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Aikido und Ballett


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72 Antworten in diesem Thema

#61 ten-chi

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Geschrieben 28 August 2011 - 09:49 Uhr

Beitrag anzeigenKreuzkuemmel sagte am 27 August 2011 - 22:40 Uhr:

Was jetzt genau? Dass sich im Inneren des Bauchraumes etwas bewegt? Call me unwissend, aber das ist mir noch nie begegnet...

Im inneren des Bauchraums befinden sich Organe verschiedener Art, u.a. viel Gedärm. Wenn sich da etwas bewegt, muss man meistens mal schnell irhgendwohin...(kennst du bestimmt).


Aber nein, ich meine es ist völig normal mit der Bauch- und Hüftmuskulatur zu arbeiten, bisher war ja die Rede davon, ein imaginäres Zentrum innerhalb des Hara zu bewegen.
Konkret heißt es ja anscheinend, bestimmte Bereiche der Muskulatur des unteren Bauchraums in unterschiedliche Spannungsverhältnisse zu versetzen. Da ist überhaupt nichts exotisches daran, es gehört einfach dazu. Andernfalls könnte man keine Kraft übertragen.

#62 KAJIHEI

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Geschrieben 28 August 2011 - 10:20 Uhr

Welcher Sadist hat die Überschrift gebastelt ?
Ich bekomm das Bild von zwei Ballerinen im Tütü und Balletschühchen nicht mehr aus den Kopf die mit
dem Schwert und frohen Kiai aufeinader losgehen, im besten Schwanenseesprung... :todlach:
Lang lebe die Eineindeutigkeit der Zweideutigkeit !

Meine Beiträge sind mein geistiges Eigentum. Ich untersage hiermit ausdrücklich die Weiterverbreitung in anderen Foren ohne mein Einverständnis.

#63 Kreuzkuemmel

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Geschrieben 28 August 2011 - 12:42 Uhr

Beitrag anzeigenten-chi sagte am 28 August 2011 - 09:49 Uhr:

Aber nein, ich meine es ist völig normal mit der Bauch- und Hüftmuskulatur zu arbeiten, bisher war ja die Rede davon, ein imaginäres Zentrum innerhalb des Hara zu bewegen.
Konkret heißt es ja anscheinend, bestimmte Bereiche der Muskulatur des unteren Bauchraums in unterschiedliche Spannungsverhältnisse zu versetzen. Da ist überhaupt nichts exotisches daran, es gehört einfach dazu. Andernfalls könnte man keine Kraft übertragen.

Na gut, das ist in der Tat trivial. Ich hatte pilgrim aber so verstanden, dass er doch noch einmal etwas anderes meint.

#64 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 28 August 2011 - 13:36 Uhr

Beitrag anzeigenten-chi sagte am 27 August 2011 - 22:16 Uhr:

Nein, finde ich nicht. In kokyu-ho-Übungen ist das doch ein gängiges Prinzip.
Interessant, ich kannte das vorher nur in Ansätzen in diese Richtung. Aber auch eher unmethodisch, also nicht als gängiges Prinzip, sondern als etwas, da immer wieder mal am Rande auftaucht.

Zitat

Zitat

die Bewegung der Bauchmuskulatur kann sich auf die Hüften, den Körper übertragen. Von Innen nach Außen.
Tja, ich trainiere so etwas im Studio mit Kabelzügen, da kann ich gleich die Kraftübertragung und die Spannung testen.
Ansonsten würde ich mich fragen, wozu das Ganze.
Wieder interessant: Kannst du beschreiben, wie du das konkret umsetzt?
Ich bringe da im Moment nur Bewegungen mit einem äußerelich sehr kleinen Radius zustande. Und ich wüßte auch nicht recht, wo ich Kabelzüge ansetzen sollte?

So wie ich es bei Ikeda sensei erlebt habe und auch bei Endo verstehe, geht es doch auch nicht darum, große Kraft zu erzeugen, sondern darum, die innere Struktur des Körpers zu verändern, nahezu ohne sich äußerlich zu bewegen und durch diese Veränderung der eigenen Körperstruktur uke zu beeinflussen.

... so wie ich das erlebe, geht es nicht darum, bestimmte Muskeln aufzubauen, die vorher schlapp oder "nicht da" waren. Sondern es geht eher daraum, bestimmte Muskeln überhaupt wahrnehmen und gezielt ansprechen zu können und mit anderen koordinieren zu können ...

