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Der Begriff "Zentrum" im aikido


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137 Antworten in diesem Thema

#41 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 31 August 2011 - 17:05 Uhr

Merci.

Dein Verständnis von der Arbeit der Hüfte oder des Zentrums scheint wirklich anders, als meines.
Das Bild von dem abschleppenden Auto stellt so gar nicht das da, was ich versuche zu üben. Und die Arme sind immer leicht und durchlässig. Sie fühlen nur, nehmen uke wahr. Das Zentrum ist das, was uke bewegt.
Das ändert sich auch nicht, wenn uke schon in Bewegung ist. Es ist immer die Hüfte, die arbeitet. Nicht die Arme.

#42 ten-chi

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Geschrieben 31 August 2011 - 18:15 Uhr

Beitrag anzeigenpilgrim sagte am 31 August 2011 - 17:05 Uhr:

Dein Verständnis von der Arbeit der Hüfte oder des Zentrums scheint wirklich anders, als meines.
Das Bild von dem abschleppenden Auto stellt so gar nicht das da, was ich versuche zu üben.

Ich denke, die Bilder die jemand verwendet sind überhaupt nicht ausschlaggebend, denn sie mögen für denjenigen eine Hilfe sein, geben aber nicht unbedingt wieder, was man selbst sehen würde.


Beitrag anzeigenpilgrim sagte am 31 August 2011 - 17:05 Uhr:

Arme sind immer leicht und durchlässig. Sie fühlen nur, nehmen uke wahr. Das Zentrum ist das, was uke bewegt.
Das ändert sich auch nicht, wenn uke schon in Bewegung ist. Es ist immer die Hüfte, die arbeitet. Nicht die Arme.

Was ja bei Yosahigasaki überhaupt nicht anders ist, wie man sieht.
Die Handschrift ist natürlich wieder eine eigene.
Wäre lustig, die Bewegungen verschiedener Leute tatsächlich mal in Schreibschrift zu übertragen.

Bearbeitet von ten-chi, 31 August 2011 - 18:15 Uhr.


#43 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 01 September 2011 - 09:44 Uhr

Beitrag anzeigenten-chi sagte am 31 August 2011 - 18:15 Uhr:

Wäre lustig, die Bewegungen verschiedener Leute tatsächlich mal in Schreibschrift zu übertragen.
Das ist genau das, was ich immer wieder versuche. (Wenn ich denn diesen Satz richtig verstehe.) D.h. die Dinge soweit herunterbrechen, daß ich - jedenfalls für mich selber - systematischere Aussagen darüber gewinnen kann. Und ich habe bisher versucht, das durch persönliche Erfahrungen zu untermauern.

Zitat

Ich denke, die Bilder die jemand verwendet sind überhaupt nicht ausschlaggebend, denn sie mögen für denjenigen eine Hilfe sein, geben aber nicht unbedingt wieder, was man selbst sehen würde.
Ja. Das ist richtig. Von daher: Das Bild, das Ingolf hier benutzt, gibt es bei uns für ganz bestimmte, konkrete Formen des Kontaktes. Es gilt aber - so wie ich es verstehe - nicht für die Arbeit der Hüfte überhaupt.

#44 Konparu

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Geschrieben 01 September 2011 - 13:56 Uhr

Beitrag anzeigenKonparu sagte am 28 August 2011 - 02:26 Uhr:

Meine japanische Lehrerin benutzt diesen Begriff eigentlich nur sehr selten. Ich kann mich überhaupt nur an ein einziges mal erinnern, wo sie von "Hara" gesprochen hat
Heute hat sie davon gesprochen Einfluss auf das Zentrum (chûshin) Ukes zu nehmen (im Gegensatz zum rumdrücken/-schieben an den Extremitäten). Sei jetzt mal dahin gestellt, ob das eine Ausnahme war oder ob das meiner selektiven Wahrnehmung nur bisher entgangen ist.

#45 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 02 September 2011 - 07:45 Uhr

Sehr interessant, denn chushin ist ein Begriff, der mir bisher noch gar nicht untergekommen ist. Und der sich doch von tanden, aber schon auch von hara (?) abhebt, oder?

Laut Lexikon ist eine Bedeutung übrigens auch "Gleichgewicht".

Danke!

Bearbeitet von pilgrim, 02 September 2011 - 07:58 Uhr.


