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Feste Umklammerung von hinten


104 Antworten in diesem Thema

#1 Volker

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Geschrieben 15 August 2011 - 01:01 Uhr

Im Karate-Unterforum ist diesbezüglich ein kleiner Disput entbrannt.

Was macht eigentlich ein Aikidoka in diesem Falle?

Gehen wir mal davon aus, daß der "Partner" sehr kräftig und "unkooperativ" ist und bereits umklammert hat .

Daß er mich umwerfen möchte - oder, was wahrscheinlicher und noch unangenehmer ist, mich sein Gschpusi von vorne attackiert.

Danke!

v.



#2 ingolf

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Geschrieben 15 August 2011 - 06:55 Uhr

hi volker, google mal nach ushiro tori. -

für aikido ist es eigentlich ein bisschen spät, wenn man schon umklammert wurde. es muss wie ein refelex sein, bevor sich die umklammerung schliesst die arme aufzuspannen, u.a. um sich einen raum für aktionen zu halten. an sonsten könnte man sich mit den nicht ganz aikidokonformen geschichten ein bisschen handlungsspielraum schaffen, wie treten mit der ferse auf den spann, schlag mit dem hinterkopf, etc. - jetzt kommts drauf an, in welcher höhe man umklammert wird: sollte man recht tief gegriffen werden (unterhalb der ellenbogen), kann man relativ leicht die arme rausbekommen - man muss halt die schultern einsetzen - und was man mit den freien armen macht, bleibt der phantasie überlassen. - wenn man weit oben (oberhalb der ellenbogen) gegriffen wird, gibts diverse techniken (siehe ushiro tori)

hier eine möglichkeit:

Bearbeitet von ingolf, 15 August 2011 - 06:59 Uhr.

sei still

#3 Gastblauvogel_*

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Geschrieben 15 August 2011 - 07:06 Uhr

ich kann hier bei der arbeit leider keine tuben-videos suchen.

angriffe von hinten gehören aber zu den grundtechniken.
da gibt es verschieden möglichkeiten.

die engste ist wohl, wenn uke eine hand kontrolliert und gleichzeitig von hinten den arm um den hals klemmt.

da gibt es möglichkeiten, uke nach vorne zu bewegen (unterstützt durch atemi mit dem ellenbogen zur offenen seite) und dann techniken zu machen.

dann gibt es noch, dass die ellenbogen umklammert werden, die ellenbogen gehalten, die handgelenke gehalten usw.

#4 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 15 August 2011 - 10:37 Uhr

In der Nomenklatur, die ich kenne, wird eine Umklammerung von hinten über den Armen als "ushiro kakae tori" bezeichnet.
kakae meint "ein Arm voll Holz".

Kann man den Abschluß des Angriffs durch Aufspannen der Arme verhindern, wie es Ingolf beschreibt, ist Vieles möglich. Als grundlegende Form übe ich in dieser Situation kokyu nage. Der Partner wird über den Kontakt bewegt.

Wenn die Umklammerung vollendet ist, übe ich als grundlegende Form einen Handgelenkhebel: Sankyo.
Grob gesagt: Umfassen einer Handkante (Links mit Rechts ober umgekehrt, je nach Griff des Angreifers), Absenken des Körpers und Durchtauchen nach hinten und aussen. Dadurch entsteht ein Hebel (sankyo), den man zusätzlich nutzen kann. Der Griff, der die Umklammerung festmacht, braucht dazu nicht gelöst werden! (Es ist wichtig, das nicht zu probieren.)
Viele Details dieser Form werden in den grundlegenden Angriffen von hinten immer mitgeübt und werden entsprechend hier umgesetzt.

Die Formen, die in dem von Ingolf verlinkten Video gezeigt werden, halte ich persönlich aufgrund meiner Erfahrungen nicht für sinnvoll. Ich könnte das so nicht umsetzen. Und die Personen, mit denen ich übe, würden sich mich wohl mit auf den Boden nehmen.
Auch aiki otoshi aus dieser Situatio zu werfen, halte ich für gewagt.

Für eine vollendete Umklammerung von hinten unter den Armen kenne ich außer aiki-otoshi keine aikido-spezifische Form. Ich habe aber auch hier noch selten erlebt, daß der Angreifer im Fallen seinen Griff löst. Man gewinnt also nichts.
Die unterschiedliche Möglichkeiten, den Griff des Angreifers zu lösen (was in dieser Situation aus meiner Sicht essentiell ist), würde ich nicht als aikido-spezifisch bezeichnen.
Die Möglichkeit, auf den Spann oder gegen das Schienbein zu treten, bevor der Griff gelöst ist, oder um diesen zu lösen, halte ich nicht für sinnvoll.