Zitat

Einerseits ist von der "Mitte" die Rede, vom Inneren des Hara, und dann von den Bauchmuskeln.
So weit ich das sehe ist das kein "vorher" und "dann", sondern sind das komplementäre Elemente.
Ich habe es für mich so erlebt, daß die Beweglichkeit und die Arbeit des Körpers im Laufe des Übens immer mehr von Außen nach Innen gewandert ist. Hangelenke, Arme, Schulter, Hüfte: Je beweglicher und durchlässiger die Peripherie wurde, desto häufiger und klarer, war der Kontakt im Zentrum, d.h. im Inneren des hara. Und damit der Bedarf auch dort nicht wie ein kompakter Block agieren zu wollen.

Das Zentrum im Inneren des Hara ist in meiner Erfahrung immer schon ein zentrales Thema des aikido gewesen. Wurde von vielen Lehrern angesprochen. Allerdings fehlte eine Form, dieses Zentrum konkret anzusprechen. Zumeist wurde lediglich das hara insgesamt bewegt oder eben die Arbeit der Hüften betont. Das war für mich ganz persönlich sehr lange das Bild, mit dem ich mein Zentrum bewegt habe.
Der Gedanke, das, was da zwischen den Hüftgelenken aufgehängt ist, unabhängig von ihnen zu bewegen, ist für mich relativ neu. Konkret: Die Hüften stehen zu lassen (oder sitzen zu lassen) und dennoch das Zentrum in eine bestimmte Richtung zu bewegen, ist für mich zwar eine logische Folge aus dem, was ich von Endo kenne. Ich selber hab's aber vorher noch nie geübt. Ich kann mir aber gut vorstellen, daß ich damit etwas ausgelassen habe, was für andere schlicht selbstverständlich ist. Klar. Für mich ist es neu.
Und mindestens bei dem Lehrgang von Ikeda sensei hatte ich nicht den Eindruck, daß ich der einzige sei, für den das neu war. Ehrlich gesagt, war ich einer von gar nicht so vielen, die seine Sachen häufig reproduzieren konnten.

Das aber ist aus meiner Sicht alles nur ein Weg dahin, ganz konkret dann auch mit dem Zentrum, dem tanden im Inneren des hara arbeiten zu können. Auch wenn es das laut Anatomie gar nicht geben dürfte.

Eine Schülerin übet Bauchtanz. Meines Wissens gibt es diese inneren Bewegungen dort nicht. Da sie äußerlich kaum zu sehen sind, wäre das vielleicht einfach nicht zielführend. Für den Aufbau der Muskulatur ist Bauchtanz aber ganz offensichtlich super.
Das, was ich selber aus dem yoga kenne - und das ist sehr wenig - geht nicht in diese Richtung. Eine Schülerin, die seit langem yoga-Lehrerin ist, hat durchaus ein sehr gutes Gefühl, für das, was ich meine.
Am ehesten sehe ich das, worum es mir geht, in tai chi videos, vor allem zum Theme dantian rotation.

Beitrag anzeigenten-chi sagte am 28 August 2011 - 09:49 Uhr:

Im inneren des Bauchraums befinden sich Organe verschiedener Art, u.a. viel Gedärm. Wenn sich da etwas bewegt, muss man meistens mal schnell irhgendwohin...(kennst du bestimmt).
Wie verstehst du denn Entsprechendes z.B. im tai chi?
Diese Diskussion über das tanden ist ja durchaus älter, als wir beide zusammen. ... (Und es gibt in japanischen Schwertschulen scheinbar die Frage, ob das tanden eher vorne oder eher tiefer im Körper zu verorten ist. ...)
Aber wenn die immer alle nur aufs Klo rennen würden, wär tai chi und manches andere wahrscheinlich nicht so weit gekommen, oder wie?

Zitat

... bisher war ja die Rede davon, ein imaginäres Zentrum innerhalb des Hara zu bewegen.
Das scheint mir durchaus eine Zielvorstellung zu sein.

Zitat

Konkret heißt es ja anscheinend, bestimmte Bereiche der Muskulatur des unteren Bauchraums in unterschiedliche Spannungsverhältnisse zu versetzen.

