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Fette Kampfkunstmeister


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202 Antworten in diesem Thema

#41 Naniwonai

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Geschrieben 14 August 2011 - 21:53 Uhr

@Martensit-Stahl:

Würde dich jetzt nicht als Dick einschätzen, Fett schon gar nicht, du bist aber auf der "kräftigeren" Seite.
Das ist so völlig in Ordnung und wenn du mit dir selbst zufrieden bist ist alles Paletti.

Jedoch würde es dir gesundheitlich im Hinblick auf deinen Diabetis und leistungstechnisch sicher nicht Schaden ein paar Pfunde zu verlieren. (Edit: Besonders da sich Fettreduktion als eine effektive Behandlung gegenüber Diabetis Typ 2 erwiesen hat.)

Das würde es aber den meisten Leuten in unserer "westlichen Wohlstandhemispähre" auch nicht.
Die armen Leute die wirklich an Essstörungen und Bulemi erkrankt sind natürlich ausgenommen und auch die handvoll echte Bohnenstangen mit Hühnerbrust nicht.

Gruß Naniwonai

Bearbeitet von Naniwonai, 14 August 2011 - 21:56 Uhr.

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#42 Martensit-Stahl

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Geschrieben 14 August 2011 - 21:58 Uhr

Ich versuche es ja, wie gesagt, habe inzwischen 3 Kilo runter, fast 4.

Aber der Aufwand, den ich dafür bis jetzt betrieben habe ist enorm.
Mindestens 2x, meistens 3x den WKM-Plan pro Woche plus eine Ausdauer-und eine HIIT-Einheit extra seit dem Foto...

Aber der Ausdauerkram geht mir aufn Sack!:)

Daher will ich ja mit einer KK anfangen, bzw. bin gerade dabei anzufangen!:)

#43 Naniwonai

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Geschrieben 14 August 2011 - 22:09 Uhr

Gratulation zu deinen Erfolg !
Jeder Anfang ist schwer, ich sprech da aus Erfahrung.
Ich hab mal 106 kg gewogen mit 17 und habs geschafft auf 62 kg abzunehmen.
Dann hab ich wieder ein bisschen lockerer gelassen und fluktuiere seit einem Jahr immer zwischen 72 - 78 Kg.

Als Tipp: Du hast jetzt dein Trainingsplan geschrieben, deswegen glaub ich dein Fokus ist etwas falsch gesetzt (Kann mich natürlich irren) ich weiß aber aus Erfahrung das der Abnehmkampf zu 90% in der Küchegekämpft werden muss. Sport sollte natürlich nicht vernachlässigt werden, hat aber nur eine unterstützende Wirkung, zuviel Sport kann sogar eher eine negative Auswirkung haben weil du dir oftmals einredest die extraportion hättest du dir jetzt erst recht verdient.

Aber ich glaub wir schweifen zu sehr vom Topic ab, schreib mir doch einfach ne PM wenn du an ein paar Tipps oder Infoseiten interresiert bist ;) (natürlich nur wenn du willst, möchte mich jetzt nicht aufzwengen)

Gruß Naniwonai
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#44 Martensit-Stahl

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Geschrieben 14 August 2011 - 22:13 Uhr

Danke!
Mit der Ernährung halte ich mich natürlich auch etwas zurück!:)
Ganz besonders mit den Kohlenhydraten.

#45 Volker

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Geschrieben 15 August 2011 - 00:36 Uhr



#46 KAJIHEI

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Geschrieben 15 August 2011 - 05:52 Uhr