Bearbeitet von pilgrim, 15 August 2011 - 10:37 Uhr.


#5 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 15 August 2011 - 11:05 Uhr

ushiro kakae tori aiki otoshi:
Eigentlich eine schöne Form. Aber wie gesagt: Ich erlebe, daß der Angreifer die Umklammerung eher als Halt benutzt, anstatt sie zu lösen.

#6 brandenburger

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Geschrieben 15 August 2011 - 11:50 Uhr

Hallo,

meiner Trainingserfahrung nach bietet sich ein Fingerhebel an.
Absolute Notfalltechnik Tani Otoshi (als Selbstfaller),ähnlich dem zweiten Vid.

Grüsse
homo homini lupus est
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#7 ingolf

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Geschrieben 15 August 2011 - 12:08 Uhr

fingerhebel kenne ich auch als standard, speziell auch falls die umklammerung die arme nicht mit einschliesst. hat man erste mal z.b. die führung des kleinen fingers, ergeben sich wunderbare techniken. der fersentritt kann dabei im vorfeld ein klein wenig ablenken, keinesfalls mit der idee, dass uke loslässt.

das mit dem selbstfallen würde ich schon aus der unüberschaubaren verletzungsgefahr für einen selbst nicht machen. aber wer weiss. vielleicht löst sich ja der griff, wenn "uke" auf dem rücken ankommt mit einem selbst darauf.

falls man wirklich von einem bär umklammert wird, der einem auch noch den bodenkontakt entzieht, dann wird es zeit für die glasklare erkenntnis, dass man gepennt hat.
sei still

#8 brandenburger

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Geschrieben 15 August 2011 - 12:21 Uhr

Körperumklammerung von hinten, Arme innen. So heißt es bei uns im PP.

Insgesamt ne schwierige Sache für ne Befreiung. Ich trainiere viel mit großen und schweren
Jungs. Fumikomi zum vorbereiten bietet sich an. Linkes Bein raus, offen ne Hand ins Gemächt auch.

Wie gesagt tani otshi als Notfall. Uke sollte Griff lösen, weil er ja selber fällt.
Ich arbeite zusätzlich gerne mit abwärts Ellenbogen auf Brust im Fallen.
Treffer bei Bodenkontakt Uke.

Klappt auch ganz gut im Training.

Angriffe von hinten eben wirklich schwer hat nicht viel mit "verpennen" zu tun.


Grüße
homo homini lupus est
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#9 Volker

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Geschrieben 15 August 2011 - 17:34 Uhr

Erst mal ganz herzlichen Dank an alle Beiträger !

Hatte mich viell. etwas unklar ausgedrückt:: Ein starker Gegner hat mich bereits oberhalb der Ellenbogen fest umklammert.

Auch mir fallen dann nur "Störmanöver" ein: Stampftritt nach hinten, Hinterkopf nach hinten, mit der Hacke ins Gemächt, mit der freien Hand und Ausfallschritt ebendort, evtl. Greifen des hinteren Fußes, und das Beste: Fingerhebel..

Erst dann eine "Befreiung" durch Senken des Schwerpunktes und Heben der Arme möglich.

v.





#10 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 16 August 2011 - 06:44 Uhr

Beitrag anzeigenVolker sagte am 15 August 2011 - 17:34 Uhr:

Ein starker Gegner hat mich bereits oberhalb der Ellenbogen fest umklammert.
So hatte ich es verstanden.

Zitat

Auch mir fallen dann nur "Störmanöver" ein: ...
Erst dann eine "Befreiung" durch Senken des Schwerpunktes und Heben der Arme möglich.
Das stimmt nicht mit meiner Erfahrung (sowohl im aikido Training, als auch in Seminaren zur Eigensicherung) überein.

#11 angel-o-sphere

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Geschrieben 16 August 2011 - 17:42 Uhr

Das gelinkte Video von Ingolf ist in 2 Punkten sehr schlecht: a) der Tori nimmt keine der notwendigen Standard-Haltungen ein, die benötigt werden, um den Angriff wenigstens etwas zu neutralisieren und b) der Uke greift so schlecht an (ist völlig passiv, nachdem er gegriffen hat), das logischer Weise der Tori auf a) verzichtet ;D

Die Idee eines solchen Angriffes ist, die Atmung zu blockieren, bzw. das Herz einzuengen. Mit Ellenbogen am Körper, wie der Tori das hier vor macht, gelingt das super und der Tori wäre in Realität kaum bewegungsfähig und je nach dem wie blöd er sich an stellt in 30 - 60 Sekunden bewusstlos.