Das scheint mir ein Schritt dahin zu sein.

Zitat

Da ist überhaupt nichts exotisches daran, es gehört einfach dazu. Andernfalls könnte man keine Kraft übertragen.
Naja, ich hab's in 17 Jahre weder bei anderen gesehen, noch selbst geübt. Wie gesagt: Das will ja nicht unbedingt etwas heißen. Aber wenn es so selbstverständlich wäre, dann hätte es doch mal irgendwann auftauchen können?
Und Ikeda sensei verkauft seine Seminar DVDs nur an ihm persönlich bekannte Teilnehmer, weil seine Sachen wie fake aussehen und er um seinen Ruf fürchtet.
Und bei Endo habe ich den Eindruck, als ob er bestimmte Dinge schlicht nicht öffentlich unterrichtet.

Naja und Kraft übertragen kann man ja ganz offensichtlich auch ganz simpel ohne solchen Firlefanz. Eigentlich finde ich das im Moment und wohl eine ganze Weile noch tausendmal einfacher, als zu werfen durch irgendwelche Rotationsbewegungen im Bauchraum. Kann ich sowieso nur mit ein paar uke, die sehr "resonsive" sind. Und auch da fast nur aus statischen Sitution Bei den meisten anderen wirken meine Versuche bisher eher lustig.

ah, spannend:
Ich hab gerade gelernt, daß es tai chi Stile gibt, die den torso als einen festen "Block" sehen, der aus Beinen und Hüfte heraus bewegt wird (so kenne ich es bisher aus dem aikido). Und tai chi Stile (Chen), die den torso/Bauch/hara ... als flexibel, weich, offen, beweglich begreifen lehren, diesen Bereich selbständig zu bewegen.

Als Anregung vielleicht:
Kennt ihr solche, bzw. eine vergleichbar Arbeit mit dem Bauch aus dem aikido? (Laßt den Ton. Der Kommentar ist auf Russisch und daher wohl höchstens für Ingolf vertehbar (?) und die Musik ist schauderlich.)

Bearbeitet von pilgrim, 28 August 2011 - 13:40 Uhr.


#65 Gastblauvogel_*

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Geschrieben 28 August 2011 - 16:26 Uhr

Beitrag anzeigenpilgrim sagte am 28 August 2011 - 13:36 Uhr:

......



ah, spannend:
Ich hab gerade gelernt, daß es tai chi Stile gibt, die den torso als einen festen "Block" sehen, der aus Beinen und Hüfte heraus bewegt wird (so kenne ich es bisher aus dem aikido). Und tai chi Stile (Chen), die den torso/Bauch/hara ... als flexibel, weich, offen, beweglich begreifen lehren, diesen Bereich selbständig zu bewegen.

......

das finde ich interessant. kein wunder fasziniert dich ikeda.

ich habe von anfang an exakt das gegenteil des dick gedruckten gelernt: das zentrum als ausgangspunkt der bewegung von allem. eben auch der arme und beine. daher das abstrakte bewegungsmodell als eine art eigenes körpergefühl bei der bewegung.

ich dachte, du warst auch sehr früh bei jean-luc. da erstaunt es mich, da er ja auch nicht zur torso-ist-ein-fester-block-fraktion gehört.

bei endo ist dir das bisher auch nie aufgefallen ?

Bearbeitet von blauvogel, 28 August 2011 - 16:28 Uhr.


#66 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 28 August 2011 - 17:44 Uhr

seufz

Beitrag anzeigenblauvogel sagte am 28 August 2011 - 16:26 Uhr:

ich habe von anfang an ... gelernt: das zentrum als ausgangspunkt der bewegung von allem. eben auch der arme und beine.
Ja doch ja. Ich doch auch.

Zitat

ich dachte, du warst auch sehr früh bei jean-luc. da erstaunt es mich, da er ja auch nicht zur torso-ist-ein-fester-block-fraktion gehört.
Jean-Luc ist der Lehrer, der ganz sicher lange Jahre den stärksten Einfluß auf mein aikido hatte und in gewisser Weise bis heute hat. Da er der Lehrer meiner Lehrer und sempai war. Ulf erklärt mir bis heute manches von Jean Luc her.

