KK und die Auswirkung auf das Selbstwertgefühl
#2
Geschrieben 11 August 2011 - 01:54 Uhr
Ich denke das vielmehr das ,,Teil einer Gemeinschaft sein´´ ist das was einen prägt. Allerdings ist es da wurst ob man eine 2000 Jahre alte KK ausübt oder im örtlichen Korbflechterverein ist.
Lg
Micha
#3
Geschrieben 11 August 2011 - 08:12 Uhr
Ninjutsu-Fan sagte am 11 August 2011 - 00:59 Uhr:
Wie sind da Eure Erfahrungen? Geht Ihr, seitdem Ihr Trainiert selbstbewusster durchs Leben?
Der Körper wirkt sich auf die Psyche aus. Deswegen führen Sportarten allgemein zur Stärkung von Körpergefühl und Selbstbewusstsein.
#5
Geschrieben 11 August 2011 - 15:30 Uhr
Da habe ich begriffen, dass es die innere Einstellung ist. Das hat mich echt weiter gebracht.
Meine Töchter können durch ihre Wettkampferfahrungen sehr gut mit Aufgeregtheit, Unsicherheit und Lampenfieber umgehen. Das wäre ohne die jetzt 11/12 Jahre Karate nie und nimmer so gut geworden.
Tay
Seminar mit Hidetoshi Nakahashi und Carlos Molina
am 19. und 20.5.2012 in Berlin
Infos unter http://www.shingitai...mid=122&lang=de
#6
Geschrieben 11 August 2011 - 20:05 Uhr
Dadurch hab ich dann bei jedem draussen angenommen, dass er auch irgendwas trainiert.
Mein Selbstwertgefühl war darum jahrelang im Keller.
Erst die ständig steigende Popularität von WT hat mir langsam ein Überlegenheits-, äh, Selbstwertgefühl gegeben.
#7
Geschrieben 11 August 2011 - 20:46 Uhr
Das ist der Grund, warum ich gefragt habe.
#8
Geschrieben 12 August 2011 - 06:41 Uhr
- sowas kann man in der kampfkunst lernen. - ob beim bujinkan, weiss ich nicht, beim aikido schon.
soziale kontakte findest du aber auch beim tischtennis, im zigarrenclub oder der bilbelstunde. die frage ist, wo die chemie stimmt und wo die interessen liegen.
#9
Geschrieben 12 August 2011 - 07:07 Uhr
allgemein denke ich, dass Kampfkunst und -sport durchaus zu einer gewissen Selbstsicherheit oder einem guten Selbstwertgefühlt beitragen kann. Einfach deshalb, weil man irgendwann weiß, dass man sich wehren kann. Ich vermute, dass dieses Wissen durch Sparring oder Wettkampf besser entstehen kann, als wenn man immer nur "Trockenübungen" macht.
Das ist aber nur eine Möglichkeit. Das "auf sich lauschen", was ingolf ansprach, ist eine weitere. Da können natürlich viele Wege nach Rom führen und sich gegenseitig ergänzen.
Im Speziellen hängt es aber immer von den genauen Umständen ab, vor allem von der jeweiligen Person. Wir haben hier schon oft Beiträge von langjährigen KK'lern gehabt, die darüber klagten, dass sie sich trotz Trainings nicht selbstsicher fühlten. So ganz automatisch kommt das also nicht unbedingt. Schaden kann das Training aber sicher nicht
Darf ich fragen, welche Art von Therapie Du machst? Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, etc?
Depressionen sind wirklich äußerst unangenehm, ich wünsche Dir gute Besserung! Glücklicher Weise gibt es heutzutage gute Behandlungsmöglichkeiten dagegen, so weit ich weiß sind Depressionen von allen Störungen am besten behandelbar.
LG,
Vagabund
P.S. Wir haben in unserer Taekkyon-Gruppe mal Begriffe gesammelt, die mit "Selbst..." anfangen. Vielleicht sind die in dem Zusammenhang für Dich interessant?