Den Anmerkungen hier stimme ich zu, ich kenne den Angriff allerdings unter "Ushiro Kakae Jime".

Grüße

Angelo

#12 Gastblauvogel_*

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Geschrieben 16 August 2011 - 19:54 Uhr

Beitrag anzeigenpilgrim sagte am 15 August 2011 - 10:37 Uhr:

.....



Die Formen, die in dem von Ingolf verlinkten Video gezeigt werden, halte ich persönlich aufgrund meiner Erfahrungen nicht für sinnvoll. Ich könnte das so nicht umsetzen. Und die Personen, mit denen ich übe, würden sich mich wohl mit auf den Boden nehmen.

......

jetzt habe ich ingolfs video endlich auch angeguckt.


was mich auserdem irritiert ist, dass tori gegen ende des videos trotz der umklammerung nach oben hüpft.
ich kenne den angriff so, dass uke über den griff tori nach oben hebt und auf den boden wirft. es ist schwer, nicht gehoben werden zu können. wenn ich dann noch als tori von selbst hoch hüpfe, dann habe ich uke in seinem vorhaben doch extrem gut unterstützt. das wäre eine kamikaze-aktion.

#13 Volker

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Geschrieben 16 August 2011 - 20:46 Uhr

Beitrag anzeigenpilgrim sagte am 16 August 2011 - 06:44 Uhr:

Beitrag anzeigenVolker sagte am 15 August 2011 - 17:34 Uhr:

Ein starker Gegner hat mich bereits oberhalb der Ellenbogen fest umklammert.
So hatte ich es verstanden.

Zitat

Auch mir fallen dann nur "Störmanöver" ein: ...
Erst dann eine "Befreiung" durch Senken des Schwerpunktes und Heben der Arme möglich.
Das stimmt nicht mit meiner Erfahrung (sowohl im aikido Training, als auch in Seminaren zur Eigensicherung) überein.

Sondern ... Das interessiert mich. Ich weiß, es ist sehr schwierig, dafür Worte zu finden. Danke.


v.



#14 ingolf

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Geschrieben 17 August 2011 - 06:51 Uhr

@blauvogel & angel-o-sphere: bevor wir jetzt einen 7.dan kritisieren, sollten wir hinschauen, was er zeigen wollte. :wacko:

blauvogel sagte:

ich kenne den angriff so, dass uke über den griff tori nach oben hebt und auf den boden wirft. es ist schwer, nicht gehoben werden zu können. wenn ich dann noch als tori von selbst hoch hüpfe, dann habe ich uke in seinem vorhaben doch extrem gut unterstützt. das wäre eine kamikaze-aktion.
es gibt wohl neben dem von angel-o-sphere erwähnten abquetschen der atmung und dem von dir erwähnten hochheben noch weitere gründe jemanden von hinten zu umklammern. deswegen gibt es ja nicht nur eine technik, sondern viele. die in dem video vorgestellte ist mit erklärungen unterlegt, was sie ein bisschen unrealistisch wirken lässt. - aber zu deiner kritik: so wie ich das gezeigte interpretiere, kommt das hochhüpfen von nage nach einem absenken. beim hochgehen rotiert doug wedell bereits, was auch uke in bewegung bringt. rein mechanisch dreht doug am ende zurück (bzw. bleibt ruckartig stehen), was uke gewissermassen "abtropfen" lässt. ki-technisch wird wahrscheinlich das erste runtergehen ukes ki zunächst nach unten lenken und das plötzliche hochgehen ukes ki irgendwo schräg nach oben in den raum führen. (übrigens hüpft uke deswegen auch ein klein bisschen / körper folgt...) das reicht um ihm vom halten abzulenken. - ich meine die zweite vorgestellte technik zeigt den fall, dass das nicht funktioniert hat, ukes ki also so sehr beim umklammern war, dass er sich von ein paar äusseren reizen nicht beeinflussen lässt. in dem fall knallt er entweder mächtig auf den rücken mit nage obendrauf oder rollt, was auch zu einem lösen des griffs führt. - soweit meine interpretationsversuche, wobei ich mir nicht anmasse, einen shichidan schlechte techniken zu unterstellen (auch wenn ich die techniken bei uns noch nie gesehen hatte)

allerdings würde ich mich über eine richtig gutes video von euch freuen. - nur damit ich weiss, dass nicht alles auf der welt schlecht ist.

Bearbeitet von ingolf, 17 August 2011 - 07:04 Uhr.

sei still

#15 Gastblauvogel_*

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Geschrieben 17 August 2011 - 08:00 Uhr

hallo ingolf,

ich habe geschrieben, wie ich den angriff kenne. deshalb gibt es dinge, die mich irritieren.

