Hallo lieber ten-chi,
ich bedanke mich für Deine erklärenden Worte -
natürlich wird ein " Schwarzgurt " durch das Training erworben oder ich ich kann mir einen schwarzen Gürtel im Sportgeschäft einfach kaufen.
Beim Karate -Do und auch beim Aikido war es ähnlich - aber was spricht dagegen- sein im Unterricht erübtes Wissen und Können zu vertiefen? Ich habe auch in der Schule gelernt und daheim ab und zu ein bestimmtes Thema durch ein Fachbuch nachgearbeitet.
Das war im beruflichen Leben auch so - und warum sollte es im Aikido oder Karate oder Taekwondo anders sein?
Warum sollte ich nicht auch das Buch von Morihiro Saito, 9.Dan, Takemusu Aikido lesen und im Dojo in der freien Übungsstunde mit einem Partner versuchen einige Techniken einzuüben? Oder ich lese das KI-Buch von Koichi Tohei - bevor ich mich für einen Ki-Lehrgang anmelde - denn ich möchte wissen, was dort vermittelt wird.
"Kümmert euch nicht um Bücher über Aikido, sie können euch nicht die Essenz dieser Kunst vermitteln."
Aber genau diesen Satz hast Du doch aus einem Buch über Aikido. Natürlich kann ich keinen Kampfsport aus einem Buch lernen, da gebe ich Dir völlig recht! Aber ich hole mir doch infos und Erläuterungen, z.B. beim Kata-Training - kann ich nachsehen, wenn ich unsicher bin.
Zur Vorbereitung aufs Training - kann ich mir im Buch von Benny Urquidez - einige Techniken ansehen und dann mit dem Partner ausprobieren. Was ist daran falsch?
Beim Ju-Jutsu DJJV - machte ich auch mal - wurde der Unterricht nach dem Ju-Jutsu 1 X1 durchgeführt. Dort war das Prüfungsprogramm aufgestellt - und danach wurde das Training gestaltet. Natürlich - jetzt kommt auch mein Widerspruch - kann kein Ju-Jutsu-ka eine Aikido-Technik einfach aus einem Buch oder einem kurzen Lehrgang können, das trifft auch für Techniken aus dem Karate, Kickboxen, usw. zu.
Aber wenn ich doch Aikido regelmäßig übe - kann mir da das Buch und die Hinweise von Morihiro Saito. 9.Dan, oder Erläuterungen aus Aikido und die dynamische Sphäre - nicht eine Technik aus einer anderen Blickrichtung erläutern.
Jetzt möchte ich noch ganz kurz auf die Ausbildung in Aikido bei den Sicherheitsbehörden eingehen. Was Japan betrifft - so kann der " Suchende " einen Hinweis finden, daß dort extra für die Polizei und das Militär eine Kampfsportart von verschiedenen Meistern der Kampfsportarten geschaffen wurde.
Jetzt kommt Dein super Hinweis:
Nun, ich kenne Leute beim LKA die sich intensiv mit Aikido beschäftigen. Mehr werde ich dir aus verständlichen Gründen nicht verraten.
Was ist an der Ausbildung des LKA so geheimnisvoll? Ich hatte aus beruflichen Gründen mit Beamten des SEK zu tun, wir konnten sogar bei einer Einsatzübung zusehen und ich habe mit dem Ausbilder gesprochen. Was macht ihr für eine SV? Die Antwort war, das was ich für richtig halte, eine Mischung aus verschiedenen Kampfsportarten - wobei auch die Schußwaffenausbildun dazu gehört. Welche Dienststelle - auch bei der Bundeswehr - schickt ihre Beamten für ein Jahr auf einen Kampfsportlehrgang? Warum, wenn doch eine Faustfeuerwaffe die Entscheidung bringt.
Den Hinweis wir bilden Sondereinheiten der Polizei, des Zolls, der Bundespolizei oder der Bundeswehr in unserem System aus - aber aus verständlichen Gründen verraten wir nichts!
Was soll das? Aikido ist nun einmal Aikido - wobei das Aikido wie ich es kenne keine Ausbildung mit Schußwaffen hat.
Nun zu Deiner Bemerkung, wer natürlich nur zweimal die Woche je 2 Stunden übt und nach einem Jahr aufgibt der kommt auch woanders nicht weit. Wie oft kann ich ins Training, wenn ich neben meinem Hobby auch noch einen Beruf ausüben - für den ich mich sportlich fitt halten muß - eine Familie habe und das Dojo nicht mein Zuhause ist?
Ich könnte natürlich sagen, Aikido ist mein Leben, ich fahre nach Japan und lerne dort - was mein Arbeitgeber davon hält - ......
Aber es könnte doch auch sein, daß ich nach einiger Zeit feststelle, Aikido ist einfach nichts für mich Judo wäre besser - aber der " Schwarzegürtel " daher bleibe ich beim Aikido.
Vielleicht habe ich es nicht genug herausgestellt, Kampfsport ist ein Hobby von mir aber ich mache auch gerne Waldlauf oder Pilats, oder ....
auf meiner Wunschliste - stand nie als ein Punkt - der " Schwarze Gürtel ".
Warum sollte ich daher verbissen an einer Kampfsportart oder einer Kampfkunst hängenbleiben?
Es sollte mir Spaß machen, evt. für die SV einige gute Sachen haben....
Wenn ich erkenne, was unterrichtet wird - entspricht nicht meinen Erwartungen - dann suche ich mir einfach etwas anders.
Noch eine schöne Zeit...soto-deshi