@tenchi :
Erstmal entschuldigung für mein harschen Ton gestern, der Tag war nicht so witzig.
Also was hat Schmieden mit KK zu tun : Nichts, es ging mir darum das man dabei auch eine Menge Kondition braucht.
Warum ich deine Ausführung mit der Cola etc als Beleidigung eingestuft hab , erklär ich ebenfalls sehr gerne.
Was haben wir denn bisher :
-Dicke sind ungelenkig
-Dicke haben keine ordentliche Kondition
-Dicke sind unästhetisch
-Dicke sind undizipliniert
-Dicke stopfen sich ausschließlich ungesund voll ( das dann noch mit der Bauarbeiterkombi...)
Es fehlt nur noch :
Dicke sitzen schwitzend in Puschen im Unterhemd den ganzen Tag vor der Glotze.
Mit dieser vorhergehenden Zeile wäre dann das ganze Voruteilspantehon komplett.
Bis auf die Frage der Ästhetik kann ich aber guten Gewissens sagen das ich genügend Runde kenne, die keine der ansonsten aufgeführten Eigenschaften aufweisen. Ich übrigens auch nicht.
Tja wenn man dann aber mit so einem "Zuckerguss" beglückt wird, der doch arg an "Britt an Sonntag" ( oder wie das heißt ) und ähnliche Nonsenssendungen erinnert, da fühlt man sich schon als "Betroffener" mal wieder angemacht.
Ich sage mit Bedacht mal wieder, weil es kann nicht sein das man wegen seiner Figur angemacht wird, egal wann und wo. Sowas ist ein Zeichen misester schlechter Erziehung. Zu meinen wilderen Zeiten hab ich Leutchen dir mir sowas kommentierten etwas Benehmen im wahrsten Sinne des Wortes eingbläut..inzwischen bin ich ruhiger, aber immer noch allergisch auf Vorurteilshetzen.

Ich glaube in dem Kontext begreifst du, warum ich etwas militanter für die runde Fraktion streite.

Gruß

Kaji
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#47 KAJIHEI

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Geschrieben 15 August 2011 - 06:38 Uhr

Irgendwie geht mir ein Frage nicht aus der Rübe : Kann man Respekt auf Grund des Aussehens verweigern ?
Kann man durch das Aussehen Rückschlüsse auf irgendwas ziehen ?
Aus meiner Sicht heraus nein.

Nehmen wir z.B: mein alten Lehrer : Das war ein kleiner wirklich alter klappriger Kerl mit Brille. Eigentlich die klassische "Opa-Lachnummer" wie man sie aus Klischees kennt. Zur Abrundung hätte nur noch der Rollator gefehlt..
Aber gade dem Gott der den guten Mann gereizt hat : Ratz fatz war der Knabe sowas von fit und schnell, einfach erschreckend.
Ich werd nie die Szene vergessen wo er sinnbildlich gesprochen mit sein Shinai hinter sich herschleidfend dümmlich grinsend durch den Dojo gelatscht ist. Gemütlicher gings nicht. sein Gegner, ein stattlicher Dan-Träger mühte sich ab, aber der Alte war irgendwie immer weg. Dann nach etwas "Rumgelatsche", ein noch breiteres Grinsen vom alten Herren, Men fertig.

Oder noch ein Gedicht aus meiner Schulzeit : Wir hatten da einen mehr als runden Sportlehrer. Irgendwie konnten wir es uns nicht verkneifen über die schwabbelige Kugel zu spotten. Ergebnis ? Der hat und gedrillt bis zum Grünwerden, bis wir uns erblödet haben mal zu fragen ob er das noch selber könne..
Auwei, hätten wir blos die Klappe gehalten. Der halt Alles in einem Affenzahn und einer Päzison vom Boden bis zu den Ringe quer übers Reck und Barren vorgemacht das es gruselte. Übrigens das Dickerchen ging im Jahr darauf in Rente.
Vorher hat er uns ab nochmehr rund gemacht als bisher. Tja sportlich war er, aber menschlich eher bedenklich...

Nur zwei Anekdoten, die aber vielleicht im Kontext hier zum Nachdenken anregen können.
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#48 pugilism

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Geschrieben 15 August 2011 - 07:39 Uhr

Grosse Schlagkraftschneller Kicker

Wie ich gesagt habe, die Körperform sagt nichts über die kämpferischen Fähigkeiten aus. Denoch wirst du mir meine meine Meinung nicht ändern, musst du ja auch nicht..
- Seinen Kampfstil gegen einen unkooperativen Gegner in einem freundlichen Sparring mal zu testen ist wohl das Mindeste bevor man grosse Reden über dessen Tauglichkeit schwingt.....
- Klassische KK-Attacken:

Stop and freeze Attack: Aus zwei Meter Entfernung wird ein Faustschlag gestartet und die Technik wird durchgezogen komme was wolle, abrupt wird die Bewegung mit ausgestrecktem Arm gestoppt und der grosse Sifu/Sensei kann eine im Minimum, 10 Fachcombofaustattacke demonstrieren. Zweitangriffe sind nicht möglich weil das Chi des Meisters dies verhindert.

Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.

Die Wichtigste Regel überhaupt in den klassischen KK's: Wenn wir alle gaaaaaaanz fest daran glauben, dann funktioniert es auch......