#46 ten-chi

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Geschrieben 02 September 2011 - 10:56 Uhr

Beitrag anzeigenpilgrim sagte am 01 September 2011 - 09:44 Uhr:

Ja. Das ist richtig. Von daher: Das Bild, das Ingolf hier benutzt, gibt es bei uns für ganz bestimmte, konkrete Formen des Kontaktes. Es gilt aber - so wie ich es verstehe - nicht für die Arbeit der Hüfte überhaupt.

Darum ging es bei Ingolfs Beispiel doch, um das Herstellen des Kontakts. So verstehe ich das, wenn er sagt, es beginnt an der Peripherie, aber trotdem geht immer von der Mitte aus. Um das "Auto" in Bewegung zu bringen, braucht es einen Impuls, der aus der Mitte kommt.

#47 ingolf

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Geschrieben 02 September 2011 - 11:49 Uhr

mechanisch gesehen sind die meisten bewegungen ein wechselspiel zwischen peripherie und mitte. egal womit ich beginne ist die mitte als gegenstück meist in irgendeiner weise involviert, auch wenn es einfach nur eine gegenläufige bewegung ist. - so gesehen beginnt die bewegung eher im bereich zwischen mitte und peripherie, indem er sich zusammenzieht, ausdehnt oder krümmt. - man ändert seine form, um sich zu bewegen.

kontakt herstellen wird bei uns gerne mit "aufnehmen" bezeichnet. - ich meine, dass aus der mitte heraus geschehen kann. eben aus dem zentrum der wahrnehmung. wenn man jetzt nicht mehr geist und körper getrennt betrachtet, kann eine bewegung wohl aus dem zentrum heraus anfangen.

aber : z.b. bei ushiro kubijime - wenn uke bereits gegriffen hat, beginnt die bewegung an einem fuss. (auch mental.) der rest des körpers (incl. mitte) schleimt sich dann nach. - bei ikkyo kann eine bewegung an den fingern beginnen. (besonders mental) - es gibt bestimmt noch mehr beispiele gegen eine pauschalisierung.

Bearbeitet von ingolf, 02 September 2011 - 12:03 Uhr.

sei still

#48 ten-chi

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Geschrieben 02 September 2011 - 13:46 Uhr

Beitrag anzeigeningolf sagte am 02 September 2011 - 11:49 Uhr:

aber : z.b. bei ushiro kubijime - wenn uke bereits gegriffen hat, beginnt die bewegung an einem fuss. (auch mental.) der rest des körpers (incl. mitte) schleimt sich dann nach.

Wenn du das so sehen willst, gerne.
Aber aus dem Fuß kann man keine Kraft entwickeln, die kommt aus der Mitte. Auch verschieben des Fußes ohne Gleichgewchtsverlust ist eine Bewgung, die durch Verlagerung des Körperschwerpunktes erfolgt, und wird aus dem Zentrum heraus initiiert. Meinetwegen auch aus dem Zentrum der Wahrnhemung, das ist für mich das Gleiche.
Auch das "Nachschleimen" gelingt nur, wenn die richtige Spannung im Zentrum vorhanden ist.
Wenn man es nicht fühlt, ist die Diskussion darüber sinnlos.

Bearbeitet von ten-chi, 02 September 2011 - 13:46 Uhr.


#49 ingolf

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Geschrieben 02 September 2011 - 14:27 Uhr

ohne zentrum gehts halt schlecht, weil es nun mal alles zusammenhält. die bedeutung ist unbestritten. (mit ausnahme weniger, nicht hierherpassender beispiele)

Zitat

Auch verschieben des Fußes ohne Gleichgewchtsverlust ist eine Bewgung, die durch Verlagerung des Körperschwerpunktes erfolgt, und wird aus dem Zentrum heraus initiiert.
den fuss zu bewegen ohne den schwerpunkt zu verlagern muss nicht bedeuten, das gleichgewicht zu verlieren. es kann auch den anfang eines bewegungsablaufes bedeuten. - man kann z.b. aus dem stehen loslaufen, indem man nicht den schwerpunkt zuvor verlagert in dem man das standbein mehr belastet. - auch bei ushiro kubijime kann man diesen verlagerten schwerpunkt nutzen. hier kann (!) nicht nur die spannung im zentrum von bedeutung sein, sondern die der gesamten wirbelsäule. von der idee her bleibt diese gerade und die wirbel verschieben sich von unten beginnend scheibchenweise horizontal nach aussen. ist eine möglichkeit, geht sicher auch anders.

letztlich ist alles wohl halb so wild und mit worten leidlich zwecklos - wie du schon so schön schreibst:

Zitat

Wenn man es nicht fühlt, ist die Diskussion darüber sinnlos.

