich ist ...

#45 GastKagami_*

  • Gast
Offline

Geschrieben 08 August 2011 - 02:56 Uhr

Hallo insbesondere Den.

Zitat

Zuerst mein Dank für die Antworten... (nein, nicht wegen der Form!)... ich werde später dazu schreiben. Ich werde mich unabhängig davon
über weitere Antworten, speziell zu den trotz erster vorsichtiger Ansätze immer noch nicht endgültig geklärten Fragen, freuen:
Ich hatte den letzten Beitrag nach durchwachter Nacht geschrieben, um zu verhindern, dass ich erst bei seite 20 einsteige und ich bitte
zu berücksichtigen, dass ich jetzt erst recht nicht gerade fitter sein dürfte - bemühe mich weiterhin aber um geistesklare Antworten. :)



Den, ich weiß nicht, ob es jetzt nur mir so geht aber ich habe den Eindruck, dass versucht wurde, genau jene Fragen
zu beantworten, die Du nach deren (meinetwegen versuchter) Beantwortung immer wieder als unbeantwortet anführst:

Zitat

Auf welchen Stand sind japanische KK (teils) als schützenswertes Kulturgut festgeschrieben?
Warum ausgerechnet der gewählte? Sind Veränderungen möglich? Wenn ja: Was darf verändert werden und was nicht?
Vielleicht solltest Du Deine Fragen ein wenig umformulieren, damit man erkennt, ob Du (ggf. auch wir) vielleicht
einfach in eine Richtung weiterdenkst, die von der eigenen abweicht und daher nicht wirklich wahrgenommen wird?

Ich versuche es noch einmal unter einem gewissen Vorbehalt, vielleicht schreiben Shava oder terao nochmal etwas.
Es gibt m.E. nicht DIE jap. Kampfkunst, sondern DIE Tradition X (+ eventuelle Abspaltungen), DIE Tradition Y etc.
und diese müssen nicht zwingend alle auf dieselbe zeit festgeschrieben worden sein, denn man kann nur schlecht
(ich lasse bewusst alle denkbaren Sonderfälle und-vergleiche weg) eine 1543 gegründete KK einer im Jahre 1847
gegründeten KK einfach mal eben so lapidar gleichsetzen, obwohl u.U. beide heute als Koryû/traditionell gelten.
Das führt uns dazu, dass wir uns jeden Stil erst einmal ganz genau ansehen müssen bezüglich seines "Stands".


Warum nun ein Stil auf einen Stand festgeschrieben wurde bzw. dies bis heute wird, ist ebenso wie die Frage, was genau an einem Stil verändert
(v.a. Zufügen, Entfernen) oder umgelagert wird, auch eine Frage nach dem Geschmack und den Wünschen verschiedener Oberhäupter eines Stils.

Verändert werden darf sehr viel an jedem beliebigen Stil - von den im Thread bereits genannten befugten Personen.
Die Frage aber, ab wann ein traditioneller Stil dadurch kein traditioneller Stil mehr ist, wird mitunter sehr verschieden
von den Schülern einzelner Stile beantwortet. Tendenziell habe ich bisher den Eindruck, dass je traditioneller ein Stil
geblieben ist, desto rigoroser die Leute sind bezüglich der Frage, wie schnell man "draußen" ist (Gendai statt Koryû).
Neben vielen Feinheiten, über die man sich also vortrefflich streiten kann, scheint mir aber insgesamt stets gleich
zu sein, dass Geist (ein Stil kann mehr als nur Techniken beinhalten) und "Feeling"/Gerüst eines Stil einfach
nicht zu dreist verändert werden dürfen. ich nenne bewusst keine Beispiele aber sieht man sich jetzt einmal
gewisse klassische Stile und aus ihnen entsprungene neuere Sachen an, erkennt man sofort Unterschiede.