.......damit kritisiere ich niemanden.

hör' endlich auf, den leuten hier ständig dinge in den "mund zu legen", die sich nicht gesagt, also geschrieben haben.

#16 ingolf

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Geschrieben 17 August 2011 - 08:23 Uhr

Zitat

hör' endlich auf, den leuten hier ständig dinge in den "mund zu legen", die sich nicht gesagt, also geschrieben haben.
na dann machs doch genau so: ich hab geschrieben "bevor wir kritisieren". - andererseits hatte angel-o-sphere geschrieben, dass er das video für sehr schlecht hält. wenn das keine kritik ist. in deinem fall war es das wort "ausserdem", was ich als kommentar zu pilgrims "...nicht für sinnvoll", so interpretiert hatte, dass du mit diesem übereinstimmst. - an sonsten kann ich erst dann aufhören, jemanden worte in den mund zu legen, wenn ich damit angefangen habe.

im übrigen meine ich kritik nicht negativ. kritik ist einfach der senf den man wo draufschmiert. - mein satz "...sollten wir hinschauen, was er zeigen wollte" hätte auch mit "...und dabei die klappe halten" ergänzt werden können. hatte ich mir vorhin verkniffen.

offengestanden tut es mir deswegen schon wieder leid, dass ich überhaupt was dazu geschrieben hatte. angelos, pilgrims und dein kommentar offenbaren für mich allein so viel, dass meine antwort vollkommen überflüssig war. ich hatte mich nur hinreissen lassen, weil man vor lauter senf das steak nicht mehr gesehen hatte. am ende denkt noch jemand, dort liegt nur ein haufen senf. ich wollte einfach das steak wieder sichtbar machen. ich bin aber dabei, mich zu bessern.

hm. in deinen satz: "deshalb gibt es dinge, die mich irritieren." würde ich für mich das wort "irritieren" durch "interessieren" ersetzen.

Bearbeitet von ingolf, 17 August 2011 - 08:35 Uhr.

sei still

#17 Zeneca

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Geschrieben 17 August 2011 - 09:37 Uhr

Hm. Ich finde das Video von ingolf interessant (im Sinn von in Ordnung) - die Prinzipien sind erkennbar. Tori festigt seinen eigenen Stand, bricht die Balance von uke und dann.... na dann kann er weiterarbeiten. Das macht er manchmal im Moment des Zugriffs, und manchmal erst danach, und er zeigt den Fehlt, sich "steif" zu machen, was es leichter macht ihn auszuheben.

Ob die DANACH gezeigten Sachen genau so funktionieren? Warum nicht? Ich habs noch nicht probiert. Ist ja auch ein Unterrichtsvideo.

#18 Gastblauvogel_*

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Geschrieben 17 August 2011 - 10:26 Uhr

Beitrag anzeigeningolf sagte am 17 August 2011 - 08:23 Uhr:

Zitat

hör' endlich auf, den leuten hier ständig dinge in den "mund zu legen", die sich nicht gesagt, also geschrieben haben.
na dann machs doch genau so: ich hab geschrieben "bevor wir kritisieren". - andererseits hatte angel-o-sphere geschrieben, dass er das video für sehr schlecht hält. wenn das keine kritik ist. in deinem fall war es das wort "ausserdem", was ich als kommentar zu pilgrims "...nicht für sinnvoll", so interpretiert hatte, dass du mit diesem übereinstimmst. - an sonsten kann ich erst dann aufhören, jemanden worte in den mund zu legen, wenn ich damit angefangen habe.

im übrigen meine ich kritik nicht negativ. kritik ist einfach der senf den man wo draufschmiert. - mein satz "...sollten wir hinschauen, was er zeigen wollte" hätte auch mit "...und dabei die klappe halten" ergänzt werden können. hatte ich mir vorhin verkniffen.

offengestanden tut es mir deswegen schon wieder leid, dass ich überhaupt was dazu geschrieben hatte. angelos, pilgrims und dein kommentar offenbaren für mich allein so viel, dass meine antwort vollkommen überflüssig war. ich hatte mich nur hinreissen lassen, weil man vor lauter senf das steak nicht mehr gesehen hatte. am ende denkt noch jemand, dort liegt nur ein haufen senf. ich wollte einfach das steak wieder sichtbar machen. ich bin aber dabei, mich zu bessern.

hm. in deinen satz: "deshalb gibt es dinge, die mich irritieren." würde ich für mich das wort "irritieren" durch "interessieren" ersetzen.


ich dachte nur, du meinst mich, weil du mich direkt angesprochen hattest.