Bearbeitet von ingolf, 02 September 2011 - 14:30 Uhr.

sei still

#50 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 02 September 2011 - 16:29 Uhr

Beitrag anzeigeningolf sagte am 02 September 2011 - 11:49 Uhr:

... es gibt bestimmt noch mehr beispiele gegen eine pauschalisierung.
Ich bin etwas ratlos:
Ich erkenne das, was wir arbeiten nicht wieder in dem, was du beschreibst. Bei uns wird wirklich alles und jedes verstanden als mit dem Zentrum eingeleitet, aus dem Zentrum gesteuert, vom Zentrum her mit Richtung und Energie versehen.
Das wird so gedacht, erklärt und versucht umzusetzen. Bei dem Ikeda Lehrgang z.B. manchmal bis dahin, daß sich Arme oder Beine und auch die Hüften gar nicht merkbar bewegt haben, sondern wirklich nur das tanden innendrin.
Weder beginnt so wie ich es kenne ikkyo in den Fingern, noch die Arbeit aus ushiro katate dori kubi shime mit dem Fuß.

Ich kann aber dagegen das, was ich bei meinem "intensiven" Probetraining erlebt habe, recht gut mit dem zusammenbringen, was du schreibst. Das wieder scheint mir gut zu passen.

Auch wenn ten-chi der Meinung ist, daß es lediglich um ein sprachliches Problem geht.
Ich habe doch deutlich den Eindruck, daß das aikido, das ich übe, den Körper anders benutzt, als ihr es tut.

Bearbeitet von pilgrim, 02 September 2011 - 16:37 Uhr.


#51 ten-chi

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Geschrieben 02 September 2011 - 17:31 Uhr

Es gibt ja noch andere Modellvorstellungen, wie die Spannungsverhältnisse innerhalb des Körpers zu einem Ganzen gebracht werden können, als die Vorstellung von einer Mitte, von der alles ausgeht.

Yoahinori Kono etwa arbeitet mit dem aus der Architektur stammenden Tensegrity Modell.
Er ist damit äußerst erfolgreich.

Bearbeitet von ten-chi, 02 September 2011 - 17:31 Uhr.


#52 Konparu

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Geschrieben 03 September 2011 - 00:43 Uhr

Beitrag anzeigenpilgrim sagte am 02 September 2011 - 07:45 Uhr:

Sehr interessant, denn chushin ist ein Begriff, der mir bisher noch gar nicht untergekommen ist. Und der sich doch von tanden, aber schon auch von hara (?) abhebt, oder?
Ja.

Zitat

Laut Lexikon ist eine Bedeutung übrigens auch "Gleichgewicht".
Diese Bedeutung war mir garnicht bewusst. Macht aber auch Sinn, wenn man zwecks kuzushi Einfluss auf das Zentrum Ukes nimmt.

Da stellt sich mir die Frage, ob das nicht eigentlich immer der fall ist. Kann man im Gleichgewicht sein, wenn jemand dein Zentrum kontrolliert? Wenn ja, in welcher Form findet dann diese Kontrolle statt?

#53 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 03 September 2011 - 10:27 Uhr

Beitrag anzeigenKonparu sagte am 03 September 2011 - 00:43 Uhr:

... Kann man im Gleichgewicht sein, wenn jemand dein Zentrum kontrolliert? Wenn ja, in welcher Form findet dann diese Kontrolle statt?
So wie ich übe, geht es eigentlich immer darum, das Zentrum zu kontrollieren. Das ist das, was in jeder einzelnen Technik und in diversen Übungen vorkommt und zentral ist.
Und wenn das gelingt, dann hat derjenige, der das Zentrum kontrolliert damit die Möglichkeit nach seinen eigenen Vorstellungen das Gleichgewicht zu brechen, den Partner zu bewegen.
Die Kontrolle des Zentrums erfolgt dabei - so, wie ich inzwischen zu üben versuche - indem man an einer beliebigen Stelle des Körpers einen Kontakt aufbaut (atari) und mithilfe dieses Kontaktes die Struktur des Partners so beinflusst, daß man sein Zentrum nach den eigenen Vorstellungen bewegen, führen, kontrollieren kann. (Ich kann das nicht immer und nicht mit jedem. Aber ich übe daran.)

