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Gruppenzwang in der KK/KS


80 Antworten in diesem Thema

#1 Lindener

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Geschrieben 09 August 2011 - 13:37 Uhr

Hallöchen zusammen,

zu diesem Thema inspiriert wurde ich durch den Sexualität-Thread. In jedem 2. Beitrag stiess ich auf Wörter und Begrifflichkeiten wie "Extrawurst", "Sonderrechte", wer darf wann die Matte verlassen, Trinkpausen nur gemeinsam und Ähnliches mehr.
Ich fand das sehr interessant, weil es für mich eine ziemlich fremde Welt ist. Nur damit andere erkennen, wie fremd das für mich ist, muss ich kurz dazu schreiben, dass bei uns im Training jeder trägt, was er will, einen Schluck trinkt, wenn er das Bedürfnis danach hat und wenn er zu einer Übung keine Lust hat, sei es aus religiösen Gründen oder warum auch immer, dann ist das eben sein Pech, denn der einzige, der davon einen Schaden hat, ist er selber. Allerdings wird auf solche Befindlichkeiten auch keinerlei Rücksicht genommen
Bei der Lektüre des Sexualitäts-Threads ist mir erst klar geworden, wie anders das offenbar in anderen KK/KS ist, was auch erklärt, warum mir diese Religionsfrage so nebensächlich vorkam und anderen so wichtig war.
Wie ist das bei euch? Kann man sich bei euch problemlos aus Übungen herausziehen, die man nicht mitmachen kann oder will? Gibt es ein festes Gruppengefüge, das nicht gesprengt werden darf? Gibts es eine Notwendigkeit für Disziplin (nicht im Sinne von Disziplin im Kampf sondern hinsichtlich des Einfügens in die Gruppe) und Anpassung/Unterordnung in einen Verhaltenskodex?
Wie wichtig ist überhaupt die Gruppe?
Schreib nicht alles, was du weisst,
glaub nicht alles, was du liest
und lächle über den Rest!

#2 Gastblauvogel_*

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Geschrieben 09 August 2011 - 13:53 Uhr

das hat nix aber auch gar nix mit gruppenzwang zu tun !!!


so ein blödsinn.


ob du es glaubst oder nicht, kks, die in dojos mit klaren regeln unterrichtet werden, ist gerade etwas sehr persönliches und es ist gerade die ganz eigene individuelle entwicklung ein wesentliches ziel.


das hat nichts mit unterordnung zu tun.
es geht eher um respekt.

Bearbeitet von blauvogel, 09 August 2011 - 13:57 Uhr.


#3 Kibon

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Geschrieben 09 August 2011 - 14:37 Uhr

Hallo Lindener!
Da ich eine andere KK ausübe als Du, nämlich eine, die ohne Partner nur schlecht auszuführen ist, meine Sichtweise dazu:
Regeln: Ja unbedingt, soweit es für einen geregelten Ablauf des Trainings notwendig ist.
Trinken ist bei uns in der Halle ein no-go, einfach um die "Unfallgefahr" ( Ausrutschen bei einem Wurf auf nassen Matten)auszuschließen.
Trinken in der Umkleide immer, ABER dies mit Anmeldung. Ist einfach blöd wenn ein Trainierender seinen Partner sucht.
Wer eine körperliche Einschränkung hat, braucht für sie/ihn ungünstige Übungen nicht mitmachen. Hier ist es aber erforderlich, dass der Schüler schonmal vorher Bescheid gibt, damit man das Training dementsprechend anpassen kann.
Disziplin, das ist schwer zu beantworten, da derBegriff Disziplin unterschiedlich ausgelegt werden kann.Diszipliniertes Training : Ja. Disziplin im Verhalten dem Partner gegenüber: ja.
Den Bückling der Schüler vor der Halle mit einem schallenden : Guten Tag, Meister ( das gibt es wirklich! ) Nein!

*mit respektabelen Grüßen*
Kibon

Bearbeitet von Kibon, 09 August 2011 - 14:37 Uhr.

Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde.[Mark Twain]


Nehmt mich blos nicht ernst, ich tu's ja auch nicht!