#49 Mac

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Geschrieben 15 August 2011 - 07:56 Uhr

Hi Kaji,

Zitat

Irgendwie geht mir ein Frage nicht aus der Rübe : Kann man Respekt auf Grund des Aussehens verweigern ?

Selbstverständlich, das geschieht doch jeden Tag. Bei Aussehen klammere ich nun alles ein, insbesondere Kleidung. Kleider machen Leute, nicht erst seit Köpenick und hast du das richtige Zeug nicht an, bist du in bestimmten Kreisen schon tabu. Das gleiche gilt für Piercings, für Tattoos, für Schnürsenkel etc. Anders herum öffnen Kleidung oder andere Statussymbole - wie Titel oder Grade - Türen.

Ästhetik ist immer eine Frage des Geschmacks und über den lässt sich nicht streiten.
Wobei ich oft denke, dass Ästhetik nur ein Begriff der Ab- oder besser Ausgrenzung, wenn ich folgende Äußerungen höre:

* wenn ich der oder die wäre, würde ich sowas nicht anziehen
* wenn ich so dick/dünn aussehen würde, wurde ich nicht im Bikini an dn Strand gehen
* wie kann die Frau da in die Sauna gehen, die hat ja eine Brustamputation hinter sich, wie sieht das denn aus
* ...

Zumal auch viele Beispiele hier konstruiert wirken. In jeder Sportart, die ich gemacht habe, waren auch sehr kräftige (in der Sprache des Threads hier: fette) Leute dabei.
Gerade beim Badminton, was alles andere als eine langsame, unbewegliche und konditionsfreie Sportart ist, habe ich oftmals kräftige Gegner gehabt, die "den Schlanken" klar überlegen waren.
Diese Pauschalisierung ist übrigens Absicht.

Der schlanke, muskulöse, ästhetische KK'ler" ... das ist so ein typisches Budoromantikmärchen und so mancher fette KK'ler steckt den normalen Nichtsportler in die Tasche und lebt durch regelmäßiges Training gesünder als der Schlanke.

Im Übrigen sehe ich für mich auch nicht die Notwendigkeit, über die Optik andere Menschen zu urteilen. Das ist mir zu oberflächlich.
Wenn mir jemand gefällt, schaue ich gerne hin, wenn mir jemand nicht gefällt, so muss ich nicht hinschauen.

Winke

Mac
Renne um Dein Leben, wenn ich lächele.

Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.

#50 KAJIHEI

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Geschrieben 15 August 2011 - 08:11 Uhr

@Pugie :
Du hast deine Meinung zwar nocht nicht explizit geäußert, aber ich kann sie mir denken. Klar darfste die behalten, wieso auch nicht.
Soalnge du damit keine Leute kränkst , diskriminierst etc, kannst du meinen was du möchtest, ab da wird´s aus meiner Sicht kritisch.
Eine Meinung gibt nicht das Recht Unrecht zu begehen.

@Mac :
Mit dem Satz meinte ich weniger ob es getan wird, sondern eher ob es richtig ist. Aus meiner Sicht, wie geschrieben eben nicht, d.h es ist Unrecht und damit sind wir genau beim letzen Satz im vorherigen Absatz in diesem Post.

Gruß

Kaji
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#51 qumran

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Geschrieben 15 August 2011 - 12:20 Uhr

Beitrag anzeigenMac sagte am 15 August 2011 - 07:56 Uhr:

Ästhetik ist immer eine Frage des Geschmacks und über den lässt sich nicht streiten.
Das stimmt so nicht. Denn es sind Codes, die bewusst gewählt werden, in vielen Fällen mit einem klaren Ziel. Manchmal sogar "gegen" den eigenen Geschmack oder Willen. Arbeite ich in einer Bank, muss ich den Dresscode wahren. Selbst wenn ich Businesskostüm oder Anzug sonst nicht unbedingt anziehen würde, mich vielleicht sogar unwohl darin fühle. Im günstigsten Fall identifiziere ich mich damit derart, dass ich "Anzug- bzw. Kostümtragen" ok oder sogar so toll finde, dass ich mich gut darin fühle, dass es mir Spaß macht, diese Klamotten zu kaufen (dass es cool ist, den Unterschied zwischen "Anzug" und "Anzug" zu kennen).