Aber ich nehme ihn offenbar anders wahr, als du. Bewegungen des Rumpfes in sich selber, bzw. isolierte Arbeit mit dem Zentrum in der Weise, wie ich das bei Ikeda gesehen habe, habe ich bei ihm bisher so nicht gesehen. Was dann vielleicht mehr über mich aussagt, als über Jean-Lucs aikido.

Zitat

bei endo ist dir das bisher auch nie aufgefallen ?
Das Üben bei Endo bzw. der Dinge, die ihm wichtig sind, hat mich auf dieses Thema gebracht. Wie schon geschrieben: Es ist schlicht die Konsequenz aus dem, was er unterrichtet.

Tja, vielleicht habe ich ja bisher wirklich einfach etwas verpaßt.

#67 mausetiger

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Geschrieben 28 August 2011 - 18:19 Uhr

Hallo Pilgrim,

kannst du das mit dem Bauch noch etwas genauer beschreiben, vielleicht auch mir einfach per PM, weil ich beim TaiChi üben auf ein Riesenproblem (von mir aus auch Herausforderung) gestossen bin, das ich habe. Ich sehe durchaus, dass Bewegungen aus dem Bauch heraus geschehen, meine Lehrerin zeigt das auch, ich kenne es ebenso aus anderen Kampfkünsten und sehe dort Bewegungen aus Hüfte und Bauch, nehme wahr, dass man (andere in dem Fall) auch in den Bauch atmen können usw. Für mich ist es aber, als sei da eine schwarze Grenze gezogen. Ich hab keine Idee, wie das funktioniert (obwohl ich sehr beweglich, manchmal sogar kontrolliert, ausdauern usw. bin). Ich vermute, dass deine Beschreibung dessen, was du Bauch nennst, in diese Richtung geht, bin aber nicht sicher und frage daher nach. Vielleicht hat auch jemand eine Idee, wie man diese schwarze Grenze überwindet (mit Willen geht es übrigens nicht, da presst man nur). Im übrigen bin ich nicht sicher, ob das noch zum Thema gehört.*

Aber zum Thema Ballett und Aikido: ich habe im Ballett mal gelernt, dass der Körper sozusagen vier Punkte hat (unterhalb der Schultern und in der Hüfte auf jeder Seite), die man gedanklich verbindet, und dass aus diesem Viereck alle Bewegung aufgebaut werden muss, wobei das Viereck durchaus verschiebbar ist und nicht immer rechte Winkel haben muss, kann auch zum Parallelogramm werden ... Das ist die Vorstellung, an die mich der genannte Block erinnerte.
Ob das jetzt wiederum was mit Aikido zu tun hat, das kann ich nicht beurteilen, offenbar gibt es verschiedene Ansätze, wie ich euren Beiträgen entnehme. Aber vielleicht sind solche Vorstellungen hilfreich, um zu verstehen oder auch um abzugrenzen.

Gruß Mausetiger

* Ich konkretisiere nochmals: Es geht nicht darum, diese Bewegung aus dem Bauch heraus nachzumachen, sondern es zu machen. Den inneren Mittelpunkt zu finden, aus dem heraus alles fließt ... jetzt wird es poetisch ... hmmm, ich glaube, ich kann nicht sagen, was ich meine. Ich melde mich zu dem Thema in zwei Jahren noch mal, vielleicht kann ich bis dahin wenigstens sagen, was ich meine.

Bearbeitet von mausetiger, 28 August 2011 - 18:55 Uhr.

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#68 ten-chi

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Geschrieben 28 August 2011 - 18:55 Uhr

Beitrag anzeigenpilgrim sagte am 28 August 2011 - 13:36 Uhr:

Der Gedanke, das, was da zwischen den Hüftgelenken aufgehängt ist, unabhängig von ihnen zu bewegen

Ich dachte es ginge darum, Bewegungen durch das Arbeiten mit der Bauchmuskulatur nach Außen zu übetragen? Vielleicht reden wir ja doch von verschiedenen Dingen.
Das Zentrum im inneren des Hara kann meiner Meinung nicht dem Willen es zu bewegen unterliegen, da es keine muskuläre Entsprechung hat. Von daher gehört die Beschäftigung damit eher in den Bereich der Energiearbeit und hat weniger mit köperlicher Übung zu tun, bzw. kann auch hier die Vorstellung eines solchen Zentrums nur ein Hilfsmittel sein.
Das man dieses Zentrum energetisch spüren kann, steht dagegen außer Frage. Der Bauchraum ist ein äßerst sensibler Bereich und von einem komplexen Nervengeflecht durchzogen, es geschieht auf dieser und auf der energetischen Ebene wohl so einiges.
Wie das in den Bereich "Struktur verändern" und "Ukes Struktur beeinflussen" einzuordnen wäre, ist mir nicht ganz klar, genau wie der Begriff der "Struktur" ansich.