Normalerweise organisieren wir die Struktur unseres Körpers selber so, daß wir nicht umfallen, daß wir im Gleichgewicht sind, stehen und gehen können. Ganz wesentlich ist dabei das Zentrum. Manchen Menschen organisieren sich mehr auf Kopf und Brustbereich hin, was man den Bewegungen ansehen kann.
Durch den Kontakt im aikido - wie ich es versuche zu lernen - wird auf einmal die Struktur von einer Person außer mir organisert. Das ist es, was ich unter Kontrolle verstehe.
Bei manchen Details nutzt tori die natürlichen Organisationsmechanismen von uke, um dann gerade mit ihrer Hilfe die Struktur von uke so zu beeinflussen, daß er nicht mehr im Gleichgewicht ist.

Das ist jetzt ziemlich ins Blaue hinein geschrieben. Ich habe mir ehrlich gesagt noch nicht so viele so theoretische Gedanken dazu gemacht. Klingt es plausibel? Oder nicht so?

Noch: Wichtig ist bei alledem, auf die Organisation des eigenen Körpers zu achten. Endo weist manchmal darauf hin, daß es in den Formen nicht darum geht, zu werfen, sondern darum, den eigenen Körper zu organisieren.

#54 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 03 September 2011 - 16:34 Uhr

Beitrag anzeigenpilgrim sagte am 03 September 2011 - 10:27 Uhr:

Wichtig ist bei alledem, auf die Organisation des eigenen Körpers zu achten. Endo weist manchmal darauf hin, daß es in den Formen nicht darum geht, zu werfen, sondern darum, den eigenen Körper zu organisieren.
So wie hier z.B. .

#55 ten-chi

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Geschrieben 06 September 2011 - 08:09 Uhr

Beitrag anzeigenpilgrim sagte am 03 September 2011 - 10:27 Uhr:

Durch den Kontakt im aikido - wie ich es versuche zu lernen - wird auf einmal die Struktur von einer Person außer mir organisert. Das ist es, was ich unter Kontrolle verstehe.
Bei manchen Details nutzt tori die natürlichen Organisationsmechanismen von uke, um dann gerade mit ihrer Hilfe die Struktur von uke so zu beeinflussen, daß er nicht mehr im Gleichgewicht ist.

Struktur beeinflussen scheint mir doch in diesem Zusammenhang ein etwas zu starker Begriff für dass, was ich darunter verstehe. Diese Struktur zu beeinflussen oder zu verändern gelingt einem bei sich selbst vielleicht nur Ansatzweise, bzw. mit professioneller Hilfe, geschweige denn bei einem Uke.
Körperliche Organisation passt da vielleicht schon besser.

Aber geht es dir darum, Uke zu "desorganisieren" oder ihm zu Helfen, sich neu in Richtung des Kontaktes zu organisieren?
So wie ich das sehe, ist nämlich genau die Organisation Ukes in Richtung des Kontaktes, und die Aktionen Toris die ihn in dieser Richtung unterstützen, dass, was letztendlich die Kontrolle ermöglicht. Wenn Uke sich desorganisieren würde, wäre der Kontakt zu seiner Mitte nicht vorhanden.
Von daher finde ich den Begriff des Kontrollierens unglücklich gewählt, da Uke aufgrund dieser Selbstorganisation wiederum Tori hilft, einen Kontakt zu Ukes Zentrum zu finden. Es wäre die Frage inwieweit man Uke zwingen kann, sich in dieser Weise zu organisieren, und ab das ein Ziel sein kann.
Uke zu "desorganisieren" ist übrigens viel einfacher, als ihn so zu führen dass er sich weiter integer bewegen kann, und somit in seiner Entwicklung unterstützt wird. Kontrolle ist für mich da der falsche Begriff, wenn ich es mir recht überlege. Es ist eher ein Wechselspiel.
Das man bei manchen Leuten sieht, dass sie sich gern in der Rolle des "Kontrollierenden" sehen, ist für mich ein negativer Auswuchs des ganzen.

Im Kampf geht es nach Aussage eines hochrangigen Karate-Lehrers übrigens nicht darum, das Zentrum des Gegners, sondern das Zentrum der gemeinsamen Bewegung zu kontrollieren.

