ingolf sagte am 18 Oktober 2011 - 16:10 Uhr:
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Ich bin selber kein Lehrer und habe keine Schüler. Aber ich unterrichte.
du meinst, du bist kein professor, sondern eher ein hilfslehrer!?
Vielleicht eher so etwas, wie ein Tutor, eine studentische Hilfskraft? Ich habe mich lange selber gefragt, wie ich meine Rolle innerhalb unseres Vereins verstehe. Und ich bin sehr froh, sie gefunden zu haben.
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... - an sonsten finde ich das ein bisschen konfus, weil nun mal der der unterricht gibt, ein lehrer ist, zumindest für die schüler. ...
Das ist bei uns eigentlich nicht konfus, sondern recht klar: Derjenige, der unterrichtet, ist
ein Lehrer, nicht
der Lehrer.
Der Lehrer der Fortgeschrittenen, der nicht für uns alle der Gleiche ist, lebt und unterrichtet jeweils nicht in Hildesheim.
(... einer lebt und unterrichtet z.B. im Westen Frankreichs, in der Nähe von La Rochelle und stellt komische Fragen ... Meiner Gottseidank in Ostfriesland ... einer in Hamburg ...)
Die Fortgeschrittenen sind zu nahe beieinander, als das einer wirklich eine klassische Lehrerrolle einnehmen könnte. Und das verbunden damit, daß sie auch auch nicht weit genug sind, hindert auch, den Anfängern
der Lehrer zu sein.
Es mag von außen konfus wirken, aber "von innen" ist es klar. Wir sind im Grunde so etwas wie eine Trainingsgemeinschaft, in der die sempai unterrichten.
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-- aber ich weiss schon, du hast keine persönlichen schüler, bzw. siehst keine persönliche bindung an diese. allerdings verstehe ich nicht, warum man da differenzieren muss.
Hm, heute übe ich hier, morgen trainiere ich da ... der eine zeigts so, der andere macht's anders ...
Ich weiß nicht genau, wie ich das beschreiben kann, wenn man das nicht kennt. Vielleicht ist ten-chi da geigneter?
Ich erlebe jedenfalls klare, manchmal handgreifliche Unterschiede. Das kann ja aber bei euch, die ihr dieses Modell gar nicht habt, ganz anders sein.
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Da muß irgendein "mehr" da gewesen sein, daß diese Entscheidungen geleitet hat.
wenn du das "mehr" benennen könntest, wären wir einen schritt weiter.
Ja. Ich kann dieses "mehr" benennen und bin einen Schritt weiter.
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für mich z.b. ist der umstand vater zu sein, ein enorm triftigerer grund mich (teilweise) gegen aikido zu entscheiden (also einzuschränken, bzw. wege zu finden, die harmonieren).
Einer meiner besten Freunde, der bis dahin ebenso intensiv geübt hatte, wie ich, hat sich ebenfalls so entschieden. Er hat lange pausiert, dann lange nur einmal die Woche geübt ...
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- diese entscheidung kommt aus meiner wahrnehmung, dass kinder ein "intaktes" elternhaus brauchen.
Ich denke, Kinder brauchen intakte und tragfähige Beziehungen zu ihren Eltern. Auch ein verläßliches Zuhause gehört dazu. Das Gefühl von emotionaler und auch materialer Sicherheit und Geborgenheit. Und vieles mehr.
Ein "intaktes Elternhaus" ist in meinem Erleben und auch in meinem Denken allerdings ein sehr mißverständlicher Begriff.
Ich habe letztlich jedenfalls beides erreicht: Ein intaktes Familienleben und das üben.
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...in dem man sich selber wiedererkennen möchte.
wobei wir wieder beim thema "zentrum" wären. - in dem fall mit dem eigenen ego als mittelpunkt.
Ja. Ich denke, es geht bei alledem ganz stark auch um Ich-Werdung. Oder anders ausgedrückt: Erwachsen werden.
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...um himmelswillen, nimm es bitte nicht persönlich. das ist nur meine meinung. ich bin möglicherweise zu verschroben, als dass man das ernst nehmen könnte.
Ich nehme ernst und persönlich, was du schreibst. Immer.
Warum denn auch nicht? Was da ist, ist da.
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...und anfangs die Frage an die Anwesenden stellte, warum sie denn gekommen seien.
yoshigasaki meinte selbst mal, dass er gar keine antworten erwartet. er will mit seinen fragen nur kurz mal zum denken anregen.
Naja, es ist ja auch ganz hilfreich, wenn man (Denk-)Prozesse auch zu Antworten oder Lösungen konkretisiert.
Bearbeitet von pilgrim, 18 Oktober 2011 - 18:03 Uhr.