Selbst
Selbstwertgefühl
- essentiel. grundlage auf der wir uns selber einsch?tzen und m?gen. wichtig f?r das selbstvertrauen
Selbstachtung
- kontrollinstanz für die einhaltung uns wichtiger normen, anspr?che, grenzen, ...
Selbstwahrnehmung
- wie nehmen wir uns selber wahr ? wie sehen uns andere ? wenn differenz, warum ?
Selbstvertrauen
- wie sehr glaube ich an mich ? wird durch bestandende probleme, positive r?ckmeldung von anderen, positives selbstwertgef?hl und selbstachtung beeinflusst.
Selbstbewusstsein
- wie klar ist mir, warum ich etwas mache ? selbstbewusstsein entsteht durch selbstwahrnehmung und reflexion
Selbstbehauptung
- wie komme ich mit angriffen auf sozialer/sprachlicher ebene klar ? habe ich genug selbstbewu?tsein, habe ich klare grenzen, kann ich mit sprache, mimik, gestik agieren ?
Selbstverteidigung
- vermeide ich gef?hrliche "wege" ? kann ich mich k?rperlich gegen absehbare oder ?berraschende angriffe wehren ? habe ich die richtige einstellung, das richtige selbstwertgef?hl daf?r (dh bin ich mir wichtiger, als der aggressor mir wichtig ist) ?
#10
Geschrieben 12 August 2011 - 07:22 Uhr
Vagabund sagte am 12 August 2011 - 07:07 Uhr:
Im Moment mache ich noch eine Gruppentherapie, mit der ich aber nicht wirklich glücklich bin. Ich habe im Moment das Bedürfnis zu reden und das man sich mit mir auseinandersetzt. In einer Gruppentherapie kommt man leider oft zu kurz (auch wenn das jetzt egoistisch klingt).
Ich habe vor ein paar Monaten den Fehler gemacht, dass ich mich auf eine eiskalte Frau eingelassen habe, die nicht gut für mich war. Klar es war meine eigene Schuld, ich hätte von Anfang an die Finger von ihr lassen sollen. Aber damit fing alles an und dieses Thema frisst mich langsam auf.
#11
Geschrieben 12 August 2011 - 09:39 Uhr
bei mir hatt die Ausübung von KK/KS mit Sicherheit früher
auch dazu beigetragen,das ich mich manchmal überschätzt habe,
dann gab es auf die Mütze.
An mangelndem Selbstbewusstsein habe ich folglich nie gelitten.
Im laufe der Jahre hat sich das aber,so hoffe ich,alles in
die richtigen Bahnen gelenkt und dabei haben mir auch meine
Trainer und die Trainingspartner geholfen.
Mittlerweile trainiere ich selber Jugendliche mit wenig Selbstvertrauen-
wertgefühlen und bekomme das ganz gut hin.
gruss Hai
DE OPPRESSO LIBER Freiheit den Unterdrückten
Leitspruch der US Army Special Forces
****
#12
Geschrieben 12 August 2011 - 09:40 Uhr
Ich lese regelmäßig die "Psychologie Heute". Darin kommen immer wieder Artikel, die als Fazit ziehen: Die Beziehung zwischen Therapeut und Klient ist wichtiger als die psychotherapeutische Schule, die angewendet wird. Viele Therapeuten mischen ja auch.
In den vergangenen Monaten habe ich mich für eine Ausbildung als Gestalttherapeut interessiert und einige Schnupperseminare besucht. Die Krankenkassen zahlen zwar (wahrscheinlich aufgrund von Lobbyarbeit) nur zwei psychotherapeutische Methoden (Gestalttherapie ist nicht darunter). Daraus würde ich aber nicht schließen, dass die anderen Methoden nicht gut sind. Insofern kann ich Dir empfehlen, Gestalttherapie auszuprobieren. Gestalttherapie basiert sehr auf der Beziehung zwischen Therapeut und Klient. Deinem Bedürfnis, dass man sich mit Dir auseinandersetzt, könnte in einer solchen Therapie meines Erachtens gut nachgekommen werden.