Oder umgekehrt: der bewußt-betonte Leisure-Style, den viele (Hollywood-)Prominente gerne an den Tag legen. Lässige, löchrige Jeans, T-Shirt, FlipFlops, knautschige Handtasche. Auf den ersten Blick wirkt das cool, unprätentios, wie "einer von uns Nicht-Prominenten". Schaut man genau hin, ist es eine 2000 Dollar-Jeans, eine sündhaft teure Gucci-Handtasche, Designer-FlipFlops etc. Drunter geht nämlich nix. Auch diese Form von scheinbarem Understatement ist keine Frage von Geschmack. Es geht darum, in welcher Liga man spielt.

Manche Menschen stylen ihren Körper durch harte Disziplin so wie sie an der Auswahl ihrer Dresscodes feilen. Und verachten andere, die diese Disziplin augenscheinlich nicht aufbringen können. Fettsein erscheint aus einer solchen Perspektive als "Schwäche". Oder es wird Mitleid epfunden, was hier eine andere Form von Verachtung ist (für mich).

Letzten Endes geht es darum, wie wir unser Selbstbild kreieren (dazu gehört auch das äußere Erscheinungsbild). Und wie gut oder schlecht wir uns selbst dabei in die Tasche lügen.

qumran

#52 Catwoman

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Geschrieben 15 August 2011 - 13:00 Uhr

Hallo,

meine Meinung ist der Threadtitel (bewußt?) provokativ gewählt. Das Wort "fett" empfinde ich als abwertend und versuche es deshalb aus meinem Sprachgebrauch zu verbannen.

Manche Menschen futtern sich dick, aber es gibt auch solche, die aufgrund von Erkankungen (und ggf. der dazugehörigen Medikation) einfach dick sind. Was sollen die Leute machen? Deshalb bin ich immer recht vorsichtig mit Zuschreibungen dererlei Art.

Das ist die eine Seite.

Die andere ist das persönliche ästhetische Empfinden. Wie schrecklich wäre es denn, wenn wir alle das Gleiche hätten. Rubens stellt meines Erachtens zum Beispiel dicke Frauen sehr ästhetisch dar.

Ja, über Geschmack können wir nicht streiten, denn er ist individuell. Aber über Abwertungen, Zuschreibungen und Vorurteile durchaus.

LG Catwoman
"(und bei Katzen ist die vollkommen irrationale Launenhaftigkeit biologisch angelegt. Wenn man so will: Die sind von Natur aus wahnsinnig.)" Terao, 02.03.12

shikin haramitsu daikomyo

http://www.onsideklettersport.de/

#53 KAJIHEI

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Geschrieben 15 August 2011 - 15:23 Uhr

Beitrag anzeigenqumran sagte am 15 August 2011 - 12:20 Uhr:



Manche Menschen stylen ihren Körper durch harte Disziplin so wie sie an der Auswahl ihrer Dresscodes feilen. Und verachten andere, die diese Disziplin augenscheinlich nicht aufbringen können. Fettsein erscheint aus einer solchen Perspektive als "Schwäche". Oder es wird Mitleid epfunden, was hier eine andere Form von Verachtung ist (für mich).

Letzten Endes geht es darum, wie wir unser Selbstbild kreieren (dazu gehört auch das äußere Erscheinungsbild). Und wie gut oder schlecht wir uns selbst dabei in die Tasche lügen.

qumran

Genau an diesem Punkt geht das Beispiel extrem schief. Seinen Körper kann man sich nur sehr begrenzt aussuchen, seine Klamotten absolut.
Selbst wenn ich kein Geld habe, kann ich z.B: reiche Bubis "abziehen" und ein Schein aufbauen. Ich kann gute
Plagiate nutzen etc.
Was aber wenn mein Körper einfach nicht perfekt sein kann ? Einen neuen klauen, ab unters Messer bis
die Norm stimmt ?
Das hat nämlich nicht nur etwas mit Diziplin zu tun, und genau desahlb verwehr ich mich dagegen
so etwas als Beweis für Diziplinlosigkeit und Schwäche zu indizieren.

Was das Statussymbol angeht : Es hat mal jemand sehr böse formuliert zum Thema Macho und Auto :Was man nicht der Hose hat, wird durch das unter der Kühlerhaube ersetzt.
Putzigerweise trifft man dieses mangelnde Selbstwertgefühl auch sehr häufig bei Prada und Gucchi Typen an, während wirklich Wichtige Industriekapitäne teilweise wie die Ökö-Möke aus den 7oiger durch die Gegend laufen.
Also wiederum keine Rückschlüsse auf die Person hinter dem dreifach geliftenten Gesicht möglich über
die Äusserlichkeiten.
Übrigens auch nicht auf ihren finaziellen Status, der Zaster kann ja dem Gatten gehören oder umgekehrt..