#69 ten-chi

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Geschrieben 28 August 2011 - 19:00 Uhr

Beitrag anzeigenmausetiger sagte am 28 August 2011 - 18:19 Uhr:

Vielleicht hat auch jemand eine Idee, wie man diese schwarze Grenze überwindet (mit Willen geht es übrigens nicht, da presst man nur). Im übrigen bin ich nicht sicher, ob das noch zum Thema gehört.*

Wahrscheinlich gehört es nicht in diesen Thread, eher in den anderen, in dem es um Mitte geht.
Aber leg doch einfach mal deine Hand auf den Bauch, entspanne dich, atme ein und aus, und spüre dem nach was passiert.

#70 mausetiger

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Geschrieben 28 August 2011 - 19:05 Uhr

Beitrag anzeigenten-chi sagte am 28 August 2011 - 19:00 Uhr:

Beitrag anzeigenmausetiger sagte am 28 August 2011 - 18:19 Uhr:

Vielleicht hat auch jemand eine Idee, wie man diese schwarze Grenze überwindet (mit Willen geht es übrigens nicht, da presst man nur). Im übrigen bin ich nicht sicher, ob das noch zum Thema gehört.*

Wahrscheinlich gehört es nicht in diesen Thread, eher in den anderen, in dem es um Mitte geht.
Aber leg doch einfach mal deine Hand auf den Bauch, entspanne dich, atme ein und aus, und spüre dem nach was passiert.

Das weiß ich schon, das wurde mir nahegelegt. Passiert ist ... nichts :) Aber danke. Ist auch egal. Ich werde mich dem schon noch annähern. Braucht einfach Zeit.
Gruß Mausetiger
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#71 ten-chi

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Geschrieben 28 August 2011 - 20:18 Uhr

Beitrag anzeigenmausetiger sagte am 28 August 2011 - 19:05 Uhr:

Passiert ist ... nichts

Was soll auch erst mal großartig passieren. Wenn du merkst, dass sich der Bauch beim einatmen nach außen wölbt, ist der erste Schritt getan.
Dann kannst du weiterarbeiten. Du kannst dir auch mal "Das Ki-Buch" von koichi Tohei besorgen.

#72 mausetiger

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Geschrieben 28 August 2011 - 20:47 Uhr

Ich werde beides ausprobieren und dazu noch QiGong. Danke.
Und berichte dir dann in einigen Wochen oder Monaten, was sich getan hat.
Bisher hab ich das richtige Atmen nie gebraucht (und trotzdem Rettungsschwimmen, Tanzen, Triathlon und all das gemacht, aber beim Tai Chi hab ich gemerkt, was es heißt, wenn man mir sagt, du atmest nicht richtig. Stimmt. Tue ich nicht und deswegen geht eine einzige Bewegung gar nicht (zu tricksen). Ein echtes Aha-Erlebnis.) Aber man kann vieles lernen, vielleicht auch das. Ganz sicher auch das. Beim Aikido ist es auch schon aufgefallen, aber da mache ich noch so viel falsch, dass es nicht ins Gewicht fällt, dass ich auch nicht atmen kann - ich erstick ja nicht ... :) Trotzdem ich werde mich ans Lernen machen - vielen Dank.
Da ist man so alt ... und fängt immer wieder von vorne an. Nichts wollte ich davon missen :)
Aber back zu den Topics, Ballett war dran und Aikido.
Gruß Mausetiger

Bearbeitet von mausetiger, 28 August 2011 - 20:55 Uhr.