War das jetzt Off Topic?
LG,
Vagabund
#14
Geschrieben 12 August 2011 - 14:08 Uhr
Zitat
ignoranz war auch nicht das richtige wort - trotz, triffts wohl besser.
wenn man natürlich gewinnt, kann das das selbstwertgefühl enorm steigern. - die frage ist, auf welchem wege man das ohne zu siegen erreichen kann. (mist, kann es sein, dass man über sich selbst siegt? - argh! man kommt wohl ohne siegen nicht aus.)
#15
Geschrieben 12 August 2011 - 14:21 Uhr
#17
Geschrieben 12 August 2011 - 20:31 Uhr
Ich denke bei psychischen Problemen und Depressionen inbesonderen hilft Sport jeder Art. Auch denke ich ist jedes Hobby gleich gut geeignet um Bestätigung, Erfüllung zu bekommen oder auch nur sich abzulenken oder sich nicht zum Grübeln zurückzuziehn. Auch jeder Gruppe wo man mit Menschen zusammen ist, kann man dazu nutzen um Ängste zu überwinden, auch in Hinsicht auf das Leute kennenlernen, sich durchsetzen etc.
Was Kampfsport und ob es hilfreich ist, kommt denk ich auf dich und was dich interessiert und liegt an.
Ich denk aber Kampfsport hat den Vorteil da - kann man ja schön im Forum lesen - schon aus der Kampfkunst heraus über sich reflektiert und an der psychischen Weiterentwicklung gearbeitet wird, das hast du in anderen Gruppen ehr seltener (zb. Schach, Fußball).
Und Menschen die über sich selbst ehr nachdenken, verstehen letzendes ehr psychische Probleme und du lernst ehr dich zu verstehen.
Also das ist zumindest das was mich aus psychischer Sicht dazu motiviert eine Kampfkunst erlernen zu wollen. Auch wenn das nicht der einzigste Grund ist.
Es gibt aber immer Leute die es nicht nachvollziehen können oder achherje die lieben Hobbypsychologen - die aber eigendlich nix wissen, aber ein analysieren wollen.
Wenn du zu offen damit umgehst oder zuviel Erwartung da rein setz - kann es passieren das du nicht-psychologisch geschulte überforderst.
Damit musste ich schon meine Erfahrung machen.
Es ersetz nie ein Psychotherapie etc., denn die Leute sind Profis und die können auch besser damit umgehn.
Und ich denke man sollte sich zumindest erstmal die Gruppe ne Weile angugen, um abzuschätzen wie sie auf sowas reagieren könnten.
Aber mich würde jetzt noch etwas interessieren:
Gibt es psychische Probleme die man sagen sollte/müsste?
Bei körperlichen Dingen gibts ja auch Dinge die trainingsrelevant wären und wie sieht sowas bei psychischen Einschränkungen aus (Angst, Impulsivität... )? Es geht vielen so - die würden sowas ehr verschweigen!
lg Dia
#18
Geschrieben 12 August 2011 - 21:06 Uhr
Zum anderen bin und war ich immer ein starker Einzelgänger, was ich eigentlich gar nicht will. Ich habe kaum soziale Kontakte bzw. Menschen mit denen ich reden könnte oder wo ich das Gefühl habe das sie für mich da sind.
Das zusammen hat in mir einfach eine Depression mit den Gefühl der Minderwertigkeit ausgelöst. Ich will jetzt nicht anfangen mit schwere Kindheit bla bla bla......aber es war nun mal so das mir mein Vater in meiner Kindheit immer oft gesagt hat, dass ich zu nichts nutze bin und es nie zu was bringen werde. Und zur Zeit habe ich eben so das Gefühl, dass er vielleicht recht hatte.
#19
Geschrieben 13 August 2011 - 01:06 Uhr
Ninjutsu-Fan sagte am 11 August 2011 - 20:46 Uhr:
Ich trainiere seit einem Jahr und etwa 3 Monaten Ju Jutsu. Mein Selbstwertgefühl hat sich dadurch nicht geändert - meinen Wert als Person definiere ich nicht über den Sport den ich betreibe.