Bearbeitet von KAJIHEI, 15 August 2011 - 17:17 Uhr.

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#54 Tullux

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Geschrieben 15 August 2011 - 15:48 Uhr

Müssen Kampfkunst"meister" eine Meisterprüfung bei der IHK abgelegt haben? :lol:

#55 itto_ryu

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Geschrieben 15 August 2011 - 16:06 Uhr

Wow die Diskussion geht weit. Ich kann kaum aufholen, daher richte ich mich an SanDans Antwort: Sorry, aber Waffentraining hat nichts mit "Hilfsmitteln" zu tun, schon gar nicht, weil man "fett" ist. Letztendlich ist jemand von Tom Kiers Statur nicht "fett", er ist einfach massig, hat die Figur eines Bullen und wird kaum zu einem drahtigen Bruce Lee-Verschnitt werden, weil seine Physionomie von Natur ganz anders ist. an dem Punkt muss ich auch noch einhaken, dass Tom Kier auch ohne "hilfsmittel" kann.

Problematisch wird Übergewicht oder korpulenter Körperbau erst, wenn er die Fitness einschränkt. Und da muss sich jeder fragen, wieviel Fitness der Kampf genau erfordert. Klar jemand wie Tom Kier wird sicherlich nicht zum Marathon-Mann. Aber um jemanden in Grund und Boden zu rammen reicht es. Schaut alein nur die kräftigeren Wrestler an, deren Fitness ist wahrlich nicht anzuzweifeln.

Zum Thema Kampfkunst und Ästhetik sage ich nur eines: Geht es um KAMPF oder um KUNST? Hässliche Techniken sind meist die effektivsten und es braucht keinen Adonis, um Kleinholz zu machen.
Cha togar m' fhearg gun dìoladh - Nemo me impune lacessit

#56 KAJIHEI

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Geschrieben 15 August 2011 - 17:18 Uhr

Beitrag anzeigenTullux sagte am 15 August 2011 - 15:48 Uhr:

Müssen Kampfkunst"meister" eine Meisterprüfung bei der IHK abgelegt haben? :lol:
Nein bei der HK ; Man zahlt sich dumm und dusselig und bekommt garantiert nichts dafür. :wut:
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#57 Nordlicht

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Geschrieben 15 August 2011 - 20:56 Uhr

Ich finde da noch eine andere Sache wichtig: Ich glaube, die Art eines KK-Stils hat mit dem Körperbau des Stilbegründers zu tun.
Also, wenn man sehr klein und schmächtig ist, wie z.B. Jigoro Kano, drängt es sich auf, die Kraft des Gegners gegen ihn selbst einzusetzen, weil dessen Kraft vermutlich größer ist als die eigene.
Noch besser ist es in dem Fall, man ist gar nicht da, wenn der Angriff kommt, wie Ueshiba.
Wenn man jetzt sehr groß, stark und vielleicht auch dick ist, braucht man überhaupt nicht so zu kämpfen wie die beiden. Judo und Aikido sind dann eigentlich für einen gar nicht gedacht und daher nach meiner Meinung auch kaum geeignet.

Ähnlich ist es beim Karate. Auch dafür sollte man eher klein sein (Funakoshi war es jedenfalls). Wenn man groß ist und dann oft High-Kicks macht, hat man - nach meiner Meinung - eine ganz andere Belastung im Bereich des Hüftgelenks und der Sehnen dort, einfach, weil das Bein, das man so hoch bewegt, viel länger und schwerer ist, als der Stilbegründer sich das vorgestellt hat.
Auch tiefe Stellungen belasten die Knie eines Dicken viel mehr als die eines Kleinen, Leichten.
Wenn man also groß und dick ist (wie ich) und sich beim Training keine Verletzungen durch Überbelastungen zuziehen will, die am Ende das Training ganz unmöglich machen (wie bei einem Freund von mir), muß man auf seinen Körper und möglicherweise auch auf sein Alter Rücksicht nehmen. Wenn man dann etwas mit Schlagen und Treten machen möchte, muß man auf High-Kicks und tiefere Stellungen mehr oder weniger verzichten und, wenn man nicht gerade schon morgen in einen tödlichen Zweikampf zieht, muß man die Bewegungen auch langsamer machen.
Nach meiner Meinung war das der Ansatz von Yang Chengfu, der das Yang-Tai Chi zu dem langsamen, gesundheitsbetonten Stil gemacht hat, der er heute ist. Und siehe da: Er war dick:

http://www.yangcheng.../first_set.html

Ich denke, so erklärt sich dieser Tai Chi-Stil. Ich denke, es ist der KK-Stil, der sich am meisten an den gesundheitlichen Bedürfnissen von Dicken orientiert. Andere Stile sind dafür weniger geeignet. Allerdings gibt es die "Nebenwirkung", das dieser Stil möglicherweise weniger zum Kämpfen geeignet ist als die anderen.
Trotzdem denke ich, daß man bei der Wahl der KK schon auf seinen Körperbau achten sollte im Verhältnis dazu, wie der jeweilige Stilbegründer seinen Stil gemeint hat. Nicht jeder Stil ist für jeden geeignet. Wenn man etwas intensiv macht, das nicht für einen geeignet ist, wird sich das wahrscheinlich irgendwann in gesundheitlichen Beschwerden äußern.

Viele Grüße

#58 mausetiger

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Geschrieben 15 August 2011 - 22:14 Uhr

Hallo,

geht es hier wirklich um Gewicht, und nicht eher um - nennen wir es mal - Gepflegtheit und Körperbewußtsein, beides keine Frage des Gewichtes. Tatsächlich stört es mich, wenn im Dojo oder erst recht als Lehrer/in, jemand ungepflegtes steht. Weil ich diese Vernachlässigung seiner selbst auf das Training deute. Aber ich habe schon wunderschöne ästhetische Dicke gesehen und grandiose Dünne ebenso. Deren Geheimnis war nicht der Körperbau, sondern oft die Hingabe an die Sache, das in-sich-selbst-Sein ... Wenn ich mit "fett" das Vorurteil meine, das einem so bei "fett" in den Sinn kommt (angeregt durch meist amerikanische Bilder mit entsprecehendem Umfeld): ne, dann ist es eher nicht als KKMeister für mich zu akzeptieren (Grund siehe oben), wenn es aber nur darum geht, dass ein Körper Fülle hat und Ausstrahlung, dann ist das wunderbar und er kann dick, dünn, oder sonst was sein. Ich werde es nicht mal wahrnehmen.

Und Kaji: du bist einfach riesig!!! :D Das sag ich mal so als kleine ... was auch immer ;)

Liebe Grüße
Mausetiger

PS: Hat jemand den Film "Das Schmuckstück" mit Catherine Deneuve und Gerard Depardieu gesehen, lief erst vor kurzem. Depardieu ist ein gewaltiges Kaliber von einem Mann, aber er kann so unglaublich zart und behutsam spielen und sich bewegen, dass ich - obwohl er wirklich ein unglaublicher Koloss ist - geschworen hätte, er ist der schönste, interessanteste, sensibelste und tollste Mann der Welt ... das ist Zauber jenseits aller Körperlichkeit (auch wenn es nur einen Film lang dauert, so bewundere ich auch jetzt noch sein schauspielerisches Können). So was meine ich mit bewußte Körperlichkeit jenseits der Figur). Manchmal stimmen die Kategorien, die wir setzen, einfach nicht. :)

Bearbeitet von mausetiger, 15 August 2011 - 22:16 Uhr.

Such dir Menschen, die dir nicht weh tun ... und genieße mit ihnen ....

#59 Vagabund

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Geschrieben 15 August 2011 - 22:25 Uhr

Beitrag anzeigenKAJIHEI sagte am 15 August 2011 - 15:23 Uhr:

...
Übrigens auch nicht auf ihren finaziellen Status, der Zaster kann ja dem Gatten gehören oder umgekehrt..

Ich glaube, meistens ist es umgekehrt und der Gatte gehört dem Zaster... :D
Taekkyon-Seminar mit Großmeister Lee Yong-bok (9. Dan Taekkyon und 9. Dan Tae Kwon Do) in Hamburg: www.zentrum.taekkyon.de/news

#60 KAJIHEI

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Geschrieben 16 August 2011 - 08:15 Uhr

@Mausetiger : Das Kompliment erwider ich doch gerne : Sie sind mit Abstand der beste Beweis dafür das weder Körperhöhe noch Breite etwas mit der wahren Größe eines Menschen zu tun haben. :)
Gruß Kaji ( der wirklich nicht in die Handtasche passt :lol: )
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