#56 ingolf

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Geschrieben 06 September 2011 - 09:33 Uhr

Zitat

Kontrolle ist für mich da der falsche Begriff, wenn ich es mir recht überlege. Es ist eher ein Wechselspiel.
hi, hi. gestern hatten wir bei ushiro katatetori kokyunage hachinoji kurz die situation, dass beide nicht mehr wussten wer uke und wer nage ist. ich meine sie wussten es wirklich nicht mehr. so schön hab ich noch nie eine technik sich auflösen sehen.

Zitat

Das man bei manchen Leuten sieht, dass sie sich gern in der Rolle des "Kontrollierenden" sehen, ist für mich ein negativer Auswuchs des ganzen.
wenn ich so drüber nachdenke, geht das aber schon ziemlich direkt gegen pilgrims frühere aussagen, dass aikido nur kontrolle ist.

Zitat

Uke zu "desorganisieren" ist übrigens viel einfacher, als ihn so zu führen dass er sich weiter integer bewegen kann, und somit in seiner Entwicklung unterstützt wird.
so würde ich das bescheiben, was wir im dojo versuchen zu vermitteln.
sei still

#57 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 06 September 2011 - 10:35 Uhr

Beitrag anzeigeningolf sagte am 06 September 2011 - 09:33 Uhr:

... ushiro katatetori kokyunage hachinoji ...
Was meint "hachinoji" in diesem Zusammenhang?

Zitat

Zitat

Uke zu "desorganisieren" ist übrigens viel einfacher, als ihn so zu führen dass er sich weiter integer bewegen kann, und somit in seiner Entwicklung unterstützt wird.
so würde ich das bescheiben, was wir im dojo versuchen zu vermitteln.
Was vermittelt ihr: Das Desorganisieren oder das sich weiter integer bewegen können?

#58 ingolf

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Geschrieben 06 September 2011 - 10:58 Uhr

Zitat

Was meint "hachinoji" in diesem Zusammenhang?
ich meine eine liegende acht, was an die form erinnert. - habs mir nicht ausgedacht. <_< - grundtechnik, eigentlich die einfachste und erste.

Zitat

Was vermittelt ihr: Das Desorganisieren oder das sich weiter integer bewegen können?
nicht hier, im dojo. - vielleicht nur ein ketzerisches argument: niemals das gleichgewicht brechen. - verlang aber nicht, hier zu beschreiben wie.
sei still

#59 ingolf

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Geschrieben 06 September 2011 - 11:22 Uhr

acchhhh:

Zitat

ich meine eine liegende acht, was an die form erinnert.
ukes eine hand (z.b. rechts) greift nages andere (links). uke versucht nun mit der zweiten hand (links) von hinten nage an den hals zu kommen (um ihn z.b. zu würgen). nage dreht sich aber seinerseits in einem kleineren kreis und steht nun selbst hinter uke. der rest wäre kokyunage hachinoji. falls nage sich zu schnell gedreht hat, könnte er auch koteoroshi ansetzen. zu langsam z.b. ikkyo oder was immer gerade passiert.
sei still

#60 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 06 September 2011 - 11:54 Uhr

Merci.

Beitrag anzeigeningolf sagte am 06 September 2011 - 11:22 Uhr:

ich meine eine liegende acht, was an die form erinnert.
Ja, das bedeutet das Wort. Ich konnte mir nur nicht vorstellen, wie in ushiro ryote dori das aussehen könnte, also wo da die Acht zu finden ist.
Aber es geht also auch um einen anderen Angriff, bei dem nur eine Hand gegriffen wird?

Zitat

ukes eine hand (z.b. rechts) greift nages andere (links). uke versucht nun mit der zweiten hand (links) von hinten nage an den hals zu kommen (um ihn z.b. zu würgen).
Man greift also wie in gyaku hanmi katate dori und versucht dann mit der freien Hand von hinten an tori zu kommen? Bist du sicher, daß du nicht rechts und links vertauscht hast?
Wenn nicht: Das gibs bei uns nich.

Zitat

nage dreht sich aber seinerseits in einem kleineren kreis und steht nun selbst hinter uke.
Auch das kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

Zitat

grundtechnik, eigentlich die einfachste und erste
tja ...

Aber ist ja hier auch eigentlich nicht im Einzelnen wichtig. Also nochmal danke!

Bearbeitet von pilgrim, 06 September 2011 - 11:59 Uhr.