Zitat

Welcher Funktion dient die Festschreibung von Form?
Zumindest ich persönlich sehe es so, dass z.B. die Kata (also Formen, um mal bei diesem Begriff zu bleiben) eines traditionellen Stils, also einer Koryû
(um auch diese Sache wiederholt beim Namen zu nennen) wie der name schon sagt formgebend sind. Eine Form kann darüber hinaus stützen, solange man
ihrer noch bedarf, bevor man sie abzunehmen und trotzdem nicht wie Pudersand zu zerfallen in der Lage ist. Es hat jedoch der gesamte Stil wiederum
eine Form, nennen wir sie Riesen-Matroschka (so hießen doch die russischen Figuren, in denen immer weitere stecken?). Alles baut aufeinander
LOGISCH, das wabernde Material (der Schüler Namens Kohlebnstoff) wird nach und nach in immer kleine Matroschkas gestopft und weiter
verfestigt. Ab einer gewissen Größe spielen auch die Zwischenräume zwischen den einzelnen Figuren eine gewisse Rolle (Freiheit),
was m.A.n. nicht damit im Widerspruch steht, dass schließlich aus der kleinsten Matroschka der fertiggepresste Schüler
Namens Diamant herauszusteigen in der Lage ist, der sich gänzlich ohne jede Hilfe äußerer Form(en) ganz nach
seinem Belieben frei zu bewegen versteht. Mir fällt gerade auf: im Grunde das klass. Shu-ha-ri-Prinzip: Link

Nun läuft es (im Link kommt z.B. ein hoher Aikidôka zu Wort) leider (leider, da dies meine Antwort scheinbar ad absurdum führt) auch in modernen Stilen
z.t. ähnlich ab, nur ist man in den Koryû - soweit ICH es bisher verstehe - allerdings sehr viel weniger offen gegenüber (oft unnötigen) Neuerungen.
Gehe ich davon aus, dass "meine" KK wirklich mehr oder weniger auf dem Schlachtfeld oder nicht weit daneben entstand, gibt's einfach
kaum einen vernünftigen Grund, diese ohne eigene praktische Erfahrung (im Töten/Überleben!!!) nun aufgrund eigener Arroganz
verschlimmbessern zu wollen. Ungeachtet dessen, kann es sinnvoll sein, feinere Änderungen vorzunehmen, die aber den
gesamten althergebrachten und durchdachten Überbau eben nicht rücksichtslos völlig über den Haufen werfen.

#46 Den

    Stammgast

  • Members
  • 1.552 Beiträge
  • Geschlecht:keine Angabe

  • Kampfkunst:
    boxen+escrima
Offline

Geschrieben 08 August 2011 - 10:45 Uhr

Hmmm.... eine Umformulierung der Fragen?

Okay, ich werde mal spezifischer: In dem Parallelthread, aus dem der Anlass für meine Fragen entspringt, wurde die These aufgestellt, dass (manche/alle?) Rituale ein Teil der Essenz bestimmter KK seien. Die spezifischen Beispiele waren das Verneigen und das Bildergrüßen im Aikido. Ich habe es so verstanden, dass dieses so sei, weil diese KK in ihrer Essenz nur im kulturellen Kontext zu verinnerlichen seien. Gleichzeitig wurde betont, dass dieses keine weltanschaulichen oder gar religiösen Konsequenzen hätte. Es ging also (zunächst) weniger um rein technische Fragen...

Es ging mir darum zu ergünden, ob der Verzicht auf solche oder ähnliche Rituale, die ICH (bis dato) als reine Formalität angesehen habe (der man sich u.U. einfach aus Opportunität fügt und ansonsten seinen Teil dazu denkt), tatsächlich die Essenz der Kunst ändern würde. Worin besteht die Essenz solcher KK? Würde Aikido aufhören Aikido zu sein, wenn es im Trainingsanzug ausgeübt wird oder wenn die Verbeugung vor dem Stilbegründer entfallen würde, oder wenn das Dojo nicht in traditioneller Anordnung gestaltet wäre?