"irritiert" bedeutet für mich, dass ich es so nicht kenne und im zusammenhang mit meinen erfahrungen nicht nachvollziehen kann.

das "wegwerfen" am anfang deines videos kenne ich, allerdings etwas anders ausgführt.


übrigens hat pilgrim ja auch ein video gepostet......von wegen, dann bringt ihr halt auch was.

diesen aiki otoshi kannte ich nicht und war auch schon "irritiert". bei nochmaligem gucken hat sich das aber erledigt :)

#19 ingolf

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Geschrieben 17 August 2011 - 10:44 Uhr

ok. senf ist ja nichts schlechtes. kann ein gericht verfeinern. nur zu viel scharfer senf versaut es eben. - dein senf ist übrigens lecker.

pilgrims video fand ich auch interessant, weil ich das auch nicht kannte. wenn ich das gesehene, mit meinen erfahrungen vergleiche, bekomme ich den eindruck, dass uke nicht richtig fest zupackt, bzw. auch ziemlich weit oben (macht die sache leichter). nage kommt für meinen eindruck zu leicht nach unten und kann die arme aufspannen. (an sich ist das aufspannen ja standart, aber hier war ja nach einer festen umklammerung gefragt) auch für das hintertreten braucht er platz (und zeit) und einen uke, der sich leicht bewegen lässt. ich wollte das erst noch mal probieren, bevor ich meinen senf drauf gebe. auch, ob der hüftschwung auch bei einem schwereren uke funktioniert und/besonders falls man keinen guten stand erwischt. - leider hatte ich im dojo so viel mit anderen themen zu tun, dass ich nicht dazu gekommen bin. andererseits hielt ich pilgrims kommentar erst mal für ausreichend.

jetzt haben wir schon zwei videos.

Bearbeitet von ingolf, 17 August 2011 - 10:54 Uhr.

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#20 Gastblauvogel_*

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Geschrieben 17 August 2011 - 11:21 Uhr

Beitrag anzeigeningolf sagte am 17 August 2011 - 10:44 Uhr:

ok. senf ist ja nichts schlechtes. kann ein gericht verfeinern. nur zu viel scharfer senf versaut es eben. - dein senf ist übrigens lecker.

pilgrims video fand ich auch interessant, weil ich das auch nicht kannte. wenn ich das gesehene, mit meinen erfahrungen vergleiche, bekomme ich den eindruck, dass uke nicht richtig fest zupackt, bzw. auch ziemlich weit oben (macht die sache leichter). nage kommt für meinen eindruck zu leicht nach unten und kann die arme aufspannen. (an sich ist das aufspannen ja standart, aber hier war ja nach einer festen umklammerung gefragt) auch für das hintertreten braucht er platz (und zeit) und einen uke, der sich leicht bewegen lässt. ich wollte das erst noch mal probieren, bevor ich meinen senf drauf gebe. auch, ob der hüftschwung auch bei einem schwereren uke funktioniert und/besonders falls man keinen guten stand erwischt. - leider hatte ich im dojo so viel mit anderen themen zu tun, dass ich nicht dazu gekommen bin. andererseits hielt ich pilgrims kommentar erst mal für ausreichend.

jetzt haben wir schon zwei videos.


na ja, hier wurde eine frage gestellt, auf die du ein video gepostet hast. natürlich steht dann auch dein video zur diskussion, d.h. man schüttet senf dazu. dazu ist es ja da.


zu pilgrims video:

ich kenne die übung (keine technik), dass eine von hinten, wie hier diskutiert oder von vorne umklammert wird. man versucht den klammerer zu bewegen indem man ihn von einer seite (kante) auf die andere bewegt. wie wenn man alleine einen schweren schrank oder schweren karton versucht zu bewegen..von einer kante zur anderen kippeln.

zuerst dachte ich, dass dieser aiki otoshi ned geht, weil tori, wenn er nach hinten geht, sich selbst auf eine kante stellt.
dem war aber nicht so, weil tori mit dem inneren (das am partner) bein nach hinten geht. damit macht er sogar das gegenteil...rein von der stabilität her. er stellt sich zwar leicht auf eine kante, die ist aber gegenläufig zu der kante, die er greifer zum umwerfen benötigt.


ich finde, ehrlich gesagt auch, dass der angriff in ingolfs video ziemlich harmlos wirkt und uke sehr leich loslässt. in pilgrims video ist das schon etwas anders.
das ist meine beobachtung aufgrund meiner erfahrung.......mehr nicht !!

Bearbeitet von blauvogel, 17 August 2011 - 11:28 Uhr.