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#73 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 29 August 2011 - 09:01 Uhr

Beitrag anzeigenmausetiger sagte am 28 August 2011 - 18:19 Uhr:

* Ich konkretisiere nochmals: Es geht nicht darum, diese Bewegung aus dem Bauch heraus nachzumachen, sondern es zu machen. Den inneren Mittelpunkt zu finden, aus dem heraus alles fließt ... jetzt wird es poetisch ... hmmm, ich glaube, ich kann nicht sagen, was ich meine.
Es klingt, als ob das in die Richtung geht, die ten-chi anspricht:
Man kann ne Mengen mit den Muskeln da machen können. Und man kann sich auch aus dieser Muskulatur heraus bewegen. Und ich vermute ziemlich stark, daß du deine Bauchmuskulatur anspannen und irgendwie mehr oder weniger schlau bewegen kannst. Und auch daß du schon in der Lage bist, so zu atmen, daß sich deine Brust hebt und senkt, oder so, daß sich deine Bauchdecke hebt und senkt, oder?
Dieser innere Mittelpunkt aber, ist wie ten-chi schreibt, wohl eben nicht so konkret ansprechbar und handhabbar, wie die Muskulatur.

Ich persölich habe - wie ich ja schon geschrieben habe - allerdings wenig Erfahrung damit diesen inneren Mittelpunkt zu spüren, zu erleben und mit ihm zu atmen. Ich habe eben bisher zuallermeist mit Dingen gearbeitet, die ich heute eher als "Hilfskonstruktionen" verstehen würde.

Eine Möglichkeit, dme Phänomen näher zu kommen, scheinen mir Visualisierungen zu sein. D.h. sich dieses Zentrum vorzustellen und mit dieser Vorstellung zu arbeiten. Man betrügt sich also gewissermaßen selber. Indem aber man das tut, sensibilisiert man sich für den Bereich bzw. das Phänomen, mit dem man sich befaßt.
Und nach allem, was ich weiß und bisher erfahren habe - wenn auch nicht bezogen auf die Arbeit mit dem tanden - bewirken diese Vorstellungen/Visualisierungen durchaus auch konkrete, körperliche "Veränderungen".

Zitat

Aber zum Thema Ballett und Aikido: ich habe im Ballett mal gelernt, dass der Körper sozusagen vier Punkte hat (unterhalb der Schultern und in der Hüfte auf jeder Seite), die man gedanklich verbindet, und dass aus diesem Viereck alle Bewegung aufgebaut werden muss, wobei das Viereck durchaus verschiebbar ist und nicht immer rechte Winkel haben muss, kann auch zum Parallelogramm werden ... Das ist die Vorstellung, an die mich der genannte Block erinnerte.
Ja, das kenne ich ganz ähnlich so auch.

Beitrag anzeigenten-chi sagte am 28 August 2011 - 18:55 Uhr:

... Vielleicht reden wir ja doch von verschiedenen Dingen.
Ich denke, ich bin einfach nicht wirklich klar. Ich beschreibe etwas, das für mich ganz neu ist, das ich als Aufgabe bekommen habe mit einem Zusatz "next year one more step ..."

Zitat

Das Zentrum im inneren des Hara kann meiner Meinung nicht dem Willen es zu bewegen unterliegen, da es keine muskuläre Entsprechung hat. Von daher gehört die Beschäftigung damit eher in den Bereich der Energiearbeit und hat weniger mit köperlicher Übung zu tun,
Nach meiner Erfahrung bisher durchdringen sich diese Dimensionen, man kann sie aus meiner Sicht nicht klar trennen.
Sowas wie den unbeugbaren Arm z.B. kann man ja einem Schüler energetisch erklären. Oder schlicht von der Bewegung, bzw. Haltung her. Beides funkioniert.

Und dann: Was heißt denn "energetisch" eigentlich? Wenn man jemand bewegen kann, ist das letztlich immer erst einmal ein auch ganz körperliches Phänomen. Selbst wenn man jemand bewegt, ohne ihn zu berühren. Das geschieht ja nicht durch Röntgenstrahlen, sondern mithilfe des eigenen Körpers.

Von daher geht es zunächst erst einmal um das Ansprechen einer Muskulatur, die bisher in meinem Üben nicht vorkam. Das gab's seit ich mich an Endo sensei orientiere ganz genau so bereits an anderen Stellen meines Körpers. Nun also am Bauch.
Ich denke aber, daß es - zusammen mit dem Gesamtpaket - dabei letztlich durchaus um das geht, was man tanden nennt und vielliecht nicht mit Muskelkraft bewegen kann. Aber bewegen eben schon ...