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Die Körperspannung


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3 Antworten in diesem Thema

#1 TIRO

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Geschrieben 15 August 2011 - 20:01 Uhr

Huhu,

ich habe nach 5 Jahren Pause wieder mit einer Kampfkunst angefangen und bin super glücklich mit der Entscheidung.
Mein Trainer versucht jedes Training meine Körperspannung in den Griff zu kriegen, aber soooo lange bin ich noch nicht dabei und glaube auch dass das mit der Zeit kommt.
Ich möchte aber nicht einfach nur Zuhause sitzen und auf die nächste Stunde warten sondern daran arbeiten.
Ich VERMUTE das mein Problem darin liegt, das ich nicht unterscheiden kann zwischen mit Power zu Arbeiten aber trotzdem sich den Gegner anzupassen und sich locker zu machen.

Kennt ihr gute Übungen oder Methoden, um die Körperspannung in den Griff zu kriegen?

Freue mich über eure Antworten :)

#2 Vagabund

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Geschrieben 16 August 2011 - 09:42 Uhr

Hi TIRO,

du bist also zu angespannt bei den Bewegungen?

Vielleicht kannst Du mal versuchen, zu Hause die Techniken ganz langsam zu machen und dabei möglichst locker und entspannt zu sein, sowohl innerlich als auch äußerlich.

Wie genau äußert sich denn die Angespanntheit? Manche ziehen z.B. immer die Schultern hoch. Oder bist Du einfach allgemein immer mit voller Kraft dabei?

Meistens kommt imo eine zu große Körperspannung von einer zu großen inneren Anspannung. Dafür kann es wiederum verschiedene Ursachen geben. Der eine ist einfach ungeduldig, der andere hat Angst, etwas falsch zu machen usw. Spricht das was bei Dir an?

LG,
Vagabund
Taekkyon-Seminar mit Großmeister Lee Yong-bok (9. Dan Taekkyon und 9. Dan Tae Kwon Do) in Hamburg: www.zentrum.taekkyon.de/news

#3 TIRO

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Geschrieben 16 August 2011 - 18:48 Uhr

Hey,

du sprichst mir aus der Seele. Ich habe oft die Angst länger zu brauchen als andere um die Technik zu verstehen und möchte darum versuchen sie sofort vernümpftig auszuführen und wenn dieses nicht klappt bin ich schnell genervt :(

Mein Trainer meint ich will immer mit voller Kraft rein dabei brauche ich diese garnicht.

#4 Vagabund

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Geschrieben 17 August 2011 - 07:08 Uhr

Beitrag anzeigenTIRO sagte am 16 August 2011 - 18:48 Uhr:

Hey,
du sprichst mir aus der Seele. Ich habe oft die Angst länger zu brauchen als andere um die Technik zu verstehen und möchte darum versuchen sie sofort vernümpftig auszuführen und wenn dieses nicht klappt bin ich schnell genervt :(

Mein Trainer meint ich will immer mit voller Kraft rein dabei brauche ich diese garnicht.

Das ist doch schonmal ein guter Ansatz. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

Vielleicht ist es hilfreich, wenn Du die Techniken zu Hause langsam und konzentriert durchgehst und Dir dabei den Gegner vorstellst. Mir hat diese Art von "Mentaltraining" immer sehr geholfen. Es ist eine Art Tagtraum, bei dem man sich bewegt. Was man da durchlebt, kann sich bei regelmäßiger Wiederholung gut einprägen. So wirst Du sicherer in Deinen Techniken und fühlst Dich dann im Training nicht zu langsam.

Wobei Du bestimmt gar nicht länger brauchst als andere, oder zumindest nicht wesentlich länger. Und selbst wenn, wäre das bestimmt kein Problem beim Training. Das wäre eine mögliche zweite Methode, die Du parallel versuchen könntest: Mach Dir bewusst, was schlimmsten Falls passiert, wenn Du mal länger brauchst. Wird jemand genervt gucken? Hast Du da möglicherweise Assoziationen zu Situationen, die Du früher erlebt hast? Manche haben negative Erfahrungen in der Familie oder in der Schule gemacht, wenn sie etwas nicht sofort konnten. Ist nur ein Gedanke, muss auf Dich nicht zutreffen!

Vermutlich wird aber niemand genervt sein, falls Du tatsächlich etwas länger brauchst, oder?

Dein Trainer sagt Dir, Du sollst mit weniger Kraft arbeiten. Wie sehr glaubst Du ihm, dass das stimmt? Eine weitere Idee, die mir gerade kommt, wäre: Arbeite mal ein Training lang so "kraftlos" wie möglich. Du könntest es Dir gönnen, mal ein Training als Experiment zu nutzen: Was passiert, wenn Du mal totaaaaal entspannt trainierst, mit dem Gedanken "heute müssen die Techniken nicht klappen" oder "es ist egal, wenn die Techniken nicht klappen" (eigene Formulierung finden).

Das sind alles nur Anregungen, in welche Richtung man da gehen könnte. Vielleicht musst Du mehrere Übungen oder Methoden probieren, bis Du innerlich entspannter wirst. Es wird vielleicht auch einige Monate dauern, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen :)

Das Tolle daran ist: Das Training ist hier eine hervorragende Möglichkeit, großzügiger zu sich selbst zu werden. Vielleicht liegt da eine Entwicklungsmöglichkeit für Dich.

LG,
Vagabund

Bearbeitet von Vagabund, 17 August 2011 - 07:08 Uhr.

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