Was das taktisch/technische betrifft habe ich folgende Ansicht: 'Alte, auf dem Schlachtfeld erprobte' Methoden ohne eigene Erfahrung mit dem Töten verändern zu wollen mag fehlerträchtig sein... die 'stille Post' ist es auf andere Art sicherlich ebenso. Ich behaupte, dass man die Essenz einer 'Kriegskunst' so nicht erlernen kann -> dafür fehlt die Intention! Ob das die Lernenden solcher KK ebenso sehen wie ich? Dennoch mag man sich in den historischen Techniken einer (eng begrenzten) Epoche üben und Spaß daran haben... ob es 'früher' wirklich so war lässt sich eh net überprüfen und ob die ganze Angelegenheit 'echt' oder 'Illusion' ist, interessiert außer den Übenden eh keine Sau. Richtig problematisch wird es aber m.E. bei modernen KK, die in einer sich verändernden Welt aktuelle Relevanz haben wollen, aber keine Anpassung/Veränderung zulassen... weder im Physischen noch im Geistigen -

Ich sehe folgende Gefahren (und bringe jetzt doch meine gefärbte Ansicht mit ein, was ich zu vor Klärung der ursprünglichen Fragen eigentlich nicht wollte): Starrheit statt Flexibilität, Dogma statt Wissenschaft, Traumwelt statt Realitätsentsprechung.

Erkennt Ihr die Reibungspunkte in diesem Beitrag? ... Das ist der Bereich, den ich für mich geklärt haben will. Da habe ich keine festen Urteile, da besteht Unsicherheit. Dass KK mehr als eine rein physische Angelegenheit ist, ist dabei (für mich) durchaus klar, dennoch bleibt ein großes Fragezeichen, wenn es um die Wechselwirkung von (festgeschriebener) Form und Essenz geht...

Grüße
Den

Bearbeitet von Den, 08 August 2011 - 10:46 Uhr.

Augen auf!

#47 ten-chi

    Stammgast

  • Members
  • 3.037 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

  • Kampfkunst:
    Aikido (zaidan hōjin aikikai), Goju-Ryu Karate
Offline

Geschrieben 08 August 2011 - 12:15 Uhr

Beitrag anzeigenDen sagte am 08 August 2011 - 10:45 Uhr:

Die spezifischen Beispiele waren das Verneigen und das Bildergrüßen im Aikido. Ich habe es so verstanden, dass dieses so sei, weil diese KK in ihrer Essenz nur im kulturellen Kontext zu verinnerlichen seien. Gleichzeitig wurde betont, dass dieses keine weltanschaulichen oder gar religiösen Konsequenzen hätte. Es ging also (zunächst) weniger um rein technische Fragen...

Ich glaube, dass es da einige Missverständnisse gibt.
Verneigungen und Grüße sind Teil der Etikette, nicht die Essenz der Kampfkunst. Insbesondere zum Thema "Bildergrüßen" gibt es sicherlich unterschiedliche Ansichten. Meiner Ansicht nach verneigt man sich nicht vor einem Bild, sondern in Richtung Shomen. Hier KANN ein Bild hängen, muss aber nicht, allerdings ist es üblich, auch in anderen Kampfkünsten. Allerdings wenn die Shomen-Seite des Dojo keinen Schmuck wie Kalligraphien, Bilder o.ä aufweist, mache ich in diese Richtung kein Rei, nur beim Betreten des Dojo bzw. der Matte.
Ich behaupte mal, traditionelles Aikido zu unterrichen, auch wenn ich einer Turnhalle kein Bild des Begründers aufhänge oder aufstelle. Die Art und Weise wie jemand Etikette ausführt, lässt allerdings Rückschlüsse auf den Entwicklungsstand zu.
Das Grüßen eines Bildes einer verstorbenen Person wäre das Betreiben eines Ahnen- oder Totenkultes und hat meiner Meinung nach wenig mit der "Essenz" der Kampfkunst Aikido zu tun. Da der Begründer Mitglied einer shintoistischen Sekte war, wurzeln die religiösen/philosphischen Anteile des Aikido in diesem Kontext. Es ist aber vom Begründer ausdrücklich betont worden, dass es keine Notwendigkeit gibt, Shintoist zu werden um die Essenz des Aikido zu verstehen, er erläuterte diese allerdings fast ausschlisselich im Begriffen und Bildern seines shintositsch/buddhistischen Gedankengebäudes.
Ich bin der Auffassung, das zum Ausüben einer traditionellen Kampfkunst gewisses Entgegenkommen an die Etikette, die Kleidung etc. notwendig ist, um dieser Kunst und den Begründern den Respekt entgegen zu bringen, den sie verdienen. Es ist sicherlich auch das Schaffen einer bestimmten Traininsatmosphäre, was einem die Herkunft und das sich Beschäftigen mit den Hintergründen erleichtert.
Das erfassen der "Essenz" ist aber durchaus auch in anderer Umgebung oder Kleidung möglich.