Was sich jedoch verändert hat, ist mein Umgang mit Konfliktsituationen: Wenn mich früher jemand "angestresst" hat, neigte ich dazu, die Opferrolle einzunehmen, obwohl ich 1,91 Meter groß bin und stolze 105 Kg wiege. Gewehrt habe ich mich erst, wenn ich geschlagen wurde - dann war die Konfrontation aber auch meist nach einer rechten Geraden meinerseits beendet
In meinem Verein findet regelmäßiges Sparring statt. Als ich mit dem Ju Jutsu anfing, hat mich natürlich JEDER durch den Wolf gedreht - blutiger Anfänger halt. Heute sieht es etwas anders aus: Die (deutlich) höher graduierten hauen mir natürlich noch immer auf die Mütze (wäre traurig, wenn nicht), wenn es sich aber ergibt, dass ich gegen einen Weißgurt ran muss, sehe ich deutlich, was ich diesem voraus habe.
Da sich der "Otto-Normal-Stresser" wohl nicht wesentlich über dem Niveau eines Weißgurtes bewegen dürfte (Zumindest waren die Typen, die mich bisher verhauen wollten, allesamt unfähige Vollpfosten) habe ich mittlerweile keine Angst mehr, wenn ich Nachts durch eine dunkle Straße gehe und hinter mir Geräusche höre.
Ich fühle mich einfach sicherer - ein schönes Gefühl, das ich jedem von Herzen gönne...
Ninjutsu-Fan sagte am 12 August 2011 - 07:22 Uhr:
Hättest Du wirklich die Finger von ihr lassen sollen? Es gibt ein schönes Sprichwort, das da lautet: "Narben auf dem Körper zeigen, dass man gelebt hat, Narben auf dem Herzen zeigen, dass man auch geliebt hat.". Du hast eine Chance für euch gesehen und dich ihr geöffnet. Wenn sie dir dann den Knüppel über den Kopf schlägt ist das nicht deine Schuld, sondern ihre.
Auch wenn das wohl leichter gesagt, als getan ist: versuche mit der Sache abzuschließen und lass nicht zu, dass diese eine negative Erfahrung deine künftigen Beziehungen vergiftet, bevor diese richtig begonnen haben.
Ninjutsu-Fan sagte am 12 August 2011 - 21:06 Uhr:
Ist das Glas halb leer oder halb voll? Wenn Du in den letzten 40 Jahren Fehler gemacht hast, kannst Du entweder schmollen und Dich bis an Dein Lebensende gar fürchterlich darüber ärgern oder diese Erkenntnis nutzen, um es in den nächsten 40 Jahren besser zu machen.
Ich habe es in der zweiten Klasse geschafft, in die Rolle des Außenseiters zu geraten - wie ist mir bis heute nicht ganz klar. Damit habe ich mir die potenziell schönsten Jahre meines Lebens versaut. Hätte ich nicht außerhalb der Schule Freunde gehabt, die mich aufgefangen haben, wäre ich mit Sicherheit daran kaputt gegangen.
Als ich in der elften Klasse war, hatte meine Mutter (Mein Vater hat sie damals hochschwanger sitzen lassen - sie war also meine einzige Bezugsperson) einen schweren Verkehrsunfall. Wenn Du mit 17 Jahren deine eigene Mutter auf der Intensivstation besuchen darfst und das einzige Geräusch, das den Raum erfüllt das der Herz-Lungen-Maschine ist, fängst Du zwangsläufig an, über dein Leben nachzudenken.
Damals kam ich dann auf die glorreiche Idee, dass mich vielleicht nicht jeder in der Schule hasst. Ich legte also meine feindselige Haltung ab und siehe da: von heute auf morgen habe ich den Anschluss gefunden und es begann die mit Abstand schönste Zeit meines Lebens.
Worauf ich hinaus will: Auch wenn gerade alles beschissen zu sein scheint. Es ist nie zu spät, etwas zu ändern. Du musst nur bereit sein, nach vorn zu schauen. Hake die Vergangenen Jahre ab - die kann Dir niemand zurück bringen. Lebe im Hier und Jetzt und versuche dieses so zu gestalten, wie Du es Dir vorstellst. Manchmal (so wie bei mir damals) ist alles eine Frage der inneren Einstellung...
Ninjutsu-Fan sagte am 12 August 2011 - 21:06 Uhr:
Ich verrate Dir vielleicht nichts neues, wenn ich dir sage, dass Menschen, die es nötig haben, andere "runter zu putzen" oft ganz arme Würstchen sind, die mit ihrem eigenen Leben nicht klar kommen.
Ich will mir hier kein Urteil über deinen Vater anmaßen - das kommt mir sicherlich nicht zu. Ich möchte Dir aber dennoch dazu raten, dein Selbstwertgefühl nicht von seinen Aussagen abhängig zu machen. Manche Eltern nutzen Ihre Kinder nun mal als Prellbock, wenn ihnen das eigene Leben über den Kopf wächst - Leider weiß ich sehr genau, wovon ich da rede.
Das mag verdammt unfair sein, aber es ist nicht Deine Schuld, sondern seine.
#20 Gastblauvogel_*
Geschrieben 13 August 2011 - 08:20 Uhr
Ninjutsu-Fan sagte am 12 August 2011 - 21:06 Uhr:
Zum anderen bin und war ich immer ein starker Einzelgänger, was ich eigentlich gar nicht will. Ich habe kaum soziale Kontakte bzw. Menschen mit denen ich reden könnte oder wo ich das Gefühl habe das sie für mich da sind.
Das zusammen hat in mir einfach eine Depression mit den Gefühl der Minderwertigkeit ausgelöst. Ich will jetzt nicht anfangen mit schwere Kindheit bla bla bla......aber es war nun mal so das mir mein Vater in meiner Kindheit immer oft gesagt hat, dass ich zu nichts nutze bin und es nie zu was bringen werde. Und zur Zeit habe ich eben so das Gefühl, dass er vielleicht recht hatte.
es gibt bereiche in meinem leben, da denke ich auch, dass ich da einiges nicht auf die reihe bekommen habe.
es gibt aber auch bereiche in meinem leben, die bis jetzt ziemlich erfolgreich verlaufen sind. erst recht, wenn man die umstände betrachtet, welche die ausgangslage definierten.
interessanterweise waren mir die erfolgreichen teile gar nicht bewusst, bis mir mal eine freundin den kopf gewaschen hat.
ich kenne es aus dem elternhaus, dass man fertig gemacht wird. egal wie gut man etwas hinbekommen hatte, es wurde schlecht gemacht. dabei hatte ich einen zig-fach höheren schulabschluss als meine alten herrschaften, ein selbstfinanziertes studium, einen job in einer angesehenen firma usw.
trotzdem wurde das von eltern und schwester in den schmutz gezogen (ganz üble behauptungen und unterstellungen - immer und immer wieder).
ich hatte das geglaubt !!!!
irgendwann meinte eine freundin zu mir, dass ich verdammt viel erreicht hätte und, hätte ich unterstüzung vom elternhaus bekommen, wäre ich noch viel weiter gekommen. ich kannte von "zuhause" nur die aussage, dass ich ein "fass ohne boden" wäre.
mir wurde klar, dass genau dort der hund begraben ist und dass es lächerlich ist, was diese leute in frage stellen.
sie können mir nicht annähernd das wasser reichen !!!
wie absurd ist das ganze denn ?!
da die vorwürfe nicht abzustellen waren und es regelmässig sehr viel energie kostet, immer dagdgenzuhalten, habe ich mich nach jahrelanger überlegung dazu entschlossen und auch die erkenntnis erlangt, dass ich es wert bin, mich dem zu entziehen und micht den behauptungen nicht mehr auszusetzen. jetzt kommen vorwürfe von anderer seite, aber die prallen an mir ab.
ich war dann doch selbstbewusst genug, mich selbst zu schützen, auch wenn die gesellschaft mich als "undankbar" den erzeugern gegenüber hinstellt. die wissen gar nichts!! basta!!
seitdem ich eine klare trennung vollzogen habe, geht es mit gut und ich bin, gerade bei der arbeit, sehr selbstbewusst geworden.
dummerweise haben sich diese von klein auf geprägten unsicherheiten fatal im kk-training gezeigt. lange zeit galt ich als gut, konnte aber nie etwas ausreichend gut machen. bildlich gesprochen konnte ich einen dreifachen salto und ein anderer nur einen purzelbaum. der andere galt als besser und wurde gefördert. ich hatte wieder nur die vorwürfe und habe alles geglaubt.
es war wieder diese absurdität, die ich nicht verstand.
ausserhalb des dojo gab es aber jemand (nicht gerade unbedeutendes), der mir vor nicht allzulanger zeit ein unglaublich tolles feedback gab.
ich habe das im dojo gar nicht erzählt und als es jemand, der das mitbekam, erzählte, wurde das wieder in den schmutz gezogen.
es konnte mir aber nicht mehr wirklich viel anhaben .
ich habe nichts gesagt, habe aber die selbstsicherheit. seitdem läuft alles richtig gut, obwohl kaum jemand weiss, was los war.
die möchtegerns in der gruppe, die bevorzugt wurden, haben sich zurückgezogen, ich werde von anderen gruppen eingeladen, entscheide wann ich training gebe und akzeptiere das nicht erst, wenn andere absagen usw..
allerdings wundern die sich, dass ich jetzt eben nicht mehr immer ins training komme. ich habe alternativen und sie sind irritiert, dass ich auch wähle.
manche lehrer wundern sich, dass ich überhaupt nicht mehr zu ihren seminaren komme, dabei haben sie mich in den letztn jahren links liegen gelassen.
trainer und lehrer sind keine therapeuten. sie nehmen unter umständen auch nur das wahr, was du ausstrahlst oder du von dir selbst denkst.
das fehlende selbstwertgefühl wird einem auch in einer kk nicht geschenkt. man muss es sich selbst erarbeiten, wie im berufsleben usw..
ich bin heute noch verwundert, wenn leute von sich aus etwas mit mir unternehmen wollen oder wie neulich nach dem training noch mit mir in ein cafe wollen oder unbedingt mit mir bei mexikaner auf ihren geburtstag anstossen wollen. eigentlich normal, aber früher war ich so erschrocken und habe mich gefragt, was mit denen los ist.
irgendwie ist es aber auch logisch, dass sie meine gesellschaft wollen
...........auch wenn ich diese unternehmungen inzwischen sehr geniese, so wird es mir irgendwann auch wieder zuviel und ich möchte mal eine wochenende ohne verabredungen oder termine. das mag bei mir öfter sein, als bei anderen, aber es ist legitim und steht mir zu.
als jugendliche war ich in der schule die klassische aussenseiterin (das lag nicht nur an meinem verhalten, sondern auch an anderen konstellationen) und ich habe mich deshalb zusätzlich noch schlecht gefühlt.
das ist quatsch, es war nicht meine alleinige schuld.....aber es hat einen geprägt, was aber auch nicht nur schlechtes hat.
ich kann damit leben, dass ich nicht unbedingt zu bestimmten gruppen gehören muss. ich muss deshalb meine ideale und überzeugungen nicht verraten. ich weiss, dass ich mir auch selbst genügen kann (auch wenn ich mich manchmal grässlich langweilig finde
ich kann mir die gruppen suchen, welche die leute grundsätzlich gegenseitig akzeptieren können.
letztendlich kann man auch durch eine weniger tolle kindheit und jugend selbstwert generieren. es kommt darauf an, wie man selbst darübder denkt.