#4 Lindener

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Geschrieben 09 August 2011 - 14:43 Uhr

Beitrag anzeigenblauvogel sagte am 09 August 2011 - 13:53 Uhr:

das hat nix aber auch gar nix mit gruppenzwang zu tun !!!


so ein blödsinn.


ob du es glaubst oder nicht, kks, die in dojos mit klaren regeln unterrichtet werden, ist gerade etwas sehr persönliches und es ist gerade die ganz eigene individuelle entwicklung ein wesentliches ziel.


das hat nichts mit unterordnung zu tun.
es geht eher um respekt.

Gut, Gruppenzwang war sicherlich ein hartes Wort, aber deine heftige Reaktion lässt mich vermuten, dass meine Frage, die übrigens gar nicht als Angriff gemeint war, einen interessanten Punkt getroffen hat. Also schön!

Zitat

das hat nix aber auch gar nix mit gruppenzwang zu tun !!!
Wie würdest du es denn nennen, wenn erwachsene Menschen etwas trinken dürfen, wenn der Rest der Gruppe auch trinkt?

Zitat

und es ist gerade die ganz eigene individuelle entwicklung ein wesentliches ziel.
Welche Entwicklung? Von wo nach wo? Es geht darum, eine Kampfkunst zu lernen, das hat mit meinem Durstgefühl wenig zu tun.

Zitat

es geht eher um respekt.
Verrätst du mir, was das mit Respekt zu tun hat? Wessen ego muss denn auf diese Art und Weise aufpoliert werden?


Aber wie gesagt, um solche Fragen ging es mir eigentlich gar nicht, ich hatte diese Dinge nur als Beispiele ausgewählt, sondern lediglich darum, welche Rolle die Gruppe als Institution beim Training spielt. Vielleicht drücke ich mich ja unglücklich aus, aber ich finde es interessant zu erfahren, ob die Trainingsgruppe einfach die zufällig gerade anwesende Einheit möglicher Trainingspartner ist oder ob diese Gruppe in ihrer Gesamtheit eine Bedeutung für die einzelnen Trainierenden hat.
Schreib nicht alles, was du weisst,
glaub nicht alles, was du liest
und lächle über den Rest!

#5 KuramaTengu

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Geschrieben 09 August 2011 - 14:58 Uhr

Hallo

Ich denke das hat nicht mit Zwang sondern mit Notwendigkeit zu tun. bei uns kann man nach abmeldung gerne raus etwas trinken . Man Fragt auch nicht ob man darf . Es hat nur etwas mit Höflichkeit zu tuen zu sagend as man mal kurtz austreten ist . Bei größeren Gruppen oder im Kendo habe ich es oft erlebt das dann mal zwischendrinn einige Minuten Pause für alle gemacht wurde zum trinken . Ich finde es hat bei größeren Gruppen einfach damit zu tun das nicht jeder individuell rausrennt und man dann jedesmal von neuem erklären muss was gerade geübt wird und somit der Trainingsfluss erhalten bleibt.Im übrigen habe ich mir angewöhnt vor dem Training eine 1,5 Liter Flasche Wasser zu trinken das reicht dann auch auch um 2 Stunden durchtrainieren zu können ohne rausrennen zu müssen.

#6 Gastblauvogel_*

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Geschrieben 09 August 2011 - 15:01 Uhr

hi lindener,

Zitat

Gut, Gruppenzwang war sicherlich ein hartes Wort, aber deine heftige Reaktion lässt mich vermuten, dass meine Frage, die übrigens gar nicht als Angriff gemeint war, einen interessanten Punkt getroffen hat. Also schön!

hätte ich banal schreiben sollen oder abgedroschen. ich habe mich eher geärgert, wie du so einen unüberlegten mist schreiben konntest.


Zitat

Wie würdest du es denn nennen, wenn erwachsene Menschen etwas trinken dürfen, wenn der Rest der Gruppe auch trinkt?

findest du es erwachsen, wenn leute, wie in der ersten klasse, während einer unterrichtsstunde rausmüssen, weil sie dringend mal pipi machen müssen ?
es ist doch eher erwachsen, wenn man seinen körper so unter kontrolle hat, dass man weiss, vor dem unterricht auf die toilette zu gehen oder zumindest durchzuhalten, um nicht ständig störend nach dem pipi-gehen fragen zu müssen.

(edit: diese frage wurde ernsthaft von einer erwachsenen an die dolmetscherin eines japanischen lehrer gestellt. sie wollte wissen, was sie sagen soll, wenn sie raus müsste.
die antwort war, dass sie ja wohl nicht mehr in der grundschule wäre. sie empfand diese frage sehr irritierend :) .ich auch :) )

ich war einmal in einem dojo, wo jeder jederzeit zum trinken an denmattenrand gehen konnte. noch bevor irgendjemand sich wirklich bewegte rannten die zu den flashen und tranken.
es war ein ständiges kommen und gehen.
ausserdem musste ich immer wieder warten bis mein partner auftauchte, der auch durchaus während der übung dringendst wasser brauchte um nicht umzufallen. das war an einem kühlen herbsttag.

wenn ich weiss, dass ich abends training habe, dann trinke ich den ganzen tag schon mehr. ich bin alt genug einzuschätzen, was mein körper braucht und was wie lange hält.

übrigens war ich gestern nach jahren wieder in dem oben erwähnten dojo. es gab eine gemeinsame trinkpause. das kommen und gehen war irgendwann zu nervig.


im fitnessstudio trinke ich übrigens wann ich will..auch wenn ich tagsüber schon deshalb mehr trinke. im fitnessstudio ist das aber wurscht, weil ich da für mich übe, ich niemanden störe oder warten lasse.


Zitat

Welche Entwicklung? Von wo nach wo? Es geht darum, eine Kampfkunst zu lernen, das hat mit meinem Durstgefühl wenig zu tun

es geht um individualität.

Zitat

Verrätst du mir, was das mit Respekt zu tun hat? Wessen ego muss denn auf diese Art und Weise aufpoliert werden?

es geht um den respekt ALLEN meinen trainingspartnern gegenüber. sie stellen sich zur verfügung, damit ich mich in einer kk weiterentwickeln kann. genauso stelle ich mich zur verfügung, damit ALLE anderen sich weiterentwickeln könne.

ich respektiere, dass meine trainingspartner auf die sache konzentriert üben können, genauso wie ich es machen möchte.


mit ego hat das nix zu tun.

wenn ich erwachsene unterrichte, dann mache ich mir durchaus gedanken, wie ich es schaffe, dass die leute konzentriert bleiben können.

überlegungen, wenn man jetzt anfassen darf oder nicht oder wem man nicht in die augen gucken darf wären schon störend.
es wäre immer ein bruch.

Bearbeitet von blauvogel, 09 August 2011 - 15:04 Uhr.


#7 KAJIHEI

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Geschrieben 09 August 2011 - 15:15 Uhr

Ich vermisse ein gewichtiges Schlagwort bei diesem thread : "Trainingszwang"
Es kann ja wohl nicht angehen das man den dojo betritt und trainieren soll..das ist ja genauso ein
Unverfrorenheit wie der Gruppenzwang.
Ich fordere die Dojo-Basisdemokratie mit Dojoleiterwahl ! :devil:
Lang lebe die Eineindeutigkeit der Zweideutigkeit !

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#8 Gastblauvogel_*

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Geschrieben 09 August 2011 - 15:17 Uhr

in der gruppe lernt man voneinander.

ich nehme nicht nur, sondern es wird auch erwartet,
dass ich gebe.
die anderen sollen auch von meiner erfahrung
profitieren.
das geht im aikido zum grossen teil über kontakt.

weigere ich mich, mit jemandem zu üben, dann
weigere ich mich, im meine erfahrung weiterzugeben oder
er hält mir sein wissen vor.


das ist dann eben weniger respektvoll

#9 Kibon

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Geschrieben 09 August 2011 - 15:35 Uhr

Beitrag anzeigenKAJIHEI sagte am 09 August 2011 - 15:15 Uhr:

"Trainingszwang"
Es kann ja wohl nicht angehen das man den dojo betritt und trainieren soll

Hi Kajihei,

aber da gibt es Eltern, die ihre Kinder dazu zwingen zum Training zu gehen. Dann hast Du( oder ich oder wer auch immer... ) das Problem zu Lösen, einen reibungslosen Ablauf herbeizuführen, wo die, die freiwillig kommen etwas mitnehmen. Die Spaßbremsen brauchen dann halt ein paar mehr Regeln. Ansonsten wirds eine Kinderbetreuung mit Bodenturnen. Darauf habe ich für mich( klingt vielleicht egoistisch) überhaupt keinen Bock.
Oder habe ich bei deinem ironischen Unterton etwas falsch interpretiert?

Kibon
Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde.[Mark Twain]


Nehmt mich blos nicht ernst, ich tu's ja auch nicht!

#10 Mellowyellow

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Geschrieben 09 August 2011 - 15:59 Uhr

Also ich denke an der ersten Stelle sollte stehen, dass man im Training etwas lernt und das tut man nicht, wenn man sich nicht ordentlich konzentrieren kann vor Durst oder Schmerz.
Und es hat doch eher etwas mit Respekt und Disziplin zu tun, dass man dafür Sorge trägt, ein guter Trainingspartner zu sein. Ich habe keine Lust, stundenlang Zeit zu verschwenden, (ich übertreibe maßlos um es deutlich zu machen) mit jemandem, der gerade am Verdursten ist und deswegen auch nicht richtig üben kann. Da warte ich lieber zwei Minuten und habe dann eine bessere Übequalität.

Und es stört auch niemanden bei uns, wenn man zwischendurch etwas trinken geht, oder wenn man sich raussetzen muss, weil man Schmerzen hat... Wir lösen das so: Wer gerade alleine ist, der übt eben etwas für sich, da gibt es genug (Schrittarbeit, Schläge...) Oft ist mein Lehrer so nett und gibt demjenigen dann eine neue Aufgabe...und er ist daran noch nicht gestorben...noch sonst einer aus der Gruppe...


Derjenige, der raus muss macht einfach kein großes Aufhebens drum, damit die anderen ungestört weitertrainieren können, das ist eigentlich die einzige Regel. Und wenn man trinken möchte dann sollte man das -wie schon geschrieben wurde- nicht gerade dann machen, wenn der Lehrer etwas erklären möchte, oder es so machen, dass man die Erklärung mitbekommt, das geht bei uns ganz gut.(Bzw. wenn man die Erklärung verpasst..Pech gehabt) Eigentlich ist das aber doch sowieso selbstverständlich oder etwa nicht?

#11 KuramaTengu

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Geschrieben 09 August 2011 - 16:18 Uhr

Wenn ich unter Erwachsenen traineire kann man doch aber erwarten das vor dem Training ausreichend getrunken wird und man nomma pullern geht . Geht man vorher nomma aufs Klo und trinkt ausreichend kann man auch 2 bis 3 Stunden trainieren ohne rauszumüssen . Was das Thema verdursten angeht reden wir gerade von VERDURSTEN????????????Übertreibst du nicht etwas . Bissel trockenen mund und bissel aua sollte man schon aushalten können wenn man kk Trainiert findest du nicht auch.Mir geht es im Training auch darum meine eigenen Grenzen auszuloten und meine Belastabrkeit auch zu steigern . Wenn man dann jedesmal wenn man Schmertzen hat sich an den Mattenrand sezt ojeee ojeeee

#12 Mac

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Geschrieben 09 August 2011 - 16:22 Uhr

Hi Kurama,

Trinkpausen sind wichtig, selbst bei 60 Minuten Training.

Wenn ich Gas gebe, schwitze ich soviel aus, dass ich Dehydrationserscheinungen habe. Als bei uns Trinkpausen im tiefsten Trainingsmittelalter noch verpönt waren, lag ich regelmäßig abends mit Schüttelfrost und migräneartigen Kopfschmerzen komplett zu nichts fähig auf der Couch.

Das ist einfach ungesund.

Viele Grüße

Mac

Bearbeitet von Mac, 09 August 2011 - 16:23 Uhr.

Renne um Dein Leben, wenn ich lächele.

Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.

#13 KAJIHEI

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Geschrieben 09 August 2011 - 16:24 Uhr

@Kibon : Ja, da scheint etwas minimalst falsch angekommen zu sein, auch wenn ich zugeben muß das ich an durchgeknallte Eltern echt nicht gedacht habe.
Es ging eher in die Richtung :Ich will in´s Dojo, aber nicht trainieren, ich will den inneren
Schweinehund bezwingen aber nichts dafür tun und schon gar nichts aufgeben (wo kämen wir denn dahin, etwas aufgeben weil amn etwas erreichen will ! ) und überhaupt will ich Wattebäuschen als Maikwara und nen
Teletubbi als Trainer.
Ich find es einfach lächerlich, und das mein ich auch so, einen Dojo eine Ort des Übens und Lernens als
individuelles Selbstverwirklichungszenter mit Baisdemokratie und Aromatherapie zu sehn.
Kurz :Ich halte von Waldorf Dojos nichts.
Warum : Hab ich teilweise im anderen Fred dargelegt.
Ein weiterer erschwerener Aspekt :Wie soll amn Diziplin und Härte gegenüber sich selber lernen ohne
Zwänge ? Ausnahmen mögen das vielleicht können, aber die Majorität nicht.
Zur Härte gegegnüber sich selbst gehört es nunmal auch Gruppenspezifika zu akzeptieren,
auch wenn sie einem teilweise wörtlich stinken.
Wie bereits erwähnt : Für mich sind Schwerter halt nen Tick mehr als die entspannende
Freizeitakitivität.
Lang lebe die Eineindeutigkeit der Zweideutigkeit !

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#14 Gastblauvogel_*

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Geschrieben 09 August 2011 - 16:42 Uhr

Beitrag anzeigenMellowyellow sagte am 09 August 2011 - 15:59 Uhr:

Also ich denke an der ersten Stelle sollte stehen, dass man im Training etwas lernt und das tut man nicht, wenn man sich nicht ordentlich konzentrieren kann vor Durst oder Schmerz.
Und es hat doch eher etwas mit Respekt und Disziplin zu tun, dass man dafür Sorge trägt, ein guter Trainingspartner zu sein. Ich habe keine Lust, stundenlang Zeit zu verschwenden, (ich übertreibe maßlos um es deutlich zu machen) mit jemandem, der gerade am Verdursten ist und deswegen auch nicht richtig üben kann. Da warte ich lieber zwei Minuten und habe dann eine bessere Übequalität.

.....

ich habe jetzt doch schon ein paar jährchen training auf dem buckel und ich habe noch nie jemanden verdursten sehen oder zusammenbrechen.

ich übe konzentriert und ich bin nicht durstig. ich versuche sogar direkt vor dem training keinen tee oder so zu trinken, weil ich weiss, dass die blase die trainingsdauer ned packt ohne lästig zu werden :)
ich weiss das, weil ich schon gross bin und bevorzuge vorm training wasser in überschaubarer menge.

so zeugs trinke ich dann danach.

Bearbeitet von blauvogel, 09 August 2011 - 16:43 Uhr.


#15 Gastblauvogel_*

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Geschrieben 09 August 2011 - 16:47 Uhr

Beitrag anzeigenMellowyellow sagte am 09 August 2011 - 15:59 Uhr:

...


Derjenige, der raus muss macht einfach kein großes Aufhebens drum, damit die anderen ungestört weitertrainieren können, das ist eigentlich die einzige Regel. Und wenn man trinken möchte dann sollte man das -wie schon geschrieben wurde- nicht gerade dann machen, wenn der Lehrer etwas erklären möchte, oder es so machen, dass man die Erklärung mitbekommt, das geht bei uns ganz gut.(Bzw. wenn man die Erklärung verpasst..Pech gehabt) Eigentlich ist das aber doch sowieso selbstverständlich oder etwa nicht?


wenn sich jemand verletzt, schmerzen hat oder nicht mehr kann darf er selbstverständlich an den mattenrand sitzen.
unter umständen verlässt er sogar die matte .....allerdings nicht alleine. das hat nichts mit gruppenzwang zu tun, sondern die begleitung ist zur sicherheit, falls der verletzte in den umkleiden umkippt oder so.
auf diese weise wird vermieden, dass er dort alleine ist und keiner merkt, dass er umgekippt ist.

am mattenrand sitzen ist ebenso ein im auge behalten, wenn jemand etwas fertig ist. kein gruppenzwang !!

Bearbeitet von blauvogel, 09 August 2011 - 16:48 Uhr.


#16 Kibon

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Geschrieben 09 August 2011 - 16:49 Uhr

Beitrag anzeigenKAJIHEI sagte am 09 August 2011 - 16:24 Uhr:

und nen
Teletubbi als Trainer.


@ Kajihei : .........hast Du mich schon mal gesehen? :unsure:

Scherz beiseite, ein normal intelligenter, an Kampfkunst/-sport interessierter Mensch wird wissen, was ihn/sie erwartet, wenn er sich als Schüler anmeldet....Habe ich bisher gedacht und bin immer wieder enttäuscht worden. Aktueller Fall: ein Mittzwanziger Handwerker hat mehrfach zugeschaut, sich angemeldet und dann im Training plötzlich gemerkt, dass Hebel weh tun. Ach.

Es gibt aber gottseidank, und da möchte ich besonders hier den weiblichen Wesen mal eine Lanze brechen, auch genügend Beispiele von Willen und durchbeissen wollen! Die einfach lernen wollen und auch im Training diszipliniert und aufmerksam sind. Das macht dann auch für den Lehrenden Spaß.
Hast Du aber ein Gemenge von Leuten, die Wellnesskloppen lernen wollen und Leuten die "Lernen" wollen, kommst Du ohne Regeln nicht mehr klar, bzw. ich für mich, da ich immer den Anspruch habe, dass das Training auch für mich zufriedenstellend ablaufen soll.

Kibon

Bearbeitet von Kibon, 09 August 2011 - 16:58 Uhr.

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#17 Mellowyellow

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Geschrieben 09 August 2011 - 17:04 Uhr

Zitat

as das Thema verdursten angeht reden wir gerade von VERDURSTEN????????????Übertreibst du nicht etwas
äh ja

Zitat

(ich übertreibe maßlos um es deutlich zu machen)

Zitat

Wenn man dann jedesmal wenn man Schmertzen hat sich an den Mattenrand sezt ojeee ojeeee

So habe ich das nicht gemeint...aber wenn die Schmerzen so schlimm sind, dass man kurzfristig nicht weitermachen kann,(oder wenn z.B. die Nase derart blutet, dass man Matten, Trainingspartner...versaut) sollte man sich mal für 5 min raussetzen dürfen, bis es wieder ok ist und dann weitermachen...

Zitat

Wie soll amn Diziplin und Härte gegenüber sich selber lernen

Ich finde das ist ein schwieriges Thema, die Phase mit den Zwängen, Disziplin und Härte habe ich lange gehabt. Ich bin überhaupt nicht "Walldorf" drauf, und gebe dir absolut recht, dass du darauf Wert legst, dass man nicht gleich aufgibt, wenn es mal schwierig, anstrengend oder schmerzhaft wird. Bzw., dass man wieder aufsteht, wenn man am Boden ist und weitermacht. Man wächst ja auch daran.
Die Gefahr dabei ist nur, man kann damit auch zu weit gehen. Man muss einschätzen können, wann es nur der innere Schweinehund ist, den man überwinden muss und wann es der Körper ist, der einem signalisiert, dass man dabei ist ihn so zu zerstören, dass man das bereuen wird. (Weil man sich z.B. so verletzt, dass man länger aussetzen muss...)

Mein letzter Post gilt natürlich nur unter der Vorraussetzung, dass alle ihr Bestes geben(Es tut mir leid, dass das nicht klar formuliert war) Dann sollte man den Leuten aber schon zutrauen, selbst einzuschätzen, wann die Grenzen erreicht sind. Und Härte und Disziplin lernt man sowieso nur, wenn man das wirklich will. Ich finde nicht, dass es Sinn macht es Leuten aufzuzwingen, die das nicht wollen. Man kann sie höchstens darauf hinweisen, dass sie eventuell so nicht weit kommen werden. Was sie dann machen ist ihre Entscheidung.

#18 KAJIHEI

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Geschrieben 09 August 2011 - 17:17 Uhr

Jetzt wird´s seltsam. Manchmal hat man auch Kandidaten die sind so übereifrig das sie
nicht merken wenn sie meilenweit sich selbst überfordern. Da sollte dann aus meiner Sicht der Lehrer auch mal sagen : Abbremsen !
Dafür seh ich zwei Gründe : Ein gesundheitlich ruinierter Schüler ist idiotisch.
Gleichzeitg aber leidet unter dem McDonalds-Syndrom ( Alles aufeinmal und das Gestern ) meist auch die Sauberkeit der Techniken. Das bringt auch nichts.
Daher sag ich : Fordern bis zur Grenze, vielleicht einen Minitick drüber hinaus,aber total übertreiben ?
Sowas ist bei aller Härte absolut kontraproduktiv.
Genau diesen Punkt zu sehn erfordert aber Aufmerksamkeit des Lehrers.
Wenn der dauernd durch Pillepalle abglenkt wird ( ich hab mein Handtäschen vergessen, mir nen Nagel
abgebrochen ...) leidet seine Aufmerksamkeit, denn er ist auch nur ein Mensch mit zwei Augen und
einem Hirn.
Noch ein Argument für ein streng geregelten Ablauf im Dojo !

Bearbeitet von KAJIHEI, 09 August 2011 - 17:18 Uhr.

Lang lebe die Eineindeutigkeit der Zweideutigkeit !

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#19 Mellowyellow

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Geschrieben 09 August 2011 - 17:40 Uhr

Zitat

Wenn der dauernd durch Pillepalle abglenkt wird ( ich hab mein Handtäschen vergessen, mir nen Nagel
abgebrochen ...) leidet seine Aufmerksamkeit, denn er ist auch nur ein Mensch mit zwei Augen und
einem Hirn.

Ich finde, dass der Lehrer einschätzen können sollte, wo er sich ablenken lässt und wo nicht. Bzw. ich glaube so viele Regeln braucht es gar nicht und ein strenges Regime schon gleich überhaupt nicht (Vielleicht im Kindertraining, dein Beispiel klingt auch eher nach Kindertraining :) )

Wenn sich bei uns jemand wegen einem abgebrochenen Nagel raussetzen muss oder wegen seinem Handtäschchen rausmuss (so extrem hab ich das bis jetzt ja noch nicht erlebt) dann soll er das einfach, interessiert bei uns keinen und stört bei uns keinen. Auch den Lehrer nicht. Und wenn sie merken, dass sie gar keine Aufmerksamkeit bekommen, erledigt sich das doch meistens von alleine.

Wer natürlich absichtlich stören will, der wird irgendwann rausfliegen, das ist für mich aber ein anderes Kapitel.

Aber warum sollten jetzt alle disziplinierten Leute sinnlos irgendwelchen Regeln unterworfen werden, nur weil einer Theater macht? Hat dieser eine so viel Energie und Aufmerksamkeit verdient?

#20 Kenkon

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Geschrieben 09 August 2011 - 17:59 Uhr

Beitrag anzeigenLindener sagte am 09 August 2011 - 13:37 Uhr:


Bei der Lektüre des Sexualitäts-Threads ist mir erst klar geworden, wie anders das offenbar in anderen KK/KS ist, was auch erklärt, warum mir diese Religionsfrage so nebensächlich vorkam und anderen so wichtig war.
Wie ist das bei euch? Kann man sich bei euch problemlos aus Übungen herausziehen, die man nicht mitmachen kann oder will? Gibt es ein festes Gruppengefüge, das nicht gesprengt werden darf? Gibts es eine Notwendigkeit für Disziplin (nicht im Sinne von Disziplin im Kampf sondern hinsichtlich des Einfügens in die Gruppe) und Anpassung/Unterordnung in einen Verhaltenskodex?
Wie wichtig ist überhaupt die Gruppe?

Eigentlich sollte sich in einer Gruppe von selber einpendeln, wie weit man Rücksicht aufeinander nimmt.
Mir ist wichtiger, wie jemand mit mir sparrt - da erkenne ich Respekt und Rücksicht. Hinterher verbeugen kann sich der letzte, dehydrierte Mensch.

Kampfkunstgruppen leben viel von Hierarchien. Das ist letztlich ziemlich blöde, weil es ja die Möglichkeit und Notwendigkeit zu Rücksicht und Einfühlung im Kampftraining gibt.
In meiner Gruppe möchte ich weder selbst Aufhebens davon machen, das mir jemand überlegen ist, noch, das er es erwartet oder tut.

Meiner Theorie nach funktionieren Dojos oft wie Schlägerbanden für Spießer.
Mann kommt rein, will stark sein, braucht Kutte oder Abzeichen und Rituale fürs Wirgefühl und die Motze zum Anhimmeln, die die Stärke zu haben scheinen, die einem selbst (noch?) fehlt. Darum stinken einem auch Abweichler und Weicheier. Die ANDEREN halt. Obwohl man dankbar sein sollte, das sie hin und wieder auftauchen und UNS zusammenschweißen.

Irgendwann ist man dann selber ein Motz dieser kleinen künstlichen Welt, und erwartet Respekt... weil man ihn selber zeigt.
Respekt - genau darum gings auch immer, als ich so 17 war.

Die Gruppe ist voll wichtig.
Von und mit den anderen lerne ich ja. Gerade auch als Trainer.
Mal verliert man, mal gewinnt der Andere.