Ist es sinnvoll, eine Technik zu verändern um sie an ein nicht-traditionelles Angriffsverhalten anzupassen, kann man dies ohne weiteres tun, wenn klar bleibt, was die urspüngliche Form ist und diese als Grundform (Kihon) unterrichtet wird.
Wenn ich z.B. Karateka im Aikido im Form eines Einfürungslehrgangs unterrichte, passe ich mich dem Angriffsverhalten an das dort vorherrscht, da ich in einem vierstündigen Lehrgang den Leuten nicht erst mal beibiegen kann, wie sie sie als optimale Aikido-Ukes angreifen oder sich verhalten sollten. Das lässt sich in der Regel nicht bewerkstelligen, da dies langjähriges Training erfordert.
Wollen dann interessierte aber zum regelmäßigen Training kommen, müssen sie sich umgewöhnen und die "traditionellen" Angriffsformen üben, um tatsächlich vertieft einsteigen zu können. Später kann man dann das gelernte Prinzip ja wieder übertragen.

Starrheit und Dogma dienen meiner Meinung nach nur dazu, mangelndes Verständnis oder Durchdringung der eigenen Kampfkunst zu kaschieren. Im eigenen System zu bleiben ist ja zum Lernen erst mal notwendig, aber nur bis zu einem bestimmten Level, dann muss man die Prinzipien auch ausserhalb des Systems umsetzen können.

#48 Den

    Stammgast

  • Members
  • 1.552 Beiträge
  • Geschlecht:keine Angabe

  • Kampfkunst:
    boxen+escrima
Offline

Geschrieben 08 August 2011 - 12:25 Uhr

Danke für diesen erhellenden Beitrag, ten-chi.

@all,
Ich würde gerne noch mehr von weiteren KKlern erfahren, wie sie die Sache mit der (äußeren) Form und der Essenz ihrer Kunst sehen. Dabei wäre es für mich hilfreich, wenn die ursprünglich von mir formulierten Fragen weiterhin berücksichtigt würden. Ohne darauf rum reiten zu wollen, stelle ich sie noch einmal ein:

Zitat

Auf welchen Stand sind japanische KK (teils) als schützenswertes Kulturgut festgeschrieben? Warum ausgerechnet der gewählte? Sind Veränderungen möglich? Wenn ja: Was darf verändert werden und was nicht?
und

Zitat

Welcher Funktion dient die Festschreibung von Form?
liebe Grüße
Den
Augen auf!

#49 Terao

    Stammgast

  • Members
  • 4.300 Beiträge
  • Interests:Militärgeschichte; psychologische, historische und soziologische Aspekte von Kampfkunst und -sport

  • Kampfkunst:
    Kendo
Offline

Geschrieben 24 August 2011 - 13:47 Uhr

@Den, falls Du`s noch nicht entdeckt hast: Diese Diskussion könnte Dich interessieren. Da gehts genau um diese Themen. Und da sieht man auch, dass es selbst innerhalb einer KK keineswegs klare Antworten, sondern sehr unterschiedliche Auffassungen gibt.


Übrigens kann man diese Debatte sogar auf andere Kulturgüter ausweiten: Warum etwa war es ok, den "Palast der Republik" oder die Mauer restlos abzureißen (die ja doch durchaus zeithistorisch interessante Bauwerke waren), hingegen aber mit Riesenaufwand irgendein Stadtschloss wiederaufzubauen? Wäre es ok, etwa einen Stadtkern aus dem 18.Jh. abzureißen, um die Grundmauern eines Mayatempels freizulegen? Sollte man auf dem Glauberg, auf dem sich sowohl keltische als auch mittelalterliche Besiedelungsspuren in wildem Durcheinander mischen, eher das eine oder eher das andere rekonstruieren?

Oft wird das Ältere als das Seltenere und damit als das Wertvollere gesehen. So richtig rational sind solche Entscheidungen aber nie.

#50 GastKagami_*

  • Gast
Offline

Geschrieben 24 August 2011 - 14:44 Uhr

Vielleicht wäre auch (ich kann mich durchaus irren) diese Diskussion interessant: Link

#51 Gastpilgrim_*

  • Gast
Offline

Geschrieben 26 August 2011 - 08:38 Uhr

Welche japanischen KKe sind denn "unverletzliches, besonders Kulturgut"?

Ich weiß nur, daß 1960 TSKSR von der japanischen Regierung in dieser Weise ausgezeichnet wurde. Bis dahin war es meines Wissens die einzige KK, die mit diesem Siegel versehen wurde. Welche anderen KKe sind denn inzwischen noch in dieser Weise?

Ausgezeichnet jedenfalls, wurde diese koryu als solche, nicht aber bestimmte kata, äußere Formen oder Inhalte.

TSKSR ist dabei aus sich selbst heraus eingebettet ist in japanische Formen der Etikette und als geistige Grundlage auf dem shinto des Katori jingu beruht. Es werden also diese Elemente nicht lebendig erhalten, aufgrund der Auszeichnung, sondern die Auszeichnung ist erfolgt, weil diese Element seit über 600 Jahren in gleicher Weise lebendig erhalten werden. Wenn man etwas über Japans Kultur und Geschichte lernen möchte, kann man das, indem man auf TSKSR schaut.

Und auch die (mindestens scheinbar) unveränderte Weitergabe der kata erfolgt aufgrund der der einer koryu innenwohnenden Form der Weitergabe von Tradition. U.a. gerade das ist das Wesen einer koryu. Auch da ist nicht die Auszeichnung die Ursache, sondern eben die Konsequenz der Unveränderlichkeit seit über 600 Jahren.

Konkret:
TSKSR wurde 1960 ausgezeichnet. Der Festgeschrieben wurde es auf dem Stand von ca. 1447. Dieser Zeitpunkt wurde "gewählt", da seitdem die Formen, die Iizaza Choisai Ienao begründet hat "unverändert" tradiert werden. Nein, natürlich sind keine Veränderungen möglich. Es handelt sich um eine koryu. (Was nicht heißt, daß sich nichts verändert ... Allerdings ganz gewip nicht in dem Sinne einer Anpassung an "moderne Verhältnisse".)

-----

Insgesamt hat das Tradieren fester Formen in der jap. Kultur einen anderen Sitz im Leben. Während wir es ja vor allem gewohnt sind, durch Verstehen zu lernen und uns auch entsprechend individuell anzupassen, liegt hier ein Konzept vor, daß davon ausgeht, daß Lernen durch Wiederholen geschieht. Die Unterschiede werden schon beim Schreiben-lernen von Grundschülern deutlich.
Dahinter liegt aber der Gedanke, daß man nicht dumpf-dämlich wiederholt, was man eh nicht begreifen können soll. Sonder es geht darum, zunächst die Erfahrung (nicht unbedingt in das Wissen ...) zu implantieren, die viele Generationen zuvor gemacht und gesammelt haben. Erst aufbauend auf dieser Erfahrung (in den KK z.B. traditionell etwa ab dem 5. dan. - Wer kommt denn bei uns so weit ...) wird dann individuelle Entwicklung, eigenes Wissen und Können, eigene und neue Erfahrung hinzugetan.

Was die Formen der Etikette angeht, so kann man ja deutlich beobachten, daß sie zum Einen sehr körperlich sind: Knien, verneigen, aufsteheh, in die Hände klatschen, linke Seite (kaiserlich festgelegt ...) zuerst usw. Sodann sind sie stark auf den Raum bezogen: Eingang, Ausrichtung mit oberer und unterer Seite, traditionell auch gemäß den Himmelsrichtungen. Und sie haben eine starke soziale Dimension: Wer grüßt wen wie und wann?
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß auch das, wenn man es über Jahre übt, zurückwirkt auf den Übenden. Es verändert sich im Laufe der Zeit und er/sie verändert sich dabei im Laufe der Zeit. Man kann sehr viel darin entdecken.
Diese Etikette ist jedenfalls deutliche vielschichtiger und viel stärker auch inhaltlich aufgeladen, als das mir bekannte - auch historische - Formen europäischer Höflichkeit sind.
Wie für KK oder Meditation oder Blumenstecken oder Tee bereiten gab es auf für Etikette verschieden ryu. Das, was uns heute zumeist geläufig ist, sind die Formen einer ganz bestimmten ryu, die sich schließlich durchgesetz hat. Sie sind nicht einfach so "entstanden", sondern wurden bewußt entwickelt, tradiert, gelernt und gelehrt.
Ganz interessant wird das, wenn man anderen Formen von Etikette begegnet. Z.b. die unterschiedlichen Formen der Begrüßung verschiedener Schwertschulen. Oder die ganz unterschiedlichen Formen das hakama zu binden. Oder die Zahl der Verneigungen. Oder ....

Nebenbei bemerkt: Das, was in den allermeisten aikido dojo an Etikette geübt wird, ist bereits eine sehr vereinfachte Form, die z.B. zumeist von den spezifisch shintoistischen Elementen befreit ist.

Bearbeitet von pilgrim, 26 August 2011 - 08:38 Uhr.


#52 kkke

    Alter Hase

  • Members
  • 412 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Suwon (Korea)
  • Interests:Kampfkunst, Koreanisch, Japanisch, Kultur, Philosophie, Biochemie,...

  • Kampfkunst:
    Taekkyon
Offline

Geschrieben 29 November 2011 - 07:15 Uhr

Mich wundert, dass Vagabund noch nichts geschrieben hat :rolleyes:
Taekkyon ist nun tatsächlich zum UNESCO-Kulturerbe erklärt worden.

Kurzer Artikel (deutsch)
Längerer Artikel (koreanisch)
"Der Rang, der Fortschritt, der Status oder der Grad wird durch Arbeit und Hingabe erreicht und kann nur durch deren Beständigkeit erhalten werden. Es gibt keine Abkürzung, sondern nur Arbeit, Schweiß und Schmerzen."

Just do it.

www.taekyun.org
www.tkbattle.com

#53 Drax

    Stammgast

  • Lehrende und Funktionäre
  • 989 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Oberhausen
  • Interests:Kampfkunst, Fitness und Gesundheit, Musik

  • Kampfkunst:
    Taekwon-Do
Offline

Geschrieben 29 November 2011 - 09:40 Uhr

Hat er auf Facebook gepostet!

;) Drax

P.S.
Er freut sich wahrscheinlich noch so, dass er nicht dazu gekommen ist er hier zu tracken.
Don't dream it, be it!

#54 Vagabund

    Stammgast

  • Lehrende und Funktionäre
  • 3.151 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Hamburg
  • Interests:Schlagzeug, Psychologie, Basketball, Sprachen

  • Kampfkunst:
    Taekkyon
Offline

Geschrieben 29 November 2011 - 20:44 Uhr

Ihr habt gerufen, Meister der Lampe? :D

Voilà, das ist doch glatt einen eigenen Thread wert:
http://www.kampfkuns...showtopic=45999
Taekkyon-Seminar mit Großmeister Lee Yong-bok (9. Dan Taekkyon und 9. Dan Tae Kwon Do) in Hamburg: www.zentrum.taekkyon.de/news

#55 Den

    Stammgast

  • Members
  • 1.552 Beiträge
  • Geschlecht:keine Angabe

  • Kampfkunst:
    boxen+escrima
Offline

Geschrieben 01 Dezember 2011 - 08:49 Uhr

Leben ist Veränderung.
Augen auf!

#56 KAJIHEI

    Stammgast

  • Moderator
  • 3.143 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Berlin
Offline

Geschrieben 04 Dezember 2011 - 05:13 Uhr

Beitrag anzeigenDen sagte am 01 Dezember 2011 - 08:49 Uhr:

Leben ist Veränderung.
Und ein Turm ohne Fundament bricht zumeist zusammen
Lang lebe die Eineindeutigkeit der Zweideutigkeit !

Meine Beiträge sind mein geistiges Eigentum. Ich untersage hiermit ausdrücklich die Weiterverbreitung in anderen Foren ohne mein Einverständnis.

#57 Den

    Stammgast

  • Members
  • 1.552 Beiträge
  • Geschlecht:keine Angabe

  • Kampfkunst:
    boxen+escrima
Offline

Geschrieben 04 Dezember 2011 - 14:10 Uhr

So ist es ... und ein gutes Fundament steht von alleine. :-)

-----

Zu dem Thema (immaterielles) Weltkulturerbe gab es im Taiji/QiGong/.... Unterforum vor einiger Zeit einen Thread. Es ging dabei um TCM (traditionelle chinesische Medizin).
Augen auf!

#58 KAJIHEI

    Stammgast

  • Moderator
  • 3.143 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Berlin
Offline

Geschrieben 04 Dezember 2011 - 17:31 Uhr

@Den : Nur wenn man es nicht mit Absicht unterminiert !

Beitrag anzeigenDen sagte am 04 Dezember 2011 - 14:10 Uhr:

So ist es ... und ein gutes Fundament steht von alleine. :-)


In der Tat stimmt das, aber nur unter der Voraussetzung das man es wie bei vielen Traditonsbrüchen nicht absichtlich unterminiert.
Lang lebe die Eineindeutigkeit der Zweideutigkeit !

Meine Beiträge sind mein geistiges Eigentum. Ich untersage hiermit ausdrücklich die Weiterverbreitung in anderen Foren ohne mein Einverständnis.

#59 Rio

    Stammgast

  • Members
  • 687 Beiträge
  • Geschlecht:keine Angabe
Offline

Geschrieben 04 Dezember 2011 - 20:20 Uhr

Beitrag anzeigenKAJIHEI sagte am 04 Dezember 2011 - 17:31 Uhr:

@Den : Nur wenn man es nicht mit Absicht unterminiert !

Beitrag anzeigenDen sagte am 04 Dezember 2011 - 14:10 Uhr:

So ist es ... und ein gutes Fundament steht von alleine. :-)


In der Tat stimmt das, aber nur unter der Voraussetzung das man es wie bei vielen Traditonsbrüchen nicht absichtlich unterminiert.

... also "Weltkulturerbe" kann nur sein, was nicht absichtlich unterminiert wurde ???

mit ratlosem Gruß
rio

Bearbeitet von Rio, 04 Dezember 2011 - 20:22 Uhr.

Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. (Descartes)

übrigens: ich bearbeite meine Beiträge grundsätzlich solange das möglich ist ...

#60 KAJIHEI

    Stammgast

  • Moderator
  • 3.143 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Berlin
Offline

Geschrieben 06 Dezember 2011 - 08:12 Uhr

Im Bezug auf Traditionen würde ich das schon so sehen.
Man kann ja fröhlich die Sache erweitern und an den Kern anbauen, blos sprengt man den Kern in die Luft und probiert dann anzubauen , dann hängen die Teile halt im Leeren und fallen auseinander.
Lang lebe die Eineindeutigkeit der Zweideutigkeit !

Meine Beiträge sind mein geistiges Eigentum. Ich untersage hiermit ausdrücklich die Weiterverbreitung in anderen Foren ohne mein